Letzte Nachrichten
Deutsche Handballer verpassen WM-Viertelfinale
Die deutschen Handballer haben bei der WM in Ägypten ihr Turnierziel Viertelfinale vorzeitig verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason hat durch das 26:30 (10:16) zwischen Polen und Ungarn keine Chance mehr, den anvisierten Sprung in die K.o.-Runde zu schaffen. Die erhoffte Schützenhilfe der Polen blieb aus. Neben Ungarn zieht auch Spanien in die nächste Runde ein.
Leipzig patzt im Titelrennen - Rückschlag auch für Leverkusen
RB Leipzig hat im Titelrennen der Fußball-Bundesliga überraschend beim Abstiegskandidaten FSV Mainz 05 gepatzt. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann verlor bei den Rheinhessen trotz zweimaliger Führung 2:3 (2:2) und verpasste es, den Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München zumindest vorübergehend auf einen Punkt zu verkürzen.
Spahn erwartet für Februar drei Millionen Impf-Dosen von Astrazeneca
Deutschland erhält nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Februar mindestens drei Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca - trotz der Lieferengpässe des Unternehmens. Die erwartete Liefermenge sei "leider weniger, als erwartet war", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". Allerdings sei es durchaus eine "gute Nachricht", dass Deutschland im Februar diese Lieferung bekomme, sagte Spahn.
Moskau wirft US-Diplomaten Verbreitung von Marschrouten für Nawalny-Anhänger vor
Die russische Regierung hat US-Diplomaten vorgeworfen, sich in die Massenproteste gegen Präsident Wladimir Putin aktiv eingeschaltet zu haben. Die US-Botschaft in Moskau habe Marschrouten veröffentlicht, die von den Anhängern des inhaftierten Oppositionspolitikers Alexej Nawalny genutzt werden konnten, schrieb die Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Samstag auf Facebook. "Das werden die US-Kollegen erklären müssen." Sie hätten auch Informationen über einen "Marsch auf den Kreml" verbreitet.
Laschet gibt sich als "Friedrich-Merz-Fan" zu erkennen
Der neue CDU-Chef Armin Laschet bemüht sich weiter um die Einbindung seines unterlegenen Rivalen Friedrich Merz. In einer Rede auf dem Digital-Parteitag der baden-württembergischen CDU sagte Laschet am Samstag in Stuttgart, er wisse, dass Merz gerade im Südwesten viele Anhänger habe. "Ich bin auch Friedrich-Merz-Fan", fügte er hinzu. "Deswegen will ich, dass er dabei ist. Wir brauchen Friedrich Merz." Die Machtfrage in der CDU sei mit seiner Wahl zum Chef nun aber geklärt, betonte Laschet.
Häuptling Raoni fordert strafrechtliche Verfolgung Bolsonaros
Der brasilianische Häuptling Raoni Metuktire hat eine Untersuchung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag gegen Präsident Jair Bolsonaro gefordert. Gemeinsam mit Häuptling Almir Narayamoga Surui warf Raoni dem brasilianischen Staatschef in einem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vorlag, "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" vor. Bolsonaro verfolge die eingeborenen Völker, zerstöre ihre Wohngebiete und verletze ihre fundamentalen Rechte.
Vom Aussterben bedrohtes Siam-Krokodil in Thailand gesichtet
In einem thailändischen Nationalpark sind spektakuläre Aufnahmen des vom Aussterben bedrohten Siam-Krokodils gelungen. Die Behörden des Kaeng-Krachan-Nationalparks veröffentlichten die Fotos am Samstag. Sie waren entstanden, als ein Exemplar des Drei-Meter-Reptils ins Visier einer automatischen Kamera tappte.
USA: TV-Legende Larry King im Alter von 87 Jahren gestorben
Der legendäre TV- und Radio-Journalist Larry King ist im Alter von 87 Jahren in Kalifornien gestorben. Dies teilte sein Medienunternehmen Ora Media am Samstag beim Onlinedienst Twitter mit, ohne eine Todesursache zu nennen. Laut US-Medienberichten war King an Covid-19 erkrankt und hatte in den vergangenen Jahren mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt. Seine Talkshow "Larry King Live" lief 25 Jahre bei CNN.
Hamburg ist Hinrunden-Meister - Kein Sieger im Verfolgerduell
Erfolgsserie fortgesetzt, Hinrunden-Meisterschaft gesichert: Aufstiegsfavorit Hamburger SV hat nach einer Aufholjagd einen weiteren Schritt zur Rückkehr in die Fußball-Bundesliga gemacht. Zum Abschluss der Zweitliga-Hinrunde gewann das Team von Trainer Daniel Thioune nach einem 0:2-Rückstand noch 4:2 (1:2) bei Eintracht Braunschweig und baute seinen Vorsprung auf den ärgsten Verfolger VfL Bochum auf vier Punkte aus.
Preuß verpasst Podium im Massenstart von Antholz knapp
Biathletin Franziska Preuß hat bei der WM-Generalprobe in Antholz im Massenstart über 12,5 km eine Podiumsplatzierung knapp verpasst. Die 26-Jährige konnte beim zweiten Saisonsieg der Französin Julia Simon (3 Schießfehler) auf den letzten Metern nicht mehr mithalten und kam mit 9,0 Sekunden Rückstand und einer Strafrunde als Vierte ins Ziel.
"Ocean Viking" nimmt bei Rettungsaktion vor Libyen erneut 106 Migranten an Bord
Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat bei einem Einsatz vor der Küste Libyens erneut 106 Flüchtlinge an Bord genommen. Der Hilfseinsatz sei am Freitagabend rund 50 Kilometer vor der Küste des nordafrikanischen Staates erfolgt, teilte die Organisation SOS Méditerranée am Samstag via Twitter mit. Seit Donnerstag wurden demnach 374 Menschen aufgenommen, darunter 165 Minderjährige.
Linkspartei hält nächsten Bundesparteitag komplett digital ab
Wegen der Corona-Pandemie hält die Linke ihren bevorstehenden Parteitag zur Wahl der neuen Führung komplett digital ab. Der Parteivorstand verwarf damit nach Angaben vom Samstag einstimmig den bisherigen Plan für einen hybriden Parteitag, der einen Tag lang im Internet und an einem zweiten Tag als dezentraler Präsenzparteitag an mehreren Orten gleichzeitig hätte stattfinden sollen.
US-Medien: Trump wollte Justizminister Rosen entlassen und durch Anwalt ersetzen
In einem letzten Versuch, das Wahlergebnis im Bundesstaat Georgia vom November zu seinen Gunsten umzukehren, hat der abgewählte US-Präsident Donald Trump nach Informationen von US-Medien mit dem Gedanken gespielt, Justizminister Jeffrey Rosen zu entlassen. Trump habe Rosen durch den Anwalt Jeffrey Clark ersetzen wollen, um mit dessen Hilfe eine Umkehrung des Wahlergebnisses zu erzwingen, berichtete die "New York Times" am Freitagabend (Ortszeit).
Nutzung von Handydaten zu Pandemie-Bekämpfung?
Der Chef von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter, hat die stärkere Nutzung von Handydaten zur Pandemiebekämpfung angeregt. "Mobilitätsdaten können helfen, die Krise schneller und besser zu bewältigen - man sollte also überlegen, ob man sie nicht besser nutzen könnte", sagte der Konzernchef dem "Spiegel" vom Samstag. Aktuell sei dies wegen des "hiesigen Datenschutzes" nicht gestattet. Er frage sich angesichts der aktuellen Fallzahlen aber, "ob wir jetzt nicht mal über unseren Schatten springen sollten".
Skandal: Nicht genug Impfstoff wegen Spahn und Merkel
Es ist ein Skandal von gigantischem Ausmaß und grenzt an unterlassener Hilfeleistung, mit welcher sich nach Strafanzeigen nunmehr die Gerichte zu beschäftigen haben, was Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der ungenügenden Bestellung von genug Impfstoff zu verantworten haben werden! Wenn Spahn dann auch noch von vorsichtigem Optimismus fabuliert und Zahlen "ermutigend" nennt, ist dies die Höhe der Frechheit! Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht zwar einen "leicht positiven Trend" bei den Corona-Zahlen, dies ist jedoch der Erfolg des Lockdowns auf dem Rücken des deutschen Volkes zu verdanken und ganz sicher keinem Jens Spahn. Zum Stand der Impfungen sagte Spahn, in Deutschland seien bereits über 1,5 Millionen Impfungen verabreicht worden, davon hätten über 100.000 Menschen schon die zweite Impfung erhalten. 60 Prozent der Pflegeheimbewohner seien geimpft, ebenso ein großer Teil der Pflegekräfte, im Vergleich mit anderen Ländern wie Großbritannien oder den USA sind diese Zahlen jedoch nicht nur ungenügend, sondern eine Schande für die Bundesrepublik Deutschland und deren verantwortliche Politiker, wobei der Bürger diese Art und Weise der geradezu jämmerlichen Amtsführung, im September 2021 an den Wahlurnen nicht vergessen wird! Fest steht, sowohl Merkel als auch Jens Spahn haben eine Schuld auf sich geladen, welche weder zu verzeihen ist, noch jemals von den Bürgern der Bundesrepublik Deutschland vergessen werden wird. (U. Schmidt--BTZ)
Spahns Ministerium setzt Anwälte ein und der Bürger muss löhnen
Wegen Problemen im Zusammenhang mit der Beschaffung von Schutzmasken im Frühjahr setzt das Bundesgesundheitsministerium Dutzende Anwälte ein. Zeitweise seien rund 50 Rechtsanwälte des Beratungsunternehmens Ernst&Young (EY Law) damit befasst gewesen, heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage, die BERLINER TAGESZEITUNG aktuell vorliegt. Beim Landgericht Bonn seien mit Stand 5. Januar 58 Klagen in der Angelegenheit mit einem Streitwert von insgesamt 142 Millionen Euro anhängig gewesen, der Bürger wird jedoch hierfür höchstwahrschenlich zur Kasse gebeten. Allein für die Anwälte von EY habe das Ministerium im vergangenen Jahr sagenhafte neun Millionen Euro ausgegeben, berichtete der "Spiegel", der auch zuerst über die Antwort des Gesundheitsministeriums berichtet hatte. Insgesamt habe das Ministerium bislang 30 Millionen Euro für Berater ausgegeben, die bei der Beschaffung von Schutzausrüstung helfen sollten. Für dieses Jahr seien weitere 33 Millionen Euro eingeplant. Die juristischen Probleme um die Beschaffung von Masken stammen aus dem vergangenen Frühjahr. Um möglichst schnell große Mengen von Masken zu kaufen, hatte das Ministerium von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) interessierten Händlern eine Abnahme zum Fixpreis garantiert. Dieses sogenannte Open-House-Verfahren sorgte aber für Ärger: Nach Angaben des Ministeriums vom August stellte sich bei 40 Prozent der Labor-Prüfungen heraus, dass Anbieter mangelhafte Ware angeboten hatten. Umgekehrt beschweren sich Hersteller, das Ministerium zahle nicht für gelieferte Masken. Das Ministerium verwies in seiner Antwort an die Linksfraktion nun auch darauf, dass Qualitätsmängel bei den Masken insgesamt eher die Ausnahme seien. "Nach derzeitigem Kenntnis- und Prüfungsstand werden über alle Beschaffungswege hinweg bis zum Ende des Jahres 2021 voraussichtlich mehr als 85 Prozent der beschafften Masken verkehrsfähig und damit für den Gesundheitssektor verwendbar sein", heißt es in der Antwort. Die Linken-Gesundheitspolitikerin Sylvia Gabelmann, die zu den Autoren der Anfrage zählt, warf Spahn dennoch Versäumnisse vor: Das Open-House-Verfahren sei "chaotisch und ungeregelt" gewesen und habe zur "Verschleuderung von Steuermitteln" geführt. (P.Hansen--BTZ)
USA, Mexiko und Guatemala: Grenzschließung für Asylantentreck
Die USA, Mexiko und Guatemala wollen wegen der Corona-Pandemie keine weiteren Flüchtlingstrecks durch ihre Staatsgebiete erlauben. "Jeder Versuch, massive Menschenbewegungen auszulösen, wird nicht geduldet und bekämpft werden", erklärte der guatemaltekische Außenminister Pedro Brolo am Freitag (Ortszeit). Sicherheitskräfte in Guatemala hatten vor wenigen Tagen einen Flüchtlingstreck gewaltsam aufgelöst und tausende Menschen zurück nach Honduras gebracht, darunter hunderte Kinder.
Rodeln: Loch holt achten Sieg - und gewinnt Gesamtweltcup
Felix Loch geht ungeschlagen in seine Heim-WM und ist erstmals seit drei Jahren wieder Gesamtsieger im Rodel-Weltcup. Der Rekordweltmeister gewann am Samstag in Innsbruck-Igls auch das achte Saisonrennen, die Kristallkugel ist ihm damit schon zwei Läufe vor Schluss nicht mehr zu nehmen. Am kommenden Wochenende steht zunächst die WM auf seiner Hausbahn am Königssee an.
Rodeln: Deutsche Doppel in Igls klar geschlagen
Die erfolgsverwöhnten deutschen Rodel-Doppel haben bei der WM-Generalprobe eine heftige Niederlage gegen die in diesem Winter so starke Konkurrenz kassiert. Beim Weltcup am Samstag in Innsbruck-Igls kamen die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) nicht über Rang fünf hinaus, gut eine Zehntelsekunde trennte sie von den Siegern Ludwig Rieder/Patrick Rastner aus Italien.
Polizei in Moskau nimmt sogenannte "Nawalny-Unterstützer" fest
In Moskau hat die Polizei mehrere "Unterstützer" des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny festgenommen, welche nicht nur die notwendigen Auflagen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie mit ihrer illegalen "Demonstration" verstoßen haben, sondern zudem gewalttätig gegenüber der russischen Polizei wurden. Geplant war der Beginn der "Kundgebung" um 14.00 Uhr (Ortszeit; 12.00 MEZ). Unterstützer des wegen Untreue verurteilen russischen Straftäters Nawalnys wollten sich auf dem zentral gelegenen Puschkin-Platz treffen und von dort zum Kreml ziehen. Zu den sogenannten "Protesten" aufgerufen hatte Nawalny, welcher er am vergangenen Sonntag direkt nach seiner Rückkehr aus Deutschland in Moskau festgenommen worden war. Am Montag verhängte ein russisches Gericht in einem Eilverfahren 30 Tage Haft gegen ihn wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen. (U. Schmidt--BTZ)
Löhne steigen seit 2000 fast so stark wie Vermögenseinkommen
Seit der Jahrtausendwende sind die Reallöhne in Deutschland fast genauso stark gestiegen wie die Einkommen aus Unternehmen und Vermögen. Im Jahr 2019 hätten die Arbeitnehmerentgelte preisbereinigt um 25,9 Prozent über dem Niveau des Jahres 2000 gelegen, die Unternehmens- und Vermögenseinkommen um 27,4 Prozent - dies berichtete der "Spiegel" am Samstag unter Berufung auf den neuen Verteilungsbericht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). So klein war der gemessene Abstand demnach zuvor noch nie.
Ministerin in Sri Lanka nach Werbung für Wundermittel mit Coronavirus infiziert
Zum Schutz vor einer Corona-Infektion hatte Sri Lankas Gesundheitsministerin Pavithra Wanniarachchi zur Einnahme umstrittener Wundermittel aufgerufen - nun hat sie sich selbst mit dem Virus infiziert. Ein Antigen-Test bei Wanniarachchi sei positiv ausgefallen, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Die Ministerin sei zur Selbstisolation aufgerufen worden, auch ihre "unmittelbaren Kontaktpersonen" seien unter Quarantäne gestellt worden.
Unionspolitiker fordern Exit-Strategie für Corona-Lockdown
Nach der Verlängerung des Corona-Lockdowns werden Forderungen nach einer Ausstiegs-Strategie laut. Der stellvertretende Unionsfraktionschef Georg Nüßlein forderte eine solche Strategie für ein definitives Ende des Lockdowns Mitte Februar. "Ich glaube nicht, dass man die Menschen über das jetzige Maß hinaus weiter strapazieren kann", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. "Die Menschen halten sich zum größten Teil an die geltenden Regeln, aber ich stelle auch fest, dass die Stimmung kippt."
US-Präsident Biden telefoniert mit Trudeau und López Obrador
In seinem ersten Telefonat mit einem ausländischen Regierungschef hat der neue US-Präsident Joe Biden mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau gesprochen. Wie die Regierung in Ottawa mitteilte, ging es in dem rund 30-minütigen Telefonat am Freitag (Ortszeit) unter anderem um die Bewältigung der Corona-Pandemie und um Umweltfragen. Auch der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador sprach nach eigenen Angaben bereits mit dem neuen US-Präsidenten.
Laschet: Wirtschaftliche Corona-Folgen kommen noch
Die Corona-Pandemie wird Deutschland nach Einschätzung des neuen CDU-Vorsitzenden und nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet noch lange beschäftigen. "Auch wenn die Pandemie überwunden ist, wird nicht alles gut sein. Denn dann kommen die finanziellen, die wirtschaftlichen und alle anderen Folgen von Corona richtig zum Vorschein", sagte Laschet nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Laschet warnte auch vor der Unberechenbarkeit von Virus-Mutanten. Der neue CDU-Chef unterstrich die Notwendigkeit, die Schäden durch die Corona-Maßnahmen vor allem für Kinder und ihre Bildungschancen mit dem Gesundheitsschutz abzuwägen. In der Phase der Ungewissheit müsse letzterer jedoch absolute Priorität haben. "Die Entwicklungen in Irland und Großbritannien müssen uns eine Warnung sein", sagte Laschet. Wegen der ansteckenderen und nach Angaben der britischen Regierung möglicherweise auch tödlicheren Virus-Variante B.1.1.7 sei die Entwicklung eines langfristigen Konzepts in der Corona-Politik schwierig, sagte Laschet. Die konkrete Entwicklung der Pandemie lasse sich "gerade mit der hochansteckenden neuen Mutation nur schwer vorhersagen". Zwar sinke die Inzidenz in Deutschland derzeit, doch das neue mutierte Virus sei unberechenbar. "Wie es wirkt, wie schnell es wirkt und in welchen Gruppen es wirkt, das kann abschließend heute niemand fundiert vorhersagen. Deshalb ist äußerste Vorsicht geboten", betonte Laschet. Die neue Virus-Variante hatte sich zuerst in London und Südengland verbreitet. Großbritannien gehörte bereits zuvor zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern der Welt, durch die Mutante stiegen die Infektionsfälle nochmals sprunghaft. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurde B.1.1.7 mittlerweile in rund 60 Ländern nachgewiesen, darunter Deutschland. Nach Experteneinschätzung ist die Virus-Variante bis zu 70 Prozent ansteckender als das ursprüngliche neuartige Coronavirus. Die Verbreitung der Mutante ist ein Grund dafür, dass in Deutschland und anderen Ländern die Corona-Restriktionen zuletzt wieder verschärft wurden. Überdies ist in Südafrika eine ebenfalls deutlich ansteckendere Coronavirus-Mutante aufgetreten, die mittlerweile in mehr als 20 Ländern nachgewiesen wurde, darunter Deutschland. (M. Taylor--BTZ)
Eishockey NHL: Leon Draisaitl trifft bei bitterer Oilers-Niederlage
Trotz eines Treffers von Deutschlands Eishockey-Star Leon Draisaitl haben die Edmonton Oilers in der Profiliga NHL eine weitere Niederlage kassiert. Der wertvollste Spieler der vergangenen Spielzeit erzielte beim 2:4 gegen die Toronto Maple Leafs die Führung der Oilers (26.), die im sechsten Spiel zum vierten Mal als Verlierer vom Eis gingen.
CDC: Schwere allergische Reaktion auf Moderna-Impfstoff "selten"
Schwere allergische Reaktionen auf den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna sind nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC "selten". Nach Verabreichung von mehr als vier Millionen Dosen des Vakzins seien nur bei zehn der Impfstoff-Empfänger sogenannte anaphylaktische Schocks aufgetreten, teilte die CDC am Freitag (Ortszeit) mit. Keine der allergischen Reaktionen habe zum Tod geführt.
Neues Programm in Kitzbühel: Abfahrt Sonntag, Super-G Montag
Das Wetter hat das Programm der alpinen Weltcup-Wettbewerbe in Kitzbühel ein wenig durcheinandergewirbelt. Die klassische Hahnenkamm-Abfahrt auf der Streif, die am Samstagmorgen wegen Regen, Schneefall, Nebel und der Pistenbedingungen abgesagt wurde, soll nun am Sonntag (10.20 Uhr) nachgeholt werden. Der Super-G verschiebt sich dadurch auf Montag (10.45 Uhr).
Skiverband FIS: Zweite Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel abgesagt
Die für Samstag geplante zweite Weltcup-Abfahrt der Männer in Kitzbühel ist am frühen Morgen abgesagt worden. "Aufgrund der aktuellen Wettersituation und dem Zustand der Piste" habe die Jury zusammen mit dem Organisationskomitee diese Entscheidung getroffen, teilte der Internationale Skiverband FIS mit.
Amsterdam: Nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden
Wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen gilt in den Niederlanden ab Samstag erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder eine nächtliche Ausgangssperre. Wer gegen das zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr geltende Ausgangsverbot verstößt, muss mit einer Geldbuße in Höhe von 95 Euro rechnen. Nach Regierungsangaben bleibt das Verbot zunächst bis 9. Februar in Kraft. Es soll helfen, die Ausbreitung der ansteckenderen Variante des Virus einzudämmen. Mitte Januar hatte die Regierung bereits den Lockdown bis 9. Februar verlängert. Schulen, Restaurants und alle nicht notwendigen Geschäfte sind geschlossen. Zudem darf sich nicht mehr als ein Gast in einem Haushalt aufhalten. (P.Wegener--BTZ)
Biathlet Erik Lesser glaubt an ein reguläres Ende dieser Saison
Der ehemalige Biathlon-Weltmeister Erik Lesser geht trotz der sich wieder zuspitzenden Coronakrise nicht von einem vorzeitigen Saisonabbruch aus. "Ich glaube, der Weltcup wird, so wie er besteht, durchgezogen werden können", sagte der 32-Jährige dem Onlineportal web.de: "Ich sehe das so wie eine Insel. Wenn du auf eine unbewohnte Insel 100 Nicht-Infizierte steckst, dann kannst du auch keinen infizieren. Da können die untereinander machen, was sie wollen, Ringelpiez mit Anfassen, alles. So in etwa ist es bei uns auch."
Niederländerin Weug: Ferrari-Akademie nimmt erste Pilotin auf
Mick Schumacher (21) bekommt im Förderprogramm von Ferrari weibliche Gesellschaft. Die Scuderia gab am Freitag bekannt, dass die 16-jährige Niederländerin Maya Weug das mehrmonatige Casting im Rahmen der Initiative "FIA Girls on Track - Rising Stars" für sich entscheiden hat. Weug wird in der kommenden Saison in der Formel 4 fahren.