Letzte Nachrichten
Mehrkosten für Benzin: Öl-Staaten beschließen Erhöhung
Die großen Ölförderländer haben eine leichte Produktionssteigerung vereinbart. Wie die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Sonntag in Wien mitteilte, werden die 23 Mitgliedstaaten der sogenannten Gruppe Opec+ von August an ihre tägliche Fördermenge um 400.000 Barrel erhöhen. Damit solle der steigenden Nachfrage der sich von der Corona-Pandemie erholenden Weltwirtschaft Rechnung getragen werden, hieß es. Anfang des Monats war die Entscheidung zu einer Produktionssteigerung noch von den Vereinigten Arabischen Emiraten verhindert worden. Die Ölpreise waren mit Ausbreitung der Corona-Pandemie im April 2020 stark gesunken. Die Opec+ schraubten daher die Fördermenge zurück, die Preise erholten sich. Bis Ende April 2022 soll das Vorkrisenniveau bei der Fördermenge wieder erreicht sein. Zur Opec gehören unter anderem Saudi-Arabien, der Irak und der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Nigeria. Partnerländer der Opec, die zu Opec+ dazu gehören, sind unter anderem Russland, Kasachstan und Mexiko. (O. Joergensen--BTZ)
Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro aus der Klinik entlassen
Nach einer Behandlung wegen Darmverschlusses ist Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro am Sonntag wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. "Ich wollte eigentlich schon am ersten Tag wieder gehen, aber sie haben mich nicht gelassen. Ich hoffe, dass ich in ein paar Tagen wieder ein Steak essen kann", sagte der 66-Jährige beim Verlassen der Privatklinik Vila Nova Star in São Paulo.
Britney Spears will künftig nicht mehr live auftreten
Im Vormundsschaftsstreit mit ihrem Vater hat US-Popstar Britney Spears angekündigt, künftig nicht mehr live aufzutreten. Sie werde "in absehbarer Zeit auf keiner Bühnen auftreten, wenn mein Vater bestimmt, was ich trage, sage, tue oder denke", teilte die Sängerin am Samstagabend (Ortszeit) über die Online-Plattform Instagram mit. "Ich gebe es auf!", fügte die 39-Jährige hinzu.
Gefährdete Braunbären aus libanesichem Zoo in USA gebracht
Tierschützer haben zwei Syrische Braunbären aus einem Zoo im Krisen-Land Libanon gerettet. Die beiden stark unterernährten Raubtiere Homer und Odysseus wurden am Sonntag in die USA gebracht, wie die Tierschutzorganisation Animals Lebanon mitteilte. Nahe der südlibanesischen Stadt Tyrus waren sie demnach zehn Jahre lang in viel zu kleinen Käfigen gehalten worden.
Bangkok: Die China-Polizei schießt auf Demokratie-Aktivisten
Am ersten Jahrestag der Demokratiebewegung in Thailand ist die Polizei in der Hauptstadt Bangkok mit Gummigeschossen und Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Die Polizeikräfte setzten am Sonntag auch Wasserwerfer gegen die Regierungskritiker ein und sperrten eine Straße ab, womit sie die Demonstranten zum Rückzug zwangen. Die Aktivisten hatten sich den strikten Corona-Beschränkungen widersetzt, um gegen Regierungschef Prayut Chan-O-Cha zu protestieren und den Jahrestag der Demokratiebewegung zu begehen.
EU übertrifft um Längen USA bei Erstimpfungen gegen Corona
In der Europäischen Union sind jetzt prozentual mehr Menschen mindestens einfach gegen das Coronavirus geimpft, als in den USA. EU-Industriekommissar Thierry Breton und Frankreichs Europastaatssekretär Clément Beaune teilten am Samstag entsprechende Statistiken des Daten-Portals "Our World in Data" im Online-Dienst Twitter. Demnach haben 55,5 Prozent der EU-Bürger mittlerweile mindestens eine erste Dosis Corona-Impfstoff erhalten, in den USA sind es 55,4 Prozent.
Feuerwehr: 13 Tote bei Explosion von Tanklastwagen in Kenia
Bei der Explosion eines Tanklastwagens im Westen Kenias sind 13 Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Der mit Treibstoff beladene Laster sei am Samstagabend auf einer Autobahn nahe der Ortschaft Malanga mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen und umgestürzt, teilte die Polizei mit. Anschließend strömten zahlreiche Menschen zu dem Unglücksort, um auslaufendes Benzin abzuschöpfen.
Papst bekundet Solidarität mit Betroffenen der Flutkatastrophe
Papst Franziskus hat seine Solidarität mit den Betroffenen der Flutkatastrophe in Deutschland und angrenzenden Ländern bekundet. "Ich möchte meine Nähe zu den Menschen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden zum Ausdruck bringen, die von den katastrophalen Überschwemmungen betroffen sind", sagte Franziskus am Sonntag beim traditionellen Angelus-Gebet auf dem Petersplatz in Rom.
Städte- und Gemeindebund fordert bessere Frühwarnsysteme
Angesichts der Unwetterkatastrophe in Deutschland fordert der Städte- und Gemeindebund eine grundlegende Reform des Bevölkerungsschutzes. "Dabei sollte insbesondere das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowohl personell als auch was die inhaltliche Zuständigkeit angeht deutlich gestärkt werden", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben). Zudem müssten die Frühwarnsysteme verbessert werden.
Fünf Zivilisten in Syrien bei Beschuss durch Armee getötet
Bei einem Raketenangriff syrischer Regierungstruppen im Norden des Bürgerkriegslandes sind Aktivisten zufolge fünf Zivilisten getötet worden. Drei Frauen und zwei Kinder starben Samstagabend in der Ortschaft Ihsim in der Provinz Idlib, wie die in Großbritannien ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Idlib ist die letzte zu großen Teilen von Aufständischen kontrollierten Region Syriens.
Mindestens 23 Tote durch heftigen Monsunregen in Mumbai
Durch den heftigen Monsun in Indien sind in der Finanzmetropole Mumbai mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Im Stadtteil Chembur habe ein umstürzender Baum eine Wand zum Einsturz gebracht, teilten die Behörden am Sonntag mit. Unter den Trümmern seien 17 Leichen gefunden worden, die Suche nach weiteren Opfern oder Überlebenden laufe noch. Im Stadtteil Vikhroli starben sechs Menschen bei einem Erdrutsch.
Johnson nach Kontakt mit Corona-Infiziertem in Quarantäne
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson ist als Kontaktperson eines Corona-Infizierten eingestuft worden und muss sich in Quarantäne begeben. Sowohl Johnson als auch Finanzminister Rishi Sunak würden in der kommenden Woche mobil arbeiten, teilte die Downing Street am Sonntag mit. Am Samstag war eine Corona-Infektion von Gesundheitsminister Sajid Javid bekannt geworden. Er trat nach eigenen Angaben eine zehntägige Selbstisolation an.
Johnson muss sich nach Kontakt mit Corona-Infiziertem teilweise isolieren
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson ist als Kontaktperson eines Corona-Infizierten eingestuft worden und wird nach Angaben seiner Regierung vorerst nur den wichtigsten Regierungsgeschäften nachgehen. Außerhalb seiner Arbeitszeit werde sich Johnson isolieren, teilte die Downing Street am Sonntag mit. Dasselbe gelte für Finanzminister Rishi Sunak. Am Samstag war eine Corona-Infektion von Großbritanniens Gesundheitsminister Sajid Javid bekannt geworden.
Notarzt rettet Patienten aus brennendem Rettungswagen
Im rheinland-pfälzischen Linz am Rhein haben eine Rettungssanitäterin und ein Notarzt am Samstag zwei Menschen aus einem brennenden Krankenwagen gerettet. Die beiden hätten zwei demenzkranke Senioren aus dem Hochwassergebiet Ahrweiler nach Linz bringen wollen, als plötzlich starker Rauch aus dem Motorraum drang, teilte die Polizei in Linz am Samstagabend mit. Dann habe der Wagen zu brennen begonnen.
Taliban-Anführer bevorzugt nach eigenen Angaben politische Lösung für Afghanistan
Der oberste Taliban-Anführer Hibatullah Achundsada befürwortet nach eigenen Angaben eine politische Lösung des Konflikts in Afghanistan. "Trotz der militärischen Erfolge und Fortschritte bevorzugt das Islamische Emirat entschieden eine politische Lösung im Land", erklärte Achundsada am Sonntag. Die Taliban würden "jede sich bietende Gelegenheit zur Errichtung eines islamischen Systems" nutzen. In Doha startete an diesem Wochenende eine neue Runde der innerafghanischen Friedensverhandlungen.
Polizei löst Techno-Party unter Autobahnbrücke in NRW auf
Im Rhein-Erft-Kreis haben 200 bis 300 Menschen in der Nacht zu Sonntag eine Techno-Party unter einer Autobahnbrücke gefeiert. Gegen Mitternacht habe die Polizei einen Hinweis wegen Ruhestörung unter der BAB-Brücke zwischen Elsdorf-Niederempt und Bedburg-Kirdorf bekommen, teilte sie am Sonntag mit. Die Gäste hätten keine Maske getragen und sich nicht an die Corona-Regeln gehalten.
Witwe von ermordetem Staatschef nach Haiti zurückgekehrt
Die Witwe des ermordeten haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse ist in den Karibikstaat zurückgekehrt. Haitis Interims-Ministerpräsident Claude Joseph begrüßte Martine Moïse am Samstag (Ortszeit) am Flughafen von Port-au-Prince, wie Kommunikationsminister Frantz Exantus im Onlinedienst Twitter mitteilte. Die 47-jährige Martine Moïse war bei dem Attentat auf ihrem Mann Anfang Juli verletzt und zur Behandlung nach Florida ausgeflogen worden.
Vergleichsportal: Flüge derzeit 29 Prozent teurer als 2019
Die Lust auf Reisen ist den Deutschen trotz der Corona-Pandemie offenbar nicht vergangen - dafür müssen sie aber tiefer in die Tasche greifen. Aktuell liegen die Flugpreise für die zehn am häufigsten gebuchten Ziele 29 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2019, wie das Vergleichsportal Check24 am Sonntag mitteilte. Am stärksten stiegen die Preise für Hin- und Rückflug nach Spanien. Sie sind demnach derzeit 34 Prozent teurer als vor der Corona-Pandemie.
Mutter von Oscar-Preisträger Javier Bardem gestorben
Die spanische Schauspielerin Pilar Bardem, die Mutter von Oscar-Preisträger Javier Bardem, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Wie ihre Kinder am Samstagabend auf Twitter mitteilten, sei sie "in Frieden gegangen". Die 1939 in Sevilla geborene Pilar Bardem war die Tochter eines Schauspielerehepaares und die Schwester des berühmten spanischen Filmemachers Juan Antonio Bardem.
Erste Corona-Fälle bei Athleten im Olympischen Dorf
Corona hat auch die Athleten im Olympischen Dorf erreicht. Die Organisatoren der Sommerspiele von Tokio (23. Juli bis 8. August) bestätigten am Sonntag zwei positive Tests unter Sportlerinnen oder Sportlern. Eine dritte Person, die nicht in der Wohnanlage untergebracht ist, wurde ebenfalls positiv getestet. Zuvor war im Dorf, das während der Spiele 6700 Menschen beherbergen soll, ein Offizieller aus dem Ausland positiv getestet worden.
Erster Katar-Sieg beim Gold Cup
Der künftige WM-Gastgeber Katar hat beim Gold Cup als Gastmannschaft seinen ersten Sieg gefeiert. Die Katarer, die als Teil der Vorbereitung auf die Fußball-WM 2022 bei der Kontinentalmeisterschaft von Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik mitspielen, bezwangen Grenada in Houston 4:0 (3:0) und haben damit gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale.
Arbeitsminister Heil fordert Rechtsanspruch auf Weiterbildung
Angesichts der rasanten Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt hat sich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine größtmögliche Flexibilisierung der Lebensarbeit und Lebensarbeitszeit ausgesprochen. "Ich möchte, dass Beschäftigte individuell die Möglichkeit haben, Arbeitszeiten anders kalibrieren zu können, je nachdem, wie das in die jeweilige Lebensphase passt", sagte Heil der "Welt am Sonntag". "Deshalb wünsche ich mir einen Rechtsanspruch auf Weiterbildungszeiten." Diese müssten genauso selbstverständlich werden wie die Elternzeit.
NBA-Finalserie: Matchball für die Bucks
Ein sensationeller Alley-oop-Dunk von Giannis Antetokounmpo hat den Milwaukee Bucks im NBA-Finale den ersten Matchball beschert. Der griechische Superstar entschied Spiel fünf der Best-of-seven-Serie bei den Phoenix Suns in der Nacht zum Sonntag auf krachende Weise, die Bucks gewannen 123:119 und liegen nach 0:2-Rückstand nun 3:2 vorne.
Zahl der Unwetter-Toten in Deutschland steigt auf 156
Die Zahl der Todesopfer durch die Unwetterkatastrophe in Deutschland ist nochmals deutlich gestiegen und liegt nun bei 156. Wie das Polizeipräsidium in Koblenz am frühen Sonntagmorgen mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Rheinland-Pfalz um weitere zwölf auf 110. Die Behörde äußerte die Befürchtung, "dass noch weitere Todesopfer hinzukommen". Zahlreiche Menschen in Rheinland-Pfalz sowie in Nordrhein-Westfalen galten weiterhin als vermisst.
Erste Corona-Infektionen unter Sportlern in Tokios olympischen Dorf
Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Tokio sind im olympischen Dorf die ersten beiden Corona-Fälle bei Sportlern festgestellt worden. Wie das Organisationskomitee der Spiele am Sonntag mitteilte, wurde zudem ein dritter Fall einer Corona-Infektion bei einem Olympia-Athleten festgestellt, der allerdings nicht im olympischen Dorf untergebracht war.
Proteste in ganz Frankreich gegen neue Corona-Maßnahmen
Mehr als 100.000 Menschen haben in Frankreich gegen die jüngsten Corona-Maßnahmen der Regierung demonstriert. Nach Angaben des Innenministeriums in Paris fanden am Samstag landesweit 136 solcher Proteste statt, an denen insgesamt rund 114.000 Menschen teilnahmen. In Paris gab es mehrere Protestmärsche gegen die Corona-Auflagen.
Corona-Inzidenz in Deutschland steigt auf 10,0
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, nahm der Wert auf genau 10,0 zu. Am Vortag hatte die Inzidenz noch 9,4 betragen, vor einer Woche 6,2.
Altmaier schließt erneuten Corona-Lockdown aus
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schließt einen erneuten Corona-Lockdown in Deutschland aus. "Wir müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern", sagte Altmaier der "Bild am Sonntag". Dieser wäre nach seinen Worten "für viele Geschäfte und Restaurants, die bereits monatelang geschlossen waren, verheerend".
Kardinal Marx entschuldigt sich in Garching für Fehler im Umgang mit Missbrauch
Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat sich bei einem Besuch in Garching an der Alz für Fehler der katholischen Kirche im Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs entschuldigt. "Das System Kirche hat versagt", sagte Marx am Samstag bei einem Treffen mit dem Pfarrverband Garching-Engelsberg, wie das Erzbistum mitteilte.
Hunderte Festnahmen in Addis Abeba wegen angeblicher Hilfe für Tigray-Rebellen
In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba sind mehr als 300 Menschen wegen Verdachts auf Verbindungen zu den Rebellen in der Konfliktregion Tigray festgenommen worden. Es habe 323 Festnahmen wegen mutmaßlicher Unterstützung der Rebellen gegeben, sagte der Polizeichef von Addis Abeba, Getu Argaw, am Samstag dem staatlichen Fernsehsender EBC. Auch wurden nach seinen Angaben Geschäfte wegen solcher mutmaßlicher Verbindungen geschlossen.
Lachender Laschet im Unwettergebiet sorgt für Empörung
Ein lachender Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beim Besuch im vom Unwetter schwer heimgesuchten Erftstadt in Nordrhein-Westfalen hat empörte Reaktionen ausgelöst. "Ich bin wirklich sprachlos", schrieb SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Samstag im Onlinedienst Twitter und verlinkte auf ein im Netz kursierendes Video. Darin lacht Laschet etwa eine halbe Minute lang im Hintergrund mit Umstehenden - während vorne Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit ernster Miene den Flut-Geschädigten Hilfe verspricht.
Iran: Wiener Gespräche nicht vor Amtsantritt der neuen Regierung im August
Die Gespräche in Wien über das iranische Atomprogramm werden nach Angaben des Iran nicht vor dem Amtsantritt der dortigen neuen Regierung weitergehen. Die Gespräche müssten "warten", bis die neue Regierung im August im Amt sei, erklärte der Leiter der iranischen Verhandlungsdelegation, Vize-Außenminister Abbas Araktschi, am Samstag im Onlinedienst Twitter.