Letzte Nachrichten
Sri Lanka importiert wegen schlechter Tee-Ernte wieder Kunstdünger
Sri Lanka ist von seinem Ziel, als erstes Land der Welt nur noch auf den biologischen Anbau zu setzen, wieder abgerückt. Plantagenminister Ramesh Pathirana sagte am Dienstag, der Import und die Verwendung von Kunstdünger sei wieder erlaubt. Damit wolle die Regierung den Tee-Pflanzern helfen - solange, bis Sri Lanka in der Lage sei, genug organischen Dünger für seine Landwirtschaft zu produzieren.
US-Umweltbehörde EPA knöpft sich "ewige Chemikalien" vor
Sie kommen in zahlreichen Produkten zum Einsatz, sind in der Natur aber extrem langlebig und bergen Risiken für die Gesundheit: sogenannte per- und polyfluorierte Chemikalien, kurz PFAS. Die US-Umweltbehörde EPA will die Verwendung der auch als "ewige Chemikalien" bekannten Stoffe nun eindämmen. Wie die EPA am Montag ankündigte, sollen innerhalb der kommenden drei Jahre unter anderem neue Grenzwerte für die Trinkwasserbelastung eingeführt werden.
Betrüger bieten Zivilpolizisten in Essen gefälschte Impfausweise an
Auf einem Supermarktplatz in Essen haben mutmaßliche Betrüger einem Zivilpolizisten gefälschte Impfpässe zum Kauf angeboten. Nach einem Zeugenhinweis zu einem Onlineinserat für Impfausweise mit Covid-Aufklebern postierten sich Zivilpolizisten am Freitagabend auf dem Parkplatz, wo sich ihnen zwei Männer in einem Auto näherten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Einer von ihnen habe einem Zivilbeamten unaufgefordert zwei Impfpässe zum Verkauf angeboten.
London kündigt zehn Milliarden Pfund aus dem Ausland für "grünes Wachstum" an
Investoren aus dem Ausland wollen 9,7 Milliarden Pfund (11,4 Milliarden Euro) in das "grüne Wachstum" in Großbritannien investieren. Auf einer Investorenkonferenz in London am Dienstag würden 18 entsprechende Verträge präsentiert, kündigte die britische Regierung an. Mindestens 30.000 neue Jobs würden so geschaffen.
Bundesärztekammer fordert Reform des Gesundheitswesens von neuer Bundesregierung
Mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen hat die Bundesärztekammer (BÄK) grundlegende Reformen des Gesundheitsdiensts von der nächsten Bundesregierung gefordert. "Die Ergebnisse der Sondierungsgespräche gehen gesundheitspolitisch in die richtige Richtung, ausreichend sind sie aber nicht", sagte BÄK-Präsident Klaus Reinhardt am Dienstag in Berlin. Nach den Erfahrungen aus der Corona-Pandemie müsse die Gesundheitspolitik eines der zentralen Handlungsfelder der neuen Regierung werden.
Patienschützer kritisieren Spahns Vorstoß zu Ende der epidemischen Lage
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zum Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite scharf kritisiert. Das Ende der Notlage müsse auf Fakten beruhen, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in Berlin. "Schließlich haben Bund und Länder anderthalb Jahre erklärt, dass es eine bundesweite Rechtsgrundlage für Corona-Schutzmaßnahmen braucht."
Urteil gegen sogenannten Waldläufer von Oppenau rechtskräftig
Das Urteil gegen den sogenannten Waldläufer von Oppenau im Schwarzwald ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf die Revisionsklage der Verteidigung von Yves R. als unbegründet, wie das Landgericht im baden-württembergischen Offenburg am Dienstag mitteilte. Die zweite große Strafkammer des Gerichts hatte den 32-Jährigen im Februar zu drei Jahren Haft wegen illegalen Waffenbesitzes, Widerstands gegen die Staatsgewalt, gefährlicher Körperverletzung und Geiselnahme in einem minderschweren Fall verurteilt.
Deutschland bei Nutzung erneuerbarer Energien unter EU-Durchschnitt
Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch der EU soll bis 2030 auf 40 Prozent ansteigen - im Jahr 2019 lag der Durchschnitt in allen EU-Ländern bei 19,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Der Anteil der Erneuerbaren wuchs demnach zwischen 2009 und 2019 um 5,8 Prozentpunkte. Deutschland landete im gesamteuropäischen Vergleich nur auf Rang 16.
Bericht: Bill Gates wegen unangemessener Mails an Angestellte bereits 2008 verwarnt
Microsoft-Gründer Bill Gates, der 2020 wegen einer Affäre mit einer Mitarbeiterin aus dem Verwaltungsrat des Konzerns ausschied, ist einem Medienbericht zufolge bereits zuvor wegen unangemessener E-Mails verwarnt worden. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, flirtete Gates im Jahr 2007 per Mail mit einer Mitarbeiterin und lud sie zu Treffen außerhalb der Arbeit ein. Ein Microsoft-Sprecher bestätigte den Bericht auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP.
Vermisste Katze in Niedersachsen aus sechs Meter tiefem Schornstein gerettet
In Niedersachsen hat die Feuerwehr eine vermisste Katze aus einem stillgelegten Kamin gerettet. Das Tier fiel in einen sechs Meter tiefen Schornstein, wie die Feuerwehr in Leer am Montagabend mitteilte. Demnach galt die Katze in Remels seit Sonntag als vermisst. Auf der Suche nach ihr hörte ihr Besitzer irgendwann ein Miauen aus der Wand. Die Reinigungsklappe war bereits zurückgebaut.
Verbraucherschützer wollen Weitergabe von CO2-Bepreisung an Gaskunden rechtlich prüfen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will die Weitergabe von Kosten der CO2-Bepreisung durch Gasanbieter an ihre Kundinnen und Kunden in bestimmten Konstellationen rechtlich prüfen lassen. "Uns liegen Verbraucherbeschwerden vor, bei denen Preise trotz bestehender Preisgarantie erhöht wurden", erklärte die Referentin im Team Marktbeobachtung Energie des vzbv, Sabine Lund, am Dienstag. Gleichzeitig seien manche Verbraucher aber nicht auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen worden.
Polen wirft EU "Erpressung" im Streit um Rechtsstaatlichkeit vor
Im Rechtsstreit zwischen Warschau und Brüssel hat der polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki der EU "Erpressung" vorgeworfen. "Ich bin nicht damit einverstanden, dass Politiker Polen erpressen wollen und Polen drohen", sagte der Ministerpräsident am Dienstag vor dem EU-Parlament in Straßburg. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte, die EU werde "handeln", um zu verhindern, dass Polen die Werte und den Zusammenhalt der Union untergrabe.
Türkei bestellt Botschafter aus Deutschland und neun weiteren Staaten ein
Die Türkei hat die Botschafter Deutschlands, der USA und acht weiterer Staaten einbestellt. Hintergrund sei ein Aufruf zur Freilassung des seit vier Jahren ohne Verurteilung im Gefängnis einsitzenden türkischen Menschenrechtsaktivisten und Kulturförderers Osman Kavala, hieß es aus diplomatischen Kreisen in Ankara am Dienstag. Zehn Länder hatten am Montag eine "gerechte und schnelle Lösung des Falles" gefordert.
Lieferdienst Gorillas bekommt fast eine Milliarde Dollar von Investoren
Der Lebensmittellieferdienst Gorillas hat fast eine Milliarde Dollar (858 Millionen Euro) von Investoren eingesammelt. Größter Geldgeber ist die Lieferplattform Delivery Hero mit 235 Millionen Dollar, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten. Delivery Hero hält damit nun rund acht Prozent an Gorillas.
85-Jähriger bei Überqueren von Bundesstraße von Sattelzug erfasst und getötet
Im niedersächsischen Buxtehude ist ein 85-Jähriger bei dem Versuch, eine Bundesstraße zu Fuß zu überqueren, von einem Sattelzug erfasst und getötet worden. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei in Stade am Dienstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Montagnachmittag. Der 85-Jährige hatte den Lastwagen offenbar übersehen.
Baerbock hält Finanzierung von "Ampel"-Vorhaben mit Krediten für möglich
Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hält eine Finanzierung von Vorhaben der möglichen Ampel-Koalition mit Krediten für möglich. "Das sind Milliarden, die wir stemmen und das im Rahmen der Schuldenbremse", sagte Baerbock am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Finanzfrage bei unter den Ampel-Partnern "kontrovers dikutiert worden".
Brandenburg bekommt Hilfe von Bundespolizei wegen Flüchtlingen aus Polen
Brandenburg wird wegen der steigenden Zahl von Flüchtlingen, die über Belarus und Polen nach Deutschland kommen, verstärkte Hilfe der Bundespolizei erhalten. Er habe mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vereinbart, dass die Hilfseinsätze spätestens in anderthalb Wochen beginnen würden, sagte Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Dienstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Dabei solle die Bundespolizei unter anderem die Erstkontrolle von Migranten übernehmen.
EVP-Vorsitzender Weber fordert konkrete Maßnahmen im Rechtsstreit mit Polen
Der EVP-Vorsitzende im Europaparlament, Manfred Weber, hält im Rechtsstreit zwischen Warschau und Brüssel den Stopp weiterer EU-Geldflüsse für denkbar. "Wir brauchen von Polen konkrete Zusagen, damit auch zukünftige EU-Fonds in umfangreicher Form nach Polen fließen", sagte er am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Polen könne nicht auf der einen Seite EU-Gelder annehmen, aber gleichzeitig die "Hausordnung im Hause Europas nicht mehr respektieren".
Lkw-Fahrer verdienen nur unterdurchschnittlich
Die Versorgungsengpässe in Großbritannien und die coronabedingten Probleme mit globalen Lieferketten haben die Bedeutung von Berufskraftfahrern für eine funktionierende Wirtschaft deutlich gemacht - sie verdienen aber nur unterdurchschnittlich. 2020 bekamen sie in Vollzeit im Schnitt 14,21 Euro pro Stunde, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. In der Wirtschaft insgesamt lag der durchschnittliche Stundenverdienst für Fachkräfte dagegen bei 19,97 Euro brutto, für Angelernte bei 16,02 Euro.
Tatverdächtiger im Fall von auf offener Straße erschossenem Mann gefasst
Rund zwei Wochen nachdem in Berlin ein Mann auf offener Straße erschossen wurde, hat die Polizei den Tatverdächtigen in Bayern gefasst. Der 32-Jährige wurde in Regensburg festgenommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin am Montagabend mit. Die Ermittler werfen dem Mann Mord vor.
China steigert seine Kohleförderung um sechs Prozent
China weitet wegen der hohen Stromnachfrage der Industrie die Kohleförderung derzeit wieder aus. Das Land sei dabei, die Förderung um knapp sechs Prozent zu steigern, teilte die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission mit. Kürzlich sei an einem Tag sogar ein neuer Förderrekord erreicht worden.
Staatsanwaltschaft in Mexiko will nach U-Bahn-Unglück zehn Verdächtige anklagen
Rund ein halbes Jahr nach einem tödlichen U-Bahn-Unglück in Mexiko hat die Staatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt angekündigt, in zehn Fällen Anklage zu erheben. Betroffen seien sowohl natürliche als auch juristische Personen, teilte der Sprecher Ulises Lara am Montag (Ortszeit) mit. Die erste Anhörung ist demnach am 25. Oktober geplant.
Gericht: Kolumbien trägt Mitverantwortung an Vergewaltigung von Journalistin
Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte hat Kolumbien eine Mitverantwortung für die Entführung und Vergewaltigung einer Journalistin im Jahr 2000 gegeben. Der Staat habe "versäumt, den Drohungen nachzugehen", die die Journalistin Jineth Bedoya damals erhalten habe, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts in Costa Rica am Montag. Bedoya hatte in Kolumbien über ein kriminelles Netzwerk im Umfeld paramilitärischer Gruppen recherchiert.
Impfung verweigert: US-College feuert Trainerteam
Die Universität Washington State im Nordwesten der USA hat nahezu den kompletten Trainerstab seines renommierten Football-Teams wegen der Verweigerung einer Corona-Impfung gefeuert. Dies bestätigte das College.
NHL: Erste böse Pleite für Grubauer und Seattle
Nationaltorhüter Philipp Grubauer hat mit Neuling Seattle Kraken in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL den ersten größeren Dämpfer kassiert. Bei den Philadelphia Flyers unterlag Seattle 1:6 und kam bei der dritten Niederlage im vierten Spiel erstmals unter die Räder.
Hinze enttäuscht: Olympia-Silber nicht gewertschätzt
Die dreimalige Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze (Cottbus) hat die aus ihrer Sicht fehlende Wertschätzung nach dem Gewinn der Silbermedaille im Teamsprint bei den Olympischen Spielen in Tokio schwer enttäuscht. "Trotzdem Glückwunsch zu Silber" oder "wenigstens hast du eine Medaille", habe sie zu hören bekommen.
Ullrich fährt Jedermann-Rennen "Mallorca 312"
Der frühere deutsche Radstar Jan Ullrich will nach zweieinhalb Jahren Pause wieder ein Rennen bestreiten. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 nimmt am Sonntag beim Jedermann-Rennen "Mallorca 312" teil. Neben Ullrich gehen unter anderem auch der zweimalige Tour-Sieger Alberto Contador und dessen Landsmann Oscar Freire an den Start.
Modric gegen Änderung des WM-Rhythmus: "Möchte keine WM alle zwei Jahre"
Der frühere Weltfußballer Luka Modric hat sich der Kritik an den WM-Plänen der FIFA angeschlossen und sieht "keinen Sinn" in einer Endrunde, die alle zwei Jahre ausgetragen wird. "Eine WM ist gerade deshalb etwas Besonderes, weil sie nur alle vier Jahre stattfindet", sagte der kroatische Mittelfeldspieler von Real Madrid.
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 75,1
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 75,1 gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen eines Tages 6771 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.
Tausende demonstrieren in Chile erneut für soziale Gerechtigkeit
Zwei Jahre nach dem Beginn einer Protestbewegung für mehr soziale Gerechtigkeit sind in Chile erneut tausende Menschen auf die Straße gegangen. Allein in der Hauptstadt Santiago demonstrierten am Montag nach Polizeiangaben zwischen 8000 und 10.000 Menschen gegen die konservative Regierung von Präsident Sebastián Piñera. Landesweit waren laut Medienberichten rund 5000 Polizisten im Einsatz.
Trump klagt gegen Herausgabe von Akten zu Erstürmung des US-Kapitols
Ex-Präsident Donald Trump geht gerichtlich gegen die Herausgabe von Akten im Zusammenhang mit der Erstürmung des US-Kapitols vor. Der ehemalige Staatschef klagt gegen die Übergabe der Dokumente des Nationalarchivs an einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, wie aus am Montag veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervorgeht. "Das Ersuchen des Ausschusses kommt einer schikanösen, illegalen Schnüffeltour gleich", heißt es in der an einem Washingtoner Gericht eingereichten Klageschrift.
Disney verschiebt Veröffentlichung mehrerer Marvel-Filme
Mehrere Superhelden-Filme der Marvel Studios sowie die Fortsetzung der Indiana-Jones-Reihe kommen bedeutend später als ursprünglich geplant in die Kinos. Die Veröffentlichungstermine der Filme wurden teilweise um fast ein Jahr verschoben, wie aus dem am Montag aktualisierten Veröffentlichungskalender des Disney-Konzerns hervorgeht. Einige dieser Filme waren zuvor bereits wegen der Corona-Pandemie verschoben worden.