Letzte Nachrichten
Champions League: Erste Niederlage für Kiel
Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat in der Champions League die erste Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha unterlag beim Wiedersehen mit dem norwegischen Starspieler Sander Sagosen bei Kolstad Handball mit 30:34 (16:19) und verlor damit die Tabellenführung an Paris St. Germain.
Gericht: Kein Anspruch non-binärer Personen auf geschlechtsangleichende Operationen
Sogenannte non-binäre Personen, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen, haben keinen Anspruch auf geschlechtsangleichende Operationen auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung. Das entschied das Bundessozialgericht (BSG) am Donnerstag in Kassel. Aus der Begründung ergibt sich auch ein Ende des bislang gerichtlich zugesprochenen Kostenerstattungsanspruchs für Transsexuelle. BSG-Präsident Rainer Schlegel appellierte jedoch an die Krankenkassen, zumindest begonnene Operationen von Transsexuellen aus Gründen des Vertrauensschutzes zu bezahlen. (Az. B 1 KR 16/22 R)
Deutschland, USA und Großbritannien fordern ihre Bürger zur Ausreise aus dem Libanon auf
Aufgrund der unsicheren Lage im Libanon haben Deutschland, die USA und Großbritannien ihre Bürger zur Ausreise aufgefordert. Die Sicherheitslage in der Region sei "hoch volatil", es komme derzeit immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Deutsche wurden aufgefordert, sich in einem Online-Krisenportal zu registrieren.
Neun Palästinenser bei Zusammenstößen im Westjordanland getötet
Bei Zusammenstößen mit der israelischen Armee im Westjordanland sind nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag neun Palästinenser getötet worden. Damit stieg die Zahl der seit dem Beginn des Krieges zwischen der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen und Israel am 7. Oktober im Westjordanland getöteten Palästinenser laut Ministerium auf mindestens 75.
Menschen im Gazastreifen hoffen auf erste Hilfslieferungen am Freitag
Knapp zwei Wochen nach Beginn des Krieges zwischen der radikalislamischen Hamas und Israel sollen offenbar am Freitag erste Hilfsgüter den abgeriegelten Gazastreifen erreichen. Am Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Palästinensergebiet wurden dafür am Donnerstag durch israelische Luftangriffe verursachte Schäden beseitigt. Derweil setzte Israel seine Bombardierung des Gazastreifens fort, in dem rund 2,4 Millionen Menschen unter laut WHO "katastrophalen" Bedingungen leben.
Mögliche Übergangslösung in Streit in US-Repräsentantenhaus in Sicht
Bei der chaotischen Suche nach einem neuen Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses zeichnet sich eine mögliche Übergangslösung ab. Medienberichten vom Donnerstag zufolge ist der in zwei Wahlgängen durchgefallene republikanische Kandidat Jim Jordan bereit, vorübergehend auf einen dritten Durchgang zu verzichten. Stattdessen könnte der derzeit geschäftsführende Vorsitzende der Kongresskammer, der Republikaner Patrick McHenry, bis Januar mit mehr Befugnissen ausgestattet werden.
Israels Botschafter in Berlin: Deutsche Medien "sehr schnell" mit Schuldzuweisung
Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Hamas in deutschen Medien scharf kritisiert - auch mit Blick auf die Folgen in Deutschland. Einige Medien hierzulande seien nach dem Raketeneinschlag auf einem Krankenhausgelände in Gaza "sehr schnell dabei gewesen, Israel zu beschuldigen", sagte Prosor am Donnerstag vor Journalisten in Berlin. "Mit verheerender Wirkung - die wir jetzt auf deutschen Straßen sehen."
Auswärtiges Amt fordert Deutsche zur Ausreise aus dem Libanon aus
Aufgrund der unsicheren Lage im Libanon hat das Auswärtige Amt alle Deutschen zur Ausreise aufgefordert. Die Sicherheitslage in der Region sei "hoch volatil", es komme derzeit immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Deutsche wurden aufgefordert, sich in einem Online-Krisenportal zu registrieren.
Pentagon: China baut Atomwaffenarsenal schneller aus als erwartet
China baut sein Atomwaffenarsenal nach Einschätzung der US-Regierung schneller aus als erwartet. China habe im Mai "mehr als 500 einsatzfähige Atomsprengköpfe" besessen und sei auf dem Weg, "bisherige Erwartungen zu übertreffen", schreibt das US-Verteidigungsministerium in einem am Donnerstag vorgelegten Bericht zu den chinesischen Streitkräften. 2030 dürfte China mehr als 1000 einsatzfähige Atomsprengköpfe besitzen.
Erneut mehrere Flughäfen in Frankreich nach Anschlagsdrohungen geräumt
Am zweiten Tag in Folge sind in Frankreich am Donnerstag zahlreiche Flughäfen nach Anschlagsdrohungen geräumt worden. Einige von ihnen, darunter Bordeaux-Mérignac und Lille, nahmen nach eigenen Angaben wenige Stunden später den Betrieb wieder auf. Die nationale Luftfahrbehörde bestätigte das Eingehen von Drohungen an mehreren Flughäfen, ohne nähere Angaben dazu zu machen.
Verdacht auf Steuerhinterziehung: Französische Schauspielerin Isabelle Adjani vor Gericht
Wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Geldwäsche muss sich die französische Schauspielerin Isabelle Adjani seit Donnerstag in Paris vor Gericht verantworten. Der Prozess begann in ihrer Abwesenheit, da das Gericht einen Antrag auf Verschiebung ablehnte. "Es gibt Gründe anzunehmen, dass sie sich bewusst in die Lage versetzt hat, nicht kommen zu können", sagte der Staatsanwalt mit Blick auf das ärztliche Attest, das ihre Verteidigter vorgelegt hatten.
Zentralrat der Juden bekommt deutlich mehr Geld vom Bund
Der Zentralrat der Juden in Deutschland bekommt künftig eine deutlich höhere Unterstützung des Bundes. Der Bundestag beschloss am Mittwoch einstimmig, die jährliche Staatsleistung von 13 Millionen Euro ab dem laufenden Jahr auf 22 Millionen Euro zu erhöhen. Auf diese Anpassung hatten sich die Bundesregierung und der Zentralrat zuvor geeinigt.
Frühere Trump-Anwältin Sidney Powell bekennt sich in Wahl-Verfahren schuldig
Die im Wahlmanipulationsverfahren gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump im Bundesstaat Georgia mitangeklagte Anwältin Sidney Powell hat sich schuldig bekannt. Die für die Verbreitung von Wahlverschwörungstheorien bekannte Powell räumte am Donnerstag bei einer live übertragenen Gerichtsanhörung in der Stadt Atlanta sechs Fälle einer illegalen Einflussnahme auf den Wahlprozess ein.
Vergütung während Studium: Bund macht Pflegeausbildung attraktiver
Pflege-Studierende sollen künftig für die gesamte Dauer ihres Studiums eine "angemessene Vergütung" erhalten. Dies beschloss der Bundestag am Donnerstag. Zudem sollen Pflege-Abschlüsse aus dem Ausland leichter anerkannt werden, um ausländischen Fachkräften eine Beschäftigung zu ermöglichen. Mit dem Pflegestudiumsstärkungsgesetz will die Ampel-Koalition die Arbeit in der Pflegebranche attraktiver machen.
Musk dementiert Bericht über möglichen Rückzug von X aus EU
Der Besitzer der Onlineplattform X, Elon Musk, hat einen Medienbericht zurückgewiesen, demzufolge er einen Rückzug des Kurzbotschaftendienstes aus der EU erwägt. Es handle sich um einen weiteren "völlig falschen" Bericht des Onlinemediums "Business Insider", schrieb Musk am Donnerstag auf X.
Ticketverkauf für den Nachtzug Berlin-Paris von Dezember an hat begonnen
Der Fahrkartenverkauf für den ab Mitte Dezember wieder fahrenden Nachtzug zwischen Berlin und Paris hat begonnen. Drei Mal pro Woche werde ab 11. Dezember ein Zug vom Typ Nightjet zwischen den beiden Hauptstädten pendeln, teilten die drei beteiligten Bahnunternehmen DB, ÖBB und SNCF am Donnerstag mit.
Experten warnen vor starken Preisanstiegen wegen Emissionshandels ab 2027
Verbrauchern und Verbraucherinnen in Deutschland drohen ab 2027 "sprunghafte Anstiege" der Tank und Heizkosten - die Bundesregierung sollte deshalb gegensteuern und Entlastungskonzepte auf den Weg bringen, fordert die Denkfabrik Agora Energiewende. In einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung verweisen die Experten vor allem auf die Klimaschutzverfehlungen im Gebäude- und Verkehrsbereich. Wegen der Ausweitung des Emissionshandels werde dies die Verbraucher teuer zu stehen kommen.
Sieben Palästinenser bei Zusammenstößen im Westjordanland getötet
Bei Zusammenstößen mit der israelischen Armee im Westjordanland sind nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag sieben Palästinenser getötet worden. Damit stieg die Zahl der seit dem Beginn des Krieges zwischen der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen und Israel am 7. Oktober im Westjordanland getöteten Palästinenser laut Ministerium auf mindestens 73.
Ehefrau vor Augen der Kinder erstochen: Lebenslange Haft für Mann in Zwickau
Wegen der Ermordung seiner Ehefrau vor den Augen der gemeinsamen Kinder ist ein Angeklagter vom Landgericht Zwickau zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Mann wurde wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag in der sächsischen Stadt mitteilte. Das Gericht habe zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit ist eine Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen.
Urheber von antisemitischer Botschaft an Anne-Frank-Haus zu Haftstrafe verurteilt
Nach der Projektion einer antisemitischen Botschaft auf die Außenwand des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam hat ein niederländisches Gericht einen 42-Jährigen zu einer zweimonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Die Botschaft überschreite deutlich "die Grenzen dessen, was in der Gesellschaft als tolerierbar angesehen wird", hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Mit ihrem Strafmaß blieben die Richter hinter den von der Staatsanwaltschaft geforderten sechs Monaten zurück.
Neuer Job: Bierhoff wird Berater der New England Patriots
Oliver Bierhoff kehrt gut zehn Monate nach seinem Rückzug als Geschäftsführer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in den Sport zurück und wird Berater der New England Patriots aus der US-Football-Profiliga NFL. Der 55-Jährige soll die Franchise aus Foxborough/Massachusetts bei ihren Expansionsaktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützen. Das gab der Klub am Donnerstag bekannt.
Belgien gegen Schweden wird nach Abbruch nicht neu angesetzt
Das zur Pause aufgrund eines Terroranschlags in Brüssel abgebrochene EM-Qualifikationsspiel zwischen Belgien und Schweden wird nicht neu angesetzt. Die Partie wird mit dem Halbzeitstand von 1:1 gewertet. Das beschloss das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Donnerstag.
EU-Parlament zeichnet Iranerin Mahsa Amini posthum mit Sacharow-Preis aus
Sie gilt als Ikone der iranischen Protestbewegung: Nun erhält die kurdische Iranerin Jina Mahsa Amini posthum den Sacharow-Preis für Demokratie und Menschenrechte. Mit ihr werde die iranische Frauenbewegung geehrt, teilte EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola am Donnerstag in Straßburg mit. "Frauen. Leben. Freiheit", schrieb Metsola im Onlinedienst X, vormals Twitter, mit Blick auf den Slogan der Massenproteste im Iran, die nach Aminis Tod ausgebrochen waren.
Geldvermögen der privaten Haushalte steigt auf fast 7,5 Billionen Euro
Gestiegene Zinsen und kletternde Aktienkurse haben das Geldvermögen der deutschen Privathaushalte weiter vermehrt: Es belief sich laut Berechnungen der Bundesbank Ende Juni auf fast 7,5 Billionen Euro. Im Quartal von April bis Juni kamen demnach 94 Milliarden Euro hinzu, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte.
Haager Tribunal lässt zentralafrikanischen Milizenführer frei
Die Staatsanwaltschaft beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat eine Anklage gegen einen früheren Milizenführer aus der Zentralafrikanischen Republik wegen Kriegsverbrechen fallengelassen. Es gebe keine ausreichenden Aussichten auf einen Schuldspruch gegen Ex-Milizenchef Maxime Mokom, "selbst wenn die Vorwürfe gegen ihn bestätigt würden", erklärte Chefankläger Karim Khan am Donnerstag. Mokom wurde umgehend auf freien Fuß gesetzt.
Anschlag in Arras: Hunderte erweisen getötetem Lehrer die letzte Ehre
Knapp eine Woche nach dem dschihadistischen Anschlag auf einen französischen Lehrer haben ihm zahlreiche Menschen in der Kathedrale von Arras die letzte Ehre erwiesen. Unter den Trauergästen in der nordfranzösischen Stadt waren auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte, die vor Beginn des Gottesdienstes die Angehörigen des Lehrers trafen. Das Anschlagsopfer Dominique Bernard hinterlässt seine Frau, die ebenfalls Lehrerin ist, sowie drei erwachsene Töchter.
Unbekannte setzen in Baden-Württemberg Python in Altkleidercontainer aus
Unbekannte haben im baden-württembergischen Waibstadt eine Python in einem Altkleidercontainer ausgesetzt. Die Würgeschlange war beim Fund unterernährt und unterkühlt, wie die Polizei in Mannheim am Donnerstag mitteilte. Sie wurde beim Leeren des Containers gefunden.
Prozess gegen zwei IS-Rückkehrer in Düsseldorf begonnen
Weil sie sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angeschlossen haben sollen, müssen sich zwei Angeklagte seit Donnerstag vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verantworten. Zum Auftakt wurde einer Gerichtssprecherin zufolge die Anklage verlesen. Sie sollen demnach Mitglied einer ausländischen terroristischen Vereinigung gewesen sein. Beide waren 2015 nach mutmaßlicher Loslösung vom IS nach Deutschland zurückgekehrt.
Intensive internationale Bemühungen um Hilfslieferungen für Zivilisten im Gazastreifen
Knapp zwei Wochen nach Beginn des Kriegs zwischen der radikalislamischen Hamas und Israel laufen die Bemühungen um erste Hilfslieferungen für die Zivilisten im abgeriegelten Gazastreifen auf Hochtouren. Während Israel das Palästinensergebiet weiter bombardierte, wurden am Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem südlichen Gazastreifen die Schäden durch israelische Luftangriffe beseitigt, um die von Washington und Kairo angekündigte Passage von Hilfslieferungen zu ermöglichen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) brach zu einer neuen Nahost-Reise auf, um sich für humanitäre Hilfe und die Freilassung deutscher Hamas-Geiseln einzusetzen.
Hälfte der Berlinerinnen und Berliner hat Erfahrungen mit Cannabiskonsum
Rund die Hälfte der Berliner Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren hat amtlichen Angaben zufolge Erfahrungen mit dem Konsum von Cannabis - das ist weit mehr als im Bundesschnitt. Wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag mitteilte, greifen 46 Prozent der Berlinerinnen und Berliner nur unregelmäßig auf das Rauschmittel zurück. Weitere acht Prozent konsumieren mindestens einmal im Monat Cannabis, also regelmäßig.
Breites Bündnis ruft für Sonntag zu Demonstration gegen Antisemitismus auf
Ein breites Bündnis der demokratischen Parteien und zivilgesellschaftlicher Organisationen hat für Sonntagnachmittag zu einer Kundgebung in Berlin gegen Antisemitismus und für Solidarität mit Israel aufgerufen. "Der Angriff der Hamas auf Israel ist barbarisch und nicht zu rechtfertigen", heißt es in dem gemeinsamen Aufruf. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: "Aufstehen gegen Terror, Hass und Antisemitismus – in Solidarität und Mitgefühl mit Israel".
Lawrow kritisiert in Nordkorea US-Politik und lobt Pjöngjang als "engen Nachbarn"
Bei seinem Besuch in Nordkorea hat der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag nach Gesprächen mit der Staatsführung die Militärpolitik der USA, Japans und Südkoreas als "gefährlich" kritisiert. Nordkorea hingegen lobte er später bei einem etwas mehr als eine Stunde dauernden Treffen mit Machthaber Kim Jong Un in Pjöngjang als "engen Nachbarn und langjährigen Partner", wie das russische Außenministerium erklärte.