Letzte Nachrichten
Nun sechs Tote nach der Explosion im Leverkusener Chemiepark
Eine Woche nach der schweren Explosion im Leverkusener Chemiepark mit anschließendem Großbrand hat sich die Zahl der Toten auf sechs erhöht. Ein weiterer Vermisster wurde tot aus den Trümmern geborgen und bereits identifiziert, wie eine Sprecherin der Kölner Staatsanwaltschaft am Mittwoch erklärte. Nähere Angaben zu dem Toten machte die Staatsanwaltschaft nicht. Ein Mensch wurde noch vermisst.
Geschlagenes Holz stammt oft von stark geschädigten Bäumen
Schädlinge wie der Borkenkäfer breiten sich in den geschwächten deutschen Wäldern immer weiter aus. Im vergangenen Jahr hätten drei Viertel des geschlagenen Holzes von geschädigten Bäumen gestammt, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Dies sei ein Rekordwert.
Tote und Verletzte bei Zugunglück nahe bayrischer Grenze in Tschechien
Bei einem schweren Zugunglück nahe der bayerischen Grenze sind in Tschechien mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden. Wie die deutsche Betreibergesellschaft Länderbahn mitteilte, kollidierte am Mittwochmorgen in der Nähe von Domazlice ein aus München kommender Expresszug mit einem tschechischen Regionalzug. Am Unglücksort waren demnach zahlreiche Rettungsdienste sowie Notfallmanager aus Tschechien und Deutschland im Einsatz.
Zwei Tote und dutzende Verletzte bei Zugunglück in Tschechien
Bei einem Zugunglück in Tschechien sind am Mittwoch zwei Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, stieß ein aus München kommender Expresszug im Dorf Milavce nahe der Grenze zu Bayern mit einem tschechischen Regionalzug zusammen.
Haushalte bleibt nach Miete oft weniger als Existenzminimum
Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland bleibt nach Zahlung ihrer Mietkosten weniger als das gesetzlich festgeschriebene Existenzminimum zum Leben. Knapp 1,1 Millionen oder 12,9 Prozent aller Miethaushalte in Großstädten befanden sich zuletzt in einer solch schwierigen wirtschaftlichen Lage, wie eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung ergab. Besonders betroffen sind demnach Alleinerziehende: Jedes vierte alleinerziehende Elternteil hatte nach Zahlung der Mietkosten weniger Geld zur Verfügung als im Arbeitslosengesetz als Regelbedarf festgelegt.
Islamistischer Terror: Verletzte bei Bombenanschlag in Kabul
In Afghanistan gehen die Angriffe auf die Zivilbevölkerung und Regierungsstellen weiter: Am Mittwoch wurden nach Polizeiangaben bei einem Bombenangriff in Kabul drei Menschen verletzt. Am Tag zuvor hatte es in der Hauptstadt mehrere koordinierte Anschläge mit insgesamt acht Toten gegeben. Im südafghanischen Laschkar Gah flohen hunderte Menschen vor Kämpfen zwischen der Armee und den Taliban.
Anteil der von Existenznot bedrohten Betriebe nur knapp halbiert
Die Unternehmen in Deutschland erholen sich zusehends von der Corona-Krise. Der Anteil der Betriebe, die sich akut in ihrer Existenz bedroht sehen, halbierte sich von acht Prozent im Mai auf vier Prozent im Juli, wie eine repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. Knapp ein Drittel der Betriebe gab demnach an, nicht von der Corona-Krise betroffen zu sein.
Deutschland: Kosten für Asylanten sinken nur ganz geringfügig
Im Jahr 2020 haben die staatlichen Stellen in Deutschland sagenhafte 4,2 Milliarden Euro brutto für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz für Asylanten ausgegeben, die der deutsche Steuerzahler für diese Menschen von seinem schwer erarbeiteten Geld bezahlen musste. Das waren nur geringe 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damit setze sich der seit 2016 zu beobachtende Rückgang der Ausgaben für Asylbewerberleistungen nur in geringer Höhe fort.
Polizei: Islamistischen Kriegsverbrecher in Berlin festgenommen
In Berlin hat die Bundesanwaltschaft ein mutmaßliches Mitglied der propalästinensischen Bewegung Free Palestine Movement (FPM) festnehmen lassen. Der Syrer Mouafak Al D. sei dringend verdächtig, Kriegsverbrechen begangen zu haben, teilte die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mit. Er soll 2014 in Damaskus aus einer Panzerabwehrwaffe eine Granate auf eine Gruppe von Zivilisten gefeuert haben, wodurch mindestens sieben Menschen gestorben und mindestens drei verletzt worden seien.
Automobilwirtschaft: Toyota verfünffacht Quartalsgewinn
Der japanische Autokonzern Toyota hat im Quartal von April bis Juni seinen Gewinn mehr als verfünffacht. Toyota verdiente knapp 898 Milliarden Yen (6,9 Milliarden Euro) - ein Rekord für dieses Quartal, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Der Umsatz stieg um 72,5 Prozent auf umgerechnet 61,3 Milliarden Euro.
Commerzbank im zweiten Quartal mit 527 Millionen Euro Verlust
Deutschlands zweitgrößte Bank, die Commerzbank, hat im Quartal von April bis Juni einen Verlust von 527 Millionen Euro gemacht. Grund seien Einmaleffekte und die Restrukturierungsaufwendungen, teilte die Bank am Mittwoch mit. Die Bank will bis 2024 Filialen schließen und die Stellen von etwa 40.000 auf 32.000 abbauen. Ein im Mai mit den Arbeitnehmervertretern beschlossener Sozialplan sieht vor, dies vor allem über Altersteilzeit oder Vorruhestand umzusetzen.
Höchstwerte bei Infektionszahlen nach Corona-Tests in China
China hat nach Massentests zur Eindämmung eines Corona-Infektionsherdes neue Höchststände bei der Zahl der Neuinfektionen gemeldet. Wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten, wurde das Virus binnen eines Tages bei 71 Menschen nachgewiesen, der höchste Wert seit Januar. Die neuen Infektionsfälle gehen nach Einschätzung der chinesischen Gesundheitsbehörden auf einen Infektionsherd in der ostchinesischen Metropole Nanjing zurück, wo inzwischen Einschränkungen für hunderttausende Menschen gelten.
Deutsche Bahn bezieht ab dem Jahr 2023 Strom aus Norwegen
Die Deutsche Bahn (DB) wird ab 2023 Strom aus einem Wasserkraftwerk im Süden Norwegens beziehen. Der Strom werde durch das im Mai eingeweihte Unterseekabel Nordlink geliefert, teilte die DB am Mittwoch mit. Der Vertrag mit dem norwegischen Energieunternehmen Statkraft über jährlich fast 190 Gigawattstunden Strom läuft über zehn Jahre.
USA: Wieder gewaltsamer Angriff - Polizist vor Pentagon getötet
Bei einem gewaltsamen Angriff vor dem US-Verteidigungsministerium ist ein Polizist getötet worden. Der Beamte erlitt tödliche Stichverletzungen, wie es aus Ministeriumskreisen am Dienstag (Ortszeit) hieß. Der Angreifer wurde demnach erschossen. Der Leiter der Pentagon-Polizei, Woodrow Kusse, sagte, es bestehe "keine weitere Gefahr". Das Ministeriumsgebäude wurde zwischenzeitlich abgeriegelt.
Klimaschutz: Von der Leyen erhofft sich Bewegung in den USA
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhofft sich in der Klimapolitik Bewegung in den USA. Mit dem neuen Präsidenten Joe Biden habe sich bereits vieles zum Positiven verändert, sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Mittwochsausgaben). Die USA hätten ihre Klimaziele neu gesteckt und im April einen virtuellen "Earth Day"-Gipfel mit den wichtigsten Staats- und Regierungschefs abgehalten.
Fußball-Bundestrainer Hansi Flick holt Höwedes ins DFB-Team
Der neue Fußball-Bundestrainer Hansi Flick holt offenbar den früheren Weltmeister Benedikt Höwedes (33) in sein Team. Der langjährige Schalker, der seine aktive Karriere im Sommer 2020 beendet hat, soll laut Sport Bild als sogenannter Manager in Ausbildung zunächst Erfahrungen sammeln und sämtliche Aufgabenbereiche des Teammanagements durchlaufen.
Sportlerin flieht vor Diktator Lukaschenko von Japan nach Wien
Die belarussische Olympia-Teilnehmerin Kristina Timanowskaja ist vom Flughafen der japanischen Hauptstadt Tokio nach Wien abgeflogen. Die 24-Jährige sollte eigentlich einen Direktflug nach Polen nehmen, stieg am Mittwoch aber in letzter Minute in eine Maschine nach Österreich, wie ein Flughafenbeamter gegenüber Journalisten mitteilte. Es wird erwartet, dass sie von Wien nach Warschau weiterreisen wird.
Tischtennis: DTTB-Frauen spielen nach Niederlage um Bronze
Die deutschen Tischtennis-Frauen haben den erneuten Einzug ins Olympia-Finale erwartungsgemäß verpasst. Das Trio von Bundestrainerin Jie Schöpp unterlag dem Topfavoriten China in einer Neuauflage des Endspiels von 2016 mit 0:3. Petrissa Solja, Han Ying und Shan Xiaona spielen somit am Donnerstag (4.00 MESZ) gegen Hongkong um Bronze.
Olympia: McLaughlin mit gandiosem Hürden-Fabelweltrekord
Sydney McLaughlin hat bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio für den nächsten Fabel-Weltrekord gesorgt. Im Finale über 400 m Hürden verbesserte die 21 Jahre alte Amerikanerin ihre bisherige Bestmarke von Ende Juni um 44 Hundertstel auf 51,46 Sekunden.
US-Gesundheitsbehörde: Moratorium für Zwangsräumungen
Unter dem Druck des linken Flügels der US-Demokraten hat die Gesundheitsbehörde CDC ein neues Moratorium für Zwangsräumungen von Mietern erlassen. CDC-Behördenleiterin Rochelle Walensky begründete den Schritt am Dienstag mit einem "raschen Anstieg der Infektionen" durch die Delta-Variante. Das Moratorium gilt bis zum 3. Oktober - es wird jedoch wahrscheinlich vor Gericht angefochten werden.
Belarussische Leichtathletin Timanowskaja verlässt Tokio
Die belarussische Leichtathletin Kristina Timanowskaja, die nach öffentlichen Entführungsvorwürfen gegen ihre eigene Delegation während der Olympischen Spiele weltweit Bekanntheit erlangt hat, ist auf dem Weg in ihre neue Heimat Polen. Timanowskaja kam am Mittwochmorgen am Tokioter Flughafen Narita an, von dem aus sie Richtung Warschau startet. In Polen hat die 24-Jährige ein humanitäres Visum erhalten.
"Kann es gerade nicht ändern": Vetter müht sich in Speer-Finale
Ausgerechnet vor dem generalstabsmäßig geplanten Angriff auf das ersehnte Olympia-Gold herrscht bei Johannes Vetter große Ratlosigkeit. "Es ist, wie es ist. Ich kann es gerade nicht ändern und muss das Beste daraus machen", sagte der deutsche Speer-Rekordler, nachdem er mit Ach und Krach in Tokio die Qualifikation überstanden hatte.
Speer-Star Vetter qualifiziert sich erst im letzten Versuch
Topfavorit Johannes Vetter (Offenburg) hat seinen Angriff auf Olympia-Gold holprig begonnen. Der deutsche Speerwurf-Rekordhalter übertraf in der ersten Qualifikations-Gruppe am Mittwochmorgen erst im letzten Versuch mit 85,64 m die zum direkten Einzug in die Entscheidung am Samstag (13.00 Uhr MESZ) geforderten 83,50 m.
Politiker raten zur Vorsicht bei Vereinsverbot gegen Querdenker
In der Debatte um ein mögliches Vereinsverbot für Teile der Querdenker-Bewegung haben Politiker parteiübergreifend zur Vorsicht gemahnt. "Letztendlich hilft ein Verbot nur, wenn man die kruden Ideologien dahinter entkräftet, möglichst viele Menschen zurück in den demokratischen Diskurs holt und so das Übel bei der Wurzel packt", sagte die Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Andrea Lindholz (CSU), der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).
Freiwasser: Beck verpasst Medaille über zehn Kilometer knapp
Schwimmerin Leonie Beck hat im Freiwasserrennen der Olympischen Spiele in Tokio eine Medaille nur knapp verpasst. Die 24-Jährige aus Würzburg schlug nach zehn Kilometern im Odaiba Marine Park in der Tokioter Bucht als Fünfte an. Zu Bronze fehlten der WM-Dritten über fünf Kilometer lediglich 2,6 Sekunden.
Waffenrecht? Biden will Kampf gegen "inländischen Terrorismus"
Zwei Jahre nach dem offenbar rassistisch motivierten Schusswaffenangriff in einem Geschäft im texanischen El Paso hat US-Präsident Joe Biden zum Kampf gegen den "inländischen Terrorismus" aufgerufen. "Wir müssen gemeinsam handeln, um das zu bekämpfen, was im Grunde genommen inländischer Terrorismus ist", sagte der Präsident am Dienstag (Ortszeit). Die Gewalt habe ihre Wurzeln in der "Vorherrschaft der Weißen".
Biden fordert New Yorks Gouverneur Cuomo zum Rücktritt auf
Angesichts der Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Andrew Cuomo hat US-Präsident Joe Biden den Gouverneur von New York zum Rücktritt aufgefordert. "Ich denke, er sollte zurücktreten", sagte Biden am Dienstag in Washington. Zuvor war eine offizielle Untersuchung zu dem Schluss gekommen, dass Cuomo mehrere Frauen sexuell belästigt hat. Der Gouverneur wies die Vorwürfe umgehend zurück.
Israel verschärft Corona-Beschränkungen wegen Delta-Variante
Mit neuen Beschränkungen will Israel die wieder zunehmende Ausbreitung des Coronavirus im Land in den Griff bekommen. Unter anderem müssten ab Sonntag Masken bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als hundert Teilnehmern getragen werden, teilten die Behörden am Dienstagabend mit. In Innenräumen müsse auch beim Zusammentreffen von weniger als hundert Menschen jeder Teilnehmer mit dem "grünen Pass" eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen.
Kapitol-Polizei soll höchste Auszeichnung des US-Parlaments bekommen
Der US-Senat hat sich am Dienstag einstimmig dafür ausgesprochen, die Kapitol-Polizei mit der höchsten zivilen Auszeichnung des US-Parlaments zu ehren. Mit der Goldenen Ehrenmedaille des Kongresses solle der Einsatz der Sicherheitskräfte beim Angriff auf das Parlamentsgebäude in Washington im Januar gewürdigt werden, erklärte der demokratische Mehrheitsführer Chuck Schumer. "Ein Tag, den viele von uns wegen seiner Gewalt, seines Zornes und seiner Zerstörung in Erinnerung haben, hat auch Mut, Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit gesehen."
Vier Tote und 20 Verletzte bei koordinierten Angriffen in Kabul
Bei offenbar koordinierten Angriffen sind in Kabul nach Angaben von Sicherheitskräften vier Menschen getötet worden. Es habe "vier Märtyrer" gegeben, zudem seien 20 Menschen verletzt worden, sagte ein Vertreter der afghanischen Sicherheitskräfte am Dienstagabend der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatten mehrere Explosionen und Schüsse die Hauptstadt erschüttert. Das Innenministerium verkündete, dass alle Angreifer getötet worden seien.
USA: "Anschläge" von Kabul tragen Handschrift der Taliban
Nach den heftigen Explosionen in Kabul sprechen die USA von "Anschlägen", welche die "Handschrift" der Taliban tragen. Zwar könne den radikalislamischen Kämpfern derzeit noch nicht offiziell die Verantwortung zugewiesen werden, sagte Außenamtssprecher Ned Price am Dienstag in Washington vor Journalisten. "Aber es ist die Handschrift der Welle von Taliban-Anschlägen, die wir in den vergangenen Wochen gesehen haben."
Litauen beginnt mit Zurückdrängen von Flüchtlingen an Grenze zu Belarus
Litauen hat damit begonnen, über Belarus ins Land kommende Flüchtlinge zurückzuweisen und notfalls auch zurückzudrängen. "Jeder, der versucht, illegal nach Litauen zu kommen, wird zum nächsten offiziellen Grenzübergangspunkt zurückgeschafft", sagte am Dienstag Grenzschutzchef Rustamas Liubajevas. Dabei könnten auch "abschreckende" Maßnahmen gegen jene ergriffen werden, die den Anordnungen nicht folgten. Am Dienstag seien bereits 180 Flüchtlinge nach Belarus zurückgeschickt worden.