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Türkei wirtschaftlich am Ende: Erdoğan mit Rücken an der Wand
Ein vollkommen fragwürdige Geldpolitik, eine gigantische Inflation, eine schuldhaft verursachte Währungskrise: In der Türkei sinkt das Vertrauen in die türkische Lira und auch jüngste US-Dollarverkäufe kommen den Niedergang der türkischen Wirtschaft laut Experten im Jahre 2022 nicht mehr aufhalten.Aber der amtierende Machthaber Recep Tayyip Erdoğan fordert im Stile eines autokratischen Diktators von seinem Volk, Ersparnisse in der Währung zu behalten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Türken dazu aufgerufen, an ihre Ersparnisse in türkischer Lira festzuhalten. Erdoğan fabulierte zum neuen Jahr 2022 in Istanbul, in einer Rede: "Ich möchte, dass alle meine Bürger ihre Ersparnisse in unserer eigenen Währung behalten und alle ihre Geschäfte in unserer eigenen Währung abwickeln". Hintergrund des wirtschaftlichen Chaos in der Türkei ist ein totaler Vertrauensverlust in die heimische Lira vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Niedergangs des einst mächtigen Landes, welches zum Armenhaus wird und nur dank der Hilfe aus der Europäischen Union, als Zahlungen für Flüchtlinge, aktuell noch Devisen schöpfen kann. Die türkische Lira hat 40 Prozent eingebüßt und erlebte damit ihr schwärzestes Jahr seit 20 Jahren, ein Ende ist nicht abzusehen, zumindest nicht so lange Erdoğan die Menschenrechte als Autokrat mit Füßen tritt! (P.Hansen--BTZ)
Papst: Gewalt gegen Frauen ist eine große "Beleidigung Gottes"
Papst Franziskus hat sich in seiner Neujahrsmesse entschieden gegen jegliche Form von Gewalt gegen Frauen ausgesprochen. "Eine Frau zu verletzen, ist eine Beleidigung Gottes", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag im Petersdom in Rom. "Während Mütter das Leben schenken und Frauen die Welt behüten, sollten wir alle dafür sorgen, dass wir die Mütter fördern und die Frauen schützen."
Klopp in Quarantäne: Verdacht auf positives Testergebnis
Jürgen Klopp hat sich wegen des Verdachts auf ein positives Testergebnis in Quarantäne begeben und wird seinen FC Liverpool im Spitzenspiel der Premier League am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) beim FC Chelsea nicht betreuen können. Dies teilten die Reds am Neujahrstag mit. Der 54-Jährige habe "milde Symptome" und wird beim Chelsea-Spiel von seinem Assistenten Pepijn Lijnders vertreten.
Kobayashi gewinnt Neujahrsspringen - Eisenbichler auf Platz zwei
Skispringer Markus Eisenbichler ist beim Neujahrsspringen der 70. Vierschanzentournee auf das Podest gesprungen und hat den ersten deutschen Sieg in Garmisch-Partenkirchen seit Sven Hannawald am 1. Januar 2002 knapp verpasst. Beim Erfolg des Japaners Ryoyu Kobayashi landete Eisenbichler genau 100 Jahre nach dem ersten Neujahrsspringen mit 0,2 Punkten Rückstand auf Rang zwei. Karl Geiger wurde Siebter und verlor wertvolle Punkte.
Bob: Friedrich kann doch verlieren - Nur Platz zwölf in Sigulda
Überraschung zu Jahresbeginn: Die beeindruckende Siegesserie von Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich (Oberbärenburg) ist gerissen. Der Bob-Rekordweltmeister belegte nach zuvor 21 Weltcup-Triumphen in Folge im lettischen Sigulda am Neujahrstag im Zweier nur den enttäuschenden zwölften Platz. Der Sieg ging an den Russen Rostislaw Gaitukewitsch.
Habeck attackiert EU-Vorstoß zur Nachhaltigkeit von Atomkraft
Bundesklimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) wendet sich gegen das Vorhaben der EU-Kommission, die Energiegewinnung aus Atomanlagen als nachhaltig einzustufen. "Ausgerechnet Atomenergie als nachhaltig zu etikettieren, ist bei dieser Hochrisikotechnologie falsch", erklärte er am Samstag. "Es verstellt den Blick auf die langfristigen Auswirkungen für Mensch und Umwelt; der hochradioaktive Atommüll wird uns über Jahrhunderte belasten. Und es mangelt auch an harten Sicherheitskriterien", fügte Habeck hinzu.
Tour de Ski: Deutsche verpassen weitere Topplatzierungen
Die deutschen Skilangläuferinnen haben am vierten Tag der Tour de Ski weitere Spitzenplatzierungen verpasst. Am Neujahrstag in Oberstdorf belegte Lokalmatadorin Coletta Rydzek als beste Starterin des Deutschen Skiverbandes (DSV) den zwölften Platz. Sie war als einzige in die Halbfinalläufe eingezogen, konnte dort aber nicht mit der Spitze mithalten.
EU-Kommission: Die Gas und Atomenergie ist klimafreundlich!
Die EU-Kommission will die Energiegewinnung aus Erdgas- und Atomanlagen als klimafreundlich einstufen. Laut einem Verordnungsentwurf der Brüsseler Behörde, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vorlag, sollen bis 2045 erteilte Genehmigungen für neue Atomkraftwerke unter die sogenannte Taxonomieverordnung fallen und der Bau entsprechend gefördert werden können. Für neue Gasinfrastruktur soll dies demnach unter bestimmten Voraussetzungen bis 2030 gelten.
Rodeln: Eggert/Benecken stürzen - Wendl/Arlt siegen in Winterberg
Die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) haben knapp fünf Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Die Olympiasieger gewannen am Neujahrstag den Weltcup in Winterberg vor den österreichischen Duos Thomas Steu/Lorenz Koller (+0,041 Sekunden) und Yannick Müller/Armin Frauscher (+0,154).
Ammanns Karriereende noch nicht beschlossen: "Nie gesagt, das ist das letzte Mal"
Der Schweizer Skisprung-Star Simon Ammann hält sich noch eine Tür für die Fortsetzung seiner Karriere über die Olympia-Saison hinaus offen. "Ich habe so noch nie gesagt, das ist jetzt das letzte Mal. Das kann immer mal wieder drehen", sagte der 40 Jahre alte Doppel-Doppel-Olympiasieger dem SID bei der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen.
Trauerfeier für Südafrikas Anti-Apartheid-Ikone Desmond Tutu
Mit einer schlichten Trauerfeier für Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu hat Südafrika Abschied von seinem letzten großen Helden des Anti-Apartheid-Kampfes genommen. Freunde, Familie und Geistliche versammelten sich am Samstag in der anglikanischen St. Georges-Kathedrale in Kapstadt, um den Verstorbenen ein letztes Mal zu würdigen.
Ribery-Klub Salernitana entgeht knapp Ausschluss aus Serie A
Der italienische Fußball-Erstligist Salernitana Calcio, der Verein von Ex-Bayern-Star Franck Ribery, hat sich offenbar vor dem Ausschluss aus der Serie A gerettet. Bis zur Frist am 31. Dezember traf ein Angebot eines Käufers für den süditalienischen Klub ein. Das bestätigte Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina.
Sozialverband VdK mahnt zum Jahresstart zu Toleranz und Respekt
Zum Jahresstart hat der Sozialverband VdK die Menschen in Deutschland zu einem respektvollen Umgang miteinander aufgerufen. "In den letzten Monaten haben wir allzu oft erlebt, wie Ausgrenzung, Hetze und Intoleranz die Diskussionen bestimmt haben, nicht zuletzt in den sozialen Medien", erklärte Verbandspräsidentin Verena Bentele am Samstag. Das gesellschaftliche Zusammenleben erfordere aber "Toleranz, Respekt und gegenseitige Akzeptanz".
LeBron James führt Lakers zum Sieg gegen Portland
NBA-Superstar LeBron James hat die Los Angeles Lakers zum Jahresabschluss zu einem klaren Sieg geführt. Beim 139:106 der Lakers gegen die Portland Trail Blazers überragte James mit seinem persönlichen Saisonbestwert von 43 Punkten und war der mit Abstand erfolgreichste Werfer auf dem Parkett. Zudem holte er 14 Rebounds. Mit jetzt 18 Siegen aus 37 Spielen ist Los Angeles Achter in der Western Conference.
Celtics-Legende Jones im Alter von 88 Jahren gestorben
Die NBA-Legende Sam Jones ist tot. Der Hall-of-Famer, der mit Rekordmeister Boston Celtics zehn Titel in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga gewann, starb in der Nacht zu Donnerstag im Alter von 88 Jahren. Das gab der Klub von Nationalspieler Dennis Schröder am Silvestertag bekannt.
NHL: Niederlage zum Jahresabschluss für Draisaitl und Co.
Deutschlands Eishockey-Star Leon Draisaitl hat mit seinen Edmonton Oilers zum Abschluss des Jahres 2021 eine Niederlage kassiert. Der 26-Jährige legte beim 5:6 nach Verlängerung bei den New Jersey Devils das zwischenzeitliche 5:4 im letzten Drittel auf, die erneute Niederlage aber konnte Draisaitl nicht verhindern. Jungstar Jack Hughes sicherte den Devils mit seinem Treffer in der Overtime den Extrapunkt.
Taiwan will Ende der "militärischen Abenteuerpolitik" von China
Taiwans Präsidentin hat im Konflikt mit China Peking zu einem Ende seiner "militärischen Abenteuerpolitik" aufgefordert. "Der Einsatz militärischer Mittel ist absolut keine Option, um die Differenzen zwischen unseren beiden Seiten zu lösen", sagte Staatschefin Tsai Ing-wen in ihrer Neujahrsansprache am Samstag. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind so angespannt wie seit Jahren nicht mehr.
Vize-Vorsitzender von tunesischer Ennahdha-Partei verhaftet
In Tunesien ist der Vize-Vorsitzende der islamistischen Ennahdha-Partei, Noureddine Bhiri, festgenommen worden. Männer in Zivil hätten den ehemaligen Justizminister am Freitag vor seinem Haus in der Hauptstadt Tunis "brutal festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht", sagte dessen Anwalt, Samir Dilou, der Nachrichtenagentur AFP. Die Ennahdha-Partei prangerte eine "Entführung" und einen "gefährlichen Präzedenzfall" an.
Sigrid Kaag wird erste Finanzministerin der Niederlande
Die ehemalige Außenministerin Sigrid Kaag wird als erste Frau in den Niederlanden das Finanzministerium führen. Die 60-jährige Liberale verkündete am Freitag ihre Nominierung für den Posten in der neuen Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte. Die dezidiert pro-europäische Diplomatin folgt somit auf den Konservativen Wopke Hoekstra, der in der EU zur Speerspitze der Verteidiger einer höchst restriktiven Haushaltspolitik gezählt wird.
Erneute große Proteste gegen brutale Militär-Diktatur im Sudan
Nach den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften im Sudan mit fünf Toten haben Aktivisten ihre Proteste auch am Freitag fortgesetzt. Sie blockierten Straßen in den Vierteln Khartum-Nord und Burri der Hauptstadt Khartum mit Steinen, Ästen und brennenden Reifen, wie ein AFP-Journalist berichtete.
Champagner-Hersteller und ein ungeliebtes russisches Gesetz
Frankreichs Champagner-Hersteller bereiten sich für das Exportgeschäft nach Russland auf das Inkrafttreten eines höchst ungeliebten russischen Gesetzes vor. Ab Samstag dürfen sie nicht mehr die russische Bezeichnung "Schampanskoje" in kyrillischer Schrift auf ihre Etiketten drucken. Das im Juni von Präsident Wladimir Putin unterzeichnete Gesetz hat für Streit mit Paris gesorgt, verhindern konnte Frankreichs Regierung es am Ende jedoch nicht.
Geflügelpest bei Putenbestand in Brandenburg festgestellt
Bei einem Putenbestand in Brandenburg ist die Geflügelpest festgestellt worden. Wie das Verbraucherschutzministerium in Potsdam am Freitag mitteilte, bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI), dass es sich bei dem Fall im Landkreis Märkisch-Oderland um die hochpathogene Variante H5N1 handele. Vorsichtsmaßnahmen waren demnach schon zuvor nach Bekanntwerden des Verdachts eingeleitet worden.
Putin: Russland hat Interessen 2021 "entschlossen" verteidigt
Russlands Präsident Wladimir Putin hat in seiner Silvesteransprache ein positives Fazit der äußerst umstrittenen russischen Außenpolitik gezogen. "Wir haben unsere nationalen Interessen, die Sicherheit des Landes und der Bürger entschlossen und konsequent verteidigt", sagte der Staatschef in seiner traditionellen Silvesteransprache. Das Jahr 2021 war von wachsenden Spannungen zwischen Russland und westlichen Staaten wegen des Ukraine-Konflikts gekennzeichnet.
440 Asylanten von der "Sea-Watch 3" können in Sizilien an Land
Eine Woche nach ihrer Rettung im Mittelmeer können rund 440 Migranten vom deutschen Rettungsschiff "Sea-Watch 3" in Sizilien an Land gehen. Das teilte die deutsche Hilfsorganisation am Freitag mit. Dem Schiff sei von den italienischen Behörden der Hafen von Pozzallo zugewiesen worden.
Familienministerin fordert nach Triage-Urteil Schutz für Senioren
Nach der Triage-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) auch einen besonderen rechtlichen Schutz für Hochbetagte gefordert. "Der Staat und wir alle als Gesellschaft haben die Pflicht, die Schwächsten unter uns besonders zu schützen", sagte die Spiegel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Silvesterausgaben). Zwar hoffe sie, dass durch die getroffenen Schutzmaßnamen und Kontaktreduktionen solche Triage-Situationen in Deutschland nicht eintreten werden. "Trotzdem müssen wir vorsorgen."
Jedem dritten Beschäftigten droht Bruttorente unter 1300 Euro
Jedem dritten Beschäftigten in Deutschland droht nach 45 Berufsjahren in Vollzeit eine Bruttorente von unter 1300 Euro im Monat. Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Silvesterausgaben) berichteten unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag, dass dies nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung netto etwa 1160 Euro an Altersbezügen bedeute.
Kernkraftwerk Brokdorf wie geplant vom Netz genommen
Das Kernkraftwerk Brokdorf ist in der Silvesternacht endgültig abgeschaltet worden. Das Umweltministerium in Schleswig-Holstein teilte am frühen Samstagmorgen mit, dass der Generator des Kraftwerks um Mitternacht vom Netz getrennt wurde. Neben Brokdorf sollten auch die Kraftwerke Grohnde in Niedersachsen und Gundremmingen C in Bayern im Zuge des Atomausstiegs in der Nacht abgeschaltet werden.
Kim Jong Un will Versorgungskrise in Nordkorea angehen
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat bei seiner Neujahrserklärung die prekäre heimische Versorgungslage und die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt gestellt. Kim habe "die Erreichung eines epochalen Schritts bei der Lösung von Problemen im Zusammenhang mit den täglichen Bedürfnissen des Volkes" als "wichtige Aufgabe dargestellt", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Samstag. "Notfallmaßnahmen" zur Bekämpfung der Pandemie hätten zudem "oberste nationale Priorität".
Queen Elizabeth II. erhebt Ex-Premier Blair in den Ritterstand
Die britische Königin Elizabeth II. hat am Freitag den ehemaligen Premierminister Tony Blair in den Ritterstand erhoben. Im Rahmen der traditionellen Neujahrsehrung wurden auch Beamte ausgezeichnet, die an der Spitze des Kampfes gegen die Corona-Pandemie stehen. Auch James-Bond-Darsteller Daniel Craig sowie die ehemalige Spice-Girls-Sängerin Melanie Brown erhielten Orden. Die Queen machte zudem ihre Schwiegertochter Camilla zum Mitglied des traditionsreichen Hosenbandordens.
Auto-Reklame in Frankreich muss für umweltfreundliche Alternativen werben
Auto-Reklame muss in Frankreich künftig verpflichtend mit Hinweisen auf umweltfreundlichere Alternativen der Fortbewegung verknüpft werden. Die entsprechende Neuregelung wurde von der Regierung in Paris in dieser Woche im offiziellen Amtsblatt veröffentlicht, sie tritt im März in Kraft. Umweltgruppen setzen sich seit Jahren für eine derartige Regelung ein - am liebsten hätten sie aber ein völliges Verbot der Auto-Reklame.
Biden warnt Putin vor Einmarsch in die Ukraine
US-Präsident Joe Biden hat den russischen Staatschef Wladimir Putin in einem Telefonat erneut eindringlich vor einem Einmarsch in die Ukraine gewarnt. Die USA und ihre Verbündeten würden im Falle einer Invasion "entschlossen antworten", sagte Biden am Donnerstag nach Angaben des Weißen Hauses zu Putin. Russland müsse die Spannungen mit der Ukraine "deeskalieren". Putin wiederum warnte Biden nach Angaben des Kreml davor, schwerwiegende Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Dies wäre ein "kolossaler Fehler", sagte Putins außenpolitische Berater Juri Uschakow nach dem 50-minütigen Telefonat. "Wir hoffen, dass das nicht passiert." Die USA und andere westliche Staaten haben Russland für den Fall eines Einmarschs in der Ukraine massive Sanktionen angedroht. In dem Telefonat sprachen Biden und Putin auch über die für Januar geplanten Gespräche zwischen Vertretern beider Länder über von Moskau geforderte Sicherheitsgarantien des Westens. Bei den Treffen müsse es zu "Ergebnissen" kommen, sagte Putin-Berater Uschakow. Biden machte nach Angaben seiner Sprecherin Jen Psaki seine Unterstützung für die diplomatischen Bemühungen deutlich. "Präsident Biden wiederholte, dass bedeutende Fortschritte in diesen Dialogen nur in einem Umfeld der Deeskalation und nicht der Eskalation erfolgen können", erklärte Psaki. Während Putin nach Angaben Uschakows "zufrieden" über das Telefonat war, sagte ein US-Regierungsvertreter, das Gespräch sei "ernsthaft und bedeutend" gewesen. Das zweite Telefonat der beiden Staatschefs binnen eines Monats erfolgt vor dem Hintergrund der Spannungen um den massiven russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine. Der Westen befürchtet, Russland könnte das Nachbarland angreifen. Die Regierung in Moskau dementiert jegliche Angriffspläne, weist Kritik an den Truppenbewegungen zurück und wirft seinerseits Kiew und der Nato "Provokationen" vor. Biden und Putin hatten sich im Juni in Genf getroffen und zuletzt am 7. Dezember ein Videotelefonat geführt. Biden hatte dem russischen Präsidenten bei dem Videotelefonat für den Fall eines Angriffs auf die Ukraine mit Sanktionen gedroht, "wie er sie noch nie gesehen hat". Inzwischen laufen aber intensive diplomatische Bemühungen. Vertreter der USA und Russlands wollen am 10. Januar in Genf zu Beratungen über den Ukraine-Konflikt zusammenkommen. Zwei Tage später sind Gespräche zwischen Russland und der Nato geplant, am 13. Januar sollen Beratungen zwischen Russland und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) folgen. Russland verlangt Sicherheitsgarantien des Westens und hat Entwürfe für zwei Abkommen mit den USA und der Nato vorgelegt, mit denen eine Osterweiterung des Militärbündnisses sowie die Errichtung von US-Militärstützpunkten in Staaten der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre untersagt werden sollen. Die weitreichenden Forderungen wurden von mehreren Nato-Mitgliedern zurückgewiesen. (L. Solowjow--BTZ)
Seuche: 600.000 Enten wegen Vogelgrippe in Frankreich gekeult
In Frankreich sind innerhalb eines Monats zwischen 600.000 und 650.000 Enten, Hühner und andere Tiere wegen der Vogelgrippe gekeult worden. Am stärksten betroffen seien Zuchtbetriebe im Südwesten des Landes, teilte das Landwirtschaftsministerium der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. In dieser Region ist die einträgliche Foie-gras-Industrie ansässig.