Letzte Nachrichten
Nizza wird Unesco-Weltkulturerbe
Die Unesco hat die französische Mittelmeerstadt Nizza auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die UN-Kulturorganisation begründete die Entscheidung am Dienstag mit dem architektonischen, landschaftlichen und städtebaulichen Erbe des "Winterkurortes an der Côte dAzur". Die Stadt im Süden Frankreichs gesellt sich damit zu den bereits mehr als 40 Weltkulturerbe-Stätten in Frankreich, darunter das Seine-Ufer in Paris, der Mont-Saint-Michel in der Normandie oder die Kathedrale von Amiens.
TUI verlängert Kredit über 4,7 Milliarden Euro um zwei Jahre bis Sommer 2024
Der Reisekonzern TUI kann den vom Staat und von privaten Banken gewährten Kredit über 4,7 Milliarden Euro länger in Anspruch nehmen als bislang geplant. TUI habe die Kreditlinien um zwei Jahre bis Sommer 2024 verlängert, teilte der Konzern am Dienstag mit. Er habe damit angesichts anhaltender Corona-Einschränkungen mehr Zeit und Flexibilität bei der Umsetzung der geplanten Refinanzierungsschritte. "Ziel bleibt eine schnelle Rückführung der staatlichen Kredite", betonte TUI.
Heuschnupfen in Großstädten häufiger als auf dem Land
Menschen in Großstädten erkranken häufiger an Heuschnupfen als jene auf dem Land. Eine vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) am Dienstag in Berlin veröffentlichte Untersuchung bestätigt ein klares Stadt-Land-Gefälle. Im Jahr 2019 lag der Anteil erkrankter Versicherter in dünn besiedelten ländlichen Kreisen demnach bei 6,6 Prozent - in kreisfreien Großstädten bei 7,8 Prozent.
Mindestens ein Toter bei schwerer Explosion in Leverkusener Chemiepark
Bei einer Explosion mit anschließendem Großbrand in einem Tanklager eines Chemieparks im nordrhein-westfälischen Leverkusen ist am Dienstag mindestens ein Arbeiter ums Leben gekommen. Vier weitere Mitarbeiter wurden nach Angaben der Betreiberfirma Currenta sowie der Stadt Leverkusen zunächst vermisst, ihr Schicksal war noch unklar. Zudem gab es insgesamt 16 Verletzte, darunter einen lebensgefährlich Verletzten sowie einen Schwerverletzten.
Klagen gegen Höchstspannungsleitung durch Birkenwerder bei Berlin abgewiesen
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am Dienstag Klagen gegen eine Höchstspannungsleitung nördlich von Berlin abgewiesen. Der Abschnitt des "380-kV-Nordring Berlin", der von Neuenhagen nach Hennigsdorf gehen soll, war seit Jahren umstritten. Die Gemeinde Birkenwerder, ein Umweltverband und zwei Privatpersonen hatten gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt. (Az. 4 A 13.19)
Schadensersatz-Prozess gegen Ex-NPD-Politiker nach Anschlag auf geplante Notunterkunft
Fast sechs Jahre nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen hat am Dienstag ein Zivilprozess um Schadenersatzforderungen gegen den früheren NPD-Politiker Maik S. und zwei Mittäter begonnen. Die Ostdeutsche Kommunalversicherung hat die drei auf eine Zahlung von Schadensersatz in Höhe von fast 2,9 Millionen Euro verklagt, wie eine Sprecherin des Potsdamer Landgerichts mitteilte.
Wieder deutlich mehr Windkraftanlagen an Land gebaut - Leistung steigt um 62 Prozent
In Deutschland sind im ersten Halbjahr wieder deutlich mehr Windkraftanlagen an Land gebaut worden. Ihre Leistung lag mit 971 Megawatt um 62 Prozent über der Leistung im ersten Halbjahr 2020, wie eine Analyse im Auftrag der beiden Branchenverbände BWE und VDMA Power Systems ergab. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einer guten Nachricht für den Klimaschutz. Klar sei aber auch: "Wir brauchen deutlich mehr Erneuerbare Energien und wir brauchen ein schnelleres Ausbautempo, damit wir unsere ambitionierten Klimaziele erreichen können."
Rund 50 Kilogramm Marihuana verteilen sich nach Unfall auf Autobahn in Hessen
Rund 50 Kilogramm Marihuana haben sich nach einem Unfall auf einer Autobahn in Hessen verteilt. Ein Lastwagen riss am Dienstagmorgen auf der A66 bei Bad Orb/Wächtersbach die Außenwand eines auf dem Standstreifen stehenden Wohnmobils auf, wie die Polizei in Offenbach mitteilte. Der Fahrer des Wohnmobils hatte kurz angehalten, um sich in der Toilette zu erleichtern.
Verfassungsgericht lässt DKP zur Bundestagswahl zu
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) zur Bundestagswahl im September zugelassen. Der Bundeswahlausschuss hatte eine Zulassung Anfang Juli wegen verspätet eingereichter Rechenschaftsberichte abgelehnt. Diese Entscheidung hob das Gericht am Dienstag auf, die Beschwerden von weiteren 19 Parteien wies es dagegen ab. (Az. 2 BvC 8/21 u.a.)
WHO fordert stärkere Regulierung von E-Zigaretten und ähnlichen Produkten
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert eine strengere Regulierung von E-Zigaretten und anderen elektronischen Geräten zum Nikotin-Konsum, um vor allem Kinder und Jugendliche zu schützen. Mit immer neuen Geschmacksnoten zielten die Hersteller teilweise gezielt auf Kinder und Jugendliche ab, warnte die WHO in einem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht zum Thema Rauchen und Tabak. Die Gefahr sei groß, dass diese sich später zu Rauchern entwickelten.
Korruptionsprozess um Finanzskandal im Vatikan begonnen
Im Vatikan hat am Dienstag ein Korruptionsprozess gegen den einst mächtigen Kardinal Angelo Becciu und neun weitere Angeklagte begonnen. Dem 73-Jährigen werden im Zusammenhang mit einem für den Vatikan ruinösen Kauf einer Luxus-Immobilie in London Veruntreuung, Amtsmissbrauch und Zeugenbeeinflussung vorgeworfen. Es ist das erste Mal in der jüngeren Geschichte des Vatikans, dass ein Kardinal von der vatikanischen Strafverfolgungsbehörde angeklagt wurde.
Dressur-Equipe holt zweite deutsche Goldmedaille in Tokio
Die Dressur-Equipe um Isabell Werth hat dem deutschen Olympia-Team in Tokio die zweite Goldmedaille beschert. Werth mit Bella Rose, Dorothee Schneider mit Showtime und Schlussreiterin Jessica von Bredow-Werndl mit Dalera ließen im Grand Prix Special die USA und Großbritannien hinter sich und sorgten für das 14. deutsche Mannschaftsgold auf dem Viereck seit 1928.
RKI hält Lolli-Tests für gute Testmöglichkeit in Schulen und Kitas
Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht sogenannte Lolli-Tests als gute Möglichkeit für eine breite Corona-Testung von Kindern. Die Lolli-Methode könne "eine Grundlage für ein breit anwendbares und systematisches Testkonzept in Kitas und Schulen" sein, berichtete das RKI am Dienstag in Berlin.
Lambrecht nennt Umbenennung juristischer Standardwerke "höchste Zeit"
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat es "höchste Zeit" genannt, dass der Verlag C.H. Beck nach im Nationalsozialismus aktiven Juristen benannte juristische Standardwerke umbenennt. "Ich begrüße diese Entscheidung des C.H. Beck-Verlags", erklärte Lambrecht am Dienstag in Berlin. Auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sieht in dem Schritt ein "wichtiges Zeichen".
Antisemitismusbeauftragter: Umbenennung juristischer Standardwerke "wichtiges Zeichen"
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die Umbenennung juristischer Standardwerke durch den Verlag C.H.Beck als "wichtiges Zeichen" begrüßt. Schon in der Ausbildung kämen Studierende fast täglich mit diesen Büchern in Kontakt, "es hat daher eine Signalwirkung, dass der Verlag sich zu einer Umbenennung entschlossen hat", sagte Klein am Dienstag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zuvor hatte der Verlag erklärt, dass die Namen von in der NS-Zeit aktiven Juristen nicht auf den Titeln bleiben.
Biles steigt "aus medizinischen Gründen" aus Mannschafts-Finale aus
Kunstturn-Superstar Simone Biles ist beim olympischen Mannschafts-Finale in Tokio nach dem ersten von vier Geräten "aus medizinischen Gründen" ausgestiegen. Dies gab der US-Verband via Twitter bekannt. Nach Informationen von ESPN hat die 24-Jährige eine Verletzung am rechten Bein erlitten.
Turnen: Biles steigt aus Mannschafts-Finale aus
Kunstturn-Superstar Simone Biles ist beim olympischen Mannschafts-Finale in Tokio nach dem ersten von vier Geräten ausgestiegen. Dies gab der US-Verband via Twitter bekannt.
Spezialkräfte sichern Räumung bei mutmaßlichem Reichsbürger in Baden-Württemberg
Spezialkräfte und Bombenentschärfer der Polizei haben in Baden-Württemberg eine Zwangsräumung bei einem mutmaßlichen sogenannten Reichsbürger absichern müssen. Der 66-Jährige habe in einem Drohbrief an einen Gerichtsvollzieher unter anderem den Eindruck erweckt, er könne Sprengstoff in einem vom ihm angemieteten Einfamilienhaus in der Gemeinde Balingen deponiert haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag in Reutlingen sowie Hechingen mit.
American Airlines fordert Piloten zum Sparen von Treibstoff auf
Die Fluggesellschaft American Airlines hat ihre Piloten aufgefordert, so viel Treibstoff wie möglich zu sparen. "Jede Gallone ist hilfreich", erklärte Manager John Dudley am Montag. Kerosin sei in den USA aktuell knapp - hinzu komme, dass auch Tanklastwagen und Fahrer fehlten, erklärte Dudley. Er rechne noch bis Mitte August mit Nachschubschwierigkeiten. Eine Gallone sind 3,785 Liter.
Waldbrand bedroht nördliche Vororte von Athen
Ein Waldbrand am Fuße des griechischen Bergs Pendeli bedroht die nördlichen Vororte der Hauptstadt Athen. Das Feuer brach am Dienstagmorgen aus, wie Einsatzkräfte und örtliche Behörden mitteilten. Der Brand sei "außer Kontrolle", sagte der Bürgermeister der betroffenen Ortschaft Dionysos, Yannis Kalafatelis, dem Radiosender Skai. Das brennende Gebiet erstrecke sich über "mehrere Kilometer", fügte die Bürgermeisterin der Gemeinde Pendeli, Dimitra Kehaya, hinzu.
Entmachtung der Regierung in Tunesien löst Sorge um die Demokratie aus
Angesichts der Entmachtung der Regierung in Tunesien durch Präsident Kaïs Saïed blickt die internationale Gemeinschaft mit Sorge auf den Zustand der Demokratie in dem nordafrikanischen Land. US-Außenminister Antony Blinken forderte Saïed in einem Telefonat auf, die "Prinzipien der Demokratie und der Menschenrechte" zu achten. Es müsse einen "offenen Dialog mit allen politischen Akteuren" in Tunesien geben. Die Europäische Union rief am Dienstag zur Wahrung der Demokratie auf.
Kubanische Botschaft in Paris mit Molotow-Cocktails angegriffen
Die kubanische Botschaft in Paris ist nach Angaben der Regierung in Havanna in der Nacht zum Dienstag mit Molotow-Cocktails angegriffen worden. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez verurteilte im Onlinedienst Twitter den "terroristischen Angriff" und machte die US-Regierung für den Vorfall verantwortlich.
Weiterer Corona-Fall beim FC Bayern: Tolisso positiv
Bayern München beklagt seinen ersten Corona-Fall in der neuen Saison. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Dienstag mitteilte, wurde der Weltmeister Corentin Tolisso positiv getestet. Der 26-Jährige befindet sich nach Angaben des Klubs in seiner Heimat Frankreich in häuslicher Isolation.
Amazon weist Spekulationen um Einführung von Bitcoin-Zahlungen zurück
Der US-Versandriese Amazon hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach das Unternehmen ab Ende des Jahres Bitcoin-Zahlungen akzeptieren werde. Die Geschichte sei "erfunden," erklärte ein Amazon-Sprecher am Montag auf AFP-Anfrage. Allerdings sei der Konzern durchaus am "Bereich Kryptowährungen interessiert".
Von der Leyen: 70 Prozent der Erwachsenen in der EU mindestens einmal geimpft
In der EU sind nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen 70 Prozent der Erwachsenen bereits mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. 57 Prozent der über 18-Jährigen in den 27 EU-Staaten seien vollständig immunisiert, teilte von der Leyen am Dienstag mit. "Mit diesen Werten gehört Europa zur weltweiten Spitzengruppe (...) aber wir dürfen jetzt in unseren Anstrengungen nicht nachlassen", sagte sie.
Industrie kritisiert verlängertes Einreiseverbot der USA
Deutsche Industrieverbände haben die Verlängerung des US-Einreiseverbots für Reisende aus Europa und anderen Staaten scharf kritisiert. "Es ist absolut unverständlich, dass die USA die Reisefreiheit für europäische Geschäftsreisende aus Schengen-Ländern nicht wiederherstellen werden", erklärte der Abteilungsleiter Außenwirtschaft im Maschinenbauverband VDMA, Ulrich Ackermann, am Dienstag. Auch der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantischen Beziehungen, Peter Beyer (CDU), äußerte Bedauern über die Entscheidung.
BKA-Chef Münch warnt vor organisierter Kriminalität im Rauschgifthandel
Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, hat vor einem Anstieg der organisierten Kriminalität im Rauschgifthandel gewarnt. Die organisierte Kriminalität und Bandenkriminalität habe in Europa und auch in Deutschland "erhebliche Ausmaße angenommen", sagte Münch bei der Vorstellung des Lageberichts zur Rauschgiftkriminalität für das Jahr 2020 am Dienstag in Berlin.
EU-Kommission gibt erneut grünes Licht für deutsche Gelder für Condor
Die Europäische Kommission hat erneut grünes Licht für die deutschen Corona-Beihilfen für die angeschlagene Fluggesellschaft Condor gegeben. Die Luftfahrtbranche sei besonders hart von den Reisebeschränkungen getroffen worden, die zur Eindämmung des Coronavirus nötig gewesen seien, erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Dienstag zur Begründung. Das Hilfspaket umfasst 525 Millionen Euro; dagegen hatte der Billigflieger Ryanair geklagt.
Herrmann will gemeinsames Katastrophen-Lagezentrum beim BKK
In der Debatte um Veränderungen beim Katastrophenschutz nach der schweren Flutkatastrophe hat sich der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) für ein nationales Lagezentrum beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) ausgesprochen. Das Amt solle in seiner Funktion als "Koordinierungsstelle" zur Lage- und Informationsbewertung gestärkt werden, sagte Herrmann am Dienstag im Deutschlandfunk. Eine Verschiebung von Kompetenzen auf die Bundesebene sei dafür nicht erforderlich.
"Der Dritte Weg"-Mitglied scheitert mit Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Verfassungsbeschwerde eines Mitglieds der rechtsextremen Kleinpartei "Der Dritte Weg" nicht zur Entscheidung angenommen, mit welcher der Kläger sich die Aufnahme in den juristischen Vorbereitungsdienst des Bundeslands Sachsen erstreiten wollte. Die Beschwerde sei unzulässig, teilte das Gericht am Dienstag mit. Unter anderem habe der Kläger nicht ausreichend begründet, dass die vorangegangene Entscheidung des sächsischen Gerichts willkürlich gewesen sei. (Az. 2 BvR 950/21)
Judo: Ressel verpasst Bronze knapp - geflüchteter Mollaei gewinnt Silber
Dominic Ressel hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die erste Medaille für die deutschen Judoka knapp verpasst. Der 27-Jährige aus Wiesbaden verlor das kleine Finale in der Klasse bis 81 kg gegen den Österreicher Shamil Borchashvili und wurde damit Fünfter. Es wäre die erste Männer-Medaille im Judo seit dem Silber von Ole Bischof 2012 in London gewesen.
Judo: Ressel verpasst Bronze knapp
Dominic Ressel hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die erste Medaille für die deutschen Judoka knapp verpasst. Der 28-Jährige aus Wiesbaden verlor das kleine Finale in der Klasse bis 81 kg gegen den Österreicher Shamil Borchashvili und wurde damit Fünfter. Es wäre die erste Männer-Medaille im Judo seit dem Silber von Ole Bischof 2012 in London gewesen.