Letzte Nachrichten
Polizeigewerkschaft kritisiert Faesers Abschiebepläne als "nicht zielführend"
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die Pläne von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) für verschärfte Abschieberegeln als "nicht zielführend" kritisiert. "Der beste Schutz vor illegaler Migration ist eine wirksame Kontrolle an den Grenzen und eine bessere Ausstattung der Polizei" im Kampf gegen eine hohe Schleuserkriminalität, erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt am Donnerstag. Faesers Abschiebepläne würden "die Probleme im Land nicht lösen".
BMW steigert Absatz - Verkäufe von E-Autos mehr als verdoppelt
Der Autobauer BMW hat seinen Absatz im ersten Halbjahr 2023 stark gesteigert. Der Münchener Konzern verkaufte 11,3 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum, wie er am Donnerstag mitteilte. Bei E-Autos verzeichnete BMW mehr als eine Verdopplung der Verkäufe. Der Konzernumsatz legte demnach im zweiten Quartal um sieben Prozent im Jahresvergleich auf 37,2 Milliarden Euro zu.
Mehr als Hälfte der Deutschen über 60 Jahre bewegt sich zu wenig
Mehr als die Hälfte der Deutschen im Alter über 60 Jahren bewegt sich laut einer Umfrage für die Krankenkasse DAK zu wenig. Körperliche Aktivität kommt bei 62 Prozent der Menschen in dieser Altersgruppe zu kurz, wie aus der Erhebung des Instituts Forsa hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag in Hamburg vorlag.
Inflation in der Türkei steigt laut offiziellen Angaben auf knapp 48 Prozent
In der Türkei hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise wieder beschleunigt. Im Juli lag die Inflationsrate bei 47,8 Prozent, wie die Statistikbehörde Tuik am Donnerstag mitteilte. Im Juni waren es rund 38 Prozent gewesen. Die neue Zentralbankchefin Hafize Gaye Erkan hatte die Türkinnen und Türken vergangene Woche bereits darauf vorbereitet, dass die Inflation im Land wieder steigen werde - dies sei aber vorübergehend.
Exporte stagnieren weiter - Importe gehen zurück
Die deutschen Exporte treten weiter auf der Stelle. Die Ausfuhren legten im Juni im Vergleich zum Vormonat minimal um 0,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Nach Ansicht der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) dämpfen die anhaltend hohe Inflation sowie das "historisch hohe Zinsniveau" das Auslandsgeschäft.
Mediziner beklagen Arbeitsbedingungen in Kinderkliniken
Mitarbeitende in Kinderkliniken beklagen schlechte Arbeitsbedingungen: In einer Umfrage des Norddeutschen Rundfunks (NDR) unter 630 Ärzten und Pflegefachkräften gaben rund 40 Prozent an, dass es aufgrund der hohen Arbeitsbelastung in Kinderkliniken schon einmal zu einer Patientengefährdung gekommen ist, wie der NDR am Donnerstag mitteilte. Außerdem hätten viele Teilnehmende mitgeteilt, dass sowohl im pflegerischen als auch im ärztlichen Bereich Personal fehle.
Politische Hängepartie in Thailand geht weiter
Die politische Hängepartie in Thailand geht weiter: Das Verfassungsgericht verschob am Donnerstag eine Entscheidung über eine zweite Möglichkeit für den progressiven Wahlsieger Pita Limjaroenrat, sich im Parlament um den Posten des Regierungschefs zu bewerben. Darüber solle nun erst am 16. August entschieden werden, verkündete das Gericht. "Der Antrag erfordert eine gründliche Beratung."
Havarierter Auto-Frachter wird in Hafen an Grenze zu Deutschland geschleppt
Der havarierte Auto-Frachter in der Nordsee wird in einen Hafen im Nordosten der Niederlande geschleppt. Wie die niederländischen Behörden am Donnerstag mitteilten, wird die offenbar nicht mehr brennende "Fremantle Highway" in den Hafen von Eemshaven an der Grenze zu Deutschland gebracht, der 64 Kilometer von seinem derzeitigen Standort entfernt ist.
Dortmund spielt zum Abschluss der US-Tour 1:1 gegen Chelsea
Borussia Dortmund hat seine US-Tour mit einem weiteren achtbaren Testspielresultat beendet. Der deutsche Vizemeister trennte sich in Chicago mit 1:1 (0:0) vom Premier-League-Klub FC Chelsea und blieb auch im sechsten Vorbereitungsspiel ungeschlagen.
Adidas nach zwei Verlustquartalen wieder in der Gewinnzone
Der Sportartikelhersteller Adidas ist nach zwei Quartalen mit roten Zahlen wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im zweiten Quartal verbuchte das Unternehmen aus dem bayerischen Herzogenaurach nach am Donnerstag vorgestellten Zahlen einen Nettogewinn von 84 Millionen Euro. Das waren dennoch 71 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Wegner fordert auch auf kommunaler Ebene keine Kooperation mit AfD
Berlins CDU-Vorsitzender und Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat alle Parteien aufgefordert, auch nicht in Kommunen mit der AfD zu stimmen. "Die AfD ist leider in vielen Gemeinderäten oder Kreistagen vertreten und verschiedene Parteien, auch SPD, Grüne und Linke, haben punktuell mit der AfD abgestimmt", sagte Wegner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstagsausgaben). "Damit muss Schluss sein."
Lufthansa verdreifacht Gewinn
Die Lufthansa hat im zweiten Quartal dank starker Nachfrage und höherer Preise für Flugtickets ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht. Die Fluggesellschaft meldete am Donnerstag mit einem Nettoquartalsgewinn von 881 Millionen Euro "einen neuen Höchststand" - im zweiten Quartal 2022 waren es 259 Millionen Euro gewesen. Die Nettoverschuldung des Konzerns sank demnach unter das Niveau von vor der Corona-Pandemie.
Koepfer in Los Cabos weiter erfolgreich
Tennisprofi Dominik Koepfer ist im mexikanischen Los Cabos weiter auf Erfolgskurs. Der 29-Jährige aus Furtwangen setzte sich im Achtelfinale mit 6:2, 6:2 gegen den Australier James Duckworth durch. Seinen nächsten Gegner ermitteln Aleksandar Kovacevic (USA) und Cameron Norrie (Großbritannien).
Dopingverstoß: Radprofi Stannard suspendiert
Der australische Radrennfahrer Robert Stannard (24) ist wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln suspendiert worden und wird die Weltmeisterschaften in Glasgow verpassen. Der Fahrer des Teams Alpecin-Deceuninck erklärte in einem Statement, der Vorwurf liege mehr als vier Jahre zurück. Er bestritt jegliches Fehlverhalten.
USA ziehen Teile ihres Botschaftspersonals aus Niger ab
Angesichts einer sich verschärfenden Lage nach dem Putsch im Niger haben die USA angekündigt, Teile ihres Botschaftspersonals auszufliegen. Das US-Außenministerium habe die Ausreise der nicht wesentlichen Regierungsangestellten und ihrer Familien angeordnet, hieß es am Mittwoch in einer Erklärung. Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) erhöhte indes den Druck auf die Militärregierung im Niger. Diese erklärte dagegen, sie weigere sich, "irgendeiner Drohung nachzugeben".
Hegering: DFB-Frauen müssen "Popp-Karte" spielen
Fußball-Nationalspielerin Marina Hegering setzt im WM-Gruppenfinale gegen Südkorea auf die erwartete Lufthoheit im gegnerischen Strafraum. "Wir haben einen körperlichen Vorteil. Und am Ende musst du die Alexandra-Popp-Karte spielen: Sie springt höher als viele andere Spielerinnen und ist gefühlt anderthalb Köpfe größer als die Südkoreanerinnen", sagte die Innenverteidigerin vor der Begegnung am Donnerstag (12.00 Uhr MESZ/ZDF) dem kicker.
Bayern-Stürmer Tel: "Ich will hierbleiben. Immer."
Angreifer Mathys Tel sieht seine Zukunft bei Bayern München. "Ich will in München besser werden. In meinem Kopf gibt es nur den FC Bayern. Der FC Bayern ist für mich der beste Klub der Welt. Ich mag es, für diesen Verein zu spielen. Ich will hierbleiben. Immer", sagte der 18-Jährige im Sky-Interview.
Erste Gerichtsanhörung nach Anklage gegen Trump wegen Kapitol-Erstürmung
Der frühere US-Präsident Donald Trump wird wegen seiner Rolle beim Sturm auf das Kapitol in Washington womöglich schon am Donnerstag vor Gericht erscheinen. Die erste Anhörung in dem Verfahren ist auf Donnerstag terminiert, am Dienstag war die Anklageschrift gegen Trump veröffentlicht worden. Darin wirft ihm Sonderermittler Jack Smith den Versuch zur Last, die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2020 zu kippen.
Bundesgerichtshof urteilt über Entschädigung für Musiker wegen Corona-Maßnahmen
Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet am Donnerstag (10.00 Uhr) in Karlsruhe seine Entscheidung über mögliche Entschädigungsansprüche eines Musikers für Einnahmeausfälle in der Pandemie. Der Berufsmusiker hatte gegen das Land Baden-Württemberg geklagt, weil ihm wegen der Coronaschutzmaßnahmen im Frühling und Sommer 2020 Einnahmen entgangen seien. Seine Aufträge bestünden zu mehr als 90 Prozent aus Live-Auftritten, gab er an. (Az. III ZR 54/22)
DFB-Frauen vor Südkorea: "Wissen, was auf dem Spiel steht"
Die deutschen Fußballerinnen sind sich der Tragweite eines möglichen Scheiterns in der WM-Vorrunde bewusst. "Wir wissen, was auf dem Spiel steht - und was eine Niederlage bedeuten würde", sagte Nationalspielerin Lena Lattwein dem Nachrichtenportal t-online vor dem Gruppenfinale am Donnerstag (12.00 Uhr MESZ/ZDF) gegen Südkorea: "Jetzt geht es darum, mit einer überzeugenden Leistung die Gruppe zu beenden."
Umfrage FH Dortmund: Minderheit der Männer für Equal Pay
Die Frauen sind mehrheitlich dafür, doch nur eine Minderheit der Männer ist für Equal Pay in den deutschen Fußball-Nationalteams. Die Frage, ob die Spielerinnen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die gleichen Prämien bekommen sollen wie das Team der Männer, bejahen 63,8 Prozent der Frauen, aber nur 43,3 Prozent der Männer.
Papst Franziskus trifft in Portugal Opfer von sexuellem Missbrauch
Zu Beginn seines fünftägigen Besuchs in Portugal hat sich Papst Franziskus mit Opfern von sexuellem Missbrauch durch Geistliche getroffen. Der Pontifex habe 13 Opfer in der diplomatischen Vertretung des Heiligen Stuhls in der Hauptstadt Lissabon empfangen, teilte der Vatikan am Mittwoch mit. Das mehr als einstündige Treffen habe in einer Atmosphäre des "intensiven Zuhörens" stattgefunden, hieß es weiter.
Brasiliens Präsident Lula ruft zur Hilfe beim Schutz des Regenwaldes auf
Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula hat die internationale Gemeinschaft zur Hilfe beim Schutz des Amazonas-Regenwaldes aufgerufen. "Die Welt muss uns helfen, den Amazonas-Regenwald zu erhalten und zu entwickeln", sagte er mit Blick auf ein Treffen der Organisation der acht Amazonas-Anrainerstaaten in der kommenden Woche im brasilianischen Belem. Es ist das erste Treffen der Organisation seit 2009, um über den Schutz des Regenwaldes zu debattieren.
Deutsches Team holt drei Medaillen bei Para-Schwimm-WM
Die deutschen Para-Schwimmer haben am dritten Wettkampftag der WM in Manchester ihre Medaillenbilanz weiter aufgestockt. Verena Schott holte über 200 m Lagen der Klasse SM6 ebenso Silber wie Gina Böttcher über 150 m Lagen in der Startklasse SM4. Malte Braunschweig schwamm über 100 m Schmetterling in der Startklasse S9 zu Bronze und damit zu seiner ersten internationalen Medaille überhaupt.
Tausende gehen in Israel erneut gegen die Justizreform auf die Straße
In Tel Aviv sind erneut tausende Menschen gegen die umstrittene Justizreform auf die Straße gegangen. Die Protestierenden trugen am Mittwochabend israelische Flaggen und riefen gegen die rechtsreligiöse Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerichtete Parolen wie "Ihr hat das Land ruiniert, wir werden es reparieren" und "Es gibt keine Demokratie ohne Obersten Gerichtshof".
Streik in Hollywood: US-Drehbuchautoren wollen mit Studios Gespräche aufnehmen
In dem seit fast 100 Tagen andauernden Streik der US-Drehbuchautoren zeigt sich ein Hoffnungsschimmer. Die Filmstudios hätten um ein Treffen gebeten, um über Verhandlungen zu sprechen, teilte die US-Autorengewerkschaft (WGA) am Mittwoch mit. Das Treffen solle bereits am Freitag stattfinden. Die Drehbuchautoren verlangen angesichts des großen Wachstums der Streaming-Angebote eine bessere Bezahlung und eine größere Gewinnbeteiligung.
AFP verklagt Elon Musks Online-Dienst X wegen Urheberrechten
Die Nachrichtenagentur AFP hat in Frankreich eine Urheberrechtsklage gegen den Online-Dienst Twitter eingereicht, der kürzlich in X umbenannt wurde. Die Agentur verlange die Herausgabe von Daten, um die ihr zustehende Vergütung festzulegen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung. "Agence France-Presse bedauert die offensichtliche Weigerung von Twitter, das kürzlich in X umbenannt wurde, Gespräche aufzunehmen, um das Leistungsschutzrecht für die Presse umzusetzen", heißt es weiter.
Russland ruft zum "nationalen Dialog" im Niger auf
Russland hat dazu aufgerufen, nach dem Staatsstreich im Niger eine "Verschlimmerung der Lage" zu vermeiden. "Die Androhung von Gewalt gegen einen souveränen Staat wird nicht dazu beitragen, die Spannungen zu verringern", sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch in Moskau. "Es ist äußerst wichtig, eine weitere Verschlimmerung der Lage zu verhindern", betonte sie.
Synagogen-Attentäter von Pittsburgh zum Tode verurteilt
Fast fünf Jahre nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Pittsburgh mit elf Toten ist der Attentäter zum Tode verurteilt worden. Wie die US-Bundesanwaltschaft mitteilte, stimmte die zwölfköpfige Geschworenen-Jury am Mittwoch einstimmig für die Todesstrafe für den 50-jährigen Robert Bowers. Der Angriff im Oktober 2018 war der schwerste antisemitische Anschlag in der US-Geschichte. Ob die Todesstrafe tatsächlich vollstreckt wird, ist indes unklar.
Polens Präsident Duda setzt Gesetz zu "russischer Einflussnahme" in Kraft
Polens Präsident Andrzej Duda hat am Mittwoch ein umstrittenes Gesetz zur Einsetzung einer Untersuchungskommission zu "russischer Einflussnahme" in Kraft gesetzt. Das von der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) kontrollierte Abgeordnetenhaus in Warschau hatte das Gesetz Ende Mai verabschiedet. Nach Kritik aus Brüssel, Berlin und Washington brachte das Parlament Mitte Juni eine veränderte Version auf den Weg, die nun von Duda durch seine Unterschrift in Kraft gesetzt wurde.
Kanadas Premierminister Trudeau trennt sich von seiner Frau
Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat sich nach 18 Jahren Ehe von seiner Frau getrennt. "Sophie und ich möchten Euch mitteilen, dass wir uns nach vielen tiefen und schwierigen Gesprächen entschlossen haben, uns zu trennen", schrieb er am Mittwoch im Onlinedienst Instagram. In seinem Profil stand vorerst weiter "Vater, Ehemann, Parteichef und 23. Premierminister von Kanada".
Synagogen-Angreifer von Pittsburgh zum Tode verurteilt
Fast fünf Jahre nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Pittsburgh mit elf Toten ist der Angreifer zum Tode verurteilt worden. Das Urteil der zwölfköpfigen Geschworenen-Jury gegen den 50-jährigen Robert Bowers fiel am Mittwoch einstimmig aus, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten. Der Lastwagenfahrer war bereits Mitte Juni in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Der Angriff auf die Synagoge war der schwerste antisemitische Anschlag in der US-Geschichte.