IAB: Arbeitsvolumen in Deutschland erholt sich deutlich
In Deutschland hat sich laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) das Arbeitsvolumen im dritten Quartal 2021 deutlich erholt. "Das liegt an mehr Jobs, weniger Kurzarbeit und wieder mehr Überstunden", erklärte der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen, Enzo Weber, am Dienstag. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen demnach um rund 270.000.
Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem betrug demnach im dritten Quartal 351 Stunden - ein Zunahme um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, saison- und kalenderbereinigt betrug der Anstieg 2,8 Prozent. Bei den Teilzeitbeschäftigten verzeichnete das IAB eine Zunahme der wöchentlichen Arbeitszeit um 0,4 Prozent. Grund dafür sei die gesunkene Zahl der geringfügig Beschäftigten in diesem Bereich, erklärte das IAB.
Viele Menschen verblieben im dritten Quartal auch weiterhin in Kurzarbeit, ihre Anzahl war laut IAB jedoch deutlich rückläufig. Durch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen sei sie um 1,3 Millionen auf insgesamt 840.000 gefallen. Dieser Trend sei jedoch nicht unumkehrbar, warnte Weber. "Einschränkungen im Zuge der vierten Corona-Welle könnten das Arbeitsvolumen im Winter wieder dämpfen, etwa im Falle einer wieder wachsenden Kurzarbeit und von Freistellungen wegen Kinderbetreuung", erklärte der Experte weiter.
(L. Solowjow--BTZ)