Letzte Nachrichten
Merz fordert nach Migrationsgipfel schnelle Gesetzgebung
CDU-Chef Friedrich Merz hat nach dem Migrationsgipfel der Länder mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eine schnelle Umsetzung der Beschlüsse gefordert. Es sei nun Aufgabe der Ampel-Koalition, zeitnah die nötigen Gesetze dem Bundestag vorzulegen, sagte Merz am Dienstag in Berlin. "Ich erwarte, dass diese Beschlüsse noch vor dem Jahresende eingebracht werden." Nur dann könnten die Länder im Bundesrat noch im Dezember abschließend zustimmen und die Beschlüsse zum 1. Januar in Kraft treten.
Büroraumanbieter WeWork meldet Insolvenz an
Der Vermieter von Büroräumen WeWork hat in den USA einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen wolle sich neu aufstellen und mit seinen Gläubigern über eine "signifikante" Schuldenreduzierung verhandeln, teilte es am Montag in Washington mit. Die 2010 gegründete New Yorker Firma galt lange Zeit als eines der wertvollsten Startups der Welt.
Arzneimittelausgaben der Kassen mit neuem Rekordwert von fast 53 Milliarden Euro
Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung haben im vergangenen Jahr mit 52,9 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Im Zehnjahresvergleich sei ein Anstieg von 88 Prozent zu verzeichnen, berichtete das Wissenschaftliche Institut der AOK (Wido) am Dienstag in Berlin. Dabei machten patentgeschützte Medikamente inzwischen jeden zweiten Euro der Kosten aus, während sie nur einen kleinen Teil der Versorgung abdeckten.
Haushalte in Deutschland waren 2022 im Schnitt rund zwölf Minuten ohne Strom
Die Haushalte in Deutschland hatten im vergangenen Jahr durchschnittlich 12,2 Minuten lang keinen Strom. Im Vergleich zu 2021 (12,7 Minuten) ist die Zahl damit leicht gesunken, wie die Bundesnetzagentur in Bonn am Dienstag mitteilte. Die Stromversorgung in Deutschland sei "sehr zuverlässig" und biete ein "konstant hohes Qualitätsniveau".
PSG-Anhänger in Mailand niedergestochen
Ein Anhänger von Paris St. Germain ist vor dem Champions-League-Spiel des französischen Fußball-Meisters beim AC Mailand niedergestochen worden. Wie die italienische Polizei mitteilte, wurde die Person am Montagabend in Mailand von vermummten Angreifern "durch zwei Stichwunden am Bein schwer verletzt" und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Arbeitsgemeinschaft: Zahl von Wohnungslosen in Deutschland deutlich gestiegen
Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland ist nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wohnungslosenhilfe vom Jahr 2021 auf das Jahr 2022 deutlich gestiegen. Dies erkläre sich insbesondere durch eine große Zahl wohnungsloser Flüchtlinge aus der Ukraine, teilte die BAG am Dienstag vor ihrer Bundestagung in Berlin mit. Die von der Organisation erhobenen Zahlen liegen über den vom Statistischen Bundesamt und der Bundesregierung veröffentlichten Zahlen.
Industrieproduktion geht im September den vierten Monat in Folge zurück
Den vierten Monat in Folge ist Deutschlands Industrieproduktion im September gesunken. Im Vergleich zum August ging sie um 1,4 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im Dreimonatszeitraum von Juli bis September schrumpfte die Produktion damit um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. "Eine Trendwende bei der Produktion ist noch nicht in Sicht", erklärte der DIHK-Konjunkturexperte Jupp Zenzen.
Bundesverwaltungsgericht: Kläger dürfen Medikament für Suizid nicht kaufen
Zwei Männer sind vor dem Bundesverwaltungsgericht mit dem Versuch gescheitert, die Erlaubnis zum Kauf des Medikaments Natrium-Pentobarbital zum Suizid zu erlangen. Das im Betäubungsmittelgesetz vorgesehene Verbot sei mit dem Recht auf selbstbestimmtes Sterben vereinbar, entschied das Gericht am Dienstag in Leipzig. Es gebe andere Möglichkeiten, das eigene Leben medizinisch begleitet mit anderen Mitteln zu beenden. (Az. 3 C 8.22 u.a.)
Deutschland importiert deutlich weniger Gänsefleisch
Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden landen Gänsebraten in Deutschlands Haushalten immer seltener auf den Tellern. Dafür spreche die um fast ein Drittel (32,8 Prozent) gesunkene Menge von importiertem Gänsefleisch in den vergangenen zehn Jahren, erklärten die Statistiker in Wiesbaden am Dienstag. 2022 wurden demnach 14.800 Tonnen Gänsefleisch aus dem Ausland eingeführt, 2012 waren es knapp 22.000 Tonnen.
Habeck: Bund-Länder Gipfel zu Migration legt "wichtige Grundlagen"
Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels zur Migrationspolitik begrüßt. "Der Deutschland-Pakt Migration legt wichtige Grundlagen, um angesichts der großen Herausforderungen der Migration handeln und konkrete Probleme lösen zu können", erklärte Habeck am Dienstag in Berlin. Es sei wichtig, dass hier alle demokratischen Parteien zusammenarbeiteten.
Textil-Proteste in Bangladesch: Erneut Gewalt vor Verkündung von neuem Mindestlohn
Vor der angekündigten Verkündung eines neuen Mindestlohns für die Textilindustrie in Bangladesch ist es erneut zu Gewalt gekommen. Die Polizei setzte am Dienstag in der Industriestadt Gazipur Tränengas gegen tausende demonstrierende Beschäftigte der Branche ein. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, wonach der Mindestlohn nur halb so stark erhöht werden soll wie von den Gewerkschaften gefordert.
Neuer Prozess gegen verurteilten Mörder von 17-Jähriger in Rheinland-Pfalz begonnen
Mehr als dreieinhalb Jahre nach der Vergewaltigung und Tötung einer 17-Jährigen in Ludwigshafen muss sich der Mörder seit Dienstag erneut vor dem Landgericht Frankenthal verantworten. Dass er des Mordes schuldig ist, steht bereits fest - das bestätigte der Bundesgerichtshof im Sommer. Über einen weiteren Vorwurf und die Strafe wird in der rheinland-pfälzischen Stadt nun neu verhandelt.
Antisemitismusvorwürfe: Musiker Ofarim wegen Verleumdung in Leipzig vor Gericht
Mehr als zwei Jahre nach den von Gil Ofarim gegen einen Hotelmitarbeiter erhobenen Antisemitismusvorwürfen hat am Dienstag vor dem Landgericht Leipzig der Prozess gegen den Musiker begonnen. Ofarim ist wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung angeklagt. Der 41-Jährige beharrte vor Prozessbeginn auf seinen Aussagen.
Berater von ukrainischem Armeechef Saluschnyj an Geburtstag durch Granate getötet
Ein enger Berater des Oberbefehlshabers der ukrainischen Armee ist am Montag bei der Explosion eines seiner Geburtstagsgeschenke getötet worden. Ein "unbekannter Sprengsatz in einem seiner Geschenke" sei detoniert, erklärte Armeechef Waleryj Saluschnyj im Onlinedienst Telegram. Sein Assistent und enger Freund Gennadij Tschastiakow sei "unter tragischen Umständen (...) an seinem Geburtstag getötet" worden.
Verkehrsminister Wissing attackiert Länder wegen Finanzstreits um 49-Euro-Ticket
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat die Länder wegen des Streits um die Finanzierung des 49-Euro-Tickets hart angegangen. Die Bundesländer hätten eine "vollkommen überflüssige" Debatte losgetreten, erklärte Wissing am frühen Dienstagmorgen nach der Ministerpräsidentenkonferenz. "Außer einer Verunsicherung der Verbraucher haben sie damit nichts erreicht."
Selenskyj: Wahlen in der Ukraine derzeit nicht angebracht
Angesichts des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen sein Land hält der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Wahlen in der Ukraine derzeit für nicht angebracht. "Das ist nicht der Moment für Wahlen", sagte Selenskyj am Montag in seiner allabendlichen Videoansprache. Ohne den Krieg hätten in der Ukraine eigentlich im Oktober 2023 Parlamentswahlen und im kommenden März Präsidentschaftswahlen angestanden, aufgrund des im Land verhängten Kriegsrechts sind diese aber ausgesetzt.
Söder nach Migrationsgipfel: "Das reicht noch nicht"
Unmittelbar nach den jüngsten Vereinbarungen von Bund und Ländern zur Migrationspolitik hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weiteren Handlungsbedarf angemeldet. "Positiv: Es bewegt sich was. Negativ: Das reicht noch nicht", erklärte der CSU-Chef am Dienstag nach dem Spitzengespräch der Länderregierungschefs mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). "Wir müssen weiter Druck machen, um die Zuwanderung nach Deutschland zu begrenzen."
TV-Streit: Auch Freund gibt Tuchel Rückendeckung
Auch Bayern-Sportdirektor Christoph Freund hält die eindeutige Reaktion von Trainer Thomas Tuchel im Streit mit den TV-Experten Lothar Matthäus und Dietmar Hamann für "gut und richtig". "Der FC Bayern hat sich schon immer gewehrt, wenn es nötig ist. Das hat Thomas jetzt gemacht, und da stehen wir zu 100 Prozent hinter ihm", sagte Freund der Bild-Zeitung.
Neunte Pleite: Draisaitl und Oilers verlieren erneut
Deutschlands Eishockey-Star Leon Draisaitl schlittert mit den Edmonton Oilers in der NHL immer tiefer in die Krise. Der vermeintliche Titelanwärter verlor bei den überraschend stark gestarteten Vancouver Canucks 2:6 und kassierte damit die neunte Niederlage im elften Saisonspiel. Der Rückstand auf den letzten Play-off-Platz im Westen ist bereits auf sechs Punkte angewachsen.
NFL: Wilson achtmal gesackt - Jets unterliegen Chargers
Zach Wilson und die New York Jets haben im Monday Night Game der NFL einen ganz bitteren Abend erlebt. Der Quarterback, Ersatz des zu Saisonbeginn schwer verletzten Aaron Rodgers, wurde beim 6:27 gegen die Los Angeles Chargers gleich achtmal zu Fall gebracht und musste mit seinem Team die vierte Niederlage hinnehmen.
"Sehr offen und sehr ehrlich": BVB hakt Bayern-Pleite ab
Edin Terzic ist um Zuversicht bemüht. Nach der 0:4-Klatsche gegen Bayern München sitzt die Demütigung noch tief in den Knochen, der Trainer von Borussia Dortmund wollte sich mit der Lehrstunde vom Samstagabend aber nicht mehr allzu lange aufhalten: andere, ähnlich wichtige Aufgaben warten.
NBA: Wagner-Brüder unterliegen Mavs - Harden-Debüt misslingt
Die Brüder Franz und Moritz Wagner haben mit Orlando Magic trotz einer deutlichen Pausenführung die dritte Saisonniederlage in der NBA erlitten. Das Team aus Florida unterlag nach einer starken Show von Superstar Luka Doncic den Dallas Mavericks 102:117, Slowene Doncic kam dabei auf 29 Punkte und führte die Texaner zum sechsten Sieg im siebten Spiel. Für die Mavs ist es der zweitbeste Start der Franchise-Geschichte.
"Spaniens Frau des Jahres": Hermoso will "Mentalität ändern"
Fußball-Weltmeisterin Jenni Hermoso hat in ihrem ersten Interview seit der Kuss-Affäre ihren Widerstand gegen eine Verharmlosung des Übergriffs von Spaniens damaligem Verbandschef Luis Rubiales als Bemühung um Verbesserungen gesellschaftlicher Verhältnisse beschrieben. "Ich möchte als eine Person in Erinnerung behalten werden, die Spanien weiter nach oben gebracht hat, aber vor allem als Person, die versucht hat, die Mentalität zu ändern", sagte die 33-Jährige der spanischen GQ-Ausgabe nach ihrer Wahl zu "Spaniens Frau des Jahres" durch das Magazin.
Bach dämpft deutsche Olympia-Ambitionen
Olympia in Deutschland? Thomas Bach würde sich darüber "riesig freuen". Doch aufgrund der Einreisebeschränkungen als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine käme - zumindest derzeit - das Heimatland des IOC-Präsidenten als Gastgeber nicht infrage. "Das IOC kann Spiele nur dorthin vergeben, wo seine Regeln respektiert werden. Dazu gehört, dass jeder vom IOC akkreditierte Teilnehmer einreisen darf", erklärte Bach beim Stuttgarter Sportgespräch.
Stich erhält Goldene Sportpyramide für sein Lebenswerk
Der frühere Wimbledonsieger Michael Stich erhält von der Deutschen Sporthilfe die Goldene Sportpyramide für sein Lebenswerk. Der 55-Jährige werde für "seine herausragenden sportlichen Erfolge, seine beruflichen Leistungen sowie für sein gesellschaftliches Engagement" ausgezeichnet, teilte die Sporthilfe mit. Der Verleihung findet am 16. November in Dreieich bei Frankfurt am Main statt.
Streikende Hollywood-Schauspieler nicht zufrieden mit "letztem" Angebot der Studios
Die streikenden Hollywood-Schauspieler sind nach Angaben ihrer Gewerkschaft mit dem "letzten Angebot" der Studios nicht einverstanden. "Es gibt mehrere wesentliche Punkte, bei denen wir immer noch keine Einigung erzielen konnten, einschließlich das Thema künstliche Intelligenz", teilte die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA, die 160.000 Schauspieler, Tänzer, Stuntmen und andere Darsteller der Branche vertritt, am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X, ehemals Twitter, mit.
G7-Außenminister beraten in Tokio über Kriege in Nahost und Ukraine
Die G7-Außenminister beraten am Dienstag und Mittwoch in Tokio über den Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas. Ein weiteres zentrales Thema des zweitägigen Treffens der Vertreter wichtiger Industrienationen in der japanischen Hauptstadt wird der Ukraine-Krieg sein. Auch die Lage im Indopazifik dürfte zur Sprache kommen.
Bundesverwaltungsgericht urteilt über Erwerb von Medikament für Suizid
Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet am Dienstag (10.00 Uhr) in Leipzig darüber, ob zwei Männer das Betäubungsmittel Natrium-Pentobarbital kaufen dürfen, um damit Suizid zu begehen. Die Anträge dafür stellten die beiden damals schwer kranken Kläger 2017, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte lehnte sie aber ab. Gegen diese Ablehnung gerichtete Klagen vor Gerichten in Nordrhein-Westfalen hatten keinen Erfolg, woraufhin die Kläger vor das Bundesverwaltungsgericht zogen. (Az. 3 C 8.22)
Verleumdungsprozess gegen Musiker Gil Ofarim beginnt vor Landgericht Leipzig
Mehr als zwei Jahre nach Antisemitismusvorwürfen von Gil Ofarim gegen einen Hotelmitarbeiter in Leipzig beginnt am Dienstag (09.00 Uhr) der Verleumdungsprozess gegen den Musiker. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Leipzig wird mit einem großen öffentlichen Interesse gerechnet. Ofarim behauptete Anfang Oktober 2021 in einem online verbreiteten Video, er sei von einem Mitarbeiter des Leipziger Hotels "Westin" beim Einchecken aufgefordert worden, eine Halskette mit Davidstern abzulegen. Die Anschuldigungen schlugen damals hohe Wellen.
Charles III. hält erste Thronrede als König im britischen Parlament
Charles III. hält am Dienstag seine erste Thronrede als König zur Eröffnung der neuen Sitzungsperiode des britischen Parlaments in London. Bei der Zeremonie verliest der 74-jährige Monarch vor den versammelten Abgeordneten des Ober- und Unterhauses das Regierungsprogramm des konservativen Premierministers Rishi Sunak. Darin verkündet die Regierung traditionell ihre wichtigsten Vorhaben für das kommende Jahr.
Erste größere Warnstreikaktionen in Ländertarifrunde
In der Tarifrunde für die 1,1 Millionen Beschäftigten der Bundesländer außer Hessen gibt es am Dienstag erste größere Warnstreikaktionen. Die Gewerkschaft Verdi ruft Landesbeschäftigte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin zu Arbeitsniederlegungen auf. In Hamburg sollen unter anderem Schulen, Bezirksämter, Jobcenter und die Feuerwehr betroffen sein. In Schleswig-Holstein sind Warnstreiks etwa an Hochschulen und in der Straßenbauverwaltung geplant.
Bund und Länder einigen sich auf neues System zur Flüchtlingsfinanzierung
Bund und Länder haben sich auf eine Neuregelung der Finanzierung bei der Versorgung von Geflüchteten geeinigt. Beide Seiten verständigten sich bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt darauf, dass der Bund künftig 7500 Euro pro Flüchtling zahlt, wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Nacht zum Dienstag sagte. Zudem vereinbarten Bund und Länder auch Einschränkungen bei den finanziellen Leistungen für Asylbewerber.