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"Referenden" in russisch kontrollierten Gebieten in der Ukraine fortgesetzt
Trotz scharfer internationaler Proteste sind in vier russisch kontrollierten Gebieten in der Ukraine am Samstag die sogenannten Referenden zur Annexion durch Russland fortgesetzt worden. Am zweiten Tag der Abstimmungen gingen in den Separatistengebieten Donezk und Luhansk im ostukrainischen Donbass sowie in den südukrainischen Regionen Cherson und Saporischschja weiter pro-russische Behördenvertreter von Tür zu Tür, um Stimmen einzusammeln. Wahllokale sollen erst am Dienstag, dem letzten Tag der Abstimmungen, geöffnet werden.
Bundeskanzler Scholz zu Reise auf Arabische Halbinsel aufgebrochen
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist zu seiner Reise auf die Arabische Halbinsel aufgebrochen. Wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit im Onlinedienst Twitter mitteilte, ist Scholz seit Samstagmorgen unterwegs in die energiereichen Monarchien Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Katar. In Dschidda, Abu Dhabi und Doha geht es laut Hebestreit "um unseren Einsatz für eine regelbasierte internationale Ordnung und den Ausbau der Wirtschafts- und Energiekooperation".
Flick "absolut enttäuscht": Zweifel an der WM-Mission
Hansi Flick biss sich auf die Zunge. Sauer war der Bundestrainer nach dem 0:1 (0:1) gegen Ungarn, aber so richtig wollte er seine Wut nicht zeigen. "Ab und zu sollte man nicht ganz seine Emotionen rauslassen", sagte Flick, aber "ich bin schon absolut enttäuscht".
Rüdiger gesperrt: Flick muss umbauen
Bundestrainer Hansi Flick muss seine Mannschaft für den Nations-League-Abschluss am Montag (20.45 Uhr/RTL) in England umbauen. Abwehrchef Antonio Rüdiger ist nach seiner Gelben Karte im Spiel gegen Ungarn (0:1) gesperrt. "Es hätte mich gefreut, dort zu spielen und es mit der Mannschaft besser zu machen", sagte Rüdiger.
Svensson: Klopp und Tuchel haben "Fundament" in Mainz gelegt
Jürgen Klopp und Thomas Tuchel haben aus Sicht von Trainer Bo Svensson das "Fundament" für die erfolgreiche Arbeit beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 gelegt. "Ich habe mir viel von beiden abgeschaut. Sie haben die Philosophie der Mannschaft festgelegt, wir ergänzen diese nur", sagte der Däne im Interview mit dem Sportradio Deutschland.
Di Salvo nach Niederlage: "Können gegen Topgegner mithalten"
Antonio Di Salvo hat trotz der Niederlage der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen Frankreich ein positives Fazit aus dem Härtetest gezogen. "Wir können gegen Topgegner mithalten, das ist für mich klar. Sie waren besser, aber nur dieses ein Tor", sagte der DFB-Trainer nach dem 0:1 in Magdeburg. Di Salvo gestand aber auch ein: "Wir haben Dinge, die wir verbessern können."
McEnroe sieht rosige Zukunft - auch ohne Federer und Williams
Tennislegende John McEnroe sieht seinen Sport auch ohne Serena Williams und Roger Federer in Zukunft gut aufgestellt. "Diese beiden Spieler sind unersetzlich, aber es wird weitergehen", sagte der 63 Jahre alte US-Amerikaner über das Karriereende der beiden Superstars.
Elton John spielt Konzert im Weißen Haus vor rund 2000 Gästen
Die britische Pop-Legende Elton John hat am Freitagabend (Ortszeit) ein Konzert im Garten des Weißen Hauses gespielt. Vor rund 2000 Ehrengästen sang der 75-jährige John Welthits wie "Your Song", "I Am Still Standing" und "Rocket Man". Gastgeber des Abends unter dem Motto "A Night When Hope and History Rhyme" waren US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden.
Chefin von Menschenrechtsausschuss fordert Scholz zu klaren Worten in Arabien auf
Die Vorsitzende des Menschenrechts-Ausschusses im Bundestag, Renata Alt (FDP), hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu einer klaren Positionierung während seiner am Samtag beginnenden Arabienreise aufgefordert. "So wichtig die Sicherung von Energielieferungen nach Deutschland ist, so wichtig ist auch die Einhaltung der Menschenrechte weltweit", sagte die FDP-Politikerin der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Man darf nicht über das eine verhandeln, ohne das andere anzusprechen."
Scholz tritt Reise in drei Golf-Staaten an
Erstmals seit seinem Amtsantritt reist Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu einem Besuch in die energiereichen Monarchien auf der Arabischen Halbinsel. Am Samstag führt der Kanzler in Dschidda Gespräche mit den Spitzen des saudiarabischen Königshauses - unter anderem mit dem umstrittenen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Am Sonntag dann trifft er die Staatsoberhäupter der Vereinigten Arabischen Emirate und von Katar. Die drei Länder sind wichtige Exporteure von Öl und Gas.
Russischer Außenminister Lawrow spricht bei UN-Generaldebatte
Bei der UN-Generaldebatte in New York spricht am Samstag der russische Außenminister Sergej Lawrow. Die Rede vor der UN-Vollversammlung wird vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mit besonderer Spannung erwartet. Lawrow hatte bereits am Donnerstag eine Rede vor dem UN-Sicherheitsrat gehalten, dabei schwere Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben - und den Saal nach seiner Rede verlassen. Am Samstag wird vor der UN-Vollversammlung auch der chinesische Außenminister Wang Yi sprechen.
Pakistans Regierungschef fordert internationale Gerechtigkeit für Klimaschäden
Angesichts der verheerenden Überflutungen in Pakistan hat Regierungschef Shehbaz Sharif bei der UN-Generaldebatte von reicheren Ländern Unterstützung für sein Land im Kampf gegen den Klimawandel gefordert. Die Natur habe "gegen Pakistan gewütet, ohne auf unseren CO2-Abdruck zu schauen, der bei fast Null liegt", sagte Sharif am Freitag. Es sei daher "durchaus vernünftig, eine gewisse Annäherung an die Gerechtigkeit" für die vom Klimawandel verursachten Schäden zu erwarten, die sein Land erlitten habe.
Federer verliert im letzten Spiel seiner Profikarriere
Superstar Roger Federer (41) hat sich mit einer Niederlage von der großen Tennis-Bühne verabschiedet. Der Schweizer unterlag beim Laver Cup in London an der Seite von Rafael Nadal im letzten Match seiner einzigartigen Profikarriere gegen das US-Doppel Jack Sock/Frances Tiafoe mit 6:4, 6:7 (2:7), 9:11. Damit steht es zwischen Europa und der Auswahl der restlichen Welt nach dem ersten Tag 2:2.
Vor Federer-Abschied: Europa führt beim Laver Cup mit 2:1
Casper Ruud und Stefanos Tsitsipas haben das Team Europa am letzten Arbeitstag von Roger Federer beim Laver Cup mit 2:1 in Führung gebracht. Der Norweger Ruud bezwang in London zunächst den Amerikaner Jack Sock mit 6:4, 5:7, 10:7, anschließend setzte sich Tsitsipas (Griechenland) gegen den Argentinier Diego Schwartzman locker mit 6:2, 6:1 durch. Im dritten Einzel verkürzte der Australier Alex de Minaur durch ein 5:7, 6:3, 10:7 gegen den Schotten Andy Murray.
Nach 0:1 gegen Italien: England steigt ab
Zwei Monate vor der Fußball-WM in Katar sucht Vize-Europameister England noch seine Form und muss in der Nations League aus der A-Liga absteigen. In der Neuauflage des EM-Finales verloren die Three Lions in Italien 0:1 (0:0) und liegen in der Gruppe A3 vor dem letzten Spiel am Montag (20.45 Uhr) gegen die deutsche Nationalmannschaft mit vier Punkten Rückstand auf dem letzten Platz.
Große WM-Ernüchterung: Erste Pleite für Flick
Weltmeister? So? Niemals! Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat zwei Monate vor der WM in Katar ihre erste Niederlage unter Hansi Flick erlitten und riesige Zweifel an der Mission fünfter Stern aufgeworfen. Nach dem ernüchternden 0:1 (0:1) gegen Ungarn im 14. Länderspiel unter Bundestrainer Flick ist das Etappenziel Finalturnier in der Nations League außer Reichweite geraten.
Bremerhaven Tabellenführer, Mannheim weiter ohne Sieg
Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben am chaotischen dritten Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Tabellenführung erobert und den Fehlstart der Adler Mannheim verschärft. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch besiegte den Titelkandidaten mit 4:3 (1:1, 2:1, 0:1, 1:0) nach Verlängerung. Mannheim wartet als Vorletzter weiter auf den ersten Sieg.
Ultrarechte Meloni schließt Wahlkampf in Süditalien ab
Zwei Tage vor der Parlamentswahl in Italien hat die aussichtsreichste Kandidatin für den Posten der Regierungschefin, Giorgia Meloni, ihren Wahlkampf mit einem Auftritt im Süden des Landes beendet. "Ich bin eine Patriotin. Wir sind eine Partei des Südens und der Nation", erklärte die Chefin der Rechtsaußen-Partei Fratelli d'Italia (FDI) am Freitag vor einem vorwiegend jungen Publikum in Neapel und versprach, sich für die von Armut und hoher Arbeitslosigkeit geprägte Region einzusetzen.
Belgien nimmt umstrittenen Atomreaktor dauerhaft vom Netz
Belgien hat einen umstrittenen Atomreaktor bei Antwerpen dauerhaft vom Netz genommen. Der Meiler Doel 3 liefere seit Freitagabend keinen Strom mehr, sagte eine Sprecherin des Betreibers Engie der Nachrichtenagentur AFP. Deutsche Atomkraftgegner und Politiker bis hin zur Bundesregierung hatten jahrelang für das Aus gestritten. Doel 3 wurde vor rund 40 Jahren in Betrieb genommen. Er ist der erste der insgesamt sieben belgischen Reaktoren, der abgeschaltet wird.
Kiew: Exhumierung von 447 Leichen in Isjum abgeschlossen
Die ukrainischen Behörden haben die Exhumierung der Leichen nahe der zurückeroberten Stadt Isjum abgeschlossen. Insgesamt seien 447 Leichen exhumiert worden, teilte die Staatsanwaltschaft der ostukrainischen Region Charkiw am Freitag in Onlinenetzwerken mit. Der Gouverneur von Charkiw hatte zuvor von 436 Leichen gesprochen, von denen 30 ihm zufolge Folterspuren aufwiesen.
Bewährungsstrafe für Frankfurt - Köln zweimal ohne Fans
Nach den schweren Ausschreitungen im Europapokal kommt Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt in der Champions League mit Geld- und Bewährungsstrafen davon. Der 1. FC Köln muss dagegen seine nächsten beiden Auswärtsspiele in der Conference League ohne mitreisende Fans bestreiten.
US-Chefdiplomat fordert von China "Frieden und Stabilität" in Taiwanstraße
US-Außenminister Antony Blinken hat bei einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung "Frieden und Stabilität" in der Taiwanstraße gefordert. Blinken habe bei dem 90-minütigen Gespräch am Freitag in New York betont, dass Frieden in der Region "von entscheidender Bedeutung für die regionale und globale Sicherheit und den Wohlstand" sei, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price.
U21 verliert Reifeprüfung gegen Frankreich
Die deutsche U21 hat beim Jubiläum von Trainer Antonio Di Salvo den Härtetest gegen Frankreich verloren. Die DFB-Auswahl musste sich vor 5427 Zuschauern in Magdeburg verdient mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und offenbarte neun Monate vor der EM vor allem offensiv noch einige Baustellen.
Aktivisten melden mindestens 50 Tote bei Protesten im Iran
Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Iran nach dem Tod von Mahsa Amini sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten bislang mindestens 50 Menschen getötet worden. Zuletzt seien sechs Menschen am Donnerstagabend in Reswanschahr in der nordiranischen Provinz Gilan von Sicherheitskräften erschossen worden, teilte die Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Oslo am Freitag mit. Tausende Gegendemonstranten gingen am Freitag für das Tragen von Kopftüchern auf die Straße.
Müller führt DFB-Auswahl als Kapitän aufs Feld
Thomas Müller wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach der Corona-Infektion von Manuel Neuer in der Nations League gegen Ungarn als Kapitän aufs Feld führen. Der Münchner bildet mit seinen Teamkollegen Serge Gnabry und Leroy Sane die offensive Mittelfeldreihe hinter Stürmer Timo Werner.
Sieben Menschen bei Explosion nahe Moschee in Kabul getötet
Bei der Explosion einer Autobombe in der Nähe einer für gewöhnlich von Taliban-Mitgliedern besuchten Moschee in Kabul sind mindestens sieben Menschen getötet worden. 41 weitere wurden verletzt, darunter auch Kinder, wie ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Freitag sagte. Ein örtliches Krankenhaus hatte zunächst von vier Toten gesprochen. Bislang bekannte sich niemand zu dem Anschlag.
Kiew: 30 der 436 in Isjum exhumierten Leichen weisen Folterspuren auf
Die ukrainischen Behörden haben nahe der zurückeroberten Stadt Isjum insgesamt 436 Leichen exhumiert, von denen 30 den Angaben zufolge Folterspuren aufweisen. "Die meisten (Leichen) weisen Anzeichen eines gewaltsamen Todes auf, 30 weisen Folterspuren auf", teilte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Synegubow, am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.
Abbas: Israel "zerstört" Zwei-Staaten-Lösung
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat Israel vorgeworfen, die Bemühungen um eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahostkonflikt gezielt zu torpedieren. Israel "zerstört durch vorsätzliche und bewusste Politik die Zwei-Staaten-Lösung", sagte Abbas am Freitag bei der UN-Generaldebatte in New York. "Das beweist eindeutig, dass Israel nicht an Frieden glaubt", fügte Abbas hinzu. "Deswegen haben wir keinen israelischen Partner mehr, mit dem wir sprechen können."
Vor Federer-Abschied: Europa geht 2:0 in Führung
Casper Ruud und Stefanos Tsitsipas haben das Team Europa am letzten Arbeitstag von Roger Federer beim Laver Cup mit 2:0 in Führung gebracht. Der Norweger Ruud bezwang in London zunächst den Amerikaner Jack Sock mit 6:4, 5:7, 10:7. Anschließend setzte sich Tsitsipas (Griechenland) gegen den Argentinier Diego Schwartzman locker mit 6:2, 6:1 durch.
UN-Ermittler sehen Beweise für russische Kriegsverbrechen in Ukraine
UN-Ermittler haben im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zahlreiche Kriegsverbrechen festgestellt. "Auf der Grundlage der (...) gesammelten Beweise ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass in der Ukraine Kriegsverbrechen begangen wurden", sagte der Leiter der Untersuchungskommission für die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine, Erik Mose, am Freitag vor dem UN-Menschenrechtsrat.
Bund will Deserteuren aus Russland Schutz bieten - nach Einzelfallprüfung
Die Bundesregierung will russischen Deserteuren großzügig Schutz in Deutschland gewähren - allerdings sieht sie dabei auch Sicherheitsprobleme. In jedem Einzelfall müssten die "tatsächlichen Beweggründe" der Ausreise nach Deutschland geprüft werden, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin. Insbesondere müsse darauf geachtet werden, ob Einreisende "womöglich im Auftrag der russischen Staatsmacht" nach Deutschland kämen.
Porsche baut vor Börsengang den Aufsichtsrat um
Vor dem am Donnerstag geplanten Börsengang baut der Sportwagenbauer Porsche den Aufsichtsrat um. Es würden notwendige neue Ausschüsse etabliert, das Präsidium werde von acht auf sechs Mitglieder verkleinert, teilte Porsche am Freitag mit. Drei Frauen ziehen neu in das Kontrollgremium ein, das damit weiblicher wird.