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Britische Regierung gibt grünes Licht für Auslieferung von Assange an die USA
Die britische Regierung hat grünes Licht für die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange an die USA gegeben. Innenministerin Priti Patel unterzeichnete eine entsprechende Auslieferungsanweisung, wie ihr Ministerium am Freitag mitteilte. Assange hat demnach 14 Tage Zeit, um gegen die Entscheidung der britischen Regierung vorzugehen. Dem Australier droht in den USA wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan lebenslange Haft.
Gewerkschaft warnt vor massivem Handwerkermangel auf dem Bau
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt vor einem massivem Handwerkermangel: Dem Bau drohe ein "Burnout", erklärte die Gewerkschaft am Freitag. Allein der Wohnungsbau mit Neubau, Umbau, klima- und seniorengerechter Sanierung sei ein Mammutprogramm für die Firmen, das mit den vorhandenen, ohnehin voll ausgelasteten Kräften kaum zu schaffen sei.
Erste Hitzewelle des Jahres könnte tropische Nächte und neue Rekordwerte bringen
In der ersten Hitzewelle dieses Sommers erwarten Meteorologen örtlich tropische Nächte und möglicherweise neue Rekordtemperaturen. Am Samstag könnte der Rekord für die zweite Junidekade "wackeln", für die der bisherige Topwert von 38,3 Grad Celsius am 18. Juni 2002 im nordrhein-westfälischen Herten erreicht wurde, wie Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag berichtete. Im Südwesten sei dieser Temperaturwert "lokal in Reichweite".
Chrupalla fordert Überwindung der "destruktiven Stimmung" in der AfD
AfD-Chef Tino Chrupalla hat zum Auftakt des Bundesparteitags im sächsischen Riesa ein Ende der parteiinternen Grabenkämpfe gefordert. Es gehe darum, "hier und heute gemeinsam die destruktive Stimmung der vergangenen Zeit hinter uns zu lassen", sagte Chrupalla am Freitag. Mit Blick auf die Schwäche der AfD im Westen räumte er ein, es gebe "keine Patentrezepte", mit denen die Partei überall gleichermaßen Erfolg haben könne.
Trump hetzte nach US-Wahl laut Zeugen seine Anhänger gegen Vize Pence auf
Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seinen Stellvertreter Mike Pence laut Zeugen bei den Ereignissen rund um die Erstürmung des US-Kapitols massiv unter Druck gesetzt und seine teils gewaltbereiten Anhänger gegen ihn aufgehetzt. Der damalige Staatschef habe "unerbittlich" Druck auf Pence ausgeübt, die Bestätigung des Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden am 6. Januar 2021 zu blockieren, berichteten Zeugen am Donnerstag vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss.
Vor EM-Start: DFB-Frauen rutschen in Weltrangliste ab
Kurz vor dem EM-Start sind die deutschen Fußballerinnen in der Weltrangliste einen Platz abgerutscht. In dem am Freitag vom Weltverband FIFA veröffentlichten Ranking stehen die DFB-Frauen auf Rang fünf. Angeführt wird die Weltrangliste weiter von den USA, Schweden und Frankreich.
Bewohner von Los Angeles müssen am 4. Juli auf privates Feuerwerk verzichten
Wegen der anhaltenden Hitze und extremen Dürre im Westen der USA müssen die Einwohner von Los Angeles in diesem Jahr auf ihr privates Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli verzichten. Angesichts der Gefahr von verheerenden Bränden seien diesmal nur professionelle Feuerwerkshows zu den Unabhängigkeitsfeiern zugelassen, erklärte der Anwalt der zweitgrößten US-Stadt, Mike Feuer. Alle anderen Feuerwerke seien "illegal".
Lauterbach will noch vor Sommerpause Entwurf für Infektionsschutzgesetz vorlegen
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht davon aus, dass noch vor der Sommerpause die Eckpunkte für das neue Infektionsschutzgesetz vorgelegt werden. "Aller Voraussicht nach werden wir das leisten können, so dass nach der Sommerpause dann der Beschluss erfolgen kann", sagte Lauterbach am Freitag in Berlin. Er sei derzeit mit Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) im "intensiven Gespräch" über die Reform des Infektionsschutzgesetzes, das in der geltenden Fassung zum 23. September ausläuft.
Macron muss bei zweiter Runde der Parlamentswahl um absolute Mehrheit fürchten
Kurz vor der entscheidenden Runde der französischen Parlamentswahl am Sonntag muss Präsident Emmanuel Macron um seine absolute Mehrheit fürchten. Eine "deutliche Mehrheit", um die er seine Anhänger zwischen den beiden Wahlrunden gebeten hatte, steht nach den jüngsten Umfragen auf der Kippe. Zwischen 255 und 305 Sitze könnte die Präsidentenpartei mit ihren Verbündeten laut zwei Umfragen vom Freitag bekommen. Für die absolute Mehrheit sind 289 Sitze nötig.
Humanitäre Lage im Osten der Ukraine laut UNO "extrem alarmierend"
Die humanitäre Lage im Osten der Ukraine ist laut dem UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) "extrem alarmierend". Wie das Büro am Freitag mitteilte, verschlechtert sich die Lage in der gesamten Ukraine und besonders im Donbass im Osten des Landes "schnell". Die Situation in und um die umkämpfte Stadt Sjewjerodonezk sei "besonders beunruhigend".
AfD zu dreitägigem Bundesparteitag in Riesa zusammengekommen
Die AfD ist am Freitag zu einem dreitägigen Bundesparteitag im sächsischen Riesa zusammengekommen. Die rund 600 Delegierten wählen unter anderem eine neue Parteispitze. Anträge zur Satzungsänderung zielen darauf, künftig auch eine Einzelspitze zu ermöglichen. Tino Chrupalla, der seit Ende 2019 Parteichef ist, kandidiert erneut; trotz der schweren Krise der Partei wird mit seiner Wiederwahl gerechnet. Die AfD ist tief gespalten, es herrscht Dauerstreit zwischen dem als gemäßigter geltenden und dem radikal rechten Flügel.
Lauterbach kündigt neue Impfkampagne und überarbeitetes Testkonzept an
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat für den Herbst eine neue Impfkampagne zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angekündigt. "Ziel ist ganz klar, dass wir besser in den Herbst hineingehen wollen, als wir das im letzten Jahr konnten und auch im Jahr davor", sage Lauterbach am Freitag in Berlin. Er erwarte, dass es ab September die von den Herstellern angepassten Corona-Impfstoffe geben werde.
Hitzewarnung für ein Drittel Frankreichs
Die ungewöhnlich frühe Hitzewelle in Frankreich dürfte am Freitag einen weiteren Höhepunkt erreichen: Nach Angaben des französischen Wetterdienstes werden die Temperaturen in Teilen des Südwestens 40 Grad und mehr erreichen. Davon betroffen sind demnach 37 der 101 Départements mit insgesamt 18 Millionen Einwohnern. Der Klimaexperte des französischen Wetterdienstes, Matthieu Sorel, sprach von der frühestens Hitzewelle seit 1947.
Scholz, Macron und Draghi nach Kiew-Besuch zurück in Polen
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Mario Draghi sind nach ihrem Besuch in Kiew am Freitag wieder in Polen eingetroffen. Ihr Sonderzug kam am Morgen im polnischen Przemysl an, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Von Polen aus waren die europäischen Staats- und Regierungschefs am Donnerstag auch in die Ukraine aufgebrochen.
Zoll findet mehr als sieben Kilogramm Korallen am Münchner Flughafen
Der Zoll hat am Münchner Flughafen mehr als sieben Kilogramm geschützter Korallen im Gepäck von Reisenden entdeckt. Die als Andenken erworbenen Korallen seien bei Röntgenkontrollen in Koffern von Passagieren aus Thailand und Curaçao gefunden und beschlagnahmt worden, teilte der Zoll am Freitag in der bayerischen Hauptstadt mit. Der Fund erfolgte demnach bereits Anfang Juni.
Union und Grüne in "Politbarometer" fast gleichauf
Union und Grüne liegen im aktuellen ZDF-"Politbarometer" fast gleichauf. CDU und CSU bleiben zwar mit weiterhin 26 Prozent auf dem ersten Platz, die Grünen folgen jedoch mit nun 25 Prozent (plus ein Prozentpunkt) in der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen knapp dahinter. Die SPD verharrt mit 22 Prozent auf dem dritten Platz.
Familienvater fällt in Rheinland-Pfalz von Buhne in Rhein und ertrinkt
In Rheinland-Pfalz ist ein 49-jähriger Familienvater von einer Buhne abgerutscht und im Rhein ertrunken. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich das Unglück am Donnerstag bei Bingen-Gaulsheim an einem Strand des Flusses. Demnach wollte der Mann gemeinsam mit seinen zwei Kindern im Alter von acht und elf Jahren sowie einem weiterer Menschen über die Buhne spazieren.
Japanische Zentralbank hält an lockerer Geldpolitik fest
Ungeachtet der Zinswende in zahlreichen Ländern wegen der hohen Inflation infolge des Ukraine-Kriegs hält die japanische Zentralbank an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Die Zentralbank beließ den Leitzins am Freitag bei minus 0,1 Prozent. Zugleich wiesen die Währungshüter in Tokio darauf hin, dass den Entwicklungen an den Finanz- und Devisenmärkten und den Auswirkungen auf Japans Wirtschaftstätigkeit und Preise "gebührende Aufmerksamkeit" geschenkt werden müsse.
Grünen-Chef Nouripour begrüßt EU-Beitrittsversprechen für Ukraine
Grünen-Chef Omid Nouripour hat den Besuch von Kanzler Olaf Scholz (SPD) in der Ukraine und die dort geäußerte Unterstützung für eine EU-Beitrittsperspektive des Landes begrüßt. Der Kandidatenstatus sei "nicht einfach nur ein Versprechen", sagte Nouripour am Freitag im "Morgenmagazin" des ZDF. "Das ist auch ein Stoppschild Richtung Russland." Die Ukraine-Reise von Scholz und anderen führenden EU-Regierungschefs sei "extrem wichtig und gut" gewesen.
Bericht: Bundesregierung erwägt neue Maskenpflicht ab Oktober
Die Bundesregierung erwägt laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" zum Schutz vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Herbst eine neue, generelle Maskenpflicht ab Oktober. Im Gespräch sei eine sogenannte "O-O-Regel", hieß es unter Berufung auf Angaben aus Regierungskreisen. Diese "Oktober bis Ostern-Regel" ist bislang vor allem als Empfehlung bekannt, für diesen Zeitraum Autos mit Winterreifen auszurüsten.
Steuerzahlerbund für Verkürzung des Tankrabatts auf einen Monat
Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, hat sich für ein vorzeitiges Ende des Tankrabatts ausgesprochen. "Am Ende erzeugt der Tankrabatt Verdruss über die Politik und das Gefühl der Machtlosigkeit, was die steigende Inflation betrifft", sagte Holznagel der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagsausgabe). "Das ist fatal."
China lässt dritten Flugzeugträger vom Stapel
China hat am Freitag seinen dritten Flugzeugträger in einer feierlichen Zeremonie vom Stapel gelassen. Die "Fujian", die technisch fortschrittlicher als die bisherigen Schiffe ist, wurde am Freitag in einer Shanghaier Werft zu Wasser gelassen, wie der staatliche Sender CCTV berichtete. Das Schiff ist der erste vollständig im Land entwickelte und gebaute Flugzeugträger und stellt für China einen wichtigen militärischen Fortschritt dar.
Südamerika bringt sich als WM-Gastgeber 2030 wieder ins Spiel
Die südamerikanischen Nationen Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay haben sich wieder als gemeinsame Ausrichter der Fußball-WM-Endrunde 2030 ins Spiel gebracht. "Zu ihrer 100-Jahr-Feier sollte die Weltmeisterschaft an ihre Originalstätte zurückkehren", forderte CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez nach einem Treffen der fünf Verbände in Paraguays Hauptstadt Asuncion.
WM 2026 findet in 16 Städten statt
Die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird in 16 Städten ausgetragen. Das teilte der Weltverband FIFA am Donnerstag im Rahmen einer Live-TV-Show in New York mit. Elf Austragungsorte sind in den USA, drei in Mexiko und zwei weitere in Kanada. Das Turnier wird erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen.
US Open: Kanadier Hadwin zum Auftakt vorn
Außenseiter Adam Hadwin hat bei den US Open der Golfprofis in Brookline/Massachusetts nach der ersten Runde die Führung übernommen. Der 34 Jahre alte Kanadier liegt mit 66 Schlägen einen Schlag vor einem Verfolger-Quintett mit Joel Damen aus den USA, dem Engländer Callum Tarren, MJ Daffue aus Südafrika, dem Schweden David Lingmerth und Rory McIlroy aus Nordirland.
Titeltraum für Theis geplatzt - Warriors NBA-Champion
Für die Boston Celtics und Nationalspieler Daniel Theis ist der große Traum vom NBA-Titel geplatzt. Der Rekordmeister der nordamerikanischen Basketball-Profiliga verlor das sechste Finale gegen die Golden State Warriors in eigener Arena 90:103 und die Best-of-seven-Serie mit 2:4. Boston verpasste die Chance, sich zum alleinigen Rekordchampion zu krönen.
Britischer Generalstabschef: Russland hat Ukraine-Krieg "strategisch verloren"
Nach Einschätzung des britischen Generalstabschefs Tony Radakin hat Russland den Krieg gegen die Ukraine bereits jetzt "strategisch verloren". Der Angriff auf das Nachbarland sei ein "entsetzlicher Fehler Russlands" gewesen, sagte Radakin in einem am Freitag veröffentlichen Interview mit der Nachrichtenagentur Press Association (PA). Mit seinem Krieg gegen die Ukraine habe Russland die Nato gestärkt und Finnland und Schweden dazu gebracht, einen Aufnahmeantrag bei dem Militärbündnis zu stellen.
Claudia Roth: Paul McCartney ist einer der genialsten Songwriter aller Zeiten
Ex-Beatle Paul McCartney ist für Kulturstaatsministerin Claudia Roth "einer der genialsten Songwriter aller Zeiten". Er habe sie "schon mein gesamtes Leben lang" begleitet, sagte die 67-jährige Grünen-Politikerin der Nachrichtenagentur AFP anlässlich des 80. Geburtstags des Briten am Samstag. "Mit den Beatles bin ich aufgewachsen, die lagen bereits bei meinen Eltern auf dem Plattenteller."
WTO meldet Durchbruch bei Verhandlungen über Fischerei und Impfstoff-Patente
Die Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) haben sich nach tagelangen Verhandlungen auf ein Abkommen zur Eindämmung schädlicher Fischereisubventionen geeinigt. Einigen konnten sich die 164 Teilnehmerstaaten einer Ministerkonferenz in Genf zudem auf eine Vereinbarung zur befristeten Aufhebung von Corona-Impfstoff-Patenten sowie zu einem Abkommen im Kampf gegen Ernährungsunsicherheit, wie die Organisation am frühen Freitagmorgen bekannt gab.
Ex-Richter: Trump-Plan nach US-Wahl hätte "Verfassungskrise" auslösen können
Ein Plan des früheren US-Präsidenten Donald Trump, sich trotz seiner Wahlniederlage 2020 an der Macht zu halten, hätte das Land nach Einschätzung eines früheren Bundesrichters in eine "Verfassungskrise" stürzen können. Der pensionierte Richter J. Michael Luttig sagte am Donnerstag vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Erstürmung zu Trumps Versuchen aus, seinen damaligen Stellvertreter Mike Pence dazu zu bringen, eine Zertifizierung des Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden zu blockieren.
Rede Putins bei Wirtschaftsforum in St. Petersburg erwartet
Beim diesjährigen internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg wird am Freitag eine Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin erwartet. Nach Angaben des Kreml will Putin dabei auf "unfaire" Wettbewerbs- und Handelsbedingungen sowie Sanktionen eingehen. Erwartet wird auch eine Ansprache des chinesischen Präsidenten Xi Jinping per Videoschalte - nicht dabei sind hingegen Vertreter von aus Sicht der russischen Regierung "unfreundlichen Ländern", wozu unter anderem die EU-Staaten und die USA gehören.
AfD kommt zu dreitägigem Bundesparteitag in Riesa zusammen
Die AfD kommt am Freitag (10.00 Uhr) zu einem dreitägigen Bundesparteitag im sächsischen Riesa zusammen. Die rund 600 Delegierten sollen unter anderem eine neue Parteispitze wählen. Anträge zur Satzungsänderung zielen darauf, künftig auch eine Einzelspitze zu ermöglichen. Tino Chrupalla, der seit Ende 2019 Parteichef ist, kandidiert erneut. Trotz der schweren Krise der AfD wird mit seiner Wiederwahl gerechnet. Wer für den Fall einer erneuten Doppelspitze an seine Seite treten könnte, ist offen.