Letzte Nachrichten
Polizei in Mecklenburg-Vorpommern findet zweimal nacheinander Waffen bei Verdächtigem
Bei gleich zwei Einsätzen bei einem einzigen Verdächtigen hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Waffen und Munition entdeckt. Der 39-jährige Deutsche soll zunächst seinen Bruder bedroht haben, woraufhin die Polizei am Mittwoch seine Hütte im Ort Pampow durchsuchte, wie die am Donnerstag in Ludwigslust mitteilte. Dabei seien unter anderem eine mutmaßlich scharfe Schrotflinte, vier Luftgewehre und zwei Macheten gefunden worden.
Swiss Re schätzt Schäden durch Naturkatastrophen im ersten Halbjahr auf 40 Milliarden Dollar
Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re schätzt die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen weltweit im ersten Halbjahr auf 40 Milliarden Dollar (34 Milliarden Euro). Dies sei die zweithöchste Summe seit dem ersten Halbjahr 2011, teilte Swiss Re am Donnerstag mit. Winterstürme, starke Hitzewellen und schwere Überschwemmungen rund um den Globus signalisieren demnach weiterhin die wachsenden Risiken durch Gefahren, die durch die rasante Stadtentwicklung und den Klimawandel angeheizt werden.
Tierschützer verzeichnen 59 Fälle von Tiersammelsucht
Im vergangenen Jahr haben Tierschützer 59 Fälle von Tiersammelsucht verzeichnet. Insgesamt waren mehr als 3600 Tiere betroffen, wie der Deutsche Tierschutzbund am Donnerstag mitteilte. Pro Woche gab es damit mindestens einen Fall. 2019 hatte die Fallzahl noch bei 50 gelegen. Der Dachverband geht nach eigenen Angaben von einer hohen Dunkelziffer aus.
Mindestens neun Tote bei schweren Überschwemmungen im Norden der Türkei
Bei den schweren Überschwemmungen in der türkischen Schwarzmeer-Region sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Die Suche nach einem weiteren Vermissten in der Stadt Bartin dauere noch an, teilte das Katastrophenschutzministerium am Donnerstag mit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan telefonierte nach Angaben eines Sprechers mit den führenden Politikern der betroffenen Regionen und versprach, jede verfügbare staatliche Unterstützung bereitzustellen.
Mindestens fünf Tote bei schweren Überschwemmungen im Norden der Türkei
Bei den schweren Überschwemmungen in der türkischen Schwarzmeer-Region sind inzwischen mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Suche nach einem weiteren Vermissten in der Stadt Bartin dauere noch an, teilte das Katastrophenschutzministerium am Donnerstag mit. Rettungskräfte verteilten in den betroffenen nördlichen Regionen Lebensmittel und brachten tausende Menschen in Studentenwohnheimen unter.
Experten rechnen wegen coronabedingter Einnahmeausfälle mit Anhebung der Grundsteuer
Experten der Unternehmensberatung EY rechnen wegen der coronabedingten Einnahmeausfälle der Kommunen mit einer deutlichen Erhöhung der Grundsteuer in den kommenden Jahren. Im Krisenjahr 2020 habe bundesweit bereits jede zehnte Kommune die Grundsteuer erhöht, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, teilte EY am Donnerstag mit. Für die Bürgerinnen und Bürger stieg der durchschnittliche Betrag damit von 169 auf 172 Euro jährlich.
Dieselkäuferin kann von VW Ersatz der Wertminderung verlangen
Wer einen VW Diesel mit manipulierter Software gekauft hat, dem kann Schadenersatz zustehen - auch wenn er sein Auto behält. Der Bundesgerichtshof erklärte am Donnerstag, dass einer Passat-Käuferin ein sogenannter kleiner Schadenersatzanspruch zustehe. Dabei geht es um die Wertminderung des Fahrzeugs. (Az. VI ZR 40/20)
Mehr als 500 nächtliche Feuerwehr-Einsätze gegen Waldbrände in Italien
Mehr als 500 Waldbrände haben die Feuerwehr in Italien in der Nacht zum Donnerstag in Atem gehalten. In den vergangenen zwölf Stunden hätten Feuerwehrleute zu 528 Einsätzen ausrücken müssen, teilte die Feuerwehr am Donnerstagvormittag mit. Allein auf Sizilien rückte die Feuerwehr demnach 230 Mal aus. Mittlerweile sei die Situation auf der Insel aber "unter Kontrolle", führte die Feuerwehr aus.
Letzter überlebender Anführer der Roten Khmer will Berufung gegen Genozid-Urteil einlegen
Der letzte überlebende ranghohe Vertreter der Roten Khmer in Kambodscha will Berufung gegen seine lebenslange Haftstrafe wegen Völkermordes einlegen. Der 90-jährige ehemalige Staatschef Khieu Samphan werde in der kommenden Woche seine Verurteilung anfechten, kündigte sein Anwaltsteam am Donnerstag an. Ein Sprecher des Tribunals teilte mit, dass die Anhörung von Montag bis Donnerstag stattfinden werde.
Achtjähriger soll zwei Brände in bayerischer Kirche gelegt haben
Ein Achtjähriger soll zweimal in einer Kirche im bayerischen Bad Endorf Brände gelegt haben. Ermittlungen der Kriminalpolizei hätten eindeutig ergeben, dass für zwei Kleinbrände im April ein acht Jahre altes Kind verantwortlich sei, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Donnerstag in Rosenheim mit.
Britische Polizei will Missbrauchsvorwürfe gegen Prinz Andrew erneut überprüfen
Nach einer Zivilklage in den USA will auch die britische Polizei die Missbrauchsvorwürfe gegen Prinz Andrew erneut überprüfen. Die Chefin der Londoner Polizei, Cressida Dick, sagte am Donnerstag im Radiosender LBC, sie habe ihre Kollegen gebeten, "sich das Material noch einmal anzusehen". "Niemand steht über dem Gesetz", fügte die Polizeichefin hinzu. Die Londoner Polizei, die bisher keine Ermittlungen gegen den Herzog von York aufgenommen hat, werde ihre Position daher "natürlich noch einmal überprüfen".
Mehr als 1500 Seeleute im Hamburger Hafen gegen Corona geimpft
Im Hamburger Hafen sind inzwischen mehr als 1500 Seeleute aus aller Welt von den Behörden gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilte der Senat der Hansestadt am Donnerstag mit. Hamburg hatte nach eigenen Angaben als eine der ersten Hafenstädte überhaupt vor etwa sechs Wochen begonnen, Crewmitglieder von Kreuzfahrt- und Frachtschiffen kostenlos zu impfen. Es gibt Termine beim Hafenärztlichen Dienst, zudem ist ein mobiles Impfteam in der Seemannsmission im Einsatz.
Britische Wirtschaft im zweiten Quartal um 4,8 Prozent gewachsen
Die britische Wirtschaft hat von den weitgehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen profitiert und ist im zweiten Quartal stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni um 4,8 Prozent zum Vorquartal zu, wie am Donnerstag das britische Statistikamt mitteilte. Zum Vergleich: In Deutschland nahm das BIP im zweiten Quartal nur um 1,5 Prozent zu.
Auswärtiges Amt fordert Deutsche in Afghanistan dringend zur Ausreise auf
Wegen des schnellen Vorrückens der radikalislamischen Taliban in Afghanistan hat das Auswärtige Amt alle Deutschen in dem Land dringend zur baldigen Ausreise aufgefordert. In einer Mitteilung vom Donnerstag wurde die Verschärfung der bereits geltenden Ausreiseempfehlung mit der aktuellen Verschlechterung der Sicherheitslage begründet. Von "sehr, sehr bitteren Bildern" sprach Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).
Nach Betrug mit falschen Polizisten fünf Geldabholer in München festgenommen
Nach einem Betrug mit falschen Polizeibeamten hat die bayerische Polizei in München fünf mutmaßliche Geldabholer festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 17 und 58 Jahren kamen in der vergangenen Woche in Untersuchungshaft, wie das Polizeipräsidium Niederbayern am Donnerstag in Straubing mitteilte.
ADAC-Wissenstest für Radfahrer zeigt mangelnde Kenntnis von Verkehrsregeln
In einem deutschlandweiten Wissenstest des ADAC für Radfahrer haben viele Radler eine mangelnde Kenntnis der aktuellen Verkehrsregeln gezeigt. Nur ein Prozent der 4500 befragten Radfahrerinnen und Radfahrer ab 14 Jahren konnte fast alle Testfragen korrekt beantworten, wie der Automobilklub am Donnerstag mitteilte. Im Durchschnitt seien 60 Prozent der Antworten richtig gewesen.
Bundesgerichtshof will in kommender Woche über NSU-Verfahren informieren
Der Bundesgerichtshof (BGH) will in der kommenden Woche weitere Entscheidungen im NSU-Verfahren bekanntgeben. Voraussichtlich werde am Donnerstag über den weiteren Fortgang des Verfahrens informiert, teilte das Gericht am Donnerstag in Karlsruhe mit. Der BGH befasst sich mit den Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München aus dem Juli 2018, auch die Bundesanwaltschaft legte in einem Fall Revision ein.
Umfrage: Ein Fünftel der Unternehmen will trotz Corona mehr unbefristete Stellen schaffen
Trotz der negativen Auswirkungen der Coronapandemie plant knapp ein Fünftel aller Unternehmen in Deutschland die Zahl der unbefristet Beschäftigten zu erhöhen: In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gaben 19,3 Prozent aller Unternehmen an, sie wollten in den nächsten zwölf Monaten mehr unbefristete Stellen schaffen. Befragt wurden im Spätherbst 2020 knapp 1300 Unternehmen.
Hafturteil gegen ICE-Attentäter von Allersberg und Berlin rechtskräftig
Der ICE-Attentäter von Allersberg und Berlin muss eine lebenslange Haftstrafe antreten. Das Oberlandesgericht Wien habe die Berufung des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Wien vom Dezember 2020 abgelehnt, teilten das bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag mit. Der Iraker hatte 2018 in Deutschland vier Versuche unternommen, ICE-Züge zum Entgleisen zu bringen.
Säugling in Baden-Württemberg stirbt nach mutmaßlichem Kontakt mit Schädlingsmittel
In Baden-Württemberg ist ein Säugling nach einem mutmaßlichen Kontakt mit Schädlingbekämpfungsmitteln gestorben. Es bestehe der Verdacht, dass es zwischen dem Zustand des Kinds bei Einlieferung in ein Krankenhaus und dem Einsatz eines Kammerjägers in der Wohnung der Familie einen Zusammenhang gebe, teilte die Polizei in Ravensburg am Donnerstag mit. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt.
Drei Jahre Haft für ehemaligen K-Pop-Star Seungri in Südkorea
In Südkorea ist der ehemalige K-Pop-Star Seungri wegen Prostitutions- und Glücksspielvorwürfen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Militärgericht sprach den über einen Sex- und Drogenskandal gestürzten Sänger am Donnerstag in allen neun Anklagepunkten schuldig, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Das Ex-Mitglied der erfolgreichen Boyband Bigbang muss zudem 1,15 Milliarden Won (rund 750.000 Euro) Strafe zahlen.
China schließt Terminal am weltweit drittgrößten Frachthafen
Die chinesischen Behörden haben nach einem Corona-Fall ein Container-Terminal am drittgrößten Frachthafen der Welt geschlossen. Ein Arbeiter am Meishan-Terminal des Hafens Ningbo-Zhoushan an der Ostküste Chinas sei am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Stadtverwaltung von Ningbo mit. An dem Terminal waren im Jahr 2020 fast 1,2 Milliarden Tonnen Güter umgeschlagen worden.
Umfrage: Immer mehr Unternehmen klagen über Fachkräftemangel
Immer mehr Unternehmen in Deutschland fällt es laut einer Umfrage schwer, geeignetes Personal zu finden. 34,6 Prozent der befragten Firmen gaben an, dass Fachkräftemangel für sie ein Problem sei, wie das Ifo-Institut am Donnerstag erklärte. Im April waren es noch 23,6 Prozent gewesen. Der Fachkräftemangel sei somit so ausgeprägt wie seit dem zweiten Quartal 2018 nicht mehr.
FIFA-Weltrangliste: DFB-Team im freien Fall
Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich in der FIFA-Weltrangliste im freien Fall. Nach dem enttäuschenden EM-Aus im Achtelfinale verlor die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vier Plätze und stürzte auf Rang 16 ab. So schlecht war die Nationalmannschaft zuletzt nach dem sportlichen Abstieg aus der Nations League im November 2018 platziert.
Diakonie Katastrophenhilfe fordert besseren Schutz vor Folgen von Wetterextremen
Die Diakonie Katastrophenhilfe fordert mehr Investitionen in die Vorsorge vor Naturkatastrophen. "Der Klimawandel ist kein Horrorszenario, sondern längst Realität", erklärte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Dagmar Pruin, zur Vorstellung des Jahresberichts 2020 am Donnerstag in Berlin. Weltweit, aber auch in Deutschland müssten Dämme, Rücklaufbecken oder Schutzräume zum Schutz vor Hochwasser entstehen.
Reiseveranstalter TUI macht weiter Verlust
Der weltweit größte Touristikkonzern TUI macht wegen der Coronapandemie weiterhin Verlust. Von April bis Juni stand unter dem Strich ein Minus von 935 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Konzernchef Fritz Joussen zeigte sich angesichts einer hohen Nachfrage nach Urlaubsreisen aber zuversichtlich.
Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Sambia
Im südafrikanischen Sambia ist am Donnerstag ein neuer Präsident gewählt worden. 16 Kandidaten konkurrierten um das Amt, als Favoriten galten jedoch der seit 2015 amtierende Staatschef Edgar Lungu und sein langjähriger Kontrahent, der Geschäftsmann Hakainde Hichilema. Parallel zur Präsidentschaftswahl fanden auch Parlaments- und Kommunalwahlen statt. Der Wahlkampf war von den wirtschaftlichen Problemen des Landes und den Auswirkungen der Corona-Krise geprägt.
Hilfsorganisationen fordern Sondersteuer für Superreiche für weltweite Corona-Impfungen
Angesichts der schleppenden Impffortschritte in armen Ländern fordern Oxfam und andere Hilfsorganisationen eine stärkere finanzielle Verpflichtung von Superreichen im Kampf gegen die Pandemie. Konkret schlagen sie eine einmalige Vermögensabgabe von 99 Prozent auf Gewinne vor, die Milliardärinnen und Milliardäre während der Pandemie gemacht haben. Dies würde demnach weltweit rund 5,4 Billionen Dollar (4,6 Billionen Euro) für öffentliche Kassen bringen. Damit "ließen sich Covid-19-Impfungen für alle Menschen finanzieren".
Nächtlicher Regen sorgt in Waldbrandgebieten in Griechenland für Entspannung
Nächtlicher Regen hat in den Waldbrandgebieten in Griechenland für etwas Entspannung gesorgt. Die Regenfälle auf der Insel Euböa, der Halbinsel Peloponnes und dem zentralgriechischen Festland hätten am Donnerstag zu einer Verbesserung der Lage beigetragen, sagte der Bürgermeister der von einem Großbrand betroffenen Gemeinde Gortynia auf dem Peloponnes, Stathis Koulis.
Karliczek: Schülerausweis soll als Corona-Testnachweis genutzt werden
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) unterstützt den Vorschlag, Schülerausweise als Nachweis für einen negativen Corona-Test zu verwenden. "Ich halte die Idee grundsätzlich für gut, den Schülerausweis für den Testnachweis nach der Schule zu erweitern", sagte sie der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Damit könnte Kindern und Jugendlichen, für die es noch keine uneingeschränkte Impfempfehlung oder keine Impfstoffe gibt, eine Erleichterung im Alltag geboten werden, wenn sie in ihrer Freizeit den negativen Test aus der Schule nachweisen müssen."
Kapitän Gensheimer tritt aus Handball-Nationalmannschaft zurück - Umbruch im DHB-Team
Kapitän Uwe Gensheimer (34) hat nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Sommerspielen seinen Rücktritt aus der deutschen Handball-Nationalmannschaft erklärt. Neben dem Linksaußen von den Rhein-Neckar Löwen wird auch Linkshänder Steffen Weinhold (35) künftig nicht mehr für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) auflaufen.
Human Rights Watch wirft palästinensischen Gruppen in Gaza "Kriegsverbrechen" vor
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat den im Gazastreifen agierenden radikalislamischen Gruppen "Kriegsverbrechen" während der jüngsten Gewalteskalation in Nahost im Mai vorgeworfen. In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht kommt die Organisation zu dem Schluss, der tödliche Raketenbeschuss ziviler Gebiete in Israel sei ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht gewesen.