Letzte Nachrichten
Chinesischer Immobilienkonzern Evergrande verkauft Anteile an chinesischer Bank
Der in Schieflage geratene chinesische Immobilienkonzern Evergrande wird Anteile an der chinesischen Shengjing Bank verkaufen, um dringend benötigtes Kapital aufzunehmen. Der Wert der Anteile belaufe sich auf 1,5 Milliarden Dollar (1,28 Milliarden Euro), wie der Immobilienkonzern am Mittwoch erklärte. Das Unternehmen versinkt unter einer erdrückenden Schuldenlast, es droht die Insolvenz.
Prozess gegen Londoner Ex-Polizisten wegen Mordes und Vergewaltigung geht zu Ende
Zum Abschluss des Prozesses um die Ermordung der Londonerin Sarah Everard hat die Anklage ausgeführt, wie der mutmaßliche Täter, ein damaliger Polizist, die 33-Jährige mit einer "falschen Festnahme" in seine Gewalt brachte. Der Angeklagte Wayne C., der einer Einheit zum Schutz von Diplomaten angehörte, sei damals in London an Patrouillen zur Durchsetzung der Corona-Schutzverordnungen beteiligt gewesen, legte Staatsanwalt Tom Little am Mittwoch dar.
Ramelow ruft Land und Partei zu Zusammenwachsen auf
Die anstehende Amtszeit von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) als Bundesratspräsident soll unter dem Motto "zusammen wachsen" stehen. Dies sei nach dem Wahlsonntag noch notwendiger, sagte Ramelow am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Erfurt. Auch seine eigene Partei rief er nach dem schwachen Ergebnis bei der Bundestagswahl dazu auf, wieder zusammenzuwachsen.
EU-Gericht erklärt Entscheidungen zu Abkommen mit Marokko für nichtig
Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat zwei Entscheidungen des Rats zu Abkommen mit Marokko für nichtig erklärt. Es ging um die Frage, ob Marokko und die EU über die Westsahara ohne die Zustimmung von deren Bewohnern entscheiden dürfen. Das Gericht gab der Befreiungsbewegung der Westsahara, Frente Polisario, größtenteils Recht. (Az. T-279/19 u.a.)
Grüne und FDP tagen am Freitag in größerer Runde
Nach ihrem ersten Treffen zum Ausloten einer möglichen Regierungszusammenarbeit am Dienstagabend wollen Grüne und FDP am Freitag zu einer neuen Gesprächsrunde mit einem größeren Teilnehmerkreis zusammenkommen. "Dabei sollen erste inhaltliche Fragen vertieft werden", sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing am Mittwoch in Berlin. Voraussichtlich am Samstag will die FDP demnach mit der Union sprechen, am Sonntag dann mit der SPD.
Umfrage: Jeder vierte Deutsche Opfer von Cyberkriminalität
In Deutschland ist bereits jeder Vierte Opfer von Kriminalität im Internet geworden. Insbesondere junge Menschen zwischen 19 und 29 Jahren unterschätzen die Gefahr und sind am häufigsten betroffen, wie aus dem am Mittwoch vorgestellten "Digitalbarometer 2021" des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes hervorgeht. Demnach erlebten 31 Prozent der Betroffenen Fremdzugriffe auf einen Online-Account und 28 Prozent luden Schadsoftware herunter.
Mützenich drängt FDP und Grüne zu raschen Gesprächen mit SPD
SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat Grüne und FDP aufgefordert, möglichst bald mit der SPD über eine mögliche Regierungskoalition zu reden. Die beiden Parteien sollten "klug genug sein, das Angebot von uns, jetzt bald Gespräche, Sondierungen für eine Koalition zu führen, auch zu ergreifen", sagte er am Mittwoch in Berlin nach einer Fraktionssitzung. Die SPD stehe "jederzeit" dafür zur Verfügung.
Deutschland: Hunderte afghanische "Ortskräfte" sollen kommen
Die Bundesregierung will einem "Spiegel"-Bericht zufolge in den nächsten Wochen hunderte weitere afghanische Ortskräfte und Schutzbedürftige nach Deutschland holen. Das gehe aus einer internen Ankündigung des Bundesinnenministeriums hervor, berichtete das Magazin am Mittwoch. Es werde dem Auswärtigen Amt (AA) voraussichtlich möglich sein, in den kommenden zwei Monaten wöchentlich rund 200 Menschen über Pakistan auszufliegen, heißt es demnach in dem Schreiben des Innenministerium an beteiligte Behörden.
EU-Kommission will Sanktionen gegen Belarus verschärfen
Im Flüchtlingsstreit mit Belarus will die EU-Kommission die Sanktionen gegen das autoritär regierte Land verschärfen: Brüssel schlug am Mittwoch vor, die Visa-Vergabe an Verantwortliche deutlich zu erschweren. Die EU wirft dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vor, tausende Migranten aus dem Nahen Osten an die Grenzen zu Polen, Litauen und Lettland zu schleusen, um Vergeltung für bisherige Sanktionen zu üben. Zuletzt kamen dabei sechs Migranten ums Leben.
AfD führt relativ gutes Abschneiden im Osten auf dortige Medienskepsis zurück
Die AfD sieht den Grund für ihr relativ gutes Abschneiden im Osten im Misstrauen der Menschen gegen die etablierten Parteien und die öffentlich-rechtlichen Medien begründet. "Die Menschen dort sind ganz anders sozialisiert", sagte AfD-Bundestagsfraktionsgeschäftsführer Bernd Baumann a Mittwoch dem Sender Phoenix. Sie hätten "eine ganz andere Kritik, ein ganz anderes Misstrauen von vorneherein".
Tunesiens Präsident ernennt erstmals eine Frau zur Regierungschefin
In Tunesien ist mit Najla Bouden erstmals eine Frau zur Ministerpräsidentin ernannt worden. Zwei Monate nach der Entmachtung der bisherigen Regierung beauftragte Präsident Kaïs Saïed Bouden, "so schnell wie möglich" eine Regierung zu bilden, wie Saïeds Büro am Mittwoch mitteilte. Die 63-jährige Wissenschaftlerin ist in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Ihre Befugnisse als künftige Regierungschefin sind deutlich eingeschränkt, seitdem Saïed vor einer Woche seine eigenen Machtbefugnisse ausgeweitet hat.
Posthume Anerkennung als kleinste Kuh der Welt
Gut einen Monat nach seinem Tod ist ein gerade einmal kniehohes Rind in Bangladesch als kleinste Kuh der Welt anerkannt worden. Das Guinness-Buch der Rekorde habe der 50,8 Zentimeter hohen Rani den Rekord als kleinste Kuh der Welt zugesprochen, sagte ihr Besitzer Kazi Mohammad Abu Sufian am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Auch auf der Guinness-Website wurde bestätigt, dass Rani einer 61 Zentimeter großen Kuh in Indien namens Manikyam den Rang abgelaufen habe.
Kubicki lobt Verhandlungsgeschick von Habeck
Einsatz des Militärs in britischer Benzin-Krise steht kurz bevor
In Großbritannien steht der Einsatz des Militärs zur Beilegung der Treibstoff-Engpässe kurz bevor. "Ich denke, in den nächsten Tagen werden die Menschen Soldaten sehen, die die Tankwagenflotte fahren", sagte Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng am Mittwoch. Die Regierung habe den Einsatz offiziell gebilligt. 150 Soldaten würden für die Benzin-Auslieferung geschult, 150 weitere hielten sich bei Bedarf bereit.
150 britische Soldaten werden wegen Benzin-Krise für Auslieferung geschult
In Großbritannien ist am Mittwoch der Einsatz des Militärs zur Beilegung der Treibstoff-Engpässe an den Tankstellen vorbereitet worden. 150 Militärangehörige würden für die Benzin-Auslieferung geschult, sagte Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng. Die Regierung habe den Einsatz offiziell gebilligt. "Ich denke, in den nächsten Tagen werden die Menschen Soldaten sehen, die die Tankwagenflotte fahren." 150 weitere Soldaten hielten sich bei Bedarf bereit.
Bafin verhängt Millionenstrafe gegen Onlinebank N26
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat wegen mangelnder Bekämpfung von Geldwäsche eine Strafe von 4,25 Millionen Euro gegen die Onlinebank N26 verhängt. Das Bußgeld sei auf Grundlage des Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten verhängt worden, erklärte die Bafin am Mittwoch. Insgesamt handelt es sich um Bußgelder für "weniger als 50" verspätet eingereichte Verdachtsmeldungen aus den Jahren 2019 und 2020, wie N26 erklärte.
Mont Blanc ist in vier Jahren um knapp einen Meter geschrumpft
Der Mont Blanc, der höchste Berg in der EU, ist nach Expertenangaben in den vergangenen vier Jahren um knapp einen Meter geschrumpft. Nach der jüngsten Messung betrage die Gipfelhöhe nun 4.807,81 Meter, teilte eine Expertengruppe am Mittwoch in Grenoble mit. Eine genaue Erklärung dieses Phänomens bleibe den Klima- und Gletscherforschern überlassen.
Von der Leyen drängt Kosovo und Serbien zu Verhandlungslösung
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Serbien und das Kosovo zu einem Abbau der gegenseitigen Spannungen im Dialog gedrängt. "Es ist sehr wichtig, zu deeskalieren und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um eine Lösung zu finden", sagte sie am Mittwoch bei einem Treffen mit dem kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti in der Hauptstadt Pristina. Sie sei "sehr besorgt über die derzeitige Krise" mit Serbien, bekräftigte sie.
Netflix kauft Spiele-Produzenten Night School Studio
Der US-Streamingdienst Netflix übernimmt im Rahmen seiner erklärten Absicht zur Expansion auf dem Videospiele-Markt das Produktionsunternehmen Night School Studio. Netflix gab am Dienstagabend (Ortszeit) den Kauf des kalifornischen Entwicklers bekannt, der vor allem für das Spiel "Oxenfree" bekannt ist. Netflix lobte unter anderem die "künstlerische Exzellenz" von Night School. Im Juli hatte Netflix angekündigt, sein Imperium über das Angebot von Filmen, Serien, Dokumentarfilmen, Shows und Reality-TV hinaus ausdehnen zu wollen.
Mützenich als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion wiedergewählt
Die SPD-Bundestagsfraktion hat Rolf Mützenich als ihren Vorsitzenden wiedergewählt. Der 62-Jährige erhielt 97 Prozent der Stimmen, wie ein Fraktionssprecher mitteilte. Demnach stimmten 198 von 204 anwesenden Abgeordneten für ihn, es gab vier Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. Die SPD hatte bei der Wahl am Sonntag insgesamt 206 Sitze errungen und ist die größte Fraktion im neuen Bundestag.
Ryanair und Tuifly scheitern vor EU-Gericht mit Klagen gegen Rückzahlung von Beihilfe
Die Fluggesellschaften Ryanair und Tuifly sind am Mittwoch vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) mit Klagen gegen die Rückzahlung von Beihilfen in Österreich gescheitert. Die EU-Kommission hatte 2016 entschieden, dass Vereinbarungen über Dienstleistungen am Flughafen Klagenfurt unzulässige staatliche Beihilfen seien, die zurückgezahlt werden müssten. Bei Tuifly ging es um 10,7 Millionen Euro und bei Ryanair um knapp zwei Millionen. (Az. T-447/18 und T-448/18)
Mehr als 30 Durchsuchungen wegen Kinderpornografie in Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein sind Ermittler am Mittwoch zu diversen Durchsuchungen wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie ausgerückt. Die mehr als 30 Razzien richteten sich gegen Verdächtige im Alter zwischen 15 und 71 Jahren, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Kiel mitteilten. Es gab demnach keine Hinweise darauf, dass die Fälle direkt zusammenhingen oder die Beschuldigten gemeinsam agierten.
Zwei Jahre Haft für früheren engen Vertrauten von Carlos Ghosn gefordert
Im Prozess um die Veruntreuung von Firmengeldern in Millionenhöhe beim Autobauer Nissan hat die Staatsanwaltschaft zwei Jahre Haft gegen den früheren engen Vertrauten des Automanagers Carlos Ghosn, Greg Kelly, gefordert. Für den Autobauer Nissan, der mit angeklagt ist, verlangten die Ankläger in Tokio am Mittwoch zudem Strafzahlungen in Höhe von 200 Millionen Yen (1,54 Millionen Euro).
Slowakischer Millionär Kocner scheitert vor EU-Gericht mit Klage gegen Europol
Der slowakische Millionär Marian Kocner ist am Mittwoch vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg mit einer Klage gegen Europol gescheitert. Kocner muss sich in der Slowakei wegen des Vorwurfs verantworten, den Mord an dem Journalisten Jan Kuciak und dessen Verlobter Martina Kusnirova 2018 in Auftrag gegeben zu haben. Europol warf er vor, im Zusammenhang mit diesen Ermittlungen gegen den Datenschutz verstoßen zu haben. (Az. T-528/20)
Bayer will bei Celtic "weiteren Schritt" Richtung K.o.-Runde machen
Der Auftrag von Sportdirektor Simon Rolfes vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen an die Mannschaft im zweiten Gruppenspiel in der Europa League beim schottischen Spitzenklub Celtic Glasgow ist klar und deutlich. "Wir wollen in die K.o.-Runde einziehen und Donnerstag einen weiteren Schritt dahin machen. Wir sind gut vorbereitet", sagte der 39-Jährige dem SID vor dem Abflug am Flughafen Köln/Bonn.
Grüne und FDP blicken nach Vorsondierung zuversichtlich auf weitere Gespräche
Grüne und FDP haben erstmals über die Möglichkeit einer gemeinsamen Regierung gesprochen - und blicken zuversichtlich auf die weiteren Verhandlungen. "Es war ein längeres, vertrauliches Gespräch an einem neutralen Ort", erklärten beide Parteien am Mittwoch übereinstimmend. Die Spitzen beider Parteien posteten im Online-Dienst Instagram ein gemeinsames Foto. Unterdessen drängte die SPD Grüne und FDP zu baldigen gemeinsamen Sondierungen über eine Ampelkoalition.
Grüne und FDP machen keine Angaben zu möglichen weiteren Gesprächen
Grüne und FDP haben nach ihrem ersten Gespräch über eine mögliche Regierungszusammenarbeit keine Angaben zum Fortgang der Vorsondierungen gemacht. "Es war ein längeres, vertrauliches Gespräch an einem neutralen Ort", sagte ein Grünen-Parteisprecher am Mittwoch auf Anfrage. Eine FDP-Sprecherin äußerte sich wortgleich, machte aber ebenfalls keine Angaben zu möglichen weiteren Treffen.
Nach Sperrung deutscher RT-Kanäle prangert der Kreml "Zensur" an
Nach der Sperrung von deutschsprachigen Youtube-Kanälen des russischen Senders RT hat der Kreml der US-Plattform "Zensur" vorgeworfen. Es gebe Anzeichen dafür, dass russische Gesetze verletzt worden seien, "und zwar in grober Weise", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Youtube hatte die Kanäle wegen Verstoßes gegen seine Richtlinien bei der Berichterstattung über die Corona-Pandemie gesperrt.
Basketball-Superstar LeBron James will nicht für die Corona-Impfung werben
Basketball-Superstar LeBron James will seine Popularität nicht dafür nutzen, um für Corona-Impfungen zu werben. "Das ist nicht mein Job", andere Spieler in der US-Basketball-Liga NBA von einer Impfung gegen Covid-19 zu überzeugen, sagte der Spieler der Los Angeles Lakers am Dienstag (Ortszeit) in Los Angeles. Einige Zeit lang hatte James nicht sagen wollen, ob er geimpft ist oder nicht. Dies sei eine "private" Angelegenheit, betonte er.
Studie: Kluft zwischen weißen und nicht-weißen Geimpften in den USA überwunden
In den USA sind laut einer Studie mittlerweile in etwa genauso viele nicht-weiße wie weiße Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Die Kaiser Family Foundation (KFF) teilte am Dienstag mit, ihr Covid-19-Impfmonitor habe ergeben, dass "ähnliche Anteile an Erwachsenen aller Rassen und ethnischen Gruppen jetzt angeben, geimpft worden zu sein". Die Studie beruht auf einer landesweiten repräsentativen Telefonumfrage mit 1500 Menschen.
Neuer Prozessbeginn in Fall von zerstückelter Leiche in Reisetasche in Hessen
Vor dem Landgericht im hessischen Darmstadt hat am Mittwoch ein neuer Prozess im Fall einer zerstückelten Leiche in einer Reisetasche begonnen. Ein heute 37-Jähriger soll im Januar 2019 seine Lebensgefährtin im Streit erst mehrfach ins Gesicht geschlagen und sie dann mit stumpfer Gewalt gegen ihren Hals getötet haben.
Cherokee einigen sich mit Pharma-Konzernen in Opioid-Krise
Die indigene Volksgruppe der Cherokee in den USA hat mit mehreren Pharmakonzernen eine Einigung in der Opioid-Krise erzielt, wonach sie 75 Millionen Dollar (rund 65 Millionen Euro) erhalten soll. Wie der Hauptvertreter der Cherokee, Chuck Hoskin, am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, handelt es sich um einen außergerichtlichen Vergleich. Die Vereinbarung mit den Konzernen AmerisourceBergen, Cardinal Health und McKesson ist die erste dieser Art in den USA.