Letzte Nachrichten
Branchenverband: Halb Deutschland spielt Video- oder Computerspiele
Während der Corona-Pandemie vertreiben sich immer mehr Menschen in Deutschland die Zeit mit Videospielen. "Die Bedeutung von Video- und Computerspielen ist in diesem Jahr noch mal deutlich gestiegen", erklärte Bitkom-Präsidiumsmitglied Olaf May am Montag. So gaben in einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands sechs von zehn Gamern an, dass ihnen während der Pandemie ohne Videospiele "die Decke auf den Kopf gefallen" wäre - im Vorjahr 2020 war es lediglich knapp die Hälfte.
Vonovia beginnt dritten Versuch zur Übernahme von Deutsche Wohnen
Der Wohnungskonzern Vonovia beginnt den dritten Versuch zur Übernahme der Deutsche Wohnen. Vonovia legte am Montag den Aktionären der Deutsche Wohnen sein neues Angebot vor: Sie sollen 53 Euro pro Anteilsschein erhalten, einen Euro mehr als beim vorigen Angebot, das Ende Juli an der Mindestannahmeschwelle gescheitert war.
Taliban: Afghanische Widerstandsgruppe im Pandschirtal umstellt
Die Taliban haben die Widerstandsgruppe Nationale Widerstandsfront (NRF) im afghanischen Pandschirtal umstellt, suchen aber nach Angaben eines Sprechers das Gespräch und weniger die militärische Konfrontation. "Das Islamische Emirat versucht, diese Angelegenheit friedlich zu lösen", erklärte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid am Montag im Onlinedienst Twitter.
Sozialverband VdK will gegen Streichung von Pflegegelderhöhung klagen
Der Sozialverband VdK will gegen die Streichung der Pflegegelderhöhung klagen. Die "einkassierte Erhöhung" werde "notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht" eingeklagt, kündigte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Montag in Berlin an. Die zunächst angedachte Erhöhung war bei der im Juni verabschiedeten Pflegereform doch nicht umgesetzt worden.
Prozess um an Weihnachten in Mülltonnne abgelegtes Baby in Regensburg begonnen
Vor dem Landgericht Regensburg hat am Montag ein Mordprozess gegen eine Mutter begonnen, die ihr Neugeborenes an Weihnachten vergangenen Jahres in einer Mülltonne vor ihrem Wohnhaus abgelegt und dort sterben lassen haben soll. Die Staatsanwaltschaft legt der 25-Jährigen nach Angaben einer Gerichtssprecherin einen Mord aus niedrigen Beweggründen zur Last. Das Verfahren könnte demnach bereits in dieser Woche zu Ende gehen.
Mehr als 50 Organisationen fordern vor Wahl strengere Lobbyregeln
Fünf Wochen vor der Bundestagswahl haben mehr als 50 zivilgesellschaftliche Organisationen strengere Lobbyregeln gefordert. Ihre Forderungen fassten sie in einem am Montag veröffentlichten Appell zusammen: Parteispenden sollen demnach begrenzt werden, Mitglieder der Bundesregierung sollen ihre Lobby-Kontakte offenlegen. Neue Gesetze sollen zudem mit einer "Lobby-Fußspur" versehen werden: Ministerien müssten dann bei Gesetzentwürfen alle Lobby-Einflussnahmen dokumentieren.
Deutsche Industrie fordert schnellen Umbau zu nachhaltigem Güterverkehr
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat sich für einen schnellen Umbau des Güterverkehrs in Deutschland ausgesprochen. Ein klimafreundlicher und effizienter Verkehrssektor sei eine "Mammutaufgabe für die nächste Bundesregierung", erklärte der stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch am Montag; nötig sei ein "umgehender" Aufbau der Infrastruktur für elektrisch betriebene Lastwagen und "massive öffentliche Investitionen" in den Güterverkehr auf der Schiene und auf dem Seeweg.
Kramp-Karrenbauer knüpft politisches Schicksal an Verlauf des Kabul-Einsatzes
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat ihre politische Zukunft mit dem Verlauf des derzeitigen Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr verknüpft. "Was immer da vor Ort passiert: Ich halte den Kopf hin", sagte die Ministerin am Montag bei "Bild TV". Kramp-Karrenbauer kündigte in dem Interview an, nach Ende der Evakuierungsmission eine Bilanz zu ziehen und über persönliche Konsequenzen nachzudenken.
Gewerkschaftsbund und Arbeitgeber hoffen auf mehr Impfungen
Arbeitgeber und Gewerkschaften betrachten mit Sorge, dass die Zahl der Corona-Infektionen wieder steigt - und rufen zu mehr Impfungen auf. "Wir müssen aufpassen, dass wir das Erreichte nicht verspielen", hieß es am Montag in einem gemeinsamen Appell des Chefs des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, und des Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger.
"Der ESC hat mein Leben verändert"
"Der Eurovision Song Contest hat mein Leben verändert" - das sagt die französische Sängerin Barbara Pravi, die es mit dem Chanson "Voilà" im Mai auf Platz zwei beim ESC-Finale in Rotterdam geschafft hat. Früher sei die Zeit nach der Sommerpause für sie als freischaffende Musikerin oft "beklemmend" gewesen, gestand sie der Nachrichtenagentur AFP. "Nun fühle ich mich privilegiert. Ich hätte niemals gedacht, dass ich bald weltweit auf Tournee gehen würde und mein Album herauskäme."
Zahl der Kinos in Deutschland trotz Corona-Krise konstant
Das vielbefürchtete Kinosterben hat bisher nicht stattgefunden: Trotz der Corona-Krise ist die Zahl der Lichtspielhäuser in Deutschland im ersten Halbjahr um nur vier auf 1223 Unternehmen geschrumpft. Das Angebot an Sitzplätzen ging um 1,7 Prozent auf rund 786.000 zurück, wie die Filmförderanstalt (FFA) am Montag mitteilte. Die meisten Kinos konnten ihren regulären Betrieb erst ab 1. Juli wieder aufnehmen.
Deftige Strafen für Kirchgänger in Sydney wegen Verletzung des Corona-Lockdowns
Nach der bewussten Verletzung des Corona-Lockdowns in der australischen Metropole Sydney hat die Polizei die international verbreitete Freikirche Christ Embassy und mehrere Gläubige zu deftigen Strafzahlungen verdonnert. Polizeiangaben vom Montag zufolge muss die Kirche 5000 Australische Dollar (3054 Euro) zahlen, weil sie am Sonntag in der Gemeinde Blacktown für rund 60 Gläubige einen Präsenz-Gottesdienst abgehalten hatte. An 30 Gemeindemitglieder gingen Bußgeldbescheide in Höhe von jeweils 1000 Dollar.
Scheuer fordert im Tarifstreit bei der Bahn Rückkehr an Verhandlungstisch
Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn (DB) hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) beide Seiten erneut aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Er hoffe, "dass die Streikenden und Streitenden durch erneute Angebote der Deutschen Bahn wieder zurück an den Verhandlungstisch kommen", sagte Scheuer am Montag in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart". "Wir bereiten alles vor, um das zu begleiten", fügte er hinzu.
SPD macht in Streit über Afghanistan Druck auf Kanzleramtschef
Wegen der Krisenlage in Afghanistan nimmt die SPD nun Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) ins Visier. Braun müsse sich dazu äußern, ob Warnungen des ihm unterstellen Bundesnachrichtendiensts (BND) vor einer Rückkehr der Taliban an die Macht nicht ausreichend gewürdigt worden seien, sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider dem "Spiegel". Unterdessen verknüpfte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ihre politische Zukunft mit dem Verlauf des aktuellen Afghanistan-Einsatzes.
Gemeindebund regt Kontingentlösung für Afghanistan-Flüchtlinge an
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund regt für den Fall großer Fluchtbewegungen aus Afghanistan eine internationale Kontingentlösung an. Es sei davon auszugehen, dass "viele Afghanen ihr Heil in der Flucht suchen werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der "Rheinischen Post" vom Montag. "Hier muss es internationale Vereinbarungen mit den unmittelbaren Nachbarstaaten, gegebenenfalls aber auch Kontingente unter Einbeziehung der USA, Kanadas, Großbritanniens und der EU geben."
Prozess um mutmaßlichen Dreifachmord von Starnberg beginnt in München
Vor der ersten Jugendkammer des Landgerichts München II hat am Montag der Prozess um den mutmaßlichen Mord an drei Mitgliedern einer Familie begonnen. Der 21-jährige Maximilian B. soll im Januar 2020 seinen Freund Vincent von P. und dessen Eltern in deren Haus in Starnberg erschossen haben. Vor Gericht steht auch Samuel V., der B. zum Tatort gefahren und wieder abgeholt haben soll. Beiden wird Mord vorgeworfen. (Az. JKLs 33 Js 2388/20)
Mehr als 2700 Menschen mit Bundeswehrflügen aus Kabul gebracht
Die Bundeswehr hat seit Beginn der Evakuierungsoperation am Kabuler Flughafen mehr als 2700 Menschen außer Landes gebracht. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium am Montag auf Twitter mit. "Solange wie möglich werden wir so viele wie möglich aus Kabul ausfliegen", hieß es dort weiter. "Die Lage am Flughafen ist weiterhin sehr schwierig."
Erste Flugzeuge mit Flüchtlingen aus Kabul in Belgien eingetroffen
In zwei Flugzeugen sind am Montag erstmals 226 Schutzsuchende aus Kabul in Belgien eingetroffen. Ein AFP-Journalist berichtete, dass Familien mit Kindern auf dem Rollfeld zu vier grauen Bussen gebracht wurden. An Bord befanden sich größtenteils afghanische Mitarbeiter von internationalen Organisationen und ihre Angehörigen.
2019 so viel Holz wie nie aus Deutschlands Wäldern entnommen
Starke Stürme, Dürre, Hitzewellen und der Borkenkäfer haben seit 2017 zu massiven Waldschäden geführt - in den Folgejahren hat die Holzentnahme dementsprechend neue Höchstwerte erreicht. 2018 seien 90 Millionen Kubikmeter Holz entnommen worden, 2019 dann 93 Millionen Kubikmeter, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. In den Jahren 2014 bis 2017 hatte der Durchschnitt demnach bei 81 Millionen Kubikmetern pro Jahr gelegen.
Paralympics: Rollstuhlbasketballerin Miller und Radfahrer Teuber deutsche Fahnenträger
London-Siegerin Mareike Miller und der fünfmalige Goldmedaillengewinner Michael Teuber tragen bei der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele in Tokio die deutsche Fahne. Dies gab der Deutsche Behindertensportverband (DBS) am Montag bekannt. Die Rollstuhlbasketballerin aus Hamburg und der Radfahrer aus München führen die 136-köpfige deutsche Mannschaft bei der Zeremonie am Dienstag (13.00 Uhr MESZ/ARD) ins Olympiastadion.
Neuer Waldbrand im Süden der griechischen Insel Euböa ausgebrochen
Keine zwei Wochen nach Ende der verheerenden Waldbrände im Norden von Euböa ist im Süden der griechischen Insel ein neues Feuer ausgebrochen. Dutzende Einsatzkräfte kämpften nach Feuerwehrangaben am Montag gegen die Flammen, die am frühen Morgen in der Nähe des Dorfes Fygia ausgebrochen waren und sich in Richtung des Badeorts Marmari ausbreiteten. Starker Wind erschwerte demnach ihre Arbeit.
Neugieriges kleines Hausschwein löst Polizeieinsatz in Schleswig-Holstein aus
Ein entlaufenes kleines Hausschwein hat im schleswig-holsteinischen Eckernförde einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Beamten am Montag mitteilten, entwischte das Minischwein von einem Bauernhof im Nachbarort Barkelsby und tauchte am Sonntagmorgen zwei Kilometer entfernt im Garten eines Einfamilienhauses in Eckernförde auf. Zeugen, die es dort sahen, hielten es für ein Wildschwein und riefen die Polizei.
Kimmich verlängert Vertrag beim FC Bayern bis 2025
Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich hat seinen 2023 auslaufenden Vertrag bei Bayern München vorzeitig verlängert und damit ein Zeichen gesetzt. Der 26 Jahre alte Führungsspieler unterschrieb bis 2025 beim deutschen Rekordmeister. "Er weiß, dass er beim FC Bayern die Chance hat, alle seine ehrgeizigen Ziele zu verwirklichen. Das Paket, das wir ihm bieten können, ist für jeden internationalen Top-Spieler höchst attraktiv", sagte Vorstandschef Oliver Kahn über Kimmich.
Zahlreiche Organisationen fordern Einführung von Kindergrundsicherung
Zahlreiche Sozialverbände, Gewerkschaften und weitere Organisationen fordern von der nächsten Bundesregierung die Einführung einer Kindergrundsicherung. "Die Kindergrundsicherung gehört in den nächsten Koalitionsvertrag und muss als prioritäres Vorhaben in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden", heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung der 22 Unterzeichner.
Chinesische Behörden: Erstmals seit Mitte Juli kein lokaler Infektionsfall mehr
Erstmals seit dem jüngsten Corona-Ausbruch Mitte Juli ist in China kein neuer einheimischer Infektionsfall mehr gemeldet worden. Bereits seit zwei Wochen gehe die Zahl der Neuansteckungen wieder zurück, erklärte die Nationale Gesundheitskommission am Montag. Nun sei erstmals innerhalb von 24 Stunden keine einheimische Ansteckung gemeldet worden.
Tennis-Weltrangliste: Zverev und Kerber mit bester Platzierung seit 2019
Tennis-Ass Alexander Zverev ist nach seinem Final-Triumph von Cincinnati erstmals seit 27 Monaten auf Platz vier der Weltrangliste geklettert. Der gebürtige Hamburger überholte den Spanier Rafael Nadal, der wegen einer Fußverletzung die Saison bereits beendet hat.
Paypal führt auch in Großbritannien Kauf und Verkauf von Kryptowährungen ein
Der US-Zahlungsdienstleister Paypal führt in dieser Woche den Kauf, Verkauf und Besitz von Kryptowährung auch in Großbritannien ein. Paypal kündigte am Montag an, Kunden im Königreich könnten aus vier Währungen wählen: Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash. Auf der Paypal-Seite würden die jeweiligen Umrechnungskurse angegeben.
"Unglaubliche Woche": Zverev zieht mit Becker gleich
Mit seinem fünften Titel bei einem Masters-Turnier hat Olympiasieger Alexander Zverev mit dem deutschen Rekordhalter Boris Becker gleichgezogen. Nach dem Final-Triumph beim Turnier in Cincinnati am Sonntag über den Russen Andrej Rublew steht der 24-Jährige zudem als Neunter unter den Top 10 der Tennisspieler mit den meisten Erfolgen in der höchsten Turnierkategorie unterhalb der Grand Slams.
Ersatzfahrplan wegen Streiks laut Bahn "stabil angelaufen"
Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) bestreikt seit den frühen Morgenstunden erneut den Personenverkehr der Deutschen Bahn (DB). Die Arbeitsniederlegungen begannen um 02.00 Uhr. Die Bahn teilte mit, ihr Ersatzfahrplan sei "stabil angelaufen".
Gündogan erhofft sich wieder mehr Begeisterung für DFB-Team
Ilkay Gündogan erhofft sich mit dem neuen Bundestrainer Hansi Flick wieder mehr Begeisterung bei den Anhängern für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Der Mittelfeldspieler des englischen Meisters Manchester City will "gleich mit sehr positiven Spielen überzeugen und somit auch die Fans wieder auf unsere Seite ziehen", wie Gündogan dem kicker sagte. Die Stimmung ums Team müsse wieder "viel positiver" werden.
Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 56,4
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 56,4 gestiegen. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 3668 Neuinfektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen meldete. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum lag bei vier.
GDL beginnt erneuten Streik im Personenverkehr der Deutschen Bahn
Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) bestreikt erneut den Personenverkehr der Deutschen Bahn (DB). Die Arbeitsniederlegungen begannen um 02.00 Uhr in der Nacht zum Montag, wie ein DB-Sprecher bestätigte. Demnach will die Bahn während des bis Mittwoch um 02.00 Uhr dauernden Streiks "ein verlässliches Grundangebot von rund einem Viertel des normalen Fahrplans" absichern.