Letzte Nachrichten
Sachsenring: Schrötter nach Aufholjagd Sechster
Dank einer starken Aufholjagd hat Motorrad-Pilot Marcel Schrötter (Vilgertshofen) beim Heimrennen auf dem Sachsenring ein Top-10-Ergebnis geholt. Der 28-Jährige wurde beim Großen Preis von Deutschland im 200. Moto2-Lauf der WM-Geschichte Sechster, nachdem er am Samstag im Qualifying als 17. enttäuscht hatte.
Linke zieht mit Forderung nach Garantie-Einkommen und Vermögensabgabe in Wahlkampf
Die Linke zieht mit der Forderung nach höheren Renten, der Abkehr von Hartz IV und einer Vermögensabgabe zur Bewältigung der Corona-Krise in den Wahlkampf. Auf einem Online-Parteitag billigten die Delegierten mit einer Zustimmung von knapp 88 Prozent das Programm zur Bundestagswahl. Darin fordert die Partei ein garantiertes Mindesteinkommen sowie eine solidarische Mindestrente von je 1200 Euro.
"Islamisches System" laut Taliban einziger Weg für Frieden in Afghanistan
Die radikalislamischen Taliban sind nach eigenen Angaben weiterhin bereit für Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung. Allerdings sei die Einführung eines "echten islamischen Systems" der einzige Weg, um den Krieg im Land zu beenden, erklärte der stellvertretende Taliban-Chef Abdul Ghani Baradar am Sonntag. Die Rechte aller Afghanen einschließlich der Frauen würden in einem solchen System vollständig respektiert, versicherte er.
Zwei Taucher in Nordsachsen ums Leben gekommen
In Nordsachsen sind zwei Taucher ums Leben gekommen. Die beiden 57 und 69 Jahre alten Männer verunglückten am Samstag beim Tauchen in einem ehemaligen Steinbruch im Ort Wildschütz, wie die Polizei in Leipzig am Sonntag mitteilte.
Maskenpflicht in München: DFB prüft weitere Maßnahmen
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will weitere Maßnahmen zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Münchner EM-Arena prüfen. So wird der Verband nach SID-Informationen unter anderem mit dem Münchner Gesundheitsreferat darüber beraten, ob es zusätzliche konkrete Schritte geben soll.
Nächtliche Ausgangssperre in Frankreich aufgehoben
Nach der Maskenpflicht im Freien ist in Frankreich auch die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben worden. Die monatelang geltende Maßnahme lief am Sonntag aus und endete damit zehn Tage früher als ursprünglich geplant. Sie war Ende Oktober eingeführt worden und galt zwischenzeitlich bereits ab 18 Uhr abends. Zuletzt durften die Menschen nach 23.00 Uhr ihre Wohnungen nur aus triftigem Grund verlassen - nun ist die Ausgangssperre komplett weggefallen.
Ultrakonservativer Geistlicher Raisi wird neuer Präsident im Iran
Der ultrakonservative Geistliche Ebrahim Raisi ist zum neuen iranischen Präsidenten gewählt worden. Der 60-jährige Justizchef des Landes setzte sich bei der Wahl wie erwartet gegen seine drei Mitbewerber durch. Nach Angaben des Innenministeriums vom Samstag erhielt Raisi knapp 62 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei historisch niedrigen 48,8 Prozent. Die USA kritisierten den Ablauf der Wahl, während Israel vor einem Ausbau des iranischen Atomprogramm warnte.
Rad-DM: Brennauer auch im Straßenrennen deutsche Meisterin
Lisa Brennauer ist deutschen Frauen-Radsport das Maß der Dinge. Die 33-Jährige aus Kempten gewann bei den deutschen Meisterschaften in Stuttgart das Straßenrennen und krönte ein perfektes Wochenende. Brennauer hatte erst am Samstag zum vierten Mal den Titel im Einzelzeitfahren geholt.
Chirurgen in Südafrika bereiten Gesichtsrekonstruktion nach Hyänenangriff vor
Plastische Chirurgen in Südafrika bereiten die Gesichtsrekonstruktion eines Jungen vor, der im Mai von einer Hyäne angegriffen worden war. Der neunjährige Rodwell Khomazana aus Simbabwe wurde am Samstag nach Johannesburg geflogen, wo er vom Personal einer Privatklinik singend in Empfang genommen wurde. Ein erster Eingriff ist für Montag geplant.
Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf nur 8,8
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle ist am Sonntag weiter unter zehn gesunken. Das Robert-Koch-Institut gab den Inzidenzwert am Sonntag unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mit 8,8 an. Am Samstag hatte er 9,3 betragen und war damit erstmals seit gut neun Monaten in den einstelligen Bereich gefallen. Am Sonntag vergangener Woche hatte der Wert bei 17,3 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Sie ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Am 14. Mai war der Wert bundesweit unter hundert gefallen. Seinen bislang höchsten Stand hatte er am 22. Dezember mit 197,6 erreicht. Laut RKI wurden am Sonntag 842 Corona-Neuinfektionen registriert. Am Samstag waren es 1108 Fälle und am Sonntag vergangener Woche 1489 Neuinfektionen gewesen. Am Sonntag kamen zudem 16 Corona-Tote hinzu. Die Zahl der Neuinfektionen liegt in der Regel am Wochenende und am Montag niedriger als im Wochendurchschnitt, weil an den Wochenenden weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 3.721.981. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle beträgt 90.385. Rund 3.603.000 Menschen in Deutschland sind laut RKI von einer Covid-19-Erkrankung genesen. (F. Schulze--BTZ)
CDU und CSU vor Wahlprogramm-Vorstellung weiter uneins
Kurz vor der Vorstellung des Wahlprogramms der Union herrscht zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU weiter Uneinigkeit über eine Ausweitung der sogenannten Mütterrente. "Ich bin mir sehr sicher, dass die Mütterrente am Ende in einem Koalitionsvertrag stehen wird", sagte CSU-Chef Markus Söder der "Bild am Sonntag". Es sei "eine Frage der Gerechtigkeit, dass alle Mütter, unabhängig wann ihre Kinder geboren wurden, dieselbe Anerkennung für ihre Lebensleistung in der Rente bekommen", argumentierte Söder. Die Mütterrente 3 betreffe knapp zehn Millionen Frauen. "Es darf keine zwei Klassen von Müttern geben", forderte der bayerische Ministerpräsident. Der CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hatte der Ausweitung der Mütterrente vor einer Woche hingegen eine Absage erteilt. Das Rentensystem solle nicht mit zusätzlichen Erhöhungen belastet werden, argumentierte er. Vielmehr müsse auf die Sicherung des Rentensystems für die junge Generation geachtet werden. Dies bekräftigte nun der stellvertretende CDU-Vorsitzende und hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Eine Ausweitung der Mütterrente sei nicht machbar, da "wir schon sehr große finanzielle Herausforderungen haben", sagte Bouffier den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland. Der CDU-Vize rechnet allerdings damit, dass die Schwesterpartei im Bundestagswahlkampf bei der Forderung bleibt, älteren Müttern wie den jüngeren drei statt zweieinhalb Rentenpunkte pro Kind anzurechnen. "Die CSU wird auch noch eine bayerische Note einbringen. Das ist doch klar", sagte Bouffier. Wer allerdings weitere Leistungen einführen wolle, müsse auch "sagen, wie man sie finanziert". Söder verlangt außer der Mütterrente einen Verzicht auf eine Erhöhung des Renteneintrittsalters. "Die Rente mit 67 darf nicht angetastet werden", sagte er der "BamS". "Wir müssen aber für die Jüngeren von heute neue und tragfähige Lösungen finden." Denkbar sei hier "eine Generationenrente, die jedem Kind ein Startkonto gibt, mit dem es später seine private Altersvorsorge aufbauen kann". Allerdings stellt Söder die Rentenreformpläne unter Finanzierungsvorbehalt. "Wir brauchen nach der Wahl einen Kassensturz", verlangte der CSU-Chef. Er habe "wachsendes Misstrauen in die Prognosen des Bundesfinanzministers" Olaf Scholz, der für die SPD als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl geht. "Deshalb wollen wir auch erst einmal schauen, wie viel Geld wirklich da ist, was besprochen wurde und was tatsächlich finanzierbar ist", sagte Söder. Als weiteres Ziel nannte er eine Rückkehr zur schwarzen Null im Bundeshaushalt bis spätestens 2023. Dazu sei weder die Einführung einer Vermögenssteuer noch eine Erhöhung der Erbschafts- und Einkommenssteuer nötig. "Unser Ziel ist, die Steuerlast zu senken – dazu gehört die Unternehmenssteuer", sagte der CSU-Chef. Seine Partei werde sich zu dem "dafür einsetzen, dass der abgesenkte Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie dauerhaft beibehalten wird". CDU und CSU wollen ihr gemeinsames Programm für die Bundestagswahl im September am Montag vorstellen. (W. Winogradow--BTZ)
EM-Rekordschütze: Ronaldo erzielt 12. Endrundentor
RPortugals Fußball-Star Cristiano Ronaldo hat mit seinem Treffer gegen Deutschland (2:4) am Samstag in München seinen Rekord als EM-Rekordtorschütze ausgebaut. Der 36 Jahre alte Superstar von Juventus Turin war am Samstag zum zwölften Mal bei einer EM-Endrunde erfolgreich. Den zweiten Platz in der ewigen EM-Endrunden-Torjägerliste nimmt Frankreichs Ikone Michel Platini (9 Treffer) ein.
Was wäre wenn? Die Lage für die deutsche Mannschaft
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat nach dem glanzvollen 4:2 (2:1) gegen Titelverteidiger Portugal das Tor zum Achtelfinales aufgestoßen - muss allerdings noch nachlegen, um sicher die K.o.-Runde zu erreichen. Die Lage für die DFB-Auswahl in der Gruppe F:
Diplomaten beraten in Wien über Fortgang der Atom-Verhandlungen mit dem Iran
US Open: Kaymer vor der Schlussrunde weiter verbessert
Golfprofi Martin Kaymer ist vor der Schlussrunde der US Open in kalifornischen La Jolla weiter auf dem Vormarsch. Der 36-Jährige aus Mettmann verbesserte sich mit einer 69 vom 41. auf den geteilten 21. Platz und ist auf einem guten Weg, sein bestes Resultat seit seinem Sieg bei diesem Turnier vor sieben Jahren zu erzielen.
China überschreitet Milliarden-Marke bei Corona-Impfungen
In China sind mittlerweile mehr als eine Milliarde Dosen Corona-Impfstoff verabreicht worden. Das gab das Gesundheitsministerium in Peking am Sonntag bekannt. Die Behörden machten zunächst keine Angaben dazu, wie viel Prozent der Bevölkerung beide für einen vollständigen Impfschutz nötigen Dosen erhalten haben. Die in China verimpften Dosen entsprechen laut AFP-Zählung mehr als einem Drittel des weltweit verabreichten Corona-Impfstoffs.
Brooklyn fehlen Zentimeter - Milwaukee nach Krimi im Halbfinale
Mit etwas Glück und einem gut aufgelegten Giannis Antetokounmpo haben die Milwaukee Bucks nach einem Krimi erneut das Play-off-Halbfinale der Basketball-Profiliga NBA erreicht. Im entscheidenden siebten Duell bei den Brooklyn Nets feierte das Team um den "Greek Freak" ein 115:111 nach Verlängerung und kam durch den ersten Auswärtssieg der Serie mit einem 4:3 weiter.
Frankreichs Rechtspopulisten hoffen auf Sieg bei Regionalwahlen
Bei den Regional- und Départementswahlen in Frankreich hoffen die Rechtspopulisten von Marine Le Pen auf einen Sieg und Aufwind für die Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr. Die Wahllokale öffneten am Sonntagmorgen um 08.00 Uhr für den ersten Wahldurchgang. Le Pens Partei Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung) könnte laut Umfragen stärkste Kraft werden.
International: Frankreich wählt heute neue Regionalparlamente
In Frankreich ist am Sonntag die erste Runde der Regional- und Départementswahlen abgehalten worden. Die Wahllokale öffneten am Sonntagmorgen um 08.00 Uhr. Wegen der Corona-Pandemie fand der Urnengang drei Monate später als ursprünglich geplant statt. Die Rechtspopulisten von Marine Le Pen hoffen auf einen Sieg bei dem letzten Stimmungstest vor der Präsidentschaftswahl in knapp einem Jahr.
ARD: 75,7 Prozent Marktanteil bei DFB 4:2-Sieg gegen Portugal
Den erlösenden 4:2-Erfolg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im zweiten EM-Spiel am Samstag in München gegen Titelverteidiger Portugal haben in der Live-Übertragung der ARD 20,11 Millionen Zuschauer gesehen. Der Marktanteil betrug überragende 75,7 Prozent.
Ex-Parlamentspräsident Bercow wechselt zur Labour-Partei
Der frühere britische Parlamentspräsident John Bercow kehrt den Tories den Rücken und schließt sich der oppositionellen Labour-Partei an. In einem Interview mit dem "Observer" kritisierte er die Konservativen unter der Führung von Premierminister und Parteichef Boris Johnson als "reaktionär, populistisch, nationalistisch und manchmal sogar fremdenfeindlich". Johnsons Regierung müsse abgelöst werden und nur die Labour-Partei sei in der Lage, dieses Ziel zu erreichen, sagte Bercow.
Superstar Gareth Bale: "Würde wieder zum Elfmeter antreten"
Trotz seines Fehlschusses gegen die Türkei würde der walisische Superstar Gareth Bale auch im Gruppenfinale gegen Italien wieder zum Elfmeter antreten. "Wenn der Trainer das will, hätte ich kein Problem damit. Es gehört doch dazu, dass man auch mal verschießt", sagte der 31-Jährige vor der Partie am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF) in Rom entspannt.
Politische Welt: Heute vorgezogene Parlamentswahl in Armenien
In Armenien ist am Sonntag die vorgezogene Parlamentswahl abgehalten worden. Die Wahllokale öffneten am Morgen um 08.00 Uhr (Ortszeit, 06.00 Uhr MESZ) für die rund 2,6 Millionen Stimmberechtigten und sollten zwölf Stunden später schließen.
Die Zuständigkeit der Länder hemmt Digitalisierung der Schulen
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht in der alleinigen Zuständigkeit der Länder im Bildungsbereich einen Hemmschuh für den digitalen Fortschritt an Schulen. "Derzeit kann der Bund im Schulbereich nur Geld geben, um die Bildung weiter zu entwickeln", sagte Karliczek dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Das passt nicht in die Zeit."
Nach Präsidentenwahl in Peru Demonstrationen beider Lager
Zwei Wochen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Peru haben erneut sowohl Anhänger des linksgerichteten Kandidaten Pedro Castillo als auch seiner rechtspopulistischen Widersacherin Keiko Fujimori demonstriert. Im Zentrum der Hauptstadt Lima fand am Samstag (Ortszeit) ein Protestzug unter dem Titel "Großer Nationaler Marsch" statt, mit dem Bürgerrechtsorganisationen und Linksparteien Castillos Wahlsieg unterstreichen wollten.
Tausende Brasilianer demonstrieren gegen Präsident Bolsonaro
Aus Protest gegen das Corona-Krisenmanagement von Staatschef Jair Bolsonaro sind am Samstag zehntausende Brasilianer auf die Straße gegangen. Die Demonstrationen fanden in mehr als 20 Hauptstädten brasilianischer Bundesstaaten statt, darunter Rio de Janeiro, Brasília, Recife und São Paulo. Just am Samstag hatte Brasilien die Schwelle von 500.000 Corona-Toten überschritten. "Wir haben mehr als 2000 Tote am Tag", begründete die 21-jährige Studentin Tita Couto ihre Teilnahme an der Demonstration in São Paulo. "Wir haben mehr als 500.000 Menschen durch eine Krankheit verloren, gegen die es eine Impfung gibt", fügte sie mit Blick auf Covid-19 und die schleppende Corona-Impfkampagene in ihrer Heimat hinzu. "Bolsonaro, hör auf das Volk", rief sie den rechtsextremen Staatschef auf. Viele erinnerten mit Schildern mit der Aufschrift "500.000" an die traurige Opferbilanz der Corona-Pandemie in Brasilien. Auch Slogans wie "Weg mit Bolsonaro", "Regierung des Hungers und der Arbeitslosigkeit" und "Impfung jetzt" stand auf Transparenten zu lesen. In Brasilien haben erst 11,5 Prozent der 212 Millionen Einwohner den vollen Impfschutz gegen Covid-19. "Das ist sehr frustrierend", sagte der 34-jährige Demonstrant Felipe Rocha, der immer noch auf seine erste Impfspritze wartet. Bolsonaro wird vorgeworfen, durch eine Verharmlosung der Pandemie die rasante Ausbreitung des Coronavirus befördert zu haben. Er hatte die von dem Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19 als "kleine Grippe" bezeichnet und Maßnahmen von Bundesstaaten und Kommunen zur Eindämmung der Pandemie auch wegen ihrer Auswirkungen auf die Wirtschaft kritisiert. Zudem zog Bolsonaro, der im kommenden Jahr eine Wiederwahl anstrebt, die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe in Zweifel. Bolsonaros Weigerung, die Gefahren durch das Coronavirus anzuerkennen, seien "absurd", sagte der 50-jährige Robert Almeida bei einer Demonstration in Rio de Janeiro. Der Staatschef habe sich "schon von der Realität verabschiedet". Zu den Protesten hatte ein breites Bündnis aus sozialen Organisationen, Gewerkschaften, Parteien und Politikern aufgerufen. Zu ihnen zählte auch der linksgerichtete Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Im Onlinedienst Twitter beklagte Lula am Samstag die vielen Corona-Toten in seinem Land. "500.000 Tote durch eine Krankheit, gegen die es eine Impfung gibt, in einem Land, das eine weltweite Referenz in Sachen Impfungen war", schrieb Lula. "Das hat einen Namen: Genozid." Auch andere Poltiker konfrontieren Bolsonaro mit diesem "Genozid"-Vorwurf. Brasilien hat die zweithöchste Corona-Opferzahl weltweit. Ein Parlamentsausschuss untersucht den Umgang der Regierung Bolsonaro mit der Pandemie. Das größte Land Lateinamerikas war zu Jahresbeginn von einer heftigen zweiten Infektionswelle erschüttert worden, zwischenzeitlich wurden täglich mehr als 4000 Tote verzeichnet. Inzwischen deuten steigende Infektionszahlen auf eine dritte Welle hin. (O. Petrow--BTZ)
Deutschland: Fachkräftemangel ist wieder auf Vorkrisenniveau
Rund 15 Monate nach Beginn der Corona-Krise in der deutschen Wirtschaft nähert sich das Ausmaß des Fachkräftemangels offenbar wieder dem Vorkrisenniveau. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), aus der die "Bild am Sonntag" zitiert, liegt die Zahl der nicht besetzbaren Stellen im Mai dieses Jahres 101,3 Prozent über dem Wert vom Februar 2020. Der Mangel an gelernten Fachkräften betrage 90 Prozent des Vorkrisenwertes.
Prozess gegen Ex-UCK-Kommandeuer Mustafa im Kosovo-Krieg beginnt am 15. September
Der Ex-Kommandeur der Befreiungsarmee des Kosovo (UCK), Salih Mustafa, muss sich ab September vor dem Sondertribunal zur Ahndung von Kriegsverbrechen während des Kosovo-Krieges verantworten. Der Prozess beginne am 15. September, die ersten Zeugen würden am 20. September gehört, teilte das in Den Haag ansässige Gericht am Samstag mit. Damit ist Mustafa der erste Beschuldigte, dem vor dem Haager Tribunal der Prozess gemacht wird.
Israels Staatschef Rivlin reist kurz vor Ende seiner Amtzeit in die USA
Israels scheidender Präsident Reuven Rivlin reist Ende Juni zu einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden in die USA. Biden werde Rivlin am 28. Juni im Weißen Haus in Washington empfangen, teilte Bidens Sprecherin am Samstag mit. Rivlin, dessen Amtszeit am 5. Juli endet, wird damit der erste ranghohe Vertreter Israels sein, der seit Bidens Amtsantritt im Januar mit dem neuen US-Präsidenten zusammenkommt.
Fuball: Robert Lewandowski bewahrt Polen vor frühem EM-K.o.
Weltfußballer Robert Lewandowski hat Polen vor dem frühen Aus bei der Fußball-EM bewahrt. Der Torjäger von Bayern München sicherte mit seinem ersten Turniertreffer ein 1:1 (0:1) in Sevilla gegen Spanien und wahrte damit die Chance auf das Achtelfinale.
500.000 Corona-Tote in Brasilien
In Brasilien hat die Zahl der Corona-Toten eine neue symbolische Schwelle überschritten: Seit Beginn der Pandemie sind nach Angaben der Regierung eine halbe Million Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Gesundheitsminister Marcelo Queiroga schrieb am Samstag im Onlinedienst Twitter: "500.000 Menschen sind wegen der Pandemie gestorben, die unser Brasilien und die Welt betrifft."
The First Dog - Präsident Joe Bidens Schäferhund Champ ist tot
Joe Bidens Schäferhund Champ ist tot. "Mit schweren Herzen teilen wir Euch allen heute mit, dass unser geliebter Deutscher Schäferhund Champ friedlich zu Hause gestorben ist", erklärten der US-Präsident und seine Frau Jill am Samstag in Washington. Champ sei 13 Jahre lange ein "ständiger" und "geschätzter Begleiter" der Familie gewesen. Die ganze Familie habe ihn "heiß und innig geliebt".