Letzte Nachrichten
Bund und Länder legen Corona-Kurs für die kommenden Monate fest
Die Spitzen von Bund und Ländern haben sich am Dienstag auf eine Reihe von Corona-Maßnahmen verständigt, um eine vierte Infektionswelle nach den Ferien abzuwenden. Die wichtigsten Neuerungen: Die kostenlosen Corona-Bürgertests werden am 11. Oktober abgeschafft, die Getesteten werden selbst zur Kasse gebeten. Zugleich kommen auf die noch nicht Geimpften ab 23. August verschärfte Testvorschriften zu, wenn sie Angebote in Innenräumen wahrnehmen wollen.
Kostenlose Corona-Bürgertests enden am 11. Oktober
Die kostenlosen Corona-Bürgertests werden am 11. Oktober abgeschafft. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder beschlossen am Dienstag, dass die Getesteten die Kosten dann selbst tragen müssen. Gratistests soll es aber weiter für Menschen geben, die nicht geimpft werden können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt - "insbesondere Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren", wie es in dem beschlossenen Papier heißt.
Ministerpräsidentenkonferenz beschließt neue Testpflicht für Ungeimpfte
Die Ministerpräsidentenkonferenz hat zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine neue Testpflicht für Ungeimpfte beschlossen. Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft ist, muss ab dem 23. August für Veranstaltungen in Innenräumen einen negativen Coronatest vorlegen. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und Schüler. Merkel sagte, es werde nun angesichts steigender Infektionszahlen bei allen Ungeimpften voll auf das Testen gesetzt.
Bund und Länder einigen sich auf Fluthilfefonds mit 30 Milliarden Euro
Knapp vier Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe haben sich Bund und Länder auf einen nationalen Wiederaufbaufonds mit 30 Milliarden Euro geeinigt. Das gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag nach einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin bekannt. Mit dem Geld soll der längerfristige Aufbau der Flutgebiete finanziert werden.
Als ausgestorben geltendes Sumpfkrokodil in Bangladesch eingefangen
In Bangladesch ist ein Sumpfkrokodil gefangen worden, das in dem Land seit Jahrzehnten als ausgestorben galt. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, wurde das 2,3 Meter lange und zehn bis zwölf Jahre alte männliche Tier erstmals Ende Juli in einem Dorf im Bezirk Faridpur in Zentralbangladesch am Flussufer des Ganges gesichtet.
IW: Schäden von bis zu 100 Millionen Euro täglich durch Bahnstreik
Durch den am Dienstag von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angekündigten Bahnstreik könnten der deutschen Wirtschaft täglich Schäden von bis zu 100 Millionen Euro entstehen. Dies zeigten Erfahrungswerte aus früheren GDL-Streiks, erklärte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Dienstag. Insbesondere wenn sich die Fahrdienstleiter in größerem Ausmaß am Streik beteiligten, könne die Kostenrechnung weiter ansteigen, warnte das IW.
Coldplay, Billie Eilish und Ed Sheeran singen für Klimaschutz und gegen Armut
Internationale Stars wie Coldplay, Billie Eilish und Ed Sheeran singen im September bei Konzerten weltweit für den Klimaschutz, gegen Armut und für mehr Impf-Gerechtigkeit. Die Konzerte am 25. September in Städten wie Paris oder New York fänden statt, damit "Regierungen, Großunternehmen und Menschenfreunde zusammenarbeiten, um den Planeten zu schützen und Armut zu besiegen", teilte die Organisation Global Citizen am Dienstag mit. Das Event soll 24 Stunden lang von Fernsehsendern und in Online-Medien übertragen werden
So wenig Flugreisende an deutschen Flughäfen wie zuletzt 1971 im ersten Halbjahr 2021
Die Nachfrage nach Passagierflügen ist auch im ersten Halbjahr 2021 historisch niedrig geblieben. An deutschen Flughäfen sanken die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 im ersten Halbjahr 2021 um 86 Prozent, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Dienstag erklärte. Jedoch zieht die Nachfrage seit dem Sommer demnach wieder deutlich an.
Verbraucherschützer fordern Herstellerabgabe auf zuckrige Getränke
Im Kampf gegen Übergewicht und Fehlernährung wollen Verbraucherschützer die Hersteller besonders zuckerhaltiger Getränke mit einer Abgabe zur Kasse zu bitten - und damit verstärkte Anreize für gesündere Getränke schaffen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) veröffentlichte am Dienstag ein Positionspapier, in dem die Einführung einer Herstellerabgabe gefordert wird, die proportional zum Zuckergehalt der Getränke ansteigt.
Taliban erobern weitere Provinzhauptstadt in Afghanistan
Die radikalislamischen Taliban haben nach übereinstimmenden Berichten eine weitere Provinzhauptstadt in Afghanistan erobert. Die Stadt Farah in der gleichnahmigen Provinz im Westen des Landes sei an die Taliban gefallen, meldeten die Extremisten am Dienstag ebenso wie ein Provinzabgeordneter.
Rund 90 Festnahmen bei großangelegter Razzia bei Leiharbeiterfirmen in NRW
Bei einer großangelegten Razzia bei Leiharbeiterfirmen in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag etwa 90 Menschen mit mutmaßlich falschen Ausweisen festgenommen worden. Im Einsatz waren seit dem Morgen mehr als 500 Kräfte des Zolls und der Bundespolizei, wie das Hauptzollamt in Krefeld mitteilte. Ermittelt werde gegen fünf Beschuldigte im Zusammenhang mit zwei Leiharbeiterfirmen in Jüchen und Grevenbroich.
Putin ordnet verstärkten Einsatz gegen Waldbrände in Sibirien an
Im Kampf gegen die sich weiter ausbreitenden Waldbrände in Sibirien hat Russlands Präsident Wladimir Putin einen verstärkten Einsatz gegen die Feuer angeordnet. Er wies das Notfallministerium an, die Maßnahmen zur Brandbekämpfung in der besonders betroffenen Region Jakutien in Nordsibirien zu verstärken, wie der Kreml am Dienstag erklärte. Nach Angaben der örtlichen Behörden sind in der dünn besiedelten Region derzeit mehr als 4200 Feuerwehrleute im Einsatz.
Merkel und Länderchefs stemmen sich gegen vierte Corona-Welle
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Wichtigstes Ziel ist es, durch eine Beschleunigung der ins Stocken geratenen Impfkampagne eine vierte Infektionswelle zu verhindern. Die bisher kostenlosen Corona-Schnelltests sollen im Oktober für die meisten Bürger abgeschafft werden. Die vorab bekannt gewordene Beschlussvorlage sieht zudem einen Wiederaufbau-Fonds für die Hochwasser-Katastrophengebiete vor.
Berlin will Gebäude stärker begrünen
Die Berliner Landesregierung will Gebäude stärker begrünen und ändert dazu die Bauordnung. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde am Dienstag beschlossen, wie der Senat nach seiner Sitzung mitteilte. Der Entwurf sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2024 ein Fünftel eines neu zu bebauenden Grundstücks zu begrünen ist.
Zehntausende fliehen innerhalb Afghanistans vor den Taliban
Der Vormarsch der radikalislamischen Taliban hat innerhalb Afghanistans zehntausende Menschen in die Flucht getrieben. Familien flohen aus den kürzlich von der Miliz eroberten Städten in die Hauptstadt Kabul und weitere Großstädte, viele berichteten vom brutalen Vorgehen der Islamisten. In Doha berieten am Dienstag nach Angaben eines AFP-Reporters Vertreter der internationalen Gemeinschaft über die Lage, unter ihnen der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad.
Womöglich mehr als 8500 unwirksame Impfungen in niedersächsischem Impfzentrum
In einem Impfzentrum in Ostfriesland könnten womöglich viel mehr unwirksame Corona-Impfungen verabreicht worden sein als ursprünglich befürchtet. Wie das niedersächsische Landesgesundheitsamt und der Landkreis Friesland am Dienstag mitteilten, könnte ein Mitarbeiterin dort im Frühjahr bis zu 8557 Spritzen lediglich mit Kochsalzlösung aufgezogen haben. Bislang war lediglich von einer geringen Zahl von möglichen Fällen ausgegangen worden. Alle Betroffenen werden nun umgehend informiert und nachgeimpft.
Stiko-Chef Mertens bei Auffrisch-Impfungen zurückhaltend
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat sich zurückhaltend zu dem Vorhaben der Regierung geäußert, im September mit Auffrisch-Impfungen gegen das Coronavirus zu beginnen. "Hier handelt es sich um eine politische Vorsorgemaßnahme ohne ausreichende medizinische Evidenz", sagte Mertens der Zeitung "Die Welt" (Mittwochsausgabe). Allerdings gebe es auch keine Hinweise darauf, dass eine solche Drittimpfung schädlich sein könnte.
Deutsche Unternehmen wollen weiter auf globale Lieferketten setzen
Die Corona-Pandemie hat sich massiv auf die internationalen Lieferketten ausgewirkt - dennoch wollen nur wenige deutsche Unternehmen die globale Beschaffung künftig ersetzen und stattdessen neue nationale Lieferketten aufbauen. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Münchener Ifo-Instituts für die Konrad-Adenauer-Stiftung hervorgeht, will von 5000 befragten Unternehmen nur jedes zehnte in Zukunft vermehrt auf heimische Lieferketten setzen.
Bundestag soll sich voraussichtlich am 25. August mit Fluthilfe befassen
Der Bundestag wird voraussichtlich am 25. August über den geplanten Wiederaufbaufonds für die von der Hochwasserkatastrophe getroffenen Regionen beraten. Diesen Termin fassen die Koalitionsfraktionen ins Auge, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus Parlamentskreisen erfuhr. Der Kabinettsbeschluss zu dem Fonds ist derzeit für den 18. August geplant.
Bayer erleidet erneute Niederlage in US-Glyphosatverfahren
Im Streit um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup hat der Bayer-Konzern in den USA erneut eine juristische Niederlage erlitten. Ein Berufungsgericht im kalifornischen San Francisco bestätigte am Montag ein Urteil aus dem Jahr 2019 zu Gunsten eines Ehepaares, das seine Krebserkrankung auf die jahrelange Nutzung des Mittels zurückführt. Zugleich erhielt das Gericht aber die Reduzierung der Strafzahlung und Entschädigung von zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) auf 86,7 Millionen Dollar aufrecht.
Merkel und Ministerpräsidenten beginnen Beratungen über Umgang mit Corona-Lage
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder haben am Dienstagmittag Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie aufgenommen. Das ursprünglich auf 12.30 Uhr angesetzte Spitzentreffen begann etwas später als geplant, wie es aus Regierungskreisen weiter hieß.
Flick plant weiter mit Müller und Hummels
Der neue Bundestrainer Hansi Flick plant weiter mit den für die Fußball-EM zurückgekehrten Thomas Müller und Mats Hummels. "Die besten Spieler werden eingeladen. Wenn sie Top-Leistung abrufen, dann sind sie Teil dieser Mannschaft", sagte Flick bei seiner Vorstellung in Frankfurt/Main.
Fridays for Future will am Freitag in Frankfurt am Main demonstrieren
Aktivisten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future wollen am Freitag im Bankenviertel von Frankfurt am Main gegen Investitionen der Finanzbranche in klimaschädliche Industriezweige demonstrieren. Wie die Bewegung am Dienstag mitteilte, werden sich mehr als 70 Ortsgruppen aus dem gesamten Bundesgebiet an "großen und bunten Aktionen" beteiligen, die "den normalen Ablauf im Bankenviertel stören" sollen. Weitere Organisationen wollten sich beteiligen, darunter etwa Greenpeace und die Verdi-Jugend.
Kahn: "Denken nicht über Verpflichtung von Ribery nach"
Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn hat Gerüchte über eine mögliche Rückholaktion von Altstar Franck Ribery zurückgewiesen. Er habe sich in den letzten Tagen zwar das ein oder andere Mal mit dem 38 Jahre alten Franzosen getroffen, "wir hatten viel Spaß und nette Gespräche. Aber über eine Verpflichtung denken wir nicht nach. Wir haben einen sehr guten Kader", stellte Kahn am Dienstag klar.
Flick dankt Vorgänger Löw für "herausragende Arbeit"
Der neue Bundestrainer Hansi Flick hat seinem Vorgänger Joachim Löw für die Erfolge in der Vergangenheit gedankt. Löw habe "eine herausragende Arbeit geleistet", sagte Flick bei seiner Vorstellung auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main: "Ich habe ihm sehr viel zu verdanken, weil er auch mich gefördert hat."
Vater bestätigt Sensations-Transfer von Messi zu PSG
Der Sensationstransfer ist offenbar perfekt: Der sechsmalige Weltfußballer Lionel Messi wechselt ablösefrei zum französischen Spitzenklub Paris St. Germain. Dies bestätigte sein Vater und Manager Jorge laut spanischen Medien am Dienstag.
AFP: Messi trifft am Dienstagnachmittag in Paris ein
Nach Informationen der Nachrichten-Agentur AFP wird der sechsmalige Weltfußballer Lionel Messi am Dienstagnachmittag in Paris eintreffen. Der 34-Jährige steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Paris St. Germain.
56-Jähriger soll Mädchen in Hamburger Gartenlaube sexuell missbraucht haben
In Hamburg soll ein 56-Jähriger drei Mädchen in seiner Gartenlaube sexuell missbraucht haben. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, wurden am Dienstag die Wohnung des Manns und seine Laube durchsucht. Die Taten sollen sich demnach im Frühjahr ereignet haben. Bei den Opfern handelte es sich den Angaben zufolge um die elfjährige Tochter einer Bekannten sowie zwei Freundinnen des Mädchens im Alter von acht und zehn Jahren.
Bayern-Boss Kahn: "Die Jagd ist eröffnet"
Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn erwartet nach neun Meisterschaften in Folge einen heißen Kampf um den historischen Titel Nummer zehn. "Die Jagd ist eröffnet. Die Mannschaft weiß, dass die anderen kein großes Interesse daran haben, dass wir zum zehnten Mal in Folge oben stehen. Sie werden alles versuchen, uns da wegzukriegen", sagte Kahn am Dienstag bei einem PR-Termin in München.
Konjunkturerwartungen von Finanzexperten sinken erneut
Die Konjunkturerwartungen von Finanzmarktexpertinnen und -experten in Deutschland haben sich im August weiter verschlechtert. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sank um 22,9 Punkte auf einen neuen Wert von 40,4 Punkten. "Die ZEW-Konjunkturerwartungen gehen zum dritten Mal in Folge zurück", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach am Dienstag. "Dies weist auf zunehmende Risiken für die deutsche Konjunktur hin, wie etwa eine mögliche vierte Covid-Welle ab Herbst oder eine Abschwächung des Wachstums in China."
Lokführer kündigen Streik an - Bahn verringert Fernverkehrsangebot
Bahnreisende müssen sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen: Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn (DB) hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu Streiks aufgerufen. Wie GDL-Chef Claus Weselsky in Frankfurt am Main sagte, soll die erste Arbeitskampfmaßnahme am Dienstagabend ab 19.00 Uhr im Güterverkehr beginnen, um 02.00 Uhr am Mittwochmorgen sollen dann Streiks im gesamten Personenverkehr und auch der Infrastruktur folgen. Die Bahn reagierte mit Ersatzfahrplänen und kritisierte die Streiks als "unnötig und völlig überzogen".
GDL ruft zu Streiks bei der Bahn bereits ab Dienstagabend auf
Bahnreisende müssen sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen: Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu Streiks aufgerufen. Wie GDL-Chef Claus Weselsky in Frankfurt am Main sagte, soll die erste Arbeitskampfmaßnahme am Dienstagabend ab 19.00 Uhr im Güterverkehr beginnen, um 02.00 Uhr am Mittwochmorgen sollen dann Streiks im gesamten Personenverkehr und auch der Infrastruktur folgen. Die Bahn kritisierte die Streiks als "unnötig und völlig überzogen".