Letzte Nachrichten
Industrieproduktion sinkt dritten Monat in Folge
Der weltweite Materialmangel bremst die deutsche Industrie massiv aus - vor allem die Autohersteller. Im Juni sank die Produktion im produzierenden Gewerbe den dritten Monat in Folge, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Der Rückgang betrug 1,3 Prozent im Vergleich zum Mai. Analysten hatten eine Zunahme erwartet.
Mit fast 90 nochmal zum Ironman: Japaner Hiromu Inada holt sich Tipps bei Olympia
Man lernt nie aus: Obwohl er es schon dreimal geschafft hat, holt sich der weltweit älteste erfolgreiche Ironman-Teilnehmer gerade Tipps bei den Athleten der Olympischen Spiele. Im nächsten Jahr will Hiromu Inada nochmal beim härtesten Triathlon der Welt antreten und schaut deshalb den Athleten in Tokio besonders aufmerksam zu. "Es gibt so viel zu lernen. Ich wende es bei meinem Training an - und es funktioniert", sagt der 88-Jährige der Nachrichtenagentur AFP.
US-Demokraten fordern Schließung von Gefangenenlager Guantanamo von Biden
Abgeordnete der US-Demokraten haben von Präsident Joe Biden die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba gefordert. Die letzten 39 Häftlinge sollten freigelassen werden oder einen Prozess bekommen, forderten 75 Abgeordnete des Repräsentantenhauses am Donnerstag in einem offenen Brief. In dem Schreiben wiesen die Demokraten auch auf die hohen Kosten für das Gefangenenlager hin. Presseberichten zufolge koste das Gefängnis jährlich mehr als 500 Millionen US-Dollar.
Zum Schulstart in Nordrhein-Westfalen gilt weiter Test- und Maskenpflicht
Auch in Nordrhein-Westfalen wird zum Schulstart in etwa zwei Wochen zunächst weiterhin eine Masken- und Testpflicht gelten. Es gebe aufgrund von Reisebewegungen in den Ferien und der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus eine "besondere Situation", sagte Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf. Die Schulen seien generell "gut vorbereitet", es bleibe in der Pandemie aber immer ein "Restfaktor Unsicherheit".
Handelsunternehmen starten landesweite Impfkampagne
Plakate in Schaufenstern und an Kassen sowie ein Impfangebot vor Ort: Mit einer koordinierten Kampagne wollen Supermärkte und andere Handelsunternehmen die Corona-Impfbereitschaft in der Bevölkerung stärken. Wie der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Immobilienwirtschaftsverband ZIA am Freitag mitteilten, erreichen die beteiligten Firmen täglich rund 40 Millionen Kundinnen und Kunden an zehntausenden Standorten bundesweit. Diese Reichweite wolle die Aktion nutzen.
Zwei Männer wegen sogenannten Ehrenmords an Schwester in Berlin festgenommen
Berliner Ermittler haben zwei Männer wegen des Verdachts eines sogenannten Ehrenmords an ihrer Schwester festgenommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt am Freitag mitteilten, sind die 22 und 25 Jahre alten Verdächtigen dringend verdächtig, ihre 34-jährige Schwester am 13. Juli in Berlin getötet zu haben. Die Tat sollen sie demnach "aus gekränktem Ehrgefühl" begangen haben.
Länder drängen auf rasche Parlamentsentscheidungen über Fluthilfen
Die Länder drängen auf baldige Parlamentsentscheidungen zu den geplanten Aufbauhilfen in den westdeutschen Hochwasserregionen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes (RND) vom Freitag: "Der Deutsche Bundestag sollte noch im August zu einer Sondersitzung zusammentreten und sich mit den Wiederaufbauhilfen für die von der Hochwasserkatastrophe getroffenen Regionen befassen." Diese habe ein nationales Ausmaß.
Ermittlungen gegen Landrat von Ahrweiler wegen Flutkatastrophe
Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Ermittlungen gegen den Landrat des Landkreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU), wegen der Flutkatastrophe vor rund drei Wochen aufgenommen. Gegen ihn bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen, teilten die Behörde und das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt am Freitag mit. Zudem werde gegen ein weiteres Mitglied des Krisenstabs ermittelt.
Polizei auf Phuket leitet Mordermittlungen im Fall von getöteter Schweizerin ein
Nach dem Tod einer 57-jährigen Schweizerin auf der thailändischen Urlaubsinsel Phuket hat die Polizei Mordermittlungen eingeleitet. Die halbnackte Leiche der 57-Jährigen war am Donnerstag in eine schwarze Plane gehüllt am Fuße eines Wasserfalls gefunden worden. Die Touristin hatte die Insel im Rahmen des sogenannten "Sandbox"-Programms besucht, das es geimpften Reisenden ermöglicht, ohne Quarantäne-Auflagen einzureisen.
ZDF: Bundesregierung führte Geheimgespräche mit Taliban
Die Bundesregierung hat laut Berichten von ZDF und "Bild"-Zeitung in der vergangenen Woche Geheimgespräche mit Vertretern der radikalislamischen Taliban geführt. Diese hätten in Katars Hauptstadt Doha stattgefunden, hieß es. Die Taliban hätten dabei versichert, sie wollten sich für den Schutz früherer Ortskräfte der Deutschen in Afghanistan einsetzen, berichtete das ZDF.
Einsatzkräfte kämpfen gegen Feuer vor den Toren Athens
Hunderte griechische Feuerwehrleute haben in der Nacht weiter gegen einen verheerenden Großbrand vor den Toren der Hauptstadt Athen gekämpft. Am Freitagmorgen wurden die Einsatzkräfte laut Behördenangaben durch 82 französische Helfer unterstützt. Bei dem Brand rund 30 Kilometer nördlich von Athen wurden demnach mindestens fünf Menschen verletzt und mehrere Häuser zerstört. Fünf Ortschaften seien evakuiert worden.
Moderner Fünfkampf: Schleu nach Reit-Drama ohne Medaillenchance
Drama auf dem Rücken von Saint Boy: Fünfkämpferin Annika Schleu (Berlin) muss ihren Traum von einer Medaille bei den Olympischen Spielen nach einem völlig missglückten Reiten begraben. Die auf Goldkurs liegende Olympia-Vierte von Rio bleib am Freitag ohne Punkte und fiel vor dem abschließendem Laser-Run mit 551 Zählern vom ersten auf den 31. Platz zurück. Schleu und Peking-Olympiasiegerin Lena Schöneborn auf der Tribüne brachen in Tränen aus.
Moderner Fünfkampf: Schleu weiter auf Goldkurs
Fünfkämpferin Annika Schleu (Berlin) liegt bei den Olympischen Spielen in Tokio weiter auf Goldkurs. Die Olympia-Vierte von Rio führt das Ranking nach Abschluss der Teildisziplinen Fechten und Schwimmen mit 551 Punkten an. Ihr Vorsprung vor dem Reiten und dem abschließenden Laser-Run auf die zweitplatzierte ROC-Athletin Juliana Bataschowa beträgt 24 Zähler.
Deutsche Bahn bereitet sich auf Streik der Lokführer vor
Im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL bereitet sich die Deutsche Bahn (DB) auf Streiks vor. Es sei davon auszugehen, "dass es eine weitere Eskalation gibt", sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler am Freitag. Er rief erneut zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Die GDL will am Dienstag das Ergebnis ihrer Urabstimmung bekanntgeben. Gewerkschaftschef Claus Weselsky rechnet mit einer großen Zustimmung zum Arbeitskampf.
Fronten im Tarifkonflikt bei der Bahn verhärtet - GDL rechnet mit Streiks
Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der GDL bleiben die Fronten verhärtet - die Lokführergewerkschaft rechnet mit Streiks. "Wir spüren: Die Beteiligung an der Urabstimmung ist groß. Wir rechnen damit, dass die Belegschaft ja zum Arbeitskampf sagt", sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei "schlecht".
RKI: Corona-Inzidenz steigt deutlich früher als im vergangenen Sommer
Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in diesem Jahr deutlich früher wieder an als im Vorjahr. Das geht aus dem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Betroffen seien vor allem jüngere Menschen, zunehmend aber auch die mittlere Altersgruppe.
Dobrindt fordert Impfstationen an Flughäfen und Bahnhöfen
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat Impfstationen an Bahnhöfen und Flughäfen für Reiserückkehrer gefordert. "Ich schlage vor, nicht nur Teststationen, sondern auch Impfstationen für Einreisende bereit zu halten", sagte Dobrindt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). Dort sollten nicht-geimpfte Reiserückkehrer "schnell und unkompliziert ein Impfangebot bekommen".
Hiroshima erinnert mit kleiner Zeremonie an Atombombenabwurf vor 76 Jahren
Hiroshima hat am Freitag mit einer kleinen Zeremonie an den ersten Atombomben-Angriffs der Geschichte vor 76 Jahren erinnert. Überlebende, Angehörige sowie Politiker und Würdenträger nahmen an der Hauptveranstaltung in der Stadt teil, um den Opfern zu gedenken und zum Weltfrieden aufzurufen. Das zweite Jahr in Folge fand die Gedenkveranstaltung wegen der Corona-Pandemie in relativ kleinem Rahmen statt. Die Zeremonie wurde online übertragen.
RTL Deutschland und Gruner + Jahr fusionieren
Bach zu Tokio-Spielen: "Großer Erfolg für Japan, das IOC und die Sportwelt"
IOC-Präsident Thomas Bach hat die von der Corona-Pandemie geprägten Sommerspiele von Tokio bereits vor der Schlussfeier am Sonntag als "großen Erfolg für Japan, das IOC und die gesamte Sportwelt" eingeordnet. Wie der Vorsitzende des Internationalen Olympischen Komitees bei der Bilanz-Pressekonferenz am Freitag ausführte, hätten die Anti-Corona-Maßnahmen "gegriffen". Bach fügte allerdings hinzu: "Es sind noch zweieinhalb Tage, wir sind in Alarmbereitschaft und aufmerksam."
Bericht: Stiko will über Impfempfehlung für Schwangere bis Ende August entscheiden
Die Ständige Impfkommission (Stiko) will einem Bericht zufolge bis Ende August über eine Impfempfehlung für Schwangere entscheiden. "Die Stiko arbeitet die vorliegenden Daten für eine Covid-19-Impfung in der Schwangerschaft derzeit systematisch auf", sagte Gynäkologin und Stiko-Mitglied Marianne Röbl-Mathieu dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vom Freitag.
Erneut strikte Ausgangssperre in philippinischer Hauptstadt Manila verhängt
Angesichts einer Zunahme der Corona-Neuinfektionen haben die Behörden in der philippinischen Hauptstadt Manila erneut eine strikte Ausgangssperre verhängt. An Polizeikontrollpunkten in der Hauptstadtregion bildeten sich am Freitag lange Schlangen, da jeder kontrolliert wurde, der unterwegs war. Die Einschränkungen sehen vor, dass nur Arbeiter mit als notwendig erachteten Jobs zum Arbeitsplatz fahren dürfen.
Microsoft verlangt bei Rückkehr - Impfung der Beschäftigten
Der US-Technologiekonzern Microsoft verlangt bei der Rückkehr seiner Beschäftigten aus dem Homeoffice in die Büros künftig einen Impfnachweis. Das Unternehmen rechne frühstens Anfang Oktober mit einer vollständigen Wiederöffnung der Büros in den USA, teilte es am Donnerstag mit. Im September werde es losgehen "und dann werden wir auch einen Impfnachweis von allen Angestellten, Lieferanten und Gästen fordern, die die Microsoft-Gebäude betreten".
Tropensturm zieht am letzten Tag der Olympischen Spiele über Tokio hinweg
Ein Tropensturm zieht auf Tokio zu und könnte die japanische Hauptstadt am letzten Tag der Olympischen Spiele treffen. Wie die Veranstalter am Freitag mitteilten, ist jedoch keine Änderung im Programm der Wettkämpfe vorgesehen. Ein Sprecher des Organisationskomitees sagte vor Journalisten, der Verlauf des Sturms werde "aufmerksam, aber gelassen" verfolgt.
Kölsch-Brauer klagen über schleppendes Geschäft
Kühles Wetter, ausbleibende Touristen und das frühe Aus bei der Fußball-EM: Die Kölsch-Brauer klagen über ein schleppendes Geschäft im ersten Halbjahr. "Wir haben im ersten Halbjahr 2021 rund 647.000 Hektoliter Bier verkauft, das ist ein Rückgang von mehr als 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr", sagte der Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbands, Christian Kerner, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Freitag.
Apple will Geräte von US-Nutzern auf Bilder von Kindesmissbrauch untersuchen
Nach einem Update des Betriebssystems sollen Geräte von Apple künftig Bilder mit sexuellem Missbrauch von Kindern erkennen und melden, sobald sie in den Vereinigten Staaten in den Online-Speicher hochgeladen werden. "Wir wollen dazu beitragen, Kinder vor Tätern zu schützen, die Kommunikationsmittel nutzen, um sie anzuwerben und auszubeuten, und die Verbreitung von Material mit sexuellem Kindesmissbrauch einschränken", erklärte der US-Technologiekonzern am Donnerstag (Ortszeit).
Grüne fordern Ausweitung der Kurzarbeit auf vom Hochwasser betroffene Beschäftigte
Die Grünen haben eine Ausweitung des Kurzarbeitergeldes auf persönlich vom Hochwasser betroffene Beschäftigte gefordert. "Es geht nicht nur um die Unternehmen, sondern auch um die Beschäftigten", sagte der Grünen-Abgeordnete Wolfgang Strengmann-Kuhn der Nachrichtenagentur AFP. Eine Erweiterung der geltenden Sonderregelungen zur Kurzarbeit auf Beschäftigte, die wegen der Überflutungen nicht an ihren Arbeitsplatz gelangen könnten, wäre eine "unbürokratische Unterstützung".
Eberl lobt neuen Trainer Hütter: "Er hat eine Idee"
Sportdirektor Max Eberl von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach zeigt sich sehr angetan von seinem neuen Trainer Adi Hütter. "Er hat eine Idee, schaut sich viel an, zieht Schlüsse daraus, geht damit um, bringt seine Vorstellungen ein. Trotzdem überrollt er einen nicht, sondern geht die Schritte peu a peu", sagte der 47-Jährige im Interview mit der Rheinischen Post.
Beachvolleyball: US-Amerikanerinnen Klineman/Ross gewinnen Gold
Die US-Beachvolleyballerinnen Alix Klineman und April Ross haben bei den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille gewonnen. Die Weltranglistenfünften, die im Viertelfinale Rio-Olympiasiegerin Laura Ludwig und Margareta Kozuch (Hamburg) ausgeschaltet hatten, setzten sich im Finale im Shiokaze Park mit 2:0 (21:15, 21:16) gegen die Weltranglisten-17. Mariafe Artacho Del Solar/Taliqua Clancy aus Australien durch.
Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 20,4
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt nun bei 20,4. Wie das Robert-Koch-Institut am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 3448 Neuinfektionen sowie 24 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 16,5.
USA: Neuwagen sollen bis 2030 mit alternativem Antrieb fahren
US-Präsident Joe Biden will die Autoindustrie seines Landes grüner machen - auch mit Blick auf die Konkurrenz in Europa und China. Im Jahr 2030 soll die Hälfte aller neuverkauften Fahrzeuge in den USA mit einem alternativen Antrieb ausgestattet sein, wie aus einer am Donnerstag (Ortszeit) von Biden unterzeichneten Exekutivanordnung hervorgeht. Die drei großen Hersteller General Motors, Ford und Stellantis mit der Marke Chrysler erklärten sich mit dem Ziel einverstanden.
Kanu: Brendel wahrt Medaillenchance über Umweg Viertelfinale
Der dreimalige Canadier-Olympiasieger Sebastian Brendel hat ein frühes Aus bei den Olympischen Spielen in Tokio über seine Paradestrecke verhindert und das Halbfinale erreicht. Nach dem dritten Platz im Vorlauf wahrte der Potsdamer über den Umweg Viertelfinale mit einem Sieg seine Chance auf eine Medaille im Einer über 1000 m. Die Entscheidungen fallen am Samstag.