Letzte Nachrichten
Zehnjährige tot in Jugendhilfeeinrichtung in Bayern gefunden
In einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung im bayerischen Wunsiedel ist eine Zehnjährige tot aufgefunden worden. Es sei von einem Tötungsdelikt auszugehen, teilten die Polizei Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Hof am Mittwoch mit. Demnach gebe es "Anzeichen für ein Fremdverschulden" am Tod des Mädchens. Berichte, laut denen drei minderjährige Jungen verdächtigt werden, bestätigten die Ermittler auf Nachfrage von AFP nicht.
Neuendorf ins FIFA-Council gewählt
DFB-Boss Bernd Neuendorf ist von den europäischen Nationalverbänden ins Council des Weltverbandes FIFA gewählt worden. Der 61-Jährige rückt für eine Amtszeit von zwei Jahren für Peter Peters nach, der seinen Posten nach der verlorenen Präsidentschaftswahl beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zur Verfügung gestellt hatte. Einen Gegenkandidaten für Neuendorf hatte es am Mittwoch auf dem 47. Kongress der Europäischen Fußball-Union UEFA in Lissabon nicht gegeben. Die Wahl fand deshalb per Akklamation statt.
Macron sieht "bedeutende Rolle" für China bei Suche nach Frieden für die Ukraine
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht für China wegen dessen enger Beziehung zu Russland eine "bedeutende Rolle" bei der Suche nach einer Friedenslösung für die Ukraine. Der im Februar vorgelegte chinesische Friedensplan zeige den "Willen, sich für eine Lösung des Konflikts zu engagieren", sagte Macron zu Beginn seines dreitägigen Staatsbesuchs am Mittwoch in Peking.
Umweltverbände feiern bevorstehenden Atomausstieg als großen Erfolg
Umweltverbände begrüßen den bevorstehenden Atomausstieg als großen Erfolg. "Wir haben es geschafft!", erklärte der Vorsitzende des BUND, Olaf Bandt, am Mittwoch in Berlin mit Blick auf die Abschaltung der letzten drei deutschen Atomkraftwerke am 15. April. Die Atomkraft ist aus, "und das ist gut so", sprach die Organisation ausgestrahlt von einem Grund zum Feiern. Verlangt wurde aber auch ein Ende der Brennelemente-Fertigung in Deutschland.
Ostermärsche in rund hundert Städten geplant
In rund hundert deutschen Städten finden am kommenden Wochenende wieder die traditionellen Ostermärsche statt. Die Aktionen stünden auch in diesem Jahr im Zeichen des Krieges in der Ukraine, erklärte das Netzwerk Friedenskooperative dazu am Mittwoch. Die Forderungen nach einem Waffenstillstand und der Aufnahme von Friedensverhandlungen seien vielerorts die zentralen Forderungen.
Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi mit Herzproblemen auf Intensivstation
Italiens langjähriger Regierungschef Silvio Berlusconi ist wegen Herzproblemen in die Intensivstation eines Krankenhauses in Mailand eingeliefert worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus dem Umfeld Berlusconis erfuhr, befindet sich der 86-Jährige auf der herzchirurgischen Station im Krankenhaus San Raffaele in der norditalienischen Stadt. Zuvor hatten bereits mehrere italienische Medien über Berlusconis Krankenhauseinlieferung berichtet.
Gesprächsanlauf zwischen Frankreichs Regierungschefin und Gewerkschaften erfolglos
Das erste Gespräch zwischen Frankreichs Premierministerin Elisabeth Borne und den Gewerkschaften seit der Verabschiedung der Rentenreform ist bereits nach einer Stunde ergebnislos beendet worden. "Ein Misserfolg", sagte Cyril Chabanier, ein Sprecher der Gewerkschaften, am Mittwoch in Paris. Borne sprach ihrerseits von einem "wichtigen Schritt".
Bundesanwaltschaft fordert bis zu acht Jahre Haft für mutmaßliche Linksextremisten
Im Prozess gegen vier mutmaßliche Linksextremisten vor dem Oberlandesgericht Sachsen hat die Bundesanwaltschaft mehrjährige Haftstrafen gefordert. Für die Hauptbeschuldigte Lina E. beantragte sie am Mittwoch in Dresden wegen einer Reihe von Angriffen auf Rechtsextreme acht Jahre Freiheitsstrafe. Die drei mitangeklagten Männer sollen nach dem Willen der Bundesanwaltschaft zwischen zwei Jahre und neun Monate sowie drei Jahre und neun Monate ins Gefägnis.
Lukaku wird rassistisch beleidigt - und vom Platz gestellt
Erst beleidigt, dann auch noch vom Platz gestellt: Ein Rassismus-Skandal um Stürmerstar Romelu Lukaku (29) hat das Halbfinal-Hinspiel im italienischen Pokal zwischen Juventus Turin und Inter Mailand (1:1) überschattet. Lukaku hatte für Inter per Strafstoß in der Nachspielzeit zum Ausgleich getroffen und war "vor, während und nach dem Elfmeter" rassistisch beschimpft worden, wie seine Agentur mitteilte. Nach seinem Tor wurde der Belgier mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.
Ceferin erneut zum UEFA-Präsidenten gewählt
Aleksander Ceferin ist erwartungsgemäß als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wiedergewählt worden. Der 55-Jährige wurde auf dem 47. Kongress in Lissabon für den Zeitraum bis 2027 im Amt bestätigt, einen Gegenkandidaten hatte es nicht gegeben. Die Abstimmung für den Einzelkandidaten fand statutengemäß per Akklamation statt, die Nationalverbände signalisierten also ihre breite Zustimmung durch Applaus.
Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Februar deutlich gestiegen
Der Auftragseingang der deutschen Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe hat im Februar stark zugelegt. Im Vergleich zum Vormonat stieg das Ordervolumen um 4,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Demnach handelt sich um den dritten Anstieg im Monatsvergleich in Folge und laut Wirtschaftsministerium den höchsten seit Juni 2021.
Bundeskabinett beschließt Gesetz gegen Lieferengpässe bei Arzneimitteln
Die Lieferengpässe bei bestimmten Arzneimitteln stellen viele Menschen vor große Probleme. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der das Problem beheben soll. Ein Kernpunkt: Der Kostendruck auf die Pharmahersteller soll gesenkt werden, damit die Produktion der Arzneien lohnenswerter wird - etwa durch die Abschaffung von Festbeträgen und Rabattverträgen bei bestimmten Mitteln.
Institute rechnen 2023 mit BIP-Wachstum von 0,3 Prozent und hoher Inflation
Die befürchtete Energiekrise in Europa ist im milden Winter ausgeblieben und weltweit entspannen sich die Lieferketten: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute des Landes haben daher ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr auf ein Wachstum von 0,3 Prozent angehoben. Die Inflation dürfte indes nur langsam zurückgehen und 2023 im Schnitt 6,0 Prozent betragen, heißt es in der am Mittwoch vorgestellten Gemeinschaftsdiagnose der Institute.
Pflegebeitrag soll steigen - Lauterbach will mehr Mittel für häusliche Pflege
Die Pflege ist in Deutschland eine Dauerbaustelle - von finanziellen Problemen der Pflegeversicherung über hohe Eigenbeiträge für Menschen in Pflegeheimen bis hin zum Fachkräftemangel. Bei einigen Punkten soll nun ein Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Abhilfe schaffen, den das Kabinett am Mittwoch beschloss. Dazu gehört auch eine Beitragserhöhung.
Finnische Regierungschefin will nach Wahlniederlage Parteivorsitz abgeben
Die finnische Regierungschefin Sanna Marin hat nach der Niederlage bei der Parlamentswahl ihren Rückzug vom Vorsitz der sozialdemokratischen Partei angekündigt. "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich auf dem nächsten Parteitag im September nicht mehr um den Vorsitz (...) kandidieren werde", sagte Marin am Mittwoch in Helsinki. Sie wolle jedoch weiter ihr Mandat als Abgeordnete ausüben.
Mann sticht 33-Jährige in Berliner Linienbus nieder
Ein Unbekannter hat in einem Berliner Linienbus eine 33-Jährige niedergestochen und lebensbedrohlich verletzt. Gegen den Mann werde nun wegen eines versuchten Tötungsdelikt ermittelt, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Die Tat ereignete sich am Dienstagnachmittag im Stadtteil Wedding.
Studie: Befristet Beschäftigte pendeln länger zur Arbeit als unbefristete
Befristet Beschäftigte pendeln einer Statistik zufolge länger zur Arbeit als unbefristete. Männer mit einem befristeten Arbeitsvertrag pendeln um sechs Prozent länger, als wenn sie unbefristet beschäftigt sind, teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Mittwoch in Wiesbaden mit. Sind sie bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt, verlängert sich ihr Weg sogar um 17 Prozent. Bei Frauen fallen die Unterschiede jeweils geringer aus.
4,05 Milliarden: UEFA verbucht Rekordeinnahme
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie offenbar hinter sich gelassen. In der Saison 2021/22 verbuchte der Kontinentalverband die Rekordeinnahme von 4,05 Milliarden Euro. Die Rücklagen werden Ende Juni 500 Millionen Euro betragen. Das gab die UEFA bei ihrem Kongress am Mittwoch in Lissabon bekannt.
Selenskyj zu erstem offiziellen Besuch in Polen eingetroffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Mittwoch zu seinem ersten offiziellen Besuch in Polen eingetroffen. Am Vormittag wurden Selenskyj und seine Frau Olena Selenska in Warschau vom polnischen Präsidenten Andrzej Duda und dessen Frau Agata Kornhauser-Duda empfangen. Am Abend sollte Selenskyj im Innenhof des königlichen Schlosses eine Rede halten.
Bundeskartellamt stellt Apple unter verschärfte Beobachtung
Nach Google, Facebook und Amazon stellt das Bundeskartellamt auch den Technologiekonzern Apple unter verschärfte Beobachtung. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino "verfügt über eine marktübergreifende wirtschaftliche Machtposition", erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt am Mittwoch in Bonn. Deshalb falle der Konzern unter die sogenannte erweiterte Missbrauchsaufsicht.
Institute rechnen 2023 mit BIP-Wachstum von 0,3 Prozent
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute des Landes rechnen in diesem Jahr mit einem Konjunkturwachstum von 0,3 Prozent. Ein Grund für die optimistischere Sicht als noch im Herbst seien die deutlich rückläufigen Energiepreise, heißt es in der am Mittwoch vorgestellten Gemeinschaftsdiagnose der Institute. Demnach dürfte die Inflation in Deutschland gleichwohl in diesem Jahr bei hohen 6,0 Prozent liegen.
Bericht: Länder hinken bei Solarausbau auf landeseigenen Gebäuden hinterher
In den meisten Bundesländern ist bislang nur ein sehr kleiner Anteil der landeseigenen Gebäude mit Solaranlagen ausgestattet. Das ergab eine Länderumfrage der Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch. Demnach lag der Anteil der bereits mit solchen Anlagen versehenen landeseigenen Gebäuden in einem Großteil der Bundesländer unter zehn Prozent.
Baerbock fordert Nato-Verbündete zur besseren Abstimmung militärischer Mittel auf
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat die Nato-Verbündeten dazu aufgefordert, die militärischen Mittel besser miteinander abzustimmen. "Mir ist wichtig, dass es hier nicht rein um Zahlen geht", sagte sie am Rande des Außenministertreffens der Nato-Mitgliedsstaaten am Mittwoch. "Die gemeinsame Wehrhaftigkeit muss gestärkt werden."
Salihamidzic zur Stürmer-Position: "Werden uns hinsetzen"
Sportvorstand Hasan Salihamidzic von Rekordmeister Bayern München hat die Verpflichtung eines neuen Stürmers für die kommende Saison nicht ausgeschlossen. "Wir werden uns natürlich hinsetzen und schauen, was wir am Transfermarkt machen", sagte Salihamidzic nach dem enttäuschenden Pokal-Aus der Bayern gegen den SC Freiburg am Dienstag-Abend (1:2).
Werth: "Ausschluss ist eine Diskriminierung"
Die siebenmalige Reit-Olympiasiegerin Isabell Werth unterstützt in der Russland-Frage die jüngste Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees. "Ich tendiere dazu, der IOC-Empfehlung zu folgen. Nicht, weil ich auch nur ansatzweise diesen furchtbaren, grausamen Krieg Russlands in der Ukraine billige. Dieses Vorgehen ist mit nichts zu rechtfertigen. Aber in diesem Szenario schiebe ich alle Emotionen beiseite und sage: Der Ausschluss ist eine Diskriminierung", sagte Werth der Sport Bild.
Gesundheitsausgaben in Deutschland klettern 2021 auf neuen Höchststand
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im zweiten Coronajahr 2021 auf einen neuen Höchststand von 474,1 Milliarden Euro gestiegen. Das waren 5699 Euro je Einwohnerin und Einwohner, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Für 2022 wird demnach ein weiterer Anstieg der Ausgaben erwartet.
Macron zu dreitägigem Staatsbesuch in China eingetroffen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist am Mittwoch zu einem dreitägigen Staatsbesuch in China eingetroffen. Macron sei in Peking angekommen, meldete der chinesische Staatssender CGTN. Es ist die erste Reise Macrons nach China seit 2019.
Finanzierungsdefizit des Gesamthaushalts bleibt auf hohem Niveau
Das kassenmäßige Finanzierungsdefizit des Öffentlichen Gesamthaushalts in Deutschland bleibt mit im vergangenen Jahr 127,3 Milliarden Euro auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zu 2021 sank das Defizit lediglich um rund sechs Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das Defizit geht demnach fast vollständig auf den Bund zurück, wo es im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal einen Anstieg gab.
EKD-Ratsvorsitzende hält Waffenlieferungen an die Ukraine derzeit für notwendig
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, hält im Gegensatz zu den Organisatoren der Ostermärsche Waffenlieferungen an die Ukraine derzeit für notwendig. "Die Ukrainer wollen in Frieden und Freiheit leben", sagte Kurschus am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". "So lange das nicht möglich ist, brauchen sie unsere Unterstützung - auch durch Waffen."
Werth unterstützt IOC-Empfehlung: "Ausschluss ist eine Diskriminierung"
Die siebenmalige Reit-Olympiasiegerin Isabell Werth unterstützt in der Russland-Frage die jüngste Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees. "Ich tendiere dazu, der IOC-Empfehlung zu folgen. Nicht, weil ich auch nur ansatzweise diesen furchtbaren, grausamen Krieg Russlands in der Ukraine billige. Dieses Vorgehen ist mit nichts zu rechtfertigen. Aber in diesem Szenario schiebe ich alle Emotionen beiseite und sage: Der Ausschluss ist eine Diskriminierung", sagte Werth der Sport Bild.
Habeck dringt auf schärfere Durchsetzung von Sanktionen gegen Russland
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) dringt auf eine schärfere Durchsetzung der wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen Russland wegen dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Wir haben sehr belegbare Daten, dass diese Sanktionen umgangen werden", sagte Habeck, der in den vergangenen Tagen die Ukraine besucht hatte, am Mittwoch im Deutschlandfunk. Zudem sprach er sich dafür aus, auch Uranlieferungen aus Russland auf die Sanktionsliste zu setzen.
Johnson & Johnson bietet in Babypuder-Skandal Milliarden-Vergleich an
Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat im seit Jahren andauernden Streit um angebliche Krebsrisiken seines Babypuders einen Vergleich in Höhe von 8,9 Milliarden Dollar (8,1 Milliarden Euro) angeboten. Das in New Jersey ansässige Unternehmen teilte am Dienstag mit, das Angebot, das noch von einem Konkursgericht genehmigt werden muss, stelle "eine gerechte und effiziente Lösung für alle Ansprüche im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit" dar.