Letzte Nachrichten
Taliban nehmen erste afghanische Provinzhauptstadt ein
Der Vormarsch der radikalislamischen Taliban in Afghanistan scheint derzeit unaufhaltsam. Die Aufständischen nahmen am Freitag mit Sarandsch die erste afghanische Provinzhauptstadt ein. Auch in der wichtigen Stadt Laschkar Gah kontrollieren die Regierungstruppen nur noch wenige Stadtviertel. In der Hauptstadt Kabul erschossen Taliban-Kämpfer einen ranghohen Regierungsbeamten. Medienberichten zufolge führte die Bundesregierung vergangene Woche Geheimgespräche mit Vertretern der Taliban.
Vize-Gouverneurin: Taliban nehmen mit Sarandsch erste Provinzhauptstadt ein
Den radikalislamischen Taliban ist während ihrer aktuellen Groß-Offensive in Afghanistan erstmals die Einnahme einer Provinzhauptstadt gelungen. Nach Angaben der Vize-Gouverneurin der Provinz Nimros, Roh Gul Chairsad, eroberten die Islamisten am Freitagmittag die im Südwesten Afghanistans gelegene Provinzhauptstadt Sarandsch. "Die Taliban haben die Kontrolle über den Gouverneurssitz sowie die Hauptquartiere der Polizei und der Gefängnisverwaltung übernommen", sagte Chairsad der Nachrichtenagentur AFP.
Handelsverband: "Dürfen Bargeld nicht aufs Abstellgleis schieben"
Der Handelsverband Deutschland (HDE) will das Bezahlen mit Scheinen und Münzen nicht abschreiben. "Wir dürfen das Bargeld nicht aufs Abstellgleis schieben", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dem Portal t-online. Bargeld werde derzeit oft unter den Generalverdacht von Geldwäsche gestellt und künstlich kriminalisiert. "Da muss mehr Sachlichkeit in die Debatte, das ist völlig unangemessen."
Tigray-Rebellen verweigern Abzug aus Grenzregionen
Die Rebellen aus der äthiopischen Unruheregion Tigray lehnen den Abzug ihrer Kämpfer aus benachbarten Regionen ab. "Nichts dergleichen wird passieren, es sei denn die Blockade wird aufgehoben", sagte ein Sprecher der Rebellenorganisation TPLF, Getachew Reda, am Freitag mit Blick auf die weitgehende Abriegelung der Region Tigray durch die Regierung in Addis Abeba.
Urlaubsregionen im Süden Frankreichs ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete
Für Urlauber im Süden Frankreichs gelten ab Sonntag schärfere Corona-Regeln. Das Robert-Koch-Institut teilte am Freitag mit, dass die südfranzösischen Regionen Okzitanien und Provence-Alpes-Côte dAzur sowie Korsika als Hochrisikogebiete eingestuft werden. Bei der Rückkehr müssen Ungeimpfte eine zehntägige Quarantäne antreten, die frühestens ab dem fünften Tag durch Übermittlung eines Testnachweises beendet werden kann.
Unternehmen in USA schufen fast eine Million neue Jobs im Juli
Die US-Wirtschaft hat im vergangenen Monat fast eine Million neue Jobs geschaffen und damit wie im Juni schon mehr als erwartet. Besonders viele Neueinstellungen gab es im Juli im Gastgewerbe, im Freizeit- und Unterhaltungssektor sowie im Bildungsbereich, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Die US-Wirtschaft setzt damit ihre Erholung von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie fort. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,4 Prozent.
Italien führt den Corona-Gesundheitspass für Museen und Restaurants ein
"Haben Sie Ihren Grünen Pass?": Mit dieser Frage sind Besucher in ganz Italien am Freitag konfrontiert worden, als neue Coronavirus-Bestimmungen für Museen und Innenräume von Restaurants in Kraft traten. In den Vatikanischen Museen wurden mehrere Touristen abgewiesen, obwohl sie Eintrittskarten im Voraus gebucht hatten. Denn wer die Eingangsfrage mit "Nein" beantwortete und keinen Gesundheitspass mit Nachweis über Testung, Genesung oder Impfung vorlegen konnte, musste draußen bleiben.
Umsatz von Huawei wegen US-Sanktionen massiv eingebrochen
Angesichts der anhaltenden Spannungen mit den USA ist der Umsatz des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei deutlich eingebrochen. Das Unternehmen erzielte nach Angaben vom Freitag im zweiten Quartal einen Umsatz von gut 168 Milliarden Yuan (rund 22 Milliarden Euro) - ein Rückgang um 38 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Zum Gewinn äußerte Huawei sich nicht.
Streich verrät: Kronenberg wird neuer Bundestorwarttrainer
Der Freiburger Andreas Kronenberg wird Nachfolger des langjährigen Bundestorwarttrainers Andreas Köpke. Das verriet SC-Trainer Christian Streich bei einer Pressekonferenz am Freitag. "Wir haben einen Kompromiss gefunden", sagte Streich: "Ich kann dem DFB gratulieren, dass sie Krone bekommen. Ich freue mich für ihn, für den Hansi und für den DFB - für uns freue ich mich nicht."
Reederei Maersk verneunfacht Gewinn im zweiten Quartal
AP Möller-Maersk, die größte Containerschiffsreederei der Welt, profitiert von der aktuell enormen Nachfrage nach Frachtkapazitäten und den gestiegenen Preisen. Im zweiten Quartal von April bis Juni legte der Nettogewinn von Maersk im Vergleich zum Vorjahr um das Neunfache auf 3,7 Milliarden Dollar (3,14 Milliarden Euro) zu, wie der dänische Konzern am Freitag mitteilte. Für fast eine Milliarde Dollar kauft Maersk zwei E-Commerce-Anbieter.
Erneut Raketenangriffe der Hisbollah und Gegenattacken aus Israel im Libanon
Nach weiteren Raketenangriffen aus dem Libanon und Gegenattacken aus Israel warnen die Vereinten Nationen vor einer Eskalation des Konflikts. "Dies ist eine sehr gefährliche Situation", erklärte die in der Grenzregion tätige UN-Friedenstruppe Unifil am Freitag. Sowohl die Aktionen der schiitischen Hisbollah-Miliz im Libanon als auch der israelischen Armee in den vergangenen Tagen hätten den Konflikt weiter angeheizt. Am Freitag feuerte die Hisbollah den dritten Tag in Folge Raketen auf Israel, das mit Artillerie-Angriffen antwortete.
Zwei Tote bei Bränden im Norden Athens
Die verheerenden Brände in der Ägäis haben nun auch in Griechenland erste Todesopfer gefordert. Am Freitag starb in einem nördlichen Vorort von Athen ein Mann durch einen umstürzenden Strommast, in einem anderen Vorort in der Nähe wurde ein lebloser Mann in einer Fabrik aufgefunden. In der Region fielen immer mehr Häuser den Flammen zum Opfer. Auch in der Türkei wüteten weiter schwere Brände.
Ganz Griechenland ein "Pulverfass"
Brennende Häuser und Firmen, Evakuierungen, zerstörte Ernten: Die Waldbrände in Griechenland und der Türkei richten weiter verheerende Verwüstungen an. Besonders kritisch war die Situation am Freitag nördlich von Athen, dort fielen immer mehr Häuser den Flammen zum Opfer. Ein Mann starb durch einen umstürzenden Strommast, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.
Tischtennis: Männer-Team verliert Finale gegen China und holt Silber
Die deutschen Tischtennis-Männer haben die erhoffte Sensation verpasst und das Traumfinale gegen China verloren. Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll und Patrick Franziska unterlagen dem bei Olympia weiter ungeschlagenen Seriensieger klar mit 0:3. Mit Silber stellte das DTTB-Trio dennoch sein bestes Ergebnis aus dem Jahr 2008 ein.
Frankreichs Winzern droht historischer Ernteeinbruch wegen Aprilfrösten
Frankreichs Winzer stehen angesichts des frostigen Wetters im Frühjahr vor einem Erntedesaster: Wie das französische Landwirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, könnte die diesjährige Weinproduktion auf ein "historisches Tief" fallen. Einbußen von 24 bis 30 Prozent seien in diesem Jahr zu erwarten. Grund dafür ist vor allem ein ungewöhnlich kühler und frostiger April.
Transporterfahrer verursacht zahlreiche Verkehrsunfälle in Berlin
Ein Fahrer eines Transporters hat am Donnerstagabend in Berlin 13 Verkehrsunfälle verursacht. Der 32-Jährige fiel gegen 17.50 Uhr einem Autofahrer auf der Autobahn 100 auf, wo er nacheinander drei Wagen anfuhr und seine Fahrt fortsetzte, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
Eintracht im Pokal ohne Quartett um Kostic
Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt muss in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Waldhof Mannheim auf ein Quartett verzichten. Flügelspieler Filip Kostic sitzt das letzte Spiel seiner Sperre aus der Saison 2019/20 ab, Ajdin Hrustic befindet sich nach seiner Corona-Infektion noch in Quarantäne. Dazu fehlt Ragnar Ache (Oberschenkelprobleme) nach seinem Olympiaausflug ebenso verletzt wie Almamy Toure (Sehnenverletzung).
Zwei Autofahrerinnen bauen mit je viereinhalb Promille Alkohol im Blut Unfälle
Mit jeweils mehr als vier Promille Alkohol im Blut haben zwei Frauen in Niedersachsen und Hessen Unfälle gebaut. Verletzt wurde niemand, wie die jeweils zuständige Polizei am Freitag mitteilte. Im niedersächsischen Goslar fuhr eine 49-Jährige am Donnerstagnachmittag rückwärts gegen eine Hauswand. Davor hatte sie nach Angaben der Polizei mehrmals erfolglos versucht, ihr Auto rückwärts von einer gegenüberliegenden Straße auszuparken.
Bundesregierung streitet über besseren Schutz der Moore
Die Bundesregierung ist mit dem Vorhaben gescheitert, noch vor der Bundestagswahl eine Strategie zum besseren Schutz der Moore in Deutschland vorzulegen. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht gelungen, mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium darüber eine Einigung zu erzielen, teilte das Umweltressort am Freitag in Berlin mit. "Das Bundesumweltministerium plant nun, kurzfristig eine eigene Ressortstrategie zu erarbeiten", hieß es weiter.
"Dixie Fire" in Kalifornien breitet sich weiter rasant aus
Die Feuerwehr in Kalifornien bekommt das verheerende "Dixie Fire" nicht in Griff: Nachdem der riesige Flächenbrand im Norden des US-Westküstenstaats bereits die Kleinstadt Greenville aus der Zeit des Goldrauschs zerstört hat, ordneten die Behörden am Donnerstag die Evakuierung zweier weiterer Orte an. Doch nicht alle Einwohner gehen freiwillig.
Senat soll am Samstag über Bidens historisches Infrastrukturpaket abstimmen
Das hunderte Milliarden Dollar schwere Infrastrukturpaket des US-Präsidenten Joe Biden steht am Samstag vor einer entscheidenden Hürde im US-Senat. Der Mehrheitsführer der Demokraten, Chuck Schumer, setzte nach ergebnislosen Debatten am Donnerstag bis in die Nacht eine Abstimmung für Samstagmittag an. Zuvor hatten die Senatoren stundenlang über Änderungsanträge zu dem Gesetz diskutiert, das Staatsausgaben in Höhe von rund 550 Milliarden Dollar (rund 470 Milliarden Euro) vorsieht.
Industrieproduktion sinkt dritten Monat in Folge
Der weltweite Materialmangel bremst die deutsche Industrie massiv aus - vor allem die Autohersteller. Im Juni sank die Produktion im produzierenden Gewerbe den dritten Monat in Folge, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Der Rückgang betrug 1,3 Prozent im Vergleich zum Mai. Analysten hatten eine Zunahme erwartet.
Mit fast 90 nochmal zum Ironman: Japaner Hiromu Inada holt sich Tipps bei Olympia
Man lernt nie aus: Obwohl er es schon dreimal geschafft hat, holt sich der weltweit älteste erfolgreiche Ironman-Teilnehmer gerade Tipps bei den Athleten der Olympischen Spiele. Im nächsten Jahr will Hiromu Inada nochmal beim härtesten Triathlon der Welt antreten und schaut deshalb den Athleten in Tokio besonders aufmerksam zu. "Es gibt so viel zu lernen. Ich wende es bei meinem Training an - und es funktioniert", sagt der 88-Jährige der Nachrichtenagentur AFP.
US-Demokraten fordern Schließung von Gefangenenlager Guantanamo von Biden
Abgeordnete der US-Demokraten haben von Präsident Joe Biden die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba gefordert. Die letzten 39 Häftlinge sollten freigelassen werden oder einen Prozess bekommen, forderten 75 Abgeordnete des Repräsentantenhauses am Donnerstag in einem offenen Brief. In dem Schreiben wiesen die Demokraten auch auf die hohen Kosten für das Gefangenenlager hin. Presseberichten zufolge koste das Gefängnis jährlich mehr als 500 Millionen US-Dollar.
Zum Schulstart in Nordrhein-Westfalen gilt weiter Test- und Maskenpflicht
Auch in Nordrhein-Westfalen wird zum Schulstart in etwa zwei Wochen zunächst weiterhin eine Masken- und Testpflicht gelten. Es gebe aufgrund von Reisebewegungen in den Ferien und der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus eine "besondere Situation", sagte Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf. Die Schulen seien generell "gut vorbereitet", es bleibe in der Pandemie aber immer ein "Restfaktor Unsicherheit".
Handelsunternehmen starten landesweite Impfkampagne
Plakate in Schaufenstern und an Kassen sowie ein Impfangebot vor Ort: Mit einer koordinierten Kampagne wollen Supermärkte und andere Handelsunternehmen die Corona-Impfbereitschaft in der Bevölkerung stärken. Wie der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Immobilienwirtschaftsverband ZIA am Freitag mitteilten, erreichen die beteiligten Firmen täglich rund 40 Millionen Kundinnen und Kunden an zehntausenden Standorten bundesweit. Diese Reichweite wolle die Aktion nutzen.
Zwei Männer wegen sogenannten Ehrenmords an Schwester in Berlin festgenommen
Berliner Ermittler haben zwei Männer wegen des Verdachts eines sogenannten Ehrenmords an ihrer Schwester festgenommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt am Freitag mitteilten, sind die 22 und 25 Jahre alten Verdächtigen dringend verdächtig, ihre 34-jährige Schwester am 13. Juli in Berlin getötet zu haben. Die Tat sollen sie demnach "aus gekränktem Ehrgefühl" begangen haben.
Länder drängen auf rasche Parlamentsentscheidungen über Fluthilfen
Die Länder drängen auf baldige Parlamentsentscheidungen zu den geplanten Aufbauhilfen in den westdeutschen Hochwasserregionen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes (RND) vom Freitag: "Der Deutsche Bundestag sollte noch im August zu einer Sondersitzung zusammentreten und sich mit den Wiederaufbauhilfen für die von der Hochwasserkatastrophe getroffenen Regionen befassen." Diese habe ein nationales Ausmaß.
Ermittlungen gegen Landrat von Ahrweiler wegen Flutkatastrophe
Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Ermittlungen gegen den Landrat des Landkreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU), wegen der Flutkatastrophe vor rund drei Wochen aufgenommen. Gegen ihn bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen, teilten die Behörde und das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt am Freitag mit. Zudem werde gegen ein weiteres Mitglied des Krisenstabs ermittelt.
Polizei auf Phuket leitet Mordermittlungen im Fall von getöteter Schweizerin ein
Nach dem Tod einer 57-jährigen Schweizerin auf der thailändischen Urlaubsinsel Phuket hat die Polizei Mordermittlungen eingeleitet. Die halbnackte Leiche der 57-Jährigen war am Donnerstag in eine schwarze Plane gehüllt am Fuße eines Wasserfalls gefunden worden. Die Touristin hatte die Insel im Rahmen des sogenannten "Sandbox"-Programms besucht, das es geimpften Reisenden ermöglicht, ohne Quarantäne-Auflagen einzureisen.
ZDF: Bundesregierung führte Geheimgespräche mit Taliban
Die Bundesregierung hat laut Berichten von ZDF und "Bild"-Zeitung in der vergangenen Woche Geheimgespräche mit Vertretern der radikalislamischen Taliban geführt. Diese hätten in Katars Hauptstadt Doha stattgefunden, hieß es. Die Taliban hätten dabei versichert, sie wollten sich für den Schutz früherer Ortskräfte der Deutschen in Afghanistan einsetzen, berichtete das ZDF.
Einsatzkräfte kämpfen gegen Feuer vor den Toren Athens
Hunderte griechische Feuerwehrleute haben in der Nacht weiter gegen einen verheerenden Großbrand vor den Toren der Hauptstadt Athen gekämpft. Am Freitagmorgen wurden die Einsatzkräfte laut Behördenangaben durch 82 französische Helfer unterstützt. Bei dem Brand rund 30 Kilometer nördlich von Athen wurden demnach mindestens fünf Menschen verletzt und mehrere Häuser zerstört. Fünf Ortschaften seien evakuiert worden.