Letzte Nachrichten
Studie: Klimawandel für Massentod von Küken der Kaiserpinguine verantwortlich
In mehreren Brutstätten für Kaiserpinguine in der Westantarktis sind zum vergangenen Jahresende tausende Küken gestorben, weil das infolge des Klimawandels schmelzende Eis unter ihren winzigen Füßen nachgab. Laut einer am Donnerstag in der Zeitschrift "Communications: Earth & Environment" veröffentlichten Studie starben deshalb an vier der fünf beobachteten Brutstätten in einem Randmeer der Antarktis alle Küken.
Nordkorea meldet zum zweiten Mal Fehlstart eines Spionagesatelliten
Rund drei Monate nach einem ersten gescheiterten Versuch Nordkoreas, einen Spionagesatelliten ins All zu schicken, ist auch ein zweiter Startversuch fehlgeschlagen. Die Flüge der ersten und zweiten Stufe der Rakete seien "normal" verlaufen, berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag. Der Start sei dann aber "aufgrund eines Fehlers im Notzündsystem während des Fluges der dritten Stufe" gescheitert. Der Westen kritisierte den Startversuch.
Zwei 89-Jährige bei Unfall auf Bundesstraße in Rheinland-Pfalz tödlich verunglückt
Im Hunsrück in Rheinland-Pfalz sind zwei Menschen bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Koblenz am Donnerstag mitteilte, geriet ein 89-Jähriger auf der Bundesstraße 50 mit seinem Auto aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem Lastwagen. Der 89-Jährige und sein gleichaltriger Mitfahrer starben.
Elfjähriger in Hamburg von Motorrad erfasst und getötet
Ein elfjähriges Kind ist bei einem Verkehrsunfall in Hamburg ums Leben gekommen. Das Kind und dessen Vater wurden beim Überqueren einer Straße von einer Motorradfahrerin erfasst, wie die Polizei in der Hansestadt am Donnerstag mitteilte. Der Junge starb noch vor Ort. Die Fahrerin und der Kindsvater erlitten schwere, ein weiteres Kind leichte Verletzungen.
Polizist nach Schusswaffenvorfall in Mannschaftswagen suspendiert
Nach einem Schusswaffenvorfall in einem Polizeifahrzeug in Bayern mit mehreren verletzten Einsatzkräften ist ein 27-jähriger Beamter suspendiert worden. Das teilte das Präsidium der bayerischen Bereitschaftspolizei in Bamberg am Donnerstag mit. Bei ihm handelte es sich demnach um den Polizisten, aus dessen Waffe sich der Schuss am Rande eines Spiels des Fußballbundesliga in Augsburg löste.
Sandwich-Kette Subway wird an Investmentgesellschaft Roark Capital verkauft
Die US-Sandwich-Kette Subway bekommt mit der Investmentgesellschaft Roark Capital einen neuen Besitzer. Subway gab am Donnerstag in einer Pressemitteilung eine "endgültige Vereinbarung" für einen Verkauf an die US-Investmentgesellschaft bekannt, der über das Tochterunternehmen Inspire Brands bereits Schnellrestaurant-Ketten wie Arby's, Buffalo Wild Wings und Dunkin' gehören.
30-Jähriger rast mit 160 Kilometern pro Stunde durch Mannheimer Innenstadt
Ein 30-Jähriger ist auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle mit 160 Kilometern pro Stunde durch die Mannheimer Innenstadt gerast. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl vor, wie die Polizei in der baden-württembergischen Stadt am Donnerstag mitteilte. Demnach wollte eine Streife den abgedunkelten Wagen am Mittwochabend kontrollieren.
Selenskyj: Ukraine hat mit mutmaßlichem Tod Prigoschins "nichts zu tun"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat jegliche Verantwortung seines Lands für den mutmaßlichen Tod des Chefs der Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, bei einem Flugzeugabsturz in Russland von sich gewiesen. "Wir haben mit dieser Situation nichts zu tun, das ist sicher", sagte Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten. "Jeder weiß, wen das betrifft", sagte der ukrainische Präsident in einer offensichtlichen Anspielung auf eine Verantwortung des Kremls in Moskau.
Lemke sieht Einleitung von Fukushima-Kühlwasser "äußerst kritisch"
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sieht die in Japan begonnene Einleitung von aufbereitetem Kühlwasser aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifik "äußerst kritisch". "Eine solche Einleitung kann immer nur als letzte Option ins Spiel kommen, wenn alle anderen Wege verbaut sind", erklärte sie am Donnerstag. In jedem Fall, in dem eine Einleitung unvermeidbar ist, sei "äußerste Sorgfalt" geboten.
Bundesarbeitsgericht erleichtert Kündigung wegen rassistisch-sexistischer Chats
Beleidigende, rassistische, sexistische und zu Gewalt aufstachelnde Äußerungen auch in einer für vertraulich gehaltenen Chatgruppe können zur Kündigung führen. Gerade bei solchen Äußerungen bedürfe es einer "besonderen Darlegung" der Beteiligten, warum sie davon ausgingen, dass nichts nach außen dringt, entschied am Donnerstag das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt. Je größer die Gruppe, desto weniger könnten deren Mitglieder auf die Vertraulichkeit bauen. (Az: 2 AZR 17/23, 2 AZR 18/23 und 2 AZR 19/23)
Urteil: Kein Auskunftsanspruch an NRW-Justizministerium zu Cum-Ex-Ermittlungen
Das nordrhein-westfälische Justizministerium muss einem Urteil zufolge keine Auskünfte zu Berichten der Staatsanwaltschaften in Ermittlungsverfahren um sogenannte Cum-Ex-Geschäfte gewähren. Dies entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf nach Angaben vom Donnerstag. Damit scheiterten Gesellschafter der in den Steuerskandal verwickelten Hamburger Warburg-Bank mit einer entsprechenden Klage.
Hintergrund der Messerattacke von 16-Jährigem an Schule in Sachsen weiter unklar
Die Hintergründe des Messerangriffs eines 16-Jährigen auf einen Drittklässler in einer Schule im ostsächsischen Bischofswerda sind nach wie vor weitgehend offen. Wie die Polizei in Görlitz am Donnerstag mitteilte, liefen ihre Ermittlungen zum dem Tatmotiv und dem genauen Tatablauf noch. Beides sei derzeit noch nicht "abschließend geklärt".
Ukraine: Zum Unabhängigkeitstag blau-gelbe Nationalfahne auf der Krim gehisst
Zum ukrainischen Unabhängigkeitstag hat ein Spezialkommando nach Geheimdienstangaben einen Einsatz auf der Krim ausgeführt und die ukrainische Fahne auf der von Russland annektierten Halbinsel gehisst. Bei dem Einsatz habe "der Feind Verluste unter seinen Männern" erlitten, teilte der ukrainische Militärgeheimdienst am Donnerstag mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj würdigte angesichts des Unabhängigkeitstags seine Landsleute derweil als "freies Volk", Deutschland sicherte Kiew weiteren Beistand zu.
Knochen von seit 1990 vermisster Frau in Rheinland-Pfalz identifiziert
Ermittler haben an einem Felsen im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein gefundene Knochenteile einer Frau zuordnen können, die seit 1990 vermisst wurde. Zudem konnten weitere Knochenteile einem seit 2006 verschwundenen Mann zugeordnet werden, wie die Polizei in Trier am Donnerstag mitteilte. Hinweise auf Verbrechen gibt es in beiden Fällen nicht.
Ermittlungen in Belgien wegen wildpinkelnder Partygäste des Justizministers
Unangenehme Ermittlungen für Belgiens Justizminister Vincent Van Quickenborne: Die Polizei hat sich beschwert, weil Gäste einer von ihm gegebenen Party an ein Polizeiauto gepinkelt haben sollen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kortrijk im Nordwesten des Landes bestätigte am Donnerstag, dass Ermittlungen zu einer Polizeibeschwerde eingeleitet wurden.
Urteil gegen früheren Bundeswehroffizier Franco A. ist rechtskräftig
Die Verurteilung des früheren Bundeswehroffiziers Franco A. wegen der Planung eines Anschlags ist rechtskräftig geworden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wies die von A. eingelegte Revision gegen das vor etwas mehr als einem Jahr ergangene Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt am Main nach Angaben vom Donnerstag als "offensichtlich unbegründet" zurück. Das OLG hatte A. zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Er muss seine Strafe nunmehr absitzen.
Wahlen in Simbabwe nach "Verzögerungen" um einen Tag verlängert
Wegen Verzögerungen bei der Stimmabgabe sind die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Simbabwe um einen Tag verlängert worden, was Manipulationsvorwürfe der Opposition verstärkte. Vor allem in der Hauptstadt Harare bildeten sich am Donnerstag erneut vielerorts lange Schlangen vor den Wahllokalen. Präsident Emmerson Mnangagwa hatte die ungewöhnliche Wahlverlängerung am Vorabend damit begründet, dass allen 6,6 Millionen Wahlberechtigten die Stimmabgabe ermöglicht werden solle.
Kinos verkaufen im ersten Halbjahr deutlich mehr Tickets
Die deutsche Kinolandschaft erholt sich offenbar weiter von den Pandemiejahren. "Das Kino ist zurück", erklärte der Vorstand der Filmförderungsanstalt (FFA), Peter Dinges, am Donnerstag. Demnach wurden im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 45,2 Millionen Tickets an den Kinokassen verkauft, 36,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als 33,2 Millionen Karten abgesetzt worden waren.
Mann in Baden-Württemberg von Skorpion gestochen
Ein Mann ist in Baden-Württemberg von einem Skorpion in den Finger gestochen worden. Der 53-Jährige entdeckte das Tier am Mittwochabend in Eislingen in seiner Vespertasche, wie die Polizei in Ulm am Donnerstag mitteilte. Es gelang ihm auch, den drei Zentimeter langen Skorpion in einem leeren Honigglas einzufangen. Dabei wurde er allerdings gestochen und erlitt leichte Verletzungen.
Ermittlungen nach mutmaßlichem Tod von Wagner-Chef bei Flugzeugabsturz
Nach dem mutmaßlichen Tod des Chefs der russischen Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, bei einem Flugzeugabsturz haben die russischen Behörden Ermittlungen aufgenommen. Das für schwere Straftaten zuständige Untersuchungskomitee erklärte am Donnerstag, wegen "Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften im Luftverkehr" zu ermitteln. Das Komitee schickte demnach ein Ermittlerteam an die Absturzstelle. Unterdessen schienen selbst einflussreiche Kreml-Unterstützer zu vermuten, dass es sich um ein Attentat gehandelt haben könnte.
Mutmaßlicher Undercover-Agent verklagt Geheimdienste Dänemarks wegen Terrorismus-Urteil
In einem eher ungewöhnlichen Fall stehen seit Donnerstag in Dänemark die Geheimdienste des Landes vor Gericht: Ein nach eigenen Angaben als Undercover-Agent in Syrien eingesetzter Mann hat geklagt, weil er wegen des Einsatzes als islamistischer Terrorist verurteilt worden sei und Jahre im Gefängnis saß. "Mein Mandant will vor Gericht die Anerkennung erreichen, dass er ein Agent für die dänischen Geheimdienste war", erklärte Verteidiger Erbil Kaya vor Prozessbeginn.
Razzia bei Reichsbürgern in Sachsen-Anhalt
Mit einer Razzia sind die Waffenbehörde im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt und die Polizei gegen zwei Anhänger der Reichsbürgerszene vorgegangen. Ihnen wurden die Waffen und ihre Waffenscheine entzogen, wie der Landkreis am Donnerstag mitteilte. Sowohl bei ihnen privat als auch auf einem Vereinsgelände seien dutzende Waffen beschlagnahmt worden.
Nicaragua verbietet alle Aktivitäten der Jesuiten
Die Regierung von Präsident Daniel Ortega in Nicaragua hat alle Aktivitäten der Jesuiten verboten. Zugleich werde der Besitz der katholischen Ordensgemeinschaft beschlagnahmt, erklärte am Mittwoch (Ortszeit) das Innenministerium in Managua. Zur Begründung wurden verwaltungstechnische Unregelmäßigkeiten angeführt, unter anderem hätten die Jesuiten zwischen 2020 und 2022 keinen Finanzplan bei den Behörden vorgelegt.
Nach Kuss-Skandal: FIFA eröffnet Verfahren gegen Rubiales
Nach dem Kuss-Skandal rund um das WM-Finale hat die FIFA ein Disziplinarverfahren gegen den spanischen Verbandspräsidenten Luis Rubiales eingeleitet. Das teilte der Fußball-Weltverband vier Tage nach dem Endspiel in Sydney mit. "Die FIFA bekräftigt ihr uneingeschränktes Bekenntnis zur Achtung der Integrität aller Personen und verurteilt deshalb jedes gegenteilige Verhalten aufs Schärfste", hieß es am Donnerstag in einer FIFA-Mitteilung.
Bayern setzt im Kampf gegen Internet-Fakeshops auf Künstliche Intelligenz
Die bayerische Justiz setzt beim Kampf gegen Betrug mit Fakeshops im Internet auf Künstliche Intelligenz (KI). Wie das bayerische Justizministerium am Donnerstag in München mitteilte, soll die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei ihrer Arbeit den vom österreichischen AIT Austrian Institute of Technology entwickelten sogenannten Fake-Shop Detector benutzen. Dieser basiert demnach auf KI und überprüft Onlineshops in Echtzeit auf 21.000 verdächtige Merkmale.
Türkische Zentralbank hebt Leitzins überraschend stark auf 25 Prozent
Die türkische Zentralbank hat die Leitzinsen überraschend stark angehoben. Der Leitzinssatz steige von 17,5 Prozent auf 25 Prozent, teilte die Bank am Donnerstag mit. Sie wolle so die Inflation "unter Kontrolle" bringen. Beobachter hatten mit einem deutlich moderateren Anstieg auf 20 Prozent gerechnet.
Keine Lebensgefahr für Zwölfjährigen nach Messerangriff in Harsewinkel
Nach dem Messerangriff eines 13-Jährigen im nordrhein-westfälischen Harsewinkel schwebt das zwölfjährige Opfer nicht in Lebensgefahr. Die Verletzung des Jugendlichen sei nicht so schwer gewesen, wie zunächst angenommen worden sei, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Bielefeld am Donnerstag mit. Die ermittelnde Mordkommission stufte die Tat als gefährliche Körperverletzung ein.
König Charles III. besucht im September Frankreich
Der wegen der heftigen Rentenproteste im März abgesagte Frankreich-Besuch von König Charles III. wird im kommenden Monat nachgeholt. Wie der Buckingham-Palast am Donnerstag mitteilte, werden Charles und seine Gemahlin Camilla vom 20. bis 22. September nach Paris und Bordeaux kommen. "Der Besuch wird die gemeinsame Geschichte, Kultur und Werte des Vereinigten Königreichs und Frankreichs feiern", erklärte der Palast.
Studie: Massive Wachstumsschübe in der Pubertät gibt es auch bei Affen
Eine weit verbreitete Annahme über die Einzigartigkeit des menschlichen Körperwachstums könnte laut einer Studie von Forschenden aus Göttingen und Wien auf methodische Fehler und irrige Dateninterpretationen zurückzuführen sein. Wie das Deutsches Primatenzentrum (DPZ) Leibniz-Institut für Primatenforschung am Donnerstag in Göttingen mitteilte, kommt es bei Bonobos - und vermutlich auch bei anderen Affen - doch zu ausgeprägten schnellen Wachstumsschüben während der Pubertät.
Tata Steel droht Verfahren wegen Umweltverschmutzung in den Niederlanden
Dem indischen Industriekonzern Tata Steel droht in den Niederlanden ein Gerichtsverfahren wegen Umweltverschmutzung. Die niederländische Stiftung FrisseWind.nu unternahm nach eigenen Angaben am Donnerstag die ersten Schritte hin zu einer Klage gegen den Konzern. Sie wirft Tata Steel vor, für die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden in der Nähe von Amsterdam verantwortlich zu sein.
Japan leitet Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima ins Meer
In Japan hat die im In- und Ausland umstrittene Einleitung von aufbereitetem Kühlwasser aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifik begonnen. "Jetzt öffnen sich die Ventile nahe der Meerwasser-Transportpumpen", hieß es in einem Video der Betreiberfirma Tepco am Donnerstag. China kritisierte den Schritt als "extrem egoistisch" und setzte alle Importe von japanischen Meeresprodukten aus. Die japanische Regierung reagierte mit einer Beschwerde auf das Importverbot.
Deutsche Umwelthilfe unterstützt Klage gegen Verbot von Balkonkraftwerk
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unterstützt einen Mieterhaushalt bei einer Klage auf Genehmigung eines Balkonkraftwerks. Es gebe in dem Fall keinen "sachlich nachvollziehbaren Grund" gegen die Anbringung einer Mini-Solaranlage, erklärte die DUH am Donnerstag in Berlin. Die zuständige Hausverwaltung erhebe "unsachliche und überzogene Forderungen". Die DUH strebe ein Grundsatzurteil an.