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DFB-Elf: Überzeugender Sieg - aber auch dank zweier Eigentore
Geht doch! Mit einem berauschenden Auftritt hat die deutsche Nationalmannschaft die Tür zum Achtelfinale der EM aufgestoßen. Beim phasenweise brillanten 4:2 (2:1) gegen Portugal leistete aber auch der Titelverteidiger gegen eine entfesselte DFB-Auswahl mit zwei Eigentoren Schützenhilfe: Nach dem Führungstreffer durch Cristiano Ronaldo trafen seine Mitspieler zweimal ins eigene Tor. Bundestrainer Joachim Löw kann es egal sein: Seine Mannschaft zeigte die beste Turnierleistung seit dem WM-Finale 2014.
USA stellen Taiwan 2,5 Millionen Corona-Impfdosen zur Verfügung
Die USA stellen Taiwan 2,5 Millionen Corona-Impfdosen zur Verfügung. "Unsere Spende von 2,5 Millionen Impfdosen ist auf dem Weg nach Taiwan", erklärte Außenamtssprecher Ned Price am Samstag im Onlinedienst Twitter. In China dürfte die Spende für Verärgerung sorgen.
Tausende mit Regenbogenfahnen bei Pride-Parade in Warschau
Tausende Menschen haben sich bei einer Pride-Parade in Warschau für die Gleichstellung Homosexueller eingesetzt. Mit Regenbogenfahnen und Musik zogen am Samstag schätzungsweise fast 20.000 Menschen durch die polnische Hauptstadt. Die Polizei und die Stadtverwaltung machten keine Angaben zur Teilnehmerzahl. Der liberale Bürgermeister von Warschau, Rafal Trzaskowski, unterstützt den "Gleichheitsmarsch", der wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr ausfallen musste.
Tausend Frauen demonstrieren in Istanbul für ihre Rechte
In Istanbul sind am Samstag mehr als tausend Frauen gegen den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen auf die Straße gegangen. "Istanbul-Konvention, wir gehören dazu", stand auf Transparenten, mit denen die Demonstrantinnen durch den Stadtteil Maltepe zogen. Die Teilnehmerinnen der Kundgebung kamen nach Angaben der Veranstalterinnen aus mehr als 70 türkischen Provinzen nach Istanbul.
Russland: Putin verspricht Bürgern vor Wahl eine Milliarden-Hilfe
Staatspräsident Wladimir Putin hat den Russen mit Blick auf die Parlamentswahlen im September mehr finanzielle Hilfen versprochen. "Das Programm des Anführers muss das Programm des Volkes sein", sagte Putin am Samstag in seiner Rede beim Parteitag von Geeintes Russland in Moskau. Unter Beifall schlug er vor, mehrere dutzend Milliarden Rubel in den öffentlichen Nahverkehr, die Infrastruktur, in Schulen und die Reinigung von Flüssen zu investieren. Vor dem Hintergrund des erneuten Aufflammens der Corona-Pandemie und der nach wie vor nur schleppend verlaufenden russischen Impfkampagne kündigte Putin außerdem ein Aufbauprogramm für den Gesundheitssektor im Umfang von mindestens 100 Milliarden Rubel (1,1 Milliarden Euro) an. Auch forderte er erneut mehr Impfbereitschaft: "Es ist besser, geimpft zu sein, als krank zu werden". "Eine wohlhabende und starke Familie mit Kindern ist die Zukunft Russlands", sagte Putin weiter. Der Staatschef bekennt sich gerne zu traditionellen Werten und dem damit verbundenen Kampf gegen den demografischen Wandel. Putins Partei Geeintes Russland kämpft insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen Stagnation derzeit mit sinkenden Umfragewerten. Das regierungsnahe Meinungsforschungsinstitut Vtsiom ging zuletzt von 30 Prozent Zuspruch für die Partei und 60 bis 65 Prozent für Präsident Putin aus. Im Vorfeld der Wahlen gehen die Sicherheitskräfte seit geraumer Zeit vermehrt und massiv gegen Oppositionelle vor. Die Organisationen des bekannten inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny stuften die Behörden Anfang Juni als "extremistisch" ein. Ihre Mitglieder wurden damit von der Teilnahme an den Wahlen ausgeschlossen. Aus Angst vor Strafverfolgung haben zahlreiche Oppositionelle das Land verlassen. Die Parlamentswahl findet vom 17. bis 19. September über drei Tage verteilt statt - nach offiziellen Angaben als Schutzmaßnahme gegen das Coronavirus. Oppositionelle beklagen aber auch, dass dies Wahlbetrug erleichtere, da es schwierig sei, die Wahlurnen drei Tage und zwei Nächte lang zu beobachten. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Russen eine Woche lang über eine Verfassungsänderung abgestimmt, die es Putin nun ermöglicht, bis 2036 im Amt zu bleiben. Beim Parteitag am Samstag forderte Putin, die Parlamentswahl müsse "den wahren Willen des Volkes" zum Ausdruck bringen. Parteichef Dmitri Medwedew kündigte einen "offenen" Wahlkampf für einen "ehrlichen Sieg" an. "Ein offener Kampf und ein ehrlicher Sieg, hallo? Sie stecken alle Gegner ins Gefängnis", reagierte darauf Georgi Alburow, ein enger Mitarbeiter Nawalnys, im Kurzbotschaftendienst Twitter. (W. Winogradow--BTZ)
Städte- und Gemeindebund für mehr verkaufsoffene Sonntage
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Corona-Krise für mehr verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen. "Wir müssen jetzt alles tun, damit unsere Innenstädte und Ortskerne nicht weiter veröden", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Handelsblatt" vom Samstag. "Da wäre es ein positives Signal, zusätzliche Sonntagsöffnungszeiten zu ermöglichen." Damit werde für die Menschen nach der Pandemie die Innenstadt und der Ortskern auch wieder erlebbar, zeigte sich Landsberg überzeugt. Der Städtebund begründete seine Forderung vor allem mit der schwierigen Lage des Handels: Mehr als 100.000 Einzelhandelsgeschäfte könnten schließen oder gar nicht mehr öffnen. Damit stünden fast 500.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, sagte Landsberg. Der Onlinehandel habe hingegen sieben Tage die Woche 24 Stunden geöffnet und seinen Umsatz im vergangenen Jahr auch pandemiebedingt auf mehr als 72 Milliarden Euro steigern können. Zusätzliche Sonntagsöffnungszeiten wären daher "ein kleines, aber wichtiges Signal, dass die Innenstädte und Ortskerne Zukunft haben". (O. Joergensen--BTZ)
Vorzeitigen Achtelfinal-Einzug verpasst: Frankreich spielt nur remis
Drückend überlegen, doch zu wenig Ertrag: Weltmeister Frankreich hat den vorzeitigen Einzug ins EM-Achtelfinale verpasst. Die Equipe Tricolore kam im zweiten Spiel der deutschen Gruppe trotz einer Vielzahl hochkarätiger Chancen nicht über ein 1:1 (0:1) gegen Außenseiter Ungarn hinaus. Mit vier Punkten hat das Starensemble von Nationaltrainer Didier Deschamps vor dem abschließenden Spiel gegen Portugal am Mittwoch (21.00 Uhr/MagentaTV) trotzdem alle Chancen aufs Weiterkommen.
Linken-Spitzenkandidaten erwarten vom Parteitag Signal der Geschlossenheit
Die Spitzenkandidaten der Linken erwarten vom Parteitag am Wochenende ein Signal der Geschlossenheit für den Bundestagswahlkampf. Die Delegierten würden das Programm verabschieden, "dahinter werden sich alle vereinen", sagte Parteichefin Janine Wissler am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Ab Montag geht es dann richtig los", sagte sie mit Blick auf den Wahlkampf.
Löw verzichtet auf Änderungen gegen Portugal
Joachim Löw verzichtet für das zweite EM-Gruppenspiel (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Portugal auf taktische und personelle Änderungen. Der Bundestrainer vertraut der selben Startformation wie beim 0:1 gegen Frankreich. Für die dringend benötigten Tore sollen erneut Kai Havertz, Thomas Müller und Serge Gnabry sorgen.
Afghanischer Präsident wechselt angesichts Taliban-Vormarsch Minister aus
Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat angesichts des Vormarschs der radikalislamischen Taliban neue Verteidigungs- und Innenminister ernannt. General Bismillah Chan Mohammadi übernimmt künftig das Verteidigungsministerium, General Abdul Sattar Mirsakwal das Innenministerium, wie der Staatschef am Samstag in Kabul mitteilte. Die Taliban hatten nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen rund 40 Bezirke in ländlichen Gebieten des Landes erobert.
Neuseeländer Lawson gewinnt ersten Lauf der "neuen" DTM
Debütant Liam Lawson hat das erste Saisonrennen in der "neuen" DTM gewonnen. Der 19-jährige Neuseeländer, der in diesem Jahr auch in der Formel 2 gemeldet ist, sorgte beim Jahresauftakt im italienischen Monza für einen Ferrari-Sieg. Zweiter wurde der Monegasse Vincent Abril, bester Deutscher war sein Mercedes-Markenkollege Maximilian Götz (Uffenheim) auf Rang drei.
EU-Außenvertreter fordert Einigung des Libanon mit Internationalem Währungsfonds
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat eine rasche Einigung des Krisenlandes Libanon mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert. "Nur eine dringende Einigung mit dem Internationalen Währungsfonds wird das Land vor dem finanziellen Kollaps retten", sagte Borrell am Samstag nach einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun in Beirut. Es sei keine Zeit zu verlieren.
Klima-Aktivisten beginnen Besetzungs-Aktion in der Nähe des Eiffel-Turms
Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion haben in Paris in der Nähe des Eiffel-Turms einen Steg über die Seine besetzt. Mit der Aktion wollten sie vor dem bevorstehenden "Zusammenbrechen der Öko-Systeme" warnen, erklärte die Bewegung am Samstag auf Twitter. Die Besetzung, die das gesamte Wochenende anhalten soll, bezeichneten sie als "festliche" Aktion.
Hennig-Wellsow: Linke muss geschlossen für Erfolg bei der Bundestagswahl kämpfen
Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow hat ihre Partei dazu aufgerufen, geschlossen für einen Erfolg bei der Bundestagswahl zu kämpfen. Der Urnengang solle "darüber entscheiden, dass es den Menschen ab dem 27. September besser gehen wird", sagte sie am Samstag auf einem Online-Parteitag der Linken. Die Parteichefin warb dabei auch für einen Regierungswechsel nach der Bundestagswahl.
Merkel: Deutscher Überfall auf die Sowjetunion ist "Tag der Scham"
Kurz vor dem 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die damalige Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) diesen Tag als "Anlass für Scham" bezeichnet. Die Kanzlerin sprach am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast von der "Scham über einen schonungslosen Angriffsfeldzug und über das Entsetzliche, was Deutsche den Menschen in den überfallenen Gebieten angetan haben". Die Kanzlerin kritisierte zugleich das Vorgehen gegen Oppositionelle in Russland und Belarus.
Geburtstagswünsche für angeklagte Suu Kyi bei Protesten in Myanmar
In Myanmar haben Protestierende der von der Militärjunta entmachteten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi am Samstag mit Geburtstagswünschen ihre Unterstützung signalisiert. Im ganzen Land steckten sich Menschen Blumen ins Haar und luden Fotos davon in den Online-Netzwerken hoch. In ihren Dutt gesteckte Blumen sind seit langem ein Markenzeichen Suu Kyis, die am Samstag 76 Jahre alt wurde.
Dänen nach Eriksen-Besuch erleichtert: "Gefühl von Liebe und Freude"
Der Besuch von Christian Eriksen hat bei der dänischen Fußball-Nationalmannschaft für weitere Erleichterung gesorgt. "Christian hat sich gefreut, uns zu sehen, und wir haben uns sehr gefreut, ihn zu sehen", sagte Linksverteidiger Joakim Maehle in einer Medienrunde: "Ich persönlich hatte das Bedürfnis, ihn zu berühren und zu sehen, nach den Erfahrungen, die wir gemacht haben."
Bericht: Finanzminister Scholz reist Ende Juni in die USA
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) reist einem Medienbericht zufolge Ende Juni unter anderem zu Gesprächen mit US-Vizepräsidentin Kamala Harris in die USA. Bei der Reise vom 30. Juni bis zum 2. Juli sind zudem Treffen mit US-Finanzministerin Janet Yellen und Notenbank-Chef Jerome Powell vorgesehen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise berichteten. Das Finanzministerium wollte sich zu dem Bericht zunächst nicht äußern.
DFL dementiert Bild-Bericht: Schmidt wird nicht Seifert-Nachfolger
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat einen Bericht der Bild-Zeitung dementiert, wonach Hertha-BSC-Boss Carsten Schmidt (57) Nachfolger von Christian Seifert (52) als DFL-Geschäftsführer wird. "Definitiv wird Carsten Schmidt nicht Nachfolger von Christian Seifert", betonte die DFL in einer Stellungnahme auf SID-Anfrage.
Linke entscheidet auf Parteitag über Programm zur Bundestagswahl
Die Linke hat am Samstag ihren Online-Parteitag gestartet, bei dem die Delegierten über das Programm zur Bundestagswahl entscheiden wollen. Der Entwurf des Vorstandes mit dem Titel "Zeit zu handeln. Für soziale Sicherheit, Frieden und Klimagerechtigkeit" setzt den Schwerpunkt auf soziale Gerechtigkeit. Die Linke fordert einen Mindestlohn von 13 Euro, eine Solidarische Mindestrente von 1200 Euro sowie ein garantiertes Mindesteinkommen in gleicher Höhe.
Spahn will den Schutz vor Hitze für Ältere deutlich verbessern
Angesichts einer steigenden Zahl an Hitzetoten im Sommer hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen besseren Schutz vor allem für die ältere Bevölkerung angekündigt. Dazu wolle er sein Ministerium mit einem eigenen "Klimabudget" ausstatten, sagte Spahn nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Zudem wolle er mit den Ländern über Umbauten von Krankenhäusern und Pflegeheimen sprechen. "Es gibt in Deutschland seit einigen Jahren im Sommer eine Übersterblichkeit", legte Spahn dar. "Das hängt mit der Hitze zusammen." Alleine im vergangenen August seien Schätzungen zufolge mehr als 4000 Menschen "wohl wegen der Hitze gestorben", führte der Minister aus. Temperaturen bis zu 40 Grad bedeuteten gerade für ältere Menschen eine hohe gesundheitlich Belastung und Deutschland habe eine der ältesten Bevölkerungen der Welt. "Zur gesundheitlichen Vorbeugung muss in Zeiten der Klimaveränderung und extrem heißer Tage auch der Schutz vor Hitze gehören", mahnte Spahn in dem RND-Interview. Zunächst einmal wolle er für das Thema das Bewusstsein stärken, etwa mit dem neuen Online-Informationsportal "Klima-Mensch-Gesundheit" bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das an diesem Samstag freigeschaltet werde. Einen besonderen Blick richtet Spahn beim Schutz vor Hitze auf Gesundheitseinrichtungen. Krankenhäuser und Pflegeheime müssten "so umgebaut werden, dass die Räume nicht mehr überhitzen können". Dies liege in der "Investitionsverantwortung " der Länder und darüber werde er mit den Ländern sprechen. In weiten Teilen Deutschlands herrscht derzeit eine Hitzewelle. Die Temperaturen liegen laut Deutschem Wetterdienst verbreitet über 30 Grad. (O. Petrow--BTZ)
Kanzlerin Merkel warnt vor der Delta-Variante des Coronavirus
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund der Fußball-Europameisterschaft vor einer Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. "Wenn ich vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen Ländern Europas bin ich skeptisch, ob das die richtige Antwort auf die augenblickliche Situation ist", sagte die Kanzlerin am Freitag vor einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin. Merkel antwortete damit auf die Frage, ob das geplante EM-Finale in London am 11. Juli eine gute Idee sei. In Großbritannien herrscht die erstmals in Indien festgestellte Delta-Variante bereits vor, dort steigen die Infektionszahlen seit geraumer Zeit wieder stark an. Auch Macron ließ Sorge über die Sicherheit der Fans erkennen. Er betonte, Frankreich wie Deutschland hätten "strikte Regeln gegenüber Großbritannien" verhängt, um die Ausbreitung der Mutante zu stoppen. Für Rückkehrer gilt eine strenge Test- und Quarantänepflicht. Nach Macrons Angaben steht die Delta-Variante in Frankreich wie auch Deutschland bereits für rund sechs Prozent der Neuinfektionen, das ist ein starker Anstieg im Vergleich zum Mai. Die UEFA prüft nach AFP-Informationen, das EM-Halbfinale und das Finale wegen der angespannten Corona-Lage aus dem Londoner Wembley-Stadion in die ungarische Hauptstadt Budapest zu verlegen. Der britische Premierminister Boris Johnson sagte dazu, seine Priorität sei es, "das Land vor Corona zu schützen". Er werde nun Gespräche mit der UEFA führen. Macron ist der erste auswärtige Gast, den Merkel in diesem Jahr in Berlin empfing. Zugleich war es womöglich das letzte persönliche Treffen der beiden vor der Bundestagswahl am 26. September. Bei der Pressekonferenz spielten sich die Kanzlerin und der Präsident wiederholt die Bälle zu. So rief Merkel Macron zunächst auf, die Endspiel-Frage zu beantworten, "weil Frankreich gewonnen hat". Sie spielte damit auf das deutsche EM-Auftaktspiel an, das die DFB-Elf durch ein Eigentor 0:1 gegen den Weltmeister verloren hatte. Macron antwortete lächelnd: "Wir haben bereits genug Spiele verloren." (L. Pchartschoy--BTZ)
Southgate wirbt um Zuspruch: "Wir müssen die Spieler unterstützen"
Englands Teammanager Gareth Southgate hat nach der Enttäuschung in der Battle of Britain um Nachsicht und Zuspruch für seine junge Mannschaft geworben. "Wir haben nicht das Level erreicht, das wir erreichen wollten und mussten. Ich verstehe jede Kritik, die nun kommt", sagte Southgate nach dem 0:0 im zweiten Spiel in der EM-Gruppe D gegen Schottland: "Aber wir müssen uns hinter die Spieler stellen. Sie sind jung, viele von ihnen waren noch nicht in solch einer Situation."
US Open: Kaymer schafft nach klarer Steigerung den Cut
Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer hat bei der US Open im kalifornischen La Jolla nach einer deutlichen Steigerung auf der zweiten Runde den Cut geschafft. Der ehemalige Weltranglistenerste aus Mettmann, der das Turnier 2014 gewonnen hatte, überzeugte mit 68 Schlägen - besser waren am zweiten Tag nur vier Konkurrenten. Nach dem Fehlstart zum Auftakt (77 Schläge) rettete sich Kaymer somit ins Wochenende.
SPD-Politiker Lauterbach: EM-Spiele in England "unvertretbar"
Auch Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht die Austragung von EM-Spielen in London kritisch. "Es ist unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfinden", sagte der SPD-Mann bei RTL/ntv: "Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich. Das ist eine Gefährdung der Bürger Englands und der Bürger Europas. Man müsste die Spiele in ein anderes europäisches Land verschieben."
Löw: "Haben Mut und Vertrauen nicht verloren"
Joachim Löw blickt dem EM-Schlüsselspiel gegen Titelverteidiger Portugal (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) voller Optimismus entgegen. "Wir haben nicht den Mut und unser Vertrauen nicht völlig verloren. Wir haben eine gute Mannschaft", sagte der Bundestrainer im ZDF: "Qualität ist auf jeden Fall vorhanden - und wir haben den Schlüssel selbst in der Hand."
Werner: Frankreich-Spiel "hat uns nicht aus der Bahn geworfen"
Timo Werner ist fest von der EM-Wende für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft überzeugt. "Das Spiel hat uns nicht aus der Bahn geworfen", sagte der Stürmer in der ARD über den Turnier-Fehlstart gegen Weltmeister Frankreich. Das 0:1 gegen "starke Franzosen" sei vielmehr "ein bisschen unglücklich" gewesen.
Teilergebnisse: Raisi gewinnt Präsidentschaftswahl im Iran mit 62 Prozent
Der ultrakonservative Kandidat Ebrahim Raisi hat die Präsidentschaftswahl im Iran laut offiziellen Teilergebnissen mit mehr als 62 Prozent der Stimmen gewonnen. Von 28,6 Millionen ausgezählten Stimmzetteln seien "mehr als 17,8 Millionen" auf Raisi entfallen, erklärte der Vorsitzende der nationalen Wahlkommission am Samstag in Teheran. Der Zweitplatzierte Mohsen Resai kam demnach nur auf 3,3 Millionen Stimmen.
Ruhani: Neuer Präsident des Iran im ersten Wahlgang gewählt
Bei der Präsidentschaftswahl im Iran ist nach Angaben von Amtsinhaber Hassan Ruhani im ersten Wahlgang ein neuer Staatschef gewählt worden. Den Namen des Wahlsiegers nannte Ruhani in einer Fernsehansprache am Samstag nicht. Allerdings gilt der ultrakonservative Justizchef Ebrahim Raisi als klarer Favorit. "Ich gratuliere dem Volk zu seiner Wahl", sagte Ruhani. "Meine offiziellen Glückwünsche werden später kommen, aber wir wissen, wer bei dieser Wahl genug Stimmen bekommen hat und wer heute vom Volk gewählt wurde."
US-Kugelstoßer Crouser pulverisiert Uralt-Weltrekord
Kugelstoßer Ryan Crouser aus den USA hat den mehr als drei Jahrzehnte alten Weltrekord pulverisiert. Bei den nationalen Olympia-Trials in Eugene/Oregon übertraf der Rio-Olympiasieger mit sensationellen 23,37 m die alte Bestmarke seines Landsmannes Randy Barnes aus dem Jahr 1990 um gleich 25 Zentimeter.
Zwei Führungskräfte von Hongkonger Zeitung "Apple Daily" vor Gericht erschienen
Nach der Razzia bei der prodemokratischen Hongkonger Zeitung "Apple Daily" sind Chefredakteur Ryan Law und Geschäftsführer Cheung Kim-hung am Samstag vor Gericht erschienen. Dutzende Unterstützer der beiden regierungskritischen Journalisten standen Schlange, um an der Anhörung teilzunehmen, unter ihnen viele aktuelle oder frühere Mitarbeiter von "Apple Daily".
Palästinenser lehnen Corona-Impfstoff aus Israel ab
Die palästinensischen Behören haben eine Corona-Impfstoff-Lieferung aus Israel abgelehnt, weil das Haltbarkeitsdatum der rund eine Million Impfdosen bald abläuft. "Die Regierung lehnt die Annahme von Impfstoffen ab, die kurz vor dem Verfall stehen", erklärte Regierungschef Mohammed Schtajjeh in einer am Freitag von der amtlichen Nachrichtenagentur Wafa verbreiteten Erklärung. Schtajjeh wies demnach den Gesundheitsminister der Autonomiebehörde an, das entsprechende Abkommen mit Israel aufzukündigen. Der palästinensische Regierungssprecher Ibrahim Melhem erklärte nun aber, eine erste Impfstoff-Lieferung, die von Experten des Gesundheitsministeriums überprüft worden sei, habe nicht den Vertragsbedigungen entsprochen. Das genaue Verfassungsdatum des Impfstoffs nannte er nicht. Auf Fotos von Pfizer-Impfdosen, die in den Online-Netzwerken geteilt wurden, war die Aufschrift "Juni 2021" zu sehen. Israels Bedarf an Impfstoffen ist derzeit gedeckt. Daher kam die Idee auf, die bald ablaufenden Impfdosen von Biontech und Pfizer den Palästinensern zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug sollte Israel im September oder Oktober die gleiche Menge an Impfdosen erhalten, die Pfizer zu diesem Zeitpunkt ursprünglich in die Palästinensergebiete liefern sollte. Von Mittwoch bis Donnerstag wurden 170 neue Fälle in den beiden Palästinensergebieten gemeldet, womit sich die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie auf mehr als 312.000 erhöhte. Das palästinensische Gesundheitsministerium verzeichnete insgesamt bisher rund 3540 Todesfälle. (U.Beriyev--DTZ)