Letzte Nachrichten
Russische Angeklagte müssen sich trotz Einreiseschwierigkeiten Prozess stellen
Trotz Einreiseschwierigkeiten müssen sich russische Angeklagte einem anberaumten Prozess hierzulande stellen. Dies entschied das Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt am Main nach Angaben vom Montag. Zwei russische Staatsbürger waren vom Landgericht Darmstadt wegen Beihilfe zur Untreue und Steuerhinterziehung zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die beiden halten sich nach mehreren Jahren Untersuchungshaft nun wieder in Russland auf.
Mindestlohn soll ab 2024 auf 12,41 Euro steigen und ab 2025 auf 12,82 Euro
Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll ab 2024 von derzeit zwölf auf 12,41 Euro steigen und auf 12,82 Euro ab dem Jahr 2025. Das beschloss die von der Regierung eingesetzte Mindestlohnkommission am Montag - allerdings gegen die Stimmen der Gewerkschaften. Sie wollten wegen der hohen Inflation eine Erhöhung auf mindestens 13,50 Euro brutto. Es ist das erste Mal, dass in dem Gremium kein Einvernehmen erzielt werden konnte.
Mehr als 70 Durchsuchungen bei mutmaßlichen Pädokriminellen in Hessen
Im Zusammenhang mit mehreren Ermittlungsverfahren wegen Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch sind Ermittler in Hessen gegen zahlreiche Beschuldigte vorgegangen. Wie das Landeskriminalamt in Wiesbaden am Montag mitteilte, durchsuchten Beamte rund 75 Wohnungen. Im Fokus standen 68 Männer und sechs Frauen im Alter von 14 bis 80 Jahren. Eine Verbindung zwischen den Tatverdächtigen soll laut Ermittlern nicht bestehen.
Betreiber von Darknetmarktplatz an USA ausgeliefert
Österreichische Sicherheitsbehörden haben den 33-jährigen mutmaßlichen Betreiber eines großen Darknetmarktplatzes an die USA ausgeliefert. Dort würden ihm das illegale Betreiben einer kriminellen Handelsplattform im Darknet sowie "Verschwörung" zur Geldwäsche vorgeworfen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main am Montag mit. Unter ihrer Leitung hatte die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg in Kooperation mit der US-Bundespolizei FBI Ende November 2021 mit den Ermittlungen gegen "Monopoly Market" begonnen.
Montréal ist wegen Waldbränden die Großstadt mit schlechtester Luft weltweit
Wegen der in ganz Kanada lodernden Waldbrände ist die Metropole Montréal am Sonntag weltweit die Großstadt mit der schlechtesten Luft gewesen. Die Luftqualität in der bevölkerungsreichsten Stadt der Provinz Québec sei "ungesund", erklärte das Unternehmen IQAir, das weltweit die Luftverschmutzung beobachtet. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnte auf Twitter vor den Gesundheitsgefahren durch die Brände auch in Westeuropa.
Pistorius kündigt dauerhafte Verlegung von 4000 Bundeswehrsoldaten nach Litauen an
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die dauerhafte Verlegung von 4000 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten in das Nato-Partnerland Litauen angekündigt. "Deutschland ist bereit, dauerhaft eine robuste Brigade in Litauen zu stationieren", sagte Pistorius am Montag in Vilnius. Voraussetzung sei "die entsprechende Infrastruktur" vor Ort sowie die "Kompatibilität mit den Nato-Plänen", betonte der Verteidigungsminister.
Polizisten gaben drei Schüsse auf 28-Jährigen in Mülheim ab
Nach einem Schusswaffeneinsatz der Polizei gegen einen Mann in Mülheim im Ruhrgebiet haben die Beamten nähere Details bekannt gegeben. Wie die Polizei in Bochum am Montag mitteilte, gaben Polizisten drei Schüsse auf den 28-Jährigen ab. Der Mann soll zuvor mit einem Cuttermesser und einer abgebrochenen Flasche auf die Polizeibeamten zugegangen sein.
Ifo: Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübt sich merklich ein
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich vor allem wegen der Schwäche der Industrie zuletzt merklich eingetrübt. Der vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklimaindex sank im Juni auf 88,5 Punkte, nach 91,5 Punkten im Mai, wie das Forschungsinstitut am Montag mitteilte. Das ist der zweite Rückgang in Folge. Demnach fielen sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen der Unternehmen pessimistischer aus.
Prozess gegen Astrazeneca wegen angeblicher Schäden durch Coronaimpfung begonnen
Vor dem Landgericht Mainz hat am Montag einer der ersten Zivilprozesse um Schäden im Zusammenhang mit einer Coronaimpfung begonnen. Eine Frau klagt gegen den schwedisch-britischen Arzneimittelhersteller Astrazeneca auf Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 150.000 Euro. Die beiden Parteien hätten am ersten Verhandlungstag keine Vergleichsbereitschaft gezeigt, sagte eine Gerichtssprecherin. Das Gericht habe deshalb für den 21. August einen Verkündungstermin festgesetzt.
Jumbo-Visma mit Vingegaard zur Tour de France
Der dänische Radprofi Jonas Vingegaard geht bei der Tour de France mit einem starken Team im Rücken in die Mission Titelverteidigung. Der Vorjahressieger wurde vom niederländischen Rennstall Jumbo-Visma ebenso für die am Samstag startende Frankreich-Rundfahrt nominiert wie Klassiker-Spezialist Wout van Aert (Belgien). Das gab die Equipe am Montag bekannt.
Hessen kauft Pandora Papers
Das Land Hessen hat den riesigen Datensatz der sogenannten Pandora Papers über heimliche Briefkastenfirmen von hunderten Politikern und Prominenten gekauft. Wie das Landesfinanzministerium in Wiesbaden am Montag mitteilte, soll die hessische Steuerverwaltung die Auswertung des Datenleaks übernehmen. Die 2021 bekannt gewordenen Enthüllungen zeigten ein weltweites Netz an heimlichen Offshoregeschäften in sogenannten Steueroasen.
Auszählung der Stimmen bei Präsidentschaftswahl in Guatemala geht nur langsam voran
Nach der Präsidentschaftswahl im von Armut, Korruption und Gewalt geplagten Guatemala geht die Auszählung der Stimmen nur langsam voran. Am Montagmorgen waren erst die Ergebnisse in rund 54 Prozent der Wahllokale ausgezählt. Mit knapp 15 Prozent der Stimmen lag die Sozialdemokratin und Ex-Präsidentengattin Sandra Torres in Führung, die in Umfragen im Vorfeld schon als Favoritin galt. Mit rund zwölf Prozent der Stimmen folgte Bernardo Arévalo, ein weiterer Sozialdemokrat, auf dem zweiten Platz.
Experten fordern Verdopplung der Besteuerung von Dienstwagen
Experten haben sich im Sinne der Klima- und Sozialpolitik für eine Verdopplung der Besteuerung von Dienstwagen ausgesprochen. Das Dienstwagenprivileg führe dazu, dass "weiterhin viele CO2-intensive Autos gekauft (werden), die dann für viele Jahre auf den Straßen bleiben und das Erreichen der Klimaziele erschweren", erklärte das Forum Sozial-Ökologische Marktwirtschaft (FÖS) am Montag. Die Subvention kommt laut FÖS-Studie zudem überwiegend den einkommenstärksten ein bis zehn Prozent der Bevölkerung zugute.
Umfrage: Vier von zehn Unternehmen klagen über Mangel an Fachpersonal
Rund vier von zehn Unternehmen in Deutschland klagen aktuell über einen Mangel an Fachpersonal. Das zeigt das halbjährlich erhobene Fachkräftebarometer vom Ifo-Institut und der staatlichen Förderbank KfW. Demnach hat sich der Fachkräftemangel seit Herbst 2022 wegen der Konjunkturschwäche zwar etwas verringert, liegt aber im historischen Vergleich weiterhin auf sehr hohem Niveau.
Bessere Warnung vor Hitzewellen und Ausbau der Schutzmaßnahmen
Mit einem nationalen Hitzeschutzplan will die Bundesregierung die Warnungen vor Hitzewellen verbessern. Zudem sollen die Schutzmaßnahmen ausgebaut werden, damit insbesondere Ältere, Kranke und Kinder gut durch Hitzeperioden kommen. Der Plan, den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Montagnachmittag mit Experten beraten will, sieht unter anderem vor, Pflegeheimen, Kommunen oder Krankenhäusern konkrete Konzepte zu Verfügung zu stellen, um besser auf Hitzewellen reagieren zu können. Sozialverbände forderten schnelle Entscheidungen.
Offiziell: Gündogan wechselt zum FC Barcelona
Der Wechsel des deutschen Fußball-Nationalspielers Ilkay Gündogan zum spanischen Meister FC Barcelona ist perfekt. Der 32-Jährige verlässt den englischen Triple-Gewinner Manchester City und schließt sich den Katalanen an, das bestätigte Barca am Montag. Gündogans Vertrag in Manchester läuft Ende Juni aus, er kommt daher ablösefrei und unterschreibt in Barcelona bis 2025 mit der Option auf ein weiteres Jahr. Seine Ausstiegsklausel bei Barca beträgt 400 Millionen Euro.
Kommissionsvorsitzende: Mindestlohn soll auf 12,41 Euro ab 2024 steigen
Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll ab 2024 auf 12,41 Euro steigen und auf 12,82 Euro ab 2025. Das empfahl in einem Vermittlungsvorschlag die Vorsitzende der von der Regierung eingesetzten Mindestlohnkommission, Christiane Schönefeld, am Montag. Die Kommission konnte sich demnach nicht auf einen einvernehmlichen Beschluss einigen.
Jugendämter nahmen 40 Prozent mehr Kinder und Jugendliche in Obhut
Die Jugendämter haben im vergangenen Jahr 40 Prozent mehr Kinder und Jugendliche zu deren Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Insgesamt stieg die Zahl auf 66.400, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Damit verstärkte sich eine bereits 2021 eingesetzte Entwicklung - damals hatte die Zahl der Inobhutnahmen um fünf Prozent leicht zugenommen.
Prinz William will Obdachlosigkeit in Großbritannien bekämpfen
Prinz William will mit einem neuen Programm gegen Obdachlosigkeit in Großbritannien vorgehen. Der britische Thronfolger werde am Montag ein neues Projekt mit dem Namen Homewards starten, mit dem er zeigen wolle, dass es möglich sei, das Problem der Obdachlosigkeit ein für alle Mal zu lösen, teilte die Royal Foundation, die Stiftung des 41-jährigen Prinzen und seiner Frau Kate, mit.
DFB stockt WM-Prämie für Popp und Co. nicht auf
Die deutschen Fußballerinnen erhalten bei der WM in Australien und Neuseeland vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) neben den vom Weltverband FIFA vorgegebenen Prämien keine weitere Aufstockung. Das bestätigte der DFB dem SID. Gemäß der Rekordpreisgelder bekommt das Frauen-Nationalteam im Falle des dritten WM-Triumphes damit 270.000 Dollar (252.000 Euro) pro Kopf. Manuel Neuer und Co. hätten für den Titelgewinn in Katar 2022 je 400.000 Euro vom DFB erhalten.
Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in erstem Quartal um 6,8 Prozent gestiegen
Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche hat in den ersten drei Monaten des aktuellen Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,8 Prozent zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, wurden im ersten Quartal 2023 rund 27.600 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Damit setzte sich der seit dem Vorjahresquartal beobachtete Anstieg fort - damals hatte die Zahl der Abbrüche um 4,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021 zugenommen.
Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im ersten Quartal um 6,8 Prozent gestiegen
Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche hat in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,8 Prozent zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, wurden im ersten Quartal 2023 rund 27.600 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Damit setzte sich der seit dem Vorjahresquartal beobachtete Anstieg fort - damals nahm die Zahl der Abbrüche um 4,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021 zu.
Alcaraz zurück an der Spitze - Zverev deutsche Nummer 1
Das Wechselspiel an der Spitze der Tennis-Weltrangliste geht weiter - ebenso der Kampf um die deutsche Nummer eins: Carlos Alcaraz stieß nach seinem ersten Rasentitel im Londoner Queen's Club Novak Djokovic wieder vom Thron. Alexander Zverev löste durch das Halbfinale in Halle/Westfalen Jan-Lennard Struff als besten Deutschen im Ranking ab.
Moskau: Schoigu lobt Einsatz russischer Truppen in der Ukraine
Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem gescheiterten Aufstand der Söldnergruppe Wagner hat Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu den Einsatz der russischen Truppen gegen die Ukraine gelobt. Er hob die "große Effizienz bei der Erkennung und Zerstörung" ukrainischer Waffensysteme und Soldaten hervor, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Montag.
Polizei feuert nach Wahl in Sierra Leone Tränengas auf Oppositionelle
Die Polizei in Sierra Leone hat einen Tag nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Land Tränengas auf die Parteizentrale der größten Oppositionspartei, dem All People's Congress (APC), abgefeuert. Die Beamten hätten eine Menschenansammlung auflösen müssen, die "Leute auf der Straße drangsaliert" habe, begründete die Polizei am Sonntag ihr Vorgehen, während die Stimmauszählung von der Wahl am Samstag noch lief.
Wirtschaftsweise Schnitzer für Mindestlohnerhöhung "mit Augenmaß"
Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer spricht sich für eine Mindestlohnerhöhung Anfang 2024 "mit Augenmaß" aus. Die Reallöhne seien im vergangenen Jahr um vier Prozent gesunken. Durch die hohe Steigerung der Lebenskosten würden gerade die unteren Einkommensgruppen besonders stark belastet. "Deshalb spricht viel dafür, den Mindestlohn jetzt anzuheben", sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der "Rheinischen Post" vom Montag.
Spieler-Umfrage: Enttäuschung Mane, Verlierer Nagelsmann
Bayern Münchens vermeintlicher Star-Einkauf Sadio Mane ist für die Bundesliga-Profis die Enttäuschung, dessen geschasster Trainer Julian Nagelsmann einer der Verlierer der Saison. Das ergab eine Umfrage des Fachblatts kicker, an der sich 252 Spieler beteiligten.
Golf: Ruoning gewinnt PGA Championship - Henseleit in Top 30
Die chinesische Golfspielerin Yin Ruoning hat die PGA Championship gewonnen und ihren ersten Sieg bei einem Major-Turnier gefeiert. Die 20-Jährige aus Shanghai setzte sich nach vier Runden auf dem Par-71-Kurs in Springfield/New Jersey mit einem Schlag Vorsprung auf die Japanerin Yuka Saso durch und sicherte sich ein Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar (rund 1,4 Millionen Euro).
Vergewaltigungsvorwürfe: Prozess gegen Mendy geht weiter
Der Prozess gegen den französischen Fußballprofi Benjamin Mendy geht in die nächste Runde. Der suspendierte Verteidiger von Champions-League-Gewinner Manchester City muss sich ab Montag wegen zweier mutmaßlicher Sexualdelikte vor dem Chester Crown Court im Nordwesten Englands verantworten. Erst im Januar waren sechs Vergewaltigungsvorwürfe gegen den 28-Jährigen fallen gelassen worden.
Gold Cup: Pleite für Katar - Mexiko mit Auftaktsieg
Die Fußball-Nationalmannschaft von Katar hat zum Auftakt des Gold Cups eine überraschende Niederlage hinnehmen müssen, Rekordsieger Mexiko dagegen die erste Hürde problemlos genommen. Während Katar im texanischen Houston in letzter Sekunde Außenseiter Haiti 1:2 (1:1) unterlag, kam Mexiko an gleicher Stelle ebenfalls in Gruppe B zu einem nie gefährdeten 4:0 (2:0) über Honduras.
Die Sport-Höhepunkte am Montag, 26. Juni
Das Rasenturnier in Bad Homburg bietet für viele Tennisspielerinnen die letzte Chance, sich unter Wettkampfbedingungen den Feinschliff für Wimbledon zu holen. Vor den Toren Frankfurts schlägt unter anderen die Weltranglistenerste Iga Swiatek auf, in der ersten Runde bekommt es die Polin gleich mit der letztjährigen Wimbledon-Halbfinalistin Tatjana Maria zu tun.
SID-Umfrage: Interesse an Bundesliga unverändert
Das allgemeine Interesse an der Fußball-Bundesliga hat in der vergangenen Saison trotz des spannenden Meisterschaftskampfes kaum zugenommen. Bei einer Umfrage der Voting-Plattform FanQ im Auftrag des SID gaben fast die Hälfte der befragten Fans (45,2 Prozent) an, dass ihr Interesse gleich geblieben sei. Jeweils 27 Prozent stimmten für eine Zu- beziehungsweise Abnahme ihres Interesses.