Letzte Nachrichten
EM-Zuschauer: Auch Münchner Kapazität nicht voll genutzt
Die Zuschauer drängen nicht so zahlreich in die EM-Stadien, wie sich die Europäische Fußball-Union (UEFA) das gewünscht hätte. Wie schon an anderen Spielorten zuvor wurde die Kapazität auch beim Auftakt der deutschen Mannschaft gegen Frankreich (0:1) am Dienstag in München nicht voll ausgelastet.
KfW-Umfrage: Hohe Zustimmung zur Energiewende - aber Finanzsorgen bedrohen Umsetzung
Die allermeisten Haushalte halten nach Angaben der staatlichen Förderbank KfW die Energiewende für wichtig - die Bereitschaft für eigene Investitionen hängt dabei aber auch von der wirtschaftlichen Betroffenheit durch die Corona-Krise ab. Wie die KfW am Mittwoch mitteilte, liegt die Zustimmung der Privathaushalte zur Energiewende "bei hohen 90 Prozent und damit sogar leicht über dem Vorjahresniveau".
Brite Khan als neuer Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs vereidigt
Der Brite Karim Khan ist als neuer Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) vereidigt worden. Der 51-Jährige legte vor dem Gericht in Den Haag am Mittwoch den Amtseid ab. Auf den früheren Menschenrechtsanwalt warten große Herausforderungen, unter anderem stehen Ermittlungen zum israelisch-palästinensischen Konflikt, zu möglichen Kriegsverbrechen von US-Soldaten in Afghanistan und zu den Morden im Zuge des Anti-Drogenkriegs auf den Philippinen an.
Versicherer: Rechtskosten im Dieselskandal durchbrechen Milliardengrenze
Knapp sechs Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals steigen die Prozesskosten nach Angaben der Versicherungsbranche unvermindert an. Bis Ende Mai gaben die Rechtsschutzversicherer für Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten bereits mehr als eine Milliarde Euro aus, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch mitteilte. Der Dieselskandal sei damit "das bislang teuerste Schadenereignis in der Rechtsschutzversicherung überhaupt", erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Verheiratete Transfrau ohne Anspruch auf Eintragung neuer Vornamen in frühere Eheurkunde
Eine Transfrau, die rechtlich noch als Mann heiratete, hat keinen Anspruch auf eine neue Eheurkunde, in der ihre neuen Vornamen als Namen vor der Ehe eingetragen werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wies ihre Beschwerde gegen einen Beschluss des Oberlandesgerichts München zurück, wie er am Dienstag mitteilte. Die Frau hatte 2000 als "Tobias" geheiratet und trägt inzwischen zwei weibliche Vornamen. (Az. XII ZB 189/20)
Verhandlung nach Angriff auf jüdisches Restaurant in Chemnitz beginnt im Juli
In Chemnitz beginnt am 5. Juli vor dem Amtsgericht die Hauptverhandlung im Prozess um den Angriff auf das jüdische Restaurant "Schalom" im August 2018. Ein inzwischen 30-jähriger Deutscher ist wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs im besonders schweren Fall und Sachbeschädigung angeklagt, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Er soll aus einer Gruppe von mindestens zehn Menschen heraus Pflastersteine gegen das Haus geworfen haben.
Westen der USA bereitet sich auf Rekord-Hitzewelle vor
Dutzende Millionen Menschen im Westen der USA bereiten sich auf eine Rekord-Hitzewelle diese Woche vor. Wie der US-Wetterdienst NWS am Dienstag mitteilte, werden in einigen Regionen bis zu 50 Grad Celsius erwartet. Die Hitzewelle soll mindestens bis zum Wochenende andauern. Sie erfasst ein Gebiet von Kalifornien bis Wyoming und vom nördlichen Bundesstaat Idaho bis Arizona im Süden. Für fast 50 Millionen Bürger sprachen die Behörden eine Warnung wegen "unmäßiger" Hitze aus.
Kanzleramtschef Braun kündigt Ende der Homeoffice-Pflicht an
Mit dem Auslaufen der sogenannten Bundesnotbremse in der Corona-Pandemie endet in zwei Wochen auch die darin geregelte Homeoffice-Pflicht. Darauf wies Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Mittwoch in der "Wirtschaftswoche" hin. "Die gesetzliche Homeoffice-Pflicht ist Teil des Infektionsschutzgesetzes, besser bekannt als Notbremse, und wird Ende Juni auslaufen", sagte Braun. Er verwies auf die sinkenden Infektionszahlen in Deutschland.
Proteste in Griechenland gegen geplantes Arbeitsgesetz
In Griechenland hat es am Mittwoch zum zweiten Mal binnen einer Woche Streiks und Proteste gegen ein geplantes Arbeitsgesetz gegeben. In Athen gingen nach Polizeiangaben mehr als 7000 Menschen gegen das umstrittene Gesetzesvorhaben auf die Straße, das noch im Laufe des Tages vom Parlament beschlossen werden sollte. Fährverbindungen zu den griechischen Inseln fielen aus, die öffentlichen Verkehrsmittel in der Hauptstadt wurden für 24 Stunden lahmgelegt.
Siebert darf schon wieder: Zweiter EM-Einsatz bei Schweden gegen Slowakei
Schiedsrichter Daniel Siebert hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) bei seiner EM-Premiere offenbar überzeugt. Der Berliner Unparteiische darf am Freitag (15.00 Uhr/MagentaTV) in St. Petersburg beim Duell in der Gruppe E zwischen Schweden und der Slowakei schon wieder an die Pfeife. Das teilte die UEFA am Mittwoch mit.
EU-Staaten heben Reisebeschränkungen für US-Touristen auf
US-Touristen können in Kürze wieder leichter in die Europäische Union einreisen: Die Botschafter der EU-Staaten einigten sich nach AFP-Informationen aus EU-Kreisen am Mittwoch darauf, die wegen der Corona-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen für die USA und sieben weitere Drittstaaten und Gebiete aufzuheben. Das gilt demnach auch für nicht Geimpfte. Die Mitgliedsländer können aber weiterhin negative Corona-Tests oder eine Quarantäne vorschreiben.
Rudy löst Vertrag auf Schalke vorzeitig auf
Das Kapitel zwischen dem Bundesliga-Absteiger Schalke 04 und dem früheren Nationalspieler Sebastian Rudy (31) ist endgültig beendet. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, wurde der noch bis Sommer 2022 gültige Vertrag mit dem Mittelfeldspieler mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Rudy stand seit 2018 auf Schalke unter Vertrag, gehörte zu den Großverdienern, aber nie zu den Leistungsträgern. Zuvor hatte der kicker über die Trennung berichtet.
Indiens größte Touristen-Attraktion Taj Mahal nach Corona-Pause wieder geöffnet
Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen hat der Taj Mahal, Indiens größte Touristen-Attraktion, ihre Pforten am Mittwoch wieder für Besucher geöffnet. Die Wiedereröffnung wurde durch einige Lockerungen der Corona-Restriktionen durch die indischen Behörden möglich. Vorerst dürfen das weltberühmte Mausoleum in Agra aber maximal 650 Menschen pro Tag besuchen. Außerdem dürfen die Besucher den weißen Marmor-Bau aus Infektionsschutzgründen nach wie vor nicht berühren.
Castillo nach Auszählung aller Stimmen bei Präsidentschaftswahl in Peru vorne
Neun Tage nach der Präsidentschaftswahl in Peru liegt der linksgerichtete Pedro Castillo nach Auszählung aller Stimmen knapp vor der Rechtspopulistin Keiko Fujimori. Der 51-Jährige kam mit einem Vorsprung von etwa 44.000 Stimmen auf 50,12 Prozent, Fujimori auf 49,87 Prozent, wie die Wahlkommission am Dienstag mitteilte. Fujimori hat allerdings die Annullierung von zehntausenden Stimmen beantragt. Die Wahlbehörden prüfen den Antrag noch.
Dreimonatige Mission im All nach mehr als 6000 Trainingsstunden
Chinas neue Raumstation ist noch im Aufbau, doch den ersten Astronauten an Bord sollen immerhin Fitnessgeräte und 120 verschiedene Arten von Essen zur Verfügung stehen. Das teilte Chinas Behörde für bemannte Raummissionen (CMSA) am Mittwoch in einer Pressekonferenz in Jiuquan mit. Der Start der ersten bemannten Mission zur Raumstation "Tiangong" ("himmlischer Palast") wurde demnach für Donnerstag um 09.22 Uhr (Ortszeit, 03.22 Uhr MESZ) angesetzt.
Corona-Teststelle in Berliner Wahlkampfbus bleibt verboten
Der zu einer Corona-Teststelle umfunktionierte Wahlkampfbus des Berliner CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Heilmann darf nicht mehr für Tests eingesetzt werden. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit wies am Mittwoch einen Widerspruch gegen den Entzug der Zertifizierung zurück, wie die Behörde mitteilte. Die Fortsetzung von öffentlich finanzierten Tests in einem zu Wahlkampfzwecken eingesetzten Bus bleibe unzulässig, hieß es.
Schulze rechnet nicht mehr mit Einigung auf CO2-Preisentlastung für Mieter
Die geplante Kostenverteilung des CO2-Preises zu gleichen Anteilen auf Mieter und Vermieter wird bis zur Bundestagswahl wohl nicht mehr beschlossen werden. Scharfe Kritik an der Union kam deshalb von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). "Wir haben eine feste Verabredung mit dem Kanzleramt und allen Unions-Ministerien, den CO2-Preis fair zwischen Mietern und Vermietern aufzuteilen", sagte Schulze den Funke-Zeitungen. Eine entsprechende Formulierungshilfe stand am Mittwoch nicht auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts.
Ifo-Institut senkt Wachstumsprognose wegen Lieferengpässen ab
Lieferengpässe bremsen die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise. Das Ifo-Institut korrigierte seine Konjunkturprognose am Mittwoch nach unten und erwartet für das laufende Jahr nun einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im März angenommen. Dafür erhöhte das Institut seine Vorhersage für das kommende Jahr um 1,1 Punkte auf 4,3 Prozent.
Giffey verteidigt Festhalten an Spitzenkandidatur in Berlin
Die SPD-Politikerin Franziska Giffey hat ihre Entscheidung verteidigt, trotz des Rücktritts als Bundesfamilienministerin im Mai Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin zu bleiben. Sie habe immer gesagt, als Ministerin die Konsequenzen zu ziehen, sollte der Doktortitel wegfallen, sagte Giffey am Dienstag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. "Ich habe aber auch gesagt, ich gebe in Berlin mein Wort: Egal was passiert, ich stehe hier zur Verfügung."
Russell Crowe plant Filmstudio an der Ostküste Australiens
Hollywood-Star Russell Crowe will ein Filmstudio an Australiens Ostküste errichten. "Seit einigen Jahren habe ich darüber nachgedacht, wie ich den Ort, an dem ich lebe mit meiner Arbeit verbinden kann", zitierte der Sender ABC den neuseeländischen Schauspieler, der in Australien lebt, am Mittwoch. Das Studio soll in Coffs Harbour, südlich von Brisbane, in einem bereits bestehenden Resort-Komplex gebaut werden.
Reformorientierter Präsidentschaftskandidat im Iran zieht sich aus Rennen zurück
Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl im Iran hat einer der beiden reformorientierten Kandidaten seine Bewerbung um das Amt zurückgezogen. Der ehemalige Vizepräsident Mohsen Mehralisadeh trete nicht bei der Abstimmung am Freitag an, berichteten die amtlichen Nachrichtenagenturen Irna und Isna am Mittwoch. Isna berief sich dabei auf einen Sprecher der Wahlkampagne von Mehralisadeh. Gründe wurden zunächst nicht bekannt.
Herabstürzende Heuballen verletzen 27-Jährigen in Niedersachsen tödlich
Herabstürzende Heuballen haben im niedersächsischen Isterberg einen 27-Jährigen bei der Arbeit tödlich verletzt. Der Mann aus Schüttorf war am Dienstagabend allein damit beschäftigt, Heuballen umzuladen und unter einem Dach in etwa sieben Meter Höhe einzulagern, wie die Polizei in Lingen am Mittwoch mitteilte.
US-Republikaner fordern Entlassung von Corona-Experten Fauci
Mehrere republikanische US-Abgeordnete drängen auf die Entlassung des renommierten Corona-Experten Anthony Fauci. Die Gruppe unter Führung der Kongressabgeordneten Marjorie Taylor Greene brachte am Dienstag einen Entwurf für ein "Fire Fauci Act" (Feuert-Fauci-Gesetz) ein. Sie werfen dem Immunologen vor, die Bürger mit seinen Äußerungen in die Irre geführt und widersprüchliche Empfehlungen zur Notwendigkeit von Masken und Abstand gegeben zu haben.
Deutschland: Fast neun von 10 Berufspendlern nutzen das Auto
Die große Mehrheit der Berufspendlerinnen und -pendler nutzt das Auto zumindest für einen Teil des Arbeitswegs. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, traf dies im Jahr 2017 auf 18,4 Millionen Pendler zu. Das entspricht einem Anteil von 88 Prozent.
Kunstwerk von David Bowie übertrifft bei Auktion auf Anhieb Schätzwert
Ein erst kürzlich in einem kanadischen Spendenshop entdecktes Kunstwerk der britischen Pop-Ikone David Bowie kommt unter den Hammer. Bei der seit Dienstag laufenden Online-Versteigerung des kanadischen Auktionshauses Cowley Abbot übertrafen schon die ersten Gebote mit mehr als 15.000 kanadischen Dollar (10.200 Euro) den geschätzten Wert des Bildes von bis zu 12.000 kanadischen Dollar. Die Auktion läuft noch bis zum 24. Juni.
Niedergeschlagener Hummels: "Niederlage schmerzt uns sehr"
Pechvogel Mats Hummels hat sich nach seinem Eigentor im EM-Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (0:1) niedergeschlagen, aber auch kämpferisch gezeigt. "Die Niederlage schmerzt uns sehr und mich besonders, weil mein Eigentor das Spiel am Ende entschieden hat", schrieb der Dortmunder in der Nacht auf Mittwoch bei Instagram.
Medien: DFL plant mit Doppelspitze nach Seifert-Abgang
Nach dem Abgang von Christian Seifert bahnt sich bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Doppelspitze an. Wie die Sport Bild am Mittwoch auf Basis von Informationen aus dem zuständigen Aufsichtsrat berichtete, plane die DFL mit zwei Geschäftsführern als Nachfolger für Seifert. Der DFL-Boss will spätestens im Sommer 2022 mit Ablauf seines Vertrages aufhören.
NBA: "Dauerbrenner" Durant führt Nets mit Galavorstellung zum Sieg
Basketball-Superstar Kevin Durant hat die Brooklyn Nets im Play-off-Viertelfinale der NBA mit einer historischen Glanzleistung zum dritten Sieg gegen die Milwaukee Bucks geführt. Durant spielte beim 114:108 über die kompletten 48 Minuten und erzielte 49 Punkte. Dem Titelkandidaten fehlt damit noch ein Sieg in der best-of-seven-Serie zum Einzug ins Halbfinale.
Medien: Pläne über bis zu 10.000 Zuschauer bei Olympia-Wettkämpfen
Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio könnten bis zu jeweils 10.000 einheimische Zuschauer die Wettkämpfe auf den Sportanlagen besuchen. Das berichteten die Wirtschaftszeitung Nikkei und die Nachrichtenagentur Kyodo vor den Beratungen der Corona-Taskforce der japanischen Regierung am Mittwoch. Demnach könnte die Zuschauerzahl auf 50 Prozent der Kapazität eines Veranstaltungsortes oder 10.000 Personen begrenzt werden - je nachdem, welcher Wert niedriger ist.
Nordkoreas Machthaber räumt schlechte Versorgung mit Lebensmitteln ein
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die schlechte Versorgung mit Lebensmitteln in seinem Land eingeräumt. Die Ernährungslage sei "angespannt", sagte Kim laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch bei einer Plenarsitzung des Zentralkomitees der regierenden Arbeiterpartei. Trotz einer Zunahme der Industrieproduktion um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr habe die nordkoreanische Wirtschaft eine "Reihe von Abweichungen von der Norm" verzeichnet.
Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 13,2
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter gesunken und liegt nun bei 13,2 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden innerhalb eines Tages 1455 Neuinfektionen sowie 137 Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.717.625. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 90.074. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3.590.900. (P.Vasilyevsky--DTZ)
Verwaltungsgericht befasst sich mit AfD-Spendenaffäre
Das Berliner Verwaltungsgericht befasst sich am Mittwoch mit der AfD-Spendenaffäre um Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel. Der Bundestag verhängte Ende 2020 ein Bußgeld von 396.000 Euro gegen die AfD, nachdem zwei Unternehmen mit Sitz in der Schweiz im Jahr 2017 an Weidels baden-württembergischen Kreisverband insgesamt rund 132.000 Euro überwiesen hatten. Dies wertete das Parlament als verbotene Annahme anonymer Spenden. Vor Gericht geht es nun um die AfD-Klage gegen den Sanktionsbescheid. Die Partei argumentiert, dass es sich bei den Zahlungen um eine Direktspende an die damalige Kreisvorsitzende Weidel und nicht um eine Parteispende gehandelt habe. Außerdem seien die Spenden im Jahr 2018 an die Unternehmen zurückgezahlt worden. Die Bundestagsverwaltung hingegen argumentiert, der Zeitraum zwischen Zuwendung und Rückzahlung sei zu groß gewesen. (U.Beriyev--DTZ)