Letzte Nachrichten
Debatte um WM-Zyklus: FIFA wirbt für Zwei-Jahres-Rhythmus
Der Fußball-Weltverband FIFA hat in der hitzig geführten Debatte um den WM-Zyklus noch einmal für eine Endrunde im Zwei-Jahres-Rhythmus geworben. "Die Fans wollen mehr wichtige Spiele. Und es gibt für die Spieler mehr Möglichkeiten, um zu glänzen", sagte der zuständige FIFA-Entwicklungsdirektor Arsene Wenger nach den zweitägigen Beratungen einer Expertengruppe in Katar: "Es gibt doch auch kein Problem damit, dass wir dieses Jahr eine EM hatten und nächstes Jahr eine WM haben werden."
Umwelthilfe kündigt weitere Klimaklagen gegen Bundesländer an
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) plant nach dem Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht weitere Klimaklagen. Verfassungsbeschwerden von Kindern und Jugendlichen in fünf weiteren Bundesländern würden gestartet und unterstützt, teilte die Organisation am Donnerstag in Radolfzell mit. Viele notwendige Maßnahmen im Kampf gegen die Klimakrise lägen in der Verantwortung der Bundesländer.
Abdeslam behauptet Unschuld von Mitangeklagten im Prozess zu Pariser Attentaten
Der Hauptangeklagte im Prozess zu den Pariser Attentaten hat mehrere seiner mutmaßlichen Komplizen ungefragt für unschuldig erklärt. "Sie haben mir geholfen, aber sie wussten von nichts", erklärte Salah Abdeslam am Donnerstag, dem zweiten Tag des als historisch geltenden Prozesses in Paris. "Sie sind im Gefängnis, obwohl sie gar nichts getan haben", fügte er hinzu, bevor der Vorsitzende Richter ihm das Mikrofon stumm stellte.
Berliner Bewerbung für Olympia 2036: DOG fordert Tempo von Politik
Die Deutsche Olympia Gesellschaft (DOG) will eine schnelle Entscheidung in der Frage um eine mögliche Berliner Bewerbung für Olympia 2036 herbeiführen. Nachdem sich Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) positiv zu einer Austragung in der Hauptstadt positioniert habe, "ist es an der Zeit, dass Worten Taten folgen", sagte DOG-Präsident Richard Meng am Donnerstag.
Europäische Zentralbank will Tempo von Anleihenkaufprogramm PEPP reduzieren
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in seiner Sitzung am Donnerstag eine leichte Verminderung des Tempos der Anleihenkäufe unter dem Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) beschlossen. "Günstige Finanzierungsbedingungen können mit einem im Vergleich zu den zwei vorherigen Quartalen moderat verlangsamten Tempo von Anleihenkäufen gehalten werden", erklärte der EZB-Rat am Donnerstag. Die Dauer des Anleihenkaufprogramms blieb unverändert, wie auch die Leitzinsen der EZB.
"Insider" Sabitzer gibt Bayern Tipps vor Leipzig-Gastspiel
Neuzugang Marcel Sabitzer hat seinen neuen Klub Bayern München vor dem direkten Duell in der Fußball-Bundesliga mit Infos über seinen früheren Arbeitgeber RB Leipzig versorgt. "Ich war ja vier Wochen in der Vorbereitung und mit dabei in den ersten Spielen. Deshalb hab ich natürlich ein paar Insider-Infos. Und ich habe mich mit den Videoanalysten und Co-Trainern ein bisschen ausgetauscht, auf was wir achtgeben müssen", sagte Sabitzer bei seiner Vorstellung am Donnerstag.
Düsseldorfer Landtag setzt Untersuchungsausschuss zu Flutkatastrophe ein
Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat auf Betreiben der Oppositionsparteien SPD und Grüne einen Untersuchungsausschuss zur verheerenden Flutkatastrophe vom Juli eingerichtet. Die beiden Fraktionen verfügten in der Sitzung des Landesparlaments am Donnerstag mit ihren insgesamt 69 Abgeordneten allein über die nötige Stimmenzahl. Die Regierungsparteien CDU und FDP sowie die oppositionelle AfD enthielten sich parlamentarischen Gepflogenheiten entsprechend bei der Abstimmung.
Merkel gibt Kanzleramt für Union noch nicht verloren
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt das Kanzleramt für die Union im Bundestagswahlkampf noch nicht verloren. Sie spüre, dass im Wahlkampf "wirklich gekämpft wird", sagte Merkel bei einer Veranstaltung der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) in Berlin am Donnerstag. "Abgerechnet wird am Wahltag."
Streit zwischen Paris und London über Migranten im Ärmelkanal spitzt sich zu
Der Streit zwischen Paris und London über die steigende Zahl von Migranten, die über den Ärmelkanal nach Großbritannien wollen, spitzt sich zu. "Frankreich wird sich nicht erpressen lassen", schrieb der französische Innenminister Gérald Darmanin am Donnerstag auf Twitter. Hintergrund sind die britischen Bemühungen, die Überfahrt von Migranten über den Ärmelkanal von Frankreich möglichst zu verhindern.
Weitere Häftlinge nach Brand in Gefängnis in Indonesien gestorben
Nach dem Brand in einem Gefängnis in Indonesien sind drei weitere Häftlinge gestorben. Drei der mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebrachten Häftlinge seien inzwischen tot, sagte Justizminister Yasonna Laoly am Donnerstag. Damit stieg die Opferzahl auf 44. Die Hinterbliebenen der Häftlinge reichten DNA-Proben ein, um die sterblichen Überreste zu identifizieren.
Wahlprogramme der Parteien reichen weder für deutsche Klimaziele noch für 1,5-Grad
Alle Parteien außer der AfD bekennen sich zum 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens, sie präsentieren dafür jedoch in ihren Wahlprogrammen keine hinreichenden Konzepte. Vielmehr würden diese nicht einmal den noch nicht 1,5-Grad-kompatiblen Vorgaben des deutschen Klimaschutzgesetzes gerecht, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt. Am nächsten kommen den Klima-Erfordernissen demnach die Grünen, am schlechtesten schneidet die FDP ab.
Europas Plastikhersteller zu Einsatz von Recycling-Material bereit
Die europäischen Plastikhersteller haben sich erstmals bereit erklärt, ein knappes Drittel ihrer Verpackungen aus recyceltem Material herzustellen. Der Verband PlasticsEurope als Vertreter der Kunststoffhersteller erklärte am Donnerstag in Brüssel, er befürworte einen Vorschlag der EU-Kommission, bis 2030 einen Recycling-Anteil von 30 Prozent bei neuen Plastikverpackungen vorzuschreiben. Dem Verband gehören deutsche Hersteller wie BASF und Lanxess an.
Quelle in Doha: Flug soll 200 Ausländer von Kabul außer Landes bringen
Erstmals nach dem endgültigen Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan sollen Ausländer aus Kabul ausgeflogen werden. Der Flug bringe rund 200 Ausländer, darunter auch US-Bürger, nach Doha, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag von einer mit dem Vorgang vertrauten Quelle in der katarischen Hauptstadt.
Straßenrad-EM: Zeitfahr-Bronze für Brennauer
Bahnrad-Olympiasiegerin Lisa Brennauer hat bei der Straßen-EM im italienischen Trient den nächsten Erfolg gefeiert. Die 33-Jährige aus Kempten gewann am Donnerstag im 22,4 km langen Einzelzeitfahren in 28:15 Minuten Bronze. Brennauer musste sich nur der Schweizerin Marlen Reusser (27:12) und Ellen van Dijk aus den Niederlanden (27:32) geschlagen geben.
Mieterbund fordert von Politik bezahlbaren Wohnraum und Schutz vor Verdrängung
Mehr bezahlbarer Wohnraum, eine Begrenzung der Mietpreise und eine "faire" Kostenverteilung beim Klimaschutz: Der Deutsche Mieterbund hat mit Blick auf die Bundestagswahl Kernforderungen an die Parteien formuliert. "Eine der Hauptaufgaben der neuen Regierung muss darin bestehen, endlich für ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu sorgen", forderte Verbandspräsident Lukas Siebenkotten am Donnerstag. "Dafür brauchen wir den Neubau von jährlich mindestens 90.000 Sozialwohnungen, Preis-und Belegungsbindungen für 75.000 Bestandswohnungen und die Errichtung von 60.000 bezahlbaren Mietwohnungen pro Jahr."
Unbekannte setzen in NRW in Stoffsack verpackte Hühner in Garten aus
Unbekannte haben in Nordrhein-Westfalen in einem geschlossenen Stoffsack verpackte Hühner in einem Garten ausgesetzt. Ein Anwohner wurde morgens gegen fünf Uhr von einem krähenden Hahn geweckt, wie die Polizei Unna am Donnerstag mitteilte. Demnach war der Mann am Mittwochmorgen verwundert, weil es in der Nachbarschaft schon seit Jahren keinen Hahn mehr gab.
China lässt "verweichlichte" Inhalte aus Videospielen entfernen
Aus Angst vor einer "verweichlichten" Gesellschaft geht Chinas Staatsführung rigoros gegen Videospiele-Hersteller vor und verpflichtet sie zur Entfernung "unmännlicher" Inhalte. "Obszöne und gewalttätige Inhalte sowie solche, die ungesunde Tendenzen wie Geldanbetung und Verweiblichung fördern, sollten entfernt werden", meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwochabend. Unternehmen, die gegen die neuen Vorschriften verstoßen, würden bestraft.
Fluggesellschaft: Stromgenerator verantwortlich für DFB-Zwischenlandung
Ein womöglich defekter Stromgenerator hat zur ungeplanten Zwischenlandung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Edinburgh geführt. Wie die litauische Charterfluggesellschaft KlasJet dem SID am Donnerstag mitteilte, hatten Bedenken bestanden, dass der Ersatzgenerator an Bord des Fluges KLJ2703 aus Reykjavik "nicht zuverlässig funktionieren" könnte.
EuGH: Verzugszinsen müssen in Kreditvertrag konkret angegeben werden
Verzugszinsen müssen in einem Kreditvertrag in Form eines konkreten Prozentsatzes angegeben werden. Auch müsse der Anpassungsmechanismus beschrieben werden, antwortete der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag auf die Frage des Landgerichts Ravensburg, das sich mit Autokreditverträgen befasst. Wenn vereinbart sei, dass der Verzugszinssatz nach Maßgabe des von der Zentralbank festgelegten Basiszinssatzes geändert werde, reiche ein Verweis auf diesen aus.(Az. C-33/20 u.a.)
Schneller Einsatz macht aus Bereitschaftspause Arbeitszeit
Die Unvorhersehbarkeit eines Alarms und eine dann kurze Zeit bis zum Einsatz können aus vermeintlichen Bereitschafts- und Ruhepausen Arbeitszeit machen. Das betonte am Donnerstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg im Fall eines Feuerwehrmanns aus Prag. Allerdings müsse diese Zeit nicht automatisch wie reguläre Arbeit vergütet werden. (Az: C-107/19)
Jüdische Organisationen warnen vor Wahl der AfD
Zahlreiche jüdische Organisationen und Verbände haben dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl nicht für die AfD zu stimmen. "Wählen Sie am 26. September 2021 eine zweifelsfrei demokratische Partei und helfen Sie mit, die AfD aus dem Deutschen Bundestag zu verbannen", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Appell des Zentralrats der Juden und mehr als 60 weiteren Organisationen.
Gewerkschaft IG BAU fordert 1,5 Millionen neue Wohnungen bis 2025
Der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Robert Feiger, hat von der künftigen Bundesregierung den Neubau von 1,5 Millionen Wohnungen bis 2025 gefordert. "In den vergangenen zehn Jahren hat die Anzahl der Menschen, die auf eine Wohnung mit niedriger, bezahlbarer Miete unbedingt angewiesen sind, dramatisch zugenommen", erklärte Feiger am Donnerstag. "Deshalb ist unsere Forderung an die kommende Bundesregierung klar: Die Neubauzahlen müssen hoch, damit sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt wieder entspannt".
Ifo-Institut: Steuerpläne der Parteien können zahlreiche Arbeitsplätze schaffen
Die Vorschläge der Parteien zur Reform der Einkommensteuer würden nach einer Analyse des Münchner Ifo-Instituts jeweils für die Schaffung neuer Arbeitsplätze sorgen - wenn auch in unterschiedlichem Maße. Das FDP-Konzept könnte für 330.000 neue Jobs sorgen, erklärte das Institut am Donnerstag. Bei den Linken wären es 229.000 neue Stellen, bei der Union 100.000, bei der SPD 66.000 und bei den Grünen 24.000.
Frankeich verleiht 12.000 Corona-Arbeitern die französische Staatsbürgerschaft
Mehr als 12.000 ausländische Arbeiter, die während der Corona-Pandemie in Frankreich im Einsatz waren, bekommen die französische Staatsangehörigkeit verliehen. "Diese Arbeiter an vorderster Front waren für die Nation da. Es ist normal, dass die Nation nun auf sie zugeht", erklärte Marlène Schiappa, die beigeordnete Ministerin für Staatsbürgerschaft, am Donnerstag in Paris.
Unicef: Die Kinder in Afghanistan jetzt nicht allein lassen
Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat dazu aufgerufen, die Kinder in Afghanistan nach dem Umsturz nicht im Stich zu lassen. Wie Unicef am Donnerstag mitteilte, sind nach einer derzeitigen Einschätzung bereits zehn Millionen Mädchen und Jungen in Afghanistan auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bis Ende des Jahres könnten eine Million Kinder so schwer mangelernährt sein, dass ihr Leben in Gefahr ist.
Bayern-Mitarbeiterzahl in zehn Jahren verdoppelt
Bayern Münchens Wachstum durch die anhaltenden Erfolg der vergangenen Jahre hat den deutschen Fußball-Rekordmeister zu einem attraktiven Arbeitgeber auch außerhalb des Rasens gemacht. "Wir haben die Zahl der Mitarbeiter und Festangestellten in den letzten zehn Jahren verdoppelt", erklärte Münchens Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen am Donnerstag auf dem Branchenkongress SPOBIS in Düsseldorf.
RTL: 7,34 Millionen sehen DFB-Sieg gegen Island
Nachzug von Eltern minderjährig eingereister Flüchtlinge erleichtert
Für den Familiennachzug eines Elternteils zu einem minderjährig eingereisten Flüchtling reicht auch ein formloser Antrag vor dem 18. Geburtstag des Kinds aus. Der formelle Antrag kann dann auch erst später gestellt werden, wie am Donnerstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied. (Az: C‑768/19)
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 83,5
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist nach einem kurzzeitigen Rückgang wieder angestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf 83,5. Am Vortag hatte der Wert noch bei 82,7 gelegen.
EuGH: Dienstleistung kann geschützte Ursprungsbezeichnung verletzen
Auch eine Dienstleistung wie Bewirtung kann eine geschützte Ursprungsbezeichnung verletzen. Die Bezeichnung biete nämlich vor allem eine auf ihrer geografischen Herkunft beruhende Qualitätsgarantie, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag im Rechtsstreit zwischen dem Verband der französischen Champagnerhersteller und einem spanischen Barbetreiber. Dieser nannte seine Tapas-Bars "Champanillo" und warb mit einem Bild von zwei Gläsern voll prickelndem Getränk. (Az. C. 783/19)
Steinmeier hebt in Brief an Biden epochale Bedeutung des 11. September hervor
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einem Brief an US-Präsident Joe Biden die epochale Bedeutung der Terroranschläge vom 11. September hervorgehoben. "Der 11. September 2001 war eine historische Zäsur", schreibt Steinmeier laut einer Mitteilung des Bundespräsidialamts anlässlich des 20. Jahrestags der Anschläge am Samstag. Auch die meisten Deutschen erinnerten sich bis heute daran, wie sie "fassungslos den Schrecken am Bildschirm verfolgten".
Umweltverbände solidarisieren sich mit Bündnis von IAA-Demonstranten
Mehrere Umweltverbände haben sich mit dem Aktionsbündnis "Sand im Getriebe" solidarisiert, das für Freitag und Samstag zu einer "Massenaktion zivilen Ungehorsams" anlässlich der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in München aufgerufen hat. "Der Verkehrssektor in Deutschland ist maßgeblich daran beteiligt, die Klimakrise zu verschärfen", heißt es in der Solidaritätserklärung. Der Protest richte sich nicht gegen einzelne Autofahrer, "sondern gegen die IAA als symbolträchtigen Ort", betonten die unterzeichnenden Organisationen.