Letzte Nachrichten
Toter aus niedersächsischem Wattenmeer starb natürlichen Todes
Ein im niedersächsischen Wattenmeer bei Butjadingen gefundener unbekannter Toter ist "eines natürlichen Todes" gestorben. Das teilte die Polizei in Delmenhorst am Mittwoch unter Verweis auf das Ergebnis der Obduktion mit. Wie bereits bei einer ersten Untersuchung am Fundort seien an der Leiche des Manns keine Hinweise auf Gewalteinwirkung entdeckt worden.
Ungarn meldet Vorbehalte gegen EU-Pläne für Ölembargo gegen Russland an
Ungarn hat starke Vorbehalte gegen die EU-Pläne für ein Ölembargo gegen Russland angemeldet. Budapest sehe in dem von der EU-Kommission unterbreiteten Vorschlag keine Vorkehrungen, welche "Ungarns Energiesicherheit garantieren", kritisierte die Regierung in Budapest in einer am Mittwoch an die Nachrichtenagentur AFP übermittelten Stellungnahme. Auf die Nachfrage, ob dies eine direkte Ablehnung des Vorschlags bedeute, antwortete der Pressedienst der ungarischen Regierung zunächst nicht.
Erster belarussischer Präsident Schuschkewitsch ist tot
Stanislaw Schuschkewitsch, erster Staatschef des unabhängigen Belarus, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das teilte seine Ehefrau Irina der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit. Schuschkewitsch war im Jahr 1991 einer der drei Unterzeichner des Abkommens, das die Auflösung der Sowjetunion besiegelte.
Rettungsbeihilfe für rumänische Airline Tarom mit Binnenmarkt vereinbar
Die Rettungsbeihilfe Rumäniens zugunsten der Fluggesellschaft Tarom ist mit dem Binnenmarkt vereinbar. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) bestätigte am Mittwoch in Luxemburg die entsprechende Genehmigung der EU-Kommission vom Februar 2020. Sie erlaubte Rumänien, der Airline ein Darlehen von knapp 37 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. (Az. T-718/20)
Bundeskartellamt stellt Facebook-Mutter Meta unter verschärfte Beobachtung
Das Bundeskartellamt stellt den Facebook-Mutterkonzern Meta unter strengere Beobachtung: Die Bonner Behörde bescheinigte dem Internetriesen nach einer monatelangen Prüfung eine "überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb". Diese Feststellung versetze die Behörde in die Lage, gegen etwaige Wettbewerbsverstöße deutlich effizienter vorzugehen, als sie es mit den bislang verfügbaren Instrumenten tun konnte, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.
Produktionskrise in der Autoindustrie: Neuzulassungen im April eingebrochen
Die Produktionskrise in der Autoindustrie hat im April für einen Einbruch bei den Neuzulassungen gesorgt. Im vergangenen Monat wurden 180.264 Neuwagen zugelassen, das waren 21,5 Prozent weniger als im April 2021, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Mittwoch mitteilte. Schon im März waren die Neuzulassungen um 17,5 Prozent gesunken.
Feuerwehr befreit sechs Monate alte Zwillinge aus Auto in Hagen
In Hagen hat die Feuerwehr sechs Monate alte Zwillinge aus einem in der Sonne geparkten Auto befreit. Ein Zeuge wählte den Notruf, als er am Dienstagabend zwei Babys allein in einem Wagen auf einem Parkplatz sitzen sah, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Eins der Kinder habe lautstark geweint. Das Auto stand demnach ungeschützt in der Sonne, lediglich ein Fenster war einen Spalt breit geöffnet.
Klage von Bio-Bauer gegen VW wird im Mai vor Detmolder Gericht verhandelt
Vor dem Detmolder Landgericht beginnt am 20. Mai die öffentliche Verhandlung einer von der Umweltschutzorganisation Greenpeace unterstützten Klage eines Bio-Landwirts gegen Volkswagen. Der Bauer klage auf Unterlassung der "übermäßigen" Emission von Kohlendioxid, teilte das Gericht am Mittwoch mit.
Bastian Schweinsteiger laut Ehefrau Ana Ivanovic "der Lustige" in Kindererziehung
Bei Fußballweltmeister Bastian Schweinsteiger und Tennisstar Ana Ivanovic sind die Elternrollen bei ihren beiden kleinen Söhnen klar verteilt. "Bastian ist der Lustige, ich bin eher die Strenge", sagte die 34-jährige Ivanovic der Illustrierten "Gala" laut Mitteilung vom Mittwoch. "Aber wenn Bastian ihnen etwas Süßes gibt, erzählen sie es mir inzwischen sofort, weil sie wissen, dass ich es ihnen nicht erlauben würde."
Lilly Becker hält trotz Verurteilung weiter zu Noch-Ehemann Boris Becker
Lilly Becker, Noch-Ehefrau des wegen Insolvenzverschleppung zu einer Haftstrafe verurteilten früheren Tennisstars Boris Becker, will weiter zu ihm halten. "Ich trage noch immer seinen Nachnamen – und das tue ich auch weiterhin voller Stolz und Würde", sagte die 45-Jährige dem Magazin "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. 2018 hatte sich das Paar getrennt und lebt seitdem in Scheidung.
Ein Drittel der Lkw-Fahrer ist 55 und älter
Die Speditionsbranche hat ohnehin Probleme bei der Rekrutierung neuer Fahrerinnen und Fahrer - und die aktuelle Altersstruktur der Beschäftigten dürfte das Problem künftig verschärfen: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Fahrerinnen und Fahrer war zuletzt 55 Jahre alt und älter und dürfte demnächst aus dem Beruf ausscheiden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Insgesamt arbeiteten 2021 rund 480.000 Menschen als Berufskraftfahrer.
Ermittlungen nach tödlicher Messerattacke auf Frau im niedersächsischen Burgdorf
Nach einem tödlichen Messerangriff auf eine 35-Jährige im niedersächsischen Burgdorf sind die Hintergründe weiter unklar. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch in Hildesheim und Hannover mitteilten, äußerte sich der festgenommene 37-jährige Verdächtige zunächst nicht zu seinem Motiv. Er sollte im Lauf des Mittwochs einem Haftrichter vorgeführt werden.
Söder nennt Rücktritt von CSU-Generalsekretär "menschliche Tragödie"
CSU-Chef Markus Söder hat den Rücktritt von Generalsekretär Stephan Mayer als "menschliche Tragödie" bezeichnet. "Heute ist ein bitterer Tag - ich bin auch persönlich sehr betroffen", sagte Söder am Mittwoch vor Journalisten in München. Er kündigte an, dass die Nachfolge "zeitnah" geklärt werden solle. Mit dem CSU-Präsidium wolle er sich noch am Mittwoch in einer Telefonschalte austauschen.
Deutschland verzeichnete in erstem Coronajahr 2020 weniger Aus- und Zuwanderer
Im ersten Coronajahr 2020 sind deutlich weniger Menschen nach Deutschland ein- oder aus der Bundesrepublik ausgewandert. Die Zahl der Umzüge innerhalb des Landes blieb dagegen nahezu stabil, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Demnach sank die Zahl der Menschen, die 2020 aus dem Ausland zuzogen, gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent. Die Zahl derjenigen, die aus Deutschland ins Ausland zogen, ging parallel um 22 Prozent zurück.
IfW: Russland kann auch bei Öl-Embargo finanziell lange durchhalten
Auch ein Öl-Embargo wird Russland laut Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel nicht zu einem schnellen Einlenken im Ukraine-Krieg bewegen. "Der Westen wird langes Durchhaltevermögen zeigen müssen", erklärte der IfW-Handelsexperte, Rolf Langhammer, am Mittwoch. Die aktuelle Situation des russischen Haushalts und strukturelle Besonderheiten der Wirtschaft ermöglichten dem Land demnach ein "längeres Durchhalten" in Form einer auf "Autarkie setzenden Kriegswirtschaft".
Verfassungsbeschwerden gegen Auslieferungen nach Schweden und in Türkei erfolgreich
Wenn bestimmte Fragen ungeklärt sind, müssen Gerichte vor Entscheidungen über eine Auslieferung diese dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Klärung vorlegen. Zwei Männer seien in ihrem Recht auf den gesetzlichen Richter verletzt worden, weil dies nicht geschehen sei, erklärte das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch in Karlsruhe. Es ging um einen Afghanen und einen Türken, die nach Schweden und in die Türkei abgeschoben werden sollten. (Az. 2 BvR 2069/21 und 2 BvR 1713/21)
UN-Generalsekretär fordert sichere und "würdige" Rückkehr nigerianischer Flüchtlinge
UN-Generalsekretär António Guterres hat eine sichere Rückkehr von Flüchtlingen in den Nordosten Nigerias gefordert. "Lassen Sie uns eine Lösung für die Menschen finden, indem wir die nötigen Voraussetzungen schaffen, Sicherheit und Entwicklung, damit sie sicher und in Würde nach Hause zurückkehren können", sagte Guterres am Dienstag bei einen Besuch in einem Flüchtlingslager in Maiduguri.
Privates Spendenvolumen im März um 163 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen
Im ersten vollständigen Monat des russischen Kriegs gegen die Ukraine ist das private Spendenvolumen um 163 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen. Insgesamt spendeten im März 8,75 Millionen Menschen 912 Millionen Euro, wie der Deutsche Spendenrat am Dienstagabend mitteilte. Gegenüber den durch die Coronapandemie hinsichtlich der Spendenentwicklung stark positiv geprägten Vorjahresmonaten war dies dem Spendenrat zufolge eine "deutliche Steigerung". So wurden im März 2020 352 Millionen Euro und im März 2021 347 Millionen Euro gespendet.
Nordkorea nimmt offenbar weiteren Raketentest vor
Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas und Japans einen weiteren Raketentest vorgenommen. Eine ballistische Rakete sei in Richtung des Meeres östlich der koreanischen Halbinsel abgefeuert worden, teilte der südkoreanische Generalstab am Mittwoch mit. Japan bestätigte die Angaben. Beide Länder verurteilten das Vorgehen des nordkoreanischen Militärs, das in diesem Jahr bereits eine Reihe von Raketentests vorgenommen hat.
Haftstrafe für früheren Schwimmtrainer wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in Köln
Ein früherer Schwimmtrainer ist am Landgericht Köln wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der 38-Jährige soll für drei Jahre und sechs Monate in Haft, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Das Urteil erging am Dienstag nach vier Verhandlungstagen.
Deutschlands Exporte im März gesunken
Der Ukraine-Krieg hat dafür gesorgt, dass Deutschlands Exporte im März zurückgegangen sind. Der Wert der Ausfuhren sank von Februar bis März um 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Die Exporte nach Russland brachen demnach um über 60 Prozent ein; ihr Wert betrug nur noch 900 Millionen Euro. Die Importe aus Russland - vor allem Kohle, Öl und Gas - gingen dagegen nur um 2,4 Prozent zurück: auf 3,6 Milliarden Euro.
CSU-Vize Weber erwartet rasche Nachfolge für Amt des CSU-Generalsekretärs
Der stellvertretende CSU-Chef Manfred Weber erwartet nach dem Rücktritt von Generalsekretär Stephan Mayer eine rasche Klärung der Nachfolge. "Wir sind in Beratungen, wir sind in Gesprächen und werden in den nächsten Tagen entscheiden", sagte Weber am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Mögliche Favoriten für das mit Blick auf die Landtagswahl in Bayern nächstes Jahr wichtige Amt wollte Weber nicht nennen.
EZB-Direktorin Schnabel hält Zinserhöhung im Juli für möglich
EZB-Direktorin Isabel Schnabel hält es angesichts der hohen Inflation im Euro-Raum für erforderlich, den Kurs in der Geldpolitik rasch anzupassen. "Jetzt reicht es nicht mehr zu reden, wir müssen handeln", sagte sie dem "Handelsblatt" vom Mittwoch. "Aus heutiger Sicht halte ich eine Zinserhöhung im Juli für möglich." Zuvor sollten die Nettozukäufe von Anleihen eingestellt werden, voraussichtlich Ende Juni.
SPD-Außenpolitiker Roth: Putin verliert durch EU-Ölembargo wichtigsten Markt
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), hat die EU-Pläne für ein Ölembargo gegen Russland begrüßt. Der russische Präsident Wladimir Putin verliere "mit der EU seinen mit Abstand wichtigsten Markt", erklärte Roth am Mittwoch auf Twitter. "Kurzfristig kann er das auf dem Weltmarkt auch nicht kompensieren."
Wissing hofft auf rege Nutzung des Neun-Euro-Tickets
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hofft auf eine große Resonanz beim Neun-Euro-Ticket für den ÖPNV. "Wenn es einen richtigen Ansturm gibt, dann heißt es ja, dass wir mit der Maßnahme genau richtig liegen, denn wir wollen ja, dass der ÖPNV stärker genutzt wird. Das wäre dann ein Zeichen des Erfolgs des Tickets", sagte Wissing am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".
Ifo-Umfrage: Autohersteller blicken pessimistisch auf die kommenden Monate
Die Autohersteller in Deutschland blicken laut Umfrage des Ifo-Instituts pessimistisch auf die kommenden Monate. Sie seien verunsichert aufgrund des Kriegs in der Ukraine, erklärte das Institut am Mittwoch. Der vom Ifo ermittelte Index der Erwartungen fiel von minus 21,8 Punkten im März auf minus 30,4 Punkte im April.
NHL: Sturm mit erfolgreichem Play-off-Auftakt
Eishockey-Profi Nico Sturm hat einen erfolgreichen Start in die Play-offs der nordamerikanischen NHL gefeiert. Mit der Colorado Avalanche gewann der 27-Jährige das Achtelfinal-Auftaktspiel gegen die Nashville Predators mit 7:2, allein im ersten Drittel erzielte das Team um Sturm fünf Treffer. Sturm blieb ohne Scorerpunkt. Das zweite Spiel in der Best-of-seven-Serie findet in der Nacht zu Freitag statt.
Ohne Theis: Boston gleicht in den NBA-Play-offs aus
Ohne Basketball-Nationalspieler Daniel Theis haben sich die Boston Celtics in den Play-offs der nordamerikanischen Profiliga NBA erfolgreich zurückgemeldet. Im zweiten Spiel des Viertelfinals gegen Titelverteidiger Milwaukee Bucks setzte sich der Rekordmeister deutlich mit 109:86 durch und glich in der "best of seven"-Serie zum 1:1 aus. Bester Werfer der Celtics war Jaylen Brown mit 30 Punkten. Theis kam nicht zum Einsatz.
Buchwald kritisiert Stuttgarter Kaderplanung
Ehrenspielführer Guido Buchwald hat die Zusammenstellung des Kaders beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart kritisiert. "Man hat in der Kaderplanung zu sehr auf feine Fußballer und sehr viel auf Jugend gesetzt. Man kann nicht immer in die Zukunft investieren und die Gegenwart vergessen. Das ist ein Grund warum der VfB so schlecht da steht", sagte der Weltmeister von 1990 gegenüber Sky.
Pesic nach EuroLeague-Run stolz: "Man kann nur großen Respekt haben"
Marko Pesic hat mit gemischten Gefühlen auf das erneute Ausscheiden der Basketballer des FC Bayern im Viertelfinale der EuroLeague reagiert. "Natürlich bin ich und sind wir alle enttäuscht, dass es wieder nicht gereicht hat", sagte der Geschäftsführer bei MagentaSport: "Aber man kann nur großen Respekt haben vor den Jungs."
Erst verärgert, dann Kusshändchen: Klopp ist "echt glücklich"
Eine Halbzeit lang war Jürgen Klopp seine Verärgerung anzusehen, am Ende warf er mit einem zufriedenen Lächeln den mitgereisten Anhängern des FC Liverpool Kusshändchen zu. Beim widerspenstigen FC Villarreal genügte den Reds eine überzeugende Leistung nach der Pause, um nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 (0:2) souverän ins Endspiel der Champions League am 28. Mai im Stade de France bei Paris einzuziehen. Gegner wird Real Madrid oder Manchester City sein.
Russland greift Stahlwerk in Mariupol erstmals mit Panzern an
Russland hat einen Großangriff auf die letzte Bastion ukrainischer Kämpfer in Mariupol begonnen. Erstmals griffen am Dienstag russische Bodentruppen und Panzer das Asow-Stahlwerk in der südostukrainischen Hafenstadt an, wie das in dem Werk verschanzten Asow-Regiments im Onlinedienst Telegram erklärte. Unterdessen gingen die russischen Angriffe im Rest der Ukraine weiter.