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"Ampel" will mindestens 15 Millionen Elektroautos bis 2030
Die Ampel-Koalitionäre wollen im Bereich Verkehr eine "nachhaltige, effiziente, barrierefreie, intelligente, innovative und für alle bezahlbare" Mobilität der Zukunft erreichen. Laut dem am Mittwoch vorgestellten Koalitionsvertrag sollen bis 2030 insgesamt 15 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. Eine Million Ladepunkte sollen öffentlich zugänglich sein.
Ampel-Koalition will 400.000 neue Wohnungen im Jahr bauen
Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP will pro Jahr 400.000 neue Wohnungen bauen. 100.000 davon sollen öffentlich gefördert werden, heißt es im am Mittwoch offiziell vorgestellten Koalitionsvertrag. Die Mietpreisbremse will die Koalition demnach bis zum Jahr 2029 verlängern.
Orange-Chef Richard zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt
Der Chef des französischen Telekom-Unternehmens Orange, Stéphane Richard, ist im Berufungsverfahren um eine Affäre des Geschäftsmanns Bernard Tapie zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn am Mittwoch in Paris wegen Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig. Der Verwaltungsrat von Orange wollte am Mittwochabend über die Zukunft des Geschäftsführers beraten.
Studie: Gehälter von Dax-Vorständen im Jahr 2020 deutlich gesunken
Die Corona-Pandemie macht sich laut einer Studie auch bei den Gehältern von Vorstandsvorsitzenden bemerkbar. Im Jahr 2020 verdienten die Chefs der Dax-Unternehmen im Median 5,1 Millionen Euro und damit 6,5 Prozent weniger als noch 2019, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC am Mittwoch mitteilte. Median bedeutet, dass 50 Prozent darüber liegen und 50 Prozent darunter. Hauptgrund für die Gehaltsrückgänge war laut PwC die aufgrund der Pandemie "eingetrübte wirtschaftliche Lage".
Regierung verlängert erleichterte Kurzarbeiterregeln bis Ende März
Angesichts der rasant ansteigenden Infektionszahlen in der Corona-Krise hat die Bundesregierung den vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld erneut verlängert. Wie das Bundesarbeitsministerium am Mittwoch mitteilte, gilt dies nun für weitere drei Monate bis zum 31. März 2022. Das Bundeskabinett beschloss eine entsprechende Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung.
Rezession? Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt im November weiter
Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich auch im November weiter verschlechtert. Der vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklimaindex sank den fünften Monat in Folge von 97,7 Punkten im Oktober auf 96,5 Punkte im November. Unzufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage, Pessimismus bei den Erwartungen sowie Lieferengpässe und die vierte Coronawelle machten den Unternehmen zu schaffen, erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Mittwoch.
Europäisches Parlament stimmt für umstrittene gemeinsame Agrarpolitik
Das Europäische Parlament hat grünes Licht für die umstrittene Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) gegeben. Eine Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg stimmte am Dienstag für die Änderungen der GAP, mit denen die Landwirtschaft in Europa umweltverträglicher und gerechter werden soll. Grünen und Umweltverbänden gehen die Reformen nicht weit genug - sie kritisierten das Votum. Die neuen Regeln für die Verteilung von EU-Geldern an Bauern treten wegen Verzögerungen 2023 in Kraft.
Europäisches Parlament stimmt für Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik
Das Europäische Parlament hat für die Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) gestimmt. Eine Mehrheit der Abgeordneten votierte am Dienstag in Straßburg für die Änderungen, mit denen die Landwirtschaft in Europa umweltverträglicher und gerechter werden soll. Dafür ist künftig eine stärkere Verknüpfung von Fördermitteln an die Erfüllung von Umweltauflagen vorgesehen.
Gorillas-Beschäftigte können Betriebsratswahl fortführen
Die Beschäftigten des Fahrrad-Lieferdiensts Gorillas können ihre am Montag begonnene Betriebsratswahl fortführen. Die Voraussetzungen für einen Abbruch liegen nicht vor, wie am Dienstag das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg in Berlin entschied. Rechtsmittel hiergegen bestehen nicht mehr, Gorillas kann die Wahl aber noch nachträglich anfechten. (Az: 13 TaBVGa 1534/21)
Türkische Lira fällt auf neues Rekordtief
Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen. Der Kurs der Währung zum Dollar gab am Dienstag binnen weniger Stunden um 13 Prozent nach, so dass fast 13 Lira nötig für einen Dollar waren. Grund für den weiteren Fall war die Aussage von Präsident Recep Tayyip Erdogan, er werde seine Geldpolitik nicht ändern und dem "Druck widerstehen", die Leitzinsen zu erhöhen.
Post darf Porto um 4,6 Prozent erhöhen
Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf höhere Portokosten ab dem Jahreswechsel einstellen: Die Deutsche Post darf ihre Preise für das Versenden von Briefen und Postkarten dann um 4,6 Prozent erhöhen, wie die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde am Dienstag mitteilte. Diesen "Preiserhöhungsspielraum" kann das Unternehmen auf verschiedene Portoarten aufteilen.
US-Präsident Biden ordnet Anzapfen der strategischen Ölreserven an
Angesichts stark gestiegener Kraftstoffpreise zapfen die USA und weitere Länder in einer konzertierten Aktion ihre strategischen Ölreserven an. In Washington teilte das Weiße Haus am Dienstag mit, die USA handelten gemeinsam mit China, Indien, Japan, Südkorea und Großbritannien. Die USA sitzen auf der weltweit größten Notreserve. Das zusätzliche Öl soll den Preis weltweit drücken.
Bei der Deutschen Bahn gilt ab Mittwoch 3G
In den Zügen und Bussen der Deutschen Bahn (DB) gilt ab Mittwoch die 3G-Regel. Fahrgäste müssen also geimpft, genesen oder getestet sein und dies nachweisen. Die Kontrolle in den Zügen erfolge stichprobenartig durch Sicherheits- und Kontrollpersonal der Bahn, teilte der Konzern am Dienstag mit. Sollte die DB einen Beförderungsausschluss aussprechen müssen, könne sie bei Problemen die Bundespolizei um Unterstützung bitten.
Anstieg von Verbraucherbeschwerden über Energieversorger
Mit dem massiven Anstieg der Energiepreise steigt auch die Zahl der Beschwerden von Kundinnen und Kunden über ihren Energieversorger. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) berichtete am Dienstag, Unternehmen stellten die Belieferung ein, beendeten Verträge oder erhöhten die Preise - teils trotz bestehender Preisgarantie - massiv.
US-Sanktionen: Putin, Lukaschenko - Nord Stream 2
Putin, Donbass, Ukraine, Krim, Lukaschenko, Belarus, Migranten - irgendwann reicht es dachten sich wohl die die USA und haben wegen Gaspipeline Nord Stream 2 weitere Sanktionen verhängt. Die neuen Strafmaßnahmen richten sich gegen die mit Russland in Verbindung gebrachte Firma Transadria sowie zwei Schiffe, wie US-Außenminister Antony Blinken am Montag in Washington mitteilte.
DIHK drängt vor WTO-Konferenz auf Reformen im Welthandel
Angesichts der anhaltenden globalen Lieferengpässe drängt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auf Reformen der Welthandelsorganisation WTO. Ein funktionierender Welthandel sei gerade für die exportorientierte deutsche Wirtschaft enorm wichtig, erklärte der DIHK am Dienstag in Berlin. Angesichts globaler wirtschaftlicher Entkopplungstendenzen, eines zunehmenden Protektionismus sowie einer von wirtschaftlichen Großmächten weniger abgestimmten Handelspolitik drohe ansonsten "eine Erosion des multilateralen Handelssystems".
Europäisches Parlament debattiert über gemeinsame EU-Agrarpolitik
Im Europäischen Parlament hat am Dienstagmorgen eine Debatte über die künftige gemeinsame Agrarpolitik in der EU (GAP) begonnen. Die Abstimmung ist gegen Mittag geplant, das Ergebnis soll am Nachmittag bekanntgegeben werden. Mit der geplanten Reform der GAP soll die Landwirtschaft in der EU umweltverträglicher gestaltet werden. Dafür ist künftig eine stärkere Verknüpfung von Fördermitteln an die Erfüllung von Umweltauflagen vorgesehen.
Eon will 27 Milliarden Euro bis 2026 in die Energiewende investieren
Der Energiekonzern Eon will in den kommenden fünf Jahren 27 Milliarden Euro in die Energiewende investieren. Ein Großteil der Summe, 22 Milliarden Euro, solle in den Ausbau der Energienetze fließen, teilte Eon am Dienstag mit. Fünf Milliarden Euro will Eon in die Digitalisierung seines Kundengeschäfts stecken. Damit erhöhe der Konzern das Tempo bei Wachstum und Digitalisierung seiner Geschäfte, erklärte Eon.
Ökonomen erwarten spürbare Folgen der neuen Corona-Welle für Konjunktur
Ökonomen erwarten deutlich negative Auswirkungen der neuen Corona-Welle auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Zumindest im Winterhalbjahr werde die Konjunktur noch einmal "spürbar gebremst" werden, sagte Michael Grömling vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). "Wir müssen die Erwartungen für das vierte Quartal deutlich zurückschrauben", betonte er.
Biden nominiert Fed-Chef Jerome Powell für zweite Amtszeit
Fed-Chef Jerome Powell soll die mächtige US-Notenbank vier weitere Jahre lang anführen. US-Präsident Joe Biden kündigte am Montag an, den 68-jährigen Powell für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Federal Reserve (Fed) zu nominieren. Fed-Gouverneurin Lael Brainard, die als mögliche Powell-Nachfolgerin gehandelt worden war, soll Vize-Präsidentin der Notenbank werden, wie das Weiße Haus mitteilte.
In Russland erreicht Preis für roten Kaviar nie gekannte Höhe
Wenige Wochen vor dem Neujahrsfest in Russland ist der Preis für roten Kaviar auf Rekordhöhe gestiegen. Die Statistikbehörde Rosstat meldete am Montag, ein Kilo Lachsrogen koste mehr als 5000 Rubel (60 Euro). Das ist der höchste Preis seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2000.
Vonovia will über Kapitalerhöhung acht Milliarden Euro einnehmen
Der Wohnungskonzern Vonovia will über eine Kapitalerhöhung rund acht Milliarden Euro einnehmen, um so einen Teil der Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen zu finanzieren. Vonovia werde 201 Millionen neue Aktien ausgeben, teilte der Konzern am Montag mit. Für einen Anteil von 87,6 Prozent an Deutsche Wohnen hatte Vonovia rund 17 Milliarden Euro gezahlt.
Verbraucherschützer fordern bessere Reparierbarkeit von Schuhen
Verbraucherschützer kritisieren, dass viele Schuhe ein Wegwerfprodukt sind - und auch bei den Bundesbürgern gibt es einer Umfrage zufolge großes Interesse an möglichst haltbarem Schuhwerk. Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollten keine Schuhe, die nur eine Saison halten und dann in die Müllverbrennung wandern, erklärte am Montag der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller. "Schuhe zu reparieren, war früher selbstverständlich", fügte er hinzu.
Fachkräftemangel wird für die deutsche Wirtschaft zunehmend zur Bremse
Der Fachkräftemangel wird für die deutsche Wirtschaft zu einem immer größeren Problem. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) kann mehr als die Hälfte der Unternehmen derzeit offene Stellen zumindest vorübergehend nicht besetzen. Dies sei "spürbar mehr als ohnehin schon vor Ausbruch der Corona-Krise", erklärte der DIHK am Montag in seinem aktuellen Fachkräftereport.
Verbraucherschützer: Corona-Gutscheine ab Januar auszahlen lassen
In der Corona-Pandemie haben viele Verbraucherinnen und Verbraucher Gutscheine für abgesagte Musik-, Kultur- oder Sportveranstaltungen erhalten. Wer einen Gutschein bis Ende dieses Jahres nicht einlöst, kann sein Geld ab Januar 2022 zurückverlangen, wie die Verbraucherzentrale Brandenburg am Montag erklärte. Sie hält dafür einen Musterbrief bereit - www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/musterbrief-corona-gutscheine.
Bei Neubau oder Renovierung in Großbritannien künftig E-Ladesäule Pflicht
In Großbritannien müssen beim Neubau oder bei umfangreicher Renovierung von Wohngebäuden, Supermärkten oder Büros künftig Ladesäulen für Elektroautos errichtet werden. Diese Vorschrift trete im kommenden Jahr in Kraft, kündigte am Montag Premierminister Boris Johnson an. Damit würden 145.000 neue Ladepunkte pro Jahr entstehen. Großbritannien will den Verkauf von Verbrennern ab 2030 verbieten.
Umfrage: Vielen Deutschen ist noch nicht so richtig nach Weihnachten zumute
Die wieder zunehmenden Einschränkungen wegen der steigenden Coronainfektionen trüben die Vorfreude aufs Fest und aufs Einkaufen dafür. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftsberatungsgesellschaft EY sagten 53 Prozent, die Vorfreude aufs Weihnachtsshopping sei dadurch getrübt, dass Weihnachtsmärkte und andere Veranstaltungen nicht oder nur eingeschränkt stattfinden. 30 Prozent der Befragten wollen lieber online einkaufen als in stationären Geschäften. Beim Schenken und Feiern will die Mehrheit auf Nachhaltigkeit achten.
Konsumausgaben der privaten Haushalte 2020 ist gesunken
Im Corona-Jahr 2020 haben die Deutschen notgedrungen weniger fürs Ausgehen ausgegeben und dafür mehr fürs Wohnen und Selberkochen. Ihre Ausgaben für den Konsum sanken insgesamt nur um drei Prozent im Vorjahresvergleich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Die Summe lag im Schnitt bei 2507 Euro.
Claus Weselsky: Zugbegleitpersonal wird 3G nicht kontrollieren
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, hat die von Bundestag und Bundesrat beschlossene 3G-Regel in Bussen und Bahnen scharf kritisiert. "Kein Mensch beantwortet die Frage, wer das umsetzen beziehungsweise auch kontrollieren soll", sagte Weselsky am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Das Zugbegleitpersonal werde das nicht machen, stellte Weselsky klar. "Das gehört nicht zu ihren Aufgaben."
US-Beteiligungsfonds KKR will Telecom Italia für fast elf Milliarden Euro kaufen
Der US-Beteiligungsfonds KKR will die angeschlagene Telecom Italia (TIM) kaufen. KKR biete 10,8 Milliarden Euro, teilte TIM am Sonntagabend nach einer Sondersitzung des Verwaltungsrates mit. Der Aktienkurs von TIM an der Mailänder Börse sprang am Montag um mehr als 22 Prozent nach oben.
Sri Lanka beendet Importverbot für Pestizide und andere chemische Pflanzenmittel
Angesichts einer Wirtschaftskrise mit sich stetig verschärfender Lebensmittelknappheit hat sich Sri Lanka von dem Ziel verabschiedet, das erste Land der Welt mit rein biologischem Anbau zu werden. Ab sofort dürften Pestizide und andere chemische Pflanzenmittel wieder importiert werden, erklärte Regierungsvertreter Udith Jayasinghe am Sonntag im Fernsehen. "Wir haben diese Entscheidung getroffen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten."
Bericht: Hunderte Strom- und Gasversorger in Deutschland haben Preise angehoben
Hunderte Strom- und Gasversorger in Deutschland haben in den vergangenen Monaten ihre Preise angehoben oder Preiserhöhungen zum Jahreswechsel angekündigt. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, ergab eine Auswertung des Tarifportals Switchup, dass dies bei 180 Strom- und 392 Gas-Grundversorgern der Fall sei. Der durchschnittliche Preisaufschlag lag demnach bei 10,8 Prozent für Strom und 26,6 Prozent für Gas.