Letzte Nachrichten
Fußball: Volle drei Monate Pause für Marcus Rashford nach OP
Der englische Fußball-Nationalspieler Marcus Rashford von Rekordmeister Manchester United will sich laut Medienberichten einer Operation an der Schulter unterziehen und könnte bis zu drei Monate ausfallen. Laut Daily Telegraph und der BBC wurde der 23-Jährige am Dienstag untersucht, die Schulter-Probleme habe Rashford bereits seit dem Saisonende. Die Operation könne aufgrund der Verfügbarkeit des Chirurgen erst Ende Juli durchgeführt werden.
NBA: Superstar Leonard fällt nach OP auf unbestimmte Zeit aus
Die Los Angeles Clippers aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA müssen wohl länger auf ihren Superstar Kawhi Leonard verzichten. Wie der Klub am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, wird der 30-Jährige nach einer Operation an einem Band im rechten Knie auf unbestimmte Zeit ausfallen.
Wahlkampf: Die Grünen und das Thema "Klimaschutzpaket"
Vor der Präsentation des Klimapakets der EU-Kommission haben die Grünen hohe Erwartungen geäußert. "Wir erwarten mit dem EU-Klimapaket den Grundstein für die sozial-ökologische Transformation", sagte die klimapolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Lisa Badum, nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Das Paket stehe "für den Aufbruch in eine grüne Industrierevolution". Europa könne sich damit "an die Spitze der CO2-freien Weltwirtschaft setzen". Das EU-Klimapaket werde "endlich konkrete Maßnahmen für mehr Klimaschutz liefern, vor denen sich die Bundesregierung gedrückt hat", sagte Badum. "Die neue Bundesregierung wird hier eine entscheidende Rolle spielen und muss Klimaschutz und Wirtschaft kompetent zusammenbringen." Die EU-Kommission stellt am Mittwoch ihre Pläne für einen klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft vor. Das Paket "Fit for 55" zielt darauf ab, dass der CO2-Ausstoß in der EU bis 2030 um 55 Prozent verglichen mit 1990 sinkt. Bis zum Jahr 2050 will die EU dann CO2-neutral sein. Unter anderem wird erwartet, dass die Kommission das Ende von Benzin- und Dieselfahrzeuge einläuten wird. (L. Pchartschoy--BTZ)
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt massiv auf 7,1
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter an. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter am Mittwochmorgen mitteilte, lag die Inzidenz bei 7,1 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 5,1 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Wie das RKI am Mittwochmorgen weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1548 Corona-Neuinfektionen sowie 28 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt damit bei 3.738.683, insgesamt wurden 91.287 Corona-Tote gemeldet. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit rund 3.636.800 an. (D. Fjodorow--BTZ)
Der SPIEGEL und die selbstverliebte Deutungshoheit - Ein blöder Witz?
Es ist der Witz des Tages und er offenbart die selbstverliebte Deutungshoheit eines "Leitunmediums" welches nicht erst seit der "Spiegel-Affäre" oder den erbärmlichen Lügenstorys eines SPEIGEL-Redakteurs Claas Relotius, seinen großen "Nimbus" schon lange verloren hat und dessen "Artikel" jeder Leser genau auf deren Wahrheitsgehalt prüfen sollte! Ein angeblich neugegründeter „Zukunftsrat“ der CDU wolle die Interessen der jungen Generation "wohlgemerkt gegen" den Bundesvorstand um Kanzlerkandidat Armin Laschet (60) vertreten. Wirklich? Natürlich nicht, sondern eine Erfindung der umstrittenen Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion und deren Selbstdarstellern. Die Lügen-Nummer schaffte es trotzdem in den Hauptstadt-Newsletter („Die Lage am Morgen“) des Nachrichtenmagazins "SPIEGEL", welch Witz! Redakteur Martin Knobbe (48), Politikressortleiter und Co-Chef des Berliner "SPIEGEL"-Büros, räumte den Aktivisten unter der Überschrift "Krawall der Jungen" gleich mehrere vollmundige Absätze zur vorgenannten Selbstdarstellung ein und zitiert im Sinne der typischen "SPIEGEL-Deutungshoheit" krude Ätz-Kritik (u.a. Korruptionsfälle, Klima) an der Parteiführung.Einzige Quellen für den "SPIEGEL": Die erbärmliche E-Mail einer angeblichen "Rosa Schneider" und ein im Juni 2021 eingerichteter Twitter-Account – beides wie nicht anders zu erwarten, ein großmäuliger Fake, nicht aber für den sich selbst als deutsches "LEITMEDIUM" sehenden "SPIEGEL", der Betrachter könnte wieder einmal kotzen, bei so viel "SPIEGEL"-Deutungshoheit!" Selbst beim völlig überzogenen Schlusssatz wurde der "SPIEGEL" nicht misstrauisch. O-Ton: „Unser Fazit ist, dass das Regierungsprogramm nicht zukunftsfähig ist.“ Der Kommentar des Spiegels: Die Gruppe stehe wohl „noch ganz am Anfang“, aber „an Selbstbewusstsein mangelt es ihren Vertreterinnen und Vertretern nicht.“ Natürlich hatten die meisten Medien den Fake direkt geahnt. Eine CDU-Sprecherin hierzu nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG: „Sehr viele Journalisten haben uns am Montag angerufen und sich erkundigt, ob es die Informationen stimmen. Denen konnten wir sagen, dass es die angebliche Organisation schlicht nicht gibt.“ Ein Prost auf den "SPIEGEL" und JA, es ist gut so, dass alte Rechnungen immer wieder täglich neu beglichen werden, das vergeht so manchem "Journalisten" das große Maul in der wichtigtuerischen Selbstüberschätzung! (P.Hansen--BTZ)
Fußball: Gastland Katar startet nur mit einem Remis in Gold Cup
Katar ist mit einem Remis gegen Panama in den Gold Cup gestartet. Das Gastland, das als Teil der Vorbereitung auf die WM 2022 an dem Fußball-Turnier teilnimmt, kam in Houston trotz dreimaliger Führung zum Auftakt in der Gruppe D nicht über ein 3:3 hinaus. Die Partie war aufgrund einer Wetterwarnung zwei Stunden später als geplant angepfiffen worden.
Taliban: Einnahme von Grenzposten - Regierung widerspricht
Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan haben nach eigenen Angaben einen strategisch wichtigen Grenzübergang nach Pakistan erobert. Taliban-Kämpfer hätten die Grenzstadt Wesch in der südlichen Provinz Kanadahar eingenommen und damit die wichtige Straße zwischen dem Grenzübergang Spin Boldak und dem pakistanischen Schaman unter ihrer Kontrolle, erklärte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid am Mittwoch. Die afghanische Regierung erklärte hingegen, der Angriff sei "abgewehrt" worden.
USA: Ganze 3,5-Billionen-Dollar-Paket für neue Innovationen
Führende Demokraten im US-Kongress haben sich auf ein Billionen schweres Paket zur Finanzierung von zentralen Regierungsvorhaben wie Klimaschutzinitiativen und einer Ausweitung der Krankenversicherung verständigt. Die Demokraten im Haushaltsausschuss der Kongresskammer verkündeten am Dienstagabend (Ortszeit) nach einem Treffen mit dem Senats-Mehrheitsführer Chuck Schumer, für die entscheidenden Vorhaben von US-Präsident Joe Biden sollten bis zu 3,5 Billionen Dollar (fast drei Billionen Euro) bereitgestellt werden.
US-Basketballer feiern großen Sieg in Olympia-Vorbereitung
Die Basketball-Nationalmannschaft der USA hat nach zwei Niederlagen in Folge kurz vor den Olympischen Spielen (23. Juli bis 8. August) wieder in die Spur zurückgefunden. Die Mannschaft von Trainer Gregg Popovich setzte sich in Las Vegas auch dank NBA-Superstar Kevin Durant (17 Punkte) im dritten Testspiel 108:80 gegen Argentinien durch.
Biden attackiert Republikaner in Streit um Wahlrechtsreformen
US-Präsident Joe Biden hat den oppositionellen Republikanern im Streit um Wahlrechtsreformen einen beispiellosen Angriff auf die Demokratie vorgeworfen. Die USA würden derzeit einen "breitangelegten Angriff auf das Wahlrecht" erleben, sagte Biden am Dienstag in Philadelphia. "Wir haben es mit der größten Herausforderung für unsere Demokratie seit dem Amerikanischen Bürgerkrieg zu tun. Das ist keine rhetorische Übertreibung."
Hollywood: Asche von Zsa Zsa Gabor in Budapest beigesetzt
Fast fünf Jahre nach ihrem Tod in den USA hat die Hollywood-Legende Zsa Zsa Gabor eine Grabstätte in ihrer Geburtsstadt Budapest erhalten. In einer Zeremonie wurde am Dienstag eine Urne mit der Asche der weltberühmten Diva in der ungarischen Hauptstadt beigesetzt. "Während ihrer gesamten Karriere hat sie nie ihre Heimat vergessen", sagte Gabors letzter Mann, der deutsche Prinz Frederic von Anhalt.
Venedig: Italien verbannt endlich die großen Kreuzfahrtschiffe
Ab dem 1. August dürfen große Kreuzfahrtschiffe nicht mehr in die Lagunenstadt Venedig einlaufen. Die Entscheidung gab Infrastrukturminister Enrico Giovannini am Dienstag nach einer Kabinettssitzung bekannt.
Fußball - ProFans: "50+1-Regel ist die wohl letzte Bastion"
Vor dem Treffen der 36 Profiklubs unter dem Dach der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Mittwoch hat das Bündnis ProFans energisch zum Festhalten an der 50+1-Regel aufgerufen. "Die 50+1-Regel ist die letzte Bastion, die die demokratischen Mitbestimmungsrechte der Vereinsmitglieder bewahrt und die verhindert, dass allein die wirtschaftlichen Interessen von Investoren über das Schicksal der Lizenzmannschaften entscheiden", sagte ProFans-Sprecher Jörn Brauer in einem Statement.
Corona-Lockdown in Sydney wird um zwei Wochen verlängert
Der Corona-Lockdown in Australiens größter Stadt Sydney wird bis Ende Juli verlängert. Um die Ausbreitung der Delta-Variante unter Kontrolle zu bringen, bleiben die Beschränkungen für die gut fünf Millionen Einwohner der Metropole mindestens zwei weitere Wochen in Kraft, wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Dienstag ankündigte. Ursprünglich sollten die Maßnahmen am Freitag aufgehoben werden.
EU-Kommission stellt Pläne für klimafreundlichere Wirtschaft vor
Die Europäische Kommission stellt am Mittwoch in Brüssel ihre Pläne für eine erhebliche Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes vor. Das Klimapaket sieht neben neuen Zöllen, Steuern und Zielvorgaben etwa auch das faktische Ende des Verbrennungsmotors vor. So soll die europäische Wirtschaft darauf vorbereitet werden, bis 2030 mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgas im Vergleich zu 1990 auszustoßen.
Gedenken an Nizza-Anschlag mit 86 Toten vor fünf Jahren
In Nizza wird am Mittwoch an den Anschlag mit 86 Toten vor fünf Jahren erinnert (ab 15.30 Uhr). Zu den Gedenkfeiern werden unter anderem der französische Regierungschef Jean Castex sowie die Familien der Opfer erwartet. Ein Tunesier war am französischen Nationalfeiertag 2016 mit einem Lastwagen auf die Uferpromenade von Nizza gerast. Er tötete 86 Menschen und verletzte mehr als 200 weitere, bevor er von der Polizei erschossen wurde.
Zu wohl letzten Mal: Bundeskanzlerin Merkel reist in die USA
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am Mittwoch in die USA. In der Hauptstadt Washington wird sie am Donnerstag von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen. Bei den Gesprächen dürfte es unter anderem um den Streit um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gehen. Das Thema belastet weiterhin die deutsch-amerikanischen Beziehungen, die sich nach Bidens Amtsantritt im Januar und dem Abgang seines Vorgängers Donald Trump ansonsten spürbar verbessert haben.
CSU-Bundestagsabgeordnete: Sommerklausur mit Chef Söder
Rund zweieinhalb Monate vor der Bundestagswahl trifft sich die CSU-Landesgruppe im Bundestag am Mittwoch zu einer Klausurtagung im oberbayerischen Kloster Seeon. Zu Beginn des zweitägigen Treffens wollen CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und CSU-Chef Markus Söder die Abgeordneten auf den Wahlkampf einstimmen.
Merkel spricht mit Menschen über ihre Corona-Erfahrungen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Mittwoch in einem digitalen Bürgerdialog mit jungen und mit älteren Menschen über deren Erfahrungen in der Corona-Pandemie austauschen. Teilnehmer der Gesprächsrunde sind Menschen bis 25 Jahre und über 65 Jahren. Beides seien "Generationen, die in der Pandemie ganz große Belastungen erfahren und schwere Einschränkungen haben hinnehmen müssen", erklärte die Bundesregierung vorab. Darüber wolle die Bundeskanzlerin im direkten Gespräch mehr erfahren.
Die ICANN greift durch: Website von Hackergruppe REvil offline
Knapp zwei Wochen nach den massiven Cyberangriff auf die US-IT-Firma Kaseya ist die Website der hinter der Attacke vermuteten Hackergruppe offline gegangen. Die Gruppe REvil sei "offenbar aus dem Darknet verschwunden", schrieb der Cybersicherheits-Experte Allan Liska von der Firma Recorded Future auf Twitter. Die Website sei seit Dienstagmorgen nicht mehr erreichbar.
160 weitere Gräber nahe Internat für Kinder in Kanada entdeckt
In Kanada sind erneut dutzende anonyme Gräber auf dem Gelände eines ehemaligen Internats für Kinder von Ureinwohnern gefunden worden. Mehr als 160 Gräber seien auf dem früheren Schulgelände auf der Kuper-Insel entdeckt worden, erklärte der Chef des Stammes der Penelakut, Joan Brown. In dem Internat auf der Insel westlich von Vancouver waren vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1975 Kinder von Ureinwohnern unterrichtet worden.
Fußball-Olympiasiegerin Goeßling tritt zurück
Die 106-malige Fußball-Nationalspielerin Lena Goeßling hat ihre aktive Laufbahn für beendet erklärt. Das teilte die 35 Jahre alte Olympiasiegerin von Rio 2016 am Dienstagabend bei Instagram mit. Goeßlings Vertrag beim DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg war am 30. Juni ausgelaufen.
Regierung will Auflagen bei der Einreise vereinfachen
Die Bundesregierung will noch während der Urlaubssaison die Regeln für das Einreisen nach Deutschland vereinfachen. Nach Informationen bon BERLINER TAGESZEITUNG vom Dienstag werden möglicherweise alle Einreisenden verpflichtet, einen Genesenen- oder Impfnachweis vorzulegen oder sich testen zu lassen. Die Kategorie des einfachen Risikogebiets, in die vergangene Woche ganz Spanien eingestuft worden war, könnte künftig entfallen. Diskutiert wird, dass künftig jeder Einreisende aus dem Ausland den Nachweis über Genesung, Impfung oder Testung auf Verlangen vorzeigen muss. So gilt es jetzt bereits bei Flugreisen. Die Bundesregierung nutzt das Auslaufen der derzeitigen Einreiseverordnung Ende Juli, um eine neue Version zu erarbeiten. Damit soll offenbar auch ein Anreiz geschaffen werden, dass sich wieder mehr Menschen gegen das Coronavirus impfen. Die Kampagne ist derzeit ins Stocken geraten. Mit der Vereinfachung kann die Kategorisierung als einfaches Risikogebiet entfallen. Dann blieben noch die Hochinzidenzgebiete - mit zehn Tage Quarantäne für Nicht-Geimpfte, die nach fünf Tagen durch Freitesten beendet werden kann. In den Virusvariantengebieten soll keine Verkürzung der Quarantäne möglich sein. Zur Zeit laufen die Abstimmungen innerhalb der Regierung und mit den Ländern. Die neue Verordnung soll Anfang August in Kraft treten. "Mit Impfung ist Reisen leichter, man erspart sich bei Einreise das Testen, sagte ein Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Und in der Regel müssen Geimpfte nicht in Quarantäne." Möglicherweise wird die Kategorie "Risikogebiet" künftig fallen. Dann gäbe es nur noch Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete. Über einen entsprechenden Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums hatte BERLINER TAGESZEITUNG zuvor erfahren. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soll die Quarantäne nach Aufenthalt im Hochrisikogebiet demnach nach dem fünften Tag nach Einreise enden. (A. Bogdanow--BTZ)
Kuba: Aktivisten melden Festnahmen nach Protesten
Im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten in Kuba sind nach Angaben von Aktivisten etwa hundert Menschen festgenommen worden. Als festgenommen oder vermisst gemeldet galten am Montagabend (Ortszeit) nach Angaben übereinstimmender Quellen unter anderen der bekannte Dissident José Daniel Ferrer und die für eine spanische Zeitung tätige Journalistin Camila Acosta. Laut der Organisation Netblocks blockierten die kubanischen Behörden Internetdienste wie Whatsapp und Facebook, um den Regierungskritikern den Informationsaustausch zu erschweren. Die Protestbewegung San Isidro bezifferte die bis Montagabend festgenommenen oder als vermisst gemeldeten Menschen auf 114. In einer Twitter-Botschaft verurteilte die ranghohe US-Diplomatin Julie Chung Gewalt gegen Demonstranten und das "Verschwinden unabhängiger Aktivisten", darunter neben Ferrer auch die Dissidenten Guillermo "Coco" Fariñas, Luis Manuel Otero Alcantara und Amaury Pacheco. Spaniens neuer Außenminister José Manuel Albares zeigte sich bestürzt über die Festnahme der kubanischen Journalistin Acosta, die zuletzt für die konservative spanische Zeitung "ABC" gearbeitet hatte. Acosta müsse "sofort" freigelassen werden, erklärte Albares. "Spanien verteidigt das Recht auf freien und friedlichen Protest und ruft die kubanischen Behörden dazu auf, dasselbe zu tun", fügte er hinzu. Acosta war nach Angaben des "ABC"-Redakteurs Alexis Rodríguez am Montag festgenommen worden. Für "ABC" war sie demnach sechs Monate lang tätig gewesen. Sie schrieb zudem für die oppositionelle Website "Cubanet". Seine Festnahme schilderte auch der Regisseur und Oppositionelle Yunior Garcia, der zu den bekanntesten Gesichtern der Künstler-Protestbewegung 27N gehört. Im Online-Dienst Facebook warf Garcia den Sicherheitskräften sowie einer "Horde radikaler Konservativer" vor, ihn und seine Freunde geschlagen zu haben. "Wir wurden wie Müll behandelt", schrieb der Regisseur. In Kuba waren am Sonntag tausende Menschen auf die Straße gegangen, um ihrem Unmut über die schlimmste Wirtschaftskrise seit 30 Jahren Ausdruck zu verleihen. Die Demonstrationen fanden in dutzenden Städten statt. Protestteilnehmer riefen unter anderem "Freiheit" und "Nieder mit der Diktatur". Die landesweiten Demonstrationen sind für Kuba extrem ungewöhnlich. Die einzigen erlaubten Versammlungen sind normalerweise Veranstaltungen der Kommunistischen Partei. Daten der in London ansässigen Organisation Netblocks zeigten, dass der Zugang zu Messengerdiensten und Online-Netzwerken wie Whatsapp, Telegram, Facebook und Instagram in Kuba am Montag beschränkt war. Die gesamte Telekommunikation in Kuba ist staatlich gesteuert. Dies ermöglicht den Behörden des kommunistischen Landes die Zensur von Websites. Netblocks erklärte, Kuba gehe derzeit ähnlich rigoros gegen Regierungskritiker im Internet vor wie bereits im November 2020, als es in Havanna Demonstrationen für mehr künstlerische Freiheit gegeben hatte. (F. Dumont--BTZ)
24 Emmy-Nominierungen für "The Crown" / "The Mandalorian"
Die britische Royal-Serie "The Crown" und die Star-Wars-Serie "The Mandalorian" gehen mit jeweils 24 Nominierungen in das Rennen um die diesjährigen Emmy Awards. Die beiden Erfolgsserien, die unter anderem Chancen auf den Preis als beste Drama-Serie haben, landeten damit am Dienstag bei der Verkündung der Emmy-Nominierungen an der Spitze.
Hunderte Kollegen nehmen Abschied von verstorbenem georgischen Kameramann
Hunderte Journalistinnen und Journalisten haben in Georgien den nach einem Angriff gestorbenen Kameramann Alexander Laschkarawa geehrt. Die Menge vor Laschkarawas Haus brach in Applaus aus, als dessen Leichnam vor der Beerdigung am Dienstag in einem Sarg durch ein Spalier von Kollegen getragen wurde. Der 37-Jährige Mitarbeiter des TV-Senders Pirveli war knapp eine Woche vor seinem Tod von schwulenfeindlichen Demonstranten verprügelt worden.
108. Tour de France: Konrad gewinnt dritte Pyrenäen-Etappe
Der österreichische Straßenradmeister Patrick Konrad hat dem deutschen Team Bora-hansgrohe den zweiten Etappensieg bei der 108. Tour de France beschert. Der 29-Jährige setzte sich am Dienstag auf dem 16. Teilabschnitt nach 169 km von Pas de la Case in Andorra nach Saint-Gaudens in den Pyrenäen als Solist durch und holte damit seinen ersten Tageserfolg bei der Frankreich-Rundfahrt.
Nach Sturm auf Wembley: UEFA leitet Disziplinarverfahren ein
Nach dem Sturm Dutzender Fußballfans auf das Wembley-Stadion vor dem EM-Finale zwischen England und Italien (2:3 i.E.) und weiteren Störungen im Rahmen des Spiels hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) mehrere Disziplinarverfahren gegen den englischen Verband (FA) eingeleitet.
Toter nach Bootsunfall an Neiße-Wehr bei Görlitz geborgen
Drei Tage nach einem Bootsunfall an einem Neiße-Wehr bei Görlitz haben Polizisten in dem Fluss eine Leiche gefunden. Die Identität des Toten sei noch nicht geklärt, teilte die Polizei in der sächsischen Stadt am Dienstag mit. Es könnte sich dabei allerdings um einen 34-Jährigen handeln, der seit dem Unglück am Samstag vermisst wird. Er war gemeinsam mit einer 32-Jährigen unterwegs, die gerettet wurde.
Guinness-Buch: Ältestes Kino der Welt steht in Südfrankreich
Das Guinness-Buch der Rekorde hat ein Kino in Südfrankreich als das älteste der Welt anerkannt. Das Eden-Filmtheater in der Hafenstadt La Ciotat an der Mittelmeerküste sei das "älteste für diesen Zweck gebaute Kino, das noch in Betrieb ist", erklärte der Guinness-Buchverlag. Das 1889 eröffnete Theater zeigte in den Jahren nach seiner Gründung einige der ersten Filme der Lumière-Brüder, die als Erfinder des Kinos gelten.
DFB-Sportgericht: Kein Verfahren gegen Knobloch anhängig
Das Aus für Bernd Knobloch als kommissarischer Vorsitzender der DFB-Ethikkommission hat im Nachgang noch einmal einen faden Beigeschmack bekommen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ließ am Dienstag wissen, dass "nunmehr keine Verfahren mehr" gegen Knobloch anhängig sind.
Boeing muss Nachbesserungen an 787 Dreamliner vornehmen
Wegen neuer Probleme bei der 787 Dreamliner bremst der US-Flugzeugbauer Boeing die Produktion der Maschinen. Boeing erklärte am Dienstag, bei noch nicht ausgelieferten Flugzeugen dieses Typs seien "Überarbeitungen" notwendig. Deswegen würden "Produktionsressourcen" für einige Wochen umgeschichtet. Nähere Angaben zu dem Problem machte Boeing nicht.