Letzte Nachrichten
Pakistanische Taliban kündigen Waffenruhe mit Regierung auf
Die radikalislamische Taliban-Gruppe Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) lässt die im November zunächst für einen Monat ausgerufene Waffenruhe mit der Regierung in Islamabad auslaufen. Das Militär habe mit der Tötung mehrerer TTP-Kämpfer gegen die Bedingungen des Abkommens verstoßen, erklärte die Gruppe am Freitag. "Es ist nicht möglich, die Waffenruhe unter diesen Umständen zu verlängern", sagte ein Sprecher.
Zweiter Sieg unter Werner: Werder setzt Aufholjagd fort
Werder Bremen hat auch das zweite Spiel unter dem neuen Trainer Ole Werner gewonnen und damit seine Aufholjagd Richtung Spitzengruppe fortgesetzt. Bei Jahn Regensburg setzte sich der Bundesliga-Absteiger am 17. Zweitliga-Spieltag nach Rückstand noch mit 3:2 (1:1) durch und zog zumindest bis Sonntag nach Punkten mit dem Nordrivalen Hamburger SV gleich.
Ohne Trainer und Torjäger: Schalke schlägt Nürnberg
Ohne Trainer Dimitrios Grammozis und fast die gesamte Offensivabteilung um Rekordtorjäger Simon Terodde hat Schalke 04 seine schwache Bilanz gegen die Topteams der 2. Fußball-Bundesliga aufpoliert. Im Duell der Altmeister gegen den 1. FC Nürnberg gewann der stark ersatzgeschwächte Bundesliga-Absteiger 4:1 (1:0).
Scholz weist Konflikte mit Baerbock in der Außenpolitik zurück
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat dem Eindruck widersprochen, es gebe in der Außenpolitik Konfliktlinien mit Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). "Die deutsche Regierung handelt einheitlich und gemeinsam", betonte Scholz am Freitag bei einem gemeinsamen Auftritt mit EU-Ratspräsident Charles Michel in Brüssel. Das sei auch gut so.
Friedensnobelpreisträger Ressa und Muratow nehmen Auszeichnung in Oslo entgegen
Die beiden diesjährigen Friedensnobelpreisträger haben bei der Entgegennahme ihrer Auszeichnungen in Oslo kein Blatt vor den Mund genommen: Die philippinische Journalistin Maria Ressa griff am Freitag scharf die US-Internetgiganten an und warf ihnen vor, für die Verbreitung "giftigen Schlamms" in den Online-Netzwerken verantwortlich zu sein. Ihr russischer Kollege Dmitri Muratow rief unterdessen zu einer Schweigeminute zum Gedenken an getötete Journalisten auf.
Stark-Watzinger will im Januar mit Ländern über Bildungszusammenarbeit sprechen
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) schließt eine Verfassungsänderung nicht aus, um die von der "Ampel" beabsichtigte engere Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen im Bereich Bildung umzusetzen. Voraussetzung dafür seien allerdings einvernehmliche Gespräche mit den Ländern, die sie im Januar führen wolle, sagte Stark-Watzinger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). "Ich will in Deutschland keine zentrale Bildungspolitik", betonte sie. Ihr Ziel sei allerdings eine sinnvolle Aufgabenteilung.
Neue Anti-Korruptionspartei in Bulgarien erzielt Koalitionseinigung
Die neu gegründete bulgarische Anti-Korruptionspartei "Wir setzen den Wandel fort" (PP) hat eine Koalitionseinigung mit drei weiteren Parteien erzielt. "Das Abkommen wurde gerade von allen unseren Koalitionspartnern unterzeichnet", sagte der Ko-Vorsitzende der PP, Kiril Petkow, am Freitag im öffentlich-rechtlichen Radio. Die Einigung beendet eine monatelange politische Krise mit drei Parlamentswahlen ohne eindeutiges Ergebnis.
Coca-Cola wirft kleinem Unternehmen in Kolumbien Verstoß gegen Markenrechte vor
Der US-Getränkeriese Coca-Cola wirft einem kleinen Unternehmen in Kolumbien einen Verstoß gegen Markenrechte vor und droht mit einer Klage. Die Firma Coca Nasa soll den Namen ihrer Biermarke Coca Pola ändern, wie aus einem Schreiben der Anwälte von Coca-Cola hervorgeht.
Aktionäre von Shell stimmen für Verlegung von Steuersitz nach Großbritannien
Die Aktionäre des Energieriesen Shell haben mit großer Mehrheit dafür gestimmt, den Steuersitz des Unternehmens von den Niederlanden nach Großbritannien zu verlegen. Bei einer Hauptversammlung in Rotterdam stimmten am Freitag mehr als 99 Prozent der Anteilseigner für den Vorschlag der Konzernspitze. Konzernchef Andrew Mackenzie bedankte sich für die "überwältigende Unterstützung" der Aktionäre.
Stiko-Chef Mertens bedauert Aussage über Impfung von Siebenjährigen
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thoma Mertens, bedauert nach eigenem Bekunden seine Äußerung, wonach er ein siebenjähriges Kind derzeit als Vater nicht gegen Corona impfen lassen würde. Es sei ein "Fehler" gewesen, "dass ich überhaupt etwas Persönliches gesagt habe", sagte Mertens am Freitag dem Nachrichtensender "Welt". Vorwürfe, er selbst sei ein Impfskeptiker, wies er entschieden zurück.
US-Supreme Court lässt Klagen von Abtreibungskliniken gegen texanisches Gesetz zu
Der Oberste Gerichtshof der USA hat im Ringen um das Recht auf Abtreibung Klagen von Abtreibungskliniken gegen die umstrittene, höchst restriktive Gesetzgebung des Bundesstaates Texas dazu für zulässig erklärt. Acht der neun Richter des konservativ geprägten Gerichts sprachen sich am Freitag dafür aus, dass entsprechende Beschwerden vor einem Bundesgericht verhandelt werden sollten. Das weitgehende Abtreibungsverbot in dem Südstaat bleibt demnach vorerst in Kraft.
Friedensnobelpreisträger Muratow ruft zu Gedenkminute für getötete Journalisten auf
Der diesjährige Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow hat bei der Verleihungszeremonie zu einer Schweigeminute zum Gedenken an die getöteten Journalisten aufgerufen. Die Anwesenden sollten sich erheben, um die "Reporter zu ehren, die ihr Leben für diesen Beruf hingaben", sagte Muratow am Freitag in Oslo. Er forderte gleichzeitig zur Unterstützung der Kollegen auf, die "unter Verfolgung leiden". Er wünsche sich, "dass Journalisten alt sterben", fügte er hinzu.
Mehr als 850 Unternehmen schließen sich Impfkampagne mit Werbeslogans an
Mehr als 850 weitere Unternehmen und Marken haben sich der Aktion #ZusammenGegenCorona angeschlossen, bei der deutsche Firmen mit abgewandelten Werbesprüchen zum Impfen aufrufen. Die Initiative, die am Dienstag mit gut 150 Firmen und Marken gestartet war, hat inzwischen mehr als tausend Teilnehmer, wie die Initiatoren am Freitag mitteilten.
Klingbeil sieht klare Aufgabenteilung zwischen SPD und Regierung
Der designierte SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil sieht seine Aufgabe im neuen Amt nicht darin, die "Partei auf Kanzler-Kurs zu halten". Im "Interview der Woche" des SWR, das am Freitag veröffentlicht wurde, sprach er vielmehr von einer klaren Aufgabenteilung. Die Regierung sei "für das Tagesgeschäft" zuständig, während die Partei "die langen Linien" entwickeln und auch darangehen solle, "über die Legislaturperiode hinaus zu denken".
Abba mit erfolgreichstem Album des Jahres in Deutschland
Abba haben mit ihrem Comeback auch die Jahrescharts in Deutschland dominiert. Mit großem Vorsprung liege die legendäre schwedische Band mit dem Album "Voyage" vorn, teilten die Konsumforscher von GfK Entertainment am Freitag in Baden-Baden mit. Das Album habe sich in Deutschland schon über 400.000 Mal verkauft, mit drei Wochen auf Platz eins stand es dort länger als jede andere Platte in diesem Jahr.
Baerbock will bei G7-Außenminister-Treffen auch Fokus auf Klimakrise legen
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) will sich beim G7-Außenminister-Treffen in Liverpool für ein entschlossenes Engagement der Gruppe im Kampf gegen die Erderwärmung einsetzen. "Wir können uns der Illusion hingeben, dass der Westen eine Insel ist, aber auch auf dieser steigt das Wasser weiter unaufhaltsam an, wenn wir jetzt nicht handeln", erklärte Baerbock vor Beginn ihrer Reise am Freitag.
Studierendem Rentner steht kein Bafög zu
Wer nach einem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg ein Studium anfängt, kann nur dann Bafög bekommen, wenn die Ausbildung planmäßig vor Erreichen des regulären Rentenalters abgeschlossen wird. Danach werde normalerweise keine Berufstätigkeit in einem neuen Feld mehr aufgenommen, entschied das Bundesverfassungsgericht in Leipzig am Freitag. Es ging um einen Rentner, der kurz vor dem Renteneintritt sein Abitur nachgeholt und an der Universität Hamburg ein Studium begonnen hatte. (Az. BVerwG 5 C 8.20)
Niedersächsische Schüler können früher in Weihnachtsferien gehen
In Niedersachsen können Eltern über einen vorgezogenen Beginn der Weihnachtsferien für ihre Kinder selbst entscheiden. Für den dreitägigen Zeitraum vom 20. bis zum 22. Dezember wurde die Präsenzpflicht aufgehoben, wie das niedersächsische Kultusministerium am Freitag mitteilte. Mit einem formlosen Antrag bei der Schule können Erziehungsberechtigte demnach ihre Kinder in dieser Zeit vom Präsenzunterricht befreien.
Tesla-Chef Elin Musk kokettiert auf Twitter mit seinem Rücktritt
Tesla-Chef Elon Musk hat auf Twitter seinen Rücktritt als Chef des US-Elektroautobauers angedeutet. "Denke darüber nach, meine Jobs zu kündigen und Vollzeit-Influencer zu werden. Was meint ihr?", schrieb Musk am Freitag in einem offenbar scherzhaft gemeinten Tweet. Nur wenige Stunden zuvor hatte Musk hunderttausende Aktien seines Unternehmens verkauft. Musk, der schon mehrfach mit rätselhaften Tweets für Wirbel gesorgt hat, ist auch Gründer und Chef der Raumfahrtfirma SpaceX.
Ressa wirft US-Internetgiganten Verbreitung "giftigen Schlamms" vor
Die philippinische Journalistin Maria Ressa hat bei der Entgegennahme des Friedensnobelpreises am Freitag die Verbreitung "giftigen Schlamms" durch US-Internetgiganten beklagt. Die modernen Technologien ermöglichten es der Industrie, "jeden von uns mit Viren zu infizieren", "uns gegeneinander auszuspielen", "unsere Ängste, unseren Wut und unseren Hass" hervorzurufen, sagte Ressa, die ihre Kritik vor allem auf die sogenannten sozialen Medien bezog. So werde der Boden für "autoritäre Führungsfiguren und Diktatoren auf der ganzen Welt" bereitet.
Mann aus Zwickau baute Waffen mit Fräsmaschine und 3D-Drucker
Die sächsischen Polizei hat bei einem 75 Jahre alten Mann aus Zwickau vier selbstgebaute Waffen gefunden. Die Waffen stellte der Mann mit Hilfe einer computergestützten Fräsmaschine, einer Drehbank, eines 3D-Druckers sowie mit Schweißgeräten und weiteren Werkzeugen her, wie die Polizei in Zwickau am Freitag mitteilte.
Moskau will Walfang für Aquarien und Wasserparks verbieten
Der russische Präsident Wladimir Putin will den Fang von Walen verbieten, wenn sie anschließend in Aquarien und ähnlichen Einrichtungen zur Schau gestellt werden sollen. Nach deutlicher Kritik an dieser Praxis sprach sich Putin für "ein Verbot des Walfangs zu Show-Zwecken" aus. Der russische Greenpeace-Chefs Sergej Ziplijonkow zeigte sich am Freitag "erfreut" über die Unterstützung des Präsidenten. Die "Beseitigung dieser Gesetzeslücke" sei sehr wichtig.
Ramelow mahnt wegen hoher Corona-Zahlen zur Vorsicht beim Weihnachtsfest
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat wegen der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen zur Vorsicht beim Weihnachtsfest gemahnt. An den Feiertagen, bei den Gottesdiensten und bei den Besuchen in der Familie sollten alle "sehr zurückhaltend" sein, sagte Ramelow am Freitag dem Sender "Welt".
EU hofft auf Lösung im Fischerei-Streit zwischen Frankreich und Großbritannien
Im Streit zwischen Frankreich und Großbritannien um Fischerei-Rechte im Ärmelkanal hofft die EU auf eine Lösung vor Ablauf einer von ihr gesetzten Frist. Eine EU-Sprecherin sagte in Brüssel, das Ziel laufender Gespräche mit Großbritannien sei, noch am Freitag eine Einigung zu erzielen. Beide Seiten hätten sich festgelegt, "diese Gespräche heute mit einem erfolgreichen Ergebnis zu beenden", sagte die Sprecherin Vivian Loonela.
Scholz und Macron wollen Normandie-Format zum Ukraine-Konflikt wiederbeleben
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sich mit Blick auf den Ukraine-Konflikt für eine Wiederbelebung des Normandie-Formates ausgesprochen. "Es gibt gute Grundlagen, die wieder aktiviert werden müssen (...), zum Beispiel die Zusammenarbeit im Normandie-Format", sagte Scholz nach seinem Antrittsbesuch im Elysée-Palast am Freitag in Paris.
Berliner Grünen-Fraktion nominiert Drosten für Bundesversammlung
Die Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat den Virologen Christian Drosten als Delegierten für die Bundesversammlung nominiert. Der Direktor des Instituts für Virologie der Berliner Charité sei "eine der wichtigsten Stimmen der Wissenschaft weltweit im Kampf gegen das Coronavirus", teilte die Fraktion am Freitag mit.
Inflation in den USA erreicht höchsten Wert seit 1982
Die Inflationsrate in den USA ist im November auf den höchsten Wert seit fast 40 Jahren gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Verbraucherpreise um 6,8 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte. Das ist demnach der höchste Anstieg seit 1982. Im Oktober hatte die Inflationsrate bereits einen Wert von 6,2 Prozent erreicht.
Lindner bringt 60 Milliarden Euro schweren Nachtragshaushalt auf den Weg
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat einen 60 Milliarden Euro schweren Nachtragshaushalt auf den Weg gebracht. Dieser sei "ein Booster für die Volkswirtschaft" und solle Zukunftsinvestitionen ermöglichen, sagte Lindner am Freitag in Berlin. Er betonte, dass zur Finanzierung lediglich bisher nicht genutzte Kreditermächtigungen genutzt würden. Es werde damit keine zusätzliche Verschuldung geben.
Scholz und Macron sprechen sich für enge Zusammenarbeit aus
Bei ihrem ersten Treffen seit dem Amtsantritt von Olaf Scholz haben sich der deutsche Bundeskanzler und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für eine enge Zusammenarbeit ausgesprochen. "Es geht darum, wie wir Europa stark machen können", sagte Scholz nach einem Arbeitsessen mit Macron am Freitag im Elysée-Palast. Dabei seien bereits zahlreiche konkrete Themen besprochen worden.
Scholz: Wachstum und solide Finanzen sind kein Widerspruch
Der neue Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bei seinem Antrittsbesuch in Frankreich bekräftigt, dass Wachstum und "solide Finanzen" für ihn kein Widerspruch sind. "Es geht darum, dass wir das Wachstum, das wir mit dem Wiederaufbaufonds auf den Weg gebracht haben, auch weiterhin ermöglichen und aufrecht erhalten und dass wir gleichzeitig für solide Finanzen sorgen", sagte Scholz am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Paris mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit Blick auf den Corona-Wiederaufbaufonds.
Bosnische Serben wollen aus Institutionen der Zentralregierung austreten
Die bosnischen Serben wollen am Freitag den Rückzug aus einer Reihe von Institutionen beschließen, in denen sie mit der bosnischen Zentralregierung verknüpft sind. Der Führer der bosnischen Serben, Milorad Dodik, hatte damit wiederholt gedroht, will den Schritt aber nunmehr offenbar tatsächlich umsetzen. Der nach dem Bosnien-Krieg zunächst schwache Staat Republika Srpska (RS) hatte im Laufe der Jahre Institutionen wie die Armee, die Justiz, die Steuerverwaltung und die Geheimdienste gestärkt.
Verkehrsminister beschließen Verlängerung von Umtauschfrist für Führerscheine
Die Verkehrsministerkonferenz hat eine Verlängerung der Umtauschfrist für Papierführerscheine beschlossen. Ein gemeinsamer Beschlussvorschlag Thüringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts sei angenommen worden, teilte das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am Freitag in Erfurt mit. Bürgerinnen und Bürgern dürften nicht Gefahr laufen, "sich eine Geldbuße für ungültige Führerscheine einzuhandeln, wenn es pandemiebedingt kaum möglich war, einen Antrag auf Umtausch der Altführerscheine zu stellen", erklärte Ministerin Susanna Karawanskij (Linke).