Letzte Nachrichten
Studie: Tempo der Erderwärmung verursacht immer neue Hitzerekorde
Die Wahrscheinlichkeit neuer Hitzerekorde hängt laut Wissenschaftlern nicht vom Temperaturniveau der globalen Erwärmung, sondern von deren Tempo ab. Dies geht aus einer am Montag in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" veröffentlichten Studie der ETH Zürich hervor. Da die Erde sich derzeit sehr schnell erwärme, müsse damit gerechnet werden, dass die bisherigen Hitzerekorde in Zukunft um ein Vielfaches übertroffen werden, sagte der Hauptautor Erich Fischer der Nachrichtenagentur AFP.
Zakaria in Quarantäne: Coronafall in Gladbach
Ein weiterer Coronafall stört die Saisonvorbereitung des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Wie der Klub am Montag mitteilte, wurde der Schweizer EM-Teilnehmer Denis Zakaria nach der Rückkehr aus dem Urlaub positiv getestet und befindet sich bereits seit einer Woche in Quarantäne.
Ehemaliger Ministerpräsident Mikati mit Regierungsbildung im Libanon beauftragt
Vor dem Hintergrund der schweren politischen und wirtschaftlichen Krise im Libanon hat der Milliardär und Geschäftsmann Nadschib Mikati den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten. Der zweimalige Ministerpräsident, der zuletzt 2014 an der Macht war, erhielt am Montag im Parlament eine klare Mehrheit von 72 Stimmen. Libanons Präsident Michel Aoun beauftragte Mikati daraufhin mit der Bildung eines neuen Kabinetts, nachdem seine zwei Vorgänger gescheitert waren.
Folgen der Pandemie machen Zeitungsverlagen zu schaffen
Die Corona-Pandemie macht auch den Zeitungsverlagen in Deutschland zu schaffen. Die Folgen der Pandemie seien "journalistisch und wirtschaftlich für die Zeitungsverlage eine große Herausforderung" gewesen, erklärte der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) am Montag. Zwar konnten Zeitungen im Jahr 2020 durchschnittlich drei Millionen zusätzliche Leser pro Woche gewinnen. Die pandemiebedingte Wirtschaftslage führte jedoch zu einem Rückgang der Werbe- und Anzeigenerlöse.
Deutsche fühlen sich wieder weniger sicher vor Ansteckung mit Corona
Mit den erneut steigenden Corona-Infektionszahlen wächst bei den Deutschen auch die Sorge, sich anzustecken. Nur 53 Prozent der Menschen fühlten sich sicher oder sehr sicher, dass sie sich vor einer Infektion schützen könnten, teilte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Montag in Berlin mit. Mitte Juni waren es noch 62 Prozent gewesen.
Forderungen nach mehr Katastrophenschutz-Kompetenzen für den Bund
Nach der Unwetterkatastrophe mehren sich die Forderungen nach mehr Kompetenzen für den Bund im Katastrophenschutz. Die Grünen fordern eine koordinierende Zentralstelle beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), wie Annalena Baerbock am Montag in Berlin sagte. Auch die FDP schlägt eine solche Stelle vor. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hält dagegen an der bestehenden föderalen Struktur im Katastrophenschutz fest, die SPD zeigt sich ebenfalls zurückhaltend.
Bislang 68 von 132 Hochwassertoten in Rheinland-Pfalz eindeutig identifiziert
Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz sind nach Angaben der Landesregierung erst 68 der 132 Hochwassertoten eindeutig identifiziert worden. In vielen Fällen seien aufgrund der "Todesumstände" dafür komplexe und zeitintensive Abgleiche von DNA oder Zahnstatus nötig, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Montag bei einer Pressekonferenz des Krisenstabs in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Parallel prüften die Behörden demnach 74 Vermisstenfälle, 16 davon betrafen ausländische Staatsbürger.
Rekordwerte an Corona-Neuinfektionen im Iran und im Irak
Angesichts des Vormarsches der Delta-Variante des Coronavirus im Nahen Osten haben die beiden Nachbarländer Iran und Irak neue Rekordwerte bei den Neuinfektionen verzeichnet. Im Iran wurden erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie innerhalb von 24 Stunden mehr als 30.000 neue Fälle registriert, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Im Irak wurden mehr als 12.000 Fälle vermeldet - auch dies ein Höchstwert.
Am Ende fast ein Debakel: Deutsche Turner stürzen in Tokio ab
Stark angefangen, aber am Ende noch viel stärker nachgelassen: Die deutschen Kunstturner sind in der olympischen Mannschaftsentscheidung in Tokio über eine Nebenrolle nicht hinausgekommen. Die Schützlinge von Trainer Waleri Belenki belegten bei acht Teams nur auf den achten Platz und verließen enttäuscht die Halle.
Tausende Schuss Munition in überflutetem Keller in Erftstadt entdeckt
Bei Aufräumarbeiten in dem von der Flutkatastrophe schwer getroffenen Erftstadt in Nordrhein-Westfalen hat ein freiwilliger Helfer im Keller eines Hauses mehrere tausend Schuss Munition entdeckt. Wie die Polizei am Montag in Bergheim mitteilte, verständigte der Mann sofort Beamte der Bundespolizei, die sich ebenfalls vor Ort befanden.
Chinas Regierung verdirbt Privatschulen ihr Milliardengeschäft
Lange waren private Nachhilfeangebote in China mit seinen vielen zugleich bildungs- wie auch karrierebewussten Familien ein gutes Geschäft. Die Wirtschaftsberatungsfirma LEK Consulting schätzte den Umsatz der privaten Bildungseinrichtungen 2018 auf umgerechnet rund 220 Milliarden Euro. Vom Kindergarten bis zur Universität wurden die privaten Lehrkräfte und Kurse gebucht, um den erhofften wirtschaftlichen Aufstieg des eigenen Nachwuchses abzusichern.
Olympia-Gewinner in Tokio dürfen Maske auf dem Siegertreppchen kurz abnehmen
30 Sekunden ohne Mund-Nase-Bedeckung: Gewinnern bei den Olympischen Spielen in Tokio winkt neben Ruhm und einer Medaille auch eine kleine Ausnahme von den strikten Corona-Regelungen. Wie die Organisatoren am Montag mitteilten, dürfen die siegreichen Athleten ihre Masken auf dem Siegertreppchen kurz abnehmen, um für Fotos zu posieren. Die Medaillengewinner wurden aufgefordert, die Lockerung der Regeln nicht zu missbrauchen.
BUND und Greenpeace werfen Laschet Falschaussage zur Kohlekommission vor
Die Umweltverbände BUND und Greenpeace haben Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) vorgeworfen, im ZDF-"Sommerinterview" falsche Angaben zur Arbeit der Kohlekommission gemacht zu haben. "Armin Laschet lügt oder ist falsch informiert, wenn er behauptet, BUND und Greenpeace hätten in der Kohlekommission 2038 für den Kohleausstieg vorgeschlagen", erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt am Montag.
WDR entwickelt digitales Angebot für Unwetterlagen
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) will ein digitales Angebot für Unwetterlagen entwickeln, das in Gefahrensituationen mehr Menschen erreicht. Der Sender wolle "behördlichen Katastrophenschutz künftig moderner und noch besser unterstützen", teilte Intendant Tom Buhrow am Montag mit. Der WDR war während der schweren Unwetter in Nordrhein-Westfalen wegen seiner Berichterstattung in die Kritik geraten.
Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen riesigen Waldbrand in Kalifornien
In Kalifornien kämpfen tausende Feuerwehrleute gegen einen seit Tagen wachsenden Waldbrand, der inzwische sein eigenes Wetter bildet. Die Flammen des "Dixie Fires" schlügen mittlerweile so hoch, dass sie eigene Wolken formen, sagte die für den Brand zuständige US-Metereologin Julia Ruthford am Sonntag (Ortszeit). Diese Wolken könnten unter anderem Gewitter bedeuten. "Morgen könnte ein herausfordernder Tag werden."
Weiter hohe psychische Belastung von Berufstätigen in der Corona-Pandemie
Die psychische Belastung von Berufstätigen während der Corona-Pandemie bleibt hoch. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag veröffentlichte Auswertung von Versichertendaten der Krankenkasse KKH. Demnach waren in den ersten sechs Monaten des Jahres Arbeitnehmer im Durchschnitt 42,5 Tage wegen seelischer Leiden wie Depressionen, Angststörungen oder Burnout krank geschrieben. Das seien zwar 1,2 Tage weniger als im ersten Corona-Jahr 2020 - aber immer noch drei Tage mehr als 2019 vor der Pandemie.
Abgeordnete der tunesischen Regierungspartei halten Sitzstreik vor Parlament ab
Nach der Absetzung des Ministerpräsidenten und der Aussetzung der parlamentarischen Arbeit durch den Staatschef hat in Tunesien der Vorsitzende der Regierungspartei Ennahdha, Rached Ghannouchi, einen Sitzstreik vor dem Parlament abgehalten. Zuvor war Ghannouchi, der auch Parlamentspräsident ist, am Montagmorgen von der Armee am Betreten des Parlaments gehindert worden. Mehrere hundert Menschen versammelten sich vor dem Parlament in Tunis, protestierten gegen die Regierungspartei und hinderten Ennahdha-Anhänger daran, sich dem Gebäude zu nähern.
Ökologische Belastungsgrenze der Erde wird am Donnerstag erreicht
Nach einer durch die Corona-Pandemie bedingten Abschwächung überfordern die Menschen die Belastungsgrenzen der Erde inzwischen wieder genauso stark wie zuvor. Laut Berechnungen der Experten des Global Footprint Networks rückt der sogenannte Erdüberlastungstag in diesem Jahr um drei Wochen nach vorn und fällt auf diesen Donnerstag, wie dessen Partnerorganisation Germanwatch am Montag in Berlin erklärte. Das entspricht in etwa dem Stand 2019.
Weltklimarat IPCC berät abschließend über Teil 1 seines neuen Sachstandsberichts
Vertreter von fast 200 Ländern haben am Montag die Schlussberatungen über den ersten Teil des neuen, sechsten Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC aufgenommen. Die zweiwöchigen Beratungen finden formal am Sitz des IPCC in Genf statt, erfolgen aber tatsächlich wegen der Corona-Pandemie vorwiegend virtuell. Die Empfehlungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gelten als wegweisend für die globale Klimapolitik.
Jährlich Schäden durch IT-Angriffe in zweistelliger Milliardenhöhe in Deutschland
Jedes Jahr entstehen in Deutschland durch Hackerangriffe Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe. Betroffen von den IT-Attacken sind Unternehmen aller Größen aber auch Privatleute, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Montag erklärte. Das BSI will nun mit einer Personenzertifizierung zum Vorfall-Experten gegensteuern. So soll mehr Fachkompetenz im IT-Sicherheitsbereich aufgebaut werden.
Grünen-Politiker Dahmen: Impfangebote müssen flexibler werden
Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen setzt zur Ankurbelung der Impfkampagne auf flexiblere und komfortable Lösungen. "Wir müssen aufhören, die Menschen planwirtschaftlich zum Impfstoff zu bringen, sondern wir müssen den Impfstoff zu den Menschen bringen", sagte der Notfallmediziner am Montag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Dies lasse sich unter anderem durch mobile Impfstationen erreichen.
Grüne kritisieren Elbe-Abkommen als Gefahr für Natur und Hochwasserschutz
Der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, hat das vergangene Woche unterzeichnete Elbe-Abkommen zwischen Deutschland und Tschechien scharf kritisiert. "Es grenzt fast an Realitätsverweigerung, dass die Bundesregierung wenige Tage nach der Hochwasserkatastrophe ein Abkommen schließt, um die Elbe als einen der letzten naturnahen Flüsse Europas auszubaggern," sagte Kellner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Bundesverkehrsministerium wies die Kritik am Montag zurück.
Bitcoin-Kurs springt auf über 38.000 Dollar
Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin hat wieder stark zugelegt. In London notierte der Kurs am Montagvormittag bei über 38.000 Dollar (32.250 Euro). Das war ein Anstieg von 10,4 Prozent binnen 24 Stunden. Analysten erklärten den Anstieg mit dem Interesse an der Kryptowährung, das mehrere Konzerne jüngst bekräftigt hatten.
China verzeichnet mit 76 Corona-Neuinfektionen höchsten Wert seit Januar
Erstmals seit Januar hat China am Montag 76 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages vermeldet. Der neue Höchstwert veranlasste das Land zu einer umfangreichen Testaktion bei Millionen von Einwohnern in der östlichen Provinz Jiangsu. Für Besorgnis sorgten besonders 40 inländische Ansteckungen, von denen 39 aus Jiangsu und eine aus Liaoning gemeldet wurden, wie die Nationale Gesundheitskommission mitteilte.
Impfpflicht: Montgomery steht hinter Braun-Vorstoß
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hält es für richtig, wenn gegen das Coronavirus Geimpfte in Deutschland mehr Freiheiten bekommen als Nicht-Geimpfte. "Es gibt keinen Grund, Geimpften und Immunen ihre Grundrechte weiter vorzuenthalten, nur weil ein paar ewige Skeptiker sich der Impfung entziehen", sagte Montgomery nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Damit stellte er sich hinter Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), der am Wochenende Einschränkungen für Nicht-Geimpfte ins Spiel gebracht hatte. "Helge Braun hat völlig recht. Es geht ja nicht um Privilegien für Geimpfte, sondern um Grundrechtseinschränkungen", sagte Montgomery. Scharfe Kritik übte der Weltärztepräsident an der Haltung der FDP. Wer wie die Liberalen eine Impflicht "durch die Hintertür" vermute und mehr Rechte für Geimpfte ablehne, bediene "einen primitiven Populismus" und verstehe "den Begriff der Freiheit nicht richtig". Eine Impfung nutze nicht nur den Geimpften selbst, sondern der ganzen Gesellschaft, betonte Montgomery. "Nur durch Impfen können wir alle unsere Freiheiten wiedergewinnen." FDP-Vize Wolfgang Kubicki hatte Brauns Vorstoß zuvor als "Einführung der Impfpflicht durch die Hintertür" kritisiert. Zudem sei eine solche "Kategorisierung von Grundrechten in eine erste und eine zweite Klasse klar verfassungswidrig", sagte er den Funke-Zeitungen. Auch FDP-Generalsekretär Volker Wissing sprach sich nachdrücklich gegen einen Impfzwang aus. "Anstatt mit Impfpflichten oder erneuten Kontaktbeschränkungen zu drohen, sollten die Verantwortlichen lieber alle Hebel in Bewegung setzen, damit die eingeschlafene Impfkampagne wieder Fahrt aufnimmt", sagte er nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Konkret schlug Wissing etwa wohnortnahe mobile Impfteams und Impfstationen in Einkaufszentren und Fußgängerzonen vor. Kanzleramtschef Braun hatte in nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG gesagt, dass der Staat die Pflicht habe, die Gesundheit seiner Bürger zu schützen. Dies gelte auch für nicht gegen das Coronavirus Geimpfte. "Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte", betonte der CDU-Politiker. Während Braun Rückendeckung unter anderem von Grünen-Chef Robert Habeck und dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach erhielt, lösten seine Äußerungen auch innerhalb der CDU Skepsis aus. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet sagte, Brauns Vorschlag müsse zwar erörtert werden. Gleichzeitig schränkte er ein: "Ich finde am Ende, Freiheitsrechte müssen für alle gelten, wenn man keine Impfpflicht will." (O. Joergensen--BTZ)
Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 14,3
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt jetzt bei 14,3. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf die Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 958 weitere Corona-Infektionen registriert. Drei weitere Menschen starben demnach im Zusammenhang mit Covid-19. Am Sonntag hatte die Inzidenz bei 13,8 gelegen, vor einer Woche betrug sie 10,3. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist bislang ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Die Gesamtzahl der seit Pandemie-Beginn in Deutschland nachgewiesenen Corona-Ansteckungen liegt laut RKI bei 3.756.856. 91.527 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit rund 3.46.100 an. In der Regel liegt die Zahl der Neuinfektionen am Wochenende und am Montag niedriger als im Wochendurchschnitt, weil an den Wochenenden weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden. (A. Bogdanow--BTZ)
Lieferengpässe und Sorgen um steigende Infektionszahlen belasten die Wirtschaft
Die Stimmung in den Chefetagen der Wirtschaft hat sich im Juli verschlechtert: "Lieferengpässe bei Vorprodukten und Sorgen um wieder steigende Infektionszahlen belasten die deutsche Wirtschaft", erklärte am Montag das Münchner Ifo-Institut. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 101,7 Punkten im Juni auf 100,8 Punkte im Juli.
Ermittlungen gegen Erzieher wegen Verdachts auf Kindesmissbrauch eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden stellt das Ermittlungsverfahren gegen einen Erzieher aus Rastatt wegen des Verdachts auf sexuellen Kindesmissbrauch ein. Es gebe keine Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten des Mannes, teilte die Behörde am Montag mit. Während der monatelangen Ermittlungen seien zahlreiche Zeugen befragt und 30 Kinder im Beisein von Sachverständigen vernommen worden; dabei sei aber kein hinreichender Tatverdacht festgestellt worden.
USA wollen afghanische Streitkräfte weiter aus der Luft unterstützen
Ungeachtet ihres derzeit laufenden Truppenabzugs aus Afghanistan wollen die USA die einheimischen Regierungstruppen weiter aus der Luft unterstützen. "Die Vereinigten Staaten haben die Luftangriffe zur Unterstützung der afghanischen Streitkräfte in den vergangenen Tagen verstärkt, und wir sind bereit, diese verstärkte Unterstützung in den kommenden Wochen fortzusetzen", sagte der Leiter des Zentralkommandos der US-Armee, Kenneth McKenzie, am Montag vor Journalisten in Kabul.
Zwei Tote bei lokalen Unwettern in Bayern und Sachsen
In Teilen Deutschlands haben örtliche Unwetter mit Starkregen und Sturmböen am Sonntagabend für Überflutungen und umstürzende Bäume gesorgt. In Bayern und Sachsen starben zwei Menschen. Bei Eglfing in Oberbayern kam laut Polizei ein 57-jähriger Jäger ums Leben, als sein Hochsitz im Wald offenbar vom Sturm umgerissen wurde. Im sächsischen Weißwasser starb nach Angaben der Polizei ein 67-Jähriger bei Pumparbeiten in seinem vom Starkregen überschwemmten Gartenhaus.
Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia offiziell gescheitert
Der Wohnungskonzern Vonovia hat das Scheitern der Übernahme der Deutsche Wohnen am Montag offiziell bestätigt. Die Mindestannahmeschwelle von mehr als 50 Prozent der Deutsche-Wohnen-Aktien sei zum Ablauf der Annahmefrist am 21. Juli um Mitternacht nicht erreicht worden, teilte Vonovia in Bochum mit. Die Schwelle lag demnach bei "circa 47,62 Prozent" des Grundkapitals und der Stimmrechte der Deutsche Wohnen.
Bundesregierung erteilt Impflicht klare Absage
Die Bundesregierung hat einer Impfpflicht in Deutschland eine klare Absage erteilt. Eine solche soll es auch nicht durch die "Hintertür" geben, wie Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin sagte. "Wir wollen aber alles tun, um eine Situation, wie wir sie im Frühjahr hatten, zu vermeiden", sagte Demmer mit Blick auf die damaligen hohen Infektionsraten.