Letzte Nachrichten
Roboter dirigiert Orchester in Südkorea
Erstmals hat ein Roboter in Südkorea ein Orchester dirigiert. Der 1,80 Meter große Roboter mit dem Namen "EveR 6" gab sein Debüt am Freitag bei einem Konzert des Koreanischen Nationalorchesters in Seoul. Der Roboter und die mehr als 60 Musiker, die traditionelle koreanische Instrumente spielten, überzeugten das Publikum mit einer perfekten Darbietung.
Schwester von Martin Luther King Jr. im Alter von 95 Jahren gestorben
Die ältere Schwester der 1968 ermordeten US-Bürgerrechtsikone Martin Luther King Jr., Christine King Farris, ist tot. Sie starb am Donnerstag im Alter von 95 Jahren, wie ihre Familie und das von ihr mitgegründete King Center mitteilten. US-Präsident Joe Biden würdigte Farris als "geschätzte Lehrerin und Bürgerrechts-Anführerin": "Sie stand für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit - Tugenden, die das Beste unserer Nation widerspiegeln."
Koalition verständigt sich auf finale Fassung des Heizungsgesetzes
Die Koalition hat sich am Freitag auf die konkreten Formulierungen für das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) verständigt. Damit ist eine zentrale Hürde für die geplante Verabschiedung des Gesetzes zum klimafreundlichen Heizen in der kommenden Woche genommen. Der neue Entwurf enthält weitreichende Änderungen, in Bestandsbauten sollen teils noch bis Mitte 2028 fossile Gasheizungen eingebaut werden können.
Macron: Onlinenetzwerke sollen "besonders sensible" Inhalte zu Protesten löschen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Onlinenetzwerke zum Löschen von "besonders sensiblen" Inhalten zu den Ausschreitungen nach dem Tod eines 17-Jährigen aufgefordert. Er erwarte von Plattformen wie Snapchat oder TikTok verantwortliches Handeln, sagte Macron am Freitag nach einer Krisensitzung in Paris. Dort würden "gewalttätige Versammlungen" organisiert, auch werde bei den jungen Nutzern zu einer "Art Nachahmung von Gewalt" angeregt.
Verfassungsschutz darf Islamisches Zentrum Hamburg als islamistisch einstufen
Der Hamburger Verfassungsschutz darf das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) als Organisation des Islamismus einstufen. Einzelne der Aussagen zum IZH im Verfassungsschutzbericht 2019 seien zwar rechtswidrig, erklärte das Verwaltungsgericht der Hansestadt am Freitag auf eine Klage des Zentrums hin. Die Aussage, dass es sich um eine extremistische Organisation des Islamismus handle, die verfassungsfeindliche Ziele verfolge, sei rechtlich aber nicht zu beanstanden.
"Spiegel": In Kritik stehender BND prüft Informationslage zum Wagner-Aufstand
Der Bundesnachrichtendienst (BND) blickt offenbar selbstkritisch auf seine Informationslage rund um den Aufstand der russischen Söldnergruppe Wagner. Es sei eine interne Prüfung eingeleitet worden, um aufzuarbeiten, ob der Geheimdienst die Pläne der Wagner-Gruppe früher hätte erkennen müssen, berichtete der "Spiegel" am Freitag vorab. Es gehe auch um die Frage, ob Hinweise ausländischer Nachrichtendienste richtig bewertet worden seien. Koalitionspolitiker äußerten deutliche Kritik am BND.
Liedermacher Wolf Biermann bescheinigt Ostdeutschen chronische Seelenschäden
Der Liedermacher und Dichter Wolf Biermann hat den Ostdeutschen in der Debatte über ihr Demokratieverständnis chronische Seelenschäden bescheinigt. "Die Ostdeutschen sind nach zwei Diktaturen hintereinander doppelt geprägt", sagte der 86-Jährige dem Berliner "Tagesspiegel" laut Mitteilung vom Freitag. "Kaputte Häuser und Straßen kann man in 30 Jahren wieder aufbauen, kaputte Menschen dauern etwas länger."
77-Jähriger bricht in Bayern bei Arbeitsunfall durch Dach und stirbt
Bei einem Arbeitsunfall in Bayern ist ein 77-Jähriger durch ein Dach gebrochen, metertief gestürzt und gestorben. Der Mann erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen, wie die Polizei in Augsburg am Freitag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Donnerstagnachmittag in Affing bei Reparaturarbeiten.
Kein Regenbogen bei Frauen-WM: FIFA legt Kapitänsbinden fest
Kapitänin Alexandra Popp wird bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland nicht mit der Regenbogenbinde auflaufen. Der Weltverband FIFA präsentierte am Freitag acht Binden, mit denen die Spielerinnen beim Turnier ihr Team aufs Feld führen dürfen. Eine Binde in Regenbogenfarben ist nicht dabei. Stattdessen sollen unter der Kampagne "Fußball vereint die Welt" acht Botschaften mit sozialen Anliegen verbreitet werden.
Haftstrafe für ehemaligen Heilpraktiker wegen gefälschter Corona-Impfpässe
Wegen der Fälschung von Corona-Impfpässen hat das Landgericht München I einen ehemaligen Heilpraktiker zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Er wurde zudem wegen gefährlicher Körperverletzung in 96 Fällen und unerlaubten Handels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten außerhalb einer Apotheke in 102 Fällen verurteilt, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Darüber hinaus ordnete das Gericht die Unterbringung des Manns in einer Entziehungsanstalt an.
Verbraucherschutzminister fordern erneut Deckel für Dispozinsen
Die Verbraucherschutzminister der Länder haben einen Deckel für die hohen Dispozinsen gefordert. Sie erteilten einen Prüfauftrag an die Bundesregierung, wie der schleswig-holsteinische Verbraucherschutzminister Werner Schwarz (CDU) am Freitag nach einem Treffen in Konstanz sagte. Er halte einen Rahmen von fünf bis acht Prozent als Obergrenze für sinnvoll.
Frau stirbt in Oldenburg bei Sturz mit Auto aus Parkhaus
Eine 81-jährige Frau ist im niedersächsischen Oldenburg mit ihrem Auto aus dem vierten Geschoss eines Parkhauses gestürzt und gestorben. Beim Rangieren stieß die Fahrerin am Freitag zunächst gegen einen geparkten Wagen und durchbrach anschließend vorwärts eine Begrenzungsmauer, wie die Polizei in Oldenburg mitteilte.
Merz: AfD ist Feind unserer Demokratie
CDU-Chef Friedrich Merz hat die AfD als "Feind unserer Demokratie" bezeichnet. Auf die Frage nach dem gemeinsamen Hauptgegner der Union antwortete Merz am Freitag nach einer Präsidiumssitzung von CDU und CSU in München, alle Parteien seien Wettbewerber. Die AfD sei aber eine Partei, "die zu einem beachtlichen Teil außerhalb des Verfassungsspektrums unseres Landes steht".
Baden-württembergische Ermittler: Betrügerbande ging äußerst professionell vor
Eine von Ermittlern in Baden-Württemberg zerschlagene mutmaßliche Bande von Telefonbetrügern ist laut weiteren Details der Behörden äußerst professionell vorgegangen. Das internationale Netzwerk rekrutierte sich zum Teil über ein Onlineportal in Polen, wie das baden-württembergische Landeskriminalamt in Stuttgart und die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Freitag berichteten. Die Schockanrufer sollen sich zumeist als Staatsanwälte oder Polizeibeamte ausgegeben haben, um vor allem ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen.
Frankreich kommt nach tödlichem Schuss auf 17-Jährigen nicht zur Ruhe
Nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen Jugendlichen kommt Frankreich nicht zur Ruhe. Angesichts der gewaltsamen Proteste brach Präsident Emmanuel Macron am Freitag seine Teilnahme am EU-Gipfel in Brüssel ab und reiste nach Paris; Premierministerin Elisabeth Borne schloss die Ausrufung des Notstandes in Frankreich nicht aus. In der Nacht waren trotz eines massiven Polizeiaufgebots in mehreren Städten Autos angezündet, Gebäude verwüstet und Geschäfte geplündert worden. Mehr als 870 Menschen wurden festgenommen.
CDU und CSU beschließen Sofortprogramm "Agenda für Deutschland"
CDU und CSU haben sich auf einer gemeinsamen Präsidiumssitzung in München auf ein Zehn-Punkte-Programm mit einer "Agenda für Deutschland" verständigt. Breiten Raum nehmen darin die Themen Innere Sicherheit und Wirtschaftsförderung ein. Eine Absage gibt es an "illegale Migration" sowie "Verbote und Bevormundung".
Staatsanwältin: Hollywood-Star Kevin Spacey ist ein "sexueller Tyrann"
Im Londoner Prozess gegen Oscar-Preisträger Kevin Spacey hat die Staatsanwaltschaft den US-Schauspieler als "sexuellen Tyrannen" beschrieben. Spacey sei ein Mann, "dem es offenbar Spaß macht, wenn sich andere machtlos und unbehaglich fühlen - ein sexueller Tyrann", sagte die Staatsanwältin Christine Agnew am Freitag vor den Geschworenen. Seine "bevorzugte Angriffsmethode" bestehe darin, "anderen Männern aggressiv in den Schritt zu packen". In einem Fall sei er sogar noch weiter gegangen.
Streik legt Flugverkehr an Flughafen Genf lahm - Dutzende Annullierungen
Ein Streik des Flughafenpersonals hat den zweitwichtigsten Flughafen der Schweiz zeitweise lahmgelegt: Am Freitag wurden zunächst bis Mittag alle Flüge am Genfer Airport abgesagt. Die verantwortliche Gewerkschaft kündigte dann eine Fortsetzung des zunächst für vier Stunden angesetzten Arbeitskampfes bis Samstagabend an. In der Schweiz sind Streiks sehr selten.
Paderborn gelingt großer Coup mit Kruse-Verpflichtung
Dem Fußball-Zweitligisten SC Paderborn ist der große Coup geglückt: Der einstige Erstligist hat am Freitag den ehemaligen Nationalspieler Max Kruse (35), der zuletzt vereinslos war, verpflichtet. Zuvor hatte der langjährige Bundesliga-Profi den Medizincheck beim SCP erfolgreich absolviert. Über die Vertragslaufzeit machte Paderborn keine Angaben.
Mitarbeiter von Kampfmittelbeseitigungsdienst in Brandenburg verhaftet
Ein Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdiensts in Brandenburg soll Waffen, Munition und sprengstoffähnliche Substanzen gehortet haben. Gegen den Verdächtigen wurde am Donnerstag Haftbefehl erlassen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam am Freitag sagte. Er sitzt in Untersuchungshaft.
Drei Festnahmen in Rumänien nach Diebstahl im großem Stil in Deutschland
Weil sie im großen Stil Waren aus Supermärkten oder Drogerien in Deutschland gestohlen und weiterverkauft haben sollen, haben Ermittler in Rumänien zwei Männer und eine Frau festgenommen. Sie sollen zusammen mit zwei weiteren in Kiel festgenommenen Männern die Ware aus verschiedenen Märkten in Schleswig-Holstein gestohlen und nach Rumänien gebracht haben, wie die Staatsanwaltschaft Kiel und die Polizei in Neumünster am Freitag mitteilten.
Pokémon-Go-Entwickler Niantic streicht 230 Stellen
Die US-Entwicklerfirma des Smartphone-Spiels Pokémon Go, Niantic, streicht 230 Stellen, rund ein Drittel der Belegschaft. Niantic-Chef John Hanke teilte in einer Mail an die Beschäftigten Donnerstagabend mit, das Unternehmen müsse Kosten einsparen. Nach der Corona-Pandemie läuft das Geschäft nicht mehr so gut.
Staatsanwaltschaft: 15-Jährige in Brandenburg starb nach Drogenkonsum
Der Tod einer 15-Jährigen im brandenburgischen Rathenow ist auf einen Drogenkonsum zurückzuführen. Das ergab das vorläufige Ergebnis der Obduktion, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam am Freitag sagte. Zur Menge der eingenommenen Drogen und zu der konkreten Substanz konnten die Ermittler noch nichts sagen. Das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung wird der Staatsanwaltschaft zufolge erst in einigen Wochen erwartet.
59-Jähriger bedroht syrische Familie in Ruhrgebiet mit Schusswaffen
Ein 59 Jahre alter Mann hat in Mülheim an der Ruhr eine syrische Familie ausländerfeindlich beleidigt und mit zwei Schusswaffen bedroht. Wie die Polizei in Essen am Freitag mitteilte, wurde der Verdächtige vorläufig festgenommen. Bei den Waffen soll es sich um Schreckschusswaffen gehandelt haben. In der Wohnung des Manns wurden zudem rechte Schriften entdeckt. Der Staatsschutz ermittelt.
Kuntz sieht U21-Scheitern als "Bestätigung des Trends"
Der ehemalige DFB-Trainer Stefan Kuntz hat nach dem frühen EM-Aus der deutschen U21 zumindest "ein bisschen" Sorgen um den deutschen Fußball. "Das sind Entwicklungen, die man schon etwas länger sieht. Es war eine Bestätigung des Trends", sagte der 60-Jährige nach dem Vorrunden-K.o. dem SID. Der heutige Nationaltrainer der Türkei hatte die deutsche U21 2017 und 2021 zum EM-Titel geführt.
Ehemaliger Erzieher in Kinderdorf wegen Missbrauchs in Lüneburg vor Gericht
Weil er in einem Kinderdorf in Niedersachsen mehrere Jungen missbraucht haben soll, muss sich ein früherer Erzieher seit Freitag vor dem Landgericht Lüneburg verantworten. Die Anklage wirft dem 63-Jährigen insgesamt 116 Straftaten vor, zwei davon gelten als Versuch. Er soll zwischen 1999 und 2021 insgesamt sechs Jungen im Alter von sieben bis 13 Jahren missbraucht haben.
Bundesregierung sieht Ausschreitungen in Frankreich mit "Sorge"
Die Bundesregierung blickt mit "Sorge" auf die gewaltsamen Proteste in Frankreich nach dem Tod eines 17-Jährigen durch den Schuss eines Polizisten. Das "sehen wir natürlich im Augenblick mit einer gewissen Sorge, was sich da in Frankreich gerade zuträgt", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin. Die französische Regierung habe den Vorfall im Pariser Vorort Nanterre klar verurteilt.
EU-Gipfel sucht weiter nach einer Lösung im Asylstreit
Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben am Freitag in Brüssel weiter nach einer Lösung im Streit um die gemeinsamen Asylregeln gesucht. Polen bleibe bei seiner harten Haltung, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am zweiten Gipfeltag. Polen und Ungarn wehren sich gegen den Asylkompromiss der EU-Innenminister von Anfang Juni. Danach sollen beide Staaten 20.000 Euro für jeden Geflüchteten zahlen, den sie nicht von Ankunftsländern wie Italien oder Griechenland übernehmen.
Wimbledon: Zverev startet gegen Brouwer
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev bekommt es in seinem Auftaktmatch beim Rasen-Klassiker in Wimbledon (3. bis 16. Juli) mit einem krassen Außenseiter zu tun. Der 26-Jährige trifft in der ersten Runde auf den niederländischen Qualifikanten Gijs Brouwer. Die Nummer 153 der Welt steht erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers.
Schwache Konjunktur schlägt auf den Arbeitsmarkt durch
Die schwache Konjunktur wirkt sich nun auch auf den Arbeitsmarkt aus: Die Zahl der Arbeitslosen nahm im Juni im Vergleich zum Vormonat um 11.000 auf 2,555 Millionen zu, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb aber unverändert bei 5,5 Prozent.
Macron verlässt wegen Protesten in Frankreich vorzeitig den EU-Gipfel
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat wegen der anhaltenden Unruhen in seinem Land nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen 17-Jährigen vorzeitig den EU-Gipfel in Brüssel verlassen. Er wolle um 13.00 an einer Krisensitzung teilnehmen, hieß es am Freitag im Elysée. Die bisher getroffenen Sicherheitsmaßnahmen sollten "ohne Tabu" geprüft werden.
Tote Frau in Hamburger Modekaufhaus entdeckt
In einem Hamburger Modekaufhaus ist eine tote Frau entdeckt worden. Ein Mitarbeiter fand die Leiche am Montagnachmittag in einem für Kunden nicht zugänglichen Raum, wie ein Sprecher der Polizei in der Hansestadt am Freitag sagte. Hinweise auf ein Fremdverschulden lagen zunächst nicht vor.