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Leichte Erholung beim Inlandstourismus nach Lockerungen von Corona-Regeln
Die Situation der Beherbergungsbetriebe in Deutschland hat sich im Juni leicht gebessert. Insgesamt übernachteten im Juni 30,9 Millionen in- und ausländische Gäste in deutschen Beherbergungsbetrieben, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Dies entspricht einem Plus von 6,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Juni 2019, vor der Corona-Pandemie, lagen die Übernachtungszahlen jedoch um 39 Prozent höher.
Weselsky bekräftigt Forderungen der Lokführergewerkschaft GDL
Vor der Verkündung des Ergebnisses einer Urabstimmung zu möglichen Streiks bei der Deutschen Bahn hat GDL-Chef Claus Weselsky die Forderungen der Lokführergewerkschaft bekräftigt. "Unsere Menschen haben durchgearbeitet, wie alle anderen", sagte er am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. "Deshalb haben sie einen Anspruch auf eine adäquate Lohnerhöhung."
15 Verletzte nach Massenkarambolage auf Autobahn in Hessen
Bei einer Massenkarambolage auf einer Autobahn in Hessen mit neun Autos sind 15 Menschen verletzt worden. Ein Auto geriet in Brand, teilte die Polizei am späten Montagabend mit. Demnach kam es am Sonntagnachmittag zwischen zwei Fahrzeugen auf der A5 bei Romrod (Vogelsbergkreis) im stockenden Verkehr zu einem Auffahrunfall. Das auffahrende Fahrzeug geriet daraufhin in Brand.
Berlins Bürgermeister Müller unterstützt Testpflicht für Ungeimpfte
Vor den Beratungen zwischen Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie hat der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz die geplante Testpflicht für Ungeimpfte unterstützt. "Wer nicht mit einer Impfung nachweisen kann, dass er sicher ist für Andere, muss einen Test machen", sagte Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin.
10 Milliarden Euro für Wiederaufbau von Flutgebieten?
Vor der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag fordert der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, einen milliardenschweren Wiederaufbaufonds für die von der Unwetterkatastrophe heimgesuchten Gebiete. "Zuallererst sollte es einen von Bund und Ländern jeweils zur Hälfte getragenen Aufbaufonds von mindestens zehn Milliarden Euro geben", sagte Landsberg nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Zudem forderte er ein Sonderrecht zur Beschleunigung des Wiederaufbaus. Von der Videokonferenz der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Bundesländer erhoffte sich Landsberg das Signal: "Wenn das Geld nicht reicht, dann schießen wir nach". Das dazugehörige Gesetz sei nötig, damit das Projekt nicht durch lange Genehmigungsverfahren und zum Beispiel naturschutzrechtliche Ausgleichsregelungen verzögert wird, sagte Landsberg nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Landsberg sah in den Zerstörungen allerdings auch eine Chance: Er "wundere" sich, "dass die Politik angesichts der massiven Zerstörungen nicht auf die Idee kommt, aus diesen Gebieten mit völlig neuen Verfahren und Ideen zukunftsorientierte Vorzeigeregionen für das ganze Land zu machen". Er denke beispielsweise an "Siedlungen aus dem 3-D-Drucker, an Nullenergie-Häuser, an Straßen mit Sensoren für autonomes Fahren", sagte er der Zeitung weiter. Am Montagabend wurde der Entwurf einer Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Konferenz bekannt, die um 12.30 Uhr beginnt. Der Enwurf sieht die Einrichtung eines nationalen Fonds "Aufbauhilfe 2021" vor. Die genaue Höhe der Mittel stand aber noch nicht fest. Die Kosten sollten sich Bund und Länder laut der Beschlussvorlage hälftig teilen. Neben der Flutkatastrophe geht es bei der Konferenz auch um die künftige Corona-Strategie. (F. Burkhard--BTZ)
Bundesweite Corona-Inzidenz steigt bedrohlich auf 23,5
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gestiegen und liegt nun bei 23,5. Wie das Robert-Koch-Institut am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 2480 Neuinfektionen sowie 19 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 17,9 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Der Wert steigt seit Wochen in Deutschland wieder kontinuierlich an. Am Dienstag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Bundesländer über die Corona-Lage beraten. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs nach den jüngsten Angaben des RKI auf 3.794.429. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg auf 91.803. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gab das RKI mit rund 3.669.600 an. (N. Nilsson--BTZ)
Zahl der Unternehmensinsolvenzen auch im Mai gesunken
Der rückläufige Trend bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat sich auch im Mai fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, meldeten die deutschen Amtsgerichte 1116 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 25,8 Prozent weniger als im Mai 2020.
Söder: Unterschiede zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich vor dem Spitzengespräch von Bund und Ländern am Nachmittag erneut für Unterschiede bei Einschränkungen für Geimpfte und Nicht-Geimpfte ausgesprochen. "Wer geimpft ist, stellt keine Gefahr dar, deshalb muss man ihm verfassungsrechtlich zwingend die Grundrechte zurückgeben", sagte Söder am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk.
Tower Bridge in London lässt sich stundenlang nicht schließen
Die Tower Bridge in London hat sich zum zweiten Mal binnen eines Jahres wegen einer "technischen Panne" nicht schließen lassen. Fast zwölf Stunden lang ragten die beiden Fahrbahnteile der Klappbrücke in die Höhe, was in der britischen Hauptstadt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.
IPCC: Australien weist ehrgeizigere Klimaschutzziele zurück
Australien hat ungeachtet des alarmierenden Sachstandsberichts des Weltklimarates IPCC die Forderungen nach ehrgeizigeren CO2-Emissionszielen zurückgewiesen. Der konservative Premierminister Scott Morrison sagte am Dienstag, sein Land unternehme genug im Kampf gegen den Klimawandel, eine Festlegung auf Treibhausgasneutralität lehne er ab. "Australien leistet seinen Beitrag", sagte Morrison. Er werde "keinen Blankoscheck im Namen der Australier unterschreiben für Ziele ohne Plan".
Havertz will mit Chelsea mehr Titel gewinnen: "CL nicht genug"
Fußball-Nationalspieler Kai Havertz hat sich vor dem Saisonstart mit dem englischen Spitzenklub FC Chelsea ambitionierte Ziele gesetzt. "Der Champions-League-Titel ist nicht genug für uns, wir wollen mehr gewinnen und das ist unser Ziel für die Saison", sagte Havertz vor dem Supercup-Duell am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) gegen Europa-League-Gewinner FC Villarreal in Belfast.
NBA-Star Doncic verlängert bei Dallas Mavericks um fünf Jahre
Der slowenische Basketball-Superstar Luka Doncic hat seinen Vertrag bei den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Profiliga NBA laut übereinstimmenden Medienberichten um fünf Jahre verlängert. Demnach soll der 22-Jährige am Dienstag ein Arbeitspapier im Wert von 207 Millionen Dollar (176 Millionen Euro) unterschreiben.
Gladbach zum Bundesliga-Start ohne Embolo und Zakaria
Borussia Mönchengladbach muss zum Bundesliga-Start gegen Bayern München womöglich auf ein Quartett verzichten. Für Breel Embolo (Muskelsehnenverletzung) und Denis Zakaria (Corona) komme die Partie definitiv zu früh, sagte Trainer Adi Hütter nach dem 1:0 (1:0) in der ersten DFB-Pokalrunde beim 1. FC Kaiserslautern: "Bei Marcus Thuram und bei Ramy Bensebaini ist noch ein großes Fragezeichen. Wir werden schauen müssen, welche Spieler wir am Freitag zur Verfügung haben."
Sportpolitiker für klare Zugangsregeln in Bundesliga-Stadien
In der Debatte über die Zugangsregelungen für Fußball-Stadien in der Corona-Pandemie haben sich kurz vor dem Bundesliga-Start am Freitag Sportpolitiker aus Koalition und Opposition für eine bundesweit einheitliche Anwendung der sogenannten 3G-Gruppe ausgesprochen. Der CDU-Experte Eberhard Gienger und die FDP-Sportausschuss-Obfrau Barbara Dassler führten in der Augsburger Allgemeinen für ihre Forderung nach Eintrittserlaubnissen für geimpfte, genesene und negativ getestete Fans einerseits verfassungsrechtliche Aspekte und wissenschaftliche Erkenntnisse an.
FBI prüft Veröffentlichung von Dokumenten zum 11. September
Die US-Behörden wollen die Veröffentlichung bislang geheimgehaltener Dokumente zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 prüfen. Wie das FBI am Montag in einem Schreiben an den US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York mitteilte, wolle es bislang geheime Dokumente prüfen, um "zusätzliche zur Veröffentlichung geeignete Informationen" zu finden. Diese sollten "fortlaufend und so schnell wie möglich" offen gelegt werden.
Prinz Andrew wegen sexuellen Missbrauchs im Epstein-Skandal in USA verklagt
Der britische Prinz Andrew ist wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen in den USA verklagt worden. Das mutmaßliche Opfer Virginia Giuffre gab in der am Montag bei einem Gericht in New York eingereichten Zivilklage an, von dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Minderjährige an den Sohn der britischen Königin Elizabeth II. "ausgeliehen" worden zu sein. Sie verlangte nun Schadenersatz von dem Prinzen.
Prinz Andrew wegen sexuellem Missbrauchs in USA verklagt
Der britische Prinz Andrew ist wegen sexuellem Missbrauchs einer Minderjährigen in den USA verklagt worden. Das mutmaßliche Opfer Virginia Giuffre gab in der am Montag bei einem Gericht in New York eingereichten Zivilklage an, von dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Minderjährige an den Sohn der britischen Königin Elizabeth II. "ausgeliehen" worden zu sein. Sie verlangte nun Schadenersatz von dem Prinzen.
Scholz wirbt für Corona-Impfungen und kostenpflichtige Tests
Vor der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag hat Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) für Corona-Impfungen geworben. Inzwischen seien 52 Millionen Menschen geimpft und "niemand ist ein Alien geworden", sagte der SPD-Kanzlerkandidat der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vom Dienstag. "Viele, die bislang skeptisch gewesen sind, werden sich nun hoffentlich auch impfen lassen, und dann müssen sie sich auch nicht länger testen lassen."
US-Sondergesandter soll sich mit Taliban-Terroristen treffen
Der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, soll sich diese Woche mit den radikalislamischen Taliban treffen. Bei den Gesprächen in der Hauptstadt von Katar, Doha, werde er darauf "drängen", dass die Taliban ihre Militäroffensive in Afghanistan einstellen, teilte das US-Außenministerium am Montag mit. "Ein Frieden auf dem Verhandlungswege ist der einzige Weg zur Beendigung des Krieges", erklärte das Ministerium.
Erster Infektionsfall mit tödlichem Marburg-Virus in Westafrika
In Westafrika ist erstmals ein Fall des hochgefährlichen Marburg-Virus nachgewiesen worden. Die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika, Matshidiso Moeti, erklärte am Montag, der Fall sei in Guinea entdeckt worden - weniger als zwei Monate, nachdem in dem Land ein Ebola-Ausbruch für beendet erklärt worden sei. Das Marburg-Virus, das ein hämorrhagisches Fieber auslösen kann, stammt aus derselben Erregerfamilie wie das Ebola-Virus.
Fokus auf US Open: Djokovic sagt Teilnahme in Cincinnati ab
Tennis-Superstar Novak Djokovic, der bei den US Open Anfang September den Grand Slam gewinnen kann, hat seine Teilnahme am ATP-Turnier in Cincinnati am Montag abgesagt. "Ich brauche noch etwas mehr Zeit, um mich zu erholen", schrieb der 34 Jahre alte Serbe in seinen sozialen Netzwerken. Das Masters im Bundesstaat Ohio steigt vom 15. bis 22. August.
Bund und Länder: Kostenlose Schnelltests bereits im Oktober
Die bisher kostenlosen Corona-Schnelltests sollen im Oktober für die meisten Bürgerinnen und Bürger abgeschafft werden. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag hervor, die BERLINER TAGESZEITUNG vorliegt. Angesichts des inzwischen bestehenden Impfangebots für alle sei eine "dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit den Steuerzahler nicht angezeigt", heißt es in dem Papier.
Stindl sei Dank: Hütter feiert gelungene Premiere
Etwas gewackelt, aber letztlich doch durchgezittert: Adi Hütter hat eine gelungene Premiere als Trainer von Borussia Mönchengladbach gefeiert. Die Elf vom Niederrhein entschied den nervenaufreibenden Pokalfight beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern mit 1:0 (1:0) für sich, offenbarte beim Pflichtspiel-Debüt des Österreichers aber zeitweise enorme Schwächen.
Doppelpack Kramaric: Hoffenheim überspringt Pokal-Auftakthürde Viktoria Köln mit Mühe
Torjäger Andrej Kramaric hat die TSG Hoffenheim mit einem Doppelpack vor dem frühen Aus im DFB-Pokal bewahrt. Beim mühsamen 3:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung beim tapferen Drittligisten Viktoria Köln machte der kroatische Vizeweltmeister mit seinen Treffern den Unterschied. Vor dem Bundesliga-Auftakt am Samstag beim FC Augsburg hat die TSG aber noch viel Arbeit vor sich.
Vettels Disqualifikation: Aston Martin scheitert mit Einspruch in erster Instanz
Sebastian Vettels Formel-1-Rennstall Aston Martin ist mit seinem Einspruch gegen die Disqualifikation des viermaligen Weltmeisters beim Großen Preis von Ungarn in erster Instanz gescheitert. In einer Videokonferenz am Montag wollten die Aston-Martin-Offiziellen die Rennkommissare mit neuen Beweisen überzeugen, die Disqualifikation zurückzunehmen. Dieses Vorhaben schlug allerdings fehl. Aston Martin hat nun noch die Möglichkeit, vor dem Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA Erfolg zu haben.
US-Regierung verhängt ein Jahr nach umstrittener Wahl neue Sanktionen gegen Belarus
Die USA haben ein Jahr nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus weitere Sanktionen gegen die Regierung von Machthaber Alexander Lukaschenko verhängt. US-Präsident Joe Biden erklärte am Montag, das Handeln von Lukaschenkos Regime sei "ein unrechtmäßiger Versuch, sich um jeden Preis an der Macht zu halten". Bidens Erlass weitet Sanktionen aus, die 2006 beschlossen wurden und belarussische Beamte, Geschäftsleute und Unternehmen betreffen.
Bund und Länder: 30 Milliarden Euro für Flutgebiete
Bund und Länder wollen einem Medienbericht zufolge rund 30 Milliarden Euro für den Wiederaufbau der von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiete bereitstellen. Darauf einigten sich die Chefs der Staatskanzleien und Vertreter der Bundesregierung im Vorfeld des für Dienstag geplanten Treffens der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wie BERLINER TAGESZEITUNG aktuell erfuhr. Demnach sollen die Mittel in einen nationalen Fonds "Aufbauhilfe 2021" fließen. Laut "Spiegel"-Informationen sollen sich Bund und Länder die Kosten teilen. Bei dem Fonds handle es sich um ein auf mehrere Jahre angelegtes Sondervermögen, das der Bund verwalten werde. Notwendig werde die hohe Summe, weil allein Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Schäden in Höhe von jeweils 15 beziehungsweise zwölf Milliarden Euro erlitten hätten. Zudem habe der Bund Schäden an seinen Autobahnen und Schienenstrecken von zwei Milliarden Euro vermeldet. Deutlich geringer seien die Unwetterschäden in Bayern und Sachsen ausgefallen. Demnach meldete Bayern eine Summe von 300 Millionen Euro. Sachsen gab Flutschäden von 170 Millionen Euro an. BERLINER TAGESZEITUNG unter Berufung auf Koalitionskreise, das Bundesfinanzministerium schätze den Finanzbedarf zur Beseitigung der Flutschäden auf rund 30 Milliarden Euro. Deshalb müsse der geplante Fluthilfefonds eine derartige Größenordnung bekommen. Zuvor hatte bereits Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) "zwischen 20 und 30 Milliarden Euro" für den geplanten Wiederaufbaufonds gefordert. "Allein im Land Nordrhein-Westfalen belaufen sich die Gesamtschäden nach ersten Ermittlungen auf mehr als 13 Milliarden Euro", sagte Laschet am Montag bei einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags. "Diesen milliardenschweren Wiederaufbaupakt schnüren wir gerade", sagte der Kanzlerkandidat der Union. "Aus allen Ländern wird Bereitschaft signalisiert, diese 20 bis 30 Milliarden aufzubringen." Jedes einzelne Flutopfer könne beim Wiederaufbau auf die Solidarität der Gemeinschaft zählen, versicherte Laschet. Den Wiederaufbau tausender privater Wohnungen und Häuser habe Nordrhein-Westfalen zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg bewältigen müssen. Die Landesregierung will deshalb einen eigenen Beauftragten für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe einsetzen. Zudem sollen Hochwasserprognosesysteme verbessert werden. Im besonders schwer von der Flutkatastrophe betroffenen Nachbarland Rheinland-Pfalz kündigte die CDU-Landtagsfraktion derweil an, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beantragen zu wollen. Dieser solle der Aufarbeitung des Hochwassers dienen und die politische Verantwortlichkeit klären, erklärte Fraktionschef Christian Baldauf. Die wichtigste Frage sei, ob es möglich gewesen wäre, mehr Leben zu retten. Der Fraktionschef der in Rheinland-Pfalz zusammen mit SPD und Grünen regierenden FDP, Philipp Fernis, erklärte dazu: "Die verheerende Flutkatastrophe vom 14. Juli muss politisch aufgearbeitet werden." Es sei aber fraglich, "ob dafür ein Untersuchungsausschuss während gleichzeitig stattfindender staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen den Landrat von Ahrweiler das richtige Instrument" sei. In Rheinland-Pfalz starben bei der Flutkatastrophe mindestens 142 Menschen, davon 141 im Ahrtal. 132 Opfer seien dort abschließend identifiziert. Nach Angaben der Polizei werden noch neun Menschen vermisst. In Koblenz ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Landrat des Landkreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU), wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen. (M. Tschebyachkinchoy--BTZ)
US-Demokraten stellen Pläne für billionenschweres Sozialpaket vor
Die Demokraten im US-Senat haben am Montag den Ausgabenplan für ein billionenschweres Sozialpaket vorgelegt. Die Haushaltsentschließung sieht Sozialausgaben in Höhe von rund 3,5 Billionen Dollar (drei Billionen Euro) über zehn Jahre vor. Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Bernie Sanders, sprach vom wichtigsten Gesetzesvorhaben "für Arbeitnehmer, ältere Menschen, Kranke und Arme seit FDR (Präsident Franklin Delano Roosevelt) und dem New Deal der 1930er Jahre".
Grüne bekräftigen zum Wahlkampfauftakt Forderung nach Klimaschutzministerium
Die Grünen haben bei ihrem Wahlkampfauftakt zur Bundestagswahl die Forderung nach einem Klimaschutzministerium bekräftigt. Die Politik müsse die "Leitplanken" für Klimaneutralität setzen, sagte Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock am Montag in Hildesheim. Seit der Pariser Klimakonferenz 2015 seien "viele Jahre verplempert" worden, kritisierte sie an die Adresse der großen Koalition.
Belarus: Diktator Lukaschenko weiter total uneinsichtig
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat sich ein Jahr nach seiner umstrittenen Wiederwahl unnachgiebig gegenüber seinen Kritikern gezeigt und jegliche Repression in seinem Land geleugnet. "In meinem Land gibt es keine Repression, und es wird sie auch nie geben. Das habe ich nicht nötig", sagte er am Montag auf einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Journalisten und Würdenträgern. Die USA kündigten derweil weitere Sanktionen gegen Lukaschenkos Regierung an. Vergangene Woche war der belarussische Aktivist Witaly Schischow erhängt in einem Park der ukrainischen Hauptstadt Kiew aufgefunden worden. Schischows Umfeld geht von eine "gezielten Einsatz" des belarussischen Geheimdienstes aus. Lukaschenko wies jegliche Verwicklung der belarussischen Behörden in den Tod des 26-Jährigen zurück. "Schischow, wer ist das für mich oder für Belarus?", sagte der Präsident. "Er war ein Niemand für uns. Wer wäre da hingefahren, um ihn zu erhängen?" Die ukrainischen Behörden ermitteln nach Schischows Tod unter anderem wegen "als Selbstmord getarnten Mordes". Es ist nicht das erste Mal, dass ein Vorfall rund um einen belarussischen Regierungskritiker für internationales Aufsehen sorgt. Im Mai hatte die Regierung von Lukaschenko ein Ryanair-Flugzeug zur Landung gezwungen und den in der Maschine sitzenden regierungskritischen Blogger Roman Protassewitsch und dessen Partnerin Sofia Sapega festgenommen. Die EU, die USA, Großbritannien und Kanada verhängten daraufhin im Juni neue Strafmaßnahmen gegen Verantwortliche und Unternehmen aus Belarus. Am Montag kündigte das Weiße Haus weitere Sanktionen gegen Lukaschenkos Regierung an. US-Präsident Joe Biden werde einen entsprechenden Erlass unterzeichnen, unter anderem wegen Lukaschenkos "Angriff auf die demokratischen Bestrebungen und die Menschenrechte der belarussischen Bevölkerung", teilte das Weiße Haus mit. Seit der Festnahme von Protassewitsch habe "das Regime seine Unterdrückung nur ausgeweitet, auch indem es die Sicherheit einer belarussischen Athletin bedroht hat", sagte der Sprecher der US-Regierung mit Blick auf die belarussische Olympia-Teilnehmerin Kristina Timanowskaja. Die Sprinterin hatte bei den Spielen in Tokio erklärt, sie fürchte, entführt zu werden, nachdem sie Sportfunktionäre ihres Landes kritisiert hatte. Sie erhielt inzwischen ein humanitäres Visum in Polen. Lukaschenko wetterte am Montag auch gegen Timanowskaja: "Sie hätte das niemals allein gemacht", sagte er. "Sie wurde von ihren polnischen Kumpels angeleitet." Die Regierung in Minsk hat nie den Dialog mit ihren Kritikern gesucht. Lukaschenko warf Regierungskritikern stattdessen wiederholt vor, Handlanger des Westens zu sein. "Wir werden niemals in die Knie gehen", erklärte er am Montag. Dem Westen riet er, "sich zu beruhigen". "Sie riskieren, den Dritten Weltkrieg auszulösen", warnte Lukaschenko. "Ist es das, wozu Sie uns und die Russen drängen wollen?" (A.Nikiforov--DTZ)
Geschworenen-Auswahl für Missbrauchsprozess gegen R. Kelly begonnen
In New York hat die Auswahl der Geschworenen für den ersten Missbrauchsprozess gegen R&B-Star R. Kelly begonnen. Der 54-Jährige Musiker erschien am Montag in einem blauen Anzug und äußerlich ungerührt im Gerichtssaal, wo die Befragung der potenziellen Geschworenen stattfand.
Diktatur in Belarus: USA verhängen neue Sanktionen
Die USA verhängen ein Jahr nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus weitere Sanktionen gegen die Regierung von Machthaber Alexander Lukaschenko. US-Präsident Joe Biden werde am Montag einen entsprechenden Erlass unterzeichnen, unter anderem wegen Lukaschenkos "Angriffs auf die demokratischen Bestrebungen und die Menschenrechte der belarussischen Bevölkerung", teilte das Weiße Haus in Washington mit. Auch das Nationale Olympische Komitee von Belarus sei Ziel von Sanktionen des US-Finanzministeriums. Im Mai hatte die Regierung von Lukaschenko ein Ryanair-Flugzeug zur Landung gezwungen und den in der Maschine sitzenden regierungskritischen Blogger Roman Protassewitsch und dessen Partnerin Sofia Sapega festgenommen. "Seitdem hat das Regime seine Unterdrückung nur ausgeweitet, auch indem es die Sicherheit einer belarussischen Athletin bedroht hat", sagte der Sprecher der US-Regierung. Der seit fast drei Jahrzehnten regierende Lukaschenko war im vergangenen August trotz massiver Betrugsvorwürfe zum Sieger der Wahl in Belarus erklärt worden. Dies löste historische Massenproteste aus, die von den Sicherheitskräften brutal niedergeschlagen wurden. Im Juni verhängten die EU, die USA, Großbritannien und Kanada in einer koordinierten Aktion neue Strafmaßnahmen gegen Verantwortliche und Unternehmen aus Belarus. (F. Dumont--BTZ)