Letzte Nachrichten
Lieferprobleme in Automobilindustrie spitzen sich massiv zu
Die Krise in der Automobilindustrie aufgrund des Mangels an Halbleitern und anderen Vorprodukten spitzt sich zu. "Wir gehen davon aus, dass zehn bis elf Millionen Fahrzeuge in diesem Jahr nicht gebaut werden können", sagte Albert Waas von der Beratungsgesellschaft Boston Consulting der "Welt am Sonntag". Vor einem Monat war Waas noch von weltweiten Produktionsausfällen von sieben bis acht Millionen Autos ausgegangen.
Immer mehr CDU-Politiker dringen auf inhaltlichen und personellen Neuanfang
Nach der Wahlniederlage der Union drängen immer mehr CDU-Politiker auf einen inhaltlichen und personellen Neuanfang. "Jetzt geht es um die Aufstellung für die Zukunft, einfach so weitermachen ist keine Option", sagte Parteivize Jens Spahn der "Welt am Sonntag". Aus dem Umfeld des CDU-Politikers Friedrich Merz wurde eine neue Mitgliederbefragung über den Parteivorsitz ins Gespräch gebracht.
Spahn fordert Parteitag zu personeller Neuaufstellung der CDU
Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Jens Spahn hat einen Sonderparteitag zur personellen Neuaufstellung der Partei bis Ende Januar gefordert. "Unabhängig davon, ob wir regieren oder nicht, muss nach diesem Wahlergebnis klar sein: Jetzt geht es um die Aufstellung für die Zukunft, einfach so weitermachen ist keine Option", sagte Spahn der "Welt am Sonntag".
Philippinischer Präsident Duterte kündigt Rückzug aus der Politik an
Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, hat seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Er werde bei der Wahl 2022 nicht für das Amt des Vizepräsidenten kandidieren, da dies ein "Verstoß gegen die Verfassung" wäre, erklärte Duterte am Samstag. Der Schritt könnte den Weg für eine Kandidatur seiner Tochter Sara als Präsidentin ebnen.
Stundenlohn unter zwölf Euro im Osten deutlich häufiger als im Westen
Stundenlöhne von weniger als zwölf Euro sind in den ostdeutschen Bundesländern deutlich häufiger als im Westen. Im Frühjahr 2018 verdienten in den fünf Ost-Flächenländern im Durchschnitt 36,8 Prozent der Beschäftigten weniger als zwölf Euro, im Westen inklusive Berlin waren es 25,4 Prozent. Das geht aus Daten hervor, die von der Linksfraktion beim Statistischen Bundesamt abgefragt wurden und am Samstag der Nachrichtenagentur AFP vorlagen.
Walter-Borjans glaubt an Ampel-Regierung vor dem Jahreswechsel
Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans glaubt, dass bis zum Jahreswechsel eine Koalition von Sozialdemokraten, Grünen und FDP stehen wird. "Wir müssen diesmal nicht bis zum Umfallen sondieren, denn wir wollen eine Ampel, in die alle drei Partner ihre Stärken einbringen", sagte er der "Welt am Sonntag" laut Vorabmeldung. "So gesehen könnten wir im Oktober mit den formellen Koalitionsverhandlungen beginnen und sie bis Dezember abschließen."
US-Regierung fordert gerichtlichen Stopp von Abtreibungsgesetz in Texas
Die US-Regierung hat vor Gericht einen raschen Stopp des neuen und sehr strengen Abtreibungsgesetzes in Texas gefordert. Das umstrittene Gesetz stelle "eine offene Bedrohung für den Rechtsstaat" dar, sagte der Vertreter des Justizministeriums, Brian Netter, bei den Verhandlungen in Austin am Freitag (Ortszeit). Für Samstag waren landesweit zudem in über 600 Städten Protestmärsche für ein Recht auf Abtreibung geplant.
"Alle mal runterkommen": Baumgart bremst kölsche Euphorie
Helden-Verehrung ist nicht Steffen Baumgarts Sache, und so fand er an dieser launigen Idee auch keinen großen Gefallen. Nach dem 3:1 (0:1) des 1. FC Köln gegen die SpVgg Greuther Fürth wollten einige Fans den Trainer gleich ins Kanzleramt singen. "Jetzt kommen wir alle mal ein bisschen runter", sagte Baumgart und runzelte die Stirn - dem 49-Jährigen fällt es allerdings zunehmend schwer, die Euphorie rund um den Fast-Absteiger der Vorsaison zu bremsen.
Hitzlsperger zur Debatte um homosexuelle Fußballer: "Die Fans sind viel weiter"
Der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger glaubt nicht, dass homosexuelle Fußballer nach einem Coming-Out negative Reaktionen der Fans oder Sponsoren fürchten müssen. "Die betroffenen Spieler müssen ein gutes Gespür dafür haben, ob sie vom engsten Umfeld getragen oder eher nach unten gezogen werden", sagte der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart der Augsburger Allgemeinen: "Aber das Gequatsche, man könne das als Spieler nicht riskieren, weil die Fans oder Sponsoren negativ reagieren könnten: Das ist nicht mehr zeitgemäß. Die Fans sind viel weiter."
Peiffer über deutsche Biathleten: "Gibt schon Defizite"
Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer hat mit Blick auf die Erfolgschancen seiner ehemaligen Teamkollegen bei den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) gemischte Gefühle. "Es gibt schon Defizite in unserer Mannschaft", sagte Peiffer im Interview mit Sport1: "Es kann sein, dass Peking eine Enttäuschung wird. Es kann aber auch sein, dass der Knoten platzt."
Erste allgemeine Wahl des Schura-Rates in Katar begonnen
In Katar hat die erste allgemeine Wahl zum Schura-Rat des Golfemirats begonnen. Die ersten Wähler kamen am Samstagmorgen mit Öffnung der Wahllokale um 8 Uhr Ortszeit (7 Uhr MESZ) zur Stimmabgabe, wie AFP-Reporter berichteten. Gewählt werden 30 der 45 Mitglieder des Gremiums, das die Regierung von Emir Tamim bin Hamad al-Thani berät.
Verlobte von ermordetem Kashoggi kritisiert USA für Kurs gegenüber Saudi-Arabien
Die Verlobte des ermordeten saudiarabischen Journalisten Jamal Kashoggi, Hatice Cengiz, hat die USA unter Präsident Joe Biden für deren Kurs gegenüber Saudi-Arabien kritisiert. Bei einer Gedenkveranstaltung für ihren Verlobten in Washington forderte Cengiz die US-Regierung auf, die Regierung in Riad und den saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman für die Ermordung ihres Verlobten zur Verantwortung zu ziehen.
Ecuador entsendet nach Häftlingskämpfen tausende Polizisten in Gefängnisse
Nach blutigen Kämpfen in einer Haftanstalt entsendet die Regierung von Ecuador tausende Polizisten und Soldaten in die Gefängnisse des Landes. 3600 Mitglieder von Polizei und Armee sollten in den Gefängnissen für Sicherheit sorgen, sagte Innenministerin Alexandra Vela am Freitag in Quito.
Bundesweite Corona-Inzidenz bei 64,4
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen liegt bei 64,4. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter meldete, wurden binnen eines Tages 8517 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 66 weitere Todesfälle registriert.
USA überschreiten Schwelle von 700.000 Corona-Toten
In den USA sind inzwischen mehr als 700.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mit 700.258 Todesfällen wurde die Schwelle am Freitag (Ortszeit) überschritten, wie die Johns Hopkins-Universität meldete. Das ist ungefähr so viel wie die gesamte Einwohnerschaft der Hauptstadt Washington.
Diskussion um Maskenpflicht an Schulen dauert an
Die Diskussion über die Maskenpflicht an Schulen dauert an. Während Ärzteverbände für eine Aufhebung der Regelung plädierten, kritisierte die Virologin Melanie Brinkmann eine Abschaffung der Maskenpflicht als verfrüht.
Ärzte finden ein Kilo Nägel und Schrauben in Magen eines Patienten
Ärzte in Litauen haben einem Patienten mehr als ein Kilogramm Nägel und Schrauben aus dem Magen entfernt. Wie das Krankenhaus in Klaipeda am Freitag berichtete, war der Mann mit heftigen Magenschmerzen eingeliefert worden. Ein Röntgenbild begab, dass er zahlreiche Metallstücke von bis zu zehn Zentimeter Länge im Bauch hatte. Den Medizinern sagte er, er habe begonnen Metall zu verschlucken, seitdem er vor einem Monat mit dem Trinken aufgehört habe.
Britische Armee wird ab Montag für Treibstofflieferungen eingesetzt
Die britische Armee wird ab kommenden Montag zur Belieferung der Tankstellen mit Treibstoff eingesetzt. Fast 200 Soldaten würden dafür bereit gestellt, die Hälfte davon als Fahrer, erklärte die Regierung am Freitagabend. Damit solle "der Druck von den Tankstellen genommen" und der Mangel an Lastwagenfahrern ausgeglichen werden.
Medien: Taliban laden ehemalige Ortskräfte vor Gericht
Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan haben ehemaligen Ortskräften der internationalen Truppen laut einem niederländischen Medienbericht Vorladungen vor Gericht zugestellt. Wie der Fernsehsender NOS am Freitagabend berichtete, erhielten die Familien von im Versteck lebenden ehemaligen Dolmetschern Vorladungen. Darin wird den Angehörigen mit schweren Strafen gedroht, wenn die Ortskräfte nicht selbst vor einem Tribunal erschienen. Ziel sei es, anderen "Verrätern eine Lektion zu erteilen".
Biden versucht Reformagenda mit Besuch im Kongress zu retten
Mit einem Besuch im Kongress hat US-Präsident Joe Biden versucht, seine angesichts parteiinterner Grabenkämpfe gefährdete Reformagenda zu retten. Biden traf am Freitag im Kapitol Abgeordnete seiner Demokratischen Partei zu Gesprächen über seine billionenschweren Infrastruktur- und Sozialpakete. "Wir werden es schaffen", sagte der 78-Jährige vor Journalisten. "Es ist egal, ob es sechs Minuten, sechs Tage oder sechs Wochen dauert."
Arbeitssieg gegen Fürth: Köln springt auf Platz sechs
Der 1. FC Köln ist mit viel Mühe seiner Favoritenrolle gerecht geworden und spielt in der Fußball-Bundesliga weiter oben mit. Gegen Schlusslicht SpVgg Greuther gewann die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart mit 3:1 (0:1), zum Auftakt des 7. Spieltags kletterte der FC vorerst auf Rang sechs.
Kalifornien führt weitgehende Impfpflicht für Schüler ein
Kalifornien führt als erster US-Bundesstaat eine weitgehende Corona-Impfpflicht für Schüler ein. Eine Impfung gegen das Coronavirus soll ab dem kommenden Jahr Voraussetzung für eine Teilnahme am Präsenzunterricht werden, wie Gouverneur Gavin Newsom am Freitag ankündigte. "Unsere Schulen verlangen schon Impfungen gegen Masern, Mumps und andere Krankheiten. Warum? Weil Impfungen funktionieren."
Zentralafrika räumt Verbrechen durch eigene Truppen und russische "Berater" ein
Die Regierung der Zentralafrikanischen Republik hat Menschenrechtsverstöße durch eigene Truppen und russische "Militärberater" bei ihrer Offensive gegen Rebellen eingeräumt. Justizminister Arnaud Djoubaye Abalene erklärte jedoch am Freitag bei der Vorstellung eines Untersuchungsberichts, dass "die meisten" Verstöße von den Rebellen begangen worden seien. Daneben habe es noch Gewalttaten durch Soldaten der UN-Friedenstruppe Minusca gegeben.
Kataloniens Ex-Regierungschef will Immunität zurückerlangen
Der im Exil lebende katalanische Ex-Regierungschef Carles Puigdemont hat kurz vor einer anstehenden Gerichtsverhandlung versucht, seine Immunität als EU-Abgeordneter zurückzuerlangen. Ein entsprechender Eilantrag sei beim Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) eingereicht worden, teilte sein Anwaltsteam der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. Puigdemont werde aber in jedem Fall an der Anhörung vor einem italienischen Gericht am Montag teilnehmen, bei der über einen Auslieferungsantrag Spaniens entschieden werden soll.
Bremen beendet Minikrise - HSV mit Glück in Aue
Werder Bremen jubelte im vollen Stadion, der Hamburger SV verhinderte beim Tabellenletzten mit ganz viel Glück in letzter Sekunde eine Niederlage. Die Nordrivalen haben zum Auftakt des neunten Spieltags in der 2. Fußball-Bundesliga für viele Emotionen gesorgt.
Sánchez schlägt gemeinsamen Gaseinkauf der EU-Staaten vor
Angesichts steigender Gaspreise hat der spanische Regierungschef Pedro Sánchez der EU vorgeschlagen, gemeinsam als Block mit den Lieferanten zu verhandeln. Ein gemeinsamer Einkauf und eine "strategische Gasreserve in Europa" könnten die Verhandlungsmacht aller EU-Staaten verbessern, sagte Sánchez am Freitag auf einem Wirtschaftsforum in Pontevedra im Nordwesten Spaniens. Die steigenden Energiepreise seien ein EU-weites Problem.
Griechischer Regierungschef: Schleusernetzwerke für Flüchtlinge "zerschlagen"
Die harte Flüchtlingspolitik der griechischen Regierung hat sich nach Ansicht von Regierungschef Kyriakos Mitsotakis ausgezahlt: Die Behörden hätten die Schleusernetzwerke, die Menschen in die EU bringen, "im Wesentlichen zerschlagen", sagte Mitsotakis am Freitag beim Besuch eines neuen Flüchtlingslagers auf der Insel Samos. Die Zahl der ankommenden Migranten sei im Vergleich zu 2019 um 90 Prozent gesunken.
Weltcup in Berlin: Wellbrock schwimmt am Podest vorbei
Schwimm-Olympiasieger Florian Wellbrock hat zum Auftakt des Kurzbahn-Weltcups in Berlin den Sprung aufs Podest verpasst. Der 24 Jahre alte Magdeburger schlug im Finale auf seiner Nebenstrecke 400 m Freistil in 3:42,22 Minuten als Vierter an. Sein Magdeburger Teamkollege Lukas Märtens wurde auf der 25-m-Bahn Siebter hinter Sven Schwarz (Hannover).
Version von Banksys "Mädchen mit Ballon" kommt unter den Hammer
Eine Version des bekannten Banksy-Motivs "Mädchen mit Ballon" kommt unter den Hammer. Am Freitag enthüllte das Auktionshaus Christies in London das Diptychon, ein zweiteiliges Werk, des britischen Graffiti-Künstlers als Höhepunkt einer Auktion am 15. Oktober. Christiess rechnet damit, dass es bis zu vier Millionen Euro einbringen wird.
OSZE-Experte Link beklagt schwere Mängel bei Wahl in Berlin
Der als Wahlbeobachter für die OSZE tätige FDP-Politiker Michael Link stuft die Probleme bei den Wahlen in Berlin am vergangenen Sonntag als schwerwiegend ein. "Wahlmängel dieser Art hätten mich als OSZE-Wahlbeobachter in EU-Beitrittskandidatenländern wie etwa Serbien zur Frage veranlasst, ob die Verwaltung des betroffenen Landes zur Durchführung demokratischer Wahlen imstande ist", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Samstagsausgaben).
Neuer Lavastrom am Cumbre Vieja auf Kanareninsel La Palma
Knapp zwei Wochen nach dem Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja hat sich auf der Kanareninsel La Palma ein neuer Lavastrom gebildet. Nach Angaben des Spanischen Instituts für Geologie und Bergbau (IGME) bahnt sich die seit Freitagmorgen mit hohem Druck aus einem Hang des Vulkans fließende Lava durch die verkohlte Landschaft einen neuen Weg nach unten.
Modeunternehmer Nygard stimmt Auslieferung in die USA zu
Der in Kanada wegen mutmaßlicher Sexualverbrechen festgehaltene Modeunternehmer Peter Nygard hat seiner Auslieferung in die USA zugestimmt. Sein Anwalt Brian Greenspan bestätigte die Entscheidung, nachdem der 80-jährige Millionär am Freitag zu einem Gerichtstermin per Video-Übertragung zugeschaltet war. Nygard wird vorgeworfen, jahrzehntelang Mädchen und Frauen sexuell missbraucht zu haben. Außerdem wird ihm unter anderem Erpressung und Sexhandel zur Last gelegt.