Letzte Nachrichten
Studie: Moderna-Impfung schützt besser vor schwerer Corona-Erkrankung als Biontech
Laut einer US-Studie schützt der Impfstoff des Pharmakonzerns Moderna langfristig besser gegen schwere Corona-Erkrankungen als der Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die am Freitag von der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlichte Studie ergab, dass der Impfschutz von Biontech nach vier Monaten deutlich abnahm, während er bei Moderna nahezu stabil blieb.
Nach 36 Jahren: Klosterhalfen bricht deutschen 2000-m-Rekord
Top-Läuferin Konstanze Klosterhalfen hat zum Abschluss der langen Olympia-Saison wie erhofft den deutschen Uralt-Rekord über 2000 m geknackt. Die 24-Jährige absolvierte die selten gelaufene Strecke am Freitagabend in Trier in 5:34,53 Minuten und blieb damit gut drei Sekunden unter der bisherigen Bestmarke: Vor 36 Jahren war die damalige DDR-Läuferin Ulrike Bruns die zwei Kilometer in 5:37,62 Minuten gelaufen.
Real, Barca und Bilbao gehen gegen Liga-Teilverkauf vor
Die beiden Fußball-Topklubs Real Madrid und FC Barcelona gehen gemeinsam mit Athletic Bilbao gegen den milliardenschweren Teilverkauf der spanischen LaLiga vor. Das Trio hat die Einigung über eine Abgabe von zehn Prozent der Anteile an die internationale Beteiligungsgesellschaft CVC offiziell angefochten, das teilten die Klubs am Freitag mit. Der Deal untergrabe die Bestimmungen des aktuellen Reglements, hieß es in der Begründung.
Apple löscht russische Oppositions-App nach Festnahmedrohung
Der US-Technologiekonzern Apple hat eine Wahlempfehlungs-App der russischen Opposition offenbar unter heftigem Druck der Regierung in Moskau aus seinem App-Store entfernt: Wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus mit der Unternehmensentscheidung vertrauten Kreisen erfuhr, hatte die russische Regierung zuvor mit der Festnahme von Apple-Mitarbeitern gedroht. Apple und US-Konkurrent Google hatten die App "Smart Voting", die Wahlempfehlungen für örtliche Oppositionsbündnisse gegen Kandidaten der Regierungspartei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin geben sollte, mit Beginn der Parlamentswahl am Freitag entfernt.
Schalke verliert - Nürnberg springt auf Platz zwei
Auch mit seinem 150. Tor in der 2. Fußball-Bundesliga hat Simon Terodde Schalke 04 vor einem neuen Rückschlag nicht bewahren können. Der Absteiger verlor nach zwei Erfolgen in später Unterzahl 1:2 (1:1) gegen den Karlsruher SC und verpasste den Sprung auf einen Aufstiegsplatz.
1. FC Nürnberg schlägt Rostock und springt auf Aufstiegsplatz
Der 1. FC Nürnberg ist mit dem dritten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga auf einen Aufstiegsplatz gesprungen. Das Team von Trainer Robert Klauß setzte sich zum Auftakt des siebten Spieltags gegen Aufsteiger Hansa Rostock mit 1:0 (0:0) durch. Der Club hat nun 13 Punkte und belegt zumindest bis Samstagnachmittag den zweiten Rang, Rostock hingegen bleibt mit sieben Punkten im Mittelfeld hängen.
150. Zweitliga-Tor von Terodde: Aber Schalke verliert
Auch mit seinem 150. Tor in der 2. Fußball-Bundesliga hat Simon Terodde Schalke 04 vor einem neuen Rückschlag nicht bewahren können. Der Absteiger verlor nach zwei Erfolgen in später Unterzahl 1:2 (1:1) gegen den Karlsruher SC und verpasste den Sprung auf einen Aufstiegsplatz.
Mehr als 80 Prozent der über Zwölfjährigen in Frankreich mindestens einmal geimpft
In Frankreich haben inzwischen mehr als 86 Prozent der Einwohner ab zwölf Jahren mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten. 50 Millionen Menschen über zwölf Jahren wurden nach Regierungsangaben vom Freitag mindestens einmal geimpft. "Der Impfstoff rettet Leben, das Virus tötet, so einfach ist das", sagte Präsident Emmanuel Macron in einem in den Online-Netzwerken veröffentlichten Video.
Politischer Gegner des Präsidenten in Tunesien festgenommen
In Tunesien ist ein politischer Gegner des umstrittenen Präsidenten Kaïs Saïed, der Abgeordnete Seifeddine Makhlouf, festgenommen worden. Ein am Freitag auf der Facebook-Seite seines Anwalts veröffentlichtes Video zeigt, wie offenbar Polizisten in Zivil den Chef der ultrakonservativen und islamistischen Partei Al-Karama in Tunis in ein Auto zerren. Laut einer kurz zuvor von ihm selbst veröffentlichten Videobotschaft war Makhlouf zum Zeitpunkt der Festnahme mit seinen Anwälten auf dem Weg zu einem Militärgericht.
Haftbefehl nach vereiteltem Anschlag auf Synagoge in Hagen
Nach dem vereitelten Anschlag auf die Synagoge in Hagen hat das Amtsgericht Hagen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erlassen. Der Verdächtige befinde sich in Untersuchungshaft, erklärte die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft am Freitagabend.
Löwen und Tiger im Zoo von Washington positiv auf Corona getestet
Im Zoo der US-Hauptstadt Washington sind neun Raubkatzen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Zoo am Freitag mitteilte, werden sechs Löwen und drei Tiger wegen der Symptome behandelt. Am vergangenen Wochenende hatten Pfleger demnach beobachtet, dass die sechs afrikanischen Löwen, ein Sumatra-Tiger und zwei Sibirische Tiger unter vermindertem Appetit und Husten litten und lethargisch waren.
Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers verurteilt Drittimpfungen als "unethisch"
Der Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers hat angesichts der Vakzin-Knappheit in armen Ländern Corona-Auffrischungsimpfungen kritisiert. "Es ist unethisch, jemandem drei Dosen zu verabreichen, wenn andere in bestimmten Ländern und Bevölkerungsgruppen noch nicht einmal zwei Dosen erhalten haben", sagte Adar Poonawalla, Geschäftsführer des Serum Institute of India (SII) am Freitag.
Tausende Migranten campen an Grenze zwischen USA und Mexiko unter Brücke
Bilder von tausenden Migranten, die im US-Bundesstaat Texas an der Grenze zu Mexiko unter einer Brücke ausharren, haben US-Präsident Joe Biden unter Druck gesetzt. Nach Angaben des Bürgermeisters der texanischen Grenzstadt Del Rio, Bruno Lozano, befanden sich zuletzt rund 10.500 Menschen auf dem Gelände, die meisten von ihnen aus Haiti. Sie überquerten demnach aus Mexiko kommend den Grenzfluss Rio Grande und hoffen nun darauf, eine Aufenthaltserlaubnis in den USA zu erhalten.
Die Niederländer schrumpfen
Sie sind zwar noch immer die größten Menschen der Welt, doch ihr seit Jahrzehnten andauerndes Wachstum ist gestoppt: Die Niederländer schrumpfen laut einer am Freitag veröffentlichten Studie der Statistikbehörde. Im Schnitt sind demnach die heute 19 Jahre alten Männer 182,9 Zentimeter groß und damit einen Zentimeter kleiner als die 1980 geborenen Männer. Die Frauen sind mit 169,3 Zentimetern sogar 1,4 Zentimeter kleiner als die ältere Generation.
Europarat verwarnt Türkei wegen Inhaftierung des Menschenrechtlers Kavala
Wegen der anhaltenden Inhaftierung des Menschenrechtsaktivisten und Kulturförderers Osman Kavala hat der Europarat der Türkei mit Disziplinarmaßnahmen gedroht. Ein entsprechendes Verfahren werde eingeleitet, sollte die Türkei den 63-Jährigen nicht bis Ende November freilassen, wenn der Europarat das nächste Mal tagt, teilte das Gremium am Freitag mit und verwies auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR).
Umweltorganisationen fordern hungerstreikende Klimaaktivisten zum Abbruch auf
Umweltschutzorganisationen haben an die jungen Klimaaktivisten vor dem Berliner Reichstagsgebäude appelliert, ihren Hungerstreik abzubrechen. "Ich verstehe ihre Hilflosigkeit, zusehen zu müssen, wie ihre Lebensgrundlagen systematisch zerstört werden", erklärte der Präsident des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring (DNR), Kai Niebert, am Freitag. "Aber dennoch sehe ich es als einen falschen Weg an, Gesundheit und Leben aufs Spiel zu setzen."
Prinz Philips letzter Wille bleibt noch jahrzehntelang geheim
Der letzte Wille des im April verstorbenen Ehemanns der britischen Königin Elizabeth II. soll erst im kommenden Jahrhundert öffentlich werden: Um "die Würde und den Stand" der Monarchin zu schützen, bleibe das Testament von Prinz Philip für die nächsten 90 Jahre geheim, entschied ein Richter des Obersten Gerichts in London am Donnerstag. Erst dann werde es für Historiker freigegeben.
UN und USA rufen vor Weltklimagipfel zu ehrgeizigeren Klimazielen auf
Angesichts eines alarmierenden neuen Berichts zur Klimaerwärmung haben die Vereinten Nationen und die USA mehr Ehrgeiz bei der Verringerung der Treibhausgas-Emissionen gefordert. Dem am Freitag vorgestellten UN-Bericht zufolge droht die internationale Gemeinschaft ihr Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad deutlich zu verfehlen. UN-Generalsekretär António Guterres und US-Präsident Joe Biden mahnten deshalb, dass die Länder weltweit bis zur Klimakonferenz COP26 in Glasgow ihre Klimaschutzziele nachschärfen sollten.
Weltgemeinschaft droht laut neuem UN-Bericht Klimaziel deutlich zu verfehlen
Die internationale Gemeinschaft droht ihr Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung deutlich zu verfehlen. Ein neuer UN-Bericht "zeigt, dass sich die Welt auf einem katastrophalen Weg in Richtung einer Erwärmung von 2,7 Grad Celsius befindet", sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Freitag. In dem Bericht wurden die nationalen Klimaschutz-Verpflichtungen von 191 Ländern im Rahmen des Pariser Abkommens bewertet, das die Erderwärmung auf unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzen soll.
Kramp-Karrenbauer dachte wegen Afghanistan über Rücktritt nach
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat wegen der chaotischen Rückholaktion für frühere Ortskräfte aus Afghanistan an Rücktritt gedacht. Sie habe sich mit ihrem frühen Engagement für die Ortskräfte in der Regierung nicht durchgesetzt, sagte Kramp-Karrenbauer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe).
UN-Sicherheitsrat verlängert Afghanistan-Mission bis März 2022
Der UN-Sicherheitsrat hat das Mandat der UN-Unterstützungsmission für Afghanistan (Unama) um ein halbes Jahr bis März 2022 verlängert. In einer am Freitag einstimmig beschlossenen Resolution unterstrich das Gremium zudem "die Bedeutung einer inklusiven und repräsentativen Regierung" in Afghanistan, die Frauen einbezieht und Menschenrechte achtet. Diplomatenkreisen zufolge hatten die radikalislamischen Taliban keine Einwände gegen die Verlängerung der UN-Mission.
Gericht: Kündigung wegen Äußerungen in Whatsappchat ist unwirksam
Die Kündigung eines Mitarbeiters eines gemeinnützigen Vereins der Flüchtlingshilfe wegen verächtlicher Äußerungen über Geflüchtete bei Whatsapp ist unwirksam. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg löste das Arbeitsverhältnis aber gegen Zahlung einer Abfindung auf, wie es am Freitag in Berlin mitteilte. Es sei nämlich keine den Betriebszwecken dienliche Zusammenarbeit mehr zu erwarten. (Az. 21 Sa 1291/20)
Produzenten von geplanter Reality-Show "The Activist" machen Rückzieher
Nach einem Aufschrei der Empörung haben die Produzenten der geplanten US-Reality-Wettbewerbsshow "The Activist" zu gemeinnützigem Engagement einen Rückzieher gemacht. "Die Bemühungen für weltweiten Wandel sind kein Wettbewerb", erklärten der US-Sender CBS, die Nichtregierungsorganisation Global Ciziten und die Produktionsfirma Live Nation am Donnerstagabend (Ortszeit).
Taliban ersetzen Frauenministerium durch Tugendministerium
Die radikalislamischen Taliban haben offenbar das Frauenministerium der afghanischen Regierung durch ein "Tugendministerium" ersetzt. Am Freitag brachten Arbeiter am Gebäude des bisherigen Frauenministeriums ein Schild an, das auf das Ministerium "zur Förderung der Tugend und zur Verhinderung des Lasters" verweist. Dies ist der Name der Behörde, das während der ersten Taliban-Herrschaft Ende der 90er Jahre etwa für Auspeitschungen von Frauen verantwortlich war.
Georgische Schachspielerin verklagt Netflix wegen Verleumdung auf Schadenersatz
Die georgische Schachspielerin Nona Gaprindaschwili hat den Streamingdienst Netflix wegen ihrer Darstellung in der erfolgreichen Mini-Serie "Das Damengambit" auf fünf Millionen Dollar (4,24 Millionen Euro) Schadenersatz verklagt. Die Darstellung ihrer Person sei "sexistisch und herabsetzend", heißt es in der Klageschrift, die Gaprindaschwili bei einem kalifornischen Gericht einreichte.
Landgericht Limburg muss erneut über Lastwagenattacke verhandeln
Das Landgericht im hessischen Limburg muss erneut über die Lastwagenattacke mit 18 Verletzten im Oktober 2019 verhandeln. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hob bereits im Juli das Urteil teilweise auf, wie er am Donnerstagabend mitteilte. Der Schuldspruch wegen versuchten Mordes bleibe zwar grundsätzlich bestehen - das vom Landgericht angenommene Mordmerkmal der Heimtücke sei aber nicht belegt. (Az. 4 StR 53/21)
Niederländische Verteidigungsministerin tritt nach Afghanistan-Desaster zurück
Nach der niederländischen Außenministerin Sigrid Kaag ist auch Verteidigungsministerin Ank Bijleveld wegen des chaotischen Abzugs aus Afghanistan zurückgetreten. "Ich habe meine Partei und den Ministerpräsidenten informiert, dass ich den König bitten werde, meinen Rücktritt anzunehmen", sagte Bijleveld am Freitag. Das Parlament hatte das Handeln der Regierung angesichts der Krise in Afghanistan zuvor offiziell missbilligt.
Biontech-Gründer mit Ehrendoktorwürde von Universität Köln ausgezeichnet
Die Gründer der deutschen Pharmafirma Biontech, Özlem Türeci und Ugur Sahin, sind mit der Ehrendoktorwürde der medizinischen Fakultät der Universität Köln ausgezeichnet worden. Die beiden Eheleute, deren Mainzer Unternehmen den ersten zugelassenen Impfstoff gegen Corona entwickelt hatte, nahmen die Ehrung am Freitag in einer von der Stadt Köln ausgerichteten Feierstunde im Historischen Rathaus entgegen.
Putin gibt Stimme zur Parlamentswahl wegen Corona-Selbstisolation online ab
Der wegen eines Coronafalls in seinem engen Umfeld in Selbstisolation befindliche russische Präsident Wladimir Putin hat seine Stimme zur Parlamentswahl am Freitag online abgegeben. "Unter diesen Bedingungen der gesundheitlichen Einschränkungen, der Quarantäne, habe ich meine Bürgerpflicht online erfüllt", sagte Putin im russischen Fernsehen. Seine Landsleute rief er auf, sich an die Wahlurnen zu begeben oder online abzustimmen. Letzteres ist in sieben Regionen des Landes möglich.
US-Experten beraten über Zulassung von Corona-Drittimpfung
Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat am Freitag über eine mögliche grundsätzliche Zulassung einer Drittimpfung gegen das Coronavirus beraten. Die Frage ist umstritten: Während einige Experten für eine Auffrischungsimpfung plädieren, halten andere sie für derzeit nicht angebracht. Führende Gesundheitsvertreter der Regierung von Präsident Joe Biden hatten schon Mitte August angekündigt, allen US-Bürgern solle ab dem 20. September eine Booster-Impfung angeboten werden. In der Folge wurden aber Zweifel an dem Vorhaben laut.
UNO: Fast zwei Millionen arbeitsbedingte Todesfälle jährlich
Durch arbeitsbedingte Krankheiten und Verletzungen sterben nach Einschätzung der Vereinten Nationen jährlich fast zwei Millionen Menschen. Einer der Hauptgründe dafür sind überlange Arbeitstage, besonders betroffen sind Beschäftigte in Südostasien sowie über 54-Jährige, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Freitag mitteilten. Die gemeinsame Untersuchung bezieht sich auf die Jahre 2000 bis 2016.
Drohne wirft in hessischem Hanau stinkende Substanz auf Demonstranten ab
Unbekannte haben in Hessen mit Hilfe einer Drohne eine stinkende Substanz auf Demonstranten abgeworfen. Die Teilnehmer der Kundgebung am Mainufer in Hanau am Donnerstagabend bemerkten eine Drohne in mehreren Metern über sich, wie die Polizei in Offenbach am Freitag mitteilte. Von dieser sei dann eine Tüte mit einer übel riechenden flüssigen Substanz herabgefallen.