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Verbände wollen Abschaffung von "Anker"-Zentren für Asylanten
Ein breites Bündnis von rund 65 Nichtregierungsorganisationen hat eine Abschaffung der sogenannten "Anker"-Zentren für die zentrale Unterbringung von Asylsuchenden gefordert. "Das Konzept ist gescheitert, die Asylverfahren wurden nicht beschleunigt, die Menschen sind oft isoliert, entrechtet und ausgegrenzt", hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Die Rede war von einer "düsteren Bilanz" drei Jahr nach Einführung der umstrittenen Zentren.
BGH: Facebook muss Nutzer über Löschungen informieren
Facebook muss Beiträge einer Nutzerin und eines Nutzers wieder freischalten, die als Hassrede gelöscht worden waren. Das soziale Netzwerk müsse die Betreffenden darüber informieren, wenn es Beiträge entfernt habe, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag in Karlsruhe. Bei einer beabsichtigten Sperrung des Nutzerkontos müssten die Betreffenden sogar vorab informiert werden und die Möglichkeit bekommen, sich dazu zu äußern. (Az. III ZR 179/20 und III ZR 192/20)
Rund 30 verwahrloste und giftige Tiere in Hamm entdeckt
Polizisten haben in einer Wohnung im nordrhein-westfälischen Hamm rund 30 verwahrloste und teilweise giftige exotische Tiere entdeckt. Wie die Beamten am Donnerstag mitteilten, stießen sie bei einem Einsatz dort zufällig auf diverse Spinnen, Geckos, Skorpione, Tausendfüßler sowie vier Schlangen. Zwei weitere Schlangen waren bereits verendet. Dazu kamen darüber hinaus noch zwei Hauskatzen.
Die große Mobilitätsrevolution durch Corona bleibt aus
Weniger Dienstreisen und mehr Wege zu Fuß und per Rad: Die Corona-Pandemie hat die Mobilität der Deutschen verändert - doch die "große Mobilitätsrevolution" ist ausgeblieben, wie das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie herausfand. Bei einer Umfrage im April gaben knapp zwölf Prozent der Befragten in den Großstädten an, in Zukunft weniger mobil sein zu wollen. 38 Prozent wollen allerdings stärker mobil sein als vorher.
OVG-Urteil: Der Steuerzahler muss weiter für Asylanten zahlen
Der deutsche Steuerzahler wird die Asylanten nicht los und muss weiter zahlen, dies ist das Ergebnis des Urteils des Oberverwaltungsgericht (OVG) des Bundeslands Nordrhein-Westfalen, welches die Rücküberstellung von zwei Flüchtlingen nach Italien aus angeblicher Sorge über ihre Lebensbedingungen untersagt hat. Es bestehe die "ernsthafte Gefahr", dass die Männer aus Somalia und Mali in dem Land über längere Zeit "elementare Bedürfnisse" wie Unterkunft und Verpflegung nicht befriedigen könnten, teilte das Gericht in Münster am Donnerstag mit, was für die deutschen Bürger bedeutet, sie müssen die Asylanten weiter mit Sozialleistungen aus ihren Steuergeldern finanzieren. (Az. 11 A 1674/20.A und 11 A 1689/20.A)
Australien: Militär kontrolliert Corona-Lockdown in Sydney
Die Polizei in Sydney hat angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen die Unterstützung des Militärs angefordert. 300 Soldaten sollen bei der Überwachung des Lockdowns in der australischen Millionenmetropole helfen, wie der Polizeichef des Bundesstaats New South Wales, Mick Fuller, am Donnerstag mitteilte. Der Lockdown gilt seit fünf Wochen.
Judo: Weltmeisterin Wagner holt Olympia-Bronze
Weltmeisterin Anna-Maria Wagner hat bei den Olympischen Spielen in Tokio Bronze gewonnen und dem Deutschen Judo-Bund (DJB) die zweite Medaille in Japan gesichert. Die 25-Jährige aus Ravensburg besiegte im kleinen Finale der Klasse bis 78 kg die frühere WM-Dritte Kaliema Antomarchi aus Kuba. Am Mittwoch hatte Eduard Trippel (Rüsselsheim/90 kg) Silber gewonnen.
Transportunternehmen Flixbus expandiert nach Brasilien
Das Transportunternehmen Flixmobility, bekannt für seine grünen Reisebusse, expandiert nach Brasilien. "Wir erwarten, dass die Öffnung des brasilianischen Mobilitätsmarktes zu einer deutlichen Veränderung und vielen Chancen für innovative Akteure führen wird", erklärte der Mitgründer und Geschäftsführer von Flixmobility, André Schwämmlein, am Donnerstag in München. Die Expansion ist demnach für Ende 2021 geplant.
Deutsche Bahn macht im ersten Halbjahr 1,4 Milliarden Euro Verlust
Die Deutsche Bahn (DB) hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro gemacht. Zwar sei die Zahl der Reisenden und die der transportierten Güter gestiegen, gleichwohl habe der harte und mehrfach verlängerte Lockdown "tiefe Spuren" in der Halbjahresbilanz hinterlassen, teilte der Konzern am Donnerstag in Berlin mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte die Bahn den Verlust aber verringern.
Dominikanische Musik-Legende Johnny Ventura gestorben
Der legendäre dominikanische Musiker Johnny Ventura ist tot. Der 81-Jährige starb am Mittwoch an einem Herzinfarkt, wie das Krankenhaus in der Stadt Santiago de los Caballeros im Norden der Dominikanischen Republik mitteilte. Dort war der Merengue-Musiker zuletzt behandelt worden. Der auch unter dem Namen "Caballo Mayor" ("Großes Pferd") bekannte Ventura gewann in seiner 60-jährigen musikalischen Laufbahn sechs Latin Grammys.
Tischtennis: Ovtcharov verliert Halbfinal-Krimi gegen Ma Long
Dimitrij Ovtcharov hat das Finale des olympischen Tischtennis-Turniers denkbar knapp verpasst. Der Dritte von London 2012 unterlag dem chinesischen Weltmeister und Rio-Sieger Ma Long trotz starker Leistung mit 3:4 (11:13, 8:11, 11:9, 11:9, 7:11, 11:5, 9:11) und spielt am Freitag (13.00 Uhr MESZ) um Bronze.
EuGH: Preisauszeichnung bei Getränken in Pfandflaschen?
Ob bei der Werbung für Getränke in Pfandflaschen ein Gesamtpreis einschließlich Pfand angegeben werden muss, soll nun der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheiden. Mit einem am Donnerstag verkündeten Beschluss legte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe ein entsprechendes Verfahren den EU-Richtern vor. (Az: I ZR 135/20)
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt "ausgesprochen erfreulich"
Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben zu einer deutlichen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt geführt: Die Zahl der Arbeitslosen im Juli sank im Vergleich zum Vormonat um 24.000 auf 2,59 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 5,6 Prozent zurück. Das ist eine ungewöhnliche Entwicklung: Normalerweise steigt die Arbeitslosenzahl in den Sommermonaten.
Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich nach Öffnungsschritten
Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich nach den weitgehenden Lockerungen von den Corona-Maßnahmen im Juli deutlich verbessert. Die Zahl der Arbeitslosen im Juli sank im Vergleich zum Vormonat um 24.000 auf 2,59 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,6 Prozent.
Goldhase von Lindt muss goldenen Glanz nur eingeschränkt
Der Goldhase von Lindt muss seinen goldenen Glanz nur eingeschränkt mit anderen Schokoladenosterhasen teilen: Weil viele Verbraucher den Goldton mit Lindt verbinden, hat er den Status einer sogenannten Benutzungsmarke erlangt, wie am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied. Ob daher die bayerischen Confiserie Heilemann die Rechte von Lindt verletzt hat, muss nun das Oberlandesgericht (OLG) München klären. (Az: I ZR 139/20)
Infektionen! Olympia und das "große Corona-Schutzkonzept"
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen im Umfeld der Olympischen Spiele und in Japan insgesamt haben die Olympia-Organisatoren ihre Schutzmaßnahmen verteidigt. Nichts deute darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen den Olympischen Spielen und der Zunahme der Neuinfektionen in der Bevölkerung gebe, sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Donnerstag: "Soweit ich weiß, gab es keinen einzigen Fall", in dem eine Infektion von Athleten oder durch olympisches Personal auf Einwohner Tokios übertragen wurde.
Tariflöhne steigen 2021 im Schnitt nur gering um 1,6 Prozent
Die Tariflöhne steigen in diesem im Jahr voraussichtlich nur um durchschnittlich 1,6 Prozent - unter Berücksichtigung der Inflation müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sogar einen Rückgang hinnehmen. Das ergibt sich aus der am Donnerstag vorgelegten Zwischenbilanz des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung. Der Anstieg der Tariflöhne liegt damit unter dem Durchschnitt der vorherigen drei Jahre; der Reallohnverlust ist der erste seit zehn Jahren.
Nächste Medaille im Kanuslalom: Herzog holt Olympia-Bronze
Andrea Herzog (Meißen) hat mit Bronze die nächste deutsche Medaille im Kanuslalom bei den Olympischen Spielen in Tokio gewonnen. Die 21 Jahre alte Weltmeisterin im Canadier-Einer landete im Finale hinter Jessica Fox (Australien) sowie Mallory Franklin (Großbritannien) und setzte damit die Erfolgsserie des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) fort.
Containerschiff "Ever Given" läuft im Hafen von Rotterdam ein
Mehr als vier Monate nach der Blockade des Suez-Kanals ist das riesige Containerschiff "Ever Given" am Donnerstagmorgen in den Hafen von Rotterdam eingelaufen. "Ein besonderer Moment", sagte der Chef des Containerhafens, Hans Nagtegaal, der Nachrichtenagentur AFP. "Endlich können wir mit dem Entladen anfangen."
Müller für Testpflicht bei Reiserückkehrern ab dem 1. August
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich für einen Start der geplanten Testpflicht für Reiserückkehrer zum 1. August ausgesprochen. "Ich finde es richtig, wenn es zum 1. August kommen würde", sagte er am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Auch wenn es der zweite oder dritte August wäre, sei es noch gut. "Aber ich hoffe, so schnell wie möglich."
Bundespolizei: Alarmierendes Lagebild für Hochwassergebiete
Die Bundespolizei hat der Regierung einen alarmierenden Bericht zur Lage in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz übermittelt. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag wird darin die "Versorgung der Bevölkerung insgesamt als problematisch" bewertet. Viele Betroffene seien "stark traumatisiert" und "die Akzeptanz gegenüber den Einsatzkräften sinkt stetig".
Luftfahrt: Airbus erholt sich weiter von der COVID19-Krise
Der europäische Flugzeugbauer Airbus erholt sich weiter von der Corona-Krise. Im ersten Halbjahr lieferte Airbus 297 Maschinen aus - das waren 101 mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sprang entsprechend um 30 Prozent auf 24,6 Milliarden Euro, der Gewinn lag bei 2,2 Milliarden Euro. Airbus hob seine Prognose für das Gesamtjahr an.
Grüne verlangen 25-Milliarden-Euro-Fonds für Klimavorsorge
Nach der Hochwasserkatastrophe vor allem im Westen Deutschlands verlangen die Grünen einen 25-Milliarden-Euro-Fonds für Klimavorsorge, dies soll der deutsche Steuerzahler zahlen! Das geht laut einem Bericht aus einem siebenseitigen Impulspapier der Partei hervor, das am Freitag vorgestellt werden soll. Die Katastrophe vor zwei Wochen sei ein Fenster gewesen, "durch das wir auf unsere Zukunft schauen", heißt es demnach in dem Text.
Trotz Dieselkandal: VW mit Rekordergebnis im ersten Halbjahr
Volkswagen hat im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis eingefahren. Der Konzern verkaufte mit fünf Millionen Fahrzeugen rund 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, der allerdings von der Corona-Krise beeinträchtigt gewesen war, wie VW am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg um fast 35 Prozent auf 129,7 Milliarden Euro, das operative Ergebnis übertraf mit 11,4 Milliarden Euro sogar die 10,0 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2019.
Rassismus-Eklat: Funktionär Moster muss Tokio verlassen
Radsport-Funktionär Patrick Moster wird nach seiner rassistischen Entgleisung nun doch vorzeitig nach Hause geschickt. Mit einem Tag Verspätung entschied der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), dass der Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) von den Olympischen Spielen abreisen müsse.
Anteil der Beschäftigten im Homeoffice geht weiter zurück
Nach der Ende Juni ausgelaufenen Homeoffice-Pflicht haben im Juli noch weniger Beschäftigte zu Hause gearbeitet. Ihr Anteil fiel auf 25,5 Prozent, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. "Die Menschen suchen wieder häufiger den persönlichen Kontakt im Büro", erklärte Ifo-Experte Jean-Victor Alipour.
US-Star Bob Odenkirk nach Kollaps "in stabilem Zustand"
Nach seinem Kollaps am Set der Fernsehserie "Better Call Saul" ist der US-Schauspieler Bob Odenkirk nach Angaben seines Sprechers "in stabilem Zustand". Der 58-Jährige sei wegen Herzproblemen ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte der Sprecher am Mittwoch (Ortszeit). Odenkirk und seine Familie dankten "den unglaublichen Ärzten" und dem Pflegepersonal, die sich um ihn kümmerten.
"Tut total weh": Hockey-Männer verlieren gegen Südafrika
Die deutschen Hockey-Männer haben den vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale der Olympischen Spiele verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Kais al Saadi unterlag am Donnerstag Außenseiter Südafrika völlig überraschend mit 3:4 (3:2) und musste im vierten Spiel die zweite Niederlage einstecken.
Vertrauter von Chinas Präsident Xi wird Botschafter in USA
China hat einen engen Vertrauten von Präsident Xi Jinping als Botschafter nach Washington entsandt. Qin Gang wurde am Mittwoch in der US-Hauptstadt empfangen, wo er laut eigenen Angaben die Beziehungen zwischen den USA und China "wieder auf den richtigen Weg" bringen möchte. China und die USA würden in eine neue Runde des Verständnisses und der Anpassung eintreten und "versuchen, einen Weg zu finden, miteinander auszukommen", sagte Qin bei seiner Ankunft vor Reportern.
Corona: Olympia-Aus für Stabhochspringer Sam Kendricks
Einen Tag vor dem Start der Leichtathletik-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen hat ein positiver Corona-Test bei Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks die Kernsportart in Atem gehalten. Der US-Amerikaner kann in Tokio nicht an den Start gehen, zudem wurden 54 Mitglieder des australischen Teams offenbar als mögliche Kontaktpersonen vorerst in Isolation geschickt.
Corona: Olympia-Aus für Stabhochsprung-Weltmeister Kendricks - mehrere Australier in Quarantäne
Einen Tag vor dem Start der Leichtathletik-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen könnte der Kernsportart ein größerer Corona-Ausbruch drohen. Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks aus den USA wird nach einem positiven Test in Tokio nicht an den Start gehen, zudem wurden mehrere Mitglieder des australischen Teams offenbar als Kontaktpersonen vorerst in Isolation geschickt.
Präsident Bidens Infrastrukturpaket nimmt Hürde im US-Senat
Im Ringen um ein hunderte Milliarden Dollar schweres Infrastrukturpaket hat der US-Senat das Prestige-Projekt von Präsident Joe Biden vorangebracht. Die Senatoren stimmten nach wochenlangen Verhandlungen am Mittwoch (Ortszeit) dafür, das Gesetzgebungsverfahren anzustoßen. 17 Republikaner schlossen sich bei der Abstimmung den 50 Demokraten der Kammer an.