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Nikola-Gründer wegen Betrugs von Investoren in den USA angeklagt
Der Gründer und frühere Chef des Elektrofahrzeugbauers Nikola, Trevor Milton, muss sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in New York umfasst die 49-seitige Anklageschrift drei Anklagepunkte wegen Betrugs - unter anderem von Investoren, die wegen falscher Angaben zu den Produkten des börsennotierten Unternehmens eine Menge Geld verloren hatten.
Fruchtsaftindustrie rechnet mit schwacher Streuobsternte
Die Fruchtsaftindustrie rechnet in diesem Jahr mit einer besonders schwachen Streuobsternte. "In diesem Jahr haben den Streuobstbeständen die niedrigen Temperaturen und viel Nässe während der Blütezeit zugesetzt", erklärte der Geschäftsführer des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF), Klaus Heitlinger, am Donnerstag. Die Streuobsternte werde in diesem Jahr schwach sein und voraussichtlich rund 300.000 Tonnen betragen.
Chemiekonzern Bayer stellt 4,5 Milliarden Dollar in Glyphosat-Rechtsstreit zurück
Der Chemiekonzern Bayer hat im Streit um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup 4,5 Milliarden Dollar (knapp 3,8 Milliarden Euro) für künftige Rechtsstreitigkeiten zurückgestellt. "Wir wollen damit gegenüber unseren Investoren deutlich machen, dass die Risiken des Glyphosat-Rechtsstreits angemessen in der Bilanz abgebildet sind", erklärte Bayer-Chef Werner Baumann am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Investoren.
Umfrage: Bürger vertrauen Unternehmen bei Großprojekten mehr als dem Staat
Wenn es um die schnelle und kostengünstige Umsetzung von Großprojekten wie beispielsweise den Ausbau von Mobilfunknetzen oder Verkehrswegen geht, vertrauen die Bürgerinnen und Bürger eher privaten Unternehmen als dem Staat. Dies ist das Ergebnis einer am Donnerstag vorgestellten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Deutschen Verkehrsforums (DVF). Zwei Drittel (65,7 Prozent) der Befragten äußerten sich entsprechend.
Musterfeststellungsklage hemmte Verjährung auch von Einzelklagen
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem weiteren Urteil im Abgasskandal Diesel-Klägern den Rücken gestärkt: VW-Dieselfahrer konnten gegebenenfalls noch bis Frühjahr 2020 auf Schadenersatz klagen, denn mit dem vorübergehenden Beitritt zur Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG wurde die Verjährung gehemmt, wie der BGH am Donnerstag entschied. Das gelte selbst dann, wenn der Beitritt zur Musterfeststellungsklage nur mit dem Ziel der Verjährungshemmung geschah. (Az: VI ZR 1118/20)
Inflationsrate erstmals seit mehr als zehn Jahren über drei Prozent
Erstmals seit mehr als zehn Jahren ist die Inflationsrate in Deutschland um über drei Prozent gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Juli um voraussichtlich 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Das war der höchste Anstieg der Teuerung seit August 2008.
Inflationsrate steigt im Juli auf voraussichtlich 3,8 Prozent
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli um voraussichtlich 3,8 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag nach vorläufigen Ergebnissen mit. Im Vergleich zum Vormonat Juni nahm die Teuerung demnach um 0,9 Prozent zu.
Impfkampagne: Verdi fabuliert über Impfpflicht am Arbeitsplatz
Die Gewerkschaft Verdi ist gegen eine Impfpflicht am Arbeitsplatz und setzt stattdessen auf eine verbesserte Impfkampagne. "Wir lehnen eine Impfpflicht ab, auch für bestimmte Berufsgruppen", sagte Grit Genster, Leiterin des Bereichs Gesundheitspolitik bei Verdi, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Stattdessen setzen wir sehr darauf, dass gut informiert wird und niederschwellige Angebote gemacht werden."
Entwicklung der Mietpreise flacht sic im zweiten Quartal ab
Die Mietpreise in Deutschland sind laut dem Portal Immoscout 24 im zweiten Quartal nur noch leicht angestiegen. Für Bestandswohnungen stiegen die Preise um 0,8 Prozent und für neu gebaute Wohnungen um 1,5 Prozent, wie Immoscout am Donnerstag mitteilte. Zwischen Januar und April waren die Preise für Bestandswohnungen demnach noch um 1,8 und für Neubauwohnungen um 2,1 Prozent gestiegen.
Deutsche Bahn macht im ersten Halbjahr 1,4 Milliarden Euro Verlust
Die Deutsche Bahn (DB) hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro gemacht. Zwar sei die Zahl der Reisenden und die der transportierten Güter gestiegen, gleichwohl habe der harte und mehrfach verlängerte Lockdown "tiefe Spuren" in der Halbjahresbilanz hinterlassen, teilte der Konzern am Donnerstag in Berlin mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte die Bahn den Verlust aber verringern.
EuGH: Preisauszeichnung bei Getränken in Pfandflaschen?
Ob bei der Werbung für Getränke in Pfandflaschen ein Gesamtpreis einschließlich Pfand angegeben werden muss, soll nun der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheiden. Mit einem am Donnerstag verkündeten Beschluss legte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe ein entsprechendes Verfahren den EU-Richtern vor. (Az: I ZR 135/20)
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt "ausgesprochen erfreulich"
Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben zu einer deutlichen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt geführt: Die Zahl der Arbeitslosen im Juli sank im Vergleich zum Vormonat um 24.000 auf 2,59 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 5,6 Prozent zurück. Das ist eine ungewöhnliche Entwicklung: Normalerweise steigt die Arbeitslosenzahl in den Sommermonaten.
Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich nach Öffnungsschritten
Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich nach den weitgehenden Lockerungen von den Corona-Maßnahmen im Juli deutlich verbessert. Die Zahl der Arbeitslosen im Juli sank im Vergleich zum Vormonat um 24.000 auf 2,59 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,6 Prozent.
Goldhase von Lindt muss goldenen Glanz nur eingeschränkt
Der Goldhase von Lindt muss seinen goldenen Glanz nur eingeschränkt mit anderen Schokoladenosterhasen teilen: Weil viele Verbraucher den Goldton mit Lindt verbinden, hat er den Status einer sogenannten Benutzungsmarke erlangt, wie am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied. Ob daher die bayerischen Confiserie Heilemann die Rechte von Lindt verletzt hat, muss nun das Oberlandesgericht (OLG) München klären. (Az: I ZR 139/20)
Tariflöhne steigen 2021 im Schnitt nur gering um 1,6 Prozent
Die Tariflöhne steigen in diesem im Jahr voraussichtlich nur um durchschnittlich 1,6 Prozent - unter Berücksichtigung der Inflation müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sogar einen Rückgang hinnehmen. Das ergibt sich aus der am Donnerstag vorgelegten Zwischenbilanz des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung. Der Anstieg der Tariflöhne liegt damit unter dem Durchschnitt der vorherigen drei Jahre; der Reallohnverlust ist der erste seit zehn Jahren.
Containerschiff "Ever Given" läuft im Hafen von Rotterdam ein
Mehr als vier Monate nach der Blockade des Suez-Kanals ist das riesige Containerschiff "Ever Given" am Donnerstagmorgen in den Hafen von Rotterdam eingelaufen. "Ein besonderer Moment", sagte der Chef des Containerhafens, Hans Nagtegaal, der Nachrichtenagentur AFP. "Endlich können wir mit dem Entladen anfangen."
Luftfahrt: Airbus erholt sich weiter von der COVID19-Krise
Der europäische Flugzeugbauer Airbus erholt sich weiter von der Corona-Krise. Im ersten Halbjahr lieferte Airbus 297 Maschinen aus - das waren 101 mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sprang entsprechend um 30 Prozent auf 24,6 Milliarden Euro, der Gewinn lag bei 2,2 Milliarden Euro. Airbus hob seine Prognose für das Gesamtjahr an.
Anteil der Beschäftigten im Homeoffice geht weiter zurück
Nach der Ende Juni ausgelaufenen Homeoffice-Pflicht haben im Juli noch weniger Beschäftigte zu Hause gearbeitet. Ihr Anteil fiel auf 25,5 Prozent, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. "Die Menschen suchen wieder häufiger den persönlichen Kontakt im Büro", erklärte Ifo-Experte Jean-Victor Alipour.
Übernahme von Ferienflieger Condor abgeschlossen
Nach der Genehmigung der staatlichen Beihilfen für die angeschlagene Fluggesellschaft Condor hat der Vermögensverwalter Attestor am Mittwoch die Übernahme "wie geplant" abgeschlossen. Attestor übernimmt 51 Prozent der Anteile an Condor und investiert 450 Millionen Euro, wie die Airline mitteilte. Alle 4050 Arbeitsplätze blieben erhalten.
Boeing verbucht überraschend Quartalsgewinn
Der US-Flugzeugbauer Boeing hat überraschend einen Quartalsgewinn vermeldet und muss voraussichtlich weniger Jobs streichen als zuvor geplant. Der Konzern verbuchte im zweiten Quartal einen Gewinn von 587 Millionen Dollar (rund 498 Millionen Euro), wie er am Mittwoch bekanntgab. Im Vorjahreszeitraum hatte inmitten der Corona-Pandemie unterm Strich noch ein Minus von 2,4 Milliarden Dollar gestanden.
Pfizer erhöht Umsatzprognose für Impfstoff für 2021 deutlich
Der US-Pharmakonzern Pfizer, der zusammen mit dem deutschen Unternehmen Biontech einen Covid-19-Impfstoff entwickelt hat, erwartet in diesem Jahr Umsätze mit dem Vakzin in Höhe von insgesamt 33,5 Milliarden Dollar (28,4 Milliarden Euro). Das Unternehmen schätzt die Zahl der Auslieferungen auf 2,1 Milliarden Impfdosen, wie es am Mittwoch mitteilte. Das sind 500 Millionen Dosen mehr als zuvor veranschlagt.
Gebühren für postalische Adress- und Kontoänderungen sind unzulässig
Gebühren für nicht online mitgeteilte Änderungen der Anschrift oder Kontoverbindung sind unzulässig - und ein Unternehmen muss einen damit erzielten Gewinn in die Bundeskasse einzahlen. Das entschied das Landgericht Kiel, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Mittwoch mitteilte. Das betreffende Unternehmen, Mobilcom-Debitel, legte Berufung ein. (Az 2 U 32/21)
Starbucks steigert Umsätze und Gewinn deutlich
Die Wiederöffnung der meisten Filialen hat die Geschäftszahlen der US-Kaffeekette Starbucks beflügelt. Der Umsatz des Unternehmens stieg im Ende Juni beendeten Quartal um 78 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal auf 7,5 Milliarden Dollar (knapp 6,4 Milliarden Euro), wie Starbucks am Dienstag mitteilte. Der Gewinn betrug 1,1 Milliarden Dollar - im Jahr zuvor hatte unter dem Strich noch ein Minus von über 678 Millionen Dollar gestanden.
Verkehrsunternehmen schätzen Hochwasserschäden auf mindestens 2,3 Milliarden Euro
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) schätzt die Schäden durch die schweren Unwetter im Westen und Süden Deutschlands allein für den öffentlichen Personen- und Schienengüterverkehr auf mindestens 2,3 Milliarden Euro. VDV-Präsident Ingo Wortmann erklärte in Berlin, die unmittelbaren Schäden an Bussen, Bahnen und der Schienen-Infrastruktur beliefen sich ersten Schätzungen zufolge auf 1,5 Milliarden Euro. Hinzu kämen die Mittel für den Wiederaufbau.
Bundesgerichtshof: Cum-Ex-Geschäfte sind Steuerhinterziehung und strafbar
Cum-Ex-Geschäfte sind strafbar. Die "Geltendmachung tatsächlich nicht einbehaltener Kapitalertragsteuer gegenüber den Finanzbehörden" sei Steuerhinterziehung, erklärte der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe. Er bestätigte damit ein früheres Urteil des Landgerichts Bonn gegen zwei britische Aktienhändler und die Privatbank M.M. Warburg. (Az. 1 Str 519/20)
Bundesgerichtshof: Cum-Ex-Geschäfte sind Steuerhinterziehung
Cum-Ex-Geschäfte sind strafbar. Die "Geltendmachung tatsächlich nicht einbehaltener Kapitalertragsteuer gegenüber den Finanzbehörden" sei Steuerhinterziehung, teilte der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe mit. Er bestätigte damit ein früheres Urteil des Landgerichts Bonn gegen zwei britische Börsenhändler und die Privatbank M.M. Warburg. (Az. 1 Str 519/20)
Bundesgerichtshof: Cum-Ex-Geschäfte sind illegal
Cum-Ex-Geschäfte sind strafbar. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte am Mittwoch ein entsprechendes früheres Urteil des Landgerichts Bonn zu zwei Börsenhändlern und der Privatbank M.M. Warburg. Der BGH sei der Auffassung, dass "die Geltendmachung tatsächlich nicht einbehaltener Kapitalertragsteuer gegenüber den Finanzbehörden" auf Grundlage solcher Geschäfte Steuerhinterziehung sei, teilte der Gerichtshof mit. (Az. 1 Str 519/20)
Tarifverhandlungen im Baugewerbe vertagt und weiterer Fahrplan vereinbart
Die Tarifvertragsparteien im Baugewerbe haben ihre Gespräche vertagt und sich auf einen Fahrplan für weitere Verhandlungen geeinigt. Das teilten die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sowie die Vertreter der Arbeitgeber, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, am Dienstagabend nach rund zehnstündigen Verhandlungen mit. Bis Ende September soll eine Einigung gefunden werden.
Importpreise verzeichnen größten Anstieg seit der zweiten Ölkrise 1981
Die Importpreise sind im Juni im Vorjahresvergleich so stark gestiegen wie zuletzt im Oktober 1981 im Rahmen der zweiten Ölkrise. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, legten die Importpreise im Juni 2021 im Vorjahresvergleich um 12,9 Prozent zu - im Oktober 1981 waren die Importpreise im Vorjahresvergleich um 13,6 Prozent gestiegen. Bereits im April (plus 10,3 Prozent) und im Mai (11,8 Prozent) hatten sich die Importpreise deutlich verteuert.
US-Technologiekonzerne steigern Umsätze und Gewinne in Corona-Pandemie kräftig
Die großen US-Tech-Konzerne bleiben große Gewinner der Corona-Krise: Apple, Google und Microsoft steigerten Umsätze und Gewinne im Quartal von April bis Ende Juni jeweils mindestens zweistellig im Vorjahresvergleich. Sie verkauften mehr Smartphones, mehr Werbeplätze, mehr Speicherplatz in der Cloud. Das weitere Wachstum bremsen könnte aktuell der weltweite Chipmangel.
Deutsche Bank erzielt im zweiten Quartal Nettogewinn von 692 Millionen Euro
Die Deutsche Bank hat trotz gesunkener Einnahmen und Rückstellungen wegen eines Gerichtsurteils ihren Quartalsgewinn deutlich gesteigert. Der Nettogewinn betrug im zweiten Quartal 692 Millionen Euro - nach einem Verlust von 77 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Bank am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte.
Steigende Inzidenz, steigende Preise: Konsumklima im Juli stagniert
Die steigenden Infektionszahlen und die steigenden Preise verhindern einen weiteren Anstieg der Konsumstimmung in Deutschland. "Nach der zuletzt deutlichen Aufhellung legt die Stimmung der Verbraucher im Juli eine Verschnaufpause ein", erklärte das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch. Das GfK-Konsumklima für August stagniert ebenfalls - bei minus 0,3 Punkten.