Letzte Nachrichten
Todesstrafe: Macron plant Anlauf zu weltweiter Abschaffung
Der französische Präsident Emmanuel Macron will einen neuen Anlauf zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe unternehmen. Frankreich werde diesen "Kampf" wieder aufnehmen, sagte der Staatschef am Samstag in Paris anlässlich des 40. Jahrestags der Abschaffung der Todesstrafe in Frankreich. Für 2022 kündigte er ein "Treffen auf höchster Ebene" an, um die Regierungen der Länder, welche die Todesstrafe anwenden, von der "dringenden Notwendigkeit ihrer Abschaffung" zu überzeugen.
Kramp-Karrenbauer und Altmaier verzichten auf Bundestagsmandat
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) verzichten auf ihr Mandat im Bundestag. Mit ihrem Schritt wollten sie einen Generationswechsel in der Fraktion ermöglichen, sagten die beiden aus dem Saarland stammenden Politiker am Samstag in Saarbrücken. An ihrer Stelle sollen die beiden jüngeren CDU-Politiker Nadine Schön und Markus Uhl in den Bundestag einziehen. Damit wollen die beiden Minister nach eigenen Worten auch ein Signal an die Bundes-CDU senden.
Geheime Beratungen über Zukunft von Österreichs Regierung
Angesichts der schweren Regierungskrise in Österreich haben die Parteien am Samstag hinter verschlossenen Türen über das weitere Vorgehen beraten. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Vorabend trotz der Korruptionsermittlungen gegen ihn erneut einen Rücktritt abgelehnt. Doch sprach ihm Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler die Amtsfähigkeit ab. Nach Informationen der Nachrichtenagentur APA wird es immer wahrscheinlicher, dass die Grünen Kurz am Dienstag im Parlament gemeinsam mit der Opposition das Misstrauen aussprechen werden.
Grünen-Nachwuchs: "Nein" zu Jamaika, "Vielleicht" aber Ampel
Die Nachwuchsorganisation der Grünen lehnt die Beteiligung an einer Jamaika-Koalition ab. Ein Ampel-Bündnis mit SPD und FDP will die Grüne Jugend außerdem nur unter Bedingungen akzeptieren: Einen entsprechenden Beschluss fasste der Bundeskongress der Organisation am Samstag in Erfurt. "Für uns kommt eine Jamaika-Koalition nicht in Frage", heißt es im von den Delegierten angenommenen Dringlichkeitsantrag des Bundesvorstands der Grünen Jugend.
Frankreichs Ex-Premier Philippe gründet eigene konservative Partei
Frankreichs ehemaliger Premierminister Edouard Philippe hat die zersplitterte französische Parteienlandschaft um eine weitere Gruppierung bereichert. Mit seiner Partei Horizons wolle er sich "an der Schaffung eines neuen politischen Angebots beteiligen", sagte der Bürgermeister von Le Havre am Samstag in seiner Stadt. Gleichzeitig wolle er die Unterstützung für Präsident Emmanuel Macron in der konservativen Wählerschaft erweitern.
Berliner bei antisemitischem Angriff zu Boden gestoßen
Ein 29-jähriger Berliner jüdischen Glaubens ist von Unbekannten mit Reizgas angegriffen und zu Boden gestoßen worden. Die Polizei sprach am Samstag von einem "judenfeindlichen Angriff auf offener Straße". Der junge Mann - ein ehemaliger Soldat der israelischen Armee, der zum Zeitpunkt des Überfalls am Freitagabend einen Pullover mit dem Emblem der israelischen Streitkräfte getragen habe - sei vor dem S-Bahnhof Nöldnerplatz auf seinen Glauben angesprochen und dann tätlich angegriffen worden.
SPD Sachsen wählt Doppelspitze mit großer Mehrheit
Die SPD in Sachsen wird erstmals von einer Doppelspitze geführt. Auf einem Landesparteitag in Neukieritzsch wurden am Samstag die Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel und der bisherige Generalsekretär Henning Homann zu neuen Landesvorsitzenden gewählt. Sie traten die Nachfolge des bisherigen Parteichefs Martin Dulig an, der nicht mehr für das Amt kandidierte. Die sächsische SPD regiert in einer Koalition mit CDU und Grünen.
CDU diskutiert über "Treuhänder"-Modell für Neubesetzung der Parteispitze
Ein neuer Vorschlag für eine treuhänderische und zeitlich begrenzte Neubesetzung der CDU-Spitze sorgt für Diskussionen in der Partei: Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", sie wünsche sich an der CDU-Spitze einen "Treuhänder" ohne eigene Ambitionen auf das Kanzleramt, der die Partei wieder "fit" mache.
Fürstin Charlène von Monaco nach HNO-Infektion in Südafrika erneut operiert
Fürstin Charlène von Monaco hat sich offiziellen Angaben in Südafrika erfolgreich einer weiteren Operation unterzogen. Der Eingriff sei am Freitag unter Vollnarkose vorgenommen worden und "sehr gut" verlaufen, sagte ein Vertreter des Palasts am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Fürstin müsse 48 Stunden "unter Beobachtung" bleiben, doch werde es danach keine weiteren Operationen infolge ihrer schweren HNO-Infektion mehr geben.
Haseloff ruft an Jahrestag des Halle-Anschlags zu Zivilcourage auf
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat aus Anlass des zweiten Jahrestags des Anschlags von Halle vor einer weiteren Polarisierung der politischen Debatte gewarnt. "Die Veränderung und Verrohung der Sprache ist ein Warnsignal", sagte Haseloff am Samstag bei einer Gedenkveranstaltung in Halle. "Der rechtsextremistische Anschlag von Halle zeigt: Wort und Tat sind nicht weit voneinander entfernt."
Mit Kokosnüssen und Gebeten 29 Tage auf hoher See überlebt
Mit Hilfe von Orangen, Kokosnüssen und Gebeten haben zwei Männer von den Salomon-Inseln 29 Tage im südlichen Pazifischen Ozean überlebt, bevor sie 400 Kilometer von ihrer Heimat entfernt vor der Küste Papua-Neuguineas gerettet wurden. Livae Nanjikana und Junior Qoloni waren in der für ihre Unberechenbarkeit berüchtigten Salomonensee unterwegs, als sie nur drei Stunden nach ihrem Reiseantritt am 3. September in raues Wetter gerieten.
Irans Ex-Präsident Banisadr im französischen Exil gestorben
Der erste iranische Präsident nach der islamischen Revolution im Jahr 1979, Abdulhassan Banisadr, ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 88 Jahren "nach langer Krankheit" in einer Klinik in Paris, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf das Umfeld des Ex-Staatschefs meldete. Banisadr lebte seit seinem Sturz im Jahr 1981 im französischen Exil.
Oberverwaltungsgericht verbietet Fahrraddemonstration auf Autobahn 4 in Sachsen
Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat eine für Sonntag geplante Fahrrad-Demonstration auf der A4 bei Dresden gegen den Ausbau der Autobahn verboten. Das Gericht begründete den am späten Freitagabend vorgelegten Beschluss mit "aktuellen Gefahreneinschätzungen": Um die Sicherheit der Demonstranten zu gewährleisten, müsste die Autobahn in einer Fahrtrichtung vollständig gesperrt werden; eine "funktionsfähige Umleitungsstrecke" für den Autoverkehr stehe aber nicht zur Verfügung. (Az. 6 B 376/21)
Tschechen stimmen über Zukunft von Regierungschef Babis ab
In Tschechien können die Wähler noch bis zum frühen Samstagnachmittag über ein neues Parlament und die Zukunft des umstrittenen Regierungschefs Andrej Babis abstimmen. Die zweitägige Parlamentswahl endet um 14.00 Uhr. Erste Ergebnisse werden für Samstagabend erwartet.
Habeck zur Ampel: "Das ganze Ding ist noch lange nicht in trockenen Tüchern"
Grünen-Chef Robert Habeck erwartet bei den bevorstehenden "Ampel"-Sondierungen schwierige Verhandlungen insbesondere in Finanzfragen. Die vertrauensvolle Atmosphäre bei den bisherigen Beratungen dürfe "nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch lange nicht durch ist und dass die Differenzen zwischen den Parteien teilweise erheblich sind", sagte Habeck im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Diese Differenzen "müssen noch gelöst werden - das heißt, es gab jede Menge Punkte, über die gerungen, gestritten und die teilweise nicht gelöst wurden".
Rummenigge fordert "Kurskorrektur" und Financial Fair Play 3.0
Der ehemalige Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge fordert eine "Kurskorrektur" des in finanzielle Schieflage geratenen europäischen Vereinsfußballs. In einer Kolumne in der Welt am Sonntag spricht sich der frühere Nationalspieler, der bis Sommer Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München war, eindringlich für "eine Rationalisierung des Fußballs" und ein "Financial Fair Play 3.0" aus.
FDP und Grüne unzufrieden mit RKI-Chef Wieler
Politiker von FDP und Grünen haben politische Einflussnahme auf das Robert-Koch-Institut beklagt und Kritik an Instituts-Chef Lothar Wieler geübt. Anlass für die Kritik ist das Eingeständnis des Instituts vom Donnerstag, dass die Zahl der geimpften Menschen in Deutschland lange zu niedrig angegeben worden sei. Bei Wieler gebe es "von Fehlereinsicht keine Spur", sagte die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus (FDP) der "Bild" vom Samstag.
Friedensnobelpreisträgerin Ressa: Auszeichnung gilt allen Journalisten auf der Welt
Die Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa sieht ihre Auszeichnung als Würdigung für die Arbeit von Journalisten weltweit. "Dies ist wirklich für alle Journalisten auf der ganzen Welt", sagte Ressa am Samstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Es sei heutzutage "so viel schwieriger und gefährlicher, Journalist zu sein".
Rund 6,9 Millionen sehen 2:1-Sieg gegen Rumänien
Durchschnittlich 6,86 Millionen Zuschauer haben am Freitagabend beim TV-Sender RTL die Liveübertragung vom 2:1-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Rumänien verfolgt. Der Marktanteil betrug 26,0 Prozent. In der Spitze saßen 8,5 Millionen Fans vor den Bildschirmen.
Raducanu verliert erstes Match nach US-Open-Triumph deutlich
Emma Raducanu hat das erste Match nach ihrem sensationellen Triumph bei den US Open deutlich verloren. Die 18 Jahre alte Britin, die in New York ohne Satzverlust aus der Qualifikation zum Titel gestürmt war, unterlag in Indian Wells der Weltranglisten-100. Aljaksandra Sasnowitsch (Belarus) 2:6, 4:6. Raducanu hatte beim Turnier in der kalifornischen Wüste eine Wildcard erhalten.
Flick schützt unglücklichen Werner - und fordert Steigerung
Hansi Flick hat sich nach dem unglücklichen Auftritt von Timo Werner im WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien (2:1) vor seinen Stürmer gestellt. "Er ist durchaus in der Lage, da wo es eng ist, immer wieder die Räume zu öffnen, und er ist einer, der Abpraller reinmachen kann. Dafür hat er ein Näschen", sagte der Bundestrainer.
Nationalelf plant "nächsten Schritt" gegen DFB-Schreck Nordmazedonien
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft will auf dem Weg nach Katar keine Zeit verlieren und schon gegen DFB-Schreck Nordmazedonien den Sack in der Qualifikation zumachen. "Wir wollen den nächsten wichtigen Schritt Richtung Weltmeisterschaft in Katar machen und uns möglichst schnell qualifizieren. Es geht darum, am Montag genau so eine Leistung zu bringen und uns genau so zu präsentieren", sagte Bundestrainer Hansi Flick nach dem schwer erkämpften 2:1 (0:1) in Hamburg gegen Rumänien.
Tor bei U21-Premiere: Schade will weiter für Deutschland spielen
Flügelstürmer Kevin Schade vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg hat nach seinem erfolgreichen Debüt bei der U21-Nationalmannschaft hohe Erwartungen geweckt. Der 19-Jährige erzielte bei seiner Premiere am Donnerstag für die wichtigste deutsche Nachwuchsmannschaft in der 88. Minute das 2:2 gegen Israel, ehe Kapitän Jonathan Burkardt kurz darauf sogar noch der Siegtreffer gelang.
Hamilton über Begegnungen mit Michael Jordan: "Dann denke ich: Holy Shit!"
Für Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton fühlen sich Treffen mit anderen Größen des Weltsports immer noch seltsam an. "Als ich mal Tom Brady in die Augen gesehen haben: Das war surreal", sagte der 36-jährige Brite im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Wochenendausgabe): "Aber Michael Jordan? Den habe ich gerade erst wieder getroffen. Ich bin ein Jordan-Freak. Ich liebe ihn!"
Bönte vor Titel-Fight: "Wilder hat nicht die boxerische Klasse von Fury"
Vor dem dritten Duell zwischen Box-Weltmeister Tyson Fury und Ex-Champion Deontay Wilder sieht der langjährige Klitschko-Manager Bernd Bönte die Rollen klar verteilt. "Wilder hat einfach nicht die boxerische Klasse und die Technik von Fury", sagte Bönte der Augsburger Allgemeinen. In der Nacht auf Sonntag (4.45 Uhr/DAZN) kämpfen beide in Paradise/Nevada um die WBC-Weltmeisterschaft - um eine Chance zu haben, müsse der Amerikaner Wilder eigentlich seinen Stil ändern.
Indian Wells: Struff folgt Altmaier und Zverev in die zweite Runde
Jan-Lennard Struff steht als dritter deutscher Tennisprofi in der zweiten Runde des ATP-Masters in Indian Wells. Der 31 Jahre alte Warsteiner setzte sich in seinem Auftaktmatch in der Wüste Kaliforniens gegen den Kolumbianer Daniel Elahi Galan 7:6 (7:4), 6:3 durch.
Ölpipeline vor der Küste Kaliforniens vermutlich bereits länger beschädigt
Eine geborstene Ölpipeline vor der Küste Kaliforniens ist vermutlich bereits länger beschädigt als bislang bekannt. Wie die US-Küstenwache am Freitag erklärte, könnte der Riss in der Leitung bereits vor "mehreren Monaten bis zu einem Jahr" entstanden sein. Seitdem sind hunderttausende Liter Öl ins Meer vor der Küste von Huntington Beach südlich von Los Angeles entwichen. Der Schaden könnte demnach durch Schiffsanker verursacht worden sein.
VdK fordert bei Sondierungsgesprächen mehr Einsatz für Armutsbekämpfung
Der Sozialverband VdK hat mit Blick auf die Sondierungsgespräche in Berlin Fortschritte bei der Armutsbekämpfung gefordert. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag: "Die künftigen Koalitionäre müssen den Menschen klar sagen, wohin es geht. Stillhalteabkommen oder wachsweiche Kompromisse darf es nicht geben." Unter anderem forderte sie mehr Geld für Arbeitslose sowie Reformen bei der Rente und der Pflegeversicherung.
Facebook-Dienste erneut weltweit mit Zugangsproblemen
Nutzer der Dienste des Internetriesen Facebook haben erneut weltweit über Stunden mit Zugangsproblemen gekämpft. "Wir entschuldigen uns aufrichtig bei allen, die in den letzten Stunden nicht auf unsere Produkte zugreifen konnten", sagte ein Facebook-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend. "Wir haben das Problem behoben, und alles sollte jetzt wieder normal funktionieren". Facebook führte die Probleme auf eine Konfigurationsänderung in seinen Rechenzentren zurück.
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 64,4 gestiegen
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 64,4 gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen eines Tages 8854 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.
Spitzenvertreter der USA und Chinas sprechen über angespannte Wirtschaftsbeziehungen
Die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai hat mit dem chinesischen Vize-Regierungschef Liu He über die angespannten Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern gesprochen. Wie eine ungenannte US-Regierungsvertreterin am Freitagabend erklärte, war das virtuelle Treffen eine "Gelegenheit", um "verantwortungsvoll geführte Handelsbeziehung aufzubauen, da diese nicht nur die Menschen in unseren Ländern, sondern in der ganzen Welt betreffen".
RWE-Chef: "Kohleausstieg 2030 ist machbar"
Der Chef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, kann sich ein Vorziehen des deutschen Kohleausstiegs von 2038 auf 2030 vorstellen. "Ein Kohleausstieg 2030 ist machbar – wenn wir das Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gewaltig erhöhen und viele zusätzliche Gaskraftwerke bauen", sagte Krebber der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). "Wer hingegen nur abschaltet, gefährdet die Versorgungssicherheit in Deutschland", warnte er.