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Verbraucherschützer wollen Weitergabe von CO2-Bepreisung an Gaskunden rechtlich prüfen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will die Weitergabe von Kosten der CO2-Bepreisung durch Gasanbieter an ihre Kundinnen und Kunden in bestimmten Konstellationen rechtlich prüfen lassen. "Uns liegen Verbraucherbeschwerden vor, bei denen Preise trotz bestehender Preisgarantie erhöht wurden", erklärte die Referentin im Team Marktbeobachtung Energie des vzbv, Sabine Lund, am Dienstag. Gleichzeitig seien manche Verbraucher aber nicht auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen worden.
Polen wirft EU "Erpressung" im Streit um Rechtsstaatlichkeit vor
Im Rechtsstreit zwischen Warschau und Brüssel hat der polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki der EU "Erpressung" vorgeworfen. "Ich bin nicht damit einverstanden, dass Politiker Polen erpressen wollen und Polen drohen", sagte der Ministerpräsident am Dienstag vor dem EU-Parlament in Straßburg. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte, die EU werde "handeln", um zu verhindern, dass Polen die Werte und den Zusammenhalt der Union untergrabe.
Türkei bestellt Botschafter aus Deutschland und neun weiteren Staaten ein
Die Türkei hat die Botschafter Deutschlands, der USA und acht weiterer Staaten einbestellt. Hintergrund sei ein Aufruf zur Freilassung des seit vier Jahren ohne Verurteilung im Gefängnis einsitzenden türkischen Menschenrechtsaktivisten und Kulturförderers Osman Kavala, hieß es aus diplomatischen Kreisen in Ankara am Dienstag. Zehn Länder hatten am Montag eine "gerechte und schnelle Lösung des Falles" gefordert.
Lieferdienst Gorillas bekommt fast eine Milliarde Dollar von Investoren
Der Lebensmittellieferdienst Gorillas hat fast eine Milliarde Dollar (858 Millionen Euro) von Investoren eingesammelt. Größter Geldgeber ist die Lieferplattform Delivery Hero mit 235 Millionen Dollar, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten. Delivery Hero hält damit nun rund acht Prozent an Gorillas.
85-Jähriger bei Überqueren von Bundesstraße von Sattelzug erfasst und getötet
Im niedersächsischen Buxtehude ist ein 85-Jähriger bei dem Versuch, eine Bundesstraße zu Fuß zu überqueren, von einem Sattelzug erfasst und getötet worden. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei in Stade am Dienstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Montagnachmittag. Der 85-Jährige hatte den Lastwagen offenbar übersehen.
Baerbock hält Finanzierung von "Ampel"-Vorhaben mit Krediten für möglich
Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hält eine Finanzierung von Vorhaben der möglichen Ampel-Koalition mit Krediten für möglich. "Das sind Milliarden, die wir stemmen und das im Rahmen der Schuldenbremse", sagte Baerbock am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Finanzfrage bei unter den Ampel-Partnern "kontrovers dikutiert worden".
Brandenburg bekommt Hilfe von Bundespolizei wegen Flüchtlingen aus Polen
Brandenburg wird wegen der steigenden Zahl von Flüchtlingen, die über Belarus und Polen nach Deutschland kommen, verstärkte Hilfe der Bundespolizei erhalten. Er habe mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vereinbart, dass die Hilfseinsätze spätestens in anderthalb Wochen beginnen würden, sagte Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Dienstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Dabei solle die Bundespolizei unter anderem die Erstkontrolle von Migranten übernehmen.
EVP-Vorsitzender Weber fordert konkrete Maßnahmen im Rechtsstreit mit Polen
Der EVP-Vorsitzende im Europaparlament, Manfred Weber, hält im Rechtsstreit zwischen Warschau und Brüssel den Stopp weiterer EU-Geldflüsse für denkbar. "Wir brauchen von Polen konkrete Zusagen, damit auch zukünftige EU-Fonds in umfangreicher Form nach Polen fließen", sagte er am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Polen könne nicht auf der einen Seite EU-Gelder annehmen, aber gleichzeitig die "Hausordnung im Hause Europas nicht mehr respektieren".
Lkw-Fahrer verdienen nur unterdurchschnittlich
Die Versorgungsengpässe in Großbritannien und die coronabedingten Probleme mit globalen Lieferketten haben die Bedeutung von Berufskraftfahrern für eine funktionierende Wirtschaft deutlich gemacht - sie verdienen aber nur unterdurchschnittlich. 2020 bekamen sie in Vollzeit im Schnitt 14,21 Euro pro Stunde, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. In der Wirtschaft insgesamt lag der durchschnittliche Stundenverdienst für Fachkräfte dagegen bei 19,97 Euro brutto, für Angelernte bei 16,02 Euro.
Tatverdächtiger im Fall von auf offener Straße erschossenem Mann gefasst
Rund zwei Wochen nachdem in Berlin ein Mann auf offener Straße erschossen wurde, hat die Polizei den Tatverdächtigen in Bayern gefasst. Der 32-Jährige wurde in Regensburg festgenommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin am Montagabend mit. Die Ermittler werfen dem Mann Mord vor.
China steigert seine Kohleförderung um sechs Prozent
China weitet wegen der hohen Stromnachfrage der Industrie die Kohleförderung derzeit wieder aus. Das Land sei dabei, die Förderung um knapp sechs Prozent zu steigern, teilte die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission mit. Kürzlich sei an einem Tag sogar ein neuer Förderrekord erreicht worden.
Staatsanwaltschaft in Mexiko will nach U-Bahn-Unglück zehn Verdächtige anklagen
Rund ein halbes Jahr nach einem tödlichen U-Bahn-Unglück in Mexiko hat die Staatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt angekündigt, in zehn Fällen Anklage zu erheben. Betroffen seien sowohl natürliche als auch juristische Personen, teilte der Sprecher Ulises Lara am Montag (Ortszeit) mit. Die erste Anhörung ist demnach am 25. Oktober geplant.
Gericht: Kolumbien trägt Mitverantwortung an Vergewaltigung von Journalistin
Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte hat Kolumbien eine Mitverantwortung für die Entführung und Vergewaltigung einer Journalistin im Jahr 2000 gegeben. Der Staat habe "versäumt, den Drohungen nachzugehen", die die Journalistin Jineth Bedoya damals erhalten habe, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts in Costa Rica am Montag. Bedoya hatte in Kolumbien über ein kriminelles Netzwerk im Umfeld paramilitärischer Gruppen recherchiert.
Impfung verweigert: US-College feuert Trainerteam
Die Universität Washington State im Nordwesten der USA hat nahezu den kompletten Trainerstab seines renommierten Football-Teams wegen der Verweigerung einer Corona-Impfung gefeuert. Dies bestätigte das College.
NHL: Erste böse Pleite für Grubauer und Seattle
Nationaltorhüter Philipp Grubauer hat mit Neuling Seattle Kraken in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL den ersten größeren Dämpfer kassiert. Bei den Philadelphia Flyers unterlag Seattle 1:6 und kam bei der dritten Niederlage im vierten Spiel erstmals unter die Räder.
Hinze enttäuscht: Olympia-Silber nicht gewertschätzt
Die dreimalige Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze (Cottbus) hat die aus ihrer Sicht fehlende Wertschätzung nach dem Gewinn der Silbermedaille im Teamsprint bei den Olympischen Spielen in Tokio schwer enttäuscht. "Trotzdem Glückwunsch zu Silber" oder "wenigstens hast du eine Medaille", habe sie zu hören bekommen.
Ullrich fährt Jedermann-Rennen "Mallorca 312"
Der frühere deutsche Radstar Jan Ullrich will nach zweieinhalb Jahren Pause wieder ein Rennen bestreiten. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 nimmt am Sonntag beim Jedermann-Rennen "Mallorca 312" teil. Neben Ullrich gehen unter anderem auch der zweimalige Tour-Sieger Alberto Contador und dessen Landsmann Oscar Freire an den Start.
Modric gegen Änderung des WM-Rhythmus: "Möchte keine WM alle zwei Jahre"
Der frühere Weltfußballer Luka Modric hat sich der Kritik an den WM-Plänen der FIFA angeschlossen und sieht "keinen Sinn" in einer Endrunde, die alle zwei Jahre ausgetragen wird. "Eine WM ist gerade deshalb etwas Besonderes, weil sie nur alle vier Jahre stattfindet", sagte der kroatische Mittelfeldspieler von Real Madrid.
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 75,1
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 75,1 gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen eines Tages 6771 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.
Tausende demonstrieren in Chile erneut für soziale Gerechtigkeit
Zwei Jahre nach dem Beginn einer Protestbewegung für mehr soziale Gerechtigkeit sind in Chile erneut tausende Menschen auf die Straße gegangen. Allein in der Hauptstadt Santiago demonstrierten am Montag nach Polizeiangaben zwischen 8000 und 10.000 Menschen gegen die konservative Regierung von Präsident Sebastián Piñera. Landesweit waren laut Medienberichten rund 5000 Polizisten im Einsatz.
Trump klagt gegen Herausgabe von Akten zu Erstürmung des US-Kapitols
Ex-Präsident Donald Trump geht gerichtlich gegen die Herausgabe von Akten im Zusammenhang mit der Erstürmung des US-Kapitols vor. Der ehemalige Staatschef klagt gegen die Übergabe der Dokumente des Nationalarchivs an einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, wie aus am Montag veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervorgeht. "Das Ersuchen des Ausschusses kommt einer schikanösen, illegalen Schnüffeltour gleich", heißt es in der an einem Washingtoner Gericht eingereichten Klageschrift.
Disney verschiebt Veröffentlichung mehrerer Marvel-Filme
Mehrere Superhelden-Filme der Marvel Studios sowie die Fortsetzung der Indiana-Jones-Reihe kommen bedeutend später als ursprünglich geplant in die Kinos. Die Veröffentlichungstermine der Filme wurden teilweise um fast ein Jahr verschoben, wie aus dem am Montag aktualisierten Veröffentlichungskalender des Disney-Konzerns hervorgeht. Einige dieser Filme waren zuvor bereits wegen der Corona-Pandemie verschoben worden.
US-Sondergesandter für Afghanistan Zalmay Khalilzad tritt zurück
Der nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in die Kritik geratene US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, tritt zurück. Das gab US-Außenminister Antony Blinken am Montag bekannt. Blinken dankte dem Diplomatie-Veteranen für seinen "jahrzehntelangen Dienst" für die USA und ernannte Khalilzads bisherigen Stellvertreter Thomas West zum neuen Afghanistan-Sondergesandten.
Lacazette rettet Arsenal einen Punkt im Derby gegen Crystal Palace
Dank eines Treffers in der fünften Minute der Nachspielzeit hat der FC Arsenal eine Niederlage im Londoner Stadtderby gerade noch verhindert. Gegen den vom früheren Arsenal-Profi Patrick Viera trainierten Lokalrivalen Crystal Palace kamen die Gunners zu einem 2:2 (1:0) - der eingewechselte Alexandre Lacazette (90.+5) rettete Arsenal den glücklichen Punktgewinn.
Rapper Kanye West heißt jetzt offiziell nur noch Ye
US-Rap-Mogul Kanye West heißt jetzt offiziell nur noch Ye. Eine Richterin in Los Angeles gab einem entsprechenden Antrag des 44-jährigen Grammy-Gewinners auf Namensänderung statt, wie das Gericht am Montag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Der Rapper, Musikproduzent und Modeunternehmer hatte den Antrag im August eingereicht und "persönliche Gründe" genannt.
Feministen verklagen Organisatoren von Schönheitswettbewerb Miss France
Eine französische Frauenrechtsgruppe hat am Montag die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs Miss France verklagt. Die Gruppe Osez le féminisme (Wagt den Feminismus) sowie drei gescheiterte Kandidatinnen werfen dem Miss-France-Unternehmen und der Produktionsfirma Endemol Diskriminierung im Sinne des Arbeitsrechts vor. Sie argumentieren, es sei unzulässig, angehenden Schönheitsköniginnen vorzuschreiben, über 1,70 Meter groß, ledig und "repräsentativ für die Schönheit" zu sein.
Libanesische Hisbollah warnt christliche Gruppierung LF vor Bürgerkrieg
Die libanesische Hisbollah hat die christliche Gruppierung LF nach den schweren Ausschreitungen in Beirut vor einem Bürgerkrieg gewarnt. Seine Bewegung verfüge über "100.000 bewaffnete und ausgebildete Kämpfer", sagte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah am Montag in einer Fernsehansprache. Er offenbare diese Kampfkraft, "um einen Krieg zu verhindern, nicht um mit einem Krieg zu drohen".
Äthiopische Luftwaffe fliegt Angriffe auf Tigrays Hauptstadt Mekele
Die äthiopische Luftwaffe hat am Montag Angriffe auf die Hauptstadt der Krisenregion Tigray geflogen. Dabei seien Ziele der Rebellenorganisation TPLF in der Stadt Mekele getroffen worden, berichteten Staatsmedien. Angaben eines Krankenhauses zufolge wurden mindestens drei Menschen getötet, darunter Kinder.
USA nehmen nicht an von Russland organisierten Afghanistan-Gesprächen teil
Die USA werden am Dienstag nicht an von Russland organisierten Gesprächen zu Afghanistan teilnehmen. "Wir sind nicht in der Lage, diese Woche teilzunehmen", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, am Montag. Die USA wollten aber künftig an diesem "konstruktiven" Forum teilnehmen. Für die jetzige Absage führte Price logistische Gründe an, ohne dies näher auszuführen.
An Bitcoin gekoppelter Indexfonds startet am Dienstag an New Yorker Börse
An der New Yorker Börse geht am Dienstag erstmals ein an die Digitalwährung Bitcoin gekoppelter ETF-Indexfonds an den Start. Das gab der ETF-Anbieter ProShares am Montag bekannt und sprach von einem "Meilenstein". Mit dem börsengehandelten Indexfonds namens "Bito" könnten Investoren von der Kursentwicklung des Bitcoin profitieren, ohne ein Kryptowährung-Konto zu benötigen. Der Fonds investiert demnach nicht direkt in den Bitcoin, sondern in Bitcoin-Termingeschäfte.
SPD und Grüne in Berlin billigen Verhandlungen über Neuauflage von Rot-Grün-Rot
Drei Wochen nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben SPD und Grüne am Montag den Weg für Verhandlungen über eine Neuauflage der rot-grün-roten Regierungskoalition freigemacht. Nach Parteiangaben stimmten der SPD-Landesvorstand und ein kleiner Landesparteitag der Grünen für eine entsprechende Empfehlung der Parteispitzen, die sich bereits in der vergangenen Woche nach drei Sondierungsrunden klar für eine Aufnahme offizieller Koalitionsgespräche ausgesprochen hatten.
Umfrage: Immer mehr Menschen räumen Wirtschaft Vorrang vor Virusbekämpfung ein
Mehr als anderthalb Jahre nach dem Beginn der Corona-Pandemie gibt eine wachsende Zahl von Menschen in westlichen Ländern einer Umfrage zufolge der Wirtschaft Vorrang vor der Virusbekämpfung. Es gebe eine klare Tendenz der Bürger hin zu weniger Beschränkungen, selbst wenn das zu mehr Toten führen könnte, erklärte das Beratungsunternehmen Kekst CNC am Montag. Das Unternehmen hatte Menschen in den USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden und Japan befragt.