Letzte Nachrichten
Baerbock geht auf Distanz zur Linkspartei
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist auf Distanz zur Linkspartei als möglichem Regierungspartner gegangen. Die Linke habe sich "gerade ziemlich ins Abseits geschossen, als sie nicht mal bereit war, die Bundeswehr dabei zu unterstützen, deutsche Staatsangehörige und Ortskräfte aus Afghanistan zu retten", sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben). Die Linkspartei hatte sich bei der Bundestagsabstimmung über das Bundeswehrmandat zur Evakuierung in Afghanistan mehrheitlich enthalten.
Paralympics: Triathlet Schulz holt erstes deutsches Gold
Triathlet Martin Schulz hat bei den Paralympischen Spielen in Tokio am fünften Wettkampftag das erste deutsche Gold gewonnen. Der 31-Jährige kam dank einer furiosen Aufholjagd nach 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen mit 45 Sekunden Vorsprung vor dem Briten George Peasgood ins Ziel und holte in 58:10 Minuten in der Startklasse PTS5 nach Rio seinen zweiten Paralympics-Sieg.
Zehntausende Menschen demonstrieren in USA gegen umstrittene Wahlrechtsreformen
Zehntausende Menschen haben am Samstag in Washington, Houston, Atlanta und anderen Städten der USA gegen die umstrittenen Wahlrechtsreformen in einigen republikanisch regierten Bundesstaaten demonstriert. Bei einem Protestzug vom Weißen Haus zum Kapitol trugen die Teilnehmer Plakate mit Aufschriften wie "Wahlrechte für alle" und "Deine Stimme zählt". Kritiker sehen in den Reformen die Absicht, Angehörigen von Minderheiten das Wählen zu erschweren.
"Sonntagstrend": SPD überholt mit 24 Prozent die Union
Vier Wochen vor der Bundestagswahl liegt die SPD im "Sonntagstrend" zum ersten Mal seit Februar 2017 vor der Union. In der Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut Insa jede Woche für die "Bild am Sonntag" erhebt, gewinnen die Sozialdemokraten zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche hinzu und kommen nun auf 24 Prozent - das höchste Ergebnis im "Sonntagstrend" seit September 2017. Die Union hingegen verliert einen Punkt und kommt auf 21 Prozent - den niedrigsten Wert, den Insa jemals für die Union gemessen hat.
Palästinensischer Junge nach Zusammenstößen mit israelischer Armee gestorben
Ein zwölfjähriger Palästinenser ist eine Woche nach den schweren Zusammenstößen an der Grenze zum Gazastreifen gestorben. Der durch einen Kopfschuss verwundete Junge sei seinen Verletzungen erlegen, teilte das Gesundheitsministerium in dem Palästinensergebiet am Samstag mit. An seiner Beerdigung nahmen rund hundert Trauergäste teil.
Dank Terodde: Schalke kämpft sich zum ersten Heimsieg - Grammozis atmet auf
Im dritten Anlauf ist Schalke 04 endlich der erste Heimsieg in der 2. Fußball-Bundesliga gelungen. Der Bundesliga-Absteiger erkämpfte sich dank des Doppelpackers Simon Terodde ein 3:1 (1:1) gegen Fortuna Düsseldorf und nahm seinen Trainer Dimitrios Grammozis erstmal aus der Schusslinie. Nach der 1:4-Pleite bei Jahn Regensburg und nur vier Punkten aus den ersten vier Partien war der Coach bereits enorm unter Druck geraten.
160.000 Menschen protestieren gegen Corona-Regeln in Frankreich
In Frankreich haben den siebten Samstag in Folge landesweit zehntausende Menschen gegen die Corona-Regeln protestiert. In der Hauptstadt Paris und zahlreichen weiteren Städten machten die Demonstranten vor allem ihrem Ärger über den sogenannten Gesundheitspass Luft, wie Reporter der Nachrichtenagentur berichteten. "Freiheit" und "Widerstand" skandierten die Teilnehmer der Protestmärsche in Paris. Insgesamt beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums rund 160.000 Menschen an den Demonstrationen. Die Polizei meldete 16 Festnahmen. Drei Beamte seien leicht verletzt worden.
Bissig und spielfreudig: Bayern deklassieren Hertha - Dreierpack von Lewandowski
Gut begonnen, und dann nicht mehr nachgelassen: Bayern München hat mit dem zweiten Heimsieg nacheinander die Tabellenspitze ins Visier genommen. Nach dem 5:0 (2:0) gegen Hertha BSC liegt der deutsche Rekordmeister nach Punkten gleichauf mit Spitzenreiter Bayer Leverkusen - die Werkself hat aber noch eine bessere Tordifferenz. Das Kontrastprogramm bietet derweil die Mannschaft von Pal Dardai: drei Spiele, null Punkte, Letzter.
Volleyballerinnen scheitern im EM-Achtelfinale
Die deutschen Volleyballerinnen sind bei der EM im Achtelfinale gescheitert. Das Team von Bundestrainer Felix Koslowski verlor im bulgarischen Plowdiw gegen die Niederlande mit 1:3 (22:25, 25:23, 19:25, 23:25). Damit hat die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) ihr Minimalziel verpasst.
Diamond League in Paris: Speerwurf-Ass Vetter Zweiter
Speerwurf-Ass Johannes Vetter hat beim Diamond-League-Meeting in Paris den Sieg verpasst, seine ansteigende Form nach dem Olympia-Debakel aber bestätigt. Der 28-Jährige aus Offenburg warf den Speer auf 87,20 m und blieb damit nur knapp unter den 88,54 m vom Donnerstag in Lausanne.
Zwei "hochrangige" IS-Mitglieder bei US-Drohnenangriff in Afghanistan getötet
Bei einem US-Drohnenangriff auf den regionalen Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan sind nach Angaben des Pentagon zwei "hochrangige" Mitglieder der Extremistengruppe getötet worden. Ein weiterer Dschihadist sei verletzt worden, sagte der US-General Hank Taylor bei einer Pressekonferenz am Samstag.
Netzwerk hinter Notrufdienst "Alarm Phone" erhält Menschenrechtspreis
Das transnationale Netzwerk hinter dem Notrufdienst "Alarm Phone" ist mit dem Menschenrechtspreis von Pro Asyl ausgezeichnet worden. Den Preis nahmen stellvertretend für die Organisation Marion Bayer und Hagen Kopp bei einer Zeremonie am Samstag in Frankfurt am Main entgegen. "Alarm Phone" betreibt eine Hotline für Flüchtlinge, die im Mittelmeer auf Booten in Seenot geraten.
Zwei Eigentore: Leverkusen gewinnt beim Lieblingsgegner
Bayer Leverkusen hat dank der gütigen Mithilfe seines Lieblingsgegners seine Ambitionen in der Fußball-Bundesliga untermauert. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane gewann beim FC Augsburg verdient mit 4:1 (2:1), profitierte beim zweiten Saisonsieg aber hauptsächlich von zwei Eigentoren innerhalb von elf Minuten.
Verstappen holt Pole Position vor Russell - Vettel Fünfter
Red-Bull-Pilot Max Verstappen startet von der Pole Position aus der Sommerpause der Formel 1. Der Mercedes-Pilot gewann am Samstag ein verregnetes und verrücktes Qualifying zum Großen Preis von Belgien und verwies George Russell im eigentlich klar unterlegenen Williams auf Rang zwei. Erst dahinter ordnete sich Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes ein.
Deutschland Tour: Politt gewinnt dritte Etappe und nimmt Ackermann Rotes Trikot ab
Radprofi Nils Politt (Köln) hat die dritte Etappe der dritten Auflage der neuen Deutschland Tour gewonnen. Der Tour-de-France-Etappensieger vom deutschen Team Bora-hansgrohe siegte nach 193,9 km von Ilmenau nach Erlangen dank einer glänzend gesetzten Attacke 7,4 km vor dem Ziel. Hinter Politt, Deutschland-Tour-Zweiter von 2018, folgten der Belgier Dylan Teuns (Bahrain Victorious) und Sprint-Oldie Andre Greipel (Köln/Israel Start-Up Nation).
Habeck sieht nach Afghanistan-Abzug erhöhte Terrorgefahr auch in Deutschland
Der Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan dürfte nach Ansicht von Grünen-Parteichef Robert Habeck zu einer erhöhten Terrorgefahr auch in Deutschland führen. "Nach der Machtübernahme der Taliban dürfte der islamistische Terrorismus weltweit zu einer wieder wachsenden Gefahr werden", sagte Habeck der "Welt am Sonntag". Auch in Deutschland sei deshalb "eine erhöhte Wachsamkeit der Sicherheitsbehörden und Geheimdienste" geboten.
2. Bundesliga: HSV torlos in Heidenheim - Kiel gibt Rote Laterne ab
Der Hamburger SV tut sich in der 2. Fußball-Bundesliga weiter sehr schwer. Durch die Nullnummer beim 1. FC Heidenheim blieben die Hanseaten zum vierten Mal in Folge ohne Sieg und dümpeln im Tabellenmittelfeld herum.
Forscher entdecken womöglich nördlichste Insel der Welt
Eine Forschergruppe aus Dänemark hat die womöglich nördlichste Insel der Erde entdeckt. Bei einer Expedition im Norden Grönlands stießen die Wissenschaftler zufällig auf die kleine Insel, wie die Universität Kopenhagen am Freitagabend mitteilte. Die noch namenlose Landmasse befindet sich demnach 780 Meter nördlich von Oodaaq. Diese 700 Kilometer vom Nordpol entfernte Insel galt bisher als die nördlichste der Welt.
Seniorin löst beim Marmeladekochen Explosion aus
Beim Einkochen von Marmelade hat eine 82-Jährige im sächsischen Hoyerswerda eine Explosion verursacht und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizeidirektion Görlitz am Samstag mitteilte, hatte die Seniorin am späten Freitagnachmittag für das Einkochen einen Propangasherd in einem Nebengebäude benutzt. Aus noch unbekannter Ursache sei dann unkontrolliert Gas ausgeströmt, nachdem die Frau den Raum verlassen habe.
Nur noch 211 rosafarbene Leguane auf Galápagos-Inseln
Von den vom Aussterben bedrohten rosafarbenen Leguanen auf den Galápagos-Inseln gibt es einer ersten Erfassung zufolge nur noch 211 Exemplare und damit weniger als bisher geschätzt. Das sei das Ergebnis einer Forschungsexpedition zum Lebensraum der einzigartigen Echsen, teilte der Galápagos-Nationalpark am Freitag mit. Dabei hätten die Forscher keine Jungtiere entdeckt, sagte der ecuadorianische Experte und Expeditionsteilnehmer Washington Tapia.
Tsipras und Zaev in Münster mit Westfälischem Friedenspreis ausgezeichnet
Der ehemalige griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der amtierende nordmazedonische Regierungschef Zoran Zaev sind mit dem internationalen Preis des Westfälischen Friedens 2020 ausgezeichnet worden. Die beiden Spitzenpolitiker nahmen die von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe verliehene Auszeichnung für ihre Einigung im Namensstreit zwischen beiden Ländern am Samstag in Münster entgegen. Pandemiebedingt fand die Preisverleihung mit fast einjähriger Verzögerung statt.
Delta-Variante verdoppelt Risiko von Klinikeinweisung
Bei einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus besteht ein doppelt so hohes Risiko einer Krankenhauseinweisung wie bei der Alpha-Variante. Dies berichten die Verfasser einer britischen Studie, die am Samstag in dem Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler analyisierten die Gesundheitsdaten von 43.338 Covid-19-Fällen in England zwischen dem 29. März und dem 23. Mai, darunter Impfstatus, Notfallversorgung, Krankenhauseinweisung und andere Patientendaten. Nur 1,8 Prozent der Betroffenen waren vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Dreiviertel waren gar nicht geimpft, 24 Prozent hatten nur eine von zwei erforderlichen Impfdosen erhalten. "Die Ergebnisse dieser Studie zeigen uns in erster Linie das Risiko einer Krankenhauseinweisung für diejenigen, die nicht oder nur teilweise geimpft sind", sagte Ko-Autorin Anne Presanis, Statistikerin an der Universität Cambridge. Alle Virusproben wurden einer Genomsequenzierung unterzogen, um festzustellen, mit welcher Variante des Coronavirus sich die Patienten infizierten. Knapp unter 80 Prozent der Fälle waren durch die Alpha-Variante ausgelöst wurden, der Rest durch Delta. Im Zeitraum von 14 Tagen nach dem ersten positiven Testergebnis wurden rund zwei Prozent der Infizierten ins Krankenhaus eingeliefert. Unter Berücksichtigung der Faktoren, die eine schwere Covid-19-Erkrankung begünstigen - darunter Alter, Ethnie und Impfstatus - fanden die Forscher heraus, dass das Risiko einer Krankenhauseinweisung mit der Delta-Variante mehr als doppelt so hoch war als mit der Alpha-Variante. Seit der Datenerfassung für die Studie hat sich die hochansteckende Delta-Variante stark ausgebreitet. In Großbritannien ist sie den Autoren zufolge inzwischen für mehr als 98 Prozent der neuen Corona-Fälle verantwortlich. "Wir wissen bereits, dass Impfen einen hervorragenden Schutz vor Delta bietet", sagte Co-Autor Gavin Dabrera, der beratender Epidemiologe beim Nationalen Infektionsdienst der britischen Gesundheitsbehörde ist. "Es ist lebenswichtig, dass diejenigen, die nicht zwei Impfdosen erhalten haben, dies so schnell wie möglich tun", appellierte er. (P. Rasmussen--BTZ)
US-Armee fliegt Vergeltungsangriff Terror-Islamisten
Als Vergeltung für den verheerenden Selbstmordanschlag am Flughafen von Kabul hat die US-Armee in Afghanistan einen Drohnenangriff auf einen "Planer" des regionalen Ablegers der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geflogen. Wegen anhaltender Anschlagsgefahr rief die US-Botschaft ihre Landsleute in Kabul auf, sich vom Flughafen fernzuhalten. Nach der Bundeswehr beendete am Freitagabend auch Frankreich seine Evakuierungsflüge. Bei dem aus einem anderen Land gesteuerten Drohnenangriff in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sei ersten Hinweisen zufolge "das Ziel getötet" worden, erklärte Bill Urban vom US-Zentralkommando. Der afghanische IS-Ableger - Islamischer Staat Provinz Chorasan (IS-K) - hatte sich zu dem Anschlag bekannt, bei dem am Donnerstag mindestens 85 Menschen getötet wurden, darunter 13 US-Soldaten. Einige Medien berichten von fast 200 Toten. Das US-Verteidigungsministerium korrigierte seine Angaben zu dem Anschlag. Demnach war es die Tat eines einzelnen Selbstmordattentäters. Zunächst hatte das Pentagon von zwei Explosionen gesprochen. US-Angaben zufolge eröffneten Bewaffnete nach der Explosion das Feuer und töteten weitere Menschen. US-Präsident Joe Biden kündigte Vergeltung an. "Wir werden euch jagen und euch büßen lassen", sagte Biden an die Drahtzieher gerichtet. Der Anschlag war der verlustreichste Angriff auf die US-Armee am Hindukusch seit zehn Jahren. Zudem starben Dutzende Afghanen, die verzweifelt auf einen Platz in einem der letzten westlichen Evakuierungsflüge hofften. Die US-Botschaft in Kabul rief ihre Landsleute auf, sich "umgehend" von den Toren des Flughafens zu entfernen. "US-Bürger, die sich im Moment am Abbey Gate, East Gate, North Gate oder am Tor des Neuen Innenministeriums aufhalten, sollten jetzt umgehend gehen", erklärte die US-Botschaft in einer neuen Sicherheitswarnung auf ihrer Website. Pentagon-Sprecher John Kirby warnte vor "konkreten und glaubwürdigen Bedrohungen" am Flughafen der afghanischen Hauptstadt. Das Weiße Haus erklärte, Bidens Sicherheitsberater stuften einen weiteren Anschlag als "wahrscheinlich" ein. Die kommenden Tage seien der "bisher gefährlichste Zeitraum" der Mission, sagte Bidens Sprecherin Jen Psaki. Trotz allem sollen "bis zum letzten Moment" Evakuierungsflüge stattfinden, wie US-General Hank Taylor sagte. Auf dem Gelände des Flughafens warten nach US-Angaben noch mehr als 5000 Menschen auf eine Chance zur Ausreise. Tausende weitere Menschen hoffen außerhalb des Flughafens auf einen Platz in einer Evakuierungsmaschine. Die USA wollen bis kommenden Dienstag alle Soldaten aus Afghanistan abziehen. Ironie der Geschichte nach 20 Jahren Militäreinsatz: Um den Ablauf der Evakuierungen sicherzustellen und zum Schutz vor dem IS müssen die US-Soldaten enger mit den Taliban zusammenarbeiten. Der Leiter der US-Truppen auf dem Flughafen, Peter Vasely, steht in ständigem Kontakt zu dem Taliban-Vertreter, der für die Sicherheit außerhalb verantwortlich ist. Die Bundeswehr hatte am Donnerstag ihre Rettungsflüge aus Kabul beendet, ebenso die Niederlande und Australien. Am Freitag folgten Spanien, Schweden, Norwegen und die Schweiz, am Abend beendete Frankreich seine Evakuierungsflüge, wie Verteidigungsministerin Florence Parly mitteilte. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr kehrten am Freitagabend nach Deutschland zurück. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) dankten den Rückkehrern: "Unser Land ist stolz auf Sie", schrieb Steinmeier in den Online-Netzwerken Facebook und Instagram. "Sie haben Unfassbares gesehen und erlebt" und "Unglaubliches geleistet", sagte Kramp-Karrenbauer auf dem Fliegerhorst im niedersächsischen Wunstorf. "Wir alle in Deutschland stehen ihnen und den Männern und Frauen der Bundeswehr ihres Einsatzverbandes gegenüber in einer ganz tiefen Schuld", sagte Kramp-Karrenbauer an die Rückkehrer und ihren Kommandeur Jens Arlt gerichtet. Seit dem 14. August, dem Tag vor der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Kabul, wurden nach Angaben der US-Regierung rund 109.000 Menschen ausgeflogen. (T. Jones--BTZ)
Verunreinigte Moderna-Ampullen womöglich für zwei Todesfälle verantwortlich
Verunreinigte Moderna-Ampullen sind womöglich der Auslöser von zwei Todesfällen in Japan. Der Tod der beiden Männer im Alter von 30 und 38 Jahren werde derzeit untersucht, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Tokio mit. Die Männer seien kürzlich nach ihrer zweiten Impfdosis gestorben. Die Vakzine stammten den Angaben zufolge aus einer von drei Moderna-Produktionschargen, die nach Berichten über Verunreinigungen zurückgezogen worden waren.
Formel 1 sortiert Kalender neu: 22 Rennen, Premiere in Katar möglich
Die Formel 1 hat angesichts der anhaltenden Corona-Probleme einen überarbeiteten Kalender für die restliche Saison präsentiert und rückt darin erstmals von der Rekordzahl von 23 Rennen ab. Die neue Version sieht insgesamt 22 Termine vor, auch das wäre eine noch nie erreichte Anzahl.
Baerbock wirbt für fairen Umgang mit dem politischen Gegner im Wahlkampf
Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock hat im Wahlkampf zu einem fairen Umgang mit dem politischen Gegner aufgerufen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe) sagte die Parteivorsitzende, vor allem im Internet griffen angesichts echter oder vermeintlicher Verfehlungen der Kanzlerkandidaten "Hass und Hetze" und eine "scharfe Polarisierung" um sich. "Respekt vor der anderen Meinung und anderen Menschen ist die Grundlage für einen demokratischen Streit", mahnte Baerbock.
UNO startet wegen Dürre in Afghanistan dringenden Hilfsappell
In einem dringenden Hilfsappell haben die Vereinten Nationen Unterstützung für Millionen afghanische Bauern gefordert, denen wegen extremer Dürre verheerende Ernteausfälle drohen. Die Bauern seien von "akuter Ernährungsunsicherheit" bedroht, erklärte die UN-Ernährungsorganisation FAO am Samstag. Sie warnte vor einer innerafghanischen Fluchtbewegung und weiterer Instabilität in Afghanistan.
Fußball: FC Bayern München ist auch an Ginter interessiert
Neben Jonas Hofmann hat in Matthias Ginter offenbar ein zweiter Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach Interesse beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München geweckt. Das berichten Sky und Bild. Ginters Vertrag in Gladbach läuft nach der aktuellen Saison aus.
Preisgekrönter Fotograf: Pressefreiheit nach Machtübernahme der Taliban massiv bedroht
Der preisgekrönte afghanische Fotograf Massoud Hossaini sieht die Pressefreiheit in seinem Heimatland nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban massiv bedroht. Er rechne mit einer "wirklich schlimmen Zukunft" für Journalisten in Afghanistan, sagte der Pulitzer-Preisträger im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Die Taliban werden versuchen, die Medien zu töten, aber sie werden es langsam tun." Afghanistan drohe, "das Nordkorea der Region" zu werden.
Hausärzteverband beklagt abflauendes Interesse an Corona-Impfungen
Die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen ist nach Angaben des Hausärzteverbandes deutlich niedriger als in der ersten Hälfte des Jahres. "Der Impfturbo, den wir im Frühjahr und bis zum Juli hinein erlebt hatten, ist definitiv abgeflaut", sagte Bundesvorstandsmitglied Armin Beck den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (Samstagsausgaben). "Während einzelne Kolleginnen und Kollegen uns zuvor noch von 300 oder sogar 500 Anfragen wöchentlich berichteten, erhalten viele mittlerweile nur noch zögerliche 30 oder weniger", sagte Beck.
Erstmals über zehn Millionen Menschen in Indien an einem Tag geimpft
In Indien sind zum ersten Mal über zehn Millionen Menschen an einem einzigen Tag geimpft worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag wurde die Marke am Vortag überschritten. Premierminister Narendra Modi feierte den Meilenstein als "bedeutsame Leistung" für sein Land.
Bundespräsident Steinmeier sichert Flutopfern Unterstützung zu
Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Aachener Dom haben die christlichen Kirchen am Samstag der Opfer der verheerenden Hochwasserkatastrophe Mitte Juli gedacht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte, das Leid der Betroffenen dürfe nicht in Vergessenheit geraten. "Sie sind nicht allein", sagte er in einer Ansprache im Anschluss an den Gottesdienst. "Wir vergessen Sie nicht!" Steinmeier gedachte in seiner Rede zunächst der Menschen, die bei den Überschwemmungen ums Leben gekommen waren und erinnerte an das Leid der Angehörigen. "Nichts mehr ist wie zuvor im Leben derer, die um ihre Liebsten trauern", sagte er. "Ihren Schmerz - wir können ihn nicht ermessen." Der Bundespräsident erinnerte auch an die Menschen, "denen die Fluten alles genommen haben: ihre Häuser, ihr Hab und Gut, ihre Erinnerungen, ihre Lebensträume", sagte der Bundespräsident. Den Betroffenen in den Hochwassergebieten wolle er sagen: "Wir, das ganze Land, stehen an Ihrer Seite. Ihr Schicksal bewegt uns. Wir, das ganze Land, trauern heute mit Ihnen." Steinmeier würdigte die Widerstandskraft der Betroffenen, die nicht aufgegeben, sich gegenseitig geholfen und erst einmal die schlimmsten Verwüstungen beseitigt hätten. "Sie haben angepackt, trotz Ihrer Verzweiflung", sagte er. Davor habe er großen Respekt. Seinen Dank richtete er auch an die Einsatzkräfte sowie an diejenigen, "die so großzügig gespendet haben, um die erste Not zu lindern". Zugleich mahnte der Bundespräsident Entschlossenheit im Kampf gegen den Klimawandel an: "Wir sehen in diesem Sommer in Europa dramatische Bilder: in Mitteleuropa verheerende Regenfälle, rund um das Mittelmeer brutale Hitze und Feuersbrünste. Die Folgen des Klimawandels haben auch uns in Europa erreicht - daran kann es keinen Zweifel geben", sagte er. Nötig sei deshalb auch, sich besser auf künftige Krisen vorzubereiten - "das sind wir nicht nur den Opfern des Hochwassers schuldig", sagte Steinmeier. "Das, was ihnen geschehen ist, geht uns alle an. Es betrifft uns alle. Es geht um unsere Zukunft und um die unserer Kinder." Steinmeier begrüßte es, dass die Bundesregierung "schnell gehandelt und einen Hilfsfonds in nie dagewesener Höhe beschlossen" habe. Diese Gelder müssten nun so schnell und so zielgenau wie möglich zu den Menschen kommen. "Nicht alles wird mit Geld zu heilen sein, aber diese Hoffnung der Betroffenen auf Unterstützung darf nicht enttäuscht werden", mahnte der Bundespräsident. Zu dem Gottesdienst, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnahm, hatten der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, eingeladen - gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatte extremer Starkregen Mitte Juli verheerende Überschwemmungen ausgelöst. Viele Gemeinden wurden verwüstet, mehr als 180 Menschen kamen ums Leben. (O. Petrow--BTZ)