Letzte Nachrichten
Mehr als 1300 Menschen in vierter Nacht der Unruhen in Frankreich festgenommen
Nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen 17-Jährigen ist es in Frankreich in der vierten Nacht in Folge zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Landesweit wurden dabei 1311 Menschen festgenommen, erklärte das französische Innenministerium am Samstag. In der Nacht wurden nach ersten Informationen 79 Polizisten und Gendarmen verletzt. Nach Angaben der Regierung nahm die Gewalt jedoch insgesamt ab.
Botsuana und De Beers einigen sich auf weitere Zusammenarbeit bei Diamantenhandel
Nach monatelangen Verhandlungen hat sich der südafrikanische Staat Botsuana, der größte Diamantenproduzent des Kontinents, mit dem Diamantenriesen De Beers auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt. Die Regierung Botsuanas und der De-Beers-Mutterkonzern Anglo American hätten eine "Grundsatzvereinbarung" getroffen, erklärten beide Seiten am Freitagabend. Der bestehende Vertrag lief bis zur Nacht zum Samstag.
Spanischer Regierungschef nach eigenen Angaben in Kiew angekommen
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez ist nach eigenen Angaben am Samstagvormittag in Kiew eingetroffen, um sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu treffen. "Ich wollte, dass der erste Akt der spanischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union in der Ukraine stattfindet", schrieb Sánchez im Onlinedienst Twitter. Er werde "die Solidarität von ganz Europa" übermitteln.
Bericht: Polizei warnt vor zunehmendem Diebstahl von Wärmepumpen
Die Polizei warnt einem Bericht zufolge vor der Zunahme des Diebstahls von Wärmepumpen. Die teuren und schweren Geräte könnten zunehmend zum Ziel von Kriminellen werden, schreibt der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf das Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Die Behörde rechnet damit, "dass in diesem Deliktsbereich zukünftig ein Anstieg zu verzeichnen sein wird". Für die Pumpen gebe es einen Absatzmarkt "in weiten Teilen der Welt".
Scholz mahnt mehr Respekt und Zusammenhalt in der Gesellschaft an
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat mehr Respekt und Zusammenhalt in der Gesellschaft angemahnt. In seinem Video-Podcast "Kanzler kompakt" vom Samstag verwies er auf die Anhebung des Mindestlohns und den Rentenanstieg. Dahinter stehe: "Es braucht unbedingt mehr Respekt in unserer Gesellschaft, mehr Anerkennung und mehr Augenhöhe". Notwendig sei auch "wieder mehr Gelassenheit im Umgang mit anderen Ansichten und Lebensstilen", fügte Scholz hinzu.
Hertha-Präsident: "Die Revolution hat schon begonnen"
Präsident Kay Bernstein vom Bundesliga-Absteiger Hertha BSC sieht den Umsturz des "korrupten Systems" Fußball als unausweichlich an. "Die Revolution hat schon begonnen", sagte der frühere Hertha-Ultra im Interview mit n-tv.de. "Wir brauchen neue Regeln für einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Fußball. Die gelten dann für alle. Keine Hinterzimmer mehr."
US-Beamter: CIA-Chef Burns zu heimlichen Gesprächen in die Ukraine gereist
Der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, William Burns, ist nach Angaben eines US-Beamten kürzlich in die Ukraine gereist. Dort habe er Geheimdienstmitarbeiter und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen, sagte ein US-Beamter der Nachrichtenagentur AFP. Bei seiner Reise habe Burns bekräftigt, Geheimdienstinformationen auszutauschen, "um die Ukraine bei der Verteidigung gegen russische Aggressionen zu unterstützen".
NBA: Schröder wechselt zu Toronto Raptors
Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder hat in der NBA eine neue sportliche Heimat gefunden. Der gebürtige Braunschweiger, der in der abgelaufenen Saison für die Los Angeles Lakers auf dem Feld stand, schließt sich zur neuen Spielzeit den Toronto Raptors an. Das bestätigte Schröders Agent Mark Bartelstein dem US-amerikanischen Fernsehsender ESPN, demnach einigten sich Schröder und die Kanadier auf einen Zweijahresvertrag über 26 Millionen Dollar (24 Millionen Euro).
Streik der Hollywoodschauspieler vorerst abgewendet
Ein Streik von Schauspielerinnen und Schauspielern in Hollywood ist vorerst abgewendet. Kurz vor Ablauf einer Frist um Mitternacht in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) willigte die Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild (SAG-AFTRA) in eine Verlängerung des Zeitraums für die Verhandlungen mit den großen Studios ein. Der derzeitige Tarifvertrag wurde bis zum 12. Juli verlängert - und entsprechend die Zeitgrenze für die Verhandlungen, wie die Gewerkschaft mitteilte.
Hülkenberg zu Haas: "Zeichen, dass die Ehe weitergeht"
Nico Hülkenberg sieht seine Zukunft in der Formel 1 auch im kommenden Jahr beim Haas-Rennstall. "Aktuell stehen die Sterne und die Zeichen so, dass die Ehe weitergehen wird", sagte der 35-Jährige im neuen Format "30 Minuten", das am Samstag nach dem Sprintrennen in Spielberg um 17.30 Uhr bei Sky Sport F1 erstmals ausgestrahlt wird.
Fast bei Union Berlin: Schäfer enthüllt Anekdote um Kane
Dass Fußball-Rekordmeister Bayern München derzeit um Englands Superstar Harry Kane (29) von Tottenham Hotspur buhlt, ist bekannt. Allerdings war nur wenigen geläufig, dass vor zig Jahren der Angreifer als damaliger Teenager fast beim heutigen Bundesligisten Union Berlin gelandet wäre.
Horner kritisiert Perez - FIA wirbt um Verständnis
Stallkollege Max Verstappen und auch Red-Bull-Berater Helmut Marko stellten sich vor Sergio Perez - Teamchef Christian Horner scheint nach dem vierten verpatzten Qualifying des Mexikaners in Folge aber allmählich die Geduld auszugehen. "Er hatte die Pace, er hatte ein Auto, das mit Leichtigkeit in die erste oder zweite Startreihe fahren kann, er konnte Max' Zeiten halten - also bleib innerhalb der weißen Linien", wetterte Horner nach dem Qualifying von Spielberg bei Sky UK.
Karriere-Ende? Kroos möchte kein "Negativ-Beispiel" werden
Toni Kroos möchte zum Zeitpunkt seines Karriere-Endes noch "auf einem wirklich guten Niveau" Fußball spielen. "Es gibt das ein oder andere Negativ-Beispiel, weil man einfach nicht loslassen kann", sagte der 33-Jährige im Gespräch mit RTL/ntv. Kroos hatte seinen auslaufenden Vertrag bei Real Madrid erst nach dem Saisonende bis 2024 verlängert.
Heuberger warnt vor Serbien: "Geballte Angriffspower"
Junioren-Bundestrainer Martin Heuberger hat vor dem Halbfinalgegner der deutschen U21-Handballer bei der Heim-WM gewarnt. Sein Team müsse sich gegen Serbien (18.00 Uhr/Eurosport) auf "geballte Angriffspower" und "sehr gute Rückraumspieler" einstellen, sagte der 59-Jährige: "Wir müssen sehr viel investieren, sehr viel tun."
Ausschreitungen die vierte Nacht in Folge in Frankreich
Nach dem Tod eines 17-Jährigen durch eine Polizeikugel ist es in Frankreich in der vierten Nacht in Folge zu Ausschreitungen gekommen. Allerdings hatte die Gewalt nach Angaben von Innenminister Gérald Darmanin eine "deutlich geringere Intensität" als in den Vornächten. Nach seiner Zwischenbilanz von etwa 02.30 Uhr MESZ wurden bis dahin 471 Menschen festgenommen, in der Nacht davor waren es insgesamt fast 900 gewesen.
Iran verweigert Merz Besuch von zum Tode verurteiltem Oppositionellen Sharmahd
Die iranische Regierung hat die Bitte von CDU-Chef Friedrich Merz abgelehnt, den zum Tode verurteilten deutsch-iranischen Oppositionellen Jamshid Sharmahd im Gefängnis zu besuchen. Wie Merz der Nachrichtenagentur AFP am Freitag sagte, wurde sein dazu gestellter Antrag auf Einreise nach mehreren Monaten Bearbeitungszeit zurückgewiesen.
Ukrainischer Minister warnt Berlin vor Blockade von Nato-Beitritt seines Landes
Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat die Bundesregierung davor gewarnt, die Aufnahme seines Landes in die Nato zu behindern. Kuleba sagte in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit "Bild", "Welt" und "Politico", die heutige Bundesregierung dürfe nicht den Fehler von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Jahr 2008 wiederholen, "als sie heftigen Widerstand gegen jeden Fortschritt für die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine leistete".
Parteitage in Bremen entscheiden über rot-grün-rote Koalition
Rund sieben Wochen nach der Bürgerschaftswahl in Bremen geht die Regierungsbildung in dem Bundesland an diesem Wochenende auf die Zielgerade. SPD und Grüne stimmen am Samstag (10.00 Uhr und 11.00 Uhr) auf Parteitagen abschließend über den in den vergangenen Wochen zwischen ihnen und der Linken ausgehandelten Koalitionsvertrag ab. Am Sonntag (14.00 Uhr) folgt ein Parteitag der Linken.
Neue THW-Chefin Lackner tritt Amt an - erstmals Frau auf Posten
Die neue Präsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, tritt am Samstag ihr Amt an. Sie erhält am Vormittag im baden-württembergischen Ummendorf bei einer THW-Veranstaltung ihre Ernennungsurkunde durch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Lackner ist Nachfolgerin des in Rente gehenden bisherigen Behördenleiters Gerd Friedsam und die erste Frau auf dem Posten. Die 56-Jährige arbeitet seit 2001 hauptamtlich beim THW und war bisher Vizepräsidentin der Bundesanstalt.
Mathematikerin Plattner übernimmt offiziell Amt als BSI-Chefin
Claudia Plattner übernimmt am Samstag das Amt als Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Mathematikerin war zuletzt als Generaldirektorin für Informationssysteme bei der Europäischen Zentralbank (EZB) tätig. Zuvor war sie bei der Bahn-Tochter DB Systel für die Modernisierung der IT der Deutschen Bahn zuständig.
Erweitertes Gesetz zur Spionageabwehr in China in Kraft getreten
In China ist ein neues Gesetz zur Spionageabwehr in Kraft getreten, in dem Experten eine potenzielle Bedrohung für die Aktivitäten ausländischer Firmen und Organisationen in der Volksrepublik sehen. Laut dem seit Samstag geltenden Gesetz kann das ungenehmigte Erlangen von "Dokumenten, Daten, Materialien und Objekten, die mit der nationalen Sicherheit und nationalen Interessen zu tun haben", ein Spionage-Delikt darstellen.
Biden kündigt neue Entlastungsmaßnahmen für Menschen mit Studienschulden an
US-Präsident Joe Biden hat nach der höchstrichterlichen Annullierung seines milliardenschweren Programms zum Erlass von Studienschulden neue Maßnahmen zugunsten von Bürgern mit Schulden aus der Hochschulausbildung angekündigt. Diese Maßnahmen sollten so vielen Empfängern von Studiendarlehen wie möglich zugute kommen und "so schnell wie möglich in Kraft treten", kündigte Biden am Freitag in Washington an.
SPD-Unterhändler nennt Änderungen am Heizungsgesetz "guten Kompromiss"
Der SPD-Chefunterhändler für das Heizungsgesetz, Matthias Miersch, hat die Überarbeitungen des Vorhabens als "guten Kompromiss" bezeichnet. Damit bringe die Ampelkoalition "Klimaschutz und sozialen Ausgleich zusammen", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Die Beratungen hätten sich "also gelohnt".
Frankreichs Regierung greift zu immer härteren Maßnahmen gegen Unruhen
Angesichts der seit Tagen andauernden Ausschreitungen in Frankreich infolge eines tödlichen Polizeischusses auf einen 17-Jährigen versucht die Regierung mit immer schärferen Mitteln, die Lage wieder in den Griff zu bekommen. Um erneute gewaltsame Proteste zu unterbinden, mobilisierte sie für die Nacht zum Samstag 45.000 Polizisten und Gendarmen. Zudem wurde am Abend landesweit der Verkehr von Bussen und Straßenbahnen eingestellt. Dennoch kam es erneut zu Ausschreitungen.
Bolsonaro will seine Verurteilung vor Oberstem Gericht anfechten
Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro will das Urteil des Obersten Wahlgerichts zu seinem Ausschluss von allen politischen Ämtern anfechten. Er werde Berufung vor dem Obersten Gericht des Landes einlegen, kündigte Bolsonaro am Freitag bei einem Besuch der Stadt Belo Horizonte an. Die kurz zuvor ergangene Entscheidung des Obersten Wahlgerichts, ihn wegen Amtsmissbrauchs für acht Jahre von allen politischen Ämtern auszuschließen, bezeichnete er als "Dolchstoß in den Rücken".
Junger Mann stirbt bei Protesten in Frankreich nach Sturz von Supermarktdach
Am Rande der seit Tagen anhaltenden gewalttätigen Proteste in Frankreich ist ein junger Mann von einem Dach gestürzt und gestorben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagabend mitteilten, ereignete sich der Vorfall in der Nacht zum Freitag an einem Supermarkt im nordfranzösischen Petit-Quevilly nahe der Stadt Rouen. Über die genauen Umstände gibt es allerdings unterschiedliche Angaben.
Französische Polizeigewerkschaften bezeichnen Protestierende als "Schädlinge"
Mit populistischen Parolen haben zwei große französische Polizeigewerkschaften dazu aufgerufen, sich den Protestierenden in den Weg zu stellen. "Jetzt ist nicht die Zeit für den Arbeitskampf, sondern für den Kampf gegen diese 'Schädlinge'", hieß es in einer am Freitag von den Gewerkschaften Alliance Police Nationale und Unsa Police veröffentlichten Erklärung. Polizeibeamte befinden sich ihren Worten zufolge "im Krieg".
Tischtennis: Deutsche Teams im Finale
Die deutschen Tischtennis-Teams sind bei den Europaspielen in Krakau im Gleichschritt in die Finals eingezogen - das Comeback von Timo Boll lässt aber weiter auf sich warten. Die deutschen Männer setzten sich am Freitagabend im Halbfinale gegen Portugal mit 3:1 durch, der Rekordeuropameister kam dabei noch nicht zum Einsatz. Auch das Viertelfinale am Donnerstag gegen Belgien (3:0) hatte Boll als Zuschauer verfolgt.
Medien: Leipzig verliert Szoboszlai an Liverpool
Jürgen Klopp ruft, Dominik Szoboszlai folgt: Fußball-Bundesligist RB Leipzig verliert seinen ungarischen Offensivspieler offenbar an den FC Liverpool. Das berichteten am Freitagabend verschiedene Medien übereinstimmend, darunter die Leipziger Volkszeitung und das Fachmagazin kicker. Klopps Klub habe demnach die Ausstiegsklausel wenige Stunden vor Ablauf der Frist noch genutzt und kann Szoboszlai damit für festgeschriebene 70 Millionen Euro verpflichten. Eine offizielle Bestätigung gab es am Abend zunächst von keiner Seite.
Oberstes US-Gericht schwächt LGBTQ-Schutz und kippt Bidens Studienschuldenerlass
Der konservativ dominierte Oberste Gerichtshof der USA hat den Schutz der LGBTQ-Gemeinschaft vor Diskriminierung geschwächt und einen milliardenschweren Erlass von Studienschulden durch Präsident Joe Biden gekippt. Der Supreme Court in Washington gab am Freitag zum Abschluss des regulären Gerichtsjahres einer christlichen Grafikdesignerin Recht, die keine Internetseiten für Hochzeiten von Homosexuellen erstellen will. Das Verfassungsgericht verwarf in einer zweiten Entscheidung Bidens Plan, Studienschulden von mehr als 400 Milliarden Dollar zu streichen.
Wahlgericht: Bolsonaro für acht Jahre von politischen Ämtern ausgeschlossen
Brasiliens Oberstes Wahlgericht hat den früheren Staatschef Jair Bolsonaro für acht Jahre von allen politischen Ämtern ausgeschlossen. Bis Freitag befand eine Mehrheit von fünf der sieben Richter Bolsonaro des Machtmissbrauchs schuldig, weil er vor seiner Wahlniederlage im vergangenen Jahr unbegründete Behauptungen über Sicherheitsmängel im Wahlsystem des Landes aufgestellt hatte. Zwei Richter stimmten dagegen. Bolsonaro könnte somit bei der nächsten Präsidentschaftswahl im Jahr 2026 nicht kandidieren.
Großunternehmen warnen EU vor Wettbewerbsnachteilen durch Regulierung von KI
Mehr als 150 große Unternehmen haben die Europäische Union in einem offenen Brief davor gewarnt, Künstliche Intelligenz (KI) zu regulieren. Das vom EU-Parlament geplante Gesetz gefährde "Europas Wettbewerbsfähigkeit und technologische Unabhängigkeit", ohne aktuelle und kommende Herausforderungen effektiv "in Angriff zu nehmen", hieß es in dem Schreiben, das die Nachrichtenagentur AFP am Freitag einsehen konnte.