Letzte Nachrichten
Haftstrafe nach Brandkatastrophe mit 36 Toten bei Techno-Party in Kalifornien
Mehr als vier Jahre nach einer Brandkatastrophe mit 36 Toten bei einer Techno-Party in Kalifornien ist der Betreiber des Veranstaltungsorts zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das gab die kalifornische Justiz bekannt. Ins Gefängnis muss Derick Almena aber voraussichtlich nicht: Ihm wird die Zeit angerechnet, die er bereits inhaftiert war, außerdem wurde ihm gute Führung bescheinigt. Die verbleibenden 18 Monate der Strafe wird der 50-Jährige mit einer Fußfessel in Hausarrest verbringen.
Stresstest und VAR-Posse: BVB dank Haaland im Viertelfinale
Sturmsensation Erling Haaland hat Borussia Dortmund nach einem knallharten Stresstest zurück in den Thronsaal der Königsklasse geführt. Das norwegische Torphänomen beruhigte die flatternden Nerven des BVB im Zehn-Millionen-Euro-Spiel gegen den feurigen FC Sevilla mit seinen Treffern zur Zwei-Tore-Führung beim 2:2 (1:0) - die Borussia zog ungeachtet einer minutenlangen Posse um den Videobeweis erstmals seit 2017 ins Champions-League-Viertelfinale ein. Das Hinspiel hatten die Dortmunder mit einer deutlich besseren Leistung auswärts 3:2 gewonnen.
US-Justiz: Honduranischer Präsident in Drogenschmuggel in die USA verwickelt
Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández ist nach Angaben der US-Justiz in den Schmuggel von mehreren Tonnen Kokain in die USA verwickelt. Ein Drogenhändler habe Hernández in den Jahren 2013 und 2014 mit insgesamt 25.000 Dollar (21.000 Euro) bestochen, sagte der US-Staatsanwalt Jacob Gutwillig am Dienstag zum Prozessauftakt gegen besagten Händler vor einem Bundesgericht in New York. Dadurch sei der Angeklagte "unantastbar" geworden.
Nach Löw-Entscheidung: Schweinsteiger nimmt Spieler in die Pflicht
Bastian Schweinsteiger hat nach dem angekündigten Rückzug von Bundestrainer Joachim Löw die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in die Pflicht genommen. "Alle Spieler müssen das Beste abliefern. Es ist etwas Besonderes, dass Löw sein letztes Turnier als Bundestrainer spielen wird. Da muss jeder seine Top-Leistungen abrufen", sagte der Rio-Weltmeister in den ARD-Tagesthemen.
Queen nimmt Rassismusvorwürfe von Harry und Meghan "sehr ernst"
Königin Elizabeth II. nimmt die Rassismusvorwürfe von Prinz Harry und seiner Frau Meghan "sehr ernst". "Die aufgeworfenen Fragen, insbesondere die, die sich auf Rassismus beziehen, sind besorgniserregend", hieß es in einer vom Buckingham-Palast am Dienstagabend veröffentlichten Erklärung der Queen. Die Vorwürfe würden "in der Familie unter vier Augen besprochen". Sie sei "traurig, das ganze Ausmaß zu erfahren, wie herausfordernd die vergangenen Jahre für Harry und Meghan gewesen sind".
Von Taliban zerstörte Buddha-Statue kehrt virtuell nach Afghanistan zurück
20 Jahre nach der Zerstörung der berühmten afghanischen Buddha-Statuen durch die radikalislamischen Taliban ist eine der riesigen Skulpturen für kurze Zeit in das Land am Hindukusch zurückgekehrt - zumindest virtuell. Die rund 55 Meter hohe Salsal-Statue erleuchte am Dienstag anlässlich des Jahrestags ihrer Zerstörung als 3-D-Projektion an ihrem ursprünglichen Standort im Bamiyan-Tal im Zentrum des Landes.
Steuerzahler: Merkel will mehr Toleranz für Asylanten
Das wird den Steuerzahler welcher Milliarden an Euro für Asylanten zahlen muss im Wahljahr 2021 "ganz sicher" freuen: Zum Auftakt des Integrationsgipfels der Bundesregierung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Gesellschaft zu Offenheit und Toleranz aufgerufen, um die Integration von Zugezogenen zu fördern. "Wirklicher Zusammenhalt" in einer Gesellschaft erfordere "die Anwesenheit von gelebter Toleranz und Offenheit füreinander, der Neugierde, denn eine funktionierende Zivilgesellschaft ist und bleibt der beste Schutz vor Ausgrenzung und Rassismus", kolportierte Merkel am Dienstag zum Auftakt der Beratungen mit rund 120 Vertretern aus Bund, Ländern, Kommunen, Migrantenorganisationen, Wirtschaft, Kultur und Sport. Nur die "Abwesenheit von Hass und Gewalt" reiche nicht aus, um Integration zum Gelingen zu bringen, sagte die Kanzlerin. Jeder Mensch in Deutschland - mit oder ohne Migrationsgeschichte - müsse sich "respektiert und zugehörig fühlen" können. "Respekt und Zugehörigkeit sind unabdingbar für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt", sagte Merkel weiter. "Respektlosigkeit, Vorurteile, Anfeindungen und leider eben auch Gewalt stehen dem Zusammenhalt in der Gesellschaft absolut entgegen. Dem müssen wir uns alle entgegenstellen." Merkel wies darauf hin, dass die 2006 gestartete Serie von Integrationsgipfeln bei der Sitzung am Dienstag zur Verabschiedung eines Nationalen Aktionsplans führen solle. Sie habe gelernt, "dass Integration nicht nur bestimmte Gruppen betrifft, sondern die Gesellschaft insgesamt", sagte Merkel. "Wir wissen, dass Integration systematisch gefördert werden muss in dem Bewusstsein, dass Integration für alle eine Herausforderung ist, aber wenn sie gelingt auch ein Gewinn ist". Mit einem mehr als 100 Punkte umfassenden Aktionsplan will die Bundesregierung die Integration von Zuwanderern in Deutschland fördern. Die Maßnahmen, die am Dienstag verabschiedet werden sollen, reichen von Hilfen für zuwandernde Fachkräfte im Heimatland über Unterstützung beim Spracherwerb bis zu Anstrengungen für mehr Chancengleichheit in Wirtschaft und öffentlichem Dienst. (O. Karlsson--BTZ)
SPD fordert will von CDU/CSU schärfere Lobbyregeln
De CDU/CSU hat ein Korruptionsproblem von geldgierigen Bundestagsabgeordneten, dies dürfte zwischenzeitlich jeder Bürger erkannt haben! Als Konsequenz aus der Masken-Affäre haben SPD-Politiker nun vom Koalitionspartner Union (CDU/CSU) eine Verschärfung des vereinbarten Lobbyregisters gefordert. "Allen Demokraten muss daran gelegen sein, dass Raffgier und Vetternwirtschaft in unseren Parlamenten keine Chance haben", sagte Parteichef Norbert Walter-Borjans nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview vom Dienstag. Er rief die Parteichefs von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, dazu auf, gemeinsam mit der SPD "für wirksame Transparenz- und Sanktionsregeln" einzutreten. Dazu müsse auch der sogenannte "exekutive Fußabdruck" im Lobbyregister zählen, sagte Walter-Borjans. Mit dem "exekutiven Fußabdruck" wäre nachvollziehbar, welche Akteure und Organisationen an einem Gesetzestext mitgewirkt haben. Der Kompromiss zum Lobbyregister, auf den sich Union und SPD vergangene Woche verständigt haben, enthält eine solche Regelung bisher nicht. Die Union habe "kein individuelles, sondern ein systemisches Problem" damit, die Einflussnahme finanzkräftiger Interessenvertreter offenzulegen, kritisierte Walter-Borjans. Auch SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider forderte die Unionsparteien auf, Konsequenzen aus der Maskenaffäre zu ziehen. "Die jahrelange Blockade beim Lobbyregister rächt sich jetzt", sagte Schneider nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. "Darüber kann auch die Empörung aus der Führung von CDU und CSU nicht hinwegtäuschen." Die schwer wiegenden Fälle von "Geschäftemacherei mit der Krise" beschädigten "die Politik und das Parlament insgesamt", sagte Schneider. Er erwarte, dass CDU und CSU nun den Widerstand gegen die Forderung der SPD nach schärferen Regeln für Nebentätigkeit und Nebeneinkünften sowie Abgeordnetenbestechung aufgeben. Die Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel und Georg Nüßlein sollen Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Geschäften mit Corona-Schutzmasken kassiert haben. Auf massiven parteiinternen Druck zogen sie Konsequenzen. Löbel legte sein Bundestagsmandat nieder und trat Presseberichten zufolge auch aus der CDU aus, Nüßlein beendete seine CSU-Mitgliedschaft, will aber bis zum Ende der Legislaturperiode im Parlament bleiben. (H. Müller--BTZ)
Atom-Notfallübung mit mehr als 170 Ländern in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Die Vereinigten Arabischen Emirate richten in diesem Jahr eine internationale Großübung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aus. Mehr als 170 Länder werden im vierten Quartal 2021 daran teilnehmen, wie Abu Dhabis Gesandter bei der IAEA, Hamad Alkaabi, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Bei der dreitägigen Übung namens ConvEx-3, die alle drei bis fünf Jahre stattfindet, wird die internationale Zusammenarbeit im Fall eines schweren Atomunfalls trainiert.
FanQ-Umfrage: Große Mehrheit begrüßt Löw-Rücktritt
Eine große Mehrheit der deutschen Fußball-Fans begrüßt den angekündigten Rücktritt von Bundestrainer Joachim Löw. In einer FanQ-Blitzumfrage im Auftrag des SID sind 91,72 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Entscheidung von Löw richtig sei. Der 61-Jährige hatte am Dienstag verkündet, dass er seinen Posten nach der EM im Sommer räumen werde.
Dax erreicht erneut Rekord-Schlusskurs
Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Dienstag erneut einen Rekord-Schlusskurs erreicht. Der Index der 30 größten Unternehmen ging mit 14.437,94 Punkten aus dem Handel, das waren 0,4 Prozent mehr als am Montag, als der Rekord-Schlusskurs bei 14.380,91 Punkten gelegen hatte.
EU-Kommission will Europa bis 2030 weitgehend digitalisieren
Der EU-Kommission schwebt für das Jahr 2030 ein weitgehend digitalisiertes Europa vor. Bis dahin solle es in der EU 20 Millionen angestellte IT-Spezialisten geben, jeder Haushalt über Hochgeschwindigkeitsinternet verfügen und das 5G-Netz alle bewohnten Gebiete abdecken, erklärte die Brüsseler Behörde am Dienstag. Der Weltmarktanteil der EU an der Produktion von Halbleitern solle sich außerdem auf 20 Prozent mehr als verdoppeln.
Mindestens 39 Migranten vor der Küste Tunesiens ertrunken
Beim Untergang zweier Boote vor der Küste Tunesiens sind mindestens 39 Migranten ums Leben gekommen. 165 weitere Menschen konnten gerettet werden, wie das tunesische Verteidigungsministerium am Dienstag mitteilte. Unter den Toten waren nach Behördenangaben neun Frauen und vier Kinder. Ein tödliches Bootsunglück ereignete sich auch vor den Kanaren.
Reiseausgaben der Verbraucher in Deutschland um über die Hälfte eingebrochen
Der deutsche Reisemarkt ist im Corona-Jahr historisch eingebrochen, die Pandemie hat dem jahrelangen Anstieg der Urlaubsausgaben ein Ende bereitet. 2020 sanken die Reiseausgaben hierzulande um 54 Prozent auf 31,9 Milliarden Euro, wie der Deutsche Reiseverband (DRV) am Dienstag mitteilte. Der Umsatz von Reisebüros und -veranstaltern brach demnach um rund 65 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro ein.
Frankreich: Brand von Notre-Dame in Paris wird zu Filmdrama
Der Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame wird verfilmt. Der französische Regisseur Jean-Jacques Annaud begann am Dienstag mit den Dreharbeiten zu einem Filmdrama über das Feuer vom April 2019. Es soll im April des kommenden Jahres in die Kinos kommen, zum dritten Jahrestag des Brandes.
EU-Ratspräsident Michel wirft China und Russland Impfstoff-Propaganda vor
EU-Ratspräsident Charles Michel hat China und Russland vorgeworfen, ihre Corona-Impfstoffe als Propagandamittel einzusetzen. "Wir sollten uns nicht von China und Russland in die Irre führen lassen", erklärte Michel am Dienstag. Beide "Regimes" würden "stark begrenzt, aber dafür sehr öffentlichkeitswirksam" Impfstoff an andere Länder liefern. Die EU hingegen werde "Impfstoffe nicht für Propagandazwecke nutzen".
Auswahl der Geschworenen in Prozess um Tod von George Floyd begonnen
Mit eintägiger Verzögerung hat im Prozess gegen einen weißen Ex-Polizisten wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd die Jury-Auswahl begonnen. Richter Peter Cahill begann am Dienstag in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota mit der Unterrichtung und Befragung möglicher Geschworener. Dann waren Verteidigung und Staatsanwaltschaft am Zug.
Großeinsatz der Polizei nach Fund zweier Leichen in Rheinland-Pfalz
Nach dem Fund zweier Leichen in einem Haus im rheinland-pfälzischen Weilerbach im Landkreis Kaiserslautern ist die Polizei am Dienstag zu einem Großeinsatz ausgerückt. Es werde nach einem flüchtigen Tatverdächtigen gefahndet, teilten die Beamten am Nachmittag mit. Die Polizei erhöhte daraufhin nach eigenen Angaben ihre Präsenz vor Ort.
Keine Reaktion des Buckingham-Palastes auf Meghan's bla bla
Nach den fragwürdig heftigen Vorwürfen von Prinz Harry und seiner Frau Meghan gegen den Buckingham-Palast wächst der Druck auf das britische Königshaus, auf das brisante Fernsehinterview zu reagieren. Am Dienstag gab es aber weiterhin keine Stellungnahme des Palastes zu dem Interview mit US-Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey, das am Sonntag (Ortszeit) im US-Fernsehen und später auch im britischen Fernsehen ausgestrahlt worden war.
Kerry bietet EU enge Partnerschaft gegen den Klimawandel an
Der US-Klima-Beauftragte John Kerry hat der EU eine enge Partnerschaft im Kampf gegen die Erderwärmung angeboten. Angesichts der "Klimakrise" müsse die Zusammenarbeit mit der EU "noch stärker" werden, als sie bei der Vereinbarung des Pariser Klimaabkommens 2015 gewesen sei, sagte Kerry am Dienstag bei einem Besuch in Brüssel. Der Vize-Präsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, zeigte sich überzeugt, dass beide Seiten in der Klimafrage zusammen "Berge versetzen" könnten.
Russland und China wollen gemeinsam eine Mondstation errichten
Russland und China wollen gemeinsam eine Mondstation errichten. Beide Staaten hätten dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Dienstag mit. Die Station solle ein "Komplex von Einrichtungen für experimentelle Forschung auf der Oberfläche und/oder Umlaufbahn des Mondes" sein und "allen interessierten Staaten und internationalen Partnern" offenstehen. Zum Zeitpunkt für die Eröffnung der Station und deren Kosten wurden keine Angaben gemacht.
Arzt soll in Donauwörth 51 Patienten mit Hepatitis C infiziert haben
Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat Anklage gegen einen Arzt erhoben, der in einem Krankenhaus in Donauwörth Patienten mit Hepatitis C infiziert haben soll. Der 58 Jahre alte Anästhesist soll Narkosemittel abgezweigt und es sich selbst gespritzt haben, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Dabei soll es wegen der Missachtung von Hygieneregeln in 51 Fällen zur Übertragung des Virus auf von ihm betreute Patienten gekommen sein.
Diebe flexen Loch in Lkw und stehlen 120.000 Zigarettenpackungen
Unbekannte haben 120.000 Zigarettenschachteln aus einem Lastwagen im baden-württembergischen Wertheim gestohlen. Die Diebe flexten in der Nacht zum vergangenen Freitag ein etwa 50 Zentimeter mal 50 Zentimeter großes Loch in die Außenwand des auf einem Autohof abgestellten Anhängers, wie die Staatsanwaltschaft Mosbach und das Polizeipräsidium Heilbronn am Dienstag mitteilten. Anschließend luden sie insgesamt 240 Kartons mit jeweils 500 Zigarettenstangen ab.
Lebenslange Haftstrafen in Prozess um Mord an Russlands Botschafter in Ankara
Mehr als vier Jahre nach der Ermordung des russischen Botschafters in Ankara hat ein türkisches Gericht fünf Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt. Sechs weitere Beschuldigte seien freigesprochen worden, berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Sieben Angeklagte erhielten dem Sender NTV zufolge Strafen wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Russland reagierte mit Genugtuung auf das Urteil.
Kaum jemand will nach der Pandemie wieder in ein Großraumbüro
Die meisten Büroangestellten in Deutschland möchten nach der Corona-Krise an einem festen Arbeitsplatz in den Firmenräumen sitzen – aber kaum jemand will ins Großraumbüro. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 1500 Erwerbstätigen ab 16 Jahren hervor, die der Digitalverband Bitkom am Dienstag vorstellte. Demnach möchte nur ein Prozent der Beschäftigten mit Schreibtischarbeit mit fünf oder mehr Kollegen im Raum arbeiten.
Wirtschaft will Corona-Tests mit Selbstverpflichtung ausweiten
Deutschlands Unternehmen sollen ihren Beschäftigten Corona-Selbsttests für zu Hause und möglichst auch Schnelltests vor Ort anbieten. Dazu riefen am Dienstag die Spitzenverbände der Wirtschaft auf, die nach eigenen Angaben Firmen mit mehr als 90 Prozent der 30 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im privaten Sektor hierzulande vertreten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund betonte, die Kosten müssten vom Arbeitgeber getragen werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, sie könne "nur alle einzelnen Unternehmen dazu aufrufen", dem Appell auch zu folgen.
Hälfte der EU-Bürger hat Interesse an Teilnahme an Zukunftskonferenz
Vor dem Start der mehrmonatigen EU-Reformkonferenz gibt es bei der Hälfte der Bürger in den Mitgliedstaaten Interesse an einer Teilnahme. In einer am Dienstag von EU-Kommission und Europaparlament veröffentlichten Umfrage gaben 14 Prozent an, sie würden sich auf jeden Fall an der sogenannten Konferenz zur Zukunft Europas beteiligen. Weitere 37 Prozent bezeichneten dies als "wahrscheinlich".
Wölfe erschießen: Wanderer trauen sich wegen Wölfe nicht zurück zum Auto
Wegen Wolfsgeheuls haben sich drei Wanderer in Ostsachsen nach einem Geocaching-Ausflug nicht zurück zu ihren Autos getraut. Die herbeigerufenen Polizeibeamten trafen die drei 24 bis 33 Jahre alten Ausflügler am Montagabend in Schwepnitz wohlbehalten an - Wölfe wurden hingegen nicht gesichtet, wie die Polizei in Görlitz am Dienstag mitteilte.
Bonus für Volkswagen-Beschäftigte im Corona-Jahr 2020 nahezu halbiert
Die Tarifbeschäftigten des Volkswagen-Konzerns erhalten auch für das zurückliegende Corona-Jahr einen Bonus - allerdings deutlich unter dem Betrag der Vorjahre. Wie der Autobauer am Dienstag mitteilte, zahlt er seinen Tarifmitarbeitern für das Jahr 2020 eine Erfolgsbeteiligung in Gesamthöhe von knapp 2700 Euro brutto. 1690,50 Euro erhielten die Beschäftigten demnach schon im November; die vorgesehene zweite Auszahlung wurde "auf 1000 Euro aufgestockt".
25-Jähriger Mann wegen Kinderkaufs übers Internet vor Gericht
Wegen versuchten Kinderhandels muss sich von Freitag an ein 25-Jähriger vor dem Landgericht Detmold verantworten, der laut Anklage mehrfach Kinder über das Internet kaufen wollte. Nach Gerichtsangaben vom Dienstag geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Mann die mutmaßlichen Taten im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit beging. Mit den Kindern wollte er demnach laut Anklage "nach Belieben verfahren".
Kein Bock auf den DFB: Klopp will kein Löw-Nachfolger werden
Jürgen Klopp wird im kommenden Sommer nicht Nachfolger des scheidenden Bundestrainers Joachim Löw. Dies teilte der Teammanager des FC Liverpool auf der Pressekonferenz vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen RB Leipzig mit. "Nein, ich werde im oder nach diesem Sommer nicht als möglicher Bundestrainer zur Verfügung stehen. Ich habe ja einen Job", sagte Klopp. Löw hatte am Dienstag verkündet, nach der Europameisterschaft sein Amt niederzulegen. Klopp galt als einer der Favoriten auf den Bundestrainer-Posten, besitzt in Liverpool jedoch einen Vertrag bis 2024. "Man unterschreibt Verträge und versucht im Allgemeinen, sich daran zu halten", sagte Klopp. Der 53-Jährige hatte die Reds 2015 übernommen und vier Jahre später die Champions League sowie 2020 erstmals seit 30 Jahren die englische Meisterschaft gewonnen. Aktuell steckt Liverpool in der Krise und liegt als Tabellenachter der Premier League sieben Punkte hinter den Champions-League-Rängen. (S. Sokolow--BTZ)
Verlage verkaufen im Corona-Jahr mehr E-Books
Die Deutschen haben im Corona-Jahr 2020 wegen wochenlang geschlossener Buchläden deutlich mehr E-Books gekauft: Der Absatz stieg um 10,8 Prozent im Vorjahresvergleich von 32,4 auf 35,8 Millionen verkaufte Exemplare, der Umsatz um 16,2 Prozent, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag mitteilte. Das Wachstum setzte im Frühjahr mit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland ein, flachte aber zum Ende des Jahres trotz erneut größerer Einschränkungen wieder ab.