Letzte Nachrichten
US-Verteidigungsminister Lloyd hat vom Krankenbett aus Angriffe im Jemen überwacht
Der an Krebs erkrankte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat die von den USA und Großbritannien gemeinsam ausgeführten Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen im Jemen aus dem Krankenhaus heraus mitorganisiert. "Er war sogar im Krankenhausbett voll engagiert", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, dem Sender MSNBC am Freitag. Austin habe "den ganzen gestrigen Tag aktiv und eng mit dem nationalen Sicherheitsteam hier im Weißen Haus und natürlich mit (...) Präsident (Joe) Biden zusammengearbeitet", ergänzte er.
Huthi-Miliz droht den USA und Großbritannien nach Angriffen mit Vergeltung
Nach den Angriffen der USA und Großbritannien auf Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen hat die Miliz mit Vergeltung gedroht. "Alle amerikanisch-britischen Interessen sind nach der direkten (...) Aggression gegen die Republik Jemen zu legitimen Zielen" geworden, erklärte der Oberste Politische Rat der von Teheran unterstützten Huthis am Freitag. Die USA versicherten unterdessen, ungeachtet der Angriffe "nicht den Konflikt mit dem Iran" zu suchen.
GDL zieht nach Streik positive Bilanz - und droht mit weiterem Arbeitskampf
Die Lokführergewerkschaft GDL hat nach dem Ende ihres dreitägigen Bahnstreiks eine positive Bilanz gezogen und zugleich mit weiteren Arbeitskampfmaßnahmen gedroht. "Es wird Zeit, dass die Deutsche Bahn sich bewegt, sonst verliert sie auch hier den Anschluss", erklärte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky am Freitagabend mit Blick auf Zugeständnisse anderer Bahn-Unternehmen. Die Gewerkschaft forderte die Deutsche Bahn auf, "mit substanziellen Angeboten" an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Großbritannien und die Ukraine schließen "beispielloses" Sicherheitsabkommen
Neues Sicherheitsabkommen und weitere Militärhilfen: Großbritannien baut seine Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine aus. Bei einem Besuch in Kiew rief der britische Premierminister Rishi Sunak den Westen auf, weiter entschlossen an der Seite der Ukraine zu stehen. Er kündigte an, die Ukraine-Hilfen auf 2,5 Milliarden Pfund (2,9 Milliarden Euro) zu erhöhen. Zugleich wurde ein neues Sicherheitsabkommen vereinbart, das nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "beispiellos" ist.
Arminia-Rekordtorschütze Klos hört im Sommer auf
Die Bielefelder Vereinslegende Fabian Klos beendet im Sommer ihre aktive Fußballkarriere. Der Rekordtorschütze und -spieler des derzeitigen Drittligisten teilte diesen Entschluss am Freitag mit. "Manche Entscheidungen lassen sich nicht einfach über Nacht treffen. Oft ist es anfangs nur ein Gefühl, das sich im Laufe der Zeit verflüchtigt oder eben bestätigt", sagte der 36 Jahre alte Angreifer, der 2011 auf die Alm gewechselt war und in 444 Pflichtspielen bislang 178 Tore für Arminia erzielte.
US-Großbank Citigroup will bis 2026 tausende Stellen streichen
Die US-Großbank Citigroup will tausende Stellen abbauen. Noch in diesem Jahr soll sich die Zahl der Beschäftigten um 7000 reduzieren, bis 2026 um weitere 13.000, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Citigroup-Chefin Jane Fraser hatte im September die weitreichendsten strukturellen Änderungen "seit fast 20 Jahren" angekündigt.
USA suchen trotz Angriffen auf Huthis "nicht den Konflikt mit dem Iran"
Nach ihren Bombardements von Stellungen der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben die USA versichert, dass sie nicht auf einen bewaffneten Konflikt mit Teheran zusteuern wollen. "Wir suchen nicht den Konflikt mit dem Iran. Wir suchen nicht die Eskalation", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus, John Kirby, am Freitag dem Fernsehsender MSNBC.
Sunak: Nachlassende Unterstützung für Kiew würde Feinde des Westens "ermutigen"
Großbritanniens Premierminister Rishi Sunak hat den Westen vor einer nachlassenden Unterstützung für die Ukraine gewarnt. "Sollte (Kreml-Chef Wladimir) Putin in der Ukraine gewinnen, wird er dort nicht halt machen", sagte Sunak am Freitag in Kiew bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
UNO: 2024 könnte noch heißer werden als Rekordjahr 2023
2023 war das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, doch dieses Jahr könnte noch heißer werden: Im vergangenen Jahr habe jeder Monat zwischen Juni und Dezember neue Temperaturrekorde aufgestellt und dieses Muster dürfte sich wegen des Wetterphänomens El Niño fortsetzen, warnte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Freitag in ihrem Bericht zu den Temperaturen im Jahr 2023.
Frankreichs neuer Außenminister reist nach Kiew
Frankreichs neuer Außenminister Stéphane Séjourné ist zu seiner ersten Auslandsreise in die ukrainische Hauptstadt Kiew aufgebrochen. Dort wolle er dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die anhaltende französische Unterstützung zusichern, hieß es am Freitag aus seinem Umfeld. Ein Treffen mit Selenskyj war bereits mit der bisherigen Außenministerin Catherine Colonna abgesprochen gewesen.
Lange Haftstrafen nach Überfall auf Großbäckerei in Schleswig-Holstein
Das Landgericht Lübeck hat vier Männer wegen eines brutalen Überfalls auf eine Großbäckerei in Schleswig-Holstein zu langen Haftstrafen verurteilt. Einer der Haupttäter wurde wegen besonders schweren Raubs zu acht Jahren Haft verurteilt, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Das Gericht behielt sich eine anschließende Sicherungsverwahrung vor.
Frankreich bestellt 42 neue Rafale-Kampfjets
Inmitten der Spannungen in aller Welt hat Frankreich 42 neue Rafale-Kampfjets bestellt. Die Bestellung der neuesten Version des Flugzeugs im Wert von insgesamt fünf Milliarden Euro werde der französischen Luftwaffe "modernisierte Einsatzfähigkeiten" bieten, erklärte Verteidigungsminister Sébastien Lecornu am Freitag. Die Jets sollen demnach zwischen 2027 und 2032 geliefert werden.
Lidl wehrt sich gegen Produktvergleiche des Konkurrenten Leclerc
Im Wettbewerb um Supermarktkunden wird in Frankreich der Ton rauer. Der deutsche Lebensmitteldiscounter Lidl wirft dem französischen Marktführer Leclerc in einer am Freitag im Internet gestarteten Kampagne unlautere Werbemethoden vor. In einem eigens dafür produzierten Werbespot heißt es, Leclerc vergleiche in seiner eigenen Werbung Produkte unterschiedlicher Preis- und Qualitätsklassen.
Ampel-Koalition will offenbar Altersbezüge früherer Bundespräsidenten kürzen
Die Ampel-Koalition plant offenbar eine Kürzung der Ruhebezüge früherer Bundespräsidenten für die Zeit vor deren Eintritt ins Rentenalter. "Mit dem Gesetz soll geregelt werden, dass zukünftig auch Einkommen aus einem privatwirtschaftlichen Anstellungsverhältnis oder aus selbstständiger Tätigkeit angerechnet wird", heißt es laut "Spiegel" in einer internen Unterlage der SPD-Bundestagsfraktion.
Studie: Kinder aus ärmeren Familien profitieren von Kita - gehen aber seltener hin
Kinder aus ärmeren Familien profitieren überdurchschnittlich stark von der Förderung in einer Kita - besuchen sie aber seltener. Dies geht aus einer Studie des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe in Bamberg hervor, über die das Magazin "Spiegel" am Freitag berichtete. Für Kinder aus Familien mit einem hohen Status leistet die Fremdbetreuung hingegen einen ähnlichen Beitrag zur Kompetenzentwicklung wie die Betreuung zu Hause – in Mathematik fallen die Effekte sogar leicht negativ aus.
EU arbeitet "mit Hochdruck" an Marinemission für das Rote Meer
Die Europäische Union will in Kürze eine Marinemission zur Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer auf den Weg bringen. Nach übereinstimmenden Diplomatenangaben vom Freitag werden Vertreter der Mitgliedsländer am Dienstag in Brüssel erstmals über das Mandat beraten. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sagte, die EU arbeite "mit Hochdruck" an den Plänen.
Decathlon übernimmt deutschen Outdoor-Händler Bergfreunde
Der führende französische Sportartikelhändler Decathlon hat den deutschen Outdoor-Ausrüster Bergfeunde übernommen. Décathlon wolle auf diese Weise neue Kunden im hochwertigen Outdoor-Bereich gewinnen, teilte das Unternehmen am Freitag in Paris mit. Eine Summe für die Übernahme wurde nicht genannt.
US-Großbank Citigroup will mittelfristig 20.000 Stellen streichen
Die US-Großbank Citigroup will mittelfristig 20.000 Stellen streichen. Das geht aus Unterlagen hervor, die am Freitag zusammen mit den Geschäftszahlen für das vierte Quartal veröffentlicht wurden. 2026 will Citigroup demnach nur noch 180.000 Menschen beschäftigen.
68-Jähriger stürzt in hessischer Kletterhalle zehn Meter tief und stirbt
Ein 68-Jähriger ist bei einem Kletterunfall in Hessen gestorben. Der Mann stürzte in einer Kletterhalle in Neu-Anspach aus etwa zehn Metern Höhe in die Tiefe, wie die Polizei in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Den Ermittlungen zufolge hielt sich der Mann mit einer Gruppe in der Halle auf und kletterte in eigener Verantwortung.
Nouripour drängt auf Gesetz zur Kontrolle von Rüstungsexporten
Grünen-Chef Omid Nouripour erhöht den Druck auf die Ampel-Partner, das im Koalitionsvertrag vereinbarte Rüstungsexportkontrollgesetz umzusetzen. "Es ist gut, dass die Sozialdemokraten auf ihrem Parteitag im Dezember diesem gemeinsamen Gesetzesvorhaben Nachdruck verliehen haben", sagte er der "taz" nach Angaben vom Freitag. "Denn gemeinsam wollen wir für zukünftige Rüstungsexporte einen verbindlichen Rahmen setzen, der Menschenrechte schützt und unseren demokratischen Standards angemessen ist."
CDU kündigt hartes Vorgehen gegen Teilnehmer von rechtsextremem Geheimtreffen an
Die CDU hat harte Konsequenzen gegen Parteimitglieder angekündigt, sofern diese an dem Geheimtreffen von AfD-Politikern und Rechtsextremisten zur Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund teilgenommen haben. Sollten dort der Werteunion zugehörige CDU-Mitglieder anwesend gewesen sein, werde die Partei "hart und konsequent darauf reagieren", sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann am Freitag in Heidelberg. Unterdessen gab es Berichte, wonach der frühere Berliner CDU-Senator Peter Kurth Gastgeber für Rechtsextreme war.
Neuer Prozess um verbrannte Frauenleiche in Köln begonnen
Vor dem Kölner Landgericht hat am Freitag die Neuauflage eines Prozesses nach dem Fund einer verbrannten Frauenleiche auf einem Feldweg im rheinland-pfälzischen Ochtendung begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 37-jährigen Angeklagten Mord vor. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hob das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter im vergangenen Jahr auf. Der Geliebte der getöteten Frau war im März 2022 zu elf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden.
Spanien nimmt Klima-Aktivisten wegen Protesten in Museen fest
Die spanische Polizei hat 22 Umweltaktivisten wegen Protesten in Museen und andernorts festgenommen. Dabei handelt es sich um Mitglieder der Gruppe Futuro Vegetal, die im November 2022 eine Protestaktion im Prado in Madrid veranstaltet hatte, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Freitag sagte. Bei der Aktion hatten sich zwei Mitglieder der Gruppe an die Rahmen zweier weltberühmter Bilder des spanischen Meisters Goya geklebt.
Feuerwehr befreit in Stuttgart vor Kälte zitternden Hund aus verschlossenem Auto
Die Feuerwehr hat in Stuttgart am Freitag einen vor Kälte zitternden Hund aus einem abgeschlossenen Auto befreit. Das Tier wurde erst einer Tierarztpraxis und dann dem Tiernotdienst übergeben, wie die Feuerwehr mitteilte. Demnach alarmierten Passanten die Einsatzkräfte am Morgen, weil die Bulldogge bei Minustemperaturen in einem Kofferraum ausharrte.
Preuß verpasst Podest im Sprint von Ruhpolding
Biathletin Franziska Preuß hat beim Heim-Weltcup in Ruhpolding das Podest klar verpasst. Im Sprint über 7,5 Kilometer belegte die 29-Jährige nach zwei Schießfehlern den achten Platz. Zu der dominanten Siegerin Ingrid Landmark Tandrevold aus Norwegen fehlten am Ende 51,9 Sekunden.
Großbrand bei Baustoffunternehmen in Baden-Württemberg verursacht Millionenschaden
Bei einem Großbrand auf dem Gelände einer Baustofffirma ist am Freitag im baden-württembergischen Konstanz nach ersten Schätzungen ein Schaden von etwa zweieinhalb Millionen Euro entstanden. Das teilte die Polizei unter Berufung auf Angaben des betroffenen Unternehmens mit. Demnach geriet eine Lagerhalle mit Baumaterialien in Brand und stürzte durch die starke Hitzeeinwirkung teilweise ein.
Söder: Werden uns über Unions-Kanzlerkandidaten einigen
CSU-Chef Markus Söder ist zuversichtlich, dass er und CDU-Chef Friedrich Merz sich in der Frage der nächsten Unions-Kanzlerkandidatur einigen werden. "Am Ende machen die beiden Parteivorsitzenden einen Vorschlag und der wird sicherlich dieses Mal geschlossen sein", sagte Söder dem Deutschlandfunk nach Angaben vom Freitag. "Da gibt es auch keinen Ärger, und wir werden das gut organisieren." Söder sprach von einem "geordneten Verfahren".
Mützenich will Geheimtreffen zu Vertreibungsplan zum Thema im Bundestag machen
Die SPD will die Rolle der AfD am kürzlich bekannt gewordenen Geheimtreffen zu Vertreibungsplänen zum Thema im Bundestag machen. "Wir wollen von der AfD wissen, ob auch aktive Politiker diesen Kreis mit initiiert haben oder vielleicht sogar beteiligt gewesen sind", sagte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am Freitag nach einer zweitägigen Klausur seiner Fraktion in Berlin. Diese Fragen müssten in der nächsten Sitzungswoche gestellt werden, sagte Mützenich.
Ermittlungen gegen 23-Jährigen nach falschem Spendenaufruf für Obdachlosen auf Tiktok
Mit einem falschen Spendenaufruf für einen Obdachlosen soll ein 23-Jähriger in den sozialen Medien zahlreiche Menschen betrogen haben. Durch den Aufruf per Video im Onlinedienst Tiktok sei ein Betrag in fünfstelliger Höhe zusammengekommen, teilte die Polizei in Essen am Freitag mit. Davon habe der Obdachlose nach eigenen Angaben jedoch nur einen dreistelligen Betrag erhalten.
Zehn Meter hohe Pop-up-Statue von US-Rapper Kid Cudi im Zentrum von Paris
Mit einer gigantischen Pop-up-Statue im Zentrum von Paris hat der US-Rapper und -Schauspieler Kid Cudi die Veröffentlichung seines neuen Albums "Insano" gefeiert. Seit Freitag steht die zehn Meter hohe, dunkle Statue des bald 40-Jährigen an einer Metro-Station vor der Pariser Börse: Mit ihren gen Himmel gerichteten Handflächen und rot leuchtenden Augen wirkt sie allerdings ziemlich bedrohlich.
Super-G in Wengen: Sarrazin stört die Odermatt-Party
Party-Crasher Cyprien Sarrazin hat im schweizerischen Wengen die "Marco-Odermatt-Festspiele" gestört. Beim Super-G am Lauberhorn verwies der formstarke Franzose mit einem wahren Traumlauf den Lokalmatadoren auf Rang zwei. Sarrazin, dessen zweiter Weltcup-Sieg vom schweren Sturz seines Teamkollegen Alexis Pinturault überschattet wurde, lag im Ziel gewaltige 0,58 Sekunden vor Seriensieger Odermatt, der am Vortag die erste von zwei Abfahrten vor Sarrazin gewonnen hatte.
Landgericht kippt Urteil: Keine Haftstrafe nach Blockade an Kohlekraftwerk Neurath
Im Berufungsprozess um eine Gleisblockade am Kohlekraftwerk Neurath in Nordrhein-Westfalen hat das Landgericht Mönchengladbach ein Hafturteil gekippt und in eine Geldstrafe umgewandelt. Die angeklagte Person dritten Geschlechts Eike G. erhielt wegen Störung öffentlicher Betriebe eine Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.