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Jede fünfte produzierte Zimmerpflanze ist ein Weihnachtsstern
Er ist eigentlich nur Saisonware, hat aber für die Produzenten von Zimmerpflanzen enorme Bedeutung: der Weihnachtsstern. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, war 2021 fast jede fünfte (19 Prozent) in Deutschland produzierte Zimmerpflanze ein Weihnachtsstern. Die ursprünglich aus Mittelamerika stammende Pflanze wird hierzulande in Gewächshäusern gezüchtet. Insgesamt zogen die Gartenbaubetriebe in diesem Jahr 20,4 Millionen Weihnachtssterne auf.
Mehr Hering und weniger Seelachs für deutsche Nordseefischer
Nach langen Verhandlungen haben sich die EU-Fischereiminister auf die Fangquoten für 2022 geeinigt. Die am Dienstag getroffene Vereinbarung sei "insgesamt ein ausgewogener Kompromiss", erklärte Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) in Brüssel. Deutsche Fischer dürfen somit kommendes Jahr in der Nordsee mehr Hering und weniger Seelachs fangen. Für die von der EU und Großbritannien geteilten Gewässer gab es allerdings noch kein Übereinkommen.
Forscher: Vierte Corona-Welle und Lieferengpässe bremsen Wirtschaft spürbar aus
Angesichts der vierten Corona-Welle und der anhaltenden globalen Lieferengpässe hat das Münchner Ifo-Institut seine Konjunkturprognose für das kommende Jahr deutlich abgesenkt. Die Ökonomen rechnen nun noch mit einem Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent - 1,4 Punkte weniger als noch im Herbst geschätzt. "Die zunächst erwartete kräftige Erholung für 2022 verschiebt sich weiter nach hinten", erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
Ifo-Institut senkt Konjunkturaussichten für 2022 deutlich auf 3,7 Prozent ab
Angesichts der vierten Corona-Welle und der anhaltenden globalen Lieferengpässe hat das Münchner Ifo-Institut seine Konjunkturprognose für 2022 deutlich abgesenkt. Die Ökonomen rechnen nun noch mit einem Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent - 1,4 Punkte weniger als noch im Herbst geschätzt. "Die zunächst erwartete kräftige Erholung für 2022 verschiebt sich weiter nach hinten", erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
Stromerzeugung aus Erdgas geht wegen hoher Preise um fast 40 Prozent zurück
Die stark gestiegenen Preise für Erdgas haben zu einem deutlichen Rückgang der Stromerzeugung mit diesem Brennstoff geführt: Die Stromeinspeisung aus Erdgas sank im dritten Quartal um 38,9 Prozent im Vorjahresvergleich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Wichtigster Energieträger in den Monaten von Juli bis September die Kohle, die Stromerzeugung stieg hier um 22,5 Prozent im Vorjahresvergleich.
Arbeitslosenmeldung ab Januar 2022 auch online möglich
Wer arbeitslos wird, kann dies ab dem neuen Jahr auch online der Arbeitsagentur melden. Ab dem 1. Januar 2022 werde der neue elektronische Service eingeführt, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg am Dienstag mit. Die elektronische Arbeitslosenmeldung sei damit der persönlichen gleichgestellt. Bislang war ein persönliches Erscheinen "zwingend erforderlich".
Weltbank-Präsident Malpass fordert Kurswechsel in der Geldpolitik
Der Präsident der Weltbank, David Malpass, hat einen Kurswechsel in der internationalen Geldpolitik gefordert. "Wir brauchen eine andere Geldpolitik, die den Nutzen auf kleine Unternehmen ausdehnt und das Wachstum in den Entwicklungsländern stärker fördert", sagte Malpass dem "Handelsblatt" vom Dienstag. Die enormen Anleihekäufe der Zentralbanken gehörten "zu den makroökonomischen Wurzeln der Inflation".
US-Magazin "Time" kürt Elon Musk zur Persönlichkeit des Jahres 2021
Der schillernde Elektroauto- und Raumfahrtpionier Elon Musk ist vom US-Magazin "Time" zur Persönlichkeit des Jahres 2021 gekürt worden. "Wenige Menschen haben mehr Einfluss auf das Leben auf der Erde und potenziell außerhalb der Erde als Elon Musk", erklärte "Time"-Chefredakteur Edward Felsenthal am Montag.
Schweizer Bank UBS soll wegen Steuerbetrugs in Frankreich 1,8 Milliarden Euro zahlen
Ein Pariser Gericht hat die Schweizer Großbank UBS in einem Berufungsprozess zur Zahlung von 1,8 Milliarden Euro verurteilt. Damit fällt das Urteil deutlich milder aus als in der ersten Instanz, als die Bank 2019 zu einer Rekordzahlung von 3,7 Milliarden Euro verurteilt worden war. Die Richter sprachen die Schweizer Bank erneut wegen Geldwäsche, Steuerbetrug und illegaler Geschäftspraktiken schuldig.
Konsumgewohnheiten bei Energie und Mobilität beeinflussen "persönliche Inflation"
Die Verbraucherpreise steigen so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr - doch wie hoch die Inflation für einzelne Bundesbürgerinnen und Bundesbürger tatsächlich ausfällt, hängt auch vom individuellen Konsumverhalten ab. Laut Statistischem Bundesamt macht sich etwa bei Autofahrer-Haushalten derzeit eine höhere Inflationsrate bemerkbar als bei Nutzern des öffentlichen Personennahverkehrs. Für Verbraucher stellt das Bundesamt einen "" zur Verfügung.
Frankreich plant zehn nationale Nachtzugstrecken bis 2030
Frankreich plant bis zum Jahr 2030 etwa zehn nationale Nachtzugstrecken. Das kündigte der französische Transport-Staatssekretär Jean-Baptiste Djebbari am Sonntagabend anlässlich der Wiedereröffnung zweier nationalen Nachtzugverbindungen an. "Die Passagier wollen Komfort, das ist normal. Es wird neue Schlafwagen geben, aber auch Liegewagen und Sitzplätze", sagte Djebbari.
Landwirtschaftsminister Özdemir nimmt an EU-Agrarrat teil
Es ist sein erster Auftritt als Landwirtschaftsminister auf europäischer Ebene: Cem Özdemir (Grüne) nimmt ab Montag in Brüssel am Treffen der EU-Agrarminister teil. Bei den zweitägigen Verhandlungen geht es unter anderem um die Fischereiquoten im Atlantik und der Nordsee für das kommende Jahr sowie um den Schutz kleinerer Lieferanten und Erzeuger vor unlauteren Handelspraktiken.
Großhandelspreise so hoch wie noch nie seit der Erhebung
Die Verkaufspreise im Großhandel sind im November so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Erhebung vor fast 60 Jahren. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, waren die Großhandelsverkaufspreise um 16,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat November 2020. Dies war demnach er höchste Anstieg im Vorjahresvergleich seit Beginn der Berechnung der Großhandelspreisindizes 1962.
Studie: Europäische Fleisch- und Milchkonzerne stoßen immer mehr Treibhausgase aus
Die 35 größten Fleisch- und Milchkonzerne in Europa stoßen laut einer Studie immer mehr Treibhausgase aus. Im Jahr 2018 machten sie fast sieben Prozent der gesamten Emissionen der EU aus, wie es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Landwirtschafts- und Handelspolitik (IATP) heißt. Es wirft den Konzernen vor, den Beitrag der Branche zum Klimawandel zu "verschleiern" statt Emissionen zu reduzieren.
Studie: Emissionen der großen europäischen Fleisch- und Milchkonzerne steigen
Die Emissionen der 35 größten Fleisch- und Milchkonzerne in Europa nehmen einer Studie zufolge auch wegen wachsender Exporte weiter zu. Im Jahr 2018 betrugen sie fast sieben Prozent der Gesamtemissionen der EU, wie es in der am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Landwirtschafts- und Handelspolitik (IATP) heißt. Statt die Emissionen zu reduzieren, wendeten die Konzerne "Strategien" an, die den Beitrag der Branche zum Klimawandel "verschleiern", so der Vorwurf.
Baerbock: Keine Grundlage für Inbetrieb von Nord Stream 2
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sieht derzeit keine Grundlage für eine abschließende Genehmigung der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2. Die Pipeline erfülle die Vorgaben des europäischen Energierechts nicht, sagte Baerbock am Sonntag im ZDF-"heute journal". Zudem sei klar, "dass bei weiteren Eskalationen diese Pipeline so nicht weiter ans Netz gehen könnte". Dies sei noch von der alten Bundesregierung mit der US-Regierung vereinbart worden.
Bahn baut Nachtzug-Angebot weiter aus
Ein Comeback der Nachtzüge soll mehr Menschen zum Umstieg vom Flugzeug auf die klimafreundlichere Schiene bewegen - ab Ende 2023 sind nun auch zwischen Berlin und Brüssel sowie zwischen Berlin und Paris Verbindungen geplant. Bereits am Montag gehen zwei neue Nachtzugverbindungen an den Start: auf der Strecke Wien-München-Paris und zwischen Zürich, Köln und Amsterdam.
Coca-Cola wirft kleinem Unternehmen in Kolumbien Verstoß gegen Markenrechte vor
Der US-Getränkeriese Coca-Cola wirft einem kleinen Unternehmen in Kolumbien einen Verstoß gegen Markenrechte vor und droht mit einer Klage. Die Firma Coca Nasa soll den Namen ihrer Biermarke Coca Pola ändern, wie aus einem Schreiben der Anwälte von Coca-Cola hervorgeht.
Aktionäre von Shell stimmen für Verlegung von Steuersitz nach Großbritannien
Die Aktionäre des Energieriesen Shell haben mit großer Mehrheit dafür gestimmt, den Steuersitz des Unternehmens von den Niederlanden nach Großbritannien zu verlegen. Bei einer Hauptversammlung in Rotterdam stimmten am Freitag mehr als 99 Prozent der Anteilseigner für den Vorschlag der Konzernspitze. Konzernchef Andrew Mackenzie bedankte sich für die "überwältigende Unterstützung" der Aktionäre.
Mehr als 850 Unternehmen schließen sich Impfkampagne mit Werbeslogans an
Mehr als 850 weitere Unternehmen und Marken haben sich der Aktion #ZusammenGegenCorona angeschlossen, bei der deutsche Firmen mit abgewandelten Werbesprüchen zum Impfen aufrufen. Die Initiative, die am Dienstag mit gut 150 Firmen und Marken gestartet war, hat inzwischen mehr als tausend Teilnehmer, wie die Initiatoren am Freitag mitteilten.
EU hofft auf Lösung im Fischerei-Streit zwischen Frankreich und Großbritannien
Im Streit zwischen Frankreich und Großbritannien um Fischerei-Rechte im Ärmelkanal hofft die EU auf eine Lösung vor Ablauf einer von ihr gesetzten Frist. Eine EU-Sprecherin sagte in Brüssel, das Ziel laufender Gespräche mit Großbritannien sei, noch am Freitag eine Einigung zu erzielen. Beide Seiten hätten sich festgelegt, "diese Gespräche heute mit einem erfolgreichen Ergebnis zu beenden", sagte die Sprecherin Vivian Loonela.
Inflation in den USA erreicht höchsten Wert seit 1982
Die Inflationsrate in den USA ist im November auf den höchsten Wert seit fast 40 Jahren gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Verbraucherpreise um 6,8 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte. Das ist demnach der höchste Anstieg seit 1982. Im Oktober hatte die Inflationsrate bereits einen Wert von 6,2 Prozent erreicht.
Weitere bei Flut zerstörte Bahnstrecken wieder befahrbar
Fünf Monate nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nimmt die Deutsche Bahn mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag weitere Verbindungen wieder in Betrieb. Damit fahren auf rund 80 Prozent der beschädigten Strecken wieder Züge, wie die Bahn am Freitag mitteilte.
Rückläufiger Trend bei Zahl der Unternehmensinsolvenzen setzt sich fort
Bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der rückläufige Trend fortgesetzt. Wie das Bundesamt am Freitag mitteilte, meldeten die deutschen Amtsgerichte von Januar bis September 2021 insgesamt 10.682 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren demnach 14,5 Prozent weniger als im entsprechenden Zeitraum 2020 und 25,7 Prozent weniger als 2019.
Bundesnetzagentur genehmigt höheres Porto der Post
Verbraucherinnen und Verbraucher müssen für den Versand von Briefen und Postkarten im kommenden Jahr mehr bezahlen. Die Bundesnetzagentur genehmigte am Freitag die neuen Briefporti der Deutschen Post, wie die Behörde in Bonn mitteilte. "Der Standardbrief kostet somit ab Januar 0,85 Euro", erklärte die Netzagentur. Bislang werden für Standardbriefe 80 Cent an Porto fällig.
Verdi: Neue Bundesregierung muss gegen Ausbeutung in Paketbranche vorgehen
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert von der neuen Bundesregierung ein entschlossenes Vorgehen gegen Ausbeutung und prekäre Arbeitsbedingungen in der Paketbranche. Nötig seien verstärkte Kontrollen bei den Kurier-, Express- und Paketdiensten sowie schärfere gesetzliche Regelungen, erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis am Freitag.
Bahn: Bauarbeiten auf ICE-Strecke Berlin-Hamburg planmäßig fertig
Nach den monatelangen Bauarbeiten auf der Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und Hamburg sind die ICE-Zügen zwischen den beiden Metropolen nach Angaben der Deutschen Bahn ab Sonntag wieder regulär unterwegs. Die Modernisierung der Strecke werde "planmäßig" beendet, teilte die Bahn am Freitag mit. Zum Fahrplanwechsel am Sonntag fahren die Züge demnach wieder mit Tempo 230 zwischen den beiden Städten.
Studie: Ärmere Haushalte und Rentner tragen Hauptlast der hohen Inflation
Die Verbraucherpreise in Deutschland steigen so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr - die Folgen der hohen Inflation bekommen vor allem Arme und Alte zu spüren. Im November lag die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 5,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag seine bisherige Schätzung bestätigte. Die Hauptlast tragen laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ärmere Haushalte und Rentner.
Statistisches Bundesamt bestätigt Inflationsrate von 5,2 Prozent im November
Die Verbraucherpreise in Deutschland steigen so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr: Im November erreichte die Inflationsrate einen Wert von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte und damit seine erste Schätzung von Ende November bestätigte. Die Energiepreise zogen binnen eines Jahres um mehr als 22 Prozent an - besonders Heizöl und Kraftstoffe verteuerten sich.
Klimaministerium will auf Entschärfung von EU-Naturschutzrichtlinien hinwirken
Für einen schnelleren Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen in Deutschland will das neue Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz von Robert Habeck (Grüne) bei der EU-Kommission eine Entschärfung von Naturschutzrichtlinien erwirken. "Sobald ein Rotmilan in einem Planungsgebiet auftaucht, kann dort im Prinzip nicht mehr gebaut werden", sagte der Europaabgeordnete und künftige Staatssekretär der Grünen, Sven Giegold, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Freitag).
Mitarbeiter der US-Kaffeehauskette Starbucks bekommen erstmals Betriebsrat
Erstmals bekommen Mitarbeiter der Kaffeehauskette Starbucks in den USA einen Betriebsrat. Die Beschäftigten von zwei Starbucks-Cafés im Bundesstaat New York stimmten nach Angaben der Nationalen Behörde für Arbeitsbeziehungen am Donnerstag für die Gründung von Arbeitnehmervertretungen. Prominente Vertreter des linken Flügels der Demokraten wie der Senator Bernie Sanders und die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez lobten den hart erkämpften Sieg der Gewerkschaften.
Schleppendes Weihnachtsgeschäft: HDE fordert Nachbesserungen bei Kurzarbeitergeld
In vielen Geschäften bleiben wegen der 2G-Regel die Kunden aus: Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel läuft laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) schleppend. "Deshalb brauchen wir dringend schon heute die Verlängerung der Regelung zur vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit über das Jahresende hinaus", forderte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Donnerstag. Die Regelung müsse mindestens bis Ende März 2022 verlängert werden.