Letzte Nachrichten
Ansteckungszahlen: Niederlande verschärft Corona-Maßnahmen
Die Niederlande haben wegen steigender Ansteckungszahlen die Corona-Maßnahmen erneut verschärft. Regierungschef Mark Rutte kündigte am Dienstagabend in Den Haag unter anderem eine Ausweitung der Maskenpflicht an. Etwa Kunden und Verkäufer in Geschäften sowie Friseure, Masseure und Tätige in anderen Kontaktberufen mit Ausnahme der Prostitution müssen nun wieder Maske tragen.
Traumdebüt für Kohfeldt: Wolfsburg siegt in der Champions League
Traumdebüt für Trainer Florian Kohfeldt, erster Sieg in der Champions League für den VfL Wolfsburg. Mit ihrem neuen Coach an der Seitenlinie bezwangen die Niedersachsen Tabellenführer RB Salzburg mit 2:1 (1:1) und haben ihre Chance auf das Überwintern in der Königsklasse gewahrt.
Renten steigen 2022 voraussichtlich um mehr als fünf Prozent
Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland können auf eine kräftige Anhebung ihrer Altersbezüge im kommenden Jahr hoffen. Die Renten könnten im Westen um 5,2 Prozent und um 5,9 Prozent im Osten steigen, wie aus einer Übersicht zum Rentenversicherungsbericht hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Die Zahlen beruhen auf offiziellen Schätzungen.
Grünen-Politikerin fordert "mutigere Europapolitik" von neuer Bundesregierung
Die künftige Bundesregierung sollte aus Sicht der Grünen-Europapolitikerin Franziska Brantner in der Europapolitik enger mit Frankreich zusammenarbeiten. Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron "bis zuletzt eine Antwort auf seine EU-Reformvorschläge schuldig" geblieben, sagte Brantner der Nachrichtenagentur AFP. Merkel reist am Mittwoch zu einem Abschiedsbesuch nach Frankreich.
Facebook schafft die Gesichtserkennung weitgehend ab
Die Onlineplattform Facebook schafft die Gesichtserkennung weitgehend ab. Der US-Mutterkonzern Meta begründete den Schritt am Dienstag mit Datenschutzbedenken. Auch die zur Gesichtserkennung nötigen Daten von mehr als einer Milliarde Nutzer würden gelöscht. "Es gibt viele Bedenken über den Platz von Gesichtserkennungstechnologie in der Gesellschaft, und die Regulierungsbehörden sind immer noch dabei, klare Regeln für ihre Verwendung aufzustellen", erklärte Meta.
DTB-Frauen in Billie Jean King Cup zu Vorrunde ausgeschieden
Die deutschen Tennis-Frauen sind beim Billie Jean King Cup in Prag nach der zweiten Niederlage schon in der Gruppenphase gescheitert. Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber besiegelte am Dienstag das Aus im Duell mit der Schweiz durch ein 7:5, 2:6, 2:6 gegen Olympiasiegerin Belinda Bencic schon vor dem Schlussdoppel. Zuvor hatte sich Andrea Petkovic im ersten Einzel Viktorija Golubic mit 4:6, 5:7 geschlagen geben müssen.
Luxusautobauer Ferrari legt im dritten Quartal den Turbo ein
Der italienische Luxusautobauer Ferrari hat im dritten Quartal einen zweistelligen Gewinn eingefahren: Ferrari lieferte zwischen Juli und September weltweit 2750 Rennwagen aus und verdiente in dem Quartal 207 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das war ein Gewinnplus von 21 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Damit überstieg der Autobauer die Erwartungen von Experten.
Ermittlungen nach Amokdrohung in Niedersachsen führen zu radioaktiven Stoffen
Bei Ermittlungen nach einer Amokdrohung durch einen Mitarbeiter einer Firma im niedersächsischen Braunschweig sind Behörden unter anderem auch auf zwei seit etwa 15 Jahren vermisste Fläschchen mit einer radioaktiven Nickel-63-Lösung sowie eine weitere nicht näher genannte "umschlossene Strahlenquelle" gestoßen. Über den Fall der 2006 von einer Braunschweiger Firma als Verlust gemeldeten beiden Fläschchen sei seinerzeit der Verfassungsschutz informiert worden, teilte das niedersächsische Umweltministerium am Dienstag mit.
Salah Abdeslam wird erstmals im Prozess zu Pariser Attentaten vernommen
Im Prozess zu den Pariser Anschlägen vom 13. November hat sich der Hauptangeklagte Salah Abdeslam erstmals zu seinem Werdegang geäußert. Er sei als Kind "ruhig und freundlich" und ein "guter Schüler" gewesen, antwortete er am Dienstag auf Fragen zu seinem Lebenslauf. Mit der Befragung der 14 anwesenden Angeklagten zu ihrer Vorgeschichte hat eine neue Etappe des umfangreichen Prozesses begonnen.
Kontovergleich von Check24 laut Urteil von Münchner Landgericht mangelhaft
Das Landgericht München hat einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen einen Girokontovergleich des Vergleichsportals Check24 stattgegeben. "Der Kontovergleich von Check24 war mangelhaft und hatte nicht die erforderliche Marktabdeckung", erklärte der Rechtsreferent beim vzbv, David Bode, am Dienstag. Verbraucherinnen und Verbraucher müssten die Konditionen unterschiedlicher Kreditinstitute auch wirklich vergleichen können. Check24 kritisierte das Urteil als "gleich mehrfach erschütternd". (Az. 33 O 15655/20)
UNO: Hungersnot in Madagaskar durch Klimawandel verursacht
Der Klimawandel ist nach UN-Angaben die Ursache der verheerenden Hungersnot in Madagaskar. "Dies ist die einzige Hungersnot aufgrund des Klimawandels weltweit", sagte der stellvertretende Direktor des Welternährungsprogramms (WFP), Arduino Mangoni, am Dienstag vor Journalisten. Angesichts der derzeitigen Klima-"Trends" sei aber zu befürchten, dass "in den kommenden Monaten und Jahren" vergleichbare Hungersnöte entstünden.
Konflikt mit Tigray-Rebellen in Äthiopien droht sich aufs ganze Land auszuweiten
In Äthiopien droht sich der Konflikt der Regierung mit der Rebellengruppe TPLF aus der Unruhe-Region Tigray auf den Rest des Landes auszuweiten. Die Regierung in Addis Abeba rief am Dienstag angesichts des Vormarschs der TPLF einen landesweiten Ausnahmezustand aus. Die Hauptstadtbehörden riefen zur Verteidigung von Addis Abeba auf. Wegen unterbrochener Kommunikationswege war die Situation schwer zu überblicken.
Äthiopien verhängt landesweiten Ausnahmezustand wegen Rebellen-Vormarschs
Angesichts des Vormarschs der Rebellen aus der Unruhe-Region Tigray hat die Regierung in Äthiopien einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Das berichteten staatliche Medien am Dienstag. Die Rebellengruppe TPLF hatte im Konflikt mit der Armee in den vergangenen Tagen zwei strategisch wichtige Städte eingenommen und Befürchtungen vor einem Marsch auf die Hauptstadt Addis Abeba geweckt.
Mehr als halbe Million bearbeitete Straftaten bei Bundespolizei 2020
Die Bundespolizei hat im vergangenen 570.000 Straftaten bearbeitet. Das teilte das Bundespolizeipräsidium in Potsdam am Dienstag anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts der Behörde mit. Demnach wurden 2020 rund 160.000 sogenannte Personenfahndungserfolge erzielt und rund 14.000 Haftbefehle vollstreckt. Das bedeute, dass rein rechnerisch alle 90 Minuten bei der Bundespolizei die Handschellen klickten.
Deutsche Experten raten Eltern zu Wachsamkeit wegen "Squid Game"
Deutsche Experten haben Eltern ermahnt, jüngeren Kindern keinen Zugang zu der derzeit viel diskutierten Netflix-Serie "Squid Game" zu ermöglichen. Zudem solle mit älteren Kindern sowie Jugendlichen über die in der Erfolgsserie praktizierte "spielerische Gewalt" gesprochen werden, forderte die Medienkompetenzinitiative "Schau hin" am Dienstag in Berlin. Diese sie für Jüngere definitiv "problematisch".
US-Unternehmen in Deutschland bemängeln geringe staatliche Investitionen
Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird von den 50 umsatzstärksten US-Unternehmen in Deutschland schlechter bewertet als noch im Vorjahr. Wie die American Chamber of Commerce in Germany (AmCham) am Dienstag erklärte, gaben die US-Unternehmen dem Standort die Note 2,4. Im Vorjahr 2020 hatte die Bewertung noch bei 1,9 gelegen. Bemängelt wurden laut der Wirtschaftsvereinigung insbesondere zu niedrige staatliche Investitionen und der geringe Grad der Digitalisierung in der Verwaltung.
Gouverneurswahl in Virginia als Stimmungstest für Präsident Biden
Bei einer als Stimmungstest für US-Präsident Joe Biden gewerteten Wahl haben die Bürger des Bundesstaates Virginia über einen neuen Gouverneur entschieden. Umfragen sagten für den Urnengang vom Dienstag ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem demokratischen Kandidaten Terry McAuliffe und dem Republikaner Glenn Youngkin voraus. Erste Prognosen wurden nach Schließung der Wahllokale um 19.00 Uhr (Ortszeit; 00.00 Uhr MEZ) erwartet.
Wegen Betrugs: Blatter und Platini in der Schweiz angeklagt
Der ehemalige FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (85) und der frühere UEFA-Boss Michel Platini (66) müssen sich wie erwartet in der Schweiz vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft (BA) hat die beiden Ex-Funktionäre wegen des Verdachts auf Betrug und weiterer Delikte vor dem Bundesstrafgericht angeklagt. Das teilte die Behörde am Dienstag mit.
Reemtsma-Entführer Drach wegen weiteren Überfalls auf Geldboten angeklagt
Die Kölner Staatsanwaltschaft hat den Reemtsma-Entführer Thomas Drach wegen eines weiteren bewaffneten Überfalls auf einen Geldtransporter angeklagt. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, soll diese mit der schon im September gegen Drach erhobenen Anklage wegen dreier Raubüberfälle verbunden und in einem Strafprozess verhandelt werden.
Mutter soll 14-jährigen Sohn IS-Miliz als Kämpfer überlassen haben
Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die deutsche Stefanie A. erhoben, die in Syrien ihren damals 14-jährigen Sohn Dschihadisten als Kämpfer zur Verfügung gestellt haben soll. Da der Sohn im Alter von 15 Jahren bei einem Bombenangriff getötet wurde, soll sie sich unter anderem wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung vor dem Oberlandesgericht Hamburg verantworten, wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mitteilte.
Tech-News: US-Internetriese Yahoo zieht sich aus China zurück
Angesichts des wachsenden Drucks der chinesischen Behörden auf internationale Tech-Konzerne hat nun auch der US-Internetriese Yahoo seinen Rückzug aus Festland-China bekanntgegeben. "In Anerkennung der zunehmend herausfordernden unternehmerischen und rechtlichen Umstände in China werden die Dienstleistungen von Yahoo ab dem 1. November nicht mehr verfügbar sein", erklärte Yahoo am Dienstag gegenüber AFP.
Rund 80 Staaten wollen Methan-Ausstoß bis 2030 um 30 Prozent verringern
Mehr als 80 Staaten haben sich auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow einer Initiative der EU und der USA zur Reduzierung des Methan-Ausstoßes angeschlossen. "Methan ist eines der Gase, die wir am schnellsten reduzieren können", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag. Die Staaten wollen den Methan-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um mindestens 30 Prozent im Vergleich zu 2020 senken.
Spahn und Kassenärzte weiter uneins über Auffrisch-Impfungen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Kassenärzte sind uneins in der Frage der Auffrischungsimpfungen: Der Minister will allen Menschen in Deutschland eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus anbieten, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Vorlage für die Gesundheitsministerkonferenz hervorgeht. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will den Schwerpunkt beim Boostern hingegen zunächst auf Menschen ab 70 und Heimbewohner legen. Ein Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage könnte Ende kommender Woche stattfinden.
Trinkwasser am Flughafen BER mit Keimen verunreinigt
Das Trinkwasser am Hauptstadtflughafen BER ist mit Keimen verunreinigt. Bei einer Routinebeprobung in Terminal 1 wurden Coliforme Bakterien im Trinkwasser gefunden, wie ein Sprecher der Betreibergesellschaft des Flughafens am Dienstag mitteilte. Die Keime können Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfall oder Erbrechen auslösen.
Sarkozy als Zeuge in einer Affäre um Umfragen vor Gericht
Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ist einmal mehr vor einem französischen Gericht aufgetreten. Dieses Mal sollte er als Zeuge in einer Affäre um Meinungsumfragen aussagen. Die Vorladung sei "nicht verfassungskonform und außerdem völlig übertrieben", sagte Sarkozy jedoch am Dienstag vor Gericht. Zu inhaltlichen Fragen des Richters schwieg er.
Aktie von Tesla fällt nach Tweet von Elon Musk sehr stark
Tesla-Gründer Elon Musk hat die Anleger erneut mit einem Tweet verschreckt. Musk schrieb im Nachrichtendienst Twitter, der vergangene Woche verkündete Vertrag mit der Mietwagenfirma Hertz über den Kauf von 100.000 E-Autos sei im Moment "noch nicht unterschrieben". Die Aktie von Tesla fiel daraufhin im elektronischen Handel um vier Prozent.
Pfizer rechnet mit Jahresumsatz durch Corona-Impfstoff von 36 Milliarden Dollar
Der US-Pharmakonzern Pfizer hat die Umsatzerwartungen für seinen gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen Biontech produzierten Corona-Impfstoff erneut nach oben geschraubt. Pfizer rechnet laut seinem am Dienstag vorgelegten Quartalsbericht damit, im gesamten Jahr 2021 insgesamt 2,3 Milliarden Dosen des Vakzins auszuliefern und damit 36 Milliarden Dollar (rund 31 Milliarden Euro) Umsatz zu machen.
Bundesweite Streiks in öffentlichem Länderdienst bis Monatsende
Die Bundesländer mit Ausnahme von Hessen stehen bis Ende November vor einer bundesweiten Streikwelle. Die Länder hätten auch in der zweiten Tarifrunde ein Arbeitgeberangebot verweigert, sagte Verdi-Bundeschef Frank Werneke am Dienstag in Potsdam. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) habe die Verhandlungen "vor die Wand" gefahren, betonte Beamtenbund-Chef Ulrich Silberbach.
Länder außer Hessen stehen vor bundesweiten Streiks
Alle Bundesländer außer Hessen stehen vor Streiks im öffentlichen Dienst. Die Länder hätten auch in der zweiten Tarifrunde ein Arbeitgeberangebot verweigert, sagte Verdi-Bundeschef Frank Werneke am Dienstag in Potsdam. Die Gewerkschaften des öffentlichen Diensts seien deshalb gezwungen, den Arbeitskampf bis zur dritten Tarifrunde Ende November zu steigern, um den Druck auf einen Tarifabschluss für die mehr als 800.000 Angestellten zu erhöhen.
Ärztepräsident: Impfzentren können weiterhin hilfreich sein
Ärztepräsident Klaus Reinhardt hält Impfzentren für eine Möglichkeit, die Corona-Impfungen in Deutschland weiter in Gang zu halten. Wo es die Situation erfordere, könnten Impfzentren "eine Hilfe sein", sagte Reinhardt am Dienstag auf einer Pressekonferenz am Rande des Deutschen Ärztetags in Berlin. "Wenn wir an vielen Stellen impfen können, umso besser ist das."
CDU beschließt Fahrplan zu Wahl des neuen Vorsitzenden
Die CDU will ihren neuen Vorsitzenden durch eine Mitgliederbefragung ermitteln und Ende Januar auf einem Bundesparteitag offiziell ins Amt wählen. Der Bundesvorstand habe diesem Verfahren am Dienstag in Berlin einstimmig zugestimmt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Parteikreisen. Der Parteitag solle am 21. und 22. Januar 2022 in Hannover stattfinden.
BGH fordert indirekt Sachverständigengutachten zum VW-Software-Update
Im VW-Dieselskandal könnte es zu einem gerichtlichen Sachverständigengutachten zu dem vom Hersteller angebotenen Software-Update kommen. Nur so lasse sich klären, ob Diesel-Kunden vom Kaufvertrag zurücktreten konnten oder das Update als Nachbesserung ausreicht, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem am Dienstag bekanntgegebenen Urteil entschied. Das Wissen um die Abgasmanipulationen beim Motorhersteller müssten sich die Händler nicht zurechnen lassen. (Az: VIII ZR 111/20)