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Mehrheit der Jugendlichen fürchtet um berufliche Zukunft
Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen in Deutschland befürchten, dass die Corona-Pandemie ihre Chance auf einen Ausbildungsplatz verschlechtert hat. Wie die Bertelsmann-Stiftung am Donnerstag mitteilte, gaben dies in einer Umfrage 71 Prozent aller Befragten an - zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Bei Jugendlichen mit niedrigem Bildungsabschluss sind es sogar 78 Prozent. Bei künftigen Studierenden hingegen ist nur knapp ein Viertel (24 Prozent) der Meinung, dass sich durch Corona ihre Chance auf einen Studienplatz verschlechtert hat.
Lufthansa macht im ersten Quartal eine Milliarde Euro Verlust
Die schwer von der Corona-Krise getroffene Lufthansa hat auch im ersten Quartal des Jahres 2021 ein Milliardenminus gemacht, den Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber deutlich reduziert. Wie der Konzern am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, verbuchte die Fluggesellschaft für den Dreimonatszeitraum bis Ende März unter dem Strich ein Minus von 1,0 Milliarden Euro. Der Umsatz sank um 60 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.
Einigung auf Schließung aller Kohleminen in Polen bis 2049
Gewerkschaften und die Regierung in Polen haben sich auf die Schließung aller Kohlebergwerke im Land bis 2049 verständigt. Das Ministerium für Staatsvermögen, das die Verhandlungen auf Seiten der Regierung geführt hatte, nannte die Grundsatzeinigung am Mittwoch "historisch". Die Vereinbarung sieht unter anderem Abfindungszahlungen für 120.000 Arbeiter im Kohlesektor sowie Fonds für das schlesische Kohlebecken vor.
US-Zentralbank lässt Leitzins unverändert
Die US-Notenbank belässt den Leitzins unverändert. Das Zinsniveau liegt damit weiter in der Spanne zwischen null und 0,25 Prozent, wie die Federal Reserve (Fed) am Mittwoch mitteilte. Auch an den Anleihenkäufen im Umfang von monatlich 120 Milliarden Dollar hält die Zentralbank fest.
Tarifverhandlungen zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft GDL gehen in dritte Runde
Die Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gehen in eine dritte Runde. Beide Seiten vereinbarten für die Zeit bis zum 17. Mai Sondierungsgespräche über Löhne, Arbeitszeit, Altersvorsorge und weitere Forderungen der Gewerkschaft, wie die Bahn am Mittwoch mitteilte. Die Vorstellungen der Tarifparteien liegen weit auseinander.
Boeing sieht "Wendepunkt" nach der Corona-Krise vor sich
Der US-Flugzeugbauer Boeing sieht dieses Jahr als "Wendepunkt" in der Corona-Krise. Im ersten Quartal 2021 machte Boeing noch 537 Millionen Dollar (445 Millionen Euro) Verlust, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Noch sorge die Corona-Pandemie weltweit für einen "schwierigen Markt", erklärte Boeing-Chef Dave Calhoun. Doch mit Beschleunigung der Impfstoffverteilung werde das laufende Jahr "den Wendepunkt für unsere Branche" bringen.
Stiftung Warentest: Menstruationstassen sind gute Alternative zum Tampon
Spotify macht im ersten Quartal kleinen Gewinn
Der weltweit größte Musik-Streamingdienst Spotify hat im ersten Quartal einen kleinen Gewinn gemacht. Er betrug 23 Millionen Euro, wie Spotify am Mittwoch mitteilte. Es ist erst das fünfte Quartal überhaupt seit dem Börsengang im Jahr 2015, das Spotify einen Überschuss ausweist.
"Bossnapping" bei Renault in Frankreich
In Frankreich hat erneut ein Fall von "Bossnapping" für Aufmerksamkeit gesorgt: Wütende Mitarbeiter eines Renault-Werks in dem bretonischen Ort Caudan hielten einen Tag lang Manager des Autokonzerns fest, um gegen den geplanten Verkauf der Fabrik zu protestieren. Sie werfen Renault "Verrat" vor. Inzwischen sind die Manager wieder frei, wie die Gewerkschaft CGT am Mittwoch bestätigte.
Französischer Konzernerbe Arnaud Lagardère verliert Macht
Einer der reichsten Konzernerben Frankreichs verliert die alleinige Kontrolle über das von seinem Vater aufgebaute Unternehmen: Arnaud Lagardère. Der Aufsichtsrat der Mediengruppe Lagardère bestätigte am Mittwoch die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Vorgesehen ist demnach, dass Arnaud Lagardère für vorerst sechs Jahre Konzernchef bleibt. Lagardère gehört laut der Zeitschrift "Challenges" zu den 50 bestbezahlten Firmenchefs in Frankreich, sein Vermögen wird auf mehr als 300 Millionen Euro geschätzt.
Kritik an Genehmigungsverfahren wegen verzögerten Starts der Tesla-Fabrik
Angesichts der drohenden Verzögerung des Produktionsstarts für die Tesla-Fabrik in Brandenburg gibt es erneut Kritik an den Genehmigungsverfahren in Deutschland. Die Verzögerungen bei der Ansiedlung des Werks seien "nicht nur peinlich für die Hauptstadtregion", sondern offenbarten auch "erhebliche Defizite im deutschen Planungs- und Genehmigungsrecht", sagte der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, dem "Handelsblatt" vom Mittwoch. Es müssten "dringend bürokratische und rechtliche Hürden abgebaut werden".
Nachfrage nach Arbeitskräften auch im April gestiegen
Deutsche Unternehmen wollen weiter neue Leute einstellen: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sprach am Mittwoch von einer "merklich belebten" Nachfrage nach Arbeitskräften im April. Der Stellenindex der Arbeitsagentur stieg um zwei auf 104 Punkte - schon im März hatte er um vier Punkte zugelegt.
Samsung-Erben spenden Kunst und Gelder aus Erbe des verstorbenen Chefs Lee
Die Erben des südkoreanischen Samsung-Konzerns spenden einen Teil des Vermögens des verstorbenen Vorsitzenden Lee Kun Hee, um die immense Erbschaftsteuer zu reduzieren. Wie Samsung am Mittwoch mitteilte, gehören zu den Hinterlassenschaften neben Aktien und Immobilien auch Werke von Monet, Picasso und weiteren weltbekannten Künstlern. Das Erbe wird auf 22 Billionen Won (rund 16,4 Milliarden Euro) geschätzt.
Zahl der Baugenehmigungen im Februar deutlich gestiegen
Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im Februar deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, bedeuten 30.058 Genehmigungen ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vormonat Januar 2021. Der Zuwachs geht dabei auf Genehmigungen für Neubauten vor allem von Zwei- und Mehrfamilienhäusern zurück, die Zahl der Genehmigungen für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden sank hingegen.
Konsumlaune der Verbraucher sinkt in der dritten Corona-Welle
Angesichts steigender Infektionszahlen und Verschärfungen des Lockdowns hat sich die Konsumstimmung der deutschen Verbraucher wieder verschlechtert. Für Mai sagte das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch einen Wert von minus 8,8 Punkten voraus und damit 2,7 Punkte weniger als im April. "Die dritte Welle wird dafür sorgen, dass die Erholung der Binnenkonjunktur weiter auf sich warten lässt", erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl.
Deutsche Bank vermeldet bestes Quartalsergebnis seit 7 Jahren
Die Deutsche Bank hat zu Beginn des Jahres 2021 ihr bestes Quartalsergebnis seit sieben Jahren eingefahren. Wie das Finanzinstitut am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte, verbuchte die Bank im Dreimonatszeitraum bis Ende März unter dem Strich einen Gewinn von 908 Millionen Euro. Die Konzernerträge stiegen auf 7,2 Milliarden Euro - das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Opec+ hält an Plänen zur Erhöhung der Ölfördermenge fest
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Partnerländer halten an ihren Plänen zur Erhöhung der Fördermenge ab Mai fest. Die schrittweise Ausweitung der Produktion werde wie geplant umgesetzt, teilte die Opec nach einem Ministertreffen am Dienstag mit. Nach einer Analyse der Marktlage sei beschlossen worden, die vor vier Wochen vereinbarte Strategie beizubehalten, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak.
China will auch weiterhin Kohlekraftwerke in Entwicklungsländern finanzieren
China will die Kohlendioxidemissionen aus Kohlekraftwerken im eigenen Land reduzieren - gleichzeitig aber auch weiterhin den Bau von Kohlekraftwerken in Entwicklungsländern finanzieren. Der Leiter der Abteilung Klimawandel im chinesischen Wirtschaftsministerium, Li Gao, sagte am Dienstag vor Journalisten in Peking, viele Entwicklungsländer produzierten nicht genügend Strom - eine ausreichende Produktion sei nur mit Kohlekraftwerken möglich. Die Erneuerbaren Energien reichten hier nicht aus.
BGH erklärt AGB-Klauseln von Banken zu stillschweigender Zustimmung für unwirksam
Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank, die auf stillschweigende Zustimmung abzielen, sind unwirksam. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Dienstag und gab damit einer Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände gegen die Postbank statt. Laut deren AGB gilt die Zustimmung des Kunden zu Änderungen - etwa bei den Bankgebühren - als erteilt, wenn sie ihm zwei Monate im voraus mitgeteilt werden und er nicht widerspricht. (Az. XI ZR 26/20)
Ausländische Seeleute brauchen für Arbeit an Windpark Erwerbstätigkeitserlaubnis
Seeleute aus Nicht-EU-Staaten brauchen einen Aufenthaltstitel, der zur Erwerbstätigkeit berechtigt, wenn sie auf einem vor der deutschen Küste liegenden Schiff arbeiten. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Dienstag im Fall zweier Seemänner aus der Ukraine. Sie verrichteten Arbeiten im Zusammenhang mit der Errichtung eines Offshore-Windparks auf einem Schiff, das unter panamaischer Flagge fuhr, und wurden bei einer Kontrolle von der Bundespolizei zur Ausreise aufgefordert. (Az. 1 C 13.19)
Bremen verpflichtet Beschäftigte zu Corona-Tests am Arbeitsplatz
Alle Beschäftigten in Präsenzarbeit sind in Bremen künftig zu Corona-Tests am Arbeitsplatz verpflichtet. Eine entsprechende Vorschrift beschloss der Senat der Hansestadt nach eigenen Angaben am Dienstag. Sie soll ab dem 10. Mai greifen und spiegelt dann die Vorgaben für Schulen, wo schon heute eine Teilnahme am Unterricht nur nach einem obligatorischen Test erlaubt ist.
Altmaier entschuldigt sich für Berechnungsfehler bei Infraschall von Windrädern
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich für die fehlerhaften Berechnungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zur Schallbelastung durch Windkraftanlagen entschuldigt. "Es tut mir sehr leid, dass falsche Zahlen über einen langen Zeitraum im Raum standen", sagte Altmaier am Dienstag in Berlin. Die Behörde ist dem Bundeswirtschaftsministerium unterstellt. Sie gab die Belastungen durch unhörbaren Infraschall mit 100 Dezibel statt mit 64 Dezibel an.
Land Berlin kauft Stromnetz für rund zwei Milliarden Euro von Vattenfall zurück
Der Berliner Senat hat sich für eine Übernahme der Berliner Stromnetz GmbH vom Energiekonzern Vattenfall entschieden. Die Überprüfung durch das Land habe ergeben, "dass eine Übernahme der Gesellschaft und damit auch des Stromnetzes zu finanziell angemessenen Bedingungen möglich ist und das Angebot von Vattenfall daher angenommen werden sollte", erklärte der Berliner Senat am Dienstag. Insgesamt wird die Übernahme des Stromnetzes das Land Berlin 2,143 Milliarden Euro kosten.
US-Präsident Biden hebt Mindestlohn für Vertragsarbeiter der Regierung an
US-Präsident Joe Biden will Vertragsarbeitern für die Regierung mehr Geld zahlen. Noch für Dienstag war die Unterzeichnung eines Dekrets geplant, mit dem der Mindestlohn für diese Beschäftigten von derzeit 10,95 Dollar auf 15 Dollar (gut 12,40 Euro) steigen soll. Dadurch würden "hunderttausende Arbeiter" besser gestellt und müssten nicht mehr in Armut leben, obwohl sie einen Vollzeitjob haben, erklärte das Weiße Haus.
Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund "denken groß" und sind risikobereit
Rund ein Fünftel der Startups in Deutschland werden von Menschen mit Migrationshintergrund gegründet: Häufig bringen sie "das entscheidende unternehmerische" Denken mit und sind bereit, Risiken einzugehen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Startup-Verbands und der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung ergibt. Bei der Finanzierung haben sie demnach aber mit Schwierigkeiten zu kämpfen.
Regierung hebt BIP-Prognose für 2021 auf 3,5 Prozent an
Die Bundesregierung hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr deutlich angehoben. 2021 werde mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,5 Prozent gerechnet, im kommenden Jahr dann "im Zuge des Aufholprozesses" mit 3,6 Prozent, teilte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag mit. Noch Ende Januar hatte die Regierung ihre Prognose für das laufende Jahr auf 3,0 Prozent abgesenkt.
Regierung hebt ihre Wachstumsprognose deutlich an
Deutschlands Wirtschaft ist "startklar für den Neustart": Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hob deshalb die Prognose der Regierung für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr deutlich auf 3,5 Prozent an. Und "spätestens 2022 werden wir unsere alte Stärke wieder erreicht haben", sagte er am Dienstag. Grund für den Optimismus ist vor allem die "robuste Weltwirtschaft", die kräftig Waren made in Germany nachfragt.
Im Corona-Jahr rund 342.000 Arbeitstage wegen Streiks ausgefallen - kaum weniger als 2019
Trotz der Corona-Einschränkungen haben zahlreiche Beschäftigte im vergangenen Jahr für die Sicherung ihres Arbeitsplatzes, für bessere Arbeitsbedingungen oder für mehr Lohn gestreikt. 2020 fielen insgesamt rund 342.000 Arbeitstage wegen Arbeitskämpfen aus, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag mitteilte. Das waren kaum weniger als 2019 mit 360.000 ausgefallenen Arbeitstagen. In diesem Jahr rechnen die WSI-Forscher mit einem deutlichen Anstieg.
Tesla erzielt im ersten Quartal Rekordgewinn
Angetrieben von stark angestiegenen Ausfuhren hat der US-Elektroautobauer Tesla im ersten Quartal einen Rekordgewinn erzielt. Das Unternehmen verbuchte von Januar bis März einen Gewinn von 438 Millionen Dollar (knapp 363 Millionen Euro), wie es am Montag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es 16 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um 74 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar.
Umsatz im Gastgewerbe im Februar leicht gestiegen
Der Umsatz im deutschen Gastgewerbe ist im Februar verglichen mit dem Vormonat leicht gestiegen, liegt aber wegen der Corona-Krise noch immer deutlich unter dem Vorjahresniveau. Wie das Statistikamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, stieg der Umsatz von Hotels und Gaststätten zuletzt preisbereinigt um 1,2 Prozent verglichen mit Januar 2021. Allerdings waren das 68,8 Prozent weniger als im Februar 2020, bevor die Corona-Pandemie ausbrach.
Geteiltes Echo auf Klöckners Vorschlag für strengere EU-Vorgaben für Ei-Produkte
Der Vorschlag von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) für verpflichtende EU-Vorgaben für die Haltungskennzeichnung von verarbeiteten Eiern ist auf ein geteiltes Echo gestoßen. Bei der Videokonferenz der EU-Agrarminister am Montag gab es viel Lob für die Initiative Klöckners, etwa aus Österreich und Dänemark. Die Vertreter einiger EU-Staaten machten aber auch Bedenken geltend. Ungarn lehnte den Vorschlag ab.
Stadt Köln hat Recht auf Informationen über private Unterkünfte
Die Stadt Köln darf von Plattformen für private Übernachtungsmöglichkeiten verlangen, dass sie ihr die Namen und Adressen der bei ihnen registrierten Vermieter geben. Das entschied das Kölner Oberverwaltungsgericht am Montag und bestätigte damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts. Es geht um die Übernachtungssteuer. (Az. 14 A 2062/17)