Letzte Nachrichten
Oppositionsfraktionen im Bundestag scheitern mit Eilantrag gegen Wahlrechtsreform
Zur Bundestagswahl am 26. September gilt das neue Wahlrecht. Das Bundesverfassungsgericht lehnte einen Eilantrag der Bundestagsfraktionen von FDP, Linken und Grünen gegen die im Herbst 2020 beschlossene Neuregelung der Sitzverteilung ab, wie es am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Gericht wird zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob die Wahlrechtsreform grundsätzlich verfassungsgemäß ist. (Az. 2 BvF 1/21)
Disneys Streamingdienst steigert Zahl der Abonnenten auf 116 Millionen
Disney bleibt mit seinem Streamingdienst Disney+ auf Erfolgskurs. Im Geschäftsquartal von Anfang April bis Anfang Juli verdoppelte sich die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten im Vorjahresvergleich auf rund 116 Millionen weltweit, wie der Unterhaltungskonzern am Donnerstag mitteilte. Auch die Videoplattformen ESPN+ und Hulu gewannen mehr zahlende Kundinnen und Kunden hinzu.
Maas äußert sich skeptisch zu Rot-Rot-Grün
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich skeptisch zu einem Bündnis von SPD, Grünen und Linkspartei nach der Bundestagswahl geäußert. "Wegen der außenpolitischen Vorstellungen der Partei Die Linke kann ich mir solch ein Bündnis nur schwer vorstellen", sagte Maas der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR) sowie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". Letztlich müssten darüber jedoch die Wähler entscheiden.
Zahl der Toten bei Hochwasser in der Türkei steigt auf 27
Bei den schweren Überschwemmungen in der türkischen Schwarzmeer-Region sind nach neuen Angaben mindestens 27 Menschen gestorben. Wie die Katastrophenschutzbehörde am Freitag mitteilte, gilt ein Mensch weiter als vermisst. Seit Dienstag standen Teile der Provinzen Kastamonu, Bartin und Sinop unter Wasser: Straßen wurden zu reißenden Flüssen, Schlammlawinen begruben Wege unter sich. Am Donnerstag hatten die Behörden noch 17 Tote gemeldet.
Federer über Comeback: "Alles ein wenig ungewiss"
Der von Knieproblemen geplagte Tennis-Superstar Roger Federer wagt keine Prognose für ein Comeback. "Im Moment ist noch alles ein wenig ungewiss", sagte der Schweizer, der am Sonntag seinen 40. Geburtstag gefeiert und seit Wimbledon kein Match mehr bestritten hatte, dem Blick: "Diese Woche treffe ich noch meine Ärzte und mein Team und dann schauen wir, wie es weitergehen soll."
21 Tote bei heftigen Regenfällen in Zentralchina
In Zentralchina sind bei heftigen Regenfällen mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Vier Menschen würden noch vermisst, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag. Wie das Büro für Katastrophen-Management in Hubei mitteilte, wurden 6000 Einwohner der gleichnamigen Provinz vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht. Die extremen Niederschläge verursachten Stromausfälle und Erdrutsche.
Facebook verlängert Homeoffice-Regelung erneut - jetzt bis Januar
Facebook verlängert seine Homeoffice-Regelung wegen der hohen Infektionszahlen durch die Delta-Variante erneut. Eine Rückkehr der Beschäftigten in die Büros sei nun Anfang 2022 geplant, teilte Facebook am Donnerstag mit. Priorität habe die Sicherheit jedes Einzelnen. Bislang galt die Homeoffice-Regelung bei dem Online-Netzwerk bis Oktober.
Früherer sächsischer Ministerpräsident Biedenkopf gestorben
Der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) ist tot. Biedenkopf sei am Donnerstagabend im Alter von 91 Jahren friedlich im Kreis seiner Familie gestorben, teilte die Dresdner Staatskanzlei am Freitag mit. Biedenkopf war der erste Ministerpräsident Sachsens nach der Wiedervereinigung.
Handwerkspräsident meldet "Entspannung" bei Versorgung mit Holz
Der Holzengpass auf Deutschlands Baustellen geht nach Angaben von Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer zurück. "Wir sehen - Chips und Elektroteile einmal ausgenommen – zumindest für einige Baumaterialien wie etwa beim Holz mittlerweile in der Tat etwas Entspannung", sagte Wollseifer der "Augsburger Allgemeinen" vom Freitag. Ende September falle endlich das Holz-Einschlagsverbot, ab dann würde mehr Holz in den Kreislauf kommen. "Die Knappheit wird schrittweise nachlassen."
FDP für Schlichtung im Tarifstreit zwischen Bahn und GDL
Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL plädiert die FDP für eine Schlichtung. "Der Streik hat Deutschland quasi für zwei Tage lahmgelegt. Angesichts von Corona und der wirtschaftlichen Situation war das ein Tiefschlag", sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Oliver Luksic, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Eine möglichst schnelle und faire Lösung wäre im Interesse aller.
Matthäus mit "gutem Gefühl" bei Neu-Bundestrainer Flick
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht den Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit Bundestrainer Hansi Flick gut aufgestellt für die Zukunft. "Ich habe ein gutes Gefühl", sagte der Kapitän der deutschen Weltmeister-Mannschaft von 1990 dem SID bei einem Medientermin von Interwetten: "Er wird viel mit den Spielern reden, und ich gehe davon aus, dass er so spielen lässt wie bei Bayern München."
Musiala: "Wollte keine Kritik an Löw äußern"
Bayern Münchens Jungstar Jamal Musiala hat Aussagen zu seiner geringen Einsatzzeit im EM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England relativiert. "Ich wollte sicherlich keine Kritik an Joachim Löw äußern. Ich habe großen Respekt vor ihm. Also alles cool und entspannt", sagte Musiala bei Sport1.
Bill Gates stellt Milliardenhilfe bei Verabschiedung von Infrastrukturgesetz in Aussicht
Microsoft-Gründer Bill Gates hat im Falle der Verabschiedung des billionenschweren Infrastrukturpakets in den USA 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) für Klimaschutzprojekte in Aussicht gestellt. Das Gesetz werde "uns nicht nur auf einen dauerhafteren Weg zu Null-Emissionen bringen, sondern auch (...) Arbeitsplätze im ganzen Land schaffen", zitierte der Sender CNBC den Multimilliardär am Donnerstag (Ortszeit). Medienberichten zufolge sollen die 1,5 Milliarden im Laufe von drei Jahren für die Reduzierung von Treibhausgasen ausgegeben werden.
Bahnverkehr nach Streikende "weitgehend normal" angelaufen
Nach dem Ende des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL ist der Bahnverkehr am Freitagmorgen nach Unternehmensangaben "weitgehend normal" gestartet. "Ziel ist es, im Laufe des Freitags sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr sowie bei den S-Bahnen wieder das komplette Fahrplanangebot zu fahren", teilte die Bahn mit. Es könne aber vereinzelt noch zu Einschränkungen kommen. Die Bahn rief die Fahrgäste auf, sich vor Fahrtantritt im Internet oder per Hotline über ihre Zugverbindungen zu informieren.
Bundesverfassungsgericht entscheidet über Wahlrecht bei Bundestagswahl
Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht am Freitag (09.30 Uhr) in Karlsruhe seine Entscheidung darüber, welches Wahlrecht bei der anstehenden Bundestagswahl im September gilt. Es geht um einen Eilantrag von FDP, Linken und Grünen gegen die im vergangenen Jahr beschlossene Neuregelung der Sitzverteilung. Die drei Bundestagsfraktionen sehen sich dadurch benachteiligt. (Az. 2 BvF 1/21)
Gedenken an den Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren
Mit einer Gedenkfeier an der Bernauer Straße in Berlin erinnern Vertreter des Bundes und des Landes Berlin am Freitag an den Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren. Hauptredner bei der zentralen Gedenkveranstaltung ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (10.00 Uhr). Danach legt er einen Kranz am Denkmal zur Erinnerung an die geteilte Stadt und die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft nieder (11.15 Uhr). An der Gedenkfeier nimmt auch Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) teil.
WHO fordert von China Offenlegung von Daten zu ersten Corona-Infektionen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat China dazu aufgerufen, Rohdaten zu den ersten Corona-Fällen offenzulegen. Der Zugang zu diesen Informationen sei von "entscheidender Bedeutung" für die weiteren Untersuchungen zum Ursprung der Pandemie, erklärte die WHO am Donnerstag. Dies sei auch wichtig, um die Theorie eines Laborunfalls zu prüfen.
Angreifer erschießt fünf Menschen im südenglischen Plymouth
Bei einer Gewalttat im südwestenglischen Plymouth sind am Donnerstag fünf Menschen getötet worden. Am Tatort seien die Leichen von zwei Männern und zwei Frauen entdeckt worden, teilte die Polizei am Freitagmorgen mit. Eine weitere Frau sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Bei einem sechsten Toten handele es sich vermutlich um den Tatverdächtigen. Alle Opfer hätten offenbar tödliche Schusswunden erlitten.
Taliban verkünden Einnahme von Afghanistans zweitgrößter Stadt Kandahar
Die radikalislamischen Taliban haben bei ihrem Vormarsch in Afghanistan nach eigenen Angaben die zweitgrößte Stadt Kandahar eingenommen. "Kandahar ist vollkommen erobert", erklärte ein Taliban-Sprecher am Freitag im Onlinedienst Twitter. "Die Mudschaheddin haben den Märtyrerplatz in der Stadt erreicht." Ein Anwohner sagte der Nachrichtenagentur AFP, die afghanische Armee habe offenbar den Rückzug angetreten. Zahlreiche Soldaten begaben sich demnach zu einer Militäreinrichtung außerhalb der Stadt.
San Francisco führt Impfpflicht für Bars, Clubs und Theater ein
Als erste Stadt in den USA wird San Francisco ab dem 20. August nur noch Menschen mit einer Impfung gegen das Coronavirus Zutritt zu bestimmten öffentlichen Orten gewähren. Die Möglichkeit, einen negativen Test vorzulegen, gebe es nicht, kündigte die Bürgermeisterin der kalifornischen Stadt, London Breed, am Donnerstag vor Journalisten an.
Pentagon entsendet 3000 US-Soldaten nach Kabul zur Evakuierung von Diplomaten
Das US-Verteidigungsministerium hat die sofortige Entsendung von rund 3000 Soldaten nach Kabul angekündigt. Sie sollen angesichts des Vormarschs der radikalislamischen Taliban bei der Evakuierung von US-Botschaftsmitarbeitern helfen, wie Pentagon-Sprecher John Kirby am Donnerstag in Washington sagte. In einem ersten Schritt sollten innerhalb von 24 bis 48 Stunden drei Infanterie-Einheiten zum Internationalen Flughafen von Kabul verlegt werden.
Mutmaßliches Doping: Britischer Silbermedaillen-Gewinner suspendiert
Der britische Sprinter Chijindu Ujah ist nach seinem Silbermedaillen-Erfolg mit der 4x100-m-Staffel bei den Olympischen Spielen in Tokio wegen mutmaßlichen Dopings suspendiert worden. Dies gab die Athletics Integrity Unit (AIU) des Weltverbandes Word Athletics bekannt.
Angeblich 115 Millionen Euro Ablöse: Lukaku-Transfer zu Tuchel perfekt
Der Transfer des belgischen Stürmerstars Romelu Lukaku vom italienischen Fußball-Meister Inter Mailand zum englischen Champions-League-Sieger FC Chelsea ist nach einer tagelangen Hängepartie perfekt. Die Blues gaben am Donnerstagabend einen Tag nach ihrem Triumph im europäischen Supercup gegen den FC Villarreal die Verpflichtung des 28 Jahre alten Torjägers bekannt.
Paris vollzieht Kehrtwende bei Sicherheitsüberprüfung für Motorräder
Aus Angst vor neuem Unmut in der Bevölkerung hat die französische Regierung einen Rückzieher bei der Pflicht zu Sicherheitsüberprüfungen für Motorräder vollzogen. Das Verkehrsministerium in Paris teilte am Donnerstag mit, die Maßnahme werde bis auf weiteres zurückgezogen, "um die Franzosen nicht zu ärgern". Inmitten der Sommerpause war am Mittwoch ein Dekret in Kraft getreten, wonach Zweiräder ab 2023 alle zwei Jahre auf ihre Verkehrstauglichkeit überprüft werden müssen.
Ohne Real und Barca: Spanische Klubs bestätigen Liga-Teilverkauf
Ohne die beiden Spitzenvereine Real Madrid und FC Barcelona ist im spanischen Profi-Fußball der milliardenschwere Teilverkauf von LaLiga an die internationale Beteiligungsgesellschaft CVC beschlossen worden. Bei der Ratifizierung nahmen am Donnerstag nach Angaben von Liga-Chef Javier Tebas 38 von insgesamt 42 Klubs den Deal an. Außer Real und Barca verweigerten auch Athletic Bilbao und ein weiterer Verein, der laut Tebas ungenannt bleiben wollte, ihre Zustimmung.
Ukraine schickt Stacheldraht zur Grenzsicherung als "humanitäre Hilfe" nach Litauen
Die Ukraine will Litauen im Kampf gegen von Belarus über die Grenze kommende illegale Migranten unterstützen. Die Regierung in Kiew kündigte am Donnerstag an, 38 Tonnen Stacheldraht als "humanitäre Hilfe" nach Litauen zu schicken. Die EU wirft den belarussischen Behörden vor, Flüchtlinge - zumeist aus dem Irak - an die Grenze zu Litauen und Lettland zu bringen und zur illegalen Einreise in die EU zu ermutigen.
QAnon-Anhänger tötet seine Kinder wegen "Schlangen-DNA"
Ein US-Anhänger der rechtsextremen Verschwörungsbewegung QAnon hat seine zwei kleinen Kinder getötet, weil diese nach seiner Ansicht "Monster" waren und "Schlangen-DNA" in sich hatten. Matthew Taylor Coleman sagte nach Angaben des FBI aus, er habe durchaus gewusst, dass er gegen das Gesetz verstoße. Aber die Tötung seiner Kinder sei "der einzige Weg gewesen, die Welt zu retten".
Schaffner in Hessen von renitentem Fahrgast von Treppe geschubst
Ein Schaffner ist in Hessen von einem renitenten Fahrgast geschubst worden und dadurch über mehrere Treppenstufen gestürzt. Der 26-Jährige wurde dabei verletzt und musste seinen Dienst abbrechen, teilte die Bundespolizei in Kassel am Donnerstag mit. Beim Halt in Alsfeld (Vogelsbergkreis) am Mittwochabend soll ein 24-Jähriger dem Mann den Stoß verpasst haben. Er fiel daraufhin mehrere Treppenstufen hinunter.
Kein Dax-Chef redet so schön wie Nikolai Setzer von Continental
"Investment-Grade-Ratings", "Travel-Retail-Bereich" oder "Markenpurpose": Die Geschäftsführer der deutschen Dax-Konzerne drücken sich nicht immer sehr verständlich aus. Ein Positivbeispiel ist laut einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern der Stuttgarter Universität Hohenheim der Geschäftsführer des Autozulieferers Continental, Nikolai Setzer. Insgesamt waren die Reden der Spitzenmanager weniger verständlich als im letzten Jahr, kritisierten die Experten am Donnerstag.
Geschäftsführer Mintzlaff bleibt bis 2026 bei RB Leipzig
Oliver Mintzlaff lenkt auch in Zukunft die Geschicke des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig. Der Geschäftsführer und der Klub gaben am Donnerstag die vorzeitige Vertragsverlängerung um zwei weitere Jahre bis 2026 bekannt.
Umweltbundesamt mahnt bei Klimaanpassung zur Eile
Das Umweltbundesamt (UBA) mahnt bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland zur Eile. Insbesondere wenn es nicht gelingen sollte, die Erderwärmung weltweit auf zwei Grad zu begrenzen - was für Deutschland voraussichtlich plus 2,4 Grad bedeuten würde -, müsse schnell gehandelt werden, um hohe oder sehr hohe Risiken für unterschiedliche Regionen noch wirksam vermindern zu können, warnte die Behörde am Donnerstag.
Streifenwagen rollt während Festnahme weg und verursacht hohen Sachschaden
In Hessen ist während einer Festnahme ein Streifenwagen der Polizei weggerollt und hat einen hohen Sachschaden verursacht. Das Einsatzfahrzeug und ein Wohnhaus wurden erheblich beschädigt, teilten die zuständigen Beamten in Offenbach am Donnerstag mit. Demnach wollten Polizisten am späten Mittwochabend in Schöneck im Main-Kinzig-Kreis einen offenbar alkoholisierten Autofahrer stoppen.