Letzte Nachrichten
Regierung stoppt Förderung für alle energieeffiziente Gebäude
Die Bundesregierung hat mit sofortiger Wirkung die Förderung energieeffizienter Gebäude gestoppt. Die enorme Antragsflut im Monat Januar insbesondere für Anträge für die Neubauförderung habe die bereitgestellten Mittel deutlich überstiegen, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Angesichts der vorläufigen Haushaltsführung habe die staatliche Förderbank KfW das Programm am Montag mit sofortiger Wirkung stoppen müssen. Das Programm wäre aber sowieso nur bis Ende Januar gelaufen.
Deutsche beklagen die Entfremdung von Freunden in Pandemie
Durch die Coronapandemie hat sich laut einer Umfrage fast ein Drittel der Menschen in Deutschland von Freundinnen und Freunden entfernt. Das berichtete das Portal "Zeit Online" am Montag unter Berufung auf eine Erhebung des YouGov-Cambridge Globalism Projects. 30 Prozent antworteten demnach auf eine entsprechende Frage, dass die Coronapandemie dazu geführt habe, dass die Beziehung zu Freunden weniger eng geworden sei.
Paris fordert direkte Gespräche der EU mit Russland-Aggressor
Frankreichs Europa-Staatssekretär Clément Beaune hat im Ukraine-Konflikt direkte Gespräche zwischen EU und Russland gefordert. Notwendig sei ein "organisierter, regelmäßiger Dialog" zwischen Brüssel und Moskau, sagte Beaune am Sonntag. Russlands Präsident Wladimir Putin setze auf Gespräche mit den USA, weil dies an den Kalten Krieg erinnere und Russlands Stellung als "Supermacht" untermauere. Auch ziele Putin darauf ab, die Europäer zu "spalten". "Was wir tun müssen ist, als Vertreter des Westens geeint zu bleiben und als Europäer Präsenz zu zeigen", sagte Beaune. "Tut die Europäische Union genug? Bisher wahrscheinlich nicht". Der Staatssekretär bekräftigte die Forderung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach einer "neuen gemeinsamen Sicherheitsordnung" in Europa. Anlässlich des Beginns der französischen EU-Ratspräsidentschaft hatte Macron im EU-Parlament für ein selbstbewussteres Auftreten der EU auf internationaler Ebene geworben - dazu zählte er insbesondere den Dialog mit Russland. Wegen eines russischen Truppenaufmarschs an der Grenze zur Ukraine befürchtet der Westen, dass Russland einen Einmarsch in das Nachbarland vorbereitet. Die Regierung in Moskau bestreitet Angriffspläne und fordert unter anderem den Verzicht auf eine weitere Osterweiterung der Nato. Deutschland und Frankreich bemühen sich seit Wochen um eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der Ukraine und Russland im sogenannten Normandie-Format. Der Fokus der internationalen diplomatischen Bemühungen im Ukraine-Konflikt liegt bislang allerdings auf Gesprächen zwischen Moskau und Washington. Berlin, Paris und Brüssel spielen untergeordnete Rollen. (S. Sokolow--BTZ)
Burkina Fasos Präsident und Minister von Soldaten verhaftet
In Burkina Faso ist Präsident Roch Marc Christian Kaboré nach Angaben aus Sicherheitskreisen von meuternden Soldaten festgenommen worden. Neben Kaboré seien auch der Vorsitzende des Parlaments sowie die Minister in den Händen der Soldaten in einer Kaserne der Hauptstadt Ouagadougou, verlautete am Montag aus mehreren Sicherheitsquellen. Bereits am Wochenende wurde das westafrikanische Land von Unruhen erschüttert; in mehreren Kasernen fielen Schüsse. Die Regierung bestritt aber einen Militärputsch.
Erzbischof Heße: "Respekt" für Outing von Kirchen-Mitarbeitern
Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat "Respekt" für das öffentliche Outing von dutzenden Mitarbeiter der katholischen Kirche als queer geäußert und Änderungen in seiner Institution angemahnt. "Eine Kirche, in der man sich wegen seiner sexuellen Orientierung verstecken muss, kann nach meinem Dafürhalten nicht im Sinne Jesu sein", erklärte Heße am Montag in Hamburg. Er sei "gerne zum Dialog bereit" und biete den Unterzeichnern und Unterzeichnerinnen der Aktion aus seinem Bistum ein Gespräch an.
Luftgewehrschüsse auf islamisches Kulturzentrum in Halle
Ein 55-jähriger Mann soll in Halle an der Saale mit einem Luftgewehr auf ein islamisches Kulturzentrum geschossen haben. Zwei Zeugen hörten am Sonntag Schussgeräusche und bemerkten drei Projektile, die eine Fensterbank des Islamischen Kulturcenters Halle trafen, wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte. Menschen wurden nicht getroffen, es entstand auch kein Schaden am Gebäude.
Luxusauto Lamborghini ist für dieses Jahr "fast ausverkauft"
Die italienische VW-Tochter Lamborghini will nach den Rekordverkäufen 2021 in diesem Jahr die Produktion erhöhen. "Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir 2022 schon fast ausverkauft sind. Wir sind bei ungefähr einem Jahr Auftragsvorlauf", sagte Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann der "Automobilwoche" vom Montag. "Wir sind gerade dabei zu prüfen, ob wir die Produktion steigern und hier noch etwas zulegen können, um die Wartezeit für die Kunden nicht über ein Jahr hinaus anwachsen zu lassen."
Ifo-Institut: Corona ist vor allem für über 80-Jährige tödlich
Die Corona-Pandemie hat in Deutschland vor allem bei Menschen über 60 Jahren zu zusätzlichen Todesfällen geführt, während jüngere Menschen weitgehend verschont geblieben sind. Einer am Montag veröffentlichten Studie des Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo zufolge entfielen zwei Drittel der so genannten Corona-Übersterblichkeit auf Menschen über 80 Jahre; weitere 30 Prozent der Betroffenen waren zwischen 60 und 79 Jahre alt. Jüngere Altersgruppen waren nur zu sieben Prozent betroffen.
Lkw-Fahrer in Kanada protestieren gegen Corona-Impfpflicht
In Kanada protestieren dutzende Lkw-Fahrer gegen die Corona-Impfpflicht, die seit kurzem bei Überquerung der Grenze in die USA gilt. Am Sonntag startete der sogenannte "Konvoi für die Freiheit" in der Stadt Vancouver an der kanadischen Westküste, wie kanadische Medien berichteten. Ziel ist die Hauptstadt Ottawa, rund 4400 Kilometer entfernt.
Bundesinstitut: Anhebung des Rentenalters nicht erforderlich
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hat sich gegen eine weitere Anhebung des Rentenalters in Deutschland ausgesprochen. "Ich sehe keinen Anlass, jetzt über die Rente mit 68 zu reden", sagte BiB-Forschungsdirektor Sebastian Küseler der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag. Es gebe "noch erhebliches Potenzial", um die Finanzierbarkeit der Rentenkasse ohne einen solchen Schritt sicherzustellen.
EZB-Ratsmitglied Rehn: "Zinserhöhungen in 2023 logisch"
Der finnische Notenbankchef Olli Rehn, Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), hält Zinserhöhungen im Euroraum im Jahr 2023 für "logisch". Voraussetzung sei, dass es keine "neuen wirtschaftlichen Störungen gibt", sagte Rehn dem "Handelsblatt" vom Montag. Die Treiber der Inflation dürften seiner Ansicht nach im Jahresverlauf nachlassen; die Teuerungsrate im Euro-Raum werde in den nächsten beiden Jahren bei etwa zwei Prozent liegen.
Skeleton: Jungk und Neise bangen wegen Corona um Olympia
Corona betrifft zunehmend auch das deutsche Olympia-Team für Peking. Der zweimalige Skeleton-Weltmeister Axel Jungk (Oberbärenburg) und die Junioren-Weltmeisterin Hannah Neise (Winterberg) müssen nach positiven Tests um die Teilnahme an den Winterspielen vom 4. bis 20. Februar bangen.
NHL: Supertalent Stützle schießt Ottawa mit Solo zum Sieg
Eishockey-Supertalent Tim Stützle hat seine Ottawa Senators mit einem herrlichen Solo in der NHL zum Sieg geführt. Der 20-Jährige erzielte das entscheidende 2:1 bei den Columbus Blue Jackets im zweiten Drittel, nachdem er in der neutralen Zone einen Pass von Alex Formenton angenommen und Columbus-Verteidiger Zach Werenski umspielt hatte. "Ein toller Spielzug", sagte Stützle.
FIA: Bernd Heynemann wünscht Zwayer Karriere-Fortsetzung
Der frühere FIFA-Schiedsrichter Bernd Heynemann beklagt im Fall Felix Zwayer eine unterschiedliche Bewertung von Leistungen im Fußball. "Vergibt ein Spieler eine Großchance, schießt er vielleicht sogar ein nicht nachvollziehbares Eigentor oder gar mehrere davon, dann war das schlecht und/oder ungeschickt", schrieb Heynemann im kicker. "Einem Schiedsrichter wird schnell vorgeworfen, dass Absicht mit dabei war."
135 Tote bei Gefechten nach IS-Angriff auf Gefängnis in Syrien
Bei tagelangen Gefechten nach einem Angriff der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf ein Gefängnis im Norden Syriens sind mindestens 136 Menschen getötet worden. Mindestens 84 IS-Mitglieder und 45 kurdische Sicherheitskräfte seien seit Donnerstag getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mit. Die den fünften Tag in Folge andauernden Kämpfe zwischen dem IS und den Sicherheitskräften hätten mittlerweile aber nachgelassen.
NBA: Wagner-Brüder, Dennis Schröder und Kleber gewinnen
Dank der Brüder Moritz und Franz Wagner haben die Orlando Magic ihre neun Spielen andauernd Niederlagenserie in der Basketball-Profiliga NBA beendet. Moritz Wagner war mit 23 Punkten Topscorer der Magic beim überraschenden 114:95 gegen die sonst so starken Chicago Bulls - dem erst dritten Heimsieg in dieser Saison.
Tennis: Navratilova kritisiert Umgang mit Peng-Protesten
Tennisikone Martina Navratilova hat die Veranstalter der Australian Open für den Umgang mit Protesten in der Causa Peng Shuai kritisiert. Die 65-Jährige bezeichnete es als "erbärmlich", dass Sicherheitskräfte die Zuschauer daran hindern, im Melbourne Park T-Shirts mit der Aufschrift "Wo ist Peng Shuai?" zu tragen.
Mit langem Anlauf ins Viertelfinale: Cornet überrascht weiter
Der wundersame Lauf der Französin Alize Cornet geht bei den Australian Open weiter. Die 32-Jährige aus Nizza hat in Melbourne die frühere Weltranglistenerste Simona Halep ausgeschaltet und steht bei ihrer 63. Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier erstmals im Viertelfinale. Cornet setzte sich 6:4, 3:6, 6:4 durch, sank anschließend ergriffen auf die Knie und verdrückte einige Freudentränen.
Tennis - Mit langem Anlauf ins Viertelfinale: Cornet überrascht
Der wundersame Lauf der Französin Alize Cornet geht bei den Australian Open weiter. Die 32-Jährige aus Nizza hat in Melbourne die frühere Weltranglistenerste Simona Halep ausgeschaltet und steht bei ihrer 63. Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier erstmals im Viertelfinale. Cornet setzte sich 6:4, 3:6, 6:4 durch, sank anschließend ergriffen auf die Knie und verdrückte einige Freudentränen.
NFL: Zukunft von Tom Brady ist nach dramatischem Aus offen
Für Footballstar Tom Brady und Super-Bowl-Champion Tampa Bay Buccaneers ist der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung in der US-Profiliga NFL auf dramatische Art und Weise früh geplatzt. Das Team aus Florida unterlag trotz einer Aufholjagd den Los Angels Rams im Viertelfinale der Play-offs mit 27:30. Es könnte Bradys letztes Spiel gewesen sein.
Honduras: Unterschiedliche Parlamentspräsidenten gewählt
Parlamentsabgeordnete haben in Honduras in konkurrierenden Zeremonien zwei unterschiedliche Parlamentspräsidenten ernannt. Am Sonntag wurde Luis Redondo von der Regierungspartei Retter von Honduras (PSH) bei einer Zeremonie im Kongressgebäude zum Parlamentspräsidenten ernannt. Unabhängig davon ernannten Abweichler der Koalitionspartei Libre den Abgeordneten Jorge Cálix auf einer separaten Versammlung in einem Sozialzentrum zum Parlamentschef. Damit verschärft sich wenige Tage vor dem Amtsantritt der Präsidentin Xiomara Castro die politische Krise in dem zentralamerikanischen Land.
Aggression: Erneut Chinas Kampfflugzeuge in Taiwans Luftraum
China hat am Sonntag insgesamt 39 Kampfflugzeuge in den Luftverteidigungsraum Taiwans geschickt. Das Verteidigungsministerium in Taipeh erklärte, dass es deshalb seine eigene Luftwaffe sowie die Raketenabwehr in Alarmbereitschaft versetzte. Unter den chinesischen Flugzeugen waren demnach 24 vom Typ J-16, sowie zehn weitere des Typs J-10 und ein nuklearwaffenfähiger H-6-Bomber. Es handelte sich um den schwersten Vorfall seit Oktober 2021.
Schüsse von Soldaten in Burkina Faso: Mangelhafte Versorgung
Mit den Schüssen in mehreren Kasernen in Burkina Faso haben einige Soldaten nach eigenen Angaben eine bessere Ausrüstung sowie den Austausch einiger führender Armeemtitglieder erreichen wollen. "Wir wollen an den Kampf angepasste Mittel", sagte ein Armeemitglied in der Sangoulé-Lamizana-Kaserne in einer Tonaufzeichnung, die der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag. Außerdem gehe es um das "Ersetzen" einiger führender Militärs.
Berlusconi zu "Routine"-Untersuchungen im Krankenhaus
Einen Tag nach seinem Rückzug aus dem Rennen um das Präsidentenamt in Italien hat sich Silvio Berlusconi erneut im Krankenhaus medizinischen Untersuchungen unterzogen. Es handele sich um "Routine"-Untersuchungen, teilte ein Sprecher des 85-jährigen Ex-Regierungschefs am Sonntag mit. Berlusconis Arzt Alberto Zangrillo vom San-Raffaele-Krankenhaus in Mailand teilte mit, die "regelmäßigen klinischen Check-ups" seien bereits seit längerem geplant gewesen.
Russland plant kriminellen Staatsstreich-Komplott in Ukraine
Großbritannien hat Moskau ein Komplott zur Einsetzung eines pro-russischen Führers in der Ukraine vorgeworfen. "Wir verfügen über Informationen, die darauf hindeuten, dass die russische Regierung versucht, einen pro-russischen Führer in Kiew einzusetzen", erklärte das britische Außenministerium am Samstag. Das russische Außenministerium wies den Vorwurf als "Desinformation" zurück und forderte London auf, "die Verbreitung von Unsinn zu stoppen". Das Außenministerium in London erklärte, es habe Beweise, dass mehrere ehemalige ukrainische Politiker Verbindungen zu russischen Geheimdiensten hätten. "Einige von ihnen stehen in Kontakt mit russischen Geheimdienstmitarbeitern, die derzeit in die Planung eines Angriffs auf die Ukraine verwickelt sind", erklärte das Ministerium. Als ein möglicher pro-russischer Führer gelte Ex-Ministerpräsident Jewgeni Murajew. Das Außenministerium in Moskau wies den Vorwurf als gezielte Falschinformation zurück. Die vom britischen Außenministerium "verbreitete Desinformation" sei ein "weiteres Zeichen, dass es die von den angelsächsischen Nationen angeführten Nato-Mitglieder sind, welche die Spannungen um die Ukraine verschärfen", erklärte das russische Ministerium auf Twitter. Russland hat in den vergangenen Wochen mehr als 100.000 Soldaten sowie Panzer, Militärfahrzeuge, Artillerie und Raketen an der ukrainischen Grenze zusammengezogen. Der Westen befürchtet deshalb einen russischen Großangriff auf das Nachbarland. Der Kreml dementiert Pläne für einen Einmarsch. Der Vorwurf einer angeblichen Verschwörung Moskaus erfolgte zum Ende einer Woche intensiver internationaler Krisendiplomatie. Nach Gesprächen in Kiew und Berlin einigte sich US-Außenminister Antony Blinken am Freitag in Genf mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow auf eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen in der Ukraine-Krise. Der von London als möglicher pro-russischer Führer benannte ukrainische Ex-Ministerpräsident Murajew hatte seinen Sitz im Parlament in Kiew verloren, als seine Partei bei der Parlamentswahl 2019 an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Er gilt als Eigentümer des ukrainischen Fernsehsenders Nash, um dessen Abschaltung sich die ukrainischen Behörden im vergangenen Jahr wegen pro-russischer Propaganda bemüht hatten. Bei vier weiteren von London genannten Politikern handelt es sich um Mykola Asarow, Sergej Arbusow, Andrej Klujew und Wolodymyr Siwkowitsch. Asarow war unter dem pro-russischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch Ministerpräsident, beide flohen 2014 nach Russland. Arbusow und Klujew waren unter Janukowitsch Vize-Regierungschefs. Gegen Wladimir Siwkowitsch, Ex-Mitglied des ukrainischen nationalen Rates für Sicherheit und Verteidigung, verhängten die USA diese Woche Sanktionen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten. Die britische Außenministerin Liz Truss erklärte auf Twitter, die vorliegenden Informationen "werfen ein Licht auf das Ausmaß der russischen Aktivitäten mit dem Ziel, die Ukraine zu stürzen, und geben einen Einblick in die Denkweise des Kreml". Russland müsse "deeskalieren, seine Kampagnen der Aggression und Desinformation beenden und einen Weg der Diplomatie verfolgen", forderte Truss. Das Weiße Haus bezeichnete "diese Art der Verschwörung" als "zutiefst beunruhigend". Das ukrainische Volk habe "das souveräne Recht, seine eigene Zukunft zu bestimmen", erklärte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Emily Horne. Die Vereinigten Staaten stünden "an der Seite der demokratisch gewählten Partner in der Ukraine". Wenige Stunden vor Veröffentlichung der Vorwürfe gegen Moskau hieß es in britischen Verteidigungskreisen, der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe eine Einladung seines britischen Kollegen Ben Wallace zu einem Gespräch über die Ukraine-Krise angenommen. Da das letzte bilaterale Gespräch zwischen Verteidigungsministern beider Länder 2013 in London stattfand, habe Schoigu ein Treffen in Moskau vorgeschlagen. Großbritannien gehört zu einer Handvoll westlicher Staaten, die angesichts der Lage Waffen wie Panzerabwehrraketen in die Ukraine liefern. Deutschland lehnt Waffenlieferungen weiterhin ab. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba warf Berlin deshalb vor, den russischen Staatschef Wladimir Putin in seinem Vorgehen zu "ermutigen". Zudem untergrabe Deutschland die Geschlossenheit des Westens in dem Konflikt. (F. Dumont--BTZ)
Fehler gegen Schweden: Handballer verpassen EM-Halbfinale
Überraschung verschenkt, Medaillentraum geplatzt: Deutschlands coronageplagte Handballer haben den Einzug ins EM-Halbfinale trotz einer beherzten Leistung verpasst. Das DHB-Team von Bundestrainer Alfred Gislason kassierte beim 21:25 (10:12) gegen Vizeweltmeister Schweden die dritte Hauptrunden-Niederlage in Folge und hat schon vor dem Ende der zweiten Turnierphase keine Chance mehr auf die Teilnahme an den Finalspielen in Budapest.
Bund und Länder: Bei Corona-Maßnahmen keine Lockerungen
Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante planen Bund und Länder keine Lockerung der bestehenden Corona-Maßnahmen. Es bestehe Einigkeit, "dass die bisher geltenden Regeln für soziale Kontakte und Veranstaltungen weiterhin Bestand haben", heißt es nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP im Beschlussvorschlag für eine Videoschaltkonferenz der Regierungschefs am Montag. Wegen Engpässen bei PCR-Tests sollen diese demnach zudem fortan prioritär für bestimmte Gruppen zur Verfügung stehen.
Fußball - Mit Kimmich im Zentrum: FC Bayern siegt in Berlin
Mit Joshua Kimmich als souveränem Chefstrategen im Mittelfeld hat Bayern München Verfolger Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga auf Abstand gehalten. Zum Abschluss des 20. Spieltags gab sich der dominante Rekordmeister am Sonntag beim 4:1 (2:0) bei Hertha BSC keine Blöße und liegt weiter sechs Punkte vor dem BVB.
Blinken hofft auf Deutschlands Entschlossenheit in Ukraine-Krise
Nach Kritik an Deutschlands Verhalten in der Ukraine-Krise hat US-Außenminister Antony Blinken der Bundesregierung ausdrücklich sein Vertrauen ausgesprochen. "Ich kann Ihnen sagen, dass die Deutschen unsere Sorgen sehr stark teilen und entschieden und entschlossen sind zu reagieren", sagte Blinken am Sonntag in der NBC-Sendung "Meet the Press". Deutschland sei bereit, "schnell, wirkungsvoll und in geeinter Weise zu reagieren".
Geiger siegt doppelt am Titisee - Eisenbichler wieder Dritter
Skispringer Karl Geiger hat beim Weltcup in Titisee-Neustadt auch den zweiten Wettkampf gewonnen und seinen vierten Saisonsieg gefeiert. Der 28 Jahre alte Oberstdorfer setzte sich im Schwarzwald wie schon 24 Stunden zuvor vor dem Slowenen Anze Lanisek und seinem Teamkollegen Markus Eisenbichler durch. Keine zwei Wochen vor Olympia springen die DSV-Adler weiter in bestechender Form.
Armeniens Staatschef Sarkissja kündigt seinen Rücktritt an
Der armenische Präsident Armen Sarkissjan hat vor dem Hintergrund des Berg-Karabach-Konflikts seinen Rücktritt angekündigt. Als Staatschef, der in Armenien eine weitgehend symbolische Rolle innehat, habe er in den aktuellen Krisenzeiten nicht die "notwendigen Instrumente" an der Hand gehabt, erklärte Sarkissjan am Sonntag in Eriwan. Er forderte Verfassungsänderungen, um dem Präsidenten mehr Kompetenzen einzräumen.
Niederlage in Leipzig: Wolfsburgs Sieglos-Serie geht weiter
Die Sieglos-Serie geht weiter, der Druck auf Trainer Florian Kohfeldt steigt: Der VfL Wolfsburg hat die nächste bittere Pleite im Bundesliga-Abstiegskampf kassiert. Beim Vizemeister RB Leipzig verloren die lange tapfer kämpfenden Wölfe am Sonntag mit 0:2 (0:0). Damit blieb der VfL auch im elften Pflichtspiel nacheinander ohne Erfolg.