Letzte Nachrichten
CDU und Grüne in Nordrhein-Westfalen wollen Koalitionsgespräche zügig beenden
CDU und Grünen in Nordrhein-Westfalen streben nach der Landtagswahl vom 15. Mai einen schnellen Abschluss ihrer Koalitionsverhandlungen bis Ende Juni an. Das teilten beiden Parteien am Freitag in Düsseldorf mit. Demnach einigten sich ihre Verhandlungsteams auf einen Fahrplan, demzufolge die Gespräche bis zum 25. Juni beendet sein sollen. An diesem Tag soll der fertig ausgehandelte Koalitionsvertrag von Parteitagen beraten und gebilligt werden.
88-Jährige in Wohnhaus in Riesa eingemauert
Eine 88-Jährige ist in einem Wohnhaus im sächsischen Riesa eingemauert worden. Die Leiche der Frau wurde bereits am Wochenende im Keller gefunden, nachdem ihr 62-jähriger Sohn am Mittwoch vergangener Woche schwer in dem Haus gestürzt war und in ein Krankenhaus kam, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Dresden am Freitag mitteilten. Der Anfangsverdacht eines Tötungsdelikts erhärtete sich bislang nicht.
Impfschummler Anfang neuer Trainer bei Dynamo Dresden
Markus Anfang hat sieben Monate nach seinem Impfpass-Skandal bei Werder Bremen einen neuen Job im deutschen Fußball gefunden. Beim Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden unterschrieb der gebürtige Kölner zwei Tage vor seinem 48. Geburtstag einen Vertrag bis 2024. An der Elbe trat der frühere Profi damit die Nachfolge von Guerino Capretti an, der bei den Sachsen nach dem verpassten Klassenerhalt Ende Mai entlassen worden war.
EU ringt um "Koalition der Willigen" zur Flüchtlingsaufnahme
Nach jahrelangem Streit um die Flüchtlingsaufnahme will Frankreich mit deutscher Hilfe eine "Koalition der Willigen" schmieden: Der französische Ratsvorsitz wollte am Freitag beim EU-Innenministertreffen in Luxemburg die Einigung auf eine freiwillige Umverteilung von Flüchtlingen erreichen, die vor allem über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind. "Deutschland ist auf jeden Fall dabei", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Österreich warnte dagegen vor einem "falschen Signal" an Schlepper.
Bundesrat lässt Rentenerhöhung zum 1. Juli passieren
Der kräftigen Rentenerhöhung zum 1. Juli steht nichts mehr im Wege: Der Bundesrat ließ am Freitag die in der Vorwoche vom Bundestag verabschiedete Erhöhung passieren. Demnach steigen die Altersbezüge um 5,35 Prozent in Westdeutschland und um 6,12 Prozent in Ostdeutschland.
Ifo-Umfrage: Materialknappheit auf Baustellen erreicht Höchststand
Die Materialknappheit auf deutschen Baustellen hat laut einer Umfrage des Ifo-Instituts ihren höchsten Stand seit 1991 erreicht. Im Mai meldeten im Hochbau 56,6 Prozent der befragten Unternehmen Knappheit, nach 54,2 Prozent im Vormonat, wie das Ifo am Freitag in München mitteilte. Im Tiefbau wurden demnach 44,8 Prozent ermittelt. Von diesen Unternehmen berichteten wiederum 91,1 Prozent, dass der Krieg in der Ukraine die Materialengpässe verschärft habe.
Bundesrat macht Weg frei für Erhöhung des Mindestlohns
Der Bundesrat hat am Freitag grünes Licht für die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde gegeben. Die Erhöhung soll ab Oktober wirksam werden, der Bundestag hatte das entsprechende Gesetz bereits in der vergangenen Woche verabschiedet. Von der Erhöhung des Mindestlohns sollen fast sieben Millionen Menschen im Niedriglohnbereich profitieren.
Anklage wegen mutmaßlichen Millionenbetrugs mit Masken in Bayern erhoben
Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat gegen zwei Geschäftsleute Anklage wegen eines mutmaßlichen Millionenbetrugs mit Masken erhoben. Die Geschäftsführer einer Firma im Raum Neumarkt in der Oberpfalz sollen im April 2020 in mehreren Fällen dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt mehr als zweieinhalb Millionen medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken verkauft haben, die zur Hälfte nicht der vereinbarten Qualität entsprachen, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.
Kaspersky scheitert in Karlsruhe mit Verfassungsbeschwerde zu Warnung vor Virensoftware
Der russische Hersteller Kaspersky ist vor dem Bundesverfassungsgericht mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die Warnung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor seiner Virenschutzsoftware gescheitert. Das Gericht nahm die Beschwerde wegen Unzulässigkeit nicht zur Entscheidung an, wie es am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Zunächst müssten - nach bereits ergangenen Eilentscheidungen - die Entscheidungen der Fachgerichte in der Hauptsache abgewartet werden. (Az. 1 BvR 1071/22)
Frau und Kind bei Gewalttat an Grundschule in Esslingen schwer verletzt
Bei einer Gewalttat an einer Grundschule in Esslingen in Baden-Württemberg sind am Freitag eine Frau und ein Kind schwer verletzt worden. Ein Verdächtiger befinde sich auf der Flucht, sagte ein Sprecher der Polizei in Reutlingen. Medienberichten zufolge soll es sich um eine Messerattacke gehandelt haben.
Kritik an Biden wegen Ausladung linksgerichteter Staatschefs von Amerika-Gipfel
Gegenwind für Gastgeber Joe Biden beim Amerika-Gipfel in Los Angeles: Die Entscheidung, Kuba, Nicaragua und Venezuela nicht zu dem Treffen einzuladen, hat dem US-Präsidenten am Donnerstag scharfe Kritik eingebracht. "Als Gastgeber des Gipfels hat man nicht das Recht, über die Teilnahme von Ländern des Kontinents zu entscheiden", sagte der argentinische Präsident Alberto Fernández. Weniger konfliktreich verlief Bidens erstes Treffen mit dem brasilianischen Staatschef Jair Bolsonaro.
Paderborner Erzbischof Becker bittet Papst um Entpflichtung von Aufgaben
Kurz nach seinem 75. Geburtstag hat der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker Papst Franziskus um eine Versetzung in den Ruhestand gebeten. "Ich spüre, dass der Zeitpunkt einer verantwortungsvollen Übergabe meines Amts und der damit verbundenen Aufgaben nun gekommen ist", erklärte Becker nach Angaben seines Erzbistums vom Freitag in seinem persönlichen Schreiben an Franziskus.
Bundesrat gibt grünes Licht für Bundeswehr-Sondervermögen
Eine Woche nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat der Einrichtung eines Sondervermögens für die Bundeswehr mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro zugestimmt. Die Länderkammer stimmte am Freitag mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit der Änderung des Grundgesetzes zu. Sie billigte außerdem das bereits vom Bundestag verabschiedete Gesetz, das die Ausgestaltung des Sondervermögens regelt.
Scholz zu Auftakt von Balkan-Reise im Kosovo eingetroffen
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist zum Auftakt seiner zweitägigen Balkanreise im Kosovo eingetroffen. Scholz landete am Freitagvormittag auf dem Flughafen der kosovarischen Hauptstadt Pristina, wo er mit Ministerpräsident Albin Kurti zusammenkommen sollte. Zentrales Thema der Visite sind die EU-Perspektiven des Landes, das bisher nur den Status eines möglichen Beitrittskandidaten hat. Im Anschluss besucht Scholz das deutsche Kontingent der Nato-geführten Kfor-Stabilisierungmission, die seit dem Ende des Kosovo-Krieges 1999 vor Ort ist.
Ein Fünftel mehr Einbürgerungen in vergangenem Jahr
Im vergangenen Jahr sind in Deutschland rund 131.600 Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert worden. Das waren etwa 21.700 oder ein Fünftel mehr als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Der Anstieg war vor allem auf syrische Staatsangehörige zurückzuführen, deren Einbürgerungen sich 2021 fast verdreifachten.
Chef von Limburger Priesterseminar nach Vorwürfen tot aufgefunden
Der Chef des Priesterseminars im Bistum Limburg ist nach Vorwürfen eines "übergriffigen" Verhaltens tot aufgefunden worden. Christof May sei am Donnerstag leblos entdeckt worden, sagte eine Sprecherin des Bistums am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.
Lehrerverband fordert schnelle Rechtsgrundlage für neue Maskenpflicht in Schulen
Der Lehrerverband hat wegen der erwarteten starken Zunahme der Corona-Infektionen im Herbst schon jetzt Konsequenzen gefordert und zugleich die FDP scharf kritisiert. "Für uns ist ganz wichtig, dass die Politik jetzt im Sommer alle Voraussetzungen und Instrumente dafür schafft und bereit stellt, damit wir im Herbst auf alle möglichen Szenarien an den Schulen schnell und effektiv reagieren können", sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Freitag.
Krankenhäusern droht durch Inflation zusätzliches Milliardenloch
Angesichts der steigenden Inflation stehen die deutschen Kliniken einem Bericht zufolge vor einem neuen Milliardenloch. Für das laufende Jahr werde bundesweit ein außerplanmäßiger Kostenanstieg von rund 1,45 Milliarden Euro erwartet, berichtete die "Augsburger Allgemeine" am Freitag unter Berufung auf Berechnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft. "Die Lage vieler Kliniken ist dramatisch", sagte deren Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß. Schon vergangenes Jahr hätten 60 Prozent der Kliniken rote Zahlen geschrieben, diese Situation drohe sich nun zu verschärfen.
Lauterbach: Deutschland hilft bei Versorgung von Schwerverletzten in der Ukraine
Deutschland wird sich nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) intensiv bei der Versorgung von Verletzten in der Ukraine engagieren. "Wir bieten an Hilfe bei Prothesen, Hilfe bei Brandverletzungen, wir wollen telemedizinische Versorgung anbieten", sagte Lauterbach, der am Freitag auf dem Weg in die Ukraine war, im ARD-"Morgenmagazin.
Borger/Sude: WM wird "Überraschungskiste"
Nach einer durchwachsenen Vorbereitung haben sich die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude zurückhaltend bezüglich ihrer WM-Ziele geäußert. "Wir haben uns im Vorfeld mit Kranksein abgewechselt", sagte Sude dem SID. Eine richtige Vorbereitung auf das Turnier in Rom (10. bis 19. Juni) habe es nicht gegeben: "Es wird eine Überraschungskiste, glaube ich."
Bremens Bürgermeister verteidigt Pläne für Übergewinnsteuer
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat die beabsichtigte Steuer auf übermäßige Unternehmensgewinne in Kriegs- und Krisenzeiten verteidigt. Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten und Energiepreise müssten die vom Bund beschlossenen Entlastungspakete finanziert werden, sagte Bovenschulte am Freitag im ARD-"Morgenmagazin".
Inlandstourismus erholt sich über Ostern deutlich
Der Tourismus in Deutschland hat sich im April weiter vom pandemiebedingten Einbruch erholt. Die Beherbergungsbetriebe verbuchten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mehr als viermal so viele Übernachtungen wie im Vorjahresmonat und mehr als acht mal so viele wie im ersten Corona-April 2020. Wie das Bundesamt am Freitag weiter mitteilte, lagen die Übernachtungszahlen damit noch gut elf Prozent niedriger als im April des Vorkrisenjahres 2019.
Tatverdächtiger nach tödlichem Rempler auf Hamburger S-Bahnhof festgenommen
Die Polizei hat nach einem tödlichen Rempler auf einem Hamburger S-Bahnhof einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 62-Jährige wurde am Donnerstagabend am Hamburger Flughafen verhaftet, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Er gelte als dringend verdächtig, einen 56-Jährigen am Dienstag absichtlich angerempelt und dadurch zu Fall gebracht zu haben. Das Opfer wurde von einem Zug erfasst und getötet. Demnach zeichneten Überwachungskameras den Vorfall auf.
Bei Kanada-Comeback: Davies mit Doppelpack
Alphonso Davies hat sich nach seiner Zwangspause eindrucksvoll in Kanadas Fußball-Nationalmannschaft zurückgemeldet. Der 21 Jahre alte Profi von Bayern München, der wegen einer Herzmuskelentzündung nach einer Corona-Infektion lange aussetzen musste, erzielte beim 4:0 (2:0)-Sieg der Nordamerikaner gegen Curacao in der CONCACAF Nations League zwei Treffer.
NBA: Curry trotz Fußblessur einsatzbereit
Topstar Stephen Curry wird den Golden State Warriors trotz seiner Fußblessur in den Finals der NBA weiter zur Verfügung stehen. Der 34-Jährige meldete sich vor dem vierten Spiel der Serie gegen die Boston Celtics einsatzbereit. "Ich werde spielen", sagte Curry zur Partie, die in der Nacht zum Samstag (3.00 Uhr/DAZN) stattfindet.
NHL: Tampa Bay vor erneutem Finaleinzug
Titelverteidiger Tampa Bay Lightning fehlt nur noch ein Sieg zum erneuten Einzug in die Stanley-Cup-Finals. Das Team aus Florida hat das fünfte Spiel der Halbfinal-Serie der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL bei den New York Rangers 3:1 gewonnen und nimmt mit einer 3:2-Führung weiter die dritte Meisterschaft in Serie in den Blick.
Basketball-Star James träumt von NBA-Team in Las Vegas
Der viermalige NBA-Champion LeBron James träumt von einem eigenen Basketball-Team in Las Vegas. "Ich würde gerne eine Mannschaft besitzen. Ich will ein NBA-Team kaufen, ganz klar. Und ich möchte, dass es in Vegas sein wird", sagte der 37-Jährige in seiner Talkshow "The Shop".
Punkte oder Crash? Schumacher will "das richtige Maß finden"
Mick Schumacher will in der Formel 1 endlich den Mittelweg finden zwischen dem Weg in die Punkteränge und einem kostspieligen Unfall. "Wir wollen Punkte holen, und dafür müssen wir in gewisser Weise ins Risiko gehen", sagte der Haas-Pilot vor dem Großen Preis von Baku (Sonntag, 13.00 Uhr/Sky): "Es liegt an mir, das richtige Maß zu finden."
Schröder: Schalkes Ziel ist "ganz klar der Klassenerhalt"
Der Vorstandsvorsitzende Bernd Schröder vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 hat um Verständnis für den anhaltenden Sparkurs des Aufsteigers geworben. "Nur weil wir jetzt aufgestiegen sind und alle zusammen eine wirklich tolle Zeit erlebt haben, ist die Welt für uns nicht großartig anders geworden", sagte der 56-Jährige in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Durchwachsene Vorbereitung für Borger/Sude: WM wird "Überraschungskiste"
Nach einer durchwachsenen Vorbereitung haben sich die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude zurückhaltend bezüglich ihrer WM-Ziele geäußert. "Wir haben uns im Vorfeld mit Kranksein abgewechselt", sagte Sude dem SID. Eine richtige Vorbereitung auf das Turnier in Rom (10. bis 19. Juni) habe es nicht gegeben: "Es wird eine Überraschungskiste, glaube ich."
Blutspenden vor Sommerferien massiv eingebrochen
Die Blutspenden sind vor den Sommerferien massiv eingebrochen. Es gebe im Moment bis zu 30 Prozent weniger Spenden, sagte ein Sprecher des Blutspendediensts des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in München der Nachrichtenagentur AFP. "Es gibt kaum Puffer, kaum Reserven, in den Regalen ist es fast überall leer."
Iran schaltet Überwachungskameras in Atomanlagen ab - IAEA höchst besorgt
Die Wiederbelebung des Atom-Abkommens mit dem Iran steht auf der Kippe. Die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) warnte am Donnerstag vor einem "fatalen Schlag" für die Verhandlungen, nachdem der Iran die Abschaltung von einer Reihe von Überwachungskameras in seinen Atomanlagen angekündigt hatte. Deutschland, Frankreich und Großbritannien forderten Teheran auf die "nukleare Eskalation" einzustellen.