Letzte Nachrichten
Selenskyj: Nato-Mitgliedschaft der Ukraine vor Kriegsende "unmöglich"
In einem seltenen Eingeständnis hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Nato-Beitritt seines Landes vor dem Ende des Krieges als "unmöglich" bezeichnet. Sein Land verstehe, dass es kein Nato-Mitglied in einen Krieg hineinziehen werde, sagte Selenskyj am Freitag nach einem Treffen mit dem estnischen Präsidenten Alar Karis vor Journalisten. Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 drängt Selenskyj verstärkt auf eine Nato-Mitgliedschaft seines Landes. Unterdessen meldeten die Behörden der Ukraine und Russlands Tote bei Angriffen der jeweils anderen Seite.
Entwurf für internationales Plastikabkommen soll bis November stehen
Ein internationales Abkommen zur Eindämmung von Plastikmüll ist einen kleinen Schritt nähergerückt: Regierungsvertreter aus 175 Ländern einigten sich am Freitag in Paris darauf, bis Ende November den ersten Entwurf des Abkommens zu verfassen. Im vergangenen Jahr hatten sich die 175 Nationen verpflichtet, sich bis 2024 auf ein rechtlich verbindliches UN-Abkommen gegen die drastisch ansteigende Plastikvermüllung von Umwelt und Meeren zu einigen.
Vorbild für "Ziemlich beste Freunde": Geschäftsmann Pozzo di Borgo ist tot
Die Freundschaft mit seinem Pfleger war das Vorbild für den Erfolgsfilm "Ziemlich beste Freunde": Der Adelige und Geschäftsmann Philippe Pozzo di Borgo ist tot. Wie Regisseur Eric Toledano der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mitteilte, starb der seit drei Jahrzehnten querschnittsgelähmte Pozzo di Borgo im Alter von 72 Jahren im marokkanischen Marrakesch. Toledano war einer der beiden Regisseure des 2011 veröffentlichten "Ziemlich beste Freunde", der Film war einer der erfolgreichsten französischen Filme aller Zeiten und war unter anderem Oscar-nominiert.
CIA-Chef Burns zu heimlichen Gesprächen nach China gereist
Inmitten höchst angespannter Beziehungen zwischen den USA und China ist der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, William Burns, zu vertraulichen Gesprächen nach Peking gereist. "Im vergangenen Monat ist Direktor Burns nach Peking gereist, wo er chinesische Amtskollegen getroffen und die Bedeutung offener Kommunikationsdrähte bei Geheimdienstkanälen betont hat", sagte ein US-Regierungsvertreter am Freitag.
US-Außenminister Blinken reist kommende Woche nach Saudi-Arabien
US-Außenminister Antony Blinken reist kommende Woche nach Saudi-Arabien. Wie das Außenministerium in Washington am Freitag mitteilte, soll der Besuch von Dienstag bis Donnerstag andauern. Zu den Themen der Gespräche Blinkens sollen Bemühungen zur Beendigung des Bürgerkriegs im Jemen sowie eine mögliche Normalisierung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel gehören. Washington wie Riad sind zudem derzeit Vermittler bei Verhandlungen im saudiarabischen Dschiddah zu einer Beendigung der Kämpfe im Sudan zwischen der Regierung und der paramilitärischen RSF-Miliz.
Verwaltungsgericht bestätigt Verbot von linker Demonstration in Leipzig
Eine am Samstag geplante Demonstration der linken Szene in Leipzig bleibt verboten. Das Verwaltungsgericht Leipzig bestätigte am Freitag in einem Eilverfahren die von der Stadt erlassene Verbotsverfügung. Bei der Demonstration von Unterstützern einer Gruppe mutmaßlicher Linksextremisten um die am Mittwoch verurteilte Lina E. sei mit "hoher Wahrscheinlichkeit von einem unfriedlichen Verlauf" auszugehen, erklärte das Gericht.
König Charles III. trifft in Rumänien zu erstem Auslandsbesuch seit Krönung ein
Der britische König Charles III. ist in Rumänien zu seinem ersten Auslandsbesuch seit seiner Krönung vor knapp einem Monat eingetroffen. Der rumänische Präsident Klaus Johannis begrüßte Charles am Freitag mit militärischen Ehren am Präsidentenpalast in Bukarest. Rund 300 Gäste nahmen an einem Empfang zu Ehren Charles' anlässlich des 25. Jahrestages seines ersten Besuchs in Rumänien teil.
Verstappen im Barcelona-Training vorn
Max Verstappen und Red Bull haben dem Update-Feuerwerk der Konkurrenz im freien Training zum Großen Preis von Spanien getrotzt. Der Formel-1-Weltmeister und WM-Spitzenreiter setzte am Freitag in 1:13,907 Minuten die Tagesbestzeit vor Lokalmatador Fernando Alonso (Aston Martin/+0,170 Sekunden) und überraschend dem Emmericher Nico Hülkenberg im Haas (+0,270). Vierter wurde Verstappens Teamkollege und erster WM-Verfolger Sergio Perez (+0,312).
Berichte: Ermittlungen gegen Mike Pence wegen Geheimdokumenten eingestellt
Die Ermittlungen gegen den früheren US-Vizepräsidenten Mike Pence wegen des Fundes von Geheimdokumenten in seinem Privathaus sind Medienberichten zufolge eingestellt worden. Die Sender NBC und CNN berichteten am Freitag, das Justizministerium habe den Anwalt des früheren Stellvertreters von Ex-Präsident Donald Trump in einem Brief über die Einstellung des Verfahrens informiert. Demnach wird es keine strafrechtlichen Konsequenzen für den Politiker der Republikanischen Partei geben.
Verdächtige nach Tötung von Hells-Angels-Mitglied in Köln identifiziert
Nach tödlichen Schüssen auf ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels in Köln hat die Mordkommission zwei Tatverdächtige identifiziert. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag mitteilten, wurde gegen die 26 und 30 Jahre alten Männer bereits Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes erlassen. Sie waren demnach wie der Getötete Mitglieder eines mittlerweile aufgelösten Charters der Hells Angels.
Stark-Watzinger will Entwicklung von deutschem Fusionsreaktor vorantreiben
Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) setzt große Hoffnungen in die Technologie der Kernfusion. "Bis Ende Juni wollen wir eine umfassende Strategie zur Fusionsforschung vorlegen, um die Entwicklung eines Fusionsreaktors voranzutreiben", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabmeldung vom Freitag. "Wir wollen ein klares Signal senden, dass die Fusion in Deutschland erwünscht ist." Hierzu wolle sie in den laufenden Haushaltsverhandlungen auch mehr staatliches Fördergeld mobilisieren.
USA rufen Russland und China zu Rüstungskontrollgesprächen auf
Die USA haben Russland und auch China zu Rüstungskontrollgesprächen über Atomwaffen aufgerufen. Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, sagte am Freitag bei einer Konferenz in Washington, sein Land wolle Gespräche mit Moskau über eine Nachfolge des 2026 auslaufenden Atomwaffen-Kontrollvertrags New Start. "Anstatt darauf zu warten, dass wir all unsere bilateralen Differenzen ausräumen, sind die USA bereit, jetzt mit Russland über einen Umgang mit nuklearen Risiken zu sprechen."
Anwohner finden Leiche in Kölner Parkanlage
In Köln haben Anwohner in einer Parkanlage eine männliche Leiche gefunden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde der Tote am Freitagvormittag im Stadtteil Bilderstöckchen entdeckt. Er sei noch nicht abschließend identifiziert, hieß es. Es gebe jedoch Hinweise, die auf eine äußerliche Gewalteinwirkung hindeuten könnten.
Sondergesandter: "Viele Schwierigkeiten" verhindern Ukraine-Friedensgespräche
Der chinesische Sondergesandte für die Ukraine, Li Hui, sieht noch "viele Schwierigkeiten", bevor Moskau und Kiew Friedensgespräche zur Beendigung des Krieges führen können. Er glaube, "alle Parteien unterstützen eine politische Lösung" des Krieges, sagte Li am Freitag nach einer Europareise mit dem Ziel, nach einer politischen Lösung im Ukraine-Konflikt zu suchen.
Scholz fordert mehr Tempo auf dem Weg zur Klimaneutralität
"Mehr Tempo" auf beim klimafreundlichen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Freitag in Berlin gefordert. Es gehe um "ambitionierte und ehrgeizige Ziele" auf dem Weg zur Klimaneutralität, sagte Scholz nach einem Treffen der Allianz für Transformation im Kanzleramt. Dies seien aber "Ziele, die wir erreichen können und wollen".
Vorerst keine neuen Streiks bei der Bahn - Gespräche Anfang kommender Woche
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat ihre Streikdrohung vorerst ausgesetzt. Die Deutsche Bahn habe sich zu Gesprächen in kleiner Runde zu Anfang der kommenden Woche bereit erklärt, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Bis dahin werde es auch keine Streiks geben. Einem Medienbericht zufolge will die Gewerkschaft außerdem Rücksicht auf den evangelischen Kirchentag in Nürnberg nehmen, der bis zum 11. Juni dauert.
Schleuserauto mit 17 Syrern landet auf Flucht vor Polizei in der Spree
In Sachsen ist ein Schleuserauto mit 17 Migranten aus Syrien bei der Flucht vor der Bundespolizei in der Spree gelandet. Sechs der Flüchtlinge wurden bei dem Unfall verletzt und in Krankenhäuser gebracht, wie die Bundespolizei im sächsischen Ebersbach am Freitag mitteilte.
UEFA ermittelt gegen Mourinho
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat im Zuge der Vorfälle nach dem Europa-League-Finale Ermittlungen gegen Startrainer Jose Mourinho von der AS Rom aufgenommen. Das bestätigte der Verband am Freitag und gab zugleich weitere Verfahren gegen die Roma und Endspielgegner FC Sevilla wegen des Fehlverhaltens der Fans beider Klubs bekannt.
Pfau büxt in Baden-Württemberg aus und flüchtet auf Hausdach
In Baden-Württemberg hat ein freilaufender Pfau für einen Polizeieinsatz gesorgt. Wie die Beamten in Ulm mitteilten, meldete am Freitagmorgen ein Zeuge in der Gemeinde Erbach das umherlaufende Tier. Die Einsatzkräfte entdeckten den Pfau dann auf dem Dach eines Hauses.
Ethikrat-Vorsitzende will Wasserzeichen gegen Desinformation
Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, will Technologiekonzerne bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich der Desinformation stärker in die Pflicht nehmen. "Ich finde zum Beispiel solche Deep Fakes, also gerade die Bilder, da sollten die großen Konzerne einfach Wasserzeichen reingeben“, sagte Buyx am Freitag den Sendern RTL und ntv. Außerdem gebe es Bereiche, in denen KI gar nicht zum Einsatz kommen sollte.
Mann schlägt und würgt Transfrau in Düsseldorf
In Düsseldorf hat ein Unbekannter eine Transfrau beleidigt, geschlagen und gewürgt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, ereignete sich der Angriff am Donnerstagabend vor dem Zugang zu einem U-Bahnhof. Der Mann soll die Transfrau zuerst beleidigt, dann mit seinen Aktentaschen mehrfach auf sie eingeschlagen und sie am Boden liegend gewürgt haben. Anschließend flüchtete der Angreifer.
Klare Mehrheit der Fahrgäste ist mit 49-Euro-Ticket zufrieden
Eine klare Mehrheit von 77 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer ist mit dem bundesweiten 49-Euro-Ticket zufrieden. In einer am Freitag vom Portal web.de veröffentlichten Umfrage des Civey-Instituts äußerten sich 39 Prozent eher zufrieden und 38 Prozent sehr zufrieden. Lediglich zwei Prozent äußerten sich eher unzufrieden und sechs Prozent sehr unzufrieden. 15 Prozent waren unentschieden.
Ehemaliger Wirecard-Aktionär verklagt die Commerzbank
Ein ehemaliger Aktionär des insolventen Finanzdienstleisters Wirecard hat seine Hausbank, die Commerzbank, auf Schadensersatz verklagt. Wie der "Spiegel" am Freitag berichtete, wirft der Mann der Bank vor, ihn trotz erheblicher Zweifel an der Seriösität von Wirecard nicht vor dem Kauf der Aktien gewarnt zu haben. Stattdessen habe eine Analystin der Commerzbank den Kauf der Aktie noch im Frühjahr 2020 empfohlen - also kurz vor der Pleite.
Gladbach trennt sich von Trainer Farke
Trainer Daniel Farke und Borussia Mönchengladbach gehen nach nur einem Jahr getrennte Wege. Das bestätigte der Fußball-Bundesligist am Freitag nach der angekündigten Analyse der Saison, ohne einen Nachfolger zu benennen. Unter Farke hatte Gladbach mit 43 Punkten und Rang zehn die schwächste Spielzeit seit zwölf Jahren abgeliefert. Farkes Vertrag lief noch bis 2025.
Frankreich führt neue Wetterkarten zur Waldbrandgefahr ein
Nach einem Horror-Sommer der Waldbrände im vergangenen Jahr veröffentlicht der französische Wetterdienst von Freitag an bis zum Ende des Sommers täglich Wetterkarten zum Waldbrandrisiko. Die Karten zeigen in verschiedenen Farben an, wie hoch die Waldbrandgefahr in jedem Département ist. Ähnliche Karten gibt es bereits in den USA, Griechenland und Spanien.
Zwei Zwölfjährige legen in baden-württembergischer Stadt mehrere Brände
Im baden-württembergischen Ravensburg haben zwei Zwölfjährige mehrere Brände gelegt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten, brachen am Donnerstag in der Stadt mehrere kleine Feuer aus. Per Notruf wurden Flammen in der Nähe eines Turms in der Altstadt gemeldet. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um drei Feuerstellen handelte, bei denen davon auszugehen war, dass sie mutwillig gelegt worden waren.
Kiew erneut massiv mit russischen Raketen und Drohnen beschossen
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut mit russischen Raketen und Drohnen angegriffen worden. Das Luftabwehrsystem der Ukraine habe "alle 15 Marschflugkörper und alle 21 Angriffsdrohnen zerstört", erklärte die ukrainische Luftwaffe am Freitag im Onlinedienst Telegram. Die russische Armee erklärte hingegen, sie habe in der Nacht Luftabwehrsysteme in der Ukraine bombardiert und "getroffen". Derweil meldeten die Behörden in der grenznahen russischen Region Belgorod zwei Tote infolge erneuter ukrainischer Angriffe.
Polnischer Präsident will umstrittenes Gesetz zu Russland-Kommission abmildern
Der polnische Präsident Andrzej Duda will das umstrittene Gesetz zur Einsetzung einer Untersuchungskommission zu "russischer Einflussnahme" entschärfen. Wenige Tage nach der Unterzeichnung des Gesetzes sagte Duda am Freitag, er werde einen Änderungsvorschlag abgeben. Demnach soll die Kommission nach ihren Ermittlungen keine harten Strafen verhängen dürfen. Die EU und die USA hatten die Einsetzung des geplanten Gremiums heftig kritisiert.
Kämpfe im Sudan gehen trotz US-Sanktionen gegen Konfliktparteien weiter
Trotz der US-Sanktionen gegen die Konfliktparteien hat es in der sudanesischen Hauptstadt Khartum in der Nacht zu Freitag erneut heftigen Artilleriebeschuss gegeben. Besonders betroffen war die Umgebung des staatlichen Fernsehsenders, wie Anwohner der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
US-Wirtschaft schafft im Mai überraschend viele neue Jobs
Der US-Arbeitsmarkt hat sich trotz einer Reihe von Leitzinserhöhungen erneut überraschend robust gezeigt. Die größte Volkswirtschaft der Welt schuf im Mai 339.000 neue Jobs und damit deutlich mehr als erwartet, wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg gleichwohl leicht um 0,3 Punkte auf 3,7 Prozent an.
41-Jähriger in Berlin rassistisch beleidigt und ins Gesicht geschlagen
Ein Unbekannter soll in Berlin einen 41-Jährigen rassistisch beleidigt und wiederholt ins Gesicht geschlagen haben. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, lief der Mann am Donnerstagabend auf einem Gehweg im Bezirk Neukölln. Dort soll ihn der unbekannt Gebliebene rassistisch beleidigt und dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.
Studie: Weniger als ein Viertel der Deutschen schaut optimistisch in die Zukunft
Nur knapp jeder vierte Mensch in Deutschland (23 Prozent) schaut optimistisch in die Zukunft. Das sei zwar ein Anstieg um sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Herbst, wie die Beratungsfirma EY in einer am Freitag in Berlin veröffentlichten Umfrage feststellte, im Vergleich seien die Deutschen aber deutlich negativer eingestellt als der internationale Durchschnitt. Weltweit glaubte demnach fast jeder zweite, dass sich sein Leben in den nächsten drei Jahren verbessern werde.