Letzte Nachrichten
Bielefeld rettet sich einen sehr wichtigen Punkt im Kellerduell
Der FC Augsburg hat im Kellerduell der Fußball-Bundesliga gegen Arminia Bielefeld seinen zweiten Saisonsieg aus der Hand gegeben. Reece Oxford hatte früh für die verdiente Führung gesorgt (19.), danach aber versäumte es die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl, ihre Überlegenheit zu weiteren Treffern zu nutzen. Den zunächst harmlosen Bielefeldern rettete schließlich Jacob Laursen (77.) wenigstens einen Punkt.
US-Verkehrsminister: Lieferkettenprobleme wohl noch bis 2022
Die Beeinträchtigungen der globalen Lieferketten werden nach Einschätzung von US-Verkehrsminister Pete Buttigieg bis ins kommende Jahr hinein andauern. Der Minister betonte am Wochenende in mehreren politischen Talkshows, die Regierung von Präsident Joe Biden tue alles, um die Häfen sowie den Transport auf Schienen und Straßen zu entlasten. Dabei würden "all unsere Optionen neu bewertet".
Polen protestieren gegen Abweisung von Asylanten an Grenze
Tausende Menschen haben am Sonntag in Polens Hauptstadt Warschau gegen die Zurückweisung von Flüchtlingen und Migranten an der Grenze zu Belarus demonstriert. Auf Schildern der Protestierenden war "Stoppt die Folter an der Grenze" und "Niemand ist illegal" zu lesen. Das polnische Parlament hatte am Donnerstag dafür gestimmt, sogenannte Pushbacks zu legalisieren.
Demo in Paris fordert Anerkennung von Massaker in Algerien
60 Jahre nach dem Massaker an algerischen Demonstranten in Paris haben am Sonntag mehrere hundert Menschen in der französischen Hauptstadt eine umfassende Anerkennung des Verbrechens durch den französischen Staat gefordert. Die Versammlungsteilnehmer zogen zur Brücke Pont Saint-Michel nahe des Polizeipräsidiums, das für die Niederschlagung der Proteste vom 17. Oktober 1961 verantwortlich war, und hielten ein Transparent mit der Aufschrift "Für die Anerkennung eines staatlichen Verbrechens" in die Höhe.
Ex-US-Präsident Bill Clinton wurde aus Krankenhaus entlassen
Nach einem mehrtägigem Krankenhausaufenthalt hat der frühere US-Präsident Bill Clinton die Klinik verlassen. Nach der Behandlung einer Infektion sei der 75-Jährige am Sonntagmorgen (Ortszeit) aus dem Krankenhaus im kalifornischen Irvine entlassen worden, teilte der Leiter seines dortigen Ärzteteams, Alpesh N. Amin, in einer von Clintons Sprecher via Twitter verbreiteten Erklärung mit.
Vier Tore in sieben Minuten: Bayern zerlegt Leverkusen
Bayern München hat seine Vormachtstellung in der Fußball-Bundesliga mit einem Offensivfeuerwerk untermauert und die Tabellenspitze auf meisterliche Weise verteidigt. Der Rekordmeister zerlegte das vor dem Spieltag punktgleiche Bayer Leverkusen beim 5:1 (5:0) im höchst einseitigen "Spitzenspiel" in der BayArena und wehrte durch den vierten Sieg in Folge den Angriff von Borussia Dortmund auf Platz eins ab.
Basketball: Bayern gewinnen nach Verlängerung
Bayern München hat einen späten Sieg in der Basketball-Bundesliga eingefahren. Der Vizemeister setzte sich am vierten Spieltag gegen die Giessen 46ers mit 71:64 (56:56, 28:27) nach Verlängerung durch und liegt nun mit zwei Siegen aus drei Spielen auf dem sechsten Platz. Beste Werfer der Münchner waren Deshaun Thomas und Ognjen Jaramaz mit jeweils 18 Punkten.
Elfjährige in Bayern verschwunden - Sind die Eltern beteiligt?
In Bayern fahndet die Polizei öffentlich nach einer vermissten Elfjährigen aus dem Landkreis Dillingen. Wie die Ermittler am Sonntag in Augsburg mitteilten, kehrte das Mädchen am Samstag nicht von einer nachmittäglichen Joggingrunde zu seinem Wohnhaus im schwäbischen Holzheim-Eppisburg zurück.
Grüne stimmen Koalitionsverhandlungen über Ampel-Bündnis zu
Die Grünen haben mit überwältigender Mehrheit für formelle Koalitionsverhandlungen über ein Ampel-Bündnis gestimmt. Beim Länderrat am Sonntag in Berlin votierten lediglich zwei Delegierte gegen den Vorschlag der Parteiführung, Gespräche mit SPD und FDP aufzunehmen. Es gab eine Enthaltung. Zuvor hatten die beiden Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert eindringlich dafür geworben, die offiziellen Beratungen mit SPD und FDP aufzunehmen.
Polizei: Streit um Halteverbot weitet sich zu Schlägerei aus
Ein Streit zwischen zwei Frauen um ein im Halteverbot geparktes Auto hat sich im nordrhein-westfälischen Lünen zu einer Schlägerei unter Beteiligung einer Hochzeitsgesellschaft entwickelt. Nach Angaben der Polizei in Dortmund waren am Ende etwa 15 Menschen an dem Konflikt beteiligt. Die im Halteverbot parkende Autofahrerin wurde bei dem Geschehen am Samstag demnach durch Schläge mit einer Krücke leicht verletzt.
Hockey-Teams starten mit Pleiten in die neue Saison
Vier Spiele, null Punkte: Der Fehlstart für die deutschen Hockey-Teams in die neue Saison der Pro League ist perfekt. Die Herren-Mannschaft des scheidenden Trainers Kais al Saadi verlor am Sonntag in Brüssel auch ihre zweite Partie gegen Olympiasieger Belgien mit 3:5 (2:3). Tags zuvor hatten die "Honamas" gegen Belgien eine 1:6-Niederlage kassiert.
Hockey-Frauen verlieren auch zweite Partie gegen Belgien
Zwei Spiele, null Punkte: Der Fehlstart für die neuformierten deutschen Hockey-Frauen in die neue Saison der Pro League ist perfekt. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger verlor am Sonntag in Brüssel mit 1:3 (0:2) gegen Belgien auch seine zweite Partie. Tags zuvor waren die "Danas" dem EM-Dritten mit 0:1 unterlegen.
Handball: Magdeburg besiegt auch Flensburg
Der SC Magdeburg bleibt in der Handball-Bundesliga die Mannschaft der Stunde. Im Spitzenduell gegen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt siegte der frischgebackene Klub-Weltmeister am Sonntag mit 33:28 (18:13) und eroberte nach dem siebten Sieg im siebten Spiel die Tabellenführung von den Füchsen Berlin zurück.
2. Liga: Bremen patzt - Nürnberg weiter ungeschlagen
Absteiger Werder Bremen hat in der 2. Fußball-Bundesliga einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang unterlag beim SV Darmstadt 98 nach einer schwachen Leistung deutlich mit 0:3 (0:1) und hat fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.
0:3 in Darmstadt: Werder vom Wiederaufstieg weit entfernt
Bundesliga-Absteiger Werder Bremen verliert in der 2. Fußball-Bundesliga Liga immer mehr den Kontakt zur Tabellenspitze. Der einstige Europapokalsieger unterlag bei Darmstadt 98 nach einer schwachen Leistung mit 0:3 (0:1) und ist in dieser Verfassung von einem sofortigen Wiederaufstieg weit entfernt.
Britischer Justizminister will Einfluss von Menschenrechtsgericht beschränken
Der britische Justizminister Dominic Raab hat seine Pläne für eine Beschränkung des Einflusses des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Großbritannien vorgestellt. In einem Interview mit dem "Sunday Telegraph" sagte er, der EGMR erlege dem Staat zu viele "Verpflichtungen" auf. Er plane einen Mechanismus, der es der britischen Regierung erlaube, EGMR-Urteile zu "korrigieren".
Vor Gerichtsverfahren am Dienstag: Hernandez in Bayern-Startelf in Leverkusen
Trotz seines anstehenden Gerichtstermins am Dienstag steht Weltmeister Lucas Hernandez im Topspiel bei Bayer Leverkusen am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) in der Startelf des Rekordmeisters Bayern München. Das 32. Strafgericht in Madrid hatte am Mittwoch angeordnet, dass Hernandez eine 2019 gegen ihn verhängte sechsmonatige Haftstrafe antreten muss. Der französische Nationalspieler muss deshalb am Dienstag um 11.00 Uhr vor dem Gericht in Madrid erscheinen.
15-Jähriger will Jugendliche in Hannover mit brennendem Haarspray anzünden
In Hannover hat ein 15-Jähriger in der Nacht zum Sonntag offenbar versucht, eine Jugendliche auf offener Straße anzuzünden. Wie die Polizei in der niedersächsischen Hauptstadt mitteilte, versprühte er dazu Haarspray und setzte dieses mit einem Feuerzeug in Brand. Die Stichflamme verfehlte das 18-jährige Opfer aber, es blieb unverletzt. Zeugen riefen die Polizei, Beamte nahmen den Verdächtigen kurz darauf fest.
Große Moschee in Mekka hebt Corona-Abstandsregeln auf
In der Großen Moschee in der für Muslime heiligen Stadt Mekka in Saudi-Arabien darf wieder ohne die Corona-Abstandsregeln gebetet werden. "Dies steht im Einklang mit der Entscheidung, die Vorsichtsmaßnahmen zu lockern und Pilgern den Besuch der Großen Moschee in vollem Umfang zu ermöglichen", berichtete die staatliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA am Sonntag. Erstmals seit Beginn der Pandemie saßen die Gläubigen beim Gebet wieder Schulter an Schulter beisammen.
Grüne starten kleinen Parteitag über die "Ampel"
Die Grünen sind am Sonntag zu einem kleinen Parteitag zusammengekommen, auf dem sie über die Aufnahme formeller Koalitionsverhandlungen mit SPD und FDP entscheiden wollen. Vor Beginn der Beratungen verteidigte der Bundesgeschäftsführer der Partei, Michael Kellner, das von den Ampel-Parteien ausgehandelte Sondierungspapier. Es beschreibe eine "klare Reformagenda und weist den Weg für einen Aufbruch." Das Papier sei gerade beim Klimaschutz "äußerst ambitioniert".
Kavala sieht sich als Opfer von Komplott der türkischen Regierung
Der seit vier Jahren ohne Verurteilung im Gefängnis einsitzende türkische Menschenrechtsaktivist und Kulturförderer Osman Kavala hat sich als Opfer einer Verschwörung der Regierung von Staatschef Recep Tayyip Erdogan bezeichnet. "Der wahre Grund für meine fortgesetzte Inhaftierung" sei das "Bedürfnis der Regierung, die Fiktion am Leben zu erhalten, dass die Gezi-Proteste das Ergebnis einer ausländischen Verschwörung waren", erklärte Kavala in einem schriftlich mit der Nachrichtenagentur AFP geführten Interview.
SPD liegt drei Wochen nach der Wahl in Umfrage weiter deutlich vor Union
Drei Wochen nach der Bundestagswahl liegt die SPD in einer Umfrage weiter klar vor der Union. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, kamen die Sozialdemokraten auf 28 Prozent. Die Union fiel im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 19 Prozent. Das waren mehr als fünf Prozentpunkte weniger als bei der Wahl.
Zweifel an geistiger Zurechnungsfähigkeit des Bogen-Attentäters in Norwegen
Wenige Tage nach dem Anschlag in Norwegen mit fünf Toten haben die Behörden große Zweifel an der geistigen Zurechnungsfähigkeit des mutmaßlichen Bogen-Attentäters von Kongsberg. Polizeiinspektor Per Thomas Omholt sagte am Samstag, dass die laufenden Ermittlungen den Verdacht erhärtet hätten, dass der Festgenommene psychische Probleme hat. Er wurde deshalb für die Untersuchungshaft in einer medizinischen Einrichtung untergebracht. Wie das Auswärtige Amt bestätigte, war unter den Opfern des Angriffs auch eine 52-jährige Deutsche.
Großbritannien verschärft nach Anschlag Sicherheitsmaßnahmen für Parlamentarier
Nach dem Mord an dem britischen Abgeordneten David Amess hat die Regierung die Sicherheitsvorkehrungen für Parlamentsmitglieder verschärft. Die britische Innenministerin Priti Patel sagte am Sonntag dem Sender Sky News, dass die Polizei und das Parlament "sofortige Änderungen" umgesetzt hätten. Dazu gehöre, dass die Abgeordneten Informationen über ihren Aufenthaltsort mit der Polizei teilen sollen.
Attentäter des britischen Abgeordneten nahm an Präventionsprogramm teil
Der mutmaßliche Mörder des britischen Abgeordneten David Amess hat Medienberichten zufolge vor der Tat ein Präventionsprogramm gegen Radikalisierung besucht. Wie die BBC am Samstag berichtete, nahm der festgenommene 25-Jährige allerdings nicht lange an dem freiwilligen Programm teil; dies war zudem mehrere Jahre her. Der Inlandsgeheimdienst MI5 hatte ihn demnach nicht als potenziellen Gefährder auf dem Schirm. Die Polizei ging dennoch von einem islamistischen Hintergrund der Tat aus.
Stichwahl um Bürgermeisteramt in Rom begonnen
In Rom hat am Sonntag die zweitägige Stichwahl um das Bürgermeisteramt begonnen. Im Rennen um den Spitzenposten in der Ewigen Stadt wird ein knappes Ergebnis zwischen dem früheren Wirtschaftsminister und Mitte-Links-Kandidaten Roberto Gualtieri und dem rechtsgerichteten Rivalen Enrico Michetti erwartet. Michetti gewann die erste Wahlrunde mit 30 Prozent, Gualtieri kam auf 27 Prozent.
In diesem Jahr erneut mehr als 100.000 Asyl-Erstanträge in Deutschland
In diesem Jahr werden in Deutschland einem Medienbericht zufolge bereits zum neunten Mal in Folge mehr als 100.000 Asyl-Erstanträge gestellt werden. Das berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen des Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO). Demnach wurden in Deutschland bis Ende September 100.278 Erstanträge gestellt. Die Bundesrepublik war dabei das mit Abstand wichtigste Zielland für Asylbewerber in der EU.
Habeck für Ehrung für Afghanistan-Einsatz von Polizisten und Entwicklungshelfern
Der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck hat eine Ehrung des Afghanistan-Einsatzes von deutschen Polizistinnen und Polizisten sowie Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfern gefordert. Sie hätten eine offizielle Wertschätzung ebenso verdient wie die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Sonntag. Die Soldaten waren am Mittwoch von der Staatsspitze in Berlin für ihre Mission geehrt worden.
Das Sterben geht weiter - Inzidenz schon bei 72,7
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 72,7 gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen eines Tages 8682 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 70,8 gelegen, vor einer Woche hatte sie 66,1 betragen. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 17 Fälle auf 94.618. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn liegt laut RKI bei 4.373.789, die Zahl der Genesenen bei rund 4.147.000. (A. Madsen--BTZ)
Merkel sieht bei Türkei-Besuch viele "Schwierigkeiten"
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem Abschiedsbesuch in der Türkei auf zahlreiche unbewältigte Konflikte im deutsch-türkischen Verhältnis hingewiesen - vom Thema Menschenrechte über Migration bis zu deutschen Staatsbürgern in türkischer Haft. "Wir haben hier noch eine Menge Schwierigkeiten zu überwinden", sagte die scheidende Regierungschefin am Samstag nach ihrem Gespräch mit Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. "Dafür haben 16 Jahre nicht ausgereicht". Zur Situation von in der Türkei inhaftierten deutschen Staatsbürgern sagte Merkel: "Wir haben manchmal sehr unterschiedliche Betrachtungen, wann der Terrorismusvorwurf gilt". Während die Bundesregierung in einigen Fällen erfolgreich habe eingreifen können, seien immer wieder neue Fälle dazu gekommen. Einige der in der Türkei in Gefängnissen einsitzenden deutschen Staatsbürger sind wegen der Unterstützung kurdischer Bewegungen in Haft, die in der Türkei als Terrororganisationen eingestuft werden. Nach Angaben des Auswärtigen Amts liegt die Zahl deutscher Häftlinge in der Türkei im "mittleren zweistelligen Rahmen". Weiteres zentrales Thema bei den Gesprächen zwischen Erdogan und Merkel war das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei aus dem Jahr 2016. "Die Türkei leistet Außergewöhnliches im Blick auf syrische Flüchtlinge", sagte sie. Deutschland setze sich ein, dass die Türkei dafür EU-Finanzmittel "über die schon vereinbarten sechs Milliarden hinaus" bekommt. Sie beklagte jedoch fehlende Fortschritte bei den Vermittlungsbemühungen im Flüchtlingsstreit zwischen der Türkei und dem benachbarten Griechenland. Die Türkei liegt auf einer der Haupt-Transitrouten für Flüchtlinge Richtung Europa. In dem Abkommen von 2016 hatte Ankara unter anderem zugesagt, gegen Schlepperbanden vorzugehen, die Flüchtlinge nach Griechenland bringen. Die EU unterstützte im Gegenzug die Türkei in den vergangenen Jahren mit Milliardensummen. Dennoch versuchen immer noch tausende Flüchtlinge, von der Türkei aus in die EU zu gelangen. Merkel rief den türkischen Präsidenten auch zur Zusammenarbeit im Umgang mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan auf, um eine erneute Flüchtlingskrise zu verhindern. "Damit Menschen aus Afghanistan nicht auch Opfer von Schleppern und Schleusern werden, müssen wir sicherstellen, dass humanitäre Hilfe in Afghanistan geleistet wird", sagte sie. Sonst drohe im Winter eine "Katastrophe". Die Taliban waren im August in Afghanistan nach einem Eroberungsfeldzug an die Macht gelangt. Die Türkei - das einzige muslimische Nato-Land - bemüht sich um einen kurzen Draht zu den neuen Machthabern und verhandelt mit den Taliban über die Sicherung des zivilen Betriebs des Kabuler Flughafens. Erdogan kritisierte beim Treffen mit Merkel erneut rassistische und islamfeindliche Angriffe auf türkischstämmige Menschen in Deutschland. Die Kanzlerin versprach, dass die deutsche Regierung weiterhin "sehr entschieden" gegen alle Vorfälle von "Menschenfeindlichkeit, des Rassismus, der Feindschaft der Religionen" vorgehen wolle. Neben den "Kontroversen" wies Merkel auch auf positive Entwicklungen im deutsch-türkischen Verhältnis hin. So lebten 60 Jahre nach dem Anwerbeabkommen für türkische Gastarbeiter mehr als drei Millionen türkischstämmige Menschen in Deutschland. Darunter seien viele Erfolgsgeschichten, beispielsweise die der Mainzer Biontech-Chefs Ugur Sahin und Özlem Türeci, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt haben. (N. Lebedew--BTZ)
Usyk will die Krönung: Kampf gegen Fury das wäre "grandios"
Nach seinem überraschenden Sieg über Anthony Joshua will der Ukrainer Alexander Usyk auch dem nächsten britischen Box-Weltmeister den Gürtel entreißen und zum alleinigen Schwergewichtschampion aufsteigen. "Es wäre grandios", gegen Tyson Fury zu boxen, "um als erster Schwergewichtler alle WM-Titel zu besitzen", sagte Usyk im Interview mit der Welt am Sonntag.
Japan: Ministerpräsident schickt Opfergabe an Yasukuni-Schrein
Japans neuer Ministerpräsident hat am Sonntag eine rituelle Opfergabe an den umstrittenen Yasukuni-Schrein geschickt. Fumio Kishida sendete anlässlich des Herbstfestes einen "Masakaki"-Baum unter seinem Namen an den Schrein, sagte eine Sprecherin der Stätte der Nachrichtenagentur AFP. Zwei von Kishidas Ministern brachten demnach ebenfalls Opfergaben dar.