Letzte Nachrichten
Norwegen bestellt wegen Spionageaffäre Geschäftsträger der US-Botschaft ein
In der Spionageaffäre um Abhöraktionen des US-Geheimdienstes NSA in Europa hat Norwegen den Geschäftsträger der US-Botschaft in Oslo einbestellt. Dies sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg am Donnerstag der Nachrichtenagentur NTB. "Ich bin froh, dass die Amerikaner klar gesagt haben, dass sie 2014 ihre Praktiken geändert haben, wenn es um die Überwachung von Verbündeten geht, und dass sie mit uns und anderen zusammenarbeiten wollen, um nachzuzeichnen, was passiert ist", sagte Solberg.
Erstes Kreuzfahrtschiff legt nach 17 Monaten in Venedig an
Nach 17 Monaten hat in Venedig zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder ein Kreuzfahrtschiff angelegt. Am Donnerstag erreichte die MSC Orchestra ohne Passagiere aus Griechenland kommend die bei Touristen beliebte italienische Stadt. Von dort soll sie am Samstag mit rund 650 Passagieren zu einer Mittelmeer-Kreuzfahrt ablegen. Doch nicht alle freuen sich über die Ankunft der MSC Orchestra, die die Debatte um Kreuzfahrtschiffe in der Lagunenstadt neu entfacht hat.
US-Fluggesellschaft United Airlines bestellt 15 Überschallflugzeuge
Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat 15 Maschinen eines noch in Entwicklung befindlichen Überschall-Passagierflugzeugs bestellt. Die Fluggesellschaft und der in der US-Stadt Denver ansässige Hersteller Boom Supersonic vereinbarten zudem eine Option über 35 weitere Flugzeuge vom Typ Overture, wie United am Donnerstag mitteilte. Das Überschall-Flugzeug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1,7 Mach soll 2025 in Produktion gehen, 2026 erstmals fliegen und ab 2029 Passagiere transportieren.
China kritisiert Haltung von Budapester Bürgermeister als "erbärmlich"
Im Streit um eine Niederlassung der chinesischen Fudan-Universität in der ungarischen Hauptstadt Budapest hat Peking die Haltung des liberalen Bürgermeisters als "erbärmlich" kritisiert. China-bezogene Themen würden aufgebauscht und die chinesisch-ungarische Zusammenarbeit behindert, sagte ein Außenamtssprecher am Donnerstag in Peking. Anlass war die Umbenennung von Straßen in Budapest unter anderem in "Dalai-Lama-Straße" rund um den künftigen Campus als Zeichen des Protests gegen die von Ungarns rechtskonservativem Ministerpräsidenten Viktor Orban unterstützten Uni-Pläne.
Zwei Tote nach Schüssen vor Amtsgericht in niedersächsischem Celle
Im niedersächsischen Celle hat ein Mann am Donnerstag vor dem Amtsgericht einen Frau erschossen und anschließend Suizid begangen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei den beiden Toten um einen 78-Jährigen und eine 49-Jährige. Weitere Beteiligte gab es nicht, die Hintergründe waren unklar.
French Open: Starker Koepfer in der dritten Runde
Dominik Koepfer hat bei den French Open in Paris nach einer überzeugenden Leistung zum ersten Mal die dritte Runde erreicht. Der 59. der Weltrangliste besiegte den in Roland Garros an Nummer 30 gesetzten Taylor Fritz aus den USA überzeugend mit 6:3, 6:2, 3:6, 6:4. Der 27-Jährige aus Furtwangen kämpft nun gegen Roger Federer (Schweiz) oder Marin Cilic (Kroatien) um den Einzug in sein zweites Achtelfinale bei einem Grand Slam nach den US Open 2019.
Kohlschreiber trumpft in Paris auf und schlägt Karazew
Tennis-Profi Philipp Kohlschreiber trumpft bei den French Open in Paris groß auf: Der Routinier steht erstmals seit 2014 in der dritten Runde des Grand-Slam-Turniers. Der 37 Jahre alte Augsburger, der zum 17. Mal in Serie in der französischen Hauptstadt am Start ist, setzte sich in seinem Zweitrundenduell gegen den Australian-Open-Halbfinalisten Aslan Karazew aus Russland mit 6:3, 7:6 (7:4), 4:6, 6:1 durch.
Zwei Tote bei Badeunfällen in Nordrhein-Westfalen
Bei Badeunfällen sind in Nordrhein-Westfalen zwei Menschen ums Leben gekommen. In Lünen starb am Mittwoch ein 20-Jähriger, der mit drei Freunden den Datteln-Hamm-Kanal durchschwimmen wollte, wie ein Sprecher der Polizei Dortmund am Donnerstag sagte. Der Mann sei plötzlich untergetaucht, habe noch um Hilfe gerufen und sei dann verschwunden gewesen.
Schulze verweist nach EuGH-Urteil zu Stickoxiden auf Erfolge vergangener Jahre
Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg wegen zu hoher Stickoxid-Werte in deutschen Städten hat Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf die Errungenschaften der vergangenen Jahre verwiesen. Im Jahr 2016 seien die Grenzwerte noch in 90 Städten "teils erheblich überschritten" worden, erklärte Schulze am Donnerstag. Im vergangenen Jahr habe "nur noch ein Bruchteil davon" diese Latte gerissen. "Das ist ein großer Erfolg."
Passanten retten in Schwerin sechs Wochen alten Säugling aus überhitztem Auto
Passanten haben in Schwerin einen sechs Wochen alten Säugling aus einem überhitzten Auto gerettet. Das schreiende Baby befand sich am Mittwoch in einem verschlossenen Wagen auf einem Parkdeck in der Innenstadt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Fenster des Wagens waren nur ein wenig geöffnet.
Gastronomie-Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Arbeitgeber im Gastgewerbe zum Umlenken aufgefordert. Der Fachkräftemangel in Restaurants, Bars und Hotels sei ein "tragisches aber auch hausgemachtes Dilemma", erklärte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler am Donnerstag. Viele Betriebe dürften nach langer Zeit zwar endlich wieder öffnen, fänden aber keine Fachkräfte, um offene Stellen zu füllen. Zeitler kritisierte dabei den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband und die Arbeitgeber der Branche.
Biden trifft Queen nach G7-Gipfel in Großbritannien
US-Präsident Joe Biden wird im Anschluss an den G7-Gipfel in Großbritannien nächste Woche Königin Elizabeth II. treffen. Das britische Staatsoberhaupt werde Biden und seine Frau Jill auf Schloss Windsor westlich von London empfangen, erklärte der Königspalast am Donnerstag. Das Treffen ist am 13. Juni und somit am Tag nach ihrem 96. Geburtstag geplant.
Altmaier lehnt Steuererhöhungen zur Refinanzierung der Pandemiekosten ab
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lehnt Steuererhöhungen zur Refinanzierung der im Rahmen der Corona-Pandemie ausgezahlten Wirtschaftshilfen ab. "Ich glaube, dass es falsch wäre, mitten in einer Krise die Steuern zu erhöhen", sagte Altmaier den Fernsehsendern RTL und n-tv am Donnerstag. Er setzte auf "solide Haushaltsführung", um die rund 300 Milliarden Euro schrittweise zurückzuholen. Das Ziel müsse "möglichst viel neues Wachstum sein", sagte Altmaier weiter.
Im Mai rund 37 Prozent mehr Pkw-Neuzulassungen - Vorkrisennivau aber weit entfernt
Im Mai sind in Deutschland insgesamt knapp 231.000 Pkw neu zugelassen worden. Dies entsprach einem Anstieg um 37,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Donnerstag erklärte. Damals waren die Neuzulassungen gegenüber Mai 2019 allerdings um rund 50 Prozent zurückgefallen.
Klima-Stiftung fordert in CO2-Preisdebatte Abschaffung der EEG-Umlage
Steigende CO2-Preise sollen die Abkehr von fossilen Energieträgern beschleunigen und damit im Kampf gegen die Erderwärmung eine wichtige Rolle spielen - zugleich bedeutet dies steigende Kosten auch für Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Stiftung Klimaneutralität rechnet für eine "aufkommensneutrale Reform" der CO2-Bepreisung nun vor, wie zur Entlastung von Bürgern und Wirtschaft die EEG-Umlage abgeschafft werden könnte, um dadurch die Stromkosten deutlich zu senken.
G7-Gesundheitsminister beraten über verbesserten Impfstoff-Zugang weltweit
Vor Beginn eines Treffens mit seinen G7-Kollegen hat Großbritanniens Gesundheitsminister Matt Hancock dafür geworben, den Zugang zu Corona-Impfstoffen weltweit zu verbessern. "Wir werden an dem Ziel arbeiten, Impfstoffe weltweit verfügbar zu machen", sagte Hancock bei seiner Ankunft in Oxford am Donnerstag vor Journalisten. Die Corona-Pandemie sei eine "globale Pandemie und niemand sicher, bevor nicht alle sicher sind".
17-Jährige kämpft für ihre Hunde gegen einen Bären
So viel Einsatz würden vermutlich nicht alle Hundebesitzer zeigen: Weil ein ausgewachsener Bär mit ihren Hunden kämpfte, hat die 17-jährige Hailey Morinico das rund 70 Kilogramm schwere Tier einfach weggeschubst. Der Teenager kam mit nur einem verstauchten Finger davon. Trotzdem empfiehlt Morinico in Online-Netzwerken nicht, ihre Aktion nachzuahmen. "Schubst keine Bären", sagte die 17-Jährige. "Macht nicht, was ich gemacht habe, es wird vielleicht nicht genauso gut enden."
Hiesige Leiharbeitnehmer aus dem EU-Ausland meist in Deutschland sozialversichert
In Deutschland tätige Leiharbeitnehmer aus anderen EU-Staaten unterliegen meist der deutschen Sozialversicherung. Ihre Rekrutierung im Herkunftsland reicht nicht aus, um sie auch dem dortigen Sozialsystem zu unterwerfen, wie am Donnerstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied. (Az: C-784/19)
Heftiger Streit um möglichen Anstieg der Spritpreise
Die künftige Entwicklung der Spritpreise hat knapp vier Monate vor der Bundestagswahl für heftigen Streit zwischen den Parteien gesorgt. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sprach am Donnerstag von einer "populistischen Benzinwutkampagne", nachdem SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sich gegen deutlich höhere Benzinpreise gewandt hatten. Hintergrund der Debatte ist, dass durch die Einführung von CO2-Preisen für mehr Klimaschutz auch die Spritpreisen steigen dürften.
Hofreiter kritisiert Union und SPD in Debatte um Benzinpreise scharf
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat in der Debatte um höhere Benzinpreise Union und SPD mit scharfen Worten attackiert. "Union und SPD haben gerade ein höheres Klimaziel beschlossen, verweigern aber die Umsetzung ihrer Beschlüsse", erklärte Hofreiter am Donnerstag. Jetzt zündeten "Scholz, Scheuer und Co. die nächste Stufe der Unredlichkeit". Obwohl sie selbst einen ansteigenden CO2-Preis beschlossen hätten, starteten sie eine "populistische Benzinwutkampagne".
Dänisches Parlament verabschiedet umstrittenes Asyl-Gesetz
Seit Jahren sorgt Dänemark mit einer äußerst restriktiven Flüchtlingspolitik für Aufsehen - nun hat das Parlament in Kopenhagen ein umstrittenes Gesetz zur Unterbringung von Asylsuchenden in Drittländern verabschiedet. Der von der sozialdemokratischen Regierung eingebrachte Text wurde am Donnerstag mit 70 zu 24 Abgeordnetenstimmen angenommen. Besonders Rechtsaußen-Parteien stellten sich hinter das Gesetz, das die Aufnahme von Flüchtlingen in Dänemark nur noch in Ausnahmefällen vorsieht. Scharfe Kritik kam von der UNO, auch die EU ging auf Distanz.
Dänemark verabschiedet umstrittenes Asyl-Gesetz
Das dänische Parlament hat ein umstrittenes Gesetz zur Unterbringung von Asylsuchenden in Drittländern verabschiedet. Der von der sozialdemokratischen Regierung eingebrachte Texte wurde am Donnerstag in Kopenhagen mit 70 zu 24 Abgeordnetenstimmen angenommen. Besonders Rechtsaußen-Parteien waren dafür. Linke und Organisationen wie die UNO kritisierten das Vorhaben scharf.
Verbraucherschützer bemängeln unzureichende Kennzeichnung von Alkohol in Lebensmitteln
Kuchen, Croissants und "alkoholfreie" Getränke: Viele Lebensmittel enthalten nach Angaben von Verbraucherschützern geringe Mengen Alkohol ohne eine entsprechende Kennzeichnung. "Nur die wenigsten Hersteller kennzeichnen den Alkoholgehalt auf der Schauseite des Lebensmittels – zum Beispiel mit einem Piktogramm", erklärte die Verbraucherberaterin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Brandenburg, Silke Vollbrecht am Donnerstag.
Die Nummer eins ist raus: Barty muss in Paris verletzt aufgeben
Bitteres Aus für Ashleigh Barty: Die Weltranglistenerste und Turniersiegerin von 2019 hat bei den French Open am Donnerstag ihr Zweitrundenspiel aufgeben müssen. Die 25 Jahre alte Australierin traf die schmerzliche Entscheidung beim Stand von 1:6, 2:2 gegen die Polin Magda Linette aufgrund von Hüftproblemen. Barty war als eine der Favoritinnen in das Turnier gestartet, das sie 2020 ausgelassen hatte.
Kanu-EM: Brendel und Co. bestätigen in Vorläufen ihre Form
Die deutschen Rennsport-Kanuten um den dreimaligen Olympiasieger Sebastian Brendel haben ihre hervorragende Form zum EM-Auftakt bestätigt. Rund sieben Wochen vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) feierte Brendel bei den Titelkämpfen in Posen/Polen mit seinem Canadier-Partner Tim Hecker (Berlin) einen souveränen Vorlaufsieg und zog damit ins Finale über 1000 m am Sonntag (11.06 Uhr) ein.
Zwei Tote nach Schüssen nahe Amtsgericht im niedersächsischen Celle
Im niedersächsischen Celle hat ein Mann am Donnerstag in der Nähe des dortigen Amtsgerichts einen Frau erschossen und anschließend Suizid begangen. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, waren nähere Einzelheiten zunächst noch unklar. Die Beamten gingen aber von einem Geschehen ausschließlich zwischen der Frau und dem Mann aus. Weitere Beteiligte oder Verletzte gab es nicht.
Laschet pocht auf klare Abgrenzung der Union zur AfD
CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet pocht auf eine klare Abgrenzung seiner Partei gegenüber der AfD und geht zugleich auf Distanz zur konservativen Werteunion. "Jede Annäherung an die AfD ist mit der CDU nicht zu machen. Wer das tut, kann die CDU verlassen", sagte Laschet nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG in einem Interview vom Donnerstag. Zur Werteunion sagte er, diese sei "kein Teil der Union". "Es ist eine Gruppe außerhalb der Partei, die auch nicht für den konservativen Teil der Union repräsentativ ist", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident. Die CDU-Spitze sieht sich seit Tagen Forderungen ausgesetzt, sich noch stärker von der Werteunion abzugrenzen. Mehrere CDU-Politiker verlangten einen Unvereinbarkeitsbeschluss zwischen CDU und Werteunion wegen der Nähe des Vereins zur AfD. Auslöser war die Wahl einer neuen Spitze der rechtskonservativen Gruppe. Der neue Chef der Werteunion, Max Otte, war von 2018 bis Anfang 2021 Vorsitzender des Kuratoriums der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung. Am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass der Vizechef der Gruppe, Klaus Dageförde, früher in der rechtsextremen Szene aktiv war. Die Stimmung in der CDU ist auch aufgrund des unsicheren Ausgangs der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag angespannt, wo die AfD in Umfragen nur knapp hinter der Union liegt. Laschet bezeichnete es nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG als eine "Fehlannahme", dass viele CDU-Anhänger zur AfD abwanderten. "Die AfD-Wähler kommen nicht überwiegend von der CDU, viele wandern aus Protest von ganz links nach ganz rechts", sagte Laschet. In Nordrhein-Westfalen sei der Anteil an AfD-Wählern in CDU-Hochburgen am geringsten und im Ruhrgebiet als früherer SPD-Stammregion am höchsten. (S. Soerensen--BTZ)
Rund 4600 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
In Deutschland sind innerhalb eines Tages 4640 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 166 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 34,1. Vergangenen Donnerstag hatte das RKI noch 6313 Neuansteckungen und 269 Todesfälle gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch noch bei 36,8. Sie ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.692.468. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 88.940. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3.518.600. (H. Müller--BTZ)
IW Konjunkturpaket: Viel weniger "Wumms" als erhofft
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zieht ein Jahr nach dem Beschluss des Konjunkturpakets zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie eine gemischte Bilanz. Die Maßnahmen hätten "weniger Wumms als versprochen" gehabt, erklärte das IW am Donnerstag. Einzelne Maßnahmen des Pakets hätten zwar durchaus die erhoffte Wirkung gezeigt. Die Verlustverrechnung für Unternehmen hätte jedoch großzügiger ausgestaltet werden müssen, außerdem profitierten von der Senkung der Mehrwertsteuer Versandhändler deutlich stärker als der Einzelhandel. Auch der Kinderbonus stützte demnach den Konsum im zweiten Halbjahr. 61 Prozent der Empfänger wollten den Bonus ganz oder teilweise ausgeben, wie eine Studie des IW ergab. Durchschnittlich kamen der Wirtschaft demnach 128 Euro pro ausgezahltem Kinderbonus zugute. Eine positive Bilanz zogen die Experten bezüglich der verbesserten Verlustverrechnung für Unternehmen für die Jahre 2020 und 2021. Diese Maßnahme sei sehr zielgenau, da sie Unternehmen stütze, die von der Krise betroffen seien. Die Maßnahme hätte deshalb großzügiger ausgestaltet werden sollen, kritisierten die Experten. Rund 40 Prozent des Konjunkturpakets waren für Investitionen in sogenannte Zukunftsausgaben wie grünen Wasserstoff oder Digitalisierung vorgesehen. Zukunftsorientierte Investitionen müssten jedoch unabhängig von Konjunkturprogrammen und Notfallsituationen gestärkt werden, forderten die Experten. (L.Møller--DTZ)
Weltweit mehr als zwei Milliarden Corona-Impfungen
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind weltweit inzwischen bereits mehr als zwei Milliarden Impfdosen verabreicht worden. Die markante Schwelle wurde laut einer auf offiziellen Angaben der einzelnen Länder beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagvormittag (MESZ) überschritten. Dabei wurden sechs von zehn Impfdosen in den drei bevölkerungsreichsten Ländern China, USA und Indien verabreicht. (Y.Leyard--DTZ)
Mann mit Armbrust in Baden-Württemberg von Polizisten überwältigt
Nach einem Warnschuss haben Polizisten im baden-württembergischen Schriesheim einen mit einer Armbrust bewaffneten Mann überwältigt. Der 56-Jährige sei anschließend in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden, teilten die Beamten am Donnerstag in Mannheim mit. Der Einsatz war am Mittwochabend durch einen Streit des Manns mit einer Frau in einem Wohnhaus ausgelöst worden.
Autofahrer stößt in Hamburg rückwärts gegen Restauranttische
Beim Einparken ist ein Autofahrer in Hamburg gegen zwei Außentische eines Restaurants gefahren und hat vier Gäste verletzt. Wie die Polizei am Donnerstag in der Hansestadt mitteilte, kamen ein 21-Jähriger mit einem gebrochenen Arm sowie ein 27-Jähriger mit Verdacht auf ein Schleudertrauma in ein Krankenhaus. Zwei Frauen im Alter von 30 und 36 Jahren erlitten einen Schock und wurden deshalb vor Ort versorgt.